ZEICHENDEGENERATION

Signos degenerados

(Recop.) Justo Fernández López

 

Zeichendegeneration  (Peirce: Degenerate Signs)

Prozess bzw. Zustand der abschwächenden Ableitung eines Zeichens aus einem anderen. Zentral zum Verhältnis dessen ist die Definition des Symbols als “genuines” Zeichen. So lassen sich im Objektaspekt der Index als schwach und das Ikon als stark degeneriertes Zeichen charakterisieren.

“Von diesen drei General von Repräsentationsmitteln ist das Ikon qualitativ degeneriert, der Index reaktionsmäßig degeneriert, während das Symbol das verhältnismäßig genuine Genus ist.” (Peirce, CP 5.73)

Auch in den beiden anderen Aspekten treten Degenerationen auf. Die Kombinationsweise aller Zeichenrelationen zu Zeichenklassen bestimmt sich nach der Degeneration (vgl. Peirce, CP 2.265). Zugrunde gelegt ist die Kategorienlehre, derzufolge die Idee der “Drittheit” der höchste Punkt ist, während die anderen beiden Ideen stufenweise Abschwächungen jener Idee darstellen (= kategorialer und semiotischer Bedeutungsverlust).” (Krampen u.a. 1981: 393)  

[Abraham, Werner: Terminologie zur neueren Linguistik. 2 Bde., Tübingen: Niemeyer, 21988, S. 1029]