VARIETÄTENGRAMMATIK

Gramática de las variedades

(Recop.) Justo Fernández López

 

Vgl.:

Probabilistische Grammatik / Varietäten des Spanischen /  Varietätenraum

 

Varietätengrammatik

Von W. Klein [1974] entwickeltes Verfahren zur Beschreibung unterschiedlicher Varietäten einer Sprache. Diese Varietäten werden zunächst mit Hilfe außersprachlicher Kriterien festgelegt; dabei ergeben sich je nach Forschungsinteresse unterschiedlich dimensionierte »Varietätenräume« (solche varietätendefinierende Größen sind etwa makrosoziale, situative, zeitliche, räumliche Parameter), in denen die einzelnen Varietäten festgelegt werden. Der nächste Schritt besteht in der Ausarbeitung einer Bezugsgrammatik, die alle (phonologische, morphologischen, syntaktischen) Regeln umfasst, die in sämtlichen Varietäten vorkommen (können). Die anschließende empirische Analyse stellt die Anwendungshäufigkeit bzw. -wahrscheinlichkeit der einzelnen Regeln in den jeweiligen Varietäten fest; man erhält somit eine Reihe Probabilistischer Grammatiken, die sich jeweils in der varietätenspezifischen Anwendungswahrscheinlichkeit einzelner Regeln unterscheiden.

Die Konzeption der V. hat sich vor allem bei empirischen Untersuchungen zum Zweitspracherwerb von ausländischen Arbeitern in Deutschland bewährt.“ [Bußmann, H., S. 827]