ÜBERSETZUNG

Traducción

(Recop.) Justo Fernández López

 

Vgl.:

Lehnwort / Lehnübersetzung / Neologismus / Lehnübertragung / Fremdwort / Entlehnung / Lehnbildung / Lehnprägung / Lehnschöpfung

 

„Eine Europa von Polyglotten ist kein Europa von Menschen, die viele Sprachen perfekt beherrschen, sondern im besten Fall eines von Menschen, die sich verständigen können, indem jeder die eigene Sprache spricht und die des anderen versteht, ohne sie fließend sprechen zu können, wobei er, während er sie versteht, wenn auch nur mit Mühe, zugleich ihren «Geist» versteht, das kulturelle Universum, das ein jeder ausdrückt, wenn er die Sprache seiner Vorfahren und seiner Tradition spricht.”

[Eco, Umberto: Die Suche nach der vollkommenen Sprache. München: C. H. Beck, 1995, S. 355]

Übersetzung

a)    automatische: ist die Umsetzung einer natürlichen Ausgangssprache in die Zielsprache mit Hilfe der Elektronischen Datenverarbeitung (EDV). Nach G. Klaus sind die wichtigsten Vorgänge folgende: Analyse‑Algorythmus zur Ermittlung der grammatischen und semantischen Informationen. Die Wörter –als Textstücke zwischen 2 Leerzeichen–  werden im Lexikonspeicher identifiziert, die grammatischen Endungen (Morpheme) anhand morphologischer Listen abgelesen, bis die Wörter in ihrem spezifischen Kontext ermittelt sind. Teilinformationen werden durch äquivalente Lexeme in der Zielsprache ersetzt. Mit Hilfe eines Synthese‑Algorithmus wird ein Text in der Zielsprache aufgebaut. Für die syntaktische Analyse sind verschiedene Verfahren entwickelt worden, ohne dass das Problem befriedigend gelöst werden konnte (da Sprachen untereinander und in sich selbst ja in keinem additivem 1: 1‑Verhältnis stehen). Am schwierigsten ist jedoch die Lösung der semantischen Probleme. Hier sind für die nächste Zeit keine viel versprechenden Ergebnisse zu erwarten.

b)   traditionelle: Nach der Interlinearversion und Paraphrase haben sich seit der Romantik Übersetzungspostulate durchgesetzt, die man unter <funktionaler Übersetzung> zusammenfassen kann, die alte Dichotomien wie Sinntreue/Formentreue, Verfremdung/Entfremdung (den Leser zum Original oder das Original an den Leser heranbringen) auflöst. In Anlehnung an Vinay und Darbelnet (+ terminologischer Fortführung) unterscheide ich 7 Stufen der Übersetzbarkeit:

1) Rezeption des Fremdwortes (hearing)  

2) Konformation: die fremde Form wird eingedeutscht (fenestra > Fenster)

3) Traduktion: Wörtliche Übersetzung der lexikalischen Struktur (con‑scientia > Gewissen)

4) Transposition: durchbeißen > couper d’un coup de dents

5) Modulation (Wiedergabe derselben Situation von einem andern Standpunkt aus – /from cover to cover: bis zur letzten Seite)

6) Äquivalenz (Wiedergabe durch eine andere Situation gleicher Bedeutung – comme un chien dans un jeu de quilles / wie der Elefant im Porzellanladen).

7) Adaption (Übersetzung durch eine ähnliche Situation). Es geht dabei oft um spezifische sozio-kulturelle Situationen, die in der anderen Sprache nicht vorkommen (He kissed his daughter on the mouth <> Il serra tendrement sa fille dans ses bras)

Nach Jiri Lévy lässt sich die Übersetzung auf der linearen Skala zwischen 2 Extremen definieren: getreu/frei – rezeptiv /adaptiv. Die übersetzerischen Grundsätze kann man als binäre Entscheidungen auffassen: Soll eine Übersetzung wiedergeben: die Form/den Inhalt, soll sie gelesen werden wie ein Originalwerk oder wie eine Übersetzung, soll sie den Stil des Originals oder den Stil des Übersetzers widerspiegeln, soll sie den Sprachgebrauch der Entstehungszeit des Originals oder soll sie modern phrasiert werden (Anachronismus), soll sie Elemente reduzieren oder expandieren (Explikation). G. Mounin versucht die Version von der Traduktion zu trennen. Unter der ersten versteht er die Übertragung aus einer alten Sprache, unter der zweiten die aus einer neuen.

Von terminologischem Nutzen wäre die Trennung von Version (als Übersetzung in die Muttersprache) und Traduktion oder auch Translation (Translatik) – als Übersetzung in die Fremdsprache. Die Unterscheidung ist wichtig, da beide Vorgänge nicht parallel sind: dem Übersetzer sind in die beiden Richtungen verschiedene Grenzen und Möglichkeiten gesetzt.

Im Deutschen hat sich die Trennung von ÜBERSETZUNG und Nachdichtung (für poetische Texte) eingebürgert. Mündliches übersetzen aus der Sprachsituation nennt man konsekutives (Abschnitt für Abschnitt) Dolmetschen. Gebräuchlich ist heute das simultane Dolmetschen (gleichzeitiges Mitübersetzen). Neue Einsichten für die bis heute äußerst problematische Übersetzungswissenschaft sind von der Linguistik, namentlich der kontrastiven, zu erwarten.

Als übersetzungstheoretisches Grundproblem wird – nach W. Koller – die Wahrung der Invarianz auf der Inhaltsebene der Sprache trotz Kodierungswechsels auf der Ausdrucksseite bezeichnet. Die Translatik (Übersetzungswissenschaft) gehört als linguistische Disziplin zur Angewandten wie zur Vergleichenden Sprachwissenschaft. Ihre Hauptaufgaben liegen in der Erforschung der Äquivalenzbeziehungen zwischen den sprachlichen und stilistischen (informativen und expressiven) Elementen zweier oder mehrerer Sprachen, der Herausarbeitung der prinzipiellen Gesetzmäßigkeiten des Übersetzungsprozesses, der Aufstellung von Leitschemata für die Analyse bestimmter Übersetzungserscheinungen und der Untersuchung von Texten verschiedener Textsorten auf ihre für die Übersetzung relevante Faktoren. K. Reiß leitet die Kriterien für ihre Übersetzungskritik aus den Texttypen (inhalts‑form‑appellbetont) ab.” [Heupel, Carl, S. 251-253]

„Jeder Interpretationsakt beruht auf bestimmten Grundannahmen, die im Geist des Interpreten nur selten völlig deutlich sind. Wir nehmen im Hinblick auf einen großen Bereich menschlichen Verhaltens an, dass der Handelnde seine Gründe hat; Gründe, die uns verständlich wären, wenn wir über die Welt, in der er lebt, genug wissen würden, und wenn wir wissen würden, wie er die Welt sieht. Der Begriff der Rationalität, auf den der Interpret sich stützt, ist zwar sein eigener, aber nicht nur sein eigener.

Wie steht es mit der Sache der Bedeutungsunbestimmtheit, mit dem Gedanken Quines, dass es theoretische zwei verschiedene Übersetzungshandbücher geben könnte, die beide jeweils gleichermaßen adäquate Wiedergaben jedes Satzes einer Sprache enthalten könnten?

Quine (1964), dt. Übers. S. 6061: «Handbücher der Übersetzung von einer Sprache in die andere können auf voneinander verschiedene Weise eingerichtet sein, so dass sie alle mit der Gesamtheit der Rededispositionen in Einklang stehen und doch miteinander unverträglich sind. Sie divergieren dann an zahllosen Stellen, indem sie als jeweilige Übersetzung eines Satzes in der einen Sprache Sätze der anderen Sprache angeben, die in keiner einleuchtenden Äquivalenzbeziehung zueinander stehen, wie unscharf man den Begriff der Äquivalenz dabei auch fassen man».

Ist diese Möglichkeit nicht ein Hinweis auf die «wesentliche Unbestimmtheit» anderer Personen als Objekte der Erkenntnis, wie Hanly es formulierte? Ich bin nicht dieser Auffassung. Im Grunde wird die Idee, dass es sachliche Fakten darüber gibt, was in jemandes Geist vorgeht – Fakten, die entdeckt werden können und die sich aufeinander beziehen lassen –, nicht kompromittiert. Davidson schlägt folgende Analogie vor: die Celsius- und die Fahrenheitskala sind beide für die Temperaturmessung gleich gut geeignet. Die Zuordnung einer Zahl auf den beiden Skalen hält jeweils viele verschiedene Beziehungen fest, die alle von beiden Skalen sehr gut erfasst werden können. Trotzdem sagen wir nicht, wie heiß oder wie kalt es draußen ist, sei ›unbestimmt‹. Und genauso gilt, auch wenn das Geschäft der Interpretation weit komplexer ist: Die Zuordnung von Wörtern zu einem mentalen Zustand spezifiziert Beziehungen zwischen diesem Zustand und anderen Zuständen sowie zwischen diesen Zuständen und der Welt. Es gibt also eine außergewöhnliche Anzahl von Beziehungen, die von jeweils zwei gleich guten Interpretationen oder Übersetzungen festzuhalten sind.

«Eine Unbestimmtheit der Bedeutung oder Übersetzung ist kein Zeichen dafür, dass signifikante Unterscheidungen unberücksichtigt geblieben sind, sondern sie kennzeichnet das Faktum, dass gewisse augenscheinliche Unterscheidungen nicht signifikant sind. (...)

[Die] Interpretation [ist] nur wichtig, um darauf aufmerksam zu machen, wie die Interpretation der gesprochenen Sprache Hand in Hand gehen muss mit der Interpretation des Handelns im allgemeinen und daher auch mit der Zuschreibung von Wünschen und Überzeugungen» (Davidson, D.: Wahrheit und Interpretation. Frankfurt a. M.: Suhrkamp, 1986, S. 222-223)

Häufig sind zwei Wiedergaben dessen, was jemand getan hat, nur deshalb gleich gut, weil wir so wenig wissen. Dabei ist die Unbestimmtheit von unserer Unwissenheit abhängig und keine innere Eigenschaft der Interpretation, und in der Regel sehen wir auch, je mehr wir hinzulernen, dass eine Interpretation besser als die andere ist. Ist es theoretisch möglich, dass ungeachtet dessen, was wir lernen würden, zwei Interpretationen gleich gut sein könnten? Ja. Das würde aber bedeuten, dass der Unterschied zwischen beiden eine rein sprachliche Angelegenheit wäre.“

[Cavell, Marcia: Freud und die analytische Philosophie des Geistes. Überlegungen zu einer psychoanalytischen Semantik. Stuttgart: Klett-Cotta, 1997, S. 136-137]

„Die Grenze einer universalen Verkehrssprache ist dieselbe wie die der natürlichen Sprachen, nach deren Muster sie gestrickt ist: Sie setzt ein Prinzip der Übersetzbarkeit voraus. Wenn eine universale Verkehrssprache vorsieht, die Texte aus jeder beliebigen Sprache wiedergeben zu können, so darum, weil wir davon ausgehen, dass es immer möglich ist – obwohl es einen «Geist» jeder einzelnen Sprache gibt, obwohl jede einzelne Sprache ein ziemlich rigides Modell darstellt, die Welt zu sehen, zu organisieren und zu interpretieren –, dass es trotzdem prinzipiell immer möglich ist, aus einer Sprache in eine andere zu übersetzen.

Doch wenn dies eine Grenze und eine Möglichkeit der aposteriorischen Universalsprache ist, ist es auch eine Grenze und eine Möglichkeit der natürlichen Sprachen: Die in den natürlichen Sprachen ausgedrückten Gedanken lassen sich in eine aposteriorische Sprache übersetzen, weil es möglich ist, aus einer Sprache in eine andere zu übersetzen.

Dass die Problematik der Übersetzung auf eine vollkommene Sprache schließen lasse, war Walter Benjamins Intuition gewesen: Da es nie möglich ist, in der Zielsprache alle Bedeutungen der Ausgangssprache wiederzugeben, müsse man sich dem Gefühl einer Konvergenz aller Sprachen überlassen, insofern «in ihrer jeder als ganzer jeweils eines und zwar dasselbe gemeint ist, das dennoch keiner einzelnen von ihnen, sondern nur der Allheit ihrer einander ergänzenden Intentionen erreichbar ist: die reine Sprache» (Benjamin 1923: 13). Aber diese «reine Sprache» ist keine Sprache im hier behandelten Sinn. Wenn wir und die kabbalistischen und mystischen Quellen von Benjamins Denken vergegenwärtigen, können wir den ziemlich nahen Schatten der heiligen Sprachen erkennen, etwas, das sehr viel ähnlicher dem geheimen Geist der pfingstlichen Sprachen und der Sprache der Vögel ist als den Formeln einer apriorischen Sprache. [...]

Auf eine Parameter-Sprache, die einige Merkmale der apriorischen Sprachen haben muss, rekurrieren dagegen eindeutig bekannte Theoretiker der maschinellen Übersetzung. Es muss ein Tertium comparationis geben, das erlaubt, vom Ausdruck einer Sprache A zu dem einer Sprache B überzugehen, indem man entscheidet, dass beide gleichbedeutend mit einem metasprachlichen Ausdruck C seien. Doch wenn dieses Tertium existierte, wäre es die vollkommene Sprache, und wenn es nicht existiert, bleibt das Ganze ein bloßes Postulat der Tätigkeit des Übersetzens.

Es sei denn, das Tertium comparationis wäre eine derart flexible und ausdrucksvolle natürliche Sprache, dass man sie als die «vollkommenste» aller bezeichnen könnte. Der Jesuit Ludovico Bertonio hatte 1603 eine Arte de lengua aymara veröffentlich und 1612 ein Vocabulario de la lengua aymara (also eine Grammatik und ein Wörterbuch der Aymara-Sprache, die noch heute im Hochland von Peru und Bolivien gesprochen wird) und war zu der Auffassung gelangt, dass es sich um eine Sprache von außergewöhnlicher Flexibilität handelte, mit einer unglaublichen Fähigkeit zur Bildung von Neologismen und so gut geeignet zum Ausdruck von Abstraktionen, dass ihm der Verdacht kam, es handele sich um den Effekt eines «Artifiziums». Zwei Jahrhunderte später brachte der Peruaner Emeterio Villamil de Rada es fertig, das Aymara als «die Sprache Adams» zu bezeichnen, als Ausdruck «einer der Entstehung der Sprache vorangegangenen Idee», gegründet auf «notwendige und unveränderliche Ideen» und somit die philosophische Sprache schlechthin, wenn es je eine gab (La lengua de Adan, 1860). Früher oder später musste jemand kommen, der darin nach semitischen Wurzeln suchte, und er kam.

Neuer Untersuchungen haben festgestellt, dass die Sprache der Aymara statt auf der zweiwertigen Logik (wahr/falsch), auf der das westliche Denken beruht, auf einer dreiwertigen Logik basiert, so dass sie modale Feinheiten ausdrücken kann, die unsere Sprachen nur mit Hilfe mühsamer Umschreibungen in den Griff bekommen. Und neuerdings gibt es sogar Leute, die das Studium der Aymara zur Lösung von Problemen der Computerübersetzung vorschlagen (zu alledem und einer umfangreichen Bibliographie vgl. Guzmán de Roja o. J.). Allein schon «durch ihre algorithmische Natur erleichtert die Syntax des Aymara in großem Maße die Übersetzung aus jeder beliebigen Sprache in ihre Termini – aber nicht umgekehrt» (L. Ramiro Beltran in Guzmán de Rojas o. J., III). Dank seiner Perfektion können das Aymara jeden Gedanken ausdrücken, der in anderen, nicht ineinander übersetzbaren Sprachen ausgedrückt worden ist – allerdings um den Preis, dass nichts von dem, was dann die vollkommene Sprache in ihren Termini ausgedrückt hätte, sich in unsere natürlichen Sprachen rückübersetzen ließe.

Nun könnte man diesen Misshelligkeiten dadurch entgehen, dass man annimmt, wie es neuere Strömungen tun, die Übersetzung sei eine rein interne Angelegenheit der Zielsprache, die auf ihrem Gebiet und gemäß dem Kontext die vom Originaltext gestellten semantischen und syntaktischen Probleme lösen müsse – und damit wären wir außerhalb des Problemkreises der vollkommenen Sprachen, denn es ginge dann nur noch darum, Ausdrücke zu verstehen, die im Geist der Ausgangssprache erzeugt worden sind, und dafür «befriedigende» Periphrasen zu erfinden (aber nach welchen Kriterien?), die den Geist der Zielsprache respektieren.

Die theoretische Schwierigkeit des Problems ist bereits von Humboldt umrissen worden. Wenn kein Wort einer Sprache völlig gleichbedeutend mit einem Wort einer anderen ist, wird das Übersetzen unmöglich; es sei denn, man versteht es als die in keiner Weise geregelte und formalisierbare Aktivität, durch die man Dinge verstehen kann, die man durch die eigene Sprache niemals erfahren hätte. [...]

Es ist jedoch möglich, als Parameter nicht an eine dritte Sprache zu denken, sondern an ein Vergleichsinstrument, das an sich keine Sprache ist und das sich (wenn auch nur approximativ) in jeder beliebigen Sprache ausdrücken lässt, aber gleichwohl erlaubt, zwei sprachliche Strukturen zu vergleichen, die für sich genommen inkommensurabel erscheinen. Dieses Instrument würde aus demselben Grund funktionieren, aus dem jede Sprache sich in ihren eigenen Begriffen mittels eines Prinzips der Interpretanz erklärt: Jede natürliche Sprache dient permanent als Metasprache ihrer selbst durch jenen Prozess, den Peirce die unbegrenzte Semiose genannt hat (vgl. Eco 1979, 2).”

[Eco, Umberto: Die Suche nach der vollkommenen Sprache. München: C. H. Beck, 31995, S. 349-352]

“Con las traducciones pasa como con las mujeres: cuando son fieles, es porque son feas; las hermosas suelen ser infieles.” (Frase tan célebre como machista)

“«El problema» de si puede traducirse una lengua a otra no es, en rigor, un problema; es un conjunto de problemas muy diversos. ¿Qué quiere decir ‘traducir de una lengua a otra’? No es lo mismo traducir tal o cual palabra de una lengua determinada a otra lengua determinada que traducir cualquier palabra de cualquier lengua a alguna palabra de cualquier otra lengua. No es ni siquiera lo mismo traducir, o poder traducir, una expresión de una lengua a otra en un periodo que en otro. Se ha puesto de relieve que Mari Victorino tuvo grandes dificultades en traducir a Plotino al latín. Podía concluirse a la sazón que el latín no estaba hecho para expresar sutilezas filosófico-teológicas. Pero seis, sieto u ocho siglos más tarde, autores como Santo Tomás o san Buenaventura disponían de toda clase de «teologismos». No es lo mismo preguntar si puede traducirse una palabra o una frase exactamente o bien aproximadamente, mejor o peor, etc., o si puede traducirse un lenguaje coloquial o uno literario o uno científico. Una vez desglosado el llamado «problema de la traducción» en varios problemas, lo más seguro es que se descubran muy distintos niveles de traducibilidad, al punto que resultará absurda toda conclusión del tipo de «Sí, claro, se puede traducir todo» o «No, no se puede traducir (realmente) nada».”

[Ferrater Mora, José: Indagaciones sobre el lenguaje. Madrid: Alianza Editorial, 1970, p. 204]

„En lo dicho hasta aquí me he limitado a fundar el utopismo del traducir en que el autor de un libro no matemático ni físico, ni, si usted quiere, biológico, es un escritor en algún buen sentido de la palabra. Esto implica que ha usado su lengua nativa con un prodigioso tacto, logrando dos cosas que parece imposible cohonestar: ser inteligible, sin más, y a la vez modificar el uso ordinario del idioma. Esta doble operación es más difícil de ejecutar que andar por la cuerda floja. ¿Cómo podremos exigirla de los traductores corrientes? Mas, tras esta primera dificultad que ofrece la versión del estilo personal nos aparecen nuevas capas de dificultades. El estilismo personal consiste, por ejemplo, en que el autor desvía ligeramente el sentido habitual de la palabra, la obliga a que el círculo de objetos que designa no coincida exactamente con el círculo de objetos que esa misma palabra suele significar en su uso habitual. La tendencia general de estas desviaciones en un escritor es lo que llamamos su estilo. Pero es el caso que cada lengua comparada con otra tiene también su estilo lingüístico, lo que Humboldt llamaba su «forma interna». Por tanto, es utópico creer que dos vocablos pertenecientes a dos idiomas y que el diccionario nos da como traducción el uno del otro, se refieren exactamente a los mismos objetos. Formadas las lenguas en paisajes diferentes y en vista de experiencias distintas, es natural su incongruencia. Es falso, por ejemplo, suponer que el español llama bosque a lo mismo que el alemán llama Wald, y, sin embargo, el diccionario nos dice que Wald significa bosque.”

[Ortega y Gasset, José: “Miseria y esplendor de la traducción.” (1937). En: Obras completas. Madrid: Revista de Occidente, t. V,  pp. 435-436]

“Pero yo no quisiera renunciar a saber lo que usted piensa sobre la faena de traducir.

–Pienso que es muy difícil, que es improbable, pero que, por lo mismo, tiene gran sentido. Es más: creo que ahora llegamos por vez primera a poder intentarla en grande y a fondo. Conviene advertir, de todos modos, que lo esencial sobre el asunto fue dicho hace más de medio siglo por el dulce teólogo Schleiermacher, en su ensayo Sobre los diferentes métodos de traducir. Según él, la versión es un movimiento que puede intentarse de dos direcciones opuestas: o se trae el autor al lenguaje del lector o se lleva el lector al lenguaje del autor. En el primer caso, traducimos en un sentido impropio de la palabra: hacemos, en rigor, una imitación o una paráfrasis del texto original. Sólo cuando arrancamos al lector de sus hábitos lingüísticos y le obligamos a moverse dentro de los del autor, hay propiamente traducción. Hasta ahora casi no se han hecho más que pseudotraducciones.

Partiendo de esto, yo me atrevería a formular ciertos principios que definirían la nueva empresa de traducir a que más que nunca, y por razones que luego, si hay tiempo, diré, es preciso dedicarse.

Y hay que comenzar por corregir en su base misma la idea de lo que puede y debe ser una traducción. ¿Se entiende ésta como una manipulación mágica en virtud de la cual la obra escrita en un idioma surge súbitamente en otro? Entonces estamos perdidos. Porque esa transustanciación es imposible. La traducción no es un doble del texto original; no es, no debe querer ser la obra misma con léxico distinto. Yo diría: la traducción ni siquiere pertenece al mismo género literario que lo traducido. Convendría recalcar esto y afirmar que la traducción es un género literario aparte, distinto de los demás, con sus normas y finalidades propias. Por la sencilla razón de que la traducción no es la obra, sino un camino hacia la obra. Si ésta es una obra poética, la traducción no lo es, sino más bien un aparato, un artificio técnico que nos acerca a aquélla sin pretender jamás repetirla o sustituirla.

Refirámonos al género de versión que más nos importaría, que, a mi juicio, urge más: la de los griegos y latinos. Han perdido éstos para nosotros el carácter de modelos. Acaso sea uno de los síntomas más extraños y más graves de nuestro tiempo que vivimos sin modelos, que se nos ha atrofiado la facultad de percibir algo como modelo. En el caso de griegos y latinos, tal vez resulta fecunda nuestra presente irreverencia, porque al morir como normas y pautas, renacer ante nosotros como el único caso de humanidad radicalmente distinta de la nuestra, en la cual – merced a lo mucho de ellos que se ha conservado – podemos penetrar. [...]

Porque si antes dije que es imposible la repetición de una obra y que la traducción es sólo un aparato que nos lleva a ella, se colige que caben de un mismo texto diversas traducciones. Es imposible, por lo menos lo es casi siempre, acercarnos a la vez a todas las dimensiones del texto original. Si queremos dar una idea de sus calidades estéticas, tendremos que renunciar a casi toda la materia del texto para transcribir sus gracias formales. Por eso será preciso repartirse el trabajo y hacer de una misma obra traducciones divergentes según las aristas de ella que queramos traducir con precisión. Mas, en general, sobresale tanto el interés de aquellos textos, en cuanto síntomas de la vida antigua, que puede prescindirse de sus otras calidades sin pérdida seria.

Cuando se compara con el texto una traducción de Platón, aun la más reciente, sorprende e irrita, no que las voluptuosidades del estilo platónico se hayan volatilizado al ser vertidas, sino que se pierdan las tres cuartas partes de las cosas, de las cosas mismas que actúan en las frases del filósofo y con que éste, en su viviente pensar, tropieza, que insinúa o acaricia de paso. Por eso, no como suele creerse por la amputación de su belleza, interesa tan poco al lector actual. [...]

Imagino, pues, una forma de traducción que sea fea, como lo es siempre la ciencia, que no pretenda garbo literario, que no sea fácil de leer, pero sí que sea muy clara, aunque esta claridad reclame gran copia de notas al pie de la página. Es preciso que el lector sepa de antemano que al leer una traducción no va a leer un libro literariamente bello, sino que va a usar un aparato bastante enojoso, pero que le va a hacer de verdad transmigrar dentro del pobre hombre Platón que hace veinticuatro siglo se esforzó a su modo por sostenerse sobre el haz de la vida. [...]

Lo decisivo es que, al traducir, procuremos salir de nuestra lengua a las ajenas y no al revés, que es lo que suele hacerse. A veces, sobre todo tratándose de autores contemporáneos, será posible que la versión tenga, además de virtudes como traducción, cierto valor estético. Entonces será miel sobre hojuelas – como dicen ustedes los españoles, probablemente sin tener idea de lo que son hojuelas.

– Le oigo con mucho placer – dije yo para concluir –. Es cosa clara que el público de un país no agradece una traducción hecha en el estilo de su propia lengua. Para esto tiene de sobra con la producción de los autores indígenas. Lo que agradece es lo inverso: que llevando al extremo de lo inteligible las posibilidades de su lengua transparezcan en ella los modos de hablar propios al autor traducido. Las versiones al alemán de mis libros son un buen ejemplo de esto. En pocos años se han hecho más de quince ediciones. El caso sería inconcebible si no se atribuye en sus cuatro quintas partes al acierto de la traducción. Y es que mi traductora ha forzado hasta el límite la tolerancia gramatical del lenguaje alemán para transcribir precisamente lo que no es alemán en mi modo de decir. De esta manera el lector se encuentra sin esfuerzo haciendo gestos mentales que son los españoles. Descansa así un poco de sí mismo y le divierte encontrarse un rato siendo otro.

Pero esto es muy difícil de hacer en la lengua francesa. Yo siento que mis últimas palabras en esta reunión sean involuntariamente agresivas, pero el tema de que hablamos las impone. Son éstas: de todas las lenguas europeas, la que menos facilita la faena de traducir es la francesa ...”

[Ortega y Gasset, José: “Miseria y esplendor de la traducción.” (1937). En: Obras completas. Madrid: Revista de Occidente, t. V,  pp. 448-452]

El lenguaje urbanístico: la traducción de metáforas del italiano al español.

Pier Luigi Cervellati al analizar el problema del tráfico en su libro La città Bella dice: „Nel frasario comune i termini tecnici riferiti al traffico stanno assumendo connotazioni vagamente pornografiche. Di gran moda l’asse di penetrazione, che può essere anche di scorrimento veloce/svelto. I parcheggi soterranei o centrali o quelli esterni cilindrico-elicoidale ricordano, specie se coperti con cupole, emblemmi fallici“.

Este ejemplo, en el que el urbanista advierte un lenguaje metafórico ‘vagamente  pornográfico’ para referirse a los términos técnicos ligados al tráfico, nos pone de frente al problema de  la traducción de las expresiones figuradas.

El traductor al acercarse al texto es ante todo lector y después traductor. En efecto, la  traducción exige un proceso de lecto-comprensión en la lengua de origen para luego traducir a la lengua  término. El problema fundamental es la ausencia de normas que rijan la literalidad y la libertad en ese  proceso.

Peter Newmark entiende por metáfora  cualquier expresión figurada. Todas las palabras  polisémicas son virtualmente metafóricas. La dificultad reside en que las figuras literarias y  expresiones idiomáticas constituyen un sistema de connotaciones traducibles con diferentes criterios.

La metáfora tiene un objetivo doble: uno referencial (cognitivo) que describe y otro pragmático (estético) que clarifica y deleita.

Newmark reconoce seis tipos de metáforas: las muertas, las desgastadas, estereotipadas, adaptadas, recientes y originales.

La traducción de estas figuras depende de factores cotextuales y contextuales. Los propósitos del presente trabajo son  reconocer los diversos tipos de metáforas que aparecen en el discurso urbanístico, realizar un repertorio de las mismas, analizar casos y proponer  posibles versiones en la lengua término.“

[Acevedo de Bomba, Elena Victoria – Universidad Nacional de Tucumán. http://members.nbci.com/tulgun/sal/co_vii/abst1.html]

Las dos fases del proceso de la traducción

Una definición aceptable de la traducción como proceso puede ser ésta de Ch. R. Taber y Eugene A. Nida (1971): «La traducción consiste en reproducir en la lengua receptora [llamada también lengua terminal] el mensaje de la lengua fuente [o lengua original] por medio del equivalente más próximo y más natural, primero en lo que se refiere al sentido, y luego en lo que atañe al estilo». O esta otra, más concisa pero igualmente válida, que aparece en el Dictionnaire de Linguistique par Jean Dubois et autres, Paris, 1973: «Traducir es enunciar en otra lengua (o lengua meta) lo que ha sido enunciado en una lengua fuente [lengua original], conservando las equivalencias semánticas y estilísticas». Se habrá observado que en ambas definiciones se dice que es preciso conservar la equivalencia del sentido, o equivalencia semántica, y la equivalencia del estilo. El problema está en determinar en qué consisten estas equivalencias.

El proceso de la traducción consta siempre de dos fases: la fase de la comprensión del texto original, y la fase de la expresión de su mensaje, de su contenido, en la lengua receptora o terminal.

1.      En la fase de la comprensión del texto original, el traductor desarrolla una actividad semasiológica (término derivado del griego, que significa «relativo al sentido, al significado», séma. Es decir, en esta fase, el traductor busca el contenido, el sentido del texto original.

2.      En la fase de la expresión, la actividad del traductor es «onomasiológica» (otro término derivado del griego, que quiere decir «relativo al nombre», ónoma). El traductor busca ahora en la lengua terminal las palabras, las expresiones para reproducir en esta lengua el contenido del texto original. [...]

Si la comprensión de un texto pudiera ser total, sería también posible que varios lectores, al leer ese texto, comprendieran exactamente lo mismo. Ahora bien, es seguro que nunca dos lectores perciben exactamente lo mismo en un texto de alguna amplitud y de cierta riqueza. Una prueba de esto la tenemos en el hecho de que nunca hay dos traducciones del mismo libro coincidentes en todo. Y no es en la traslación a la nueva lengua, no es en la fase de la expresión, sino en la percepción, en la comprensión del texto por el traductor, donde el texto comienza a ser algo propio del traductor y a no ser ya el mismo.

El traductor debe ser, por consiguiente, un lector extraordinario, que trate de acercarse lo más posible a la comprensión total del texto, aun sabiendo que no la alcanzará nunca. [...] Con frecuencia será necesaria una segunda y hasta una tercera lectura. [...] Todo el que lee comprendiendo, ejercita durante la lectura, de manera inconsciente, un rapidísimo análisis semántico, integrado por un análisis léxico-morfológico, otro morfo-sintáctico, y un tercer análisis que podríamos llamar óntico o extralingüístico, porque se refiere a los objetos o realidades de que trata el texto.”

[García Yebra, Valentín: Teoría y práctica de la traducción. Madrid: Gredos, 1984, p. 29-32]

«Contenido del texto

¿Puede decirse que el contenido del texto es su significado? ¿O diremos más bien su sentido? El DRAE define sentido equiparándolo, en sus acepciones 8 y 9, a significación o significado: 8. «Significación cabal de una proposición o cláusula». 9. «Significado, o cada una de las distintas acepciones de las palabras». Y en las definiciones de significación y significado leemos: Significación: «sentido de una palabra o frase»; Significado: «significación o sentido de las palabras o frases». De modo que sentido se define como «significación» o «significado», y significación y significado, como «sentido». La definición de significar es algo más explícita; en su 2. acepción: «Ser una palabra o frase expresión o signo de una idea o de un pensamiento, o de una cosa material». Pero tampoco esta definición es totalmente esclarecedora. [...]

Los signos lingüísticos se componen, como es sabido, de significante y significado. El «significante» es el sonido o conjunto de sonidos que, en el lenguaje oral, producen la imagen acústica; es también «significante» la representación gráfica de dichos sonidos. El «significado» es el concepto, la imagen mental evocada por la audición o la lectura del significante. La mayoría de los signos lingüísticos son polisémicos; es decir, tienen en la lengua varios significados. Pero se trata de significados potenciales, que sólo se actualizan en el habla. Normalmente, en el habla, que es como decir en los textos (pues todo acto de habla constituye un texto), sólo se actualiza cada vez uno de los significados que potencialmente tienen los signos lingüísticos.

Los signos lingüísticos de una lengua no suelen coincidir con los de otra en toda la serie de sus significados potenciales. No hay, por ejemplo, ninguna lengua románica ni germánica que pueda abarcar con una sola palabra toda las serie de significados potenciales que tiene la palabra española cabo. [...]

No es raro el hecho de que una sola palabra de una lengua incluya el significado de dos o más palabras de otra; la palabra española río incluye el significado de dos palabras francesas: fleuve (‘río que desemboca en el mar’) y rivière (‘río que desemboca en otro río’).  La palabra francesa poisson incluye el significado de dos palabras españolas: pez y pescado. [...]

Hablando con propiedad, no se traduce de lengua a lengua, sino de “habla” a “habla”, es decir, de un texto a otro texto.

En el contenido de un texto hay que distinguir, con Eugenio Coseriu, el significado, la designación y el sentido.

El significado del texto es el contenido lingüístico actualizado en cada caso por el habla.

La designación es la referencia de los significados actualizados en el texto a las realidades extralingüísticas.

El sentido del texto es su contenido conceptual en la medida en que no coincide ni con el significado ni con la designación. Expresado quizás con más exactitud: es lo que el texto quiere decir, aunque esto no coincida con la designación ni con el significado.

La designación se hace siempre mediante significados actualizados, que pueden, para una misma designación, ser diferentes en las distintas lenguas. Coseriu pone el ejemplo siguiente: “EL hecho de que en un río, en un lago o en el mar el agua sea poco profunda, de modo que se pueda estar de pie sin que le cubra a uno la cabeza, se puede designar en español por Aquí se hace pie, en alemán por Hier kann man stehen, en italiano por Qui si tocca, es decir, por significados totalmente diferentes”. [...]

El sentido del refrán español Poco a poco hila la vieja el copo [= Gut Ding will Weile haben; Geduld und Ausdauer führen zu Ziel] no coincide con los significados actualizados en el texto ni con la realidad extralingüística designada por ellos. Lo que se quiere expresar no es que “una mujer de edad avanzada está convirtiendo en hilo, sin prisa, una porción de lana”, sino la idea general de que, “cuando alguien trabaja con perseverancia en una tarea proporcionada a sus fuerzas, aunque éstas sean pocas, acaba teniendo éxito”. Los refranes son como metáforas complejas.

Así, pues, los significados actualizados en un texto se subordinan a la designación, y la designación, al sentido. Ello quiere decir que el traductor debe traducir ante todo el sentido; en segundo lugar, la designación y, en último término, si es posible, también los significados.

Hay en francés un refrán que tiene el mismo sentido que el refrán español mencionado: Petit à petit l’oiseau fait son nid. Pero ni los significados [“trocito a trocito”, “pájaro”, “hacer”, “nido”] ni la designación [la realidad extralingüística constituida por “un pájaro que aportando sucesivamente trocitos de materia construye su nido”] tienen nada en común con los significados y la designación del refrán español. Sin embargo, ambos refranes se traducen recíprocamente de manera irreprochable, porque el sentido de uno equivale plenamente al sentido del otro.

En el ejemplo de Coseriu, cualquiera de las tres frases traduce adecuadamente a las otras dos, porque todas designan lo mismo y tienen el mismo sentido, aunque sus significados sean diversos.

Pero no siempre basta, para una traducción adecuada, reproducir el sentido y la designación del texto, sin tener en cuenta los significados. Serían traducciones inadecuadas la de La porte es ouvert por “La puerta no está cerrada”, o la de Le vaincu de Waterloo por “El vencedor de Jena”, aunque ambas conservarían exactamente la misma designación y posiblemente el mismo sentido del original. Como norma puede establecerse que el traductor está obligado a conservar no sólo el sentido de un texto, sino su designación y también sus significados mientras la lengua terminal no le imponga equivalentes que prescindan de los significados y hasta de la designación (nunca puede haber equivalentes que prescindan también del sentido).

Los refranes, lo mismo que las construcciones del tipo de Aquí se hace pie, Hier kann man stehen, Qui si tocca, son, en cierto modo, unidades lingüísticas, signos lingüísticos como las palabras, aunque de mayor complejidad que éstas. Ahora bien, una lengua puede imponer, para traducir determinados signos lingüísticos de otra, términos cuyo significado es diferente: para traducir una de las acepciones del griego thyrís (θυρίς) (que propiamente significa “puertecilla”) el español impone la palabra “ventana” (derivada de “viento”) como el inglés impone window (derivada de wind), mientras que el francés, el italiano y el alemán imponen respectivamente fenêtre, finestra, Fenster, derivadas del latín fenestra, que designaba la misma realidad, pero cuyo verdadero significado se desconoce. En cambio, el portugués janela (del latín vulgar januella “puertecilla”) tiene, junto con la misma designación, el mismo significado que la palabra griega.

Del mismo modo, el español impone Aquí se hace pie para traducir la expresión alemana Hier kann man stehen, y el refrán Poco a poco hila la vieja el copo para traducir el refrán francés Petit à petit l’oiseau fait son nid. Cuando no hay tales imposiciones de la lengua, el traductor debe buscar, en principio, no sólo la equivalencia del sentido y de la designación, sino también la de los significados.»

[García Yebra, V.: Teoría y práctica de la traducción. Madrid: Gredos, ²1984, vol. 1, pp. 34-39]

“A mi juicio, el problema de cómo debe traducirse lo plantean con claridad y lo resuelven correctamente los teóricos de la traducción Charles R. Taber y Eugene A. Nida, ya mencionados: «La enorme disparidad entre las estructuras superficiales de dos lenguas sirve de base al dilema tradicional de la traducción: según este dilema, la traducción o es fiel al original o desaliñada en la lengua receptora, o tiene buen estilo en la lengua receptora y entonces es infiel al original. Ahora bien [...] debe ser posible hacer una traducción que sea al mismo tiempo fiel y de estilo aceptable. Afirmamos incluso que una traducción que no tenga en la lengua receptora un estilo tan correcto como el texto original [...] no puede ser fiel». Un año antes de la aparición de esta obra, en la pág. XXVII del prólogo a mi edición trilingüe de la Metafísica de Aristóteles (publicada en 1970), creo haber dicho lo mismo más concisamente: «La regla de oro para toda traducción es, a mi juicio, decir todo lo que dice el original, no decir nada que el original no diga, y decirlo todo con la corrección y naturalidad que permita la lengua a la que se traduce». Las dos primeras normas compendian y exigen la fidelidad absoluta al contenido; la tercera autoriza la libertad necesaria en cuanto al estilo. La dificultad reside en aplicar las tres al mismo tiempo. Quien sepa hacerlo merecerá con toda justicia el título de traductor excelente.”

[García Yebra, V.: Teoría y práctica de la traducción. Madrid: Gredos, ²1984, vol. 1, p. 43]

La traducción palabra por palabra

«Recapitulemos lo dicho hasta aquí sobre la traducción palabra por palabra:

1.      Esta clase de traducción es a veces posible entre lenguas más o menos afines tipológicamente.

2.     Cuando la traducción palabra por palabra es posible, suele ser la mejor, y, por tanto, no es necesario, ni siquiera conveniente, recurrir a otra.

3.      La posibilidad de la traducción palabra por palabra se reduce en proporción a la distancia tipológica que separa a las dos lenguas implicadas.

4.      La traducción palabra por palabra es normalmente imposible entre lenguas alejadas tipológicamente, por grande que sea su afinidad genética; por ejemplo en el latín y cualquiera de las lenguas románicas (éstas son, en gran parte, prolongación del latín; pero se han distanciado de él, entre otras cosas, por el desarrollo del artículo y por la pérdida de la flexión nominal, sustituida por un uso más intenso de las preposiciones).

5.      Aunque la traducción palabra por palabra se generalmente inaceptable como traducción definitiva, conviene hacerla siempre, al menos mentalmente, como trámite previo para la traducción final. Así entendida, la traducción palabra por palabra es el análisis de la estructura léxica, morfológica y sintáctica del texto de la lengua original (TLO). Sólo después de reconocer cada una de las piezas de esta estructura pueden buscarse en la lengua terminal (LT) las piezas equivalentes.

Vinay y Darbelnet enumeran las siguientes causas por las que una traducción palabra por palabra (traduction littérale) resulta inaceptable:

a)     cambio de sentido;
avoir les dents longues > “tener los dientes largos“;
traducción adecuada: “tener hambre”, “picar alto”, “ser ambicioso”;

b)     carencia de sentido;
avoir raison de quel’un > “tener razón de alguno”;
traducción adecuada: “vencer a alguien”;

c)      imposibilidad estructural;
café au lait > “café a la leche”;
traducción adecuada: “café con leche”;

d)     falta de correspondencia en la cultura de la LT;
a lame duck Congressman > “un pato cojo hombre del Congreso”;
traducción adecuada: “un miembro del Congreso no reelegido”;

e)     distinto nivel de lengua con relación a Original;
my friend. (Esta expresión norteamericana popularizada por Roosevelt – comenta Vinay - es cordial sin vulgaridad. Pero, traducida al francés por “mon ami”, cambia por completo el nivel: sería posible en boca de una esposa al dirigirse a su marido en obras de teatro del siglo pasado, o empleada por un superior al reconvenir a un subordinado). Algo semejante ocurriría con las expresiones fr. oui, Monsieur o no, Monsieur, traducidas palabra por palabra al español. En fr., tales contestaciones son corrientes entre desconocidos; en español sólo podrían usarse al hablar con un superior.»

[García Yebra, V.: Teoría y práctica de la traducción. Madrid: Gredos, ²1984, vol. 1, pp. 407-408]

La traducción literal o traducción servil, como lo menciona Paz, no puede considerarse una traducción.

La transformación que implica la traducción “no es ni puede ser sino literaria porque todas las traducciones son operaciones que se sirven de los dos modos de expresión a que, según Roman Jakobson, se reducen todos los procedimientos literarios: la metonimia y la metáfora”. (p. 14)

Paz, afirma que lo que hacen los traductores es literatura. En el acto traductivo la iniciativa del traductor es de vital importancia y tiene valor de creación, por esto considera la traducción como una “función especializada de la literatura” (p.19). De ahí que la traducción poética sea análoga a la creación poética, aunque la intención primera del traductor sea reproducir el poema original.  Traducción es imitación y existe una relación estrecha entre imitación y creación. Traducción y creación  están pues constantemente afectándose recíprocamente.”

[http://huitoto.udea.edu.co/~traducteoria/literario/paz01.html]

„También poseen importancia cuantitativa las locuciones con nombres propios y con valor lexemático de nombre común, a menudo documentado en los diccionarios. El alemán parece ser más productivo que el español en este campo. En esta lengua son más bien escasas las expresiones del tipo de Perico de los Palotes («cualquiera»), aunque hay diversas con Juan, vgr. Juan Lanas, Juan Vainas, Juan Bimbas («hombre de carácter débil»), Juan Palomo («hombre inútil»), Buen Juan («hombre simple y crédulo»), Juan Soldado, Juan Español («prototipos de ...»), Juan pirulero («cierto juego de prendas»), etc., mientras que en aquélla abundan denominaciones tales como die dicke Berta, strammer Max, Fleißiges Lieschen, der gute Heinrich, der dumme August, die kluge Else, der eiserne Heinrich, der treue Johannes, Hans im Glück, Hans Huckebein, etc. Tales locuciones ofrecen distintos grados de generalización. Así por ejemplo, probablemente sólo los habitantes de Worms y alrededores conocen y utilizan la expresión eine (die) trauernde Magdeburg (Du stehst da wie eine (die) trauernd Magdeburg) que alude a la estatua que representa a la ciudad de Magdeburg en el conjunto monumental dedicado a la memoria de Lutero en el centro de la antigua capital burgunda, pero la gran mayoría de los habitantes alemanes sabe que las locuciones mencionadas más arriba se refieren al famoso cañón mórser de la primera guerra mundial, a cierto plato de carne de cerdo con huevos y cebolla, a las flores así denominadas, al payado de circo y a las personas que presentan características similares a las de las figuras creadas por los hermanos Grimm y por W. Busch, aunque algunas (vgr. Hans im Glück) son muchísimo más populares que otras (vgr. die kluge Else). Cuasi petrificado está también en alemán el tipo «Tanta + nombre de pila que se siente como adecuado para personas mayores», ya que admite la alteración del segudno elemento, vgr. Tante Else, Tante Martha, Tante Frieda, Tante Julla y algún otro. Con estas locuciones se indica una mujer de cierta edad, por lo general solterona, de la escena familiar con dicho parentesco o sin él: «Aber was ist schon normal, wenn Radprofis um Sekunden kämpfen? An Eierköpfe hat man sich gewöhnen müssen, an Rennfahrer mit im Windkanal geformten Helmen und Visieren, (...) an Aufbauten, auf die sich die Sportler bei ihren langen Soli legen wie Tante Else aufs Fensterbrett» (FAZ del 13.7.91, pág. 21). [...] Los sintagmas Tante Erika y Tante Müller aparecen codificados en cambio en el diccionario Wahrig con el significado de ‘mujer poco simpática’.

En la gran mayoría de los casos indicados se deberá recurrir en la traducción a perífrasis descriptivas, si no existen correspondencias léxicas (vgr. Hans im Glück = el niño de la bola) o ya consagradas en la tradición literaria.

El alemán con sus desarrollados mecanismos de composición presenta dos tipos de compuestos con nombres propios, pero con valor genérico, que son desconocidos en las lenguas romances. Se trata de las estructuras «verbo + nombre de pila», vgr. Heulsuse, Heultrine (< Katherina), Heulliese, Heulpeter y «sustantivo o adjetivo + apellido», vgr. Kraftmeier, Schlauberger. Dado que se trata en rigor de nombres comunes y no porpios deberán ser traducidos en general utilizando los mismos mecanismos de correspondencia que se emplean para el traslado de compuestos alemanes a nuestra lengua, vale decir, sólo excepcionalmente mediante compuestos y a menudo mediante lexemas simples o derivados, sintagmas nominales libres y fijos y descripciones perifrásticas de todo tipo. La siguiente listade ejemplos ilustra dichos procedimientos:

Stichwort

Wendung

Locución

Hans

Hans im Glück

el niño de la bola

Bummelfritze

es ist ein Bummelfritze

es un azotacalles

Bummelfritze

er ist ein Bummelfritze

es un holgazán

Heulpeter

er ist ein Heulpeter

es un niño llorón

Heulsuse

sie ist eine Heulsuse

es una niña llorona

Heultrine

sie ist eine Heultrine

es una niña llorona

Prahlhans

er ist ein Prahlhans

es un fanfarrón

Prahlhans

er ist ein Prahlhans

es un valentón

Prahlhans

er ist ein Prahlhans

es un matasiete

Pfeifenheini

ein Pfeifenheini

un pésimo árbitro [fútbol]

Pfeifenheini

ein Pfeifenheini

un soplapitos

Quatschheini

ein Quatschheini

uno que siempre están diciendo bobadas

Quatschheini

er ist ein Quatschheini

es un parlanchín

Suppenkaspar

er ist ein Suppenkaspar

es un niño malo para comer

Suppenkasper

er ist ein Suppenkasper

es un niño que no quiere comer la sopa

Zappelphilipp

ein Zappelphilipp

uno que es un azogue

Zappelfritze

ein Zappelfritze

uno que es un azogue

Drückberger

ein Drückberger

un hogazán

Kraftmeier

ein Kraftmeier

un brabucón

Kraftmeier

ein Kraftmeier

un Sansón

Kraftmeier

ein Kraftmeier

un forzudo

[Cartagena, Nelson: „Acerca de la traducción de los nombres propios en español (con especial referencia al alemán)“. En: Cartagena, N. / Schmitt, Ch. (editores): Miscellanea Antverpiensia. Homenaje al vigésimo aniversario del Instituto de Estudios Hispánicos de la Universidad de Amberes. Tübingen: Max Niemeyer Verlag, 1992, pág. 110-111]

“El ejercicio lingüístico más despreciado de los pedagogos modernos – la traducción – es de hecho el único instrumento que permite lograr el grado de exactitud expresiva necesario para redactar con elegancia en un idioma que no es el materno del escritor. Colocarte ante una frase en tu lengua que hace falta verter a otra es realizar una serie de comparaciones lingüísticas y practicar una forma de lingüística aplicada, porque no se trata de trasladar dos o tres pensamientos de un sistema de signos a otro donde haya signos exactamente equivalentes – porque el genio de los hablantes de cada idioma se ha impreso en sus signos –, sino de repensar esos pensamientos, sentirlos a la vez que entenderlos, vivirlos desde el punto de vista psicológico de sus potenciales lectores en otra cultura, y luego reescribirlos valiéndose de recursos sintácticos y estilísticos análogos, pero no idénticos, pues no se da tal identidad en inguno de los idiomas. Enfocado así, el estudio de la gramática de una lengua extranjera resulta tan estimulante, por su iluminación de otra forma de vida, como la filosofía, la literatura, la pintura, la historia, la sociología.”

[Russell P. Sebold: “La enseñanza de idiomas”, “Tribuna abierta”, ABC, p. 76, Sábado 19-7-97. Citado por J. Escobar: “La traducción y la interpretación en Español”, en: El español en el mundo. Anuario del Instituto Cervantes, 1998, p. 45 n. 43]