TRANSLATION

Traslación

(Recop.) Justo Fernández López

 

Translation / Translativ  ·  Traslación / traslativo / translaticio

Translation [lat. translatio ‘Übertragung’]

(1)     In L. Ternières Dependenzgrammatik neben Konnenxion und Junktion drittes Verfahren zur Bildung von Sätzen bzw. komplexen Ausdrücken. Bei der T. verändert ein Funktionswort (Translativ) wie z. B. eine Präposition oder Konjunktion die syntaktische Kategorie eines Ausdrucks und ermöglicht auf diese Weise seine Konnexion im Satz. So z. B. wird das Nomen Philip durch T. mittels von zu einem „Adjektiv“, das mit Buch (Buch von Philip) in Konnexion treten kann.

(2)    Von G. Mounin (1967) als Oberbegriff für (schriftliches) Übersetzen und (mündliches) Dolmetschen eingeführte Bezeichnung.“ [Bußmann, H., S. 807]

Translativ [lat. translatus ‘hinübergetragen’].

(1)  Morphologischer Lokalkasus in einigen Sprachen, z. B. im Finnischen. Er drückt aus, dass sich ein Objekt entlang eines Ortes bewegt.

(2)  Translation (1).“ [Bußmann, H., S. 808]

Translation

In Dependenzgrammatik Veränderung des syntaktischen Kategorienzugehörigkeit von Wörtern, Syntagmen, Sätzen in best. Sätzen; Überführung eines sprachl. Zeichens von einer syntaktischen Funktion in eine andere mit Hilfe von Translativen; z. B. fungiert nach Ternière ein attributives Subst. (der Gen. ist Translativ) als Adj.-Äquivalent: es ist nähere Bestimmung eines Subst.; das Derivationssuffix -ung lässt als Wortbildungstranslativ Verben als Subst. fungieren (er erklärt > seine Erklärung); die Konj. dass transferiert als Ergänzungstranslativ Hauptsätze in Ergänzungssätze (Du lügst, Ich glaube, dass du lügst.); Notation bei Tesnière durch Zeichen am Knoten, Translativ auf der einen Seite, transferiertes Element auf der anderen:

[Ulrich, W., 1972, S. 124-125]

Translativ, das: Bei Tesnière Wort, das nur grammatische Funktion, keine eigene Bedeutung hat (auch: Synsemantikum) und (im Unterschied zu dem zwischen Satzgliedern stehenden Junktiv, z. B.: der Marktplatz und die Straße) innerhalb eines Satzgliedes steht, z. B.: die Straße neben dem Marktplatz. Bei Heringer Plerem mit innensyntaktischer Bedeutung; ihnaltsarmes sprachl. Zeichen, das syntaktische Funktion eines Zeichens oder einer Zeichenfolge in best. Weise festlegt, z. B. Kasusmorphem (Tische).“ [Ulrich, W., 1972, S. 225]

Translation / Translativ

Translation im Sinne Tesnières bedeutet Überführung. Der Terminus Translativ bedeutut Überführungswort (im Gegensatz zum Junktiv = Bindewort). Die Translative kommen innerhalb des Kernes vor. Einige wichtige Translationen:

die      

| mütterliche Liebe

|

die

| ////////////////  Liebe

| der Mutter

die

| Mutter ó liebe

| Ø 

 

Die Translation heißt in diesem Fall: attributives Adjektiv ® Genitivattribut (Adjektiv ® Nomen), wobei die Partikel <der> als Translativ fungiert. Auch Hilfsverben können Translativfunktion haben:

Der Herd glüht ® Der Herd ist glühend. Für die Translationsformel Relativpronomen ® Adjektiv das Beispiel: die Frau, die klug ist ® die klug-e Frau. Bei temporalen Translationen bleiben bei Tesnière die Stammbäume gleich, weil sich die Struktur des Satzes dadurch nicht ändert. So entspricht der Kern (Nukleus) /sing/ dem Kern /hat gesungen/. Dieser gliedert sich folgendermaßen:

Den grammatischen Unterschied Attribut/Prädikat stellt L. Tesnière - nach G. Helbig - so dar:

Das prädikative Adjektiv verhält sich zu dem Auxiliar wie ein Auxilié. Die beiden Wörter /ist jung/ bilden einen kombinierten Kern (strukturelles + semantisches Zentrum), wobei /ist/ den Translativ bildet, der das Adjektiv /jung/ in das Prädikat /jung/ überführt. Daher regiert (dominiert) das prädikative Adjektiv das Substantiv, im Gegensatz zum attributiven Adjektiv, das vom Substantiv regiert (dominiert) wird. Beachte das Abhängigkeitsverhältnis:

[Heupel, C., 1973, S. 248-250]

Traslativo:

(a) Caso que indica el cambio o una transformación, como en finés.

(b) En algunas teorías (Tesnière y otros) un tipo de palabra funcional que conlleva una modificación del elemento al que se une.“ [Cardona, G. R., p. 280]

Traslación:

Proceso por el que una palabra o grupo de palabras pasa a desempeñar una función que no es por naturaleza la suya.

Ejemplo: El médico del Seguro me recetó el otro día un analgésico.

a) Sujeto: el médico del Seguro.   Predicado: me recetó el otro día un analgésico.

b) Traslaciones:

     1a En el Sujeto hay un complemento funcional: del Seguro, constituido por un nombre que, gracias a un elemento trasladador (la preposición de), desempeña la función de adjetivo.

     2a En el Predicado hay un complemento adverbial funcional: el otro día, constituido por un nombre (día, con sus propios acompañantes artículo y adjetivo) que desempeña función de adverbio.“   

[Seco, Manuel: Diccionario de dudas y dificultades de la lengua española. Madrid: Espasa Calpe, 91989, p. 404‑405]

Translaticio

„Aplícase al sentido en que se usa un vocablo para que signifique o denote cosa distinta de la que con él se expresa empleado en su acepción primitiva o más propia y corriente“ (DRAE). Así, luminosa, en una luminosa hipótesis. 

[Lázaro Carreter, F.: Diccionario de términos ..., 1967, p. 397]