TRADITIONELLE GRAMMATIK

Gramática tradicional

(Recop.) Justo Fernández López

 

Vgl.:

Grammatik-Modelle

 

Die traditionelle Grammatik wird in der Linguistik als tertium comparationis verwendet.

Traditionelle Grammatik

Aus der Tradition der aristotelischen Logik und der lat. Grammatik seit dem 18. Jh. in Europa entwickelte Form der älteren Schulgrammatik, als deren Vertreter u.a. K. F. Becker, F. Blatz, J. Ch. A. Heyse gelten. Aufgrund ihrer engen Beziehung zur Philosophie, Logik und Literatur hat die T. G. eine Reihe von Eigenschaften, die erst allmählich durch strukturalistisch bzw. funktional orientierte Grammatiken überwunden werden. Die wichtigsten sind:

(a)  Ihre Kategorisierung und Terminologie ist an der griech. Logik und lat. Grammatik als Vorbildern orientiert, so dass ihre Systematik nicht ohne weiteres auf moderne europäische Sprachen übertragbar ist;

(b)  die stark auf formale Kategorisierungen ausgerichtete Einordnung sprachlicher Daten in bestimmte Klassifikationsmuster: Satzarten, Satzglieder, Wortarten; funktionale Aspekte der Kommunikation bleiben weitgehend unberücksichtigt;

(c) die Kriterien ihrer Klassifizierung ebenso wie die Definitionen ihres Vokabulars entbehren einer einheitlichen systematischen Begründung. So beruht die Einteilung der Wortarten auf so heterogenen Kriterien wie logischen, formalen, semantischen, syntaktischen und außersprachlichen Aspekten;

(d)  da die T. G. vor allem als Hilfsmittel der philologischen Interpretation von literarischen Texten bzw. der Erleichterung des Lateinunterrichts dienten, sind sie ausschließlich an der Schriftsprache orientiert, woraus

(e)  ihr auf normative Tradierung ausgerichtetes Bestreben resultiert, vgl. entsprechende Sprachurteile wie »richtig«, »falsch«, »geziert«. », »schwerfällig«;

(f)   ihre Regeln sind nicht explizit und erschöpfend, sie appellieren an die Intuition des Lesers, und häufig müssen Einzelbeispiele belegen, was beschreibende Formulierungen offen lassen;

(g)  gramm. Erklärungen beruhen häufig auf einer Vermischung synchronischer und diachronischer Tatbestände, - ein Faktum, das vor allem aus strukturalistischer Sicht kritisiert wird.

Unbeschadet dieser methodischen Einschränkungen aber steht außer Frage, dass alle neueren sprachwiss. Ansätze auf Daten und Ergebnissen der T. G. fußen, bzw. sich als Systematisierungsversuch des dort Erarbeiteten verstehen, vgl. Begriffe wie Hierarchie, Universalien, Wortarten.“ [Bußmann, S. 798]

„Aunque parezca sorprendente puede incluirse a Chomsky en la línea que parte de L. Bloomfield, porque, para él, la cuestión por excelencia no es la de encontrar la estructura de la lengua, sino la de formular, en reglas generales, lo que ya se sabe como hablante. Véase, por ejemplo, su afirmación según la cual la gramática generativa sólo intenta la formulación exacta de los postulados que una gramática tradicional hace sobre cualquier oración.

Eugenio Coseriu, junto con otros lingüistas europeos, ha señalado los puntos por los que la gramática tradicional no debe ser sobreestimada:

(1)  no es siempre explícita;

(2)  no es siempre coherente, esto es, no siempre procede según los mismos criterios;

(3)  deja mucho a la intuición del lector;

(4)  trata aisladamente, además de la fonética, la gramática (morfología y sintaxis) y la lexicología, y

(5)  apenas tiene en cuenta la morfofonología.“

[Báez San José, Valerio: Introducción crítica a la gramática generativa. Barcelona: Planeta, 1975, p. 49 n. 39]

„Muchos planteamientos de la gramática tradicional son de corte nocional“.  [Hernanz / Brucart]