THEMA vs. RHEMA

Tema vs. Rema

(Recop.) Justo Fernández López

 

Vgl.:

Rhema  / Fokus / Topic / Funktionale Satzperspektive / Mitteilungsperspektive / Topik vs. Prädikation / Topikalisierung / Thematische Progression / Thema-Rhema-Struktur

 

«Thema, das (gr. tithemi = ich stelle hin) [auch: psychologisches Subj.]:

Bei psychologisch-kommunikationswissenschaftlicher Betrachtung der Sprache Gegenstand der Rede, Teil eines Satzes mit wenig Information des Sprechers für den Hörer; bietet Bekanntes, ist Ausgangspunkt für die folgende Mitteilung; Thema differiert in konkreter Rede je nach Einstellung des Sprechers zum Satzinhalt; z. B.: Ferien dienen der Erholung von anstrengender Berufsarbeit.» [Ulrich, W., S. 120]

«Rhema, das (gr. rhema = Rede) [auch: psychologisches Prädikat]: Bei psychologisch-kommunikationswissenschaftlicher Betrachtung der Sprache: Teil des Satzes mit der wichtigsten Information des Sprechers für den Hörer, enthält das Neue der Mitteilung, ist der informationelle Aussagekern; Rhema differiert in konkreter Äußerung je nach Einstellung des Sprechers zum Satzinhalt; z. B.: in Morgen gehe ich zum Notar, ist morgen Rhema, wenn die Frage Wann gehen Sie zum Notar? vorausging, aber zum Notar, wenn die Frage lautete: Wohin gehen Sie morgen? Neuheit / Nichtneuheit.» [Ulrich, W., S. 99]

«Thema vs. Rhema [griech. théma ‘das Aufgestellte’, rhema ‘Aussage’. - Auch: Funktionale Satzperspektive].

(1)  Gliederung von Äußerungen nach kommunikativen Gesichtspunkten, die sich (operational) an Frage-Antwort-Paaren verdeutlichen lässt, vgl. A: Wer singt die Hymne?  B: Maria (singt die Hymne). Die in der Frage formulierte Information (singt die Hymne) ist Thema der Antwort-Äußerung (das meist ausgespart bleibt), die durch die Frage erfragte Information Maria ist Rhema der Antwortäußerung. Sprachliche Vorerwähnung ist nur eine von mehreren Möglichkeiten, sprachliches Material zu thematisieren. So kann ds Thema auch ohne Vorerwähnung aus der Redesituation gegeben sein. Auch gibt es Äußerungen (insbes. am Beginn eines Diskurses), die kein thematisches, sondern nur rhematisches Material enthalten. Demgegenüber ist eine Äußerung ohne Rhema uninformativ und verstößt gegen Konversationelle Maximen.

Der Begriff Thema und Rhema werden in der Forschung unter Bezug auf verschiedene Kriterien definiert: So wird Thema als »bekannte«, »alte«, »vorerwähnte«, »präsupponierte« oder kontextuell präsente Information und Rhema durch Negation dieser Merkmale bestimmt. Wenngleich jedes dieser Kriterien in gewisser Hinsicht relevant ist, so sind sie dennoch für eine Begriffsklärung nicht hinreichend. Zum einen sind die Erklärungsbegriffe selbst ungenau und bedürfen einer Vorklärung, zum anderen lassen sich leicht widersprüchliche Beispiele finden. So zeigt A: Wen hast du getroffen?  -B: Deine Mutter (habe ich getroffen), dass die Mutter beiden Gesprächspartnern zwar bekannt ist, aber als Rhema der Antwort fungiert. Dass Thema / Rhema nicht mit Präsupposition / Assertion gleichgesetzt werden kann, hat Reis [1977] dargelegt. Auch eine Präzisierung des unklaren Begriffspaares »alte / neue Information« durch die überprüfbaren Merkmale [± VORERWÄHNT] ist nicht ausreichend, vgl. Zahlreiche Zuschauer und Journalisten hatten sich eingefunden. Der Richter wies die Journalisten darauf hin, dass ... Trotz Vorerwähnung im ersten Satz ist Journalisten Teil des R. im Folgesatz, da diese NP im zweiten Satz in eine andere Prädikation eingebettet ist, und da die Thema/Rhema-Gliederung nur bestimmt werden kann unter Berücksichtigung der syntaktischen und semantischen Relationen einer Äußerung. Die Problematik relationaler Ausdrücke (insbes. Verben) führte zu der nicht unwidersprochenen Annahme, dass die T.-R.-Gliederung nicht binär, sondern »skalar« bzw. »kommunikativ-dynamisch« sei: Das Thema hat den geringsten, das Rhema den höchsten Grad an kommunikativer Dynamik, weil es die kommunikative Entwicklung am deutlichsten vorantreibt. In der Zone des Übergangs befindet sich in der Regel das Verb.

Formale Hinweise über Thema vs. Rhema geben auch Wort- und Satzgliederung und Satzakzent. So ist in vielen Sprachen der linke oder rechte Satzrand die bevorzugte Stellung des R., vgl. die Plazierung des R. im Dt. entweder im Vorfeld (Topikalisierung) oder so weit rechts wie möglich, vgl. A: Wer singt heute die Hymne?  -B: Die Hymne singt heute Maria vs. Die Hymne singt Maria heute. Der Satzakzent liegt stets innerhalb des rhematischen Satzabschnittes.

Zu den neueren Schwerpunkten der Thema/Thema-Forschung gehören universelle Gesetze zur Markierung von Thema vs. Rhema, die Übertragbarkeit des Begriffspaares von Aussagesätzen auf andere Satztypen wie Fragesätze und Imperativsätze sowie der Zusammenhang zwischen Thema vs. Rhema und fokussierenden Partikeln (vgl. Gradpartikel).

(2)  Gliederung von Sätzen in Satzgegenstand (‘das, worüber etwas ausgesagt wird’) und Satzaussage (‘das, was darüber gesagt wird’). In diesem Sinne spricht man auch vom »logischen« bzw. »thematischen« Subjekt vs. Prädikat. Vgl. Topik vs. Prädikation.

Die beiden Verwendungsweisen (1) und (2) werden in der Forschung häufig nicht deutlich voneinander unterschieden, woraus zahlreiche terminologische Unklarheiten resultieren, die durch die verschiedenartigen Definitionskriterien noch erhöht werden. So findet man in der Verwendungsweise (1) oder (2) für »Thema« auch »Topic«, »Hintergrund«, »Präsupposition« und für »Rhema« auch »Comment«, »Fokus«, »Prädikation« (in unterschiedlichen Paarungen).»  [Bußmann, H., S. 784-785]

«Die ursprünglich von der Prager Schule  der Funktionalen Satzperspektive (FSP) vorgeschlagene (jedoch nicht exakt definierte) Unterscheidung zwischen ‘Basis’ und ‘Nukleus’ (V. Mathesius) wurde später als ‘Thema’ vs. ‘Rhema’ bzw. in der anglo-amerikanischen Literatur als topic vs. comment bekannt. An diese Begriffspaare werden im allgemeinen folgende Oppositionen geknüpft:

J. Firbas geht vom Konzept der FSP aus, in der jedes Satzglied nach dem Grad gemessen wird, in dem es die Kommunikation vorantreibt, nach dem sog. ‘kommunikativen Dynamismus’ (communicative dynamism, abgekürzt: CD).

Beachten wir hierzu als Illustration folgende (konstruierten) Dialogfragmente:

Dass Subjekt und Thema (topic) eines Satzes nicht immer (oder gar notwendigerweise) koinzidieren, geht z. B. aus Sätzen hervor, in denen das Thema syntaktisch als Objekt fungiert (z. B. in: Letzte Woche habe ich mir zwei Bücher über allgemeine Botanik gekauft. Die Arbeit von W. Nultsch finde ich sehr informativ, ...).» [Welte, W., Bd. 2, S. 644-645]

Funktionale Satzperspektive  bzw. Mitteilungsperspektive

«Terminus der Prager Schule. V. Mathesius geht davon aus, dass das Ziel der kommunikativen Funktion vor allem das ist: neue Mitteilungen zu vermitteln. Der Satz wird daher nicht mehr nach seiner  formalen Struktur, sondern nach seiner Informationsträchtigkeit gegliedert. Das Thema ist das, was im Satz bereits bekannt ist, das Rhema das, was eine neue Mitteilung enthält. Die Position von Thema-Rhema ist der primäre formale Ausdruck dieser funktionalen Satzperspektive. In „objektiver“ Stellung steht das Thema vor dem Rhema, in „subjektiver“ umgekehrt.» [Heupel, S. 74]

Das Rhema ist der hervorgehobene Teil:

a)        mi hijo   SE PERDIÓ

Thema           Rhema (Emphase)

Nehmen wir aber an, wir wissen, dass jemand vermisst wird, aber nicht wer.

Auf unsere Frage bekommen wir folgende Antwort:

b)        MI HIJO                   se perdió

Rhema (Emphase)   Thema

Die zugrunde liegende Transformationen:

a)    A mi hijo lo que le ocurrió es que se perdió (y no otra cosa)

b)   Fue mi hijo (y no otro) el que se perdió.

Mit interrogativen Transformationen:

 

a) -¿Qué le ocurrió a tu hijo?

-Se perdió.

 

b) -¿Quién se perdió?        

-(Fue) mi hijo.

Thema und Rhema

«In der Äußerung

Eine Stilllegung dieses Kraftwerks würde nicht unsere Zustimmung finden.

kann man unschwer zwei Teile von ungleichem Informationsgehalt unterscheiden: im ersten Teil eine Stilllegung dieses Kraftwerkes wird etwas bloß genannt, im zweiten Teil würde nicht unsere Zustimmung finden wird über dieses Genannte etwas ausgesagt. Der erste Teil steckt den Rahmen ab, innerhalb dessen die Aussage des zweiten Teils gültig sein wird. Der erste Teil ist vorläufiger Natur, der zweite Teil trägt das Hauptgewicht der Information. Der erste Teil ist schwächer betont, der zweite Teil trägt den Hauptton. Der erste Teil nennt oft (nicht immer) Bekanntes, der zweite bringt oft (nicht immer) Neues. Der erste Teil wird von der Forschung als Thema, der zweite als Rhema bezeichnet.

Prinzipiell läßt sich jede Äußerung in Thema und Rhema gliedern. Es gibt allerdings Äußerungen, die aus so wenigen Elementen bestehen, daß eine Zweigliederung nicht mehr möglich ist, so. z. B.

Aufforderungen wie: Raus!

Fragen wie: Der?

Anreden wie: Fritz

Solche Kurzäußerungen enthalten aber in jedem Fall das Rhema. Es gibt keine vollständige – und das heißt: kommunikativ (nicht satzgrammatisch) – Äußerung ohne Rhema. Die Äußerung kann daher auch definiert werden als Texteinheit, die genau ein Rhema enthält.

Ist die Äußerung ein Verbalsatz, so fungiert als Thema häufig das Subjekt des Satzes, so auch im letztgenannten Satzbeispiel:

Eine Stilllegung dieses Kraftwerks würde nicht unsere Zustimmung finden.

Aber dieser Zusammenfall von Subjekt und Thema ist theoretisch gesehen nur Zufall. Ebenso gut können andere Satzglieder Themafunktion erhalten, so in der bedeutungsähnlichen Äußerung

An der Stilllegung des Kraftwerks sind wir nicht interessiert.

Thema ist in diesem Satz eine Präpositivergänzung, und der Rest sind wir nicht interessiert einschließlich des Subjekts wir bildet das Rhema. Dass Subjekt und Thema faktisch in so vielen Fällen identisch sind, rührt vor allem daher, dass im Deutschen das Subjekt häufig an der ersten Stelle im Satz steht: nach umfangreichen Zählungen durchschnittlich in etwa zwei von drei Sätzen. Daraus ergibt sich aber auch, dass in einem Drittel aller satzförmigen Äußerungen ein anderes Element als das Subjekt Thema ist: besonders häufig Umstandsbestimmungen (in der Regel situative Angaben), gelegentlich Akkusativergänzungen u. a. Wer Thema und Rhema in einer Äußerung erkennen und gegeneinander abgrenzen will, hat daher in jedem Fall sorgsam zu prüfen, welche Elemente die Rahmeninformation liefern und welche die Hauptinformation enthalten.

Das Thema enthält oft Bekanntes und in jedem Fall minder Wichtiges, deshalb kann es (oder mindestens Teile von ihm) auch weggelassen werden. Besonders häufig wird das Thema in der gesprochenen Sprache nicht realisiert.

Wie die bisher gebrachten Beispiele nahe legen, steht in den meisten Fällen das Thema am Anfang, das Rhema am Ende der Äußerung. Das ist unter anderem sprechpsychologisch bedingt: das zuletzt Gehörte haftet immer am nachhaltigsten im Bewusstsein, deshalb wird die wichtigste Information in der Regel zuletzt genannt.

Zwischen Thema und Rhema steht oft der Satznegator nicht oder auch Partikeln, die die Einstellung des Sprechers zum Sachverhalt markieren, wie ja, eben, wohl. Diesen Elementen kommt insofern eine Sonderrolle zu, als sie nicht – wie größtenteils Thema und Rhema – für die Beschreibung eines Sachverhaltes eingesetzt werden, sondern die Einstellung des Sprechers zu diesem Sachverhalt wiedergeben: es handelt sich um existimatorische (einschätzende) Elemente. Deshalb nehmen manche Forscher auch eine Dreigliederung der Äußerung in Thema, Rhema und (bestimmte) existimatorische Elemente an.

Funktionale Satzperspektive

Das einfache lineare Modell der zweiteiligen Äußerung (Thema links, Rhema rechts) wird relativiert und zugleich präzisiert durch das Prinzip vom steigenden Mitteilungswert der Äußerungsteile. Nach diesem Prinzip, das funktionale Satzperspektive, auch „Mitteilungsperspektive“ genannt wird, steigt der Informationswert der Elemente von links nach rechts an. An die Stelle der simplen Zweiteilung in Thema und Rhema tritt also das Konzept einer kontinuierlichen Zunahme des Informationsgewichts zum Äußerungsende hin. Die gesamte Äußerung wird so durch eine rechtsgerichtete kommunikative Dynamik charakterisiert.

Die Funktionale Satzperspektive kann viele Wortstellungserscheinungen erklären: allgemein wird das weniger Wichtig zuerst genannt, das Wichtige steht am Ende. Vor allem für die Abfolge mehrerer Ergänzungen ist dieses Prinzip wichtig. Es ist zum Beispiel dafür verantwortlich, dass in der Regel die pronominalen Ergänzungen vor den nominalen Ergänzungen stehen. Allerdings gilt diese Links-Rechts-Folge nur mit einigen wichtigen Einschränkungen:

(1)      Manche Elemente haben eine ziemlich feste Stellung im hinteren Teil der Äußerung, sie lassen sich nicht oder doch nicht ohne weiteres nach links verschieben. Solche Elemente haben dann zwar aufgrund ihrer festen Stellung meist ein hohes Informationsgewicht. Aber dieses Informationsgewicht läßt sich auch nicht durch Linksverschiebung vermindern.

(2)      Entsprechendes gilt für eine andere Art von Elementen, die (fast) immer im vorderen Teil der Äußerung stehen und daher geringes Informationsgewicht haben, das nicht durch Rechtsverschiebung erhöht werden kann.

(3)      Nicht in allen Fällen steht das Thema vor dem Rhema. Es gibt Äußerungen, in denen das Rhema die Anfangsstellung innehat. Dies gilt für Elemente, die normalerweise ganz oder sehr weit rechts stehen. Die Rhematisierung wird dann durch die Abweichung von der „Normalstellung“ bedingt. Sie ist in solchen Fällen noch stärker, als wenn das Element an seinem gewohnten Platz steht. So erscheinen etwa Akkusativergänzungen mit indefinitem Artikel oder Nullartikel in der Regel nahe dem Äußerungsende: Wir haben gestern Hummer gegessen. Wird ein solches Element an den Anfang der Äußerung gezogen – was ganz ungewöhnlich ist –, so erscheint es aufgrund dieser Stellung noch stärker rhematisiert: Hummer haben wir gestern gegessen.

(4)      Auch die Position eines Elements am Ende der Äußerung bedeutet nicht immer Rhematisierung. Wenn nämlich ein Element hinter den infiniten (und bei Nebensätzen auch hinter den finiten) Verbteilen steht, also im Nachfeld, dann gehört es unter bestimmten Umständen zu den leichttonigen und damit zu den thematischen Elementen: Bei uns hat es Spaghetti gegeben gestern.

Die Geltung der funktionalen Satzperspektive wird, wie man sieht, durch diverse Wortstellungsregeln eingeschränkt. Es existiert darüber hinaus ein Verfahren, mit dessen Hilfe man die funktionale Satzperspektive sozusagen auf den Kopf stellen kann. Dieses Verfahren, das als Satzspaltung bekannt ist, nennt zuerst das rhematische Element in einem ist-Satz, an den sich die weitere Aussage als Relativsatz anschließt. Statt

Ich muss mich um den Hund kümmern.

heißt es dann:

Es ist der Hund, um den ich mich kümmern muss.

In allen diesen Fällen wird ein ohnehin rhematische Element durch die Satzspaltung noch stärker rhematisiert, der folgende Relativsatz gehört in jedem Fall zum Thema.

Es scheint, dass Satzspaltungen auf bestimmte Ergänzungen (Nominativ-, Akkusativ-, Genitiv-, Dativ- und Präpositivergänzungen) beschränkt sind. Bei anderen Ergänzungen und bei vielen Angaben führen Satzspaltungen jedenfalls an die Grenze der Grammatikalität:

Sie wohnte damals in Paris.

*Es war in Paris, wo sie damals wohnte.

Die Herausstellung zieht ein Element vor, macht es aber dadurch lediglich zum betonten Thema, während das Rhema, durch ein Demonstrativelement eingeleitet, nachfolgt. So stehen nebeneinander:

Die Buchhändlerin ist unsere beste Verbündete.

Die Buchhändlerin, das/die ist unsere beste Verbündete.

Ich werden den kleinen Wagen nehmen.

Den kleinen Wagen, den werde ich nehmen.

Die Satzspaltung wie die Herausstellung ändert gelegentlich die funktionale Satzperspektive, dient aber im allgemeinen lediglich der hervorhebenden Thematisierung.»

[Engel, Ulrich: Deutsche Grammatik. Heidelberg: Groos, ²1988, S. 72-74]

«La noción de sujeto temático, aunque ya contenida en la exposición de la distinción entre sujeto y predicado de la más antigua tradición gramatical de occidente, debe mucho a los lingüistas de la Escuela de Praga (Mathesius 1928, Firbas 1966a, 1966b, Daneš 1967, etc.), quienes utilizan los términos tema y rema con un significado muy próximo al que les damos en este trabajo.1

Entendemos por tema la expresión que el hablante utiliza para presentar el asunto de su enunciación, esto es el sujeto temático, y, por rema la expresión que contiene información que el hablante desea comunicar.

Con mucha frecuencia, los términos tópico y tema, con el significado de algo de lo que se habla, y los términos comentario y rema, con el significado de loque se dice de aquello de lo que se habla, se utilizan como sinónimos y se relacionan con lo que se denomina vieja información o lo „dado“ y nueva información o lo „nuevo“. Así Daneš (1967) señala que, teniendo en cuenta el contexto, el tópico contiene vieja información y el comentario contiene información nueva, y se muestra de acuerdo con Mathesius (1928), para quien estos dos aspectos (tópico / tema; comentario / rema) coinciden y no es necesario diferenciarlos en la mayoría de los casos.

Pensamos que la distinción de Halliday (1970, 1985) entre estructura temática y estructura de información, que alude a la organización de un texto a base de las funciones de „dado“ y „nuevo“, es necesaria cuando lo „dado“ no coincide con el tema y lo „nuevo“ no se incluye en el rema, es decir, cuando se trata de una combinación „marcada“ que suele ser contrastiva (Halliday 1985, 60). Dado que la estructura de información, en español, se relaciona fundamentalmente  con el acento y la entonación (Contreras 1978), rasgos suprasegmentales que varían según la situación comunicativa, vamos a considerar únicamente la estructura temática de las combinaciones „no marcadas“, en las que la inflexión tonal recae sobre el rema y existe coincidencia entre el tema y lo dado, el rema y lo nuevo.

Como ya hemos señalado, las nociones de tema y rema se sitúan en el nivel de la organización temática y contextual del enunciado (utterance) y no en los niveles de la estructura gramatical o semántica de la oración (sentence); sin embargo, la estructura temática emplea distintos procedimientos gramaticales para manifestarse (orden lineal de los elementos particulares, el contraste entre el artículo determinado y el indeterminado, la pronominalización, construcciones específicas, etc.) y, en algunas ocasiones, se ve condicionada por la estructura semántica (Hatcher 1956, Contreras 1978, 72 y ss.).»

[Porroche Ballesteros, Margarita: Aspectos de la atribución en español. (Las construcciones con un            atributo adjetivo que se refiere al sujeto). Zaragoza: Libros Pórtico, 1990, p. 144-145]

_______________________________

1    La importancia de la distinción entre tema y rema, desde distintos puntos de vista y con importantes variaciones terminológicas, ha sido reconocida no sólo por el estructuralismo europeo, sino por las distintas corrientes de la gramática generativa (Chomsky 1969, Lakoff 1969, Jackendoff 1972) y por el estructuralismo americano (Bolinger 1952, Greenberg 1963b).

«Tema y rema

En la Escuela de Praga surgió el análisis de lo que se denominó perspectiva funcional de la oración en los trabajos de Mathesius, Firbas y Danes: en las lenguas, la disposición de los elementos significativos en las oraciones está regulado por el diferente peso informativo o grado de aportación de información que adquieren los elementos de la oración en el discurso. [...]

En este sentido se estableció una dicotomía entre tema y rema. El tema expresa la información ya conocida y el rema la información nueva.

Esta dicotomía debe manejarse con cuidado, ya que la división bimembre está mediatizada por la distinción entre juicios téticos y juicios categóricos y esta distinción es un aspecto formativo y no informativo de la oración.

Detrás de la distinción entre tema y rema hay un principio fundamental de las lenguas humanas de carácter informativo y no formativo, se trata del principio que Bolinger (1952) ha denominado principio de modificación linear.

Principio de modificación linear

En el discurso lingüístico un elemento restringe informativamente al elemento que le precede inmediatamente.

La relación de restricción no es gramatical (es informativa y no formativa) y se deriva de la disposición linear de la información que podemos apreciar en medios de comunicación no lingüísticos igualmente. [...]

En la expresión

Juan canta,

la palabra “canta” restringe informativamente –no gramaticalmente– a “Juan”: entre todas las acciones que podría realizar Juan se elige aquí la denotada por “cantar”.

En la expresión

Canta Juan,

“Juan” restringe informativamente a “canta”: entre todas las personas que pueden realizar la acción de cantar se elige aquí a Juan.

Estructuración informativa de las oraciones anteriores

  1. Paráfrasis de Juan canta: Una de las cosas que realiza Juan es cantar. La palabra “cantar” especifica aquí una de las acciones realizadas por Juan.
  2. Paráfrasis de Canta Juan: Una de las personas que canta es Juan. La palabra “Juan” especifica aquí una de las personas que realiza la acción de cantar.

Podríamos decir que en (a.) “Juan es el tema y “canta” el rema y que en (b.) “canta” es el tema y “Juan” es el rema. Pero es que la cuestión es que no se trata de una dicotomía, ya que el principio de modificación linear afecta a todas y cada una de las palabras de una oración independientemente de la relación sintáctica que haya entre ellas. Esto puede apreciarse si consideramos oraciones con tres o más elementos:

Juan llegó ayer.

Ayer llegó Juan.

En Juan llegó ayer: “llegó” restringe informativamente a “Juan” ya que se nos dice que entre las acciones que llevó a cabo esta persona está la de llegar; a continuación tenemos la expresión Juan llegó ayer, ahora “ayer” restringe informativamente a “Juan llegó” en el sentido de que entre los posibles momentos en que puede situarse la llegada de Juan, se elige o especifica el momento denotado por “ayer”. Sería engañoso decir que “ayer” es rema y “Juan” o “Juan llegó” es el tema, ya que si bien “llegó” podría considerarse tema respecto de “ayer” es rema respecto de “Juan”. Por otro lado, el hecho de que “Juan” aparezca en posición inicial de la oración no quiere decir que funcione sólo como tema, ya que la oración aparecerá integrada en el discurso y “Juan” podrá ser rema respecto de ese discurso anterior. Hay que hacer hincapié en que las relaciones de incremento de la información en que estamos basando nuestro razonamiento son extralingüísticas en el sentido de que regulan todo el flujo de información del tipo que sea que se disponga de modo linear.»

[Moreno Cabrera, Juan Carlos: Curso universitario de lingüística general. Tomo I: Teoría de la gramática y sintaxis general. Madrid: Síntesis, 1991, p. 689 y 702-704]

«Las funciones sintácticas (sujeto, complemento directo...) y las semánticas (agente, paciente, instrumento...) especifican el papel gramatical que cada segmento desempeña en la oración. Las funciones informativas permiten valorar la aportación de tales segmentos al discurso, es decir, determinar si el contenido que aportan se interpreta como información nueva o se da por conocido; si forma parte o no de un conjunto de opciones; si se pone de relieve mediante algún recurso gramatical o, por el contrario, se mantiene como trasfondo del discurso. Las siguientes oraciones difieren en la manera en que se expresan tales contenidos (los paréntesis indican que el sujeto se puede omitir):

(Ella) no aceptaría nunca esas condiciones; (Ella) no aceptaría esas condiciones nunca;

Esas condiciones, (ella) no las aceptaría nunca; Ella, esas condiciones no las aceptaría nunca;

Esas condiciones nunca las aceptaría (ella); Nunca aceptaría (ella) esas condiciones;

Esas condiciones son las que (ella) no aceptaría nunca; Esas condiciones son las que nunca

aceptaría (ella); Esas condiciones no serían nunca aceptadas por ella.

De manera análoga, con las voces yo, eso, dije, lo y ayer se obtienen varias secuencias entre las que existen diferencias de significado notables:

Yo dije eso ayer; Dije eso ayer;

Eso dije yo ayer;

Eso dije ayer;

Eso, lo dije ayer;

Eso, yo lo dije ayer;

Yo, eso lo dije ayer;

Ayer dije yo eso y Ayer dije eso, entre otras.

Como se ve, estas variantes están en función de la posición sintáctica de las palabras que se mencionan, pero también de la presencia o ausencia de algunas de ellas.

Existe no poca variedad en los términos que designan las funciones informativas. Se llama tradicionalmente información conocida o temática (también tema, soporte, apoyo, apoyatura, fondo o fondo común) la que se da por consabida, tanto si ha sido presentada expresamente como si no es así, y expresa aquello sobre lo que versa el enunciado. Se suele denominar, en cambio, información nueva o remática (también rema, aporte, figura o comentario) la que se proporciona como relevante en alguna situación discursiva para completar la información temática. El tema constituye, por tanto, la base sobre la que se apoya la información que se presenta como nueva. Así, los enunciados En 1945 terminó la Segunda Guerra Mundial y La Segunda Guerra Mundial terminó en 1945 contienen las mismas palabras y hablan de lo mismo, pero no aportan idéntica información: en el primero se afirma algo acerca de un año; en el segundo, en cambio, se dice algo sobre una guerra. El orden de palabras indica que en 1945 aporta información temática en el primer enunciado, pero remática en el segundo. De forma parecida, las oraciones activas y las pasivas presentan informaciones similares, pero enfocadas desde diferentes puntos de vista: mientras que la oración activa Los diputados aprobaron la ley de la reforma sanitaria dice algo acerca de ciertas personas, la variante pasiva La ley de la reforma sanitaria fue aprobada por los diputados habla acerca de una ley.»

[RAE: Nueva gramática de la lengua española. Manual. Madrid: Espasa Libros, 2010, § 40.1.1ab]