THEMA-RHEMA-STRUKTUR  

Estructura tema-rema

(Recop.) Justo Fernández López

 

Vgl.:

Funktionale Satzperspektive / Thema vs. Rhema / Thema und Kommentar / Thematische Progression / Linksversetzung vs. Rechtsversetzung / Passiv / Topikalisierung / Dislokation /  Rhematisierung / Thematisierung 

 

Thema-Rhema-Struktur: Kommunikatives Gliederungsprinzip für Äußerungen, aber auch für andere sprachliche Einheiten.

«Thema und Rhema. Auch: Thema-Rhema-Gliederung (TRG) [thematic organisation of the utterance, contextual segmentation of the setence], aktuelle Satzgliederung, Mitteilungsperspektive. Ein besonders von der Prager Schule entwickeltes Prinzip der aktuell-kommunikativen bzw. semantisch-logischen Gliederung des Satzes; der Versuch, Gesetzmäßigkeiten der Satzgliedfolge von der Mitteilungsperspektive her zu erklären. Bei Boost hat die Satzeinleitung für den Verlauf des Satzes die Bedeutung des Themas, dessen Setzung eine Spannung erzeugt, die durch das Rhema (alles andere, was dem Thema folgt, die eigentliche Mitteilung, das Neumitzuteilende, der höchste Mitteilungswert) gelöst wird. Vom jeweiligen Grad ausgehend, in dem ein Satzglied die Kommunikation vorantreibt, erkennt Firbas das Satzglied mit dem geringsten Grad an communicative dynamism als T., das mit dem höchsten als R.; zwischen beiden ergibt sich ein Übergangsfeld von rst of theme, transition (proper), rest of rheme. Nach Beneš (1973) fasst die Prager Schule die T-R-Gliederung auf „als eine Organisation und Hierarchie der semantischen Einheiten entsprechend ihrem Mitteilungswert“ (S. 44), mit Hilfe derer sich der kommunikative Sinn einer Äußerung konstituiert, in dem ein Rhema auf ein Thema bezogen wird. Die Gliederung nach T. und R. ist eine Universalie, die durch Intonation und/oder andere sprachspezifische Mittel signalisiert wird (im Dt. Wortstellung). Die Hierarchie der T-R-Gliederung ergibt sich aus der Grundschicht (sprachspezifischer Ausdruck der semantischen Kategorien), der Zweitschicht (Umwandlung der merkmallosen Varianten in merkmalhafte Thematisierung), der Drittschicht (Rhematisierung). - Die wichtige Konzeption der T-R-Gliederung des Satzes/der Mitteilung wirft zur Zeit noch grundsätzliche Fragen auf.» [Lewandowski, Th., Bd. 3, S 771-772]

«Es gibt Einschränkungen der Stellungsfreiheit im Satz, die nicht mit formalen, sondern mit inhaltlichen Kriterien zusammenhängen: mit der Aufteilung des Satzes in Thema und Rhema. Als Rhema wir derjenige Teil des Satzes bezeichnet, der den höchsten Mitteilungswert hat; das, was im Satz neu oder am wichtigsten ist, der zentrale Kern der Information. Mit Thema hingegen ist die Hintergrundinformation gemeint, die in jedem Satz mitgegeben wird, um das Verständnis zu sichern, und die dem Hörer oft schon bekannt ist oder als bekannt vorausgesetzt wird. In der gesprochenen Sprache trägt das Rhema gewöhnlich zugleich den Hauptakzent des Satzes (d.h., die Sprecherin spricht an dieser Stelle mit dem größten Nachdruck).

Sofern es sich um bewegliche Satzteile handelt, gilt als Grundregel für die Stellung von Thema und Rhema im Satz: Das Thema steht vor dem Rhema. Dieses Prinzip kann anhand des folgenden Beispielsatzes illustriert werden:

Er hat seinen Freunden eine Geschichte erzählt.

aber:

*Er hat eine Geschichte seinen Freunden erzählt.

Der unbestimmte Artikel signalisiert, dass die „Geschichte“ bisher noch nicht erwähnt worden war. Sie stell also eine neue Information im Satz und damit das Rhema dar. Da das Rhema nach dem Thema stehen muss, ist eine Stellung von eine Geschichte (Rhema) vor seinen Freunden (Thema) nicht möglich. Möglich ist es indessen, das Rhema bei besonderer Betonung ins Vorfeld zu stellen:

Eine Geschichte hat er seinen Freunden erzählt.

Die Regel, dass das Rhema nach dem Thema stehen muss, betrifft also nur das Mittelfeld des Satzes. Das Vorfeld bietet eine weitere Stellungsmöglichkeit für das Rhema an; dabei ist allerdings zu beachten, dass Subjekte und Adverbialbestimmungen zu den Standard-“Füllungen“ des Vorfelds zählen und deshalb in dieser Stellung nicht rhematisch wirken, solange sie nicht besonders betont werden.

Die Thema-Rhema-Verteilung im Satz hat auch Auswirkungen auf die Stellung von Adverbialbestimmungen und Abtönungspartikeln. Beide können ebenfalls nicht nach dem Rhema stehen:

*Ich bringe dir ein Buch morgen. (aber: Ich bringe dir morgen ein Buch.)

*Er hat ein Auto doch geklaut. (aber: Er hat doch ein Auto geklaut.)

Für Abtönungspartikeln gibt es eine weitere Stellungsregel, die dann in Kraft tritt, wenn das finite Verb das Rhema des Satzes bildet. In solchen Fällen kann die Partikel - abweichend von der üblichen Stellung - ans Ende des Satzes treten. Vgl.:

*Er hat Geld doch.

Er verachtet Geld doch.

Dass die Partikel hier an einer Stelle steht, die gewöhnlich den Konstituenten des Prädikats vorbehalten ist, weis auf eine enge inhaltliche Beziehung zwischen Abtönungspartikel und Rhema hin. Andererseits kann man aus der Stellung der Abtönungspartikel auch Rückschlüsse auf das Rhema des Satzes ziehen:

Onkel Donald hat seinen Neffen das Sparschwein doch geklaut.

Onkel Donald hat seinen Neffen doch das Sparschwein geklaut.

Onkel Donald hat doch seinen Neffen das Sparschwein geklaut. » [Hentschel / Weydt, S. 394-396]

«Unter pragmatisch-kommunikativem Aspekt ist das Subjekt meist das Thema (das Bekannte) des Satzes, während das Prädikat das Rhema (das Neue) bezeichnet.» [Bußmann, H., S. 749]

«Wir betrachten den Mitteilungswert der Satzglieder als den entscheidenden Faktor, der nicht allein die Stellung der freien nichtvalenzbedingten Glieder maßgeblich reguliert, sondern auch die bereits angeführten Faktoren der Satzgliedfolge überspielen kann. Das Prinzip des wachsenden Mitteilungswertes ist das dominierende Prinzip der Satzgliedfolge.

Als Grundprinzip der Satzgliedstellung im Kernsatz gilt, dass der Satz mit einem Satzglied beginnt, das dem Hörer/Leser Bekanntes oder leicht Vorstellbares bezeichnet (= Thema), daran schließen sich dann die übrigen Satzglieder mit steigendem Mitteilungswert an.

Unter thematischen Elementen versteht man solche, „die für den Gesprächspartner nichts Neues enthalten, sondern auch Bekanntes, Altes, Gegebenes, Beiläufiges zurückgreifen, also den geringsten Mitteilungswert besitzen, während die rhematischen Elemente durch höheren und höchsten Mitteilungswert ausgezeichnet sind“ (Schmidt 1983, 278). Der Satz besteht also aus thematischen und rhematischen Elementen, beide Bereiche können sich wechselseitig überschneiden.

Die Kategorien Bekanntheit / Nichtbekanntheit beziehen sich auf Gesprächsgegenstände.

Die Kategorien Neuheit / Nichtneuheit betreffen Redeeinheiten. Neu ist jede substantivische Einheit bei ihrem ersten Auftreten. Die Kategorien Bekanntheit / Nichtbekanntheit und Neuheit / Nichtneuheit können sich überschneiden.

Die Kategorien Bewußtseinspräsenz / -nichtpräsenz gelten für die Informationseinheiten eines Textes.

Themafähig sind alle bekannte Einheiten eines Satzes (neu oder nichtneu). Sie bilden unabhängig von ihrer linearen Anordnung im Satz den potentiellen Themabereich, aus dessen Einheiten das Thema ausgewählt werden kann.

Rhemafähig sind alle neuen Einheiten im Satz (bekannt oder nicht bekannt). Sie bilden unabhängig von ihrer linearen Anordnung zusammen mit den Einheiten des Prädikats den potentiellen Rhemabereich, aus dessen Einheiten das Rhema gewählt werden kann“ (Flämig 1988).

Das Vorfeld ist einer bekannten Informationseinheit vorbehalten.

Im Einleitungssatz eines Textes bildet in der Regel eine bekannte Einheit das Thema. Wenn im ersten Satz das Thema des Textes als Subjekt erscheinen soll und außerdem noch eine Adverbialbestimmung, dann kann die Adverbialbestimmung ins Vorfeld gerückt werden. Das Textthema gelangt so in die Rhemaposition und wird hervorgehoben.

In Anwesenheit führender Repräsentanten der Partei- und Staatsführung der DDR und Gästen aus dem In- und Ausland wurde gestern Abend festlich die Semperoper eröffnet. (Tageszeitung)

Es kann (stilistische) Gründe dafür geben, dass ein Textthema am Satzanfang nur durch ein Pronomen signalisiert wird. Das eigentliche Textthema muss dann entweder im Nachtrag des Einleitungssatzes (in betonter Position) oder in einem der folgenden Sätze genannt werden.

Es gibt themenlose Sätze. In diesen Sätzen sind keine bekannte Einheiten vorhanden, die an die Spitze eines (texteinleitenden) Satzes treten müssen. Der Satz besteht also ausschließlich aus rhematischen Elementen.

Es lebte einmal ein armes Schneiderlein.

Im Textinneren werden vorzugsweise vorerwähnte Einheiten und Redepersonen thematisiert, sie stehen also im Vorfeld.  Auf diese Weise wird die folgerichtig fortschreitende Darstellung vom Nichtneuen zum Neuen unterstützt.

Im Vorfeld des Aussagekernsatzes kann auch Unbekanntes und damit meistens Wichtiges (Rhema) stehen.

Einen Bildband wünsche ich mir.

Ein Platzhaltewort im Vorfeld ermöglicht meist eine Verschiebung des Subjekts an eine ausdrucksstarke Position.

Es kam gestern meine Schwester.

Häufig stehen im Vorfeld Akkusativ- und Präpositionalobjekte, die einen hohen Mitteilungswert haben.

Im Nachfeld werden die Satzglieder nach steigendem Mitteilungswert angeordnet. Das Element mit dem größten Mitteilungswert tritt nach hinten (Prinzip des wachsenden Mitteilungswertes). Diese Satzgliedfolge führt zur Hervorhebung eines Satzgliedes.

Die Mutter schenkt dem Jungen die Schokolade. (Anordnung nach dem Satzgliedwert)

Die Mutter schenkt die Schokolade dem Jungen. (Hervorhebung von dem Jungen, Anordnung nach dem Mitteilungswert)

Der Mitteilungswert wirkt sich auch bei der Nachstellung von Satzgliedern aus.

Präpositionalobjekte sind bevorzugt an Stellen im Satz zu finden, an denen sie einen hohen Mitteilungswert haben, also im Vorfeld, am Ende des Nachfeldes und im Nachstellungsfeld.

Ortsangaben können unterschiedlichen Mitteilungswert haben. Die Anordnung richtet sich entsprechend danach.

Typisch für die Richtungsangaben ist, dass sie sehr häufig am Ende des Nachfeldes bzw. unmittelbar vor dem rahmenschließenden Element stehen. Auch für die Anordnung der einzelnen Arten der Modalbestimmungen ist oft der Mitteilungswert entscheidend.

Beim Mitteilungswert spielt auch der Determinierungsgrad eine Rolle:

-   undeterminierte Glieder (Substantiv mit unbestimmtem oder ohne Artikel)

-   determinierte Glieder (Substantiv mit bestimmtem Artikel, Demonstrativ- oder Possessivpronomen)

-   signalisierte Glieder (Personal- oder Demonstrativpronomen, Pronominaladverb)

Über den höchsten Mitteilungswert verfügen die undeterminierten Glieder, über den geringsten die signalisierten Glieder, weil sie auf etwas hinweisen, was aus dem Zusammenhang bekannt ist.

Die Grundregel hierzu lauten: Satzglieder mit höherem Determinierungsgrad stehen vor solchen mit geringerem Determinierungsgrad. Diese Regel gilt für Kasusobjekte und auch für das Subjekt.»

[Sommerfeldt/Starke: Einführung in die Grammatik der deutschen Gegenwartssprache, S. 288-293]

«Zum Thema-Rhema-Konzept der Prager Schule:

Es gibt innerhalb der modernen Linguistik verschiedene Fassungen des Thema- Begriffs. In textanalytischer Hinsicht ist besonders die von V. Mathesius  (1929) begründete Thema-Rhema-Gliederung der Prager Schule (auch  "Funktionale Satzperspektive" genannt) bekannt geworden. Nach dieser  Konzept lässt sich ein Satz von seinem "Mitteilungswert" her gesehen in  zwei Teile gliedern, in der "Thema" als den "Ausgangspunkt der Aussage" und  das "Rhema" als den "Kern der Aussage".  Dieser zunächst primär  satzbezogener Ansatz wurde dann in den 60er Jahren von F. Danes für die  semantische Analyse der Textstruktur fruchtbar zu machen versucht. Unter  "Thema" verstehe Danes das, worüber etwas mitgeteilt wird; unter  kontextuellem Aspekt handelt es sich dabei um die Information, die bekannt,  vorgegeben, aufgrund der Situation erschließbar oder vom Rezipienten  aufgrund seines Vorwissens bzw. seiner Weltkenntnis identifizierbar ist.  Als "Rhema" bestimmt er das, was über das Thema mitgeteilt wird; das Rhema  bezeichnet also - kontextuell gesehen - die neue, nicht vorher erwähnte und  nicht aus dem Text- bzw. Situationszusammenhang ableitbare Information.  Danes gibt nun die satzbezogene Orientierung insofern auf, als er die  Textstruktur als "eine Sequenz von Themen" darstellt. "Die eigentliche  thematische Struktur des Textes besteht ... in der Verkettung und  Konnexität der Themen, in ihren Wechselbeziehungen und ihrer Hierarchie, in  den Beziehungen zu den Textabschnitten und zum Textganzen, sowie zur  Situation." Diesen ganzen Komplex von thematischen Relationen im Text nennt  er die "thematische Progression"; sie stelle das "Gerüst des Textaufbaus"  dar. Danes unterscheidet fünf Typen von thematischen Progressionen:

- die einfache lineare Progression

Das Rhema (R) des ersten Satzes wird zum Thema (T) des zweiten Satzes ...

Bsp.:  Hans  (T1) hat ein Fahrrad gekauft  (R1). Das Fahrrad  (T2 = R1) steht im Keller  (R2)

- die Progression mit einem durchlaufenden Thema

In einer Satzfolge bleibt das Thema konstant; in den einzelnen Sätzen wird jeweils nur ein neues Rhema hinzugefügt.

Bsp.: Mein Fahrrad  (T1) ist neu (R1). Es (T1) ist ein Geschenk meines Vaters (R2). Es (T1) steht  zur Zeit im Keller (R3).

- die Progression mit abgeleiteten Themen

Die Themen der einzelnen Sätzen werden von einem "Hyperthema" abgeleitet.

Bsp.:  Sein Rüssel (T1) führt einem enormen Körper auch die kleinsten Speisen zu, auch Nüsse (R1). Seine Ohren (T2) sind verstellbar (R2). ... sein Gemüt (T3) ist zart (R3).

Das Hyperthema von T1, T2, und T3 ist "der Elefant".

- die Progression eines gespaltenen Rhemas

Das Rhema eines Satzes wird in mehrere Themen zerlegt.

Bsp.: In einem Hauseingang (T1) stehen zwei Männer (R1 = R1' + R2"). Der eine (T2' = R1') raucht (R2'); der andere (T2" = R1") trinkt (R2").

- die Progression mit einem thematischen Sprung

Ein Glied der thematischen Kette, das aus dem Kontext leicht zu ergänzen ist, wird ausgelassen.

Bsp.: Hans (T1) wurde in ein dunkles Zimmer (R1) geführt. Es (T2 = R1) war mit wertvollen Möbeln (R2) ausgestattet. Die Teppiche (T4) zeigten leuchtende Farben (R4).

Der Sprung von R2 (Möbel) zu T4 (Teppiche) ist ohne Störung der Kohärenz    möglich, da das Thema "Teppiche" aus "Zimmer" zu erschließen ist. Diese Progression entspricht der Form der impliziten Wiederaufnahme.

Diese Typen werden in konkreten Texten zumeist nicht in reiner Form  realisiert, sondern in vielfältiger Weise miteinander kombiniert; auch  treten zahlreiche Sonderfälle und Abweichungen auf.

Problematisch ist bei diesem Ansatz bereits die Basis, nämlich die  Abgrenzung von Thema und Rhema, da es an zureichenden Verfahren mangelt,  sie intersubjektiv überprüfbar zu machen. Danes nennt als "objektives  Kriterum" für die Zuordnung der einzelnen Satzteile zu Thema und Rhema die  "Ergänzungsfrage"; mit ihr werde nach dem Rhema der Aussage gefragt. 

Bsp.:  Er bekam das Buch von einem Kollegen. - Von wen bekam er das Buch? 

Die Ergänzung von einem Kollegen bildet nach Danes das Rhema, während der  Rest der Aussage das Thema darstellt. Es sind aber auch andere Fragen  möglich, z.B. was bekam er von einem Kollegen?  Dann wäre das Buch das  Rhema.

Es wird deutlich, dass das Kriterium der Ergänzungsfragen keinesfalls als  eine befriedigende Lösung des Abgrenzungsproblems betrachtet werden kann.  So kommen auch E. Gülich und W. Raible, die das Thema-Rhema-Konzept auf den  Text "Herrn K.s Lieblingstier" anzuwenden versuchen, zu dem Ergebnis: "Das  Fehlen eindeutiger und nachvollziehbarer Definitionskriterien lässt es  häufig als schwierig erscheinen, die Thema-Rhema-Strukturierung auszumachen." Entscheidender als diese Kritik ist in unserem Zusammenhang  aber der in sprachtheoretischer Hinsicht unklare Status des Thema-Rhema-Begriffs; es werden semantische und kommunikativ-pragmatische  Gesichtspunkte miteinander vermischt (Thema als Basis der Aussage vs. Thema  als bekannte Information). Auch ist die Strukturbeschreibung zu sehr der  Textoberfläche verhaftet; die Analyse der Thema-Rhema-Gliederung eines  Textes führt kaum über das hinaus, was nicht auch durch eine Beschreibung  nach dem Prinzip der Wiederaufnahme erfasst wird. Die Konzeption erscheint  als nicht geeignet, die Textstruktur als ein Gefüge von logisch- semantischen Relationen zwischen den Propositionen darzustellen. Diese  zentrale Aufgabe der thematischen Textanalyse macht einen anderen Thema- Begriff erforderlich.»

[Brinker, Klaus: Linguistische Textanalyse. Berlin: E. Schmidt, 31992, Anm.  18, S. 48-51]

«Algunos gramáticos, al abordar la oración, señalan el desajuste que a  veces se produce en la estructura sintáctica de ésta, formada por un  "sujeto" y un "predicado", y lo que cabría denominar su estructura  funcional organizada en torno a dos ejes: tema (aquello sobre lo que trata  la oración) y rema o tesis (lo que se anuncia acerca de este tema).  Considérese el siguiente par de oraciones:

  (1)  a. Dalila traicionó a Sansón.

         b. A Sansón lo traicionó Dalila.

En ambas el sujeto es el SN Dalila y el predicado, traicionó a Sansón (o  bien a Sansón lo traicionó). La diferente disposición de los  constituyentes no afecta, por consiguiente, a las funciones gramaticales.  Sí condiciona, en cambio, el grado de información aportado por cada una de  ellas: en (1a), el tema coincide con el sujeto, mientras que en (1b) el  elemento sobre el que se afirma algo es el complemento directo a Sansón. De  forma similar, el rema es lo que se dice acerca de Dalina en (1a) y de a  Sansón en (1b), esto es, traicionó a Sansón y lo traicionó Dalila,  respectivamente.

El diferente orden de palabras que exhiben los ejemplos (1a y 1b) refleja  una jerarquía de prioridades de la que el único responsable es el emisor.  Lo que éste da como información conocida o tema aparece al principio,  seguido del rema o información nueva. En muchos casos, sin embargo, la  citada dicotomía se halla condicionada por factores externos al orden  lineal en que aparecen los elementos. Supóngase, por ejemplo, que en lugar  de (1) tenemos (2), en donde las mayúsculas se corresponden con la cima  melódica de la oración:

  (2)  a. DALILA traicionó a Sansón.        

         b. A SANSON traicionó Dalila.

Aunque (2) se ajuste a la misma configuración lineal que (2), su estructura  funcional ha variado: el rema recae sobre los elementos enfatizados, que  son los que aportan la información nueva. Nótese que (2), pero no (2),  aceptan las paráfrasis de (3):

  (3)  a. Fue Dalila (y no otra) quien traicionó a Sansón.        

         b. Fue a Sansón (y no a otro) a quien traicionó Dalila. 

De acuerdo con Mathesius (1928, p. 66), la estructuración del contenido de  una oración en tema y rema puede ajustarse a dos patrones diferentes:

§  en el orden objetivo  – representado en (1) – el tema precede al rema    

§  en el orden subjetivo – plasmado en (2) – el rema precede al tema 

Existen lenguas, como el inglés, en las que imperan las secuencias  ajustadas al esquema sujeto-predicado, y en donde el tema suele  identificarse con el sujeto. De ahí que en estos casos pueda darse por  consolidado el orden objetivo sujeto-tema : predicado-rema. En sistemas  como el español, por el contrario, tal correlación dista de ser  sistemática, según acabamos de ver.

Tal como revela el análisis (1)-(2), los conceptos de tema y rema permiten  esclarecer de forma sustancial los mecanismos que condicionan la  disposición de las palabras en estructura superficial, así como el papel  que en todo ello juegas los factores melódicos, tradicionalmente marginados  en el estudio del orden (cf. Contreras, 1978, p. 42). Por otra parte, desde  esta nueva perspectiva es posible asimismo ahondar en el valor de  alternancias que en muchos casos se han tratado como meras variantes  "estilísticas".

  (4)  a. Se enojó Ramón.        

         b. Ramón se enojó.

Articulados con entonación normal, tanto (4a) como (4b) se ajustan al orden  objetivo tema-rema. El diferente lugar que ocupa el SN Ramón en ambas  responde al hecho de que en el primer caso es un constituyente remático y  en el segundo actúa como tema o información conocida. Lo mismo, pero a la  inversa, vale para el predicado se enojó. En consecuencia, las oraciones  (4) no son equivalentes, hecho que viene corroborado por las diferentes  preguntas a que responden cada una de ellas: (4a), pero no (4b), puede ser  una contestación adecuada para (5a), mientras que con respecto a (5b) se da  la situación contraria:

  (5)   a. ¿Quién se enojó?        

          b. ¿Qué pasó con Ramón? 

En realidad, (4b) puede ser una respuesta adecuada no sólo a (5b), sino  también a ¿Qué pasó?  En este último caso, toda la oración se interpretaría  como información nueva. 

En lo concerniente al orden S-V, cabe observar también que gracias a la  dicotomía tema-rema es posible dar cuenta de forma totalmente natural del  hecho de que los sujetos con artículo indefinido o sin artículo tiendan a  posponerse al verbo: 

  (6)    a. ?Científicos rusos participarán en este congreso.        

            b. Participarán en este congreso científicos rusos

La tendencia de los sintagmas nominales indefinidos a funcional como  elementos remáticos encaja sin dificultades con el orden objetivo tema-rema  que se materializa en (6b), a la vez que explica que en (6a) sólo sea  aceptable si toda ella se interpreta como información nueva, tal como  ocurre, por ejemplo, en titulares de la prensa. Hay que achacar asimismo a  la citada tendencia las causas de la agramaticalidad de (7a), que contrasta  con la buena formación de (7b):

  (7)      a. *HAN PARTICIPADO científicos rusos (en el congreso).        

             b. HAN PARTICIPADO los científicos rusos (en el congreso).

En ambos casos, al aparecer enfatizado el elemento en posición inicial, se  da el orden subjetivo rema-tema. Sin embargo, (7a) es inviable porque en el  SN científicos rusos confluyen dos lecturas contradictorias:

§   como tema (consecuencia de la rematización del predicado)

§   como rema (dado su carácter indefinido)

En (7b) tal conflicto queda obviado en virtud de la presencia del artículo definido, que confiere al SN el status de información conocida.

En síntesis, la exposición que precede ha puesto de manifiesto que un buen  número de problemas relativos al orden puede sistematizarse de forma  bastante plausible apelando a los conceptos de información "dada" y de  información "nuevo". Tomando como punto de partida esta dicotomía, cabe  definir dos grandes procesos en que la selección del constituyente que  funciona como tema o como rema provoca modificaciones sustanciales en la  configuración sintáctica oracional: tematización  y rematización.»

[Hernanz, M. Ll./Brucart, J. M.: La sintaxis. Barcelona: Ed. Crítica, 1987,  pp. 79-81]

«Se denomina topicalización la anteposición de un constituyente extraído del cuerpo de la oración, constituyente que por lo general es duplicado anafóricamente por un pronombre. El tópico - el elemento antepuesto formando una unidad melódica - es elegido por el hablante, y destaca el tema sobre el que trata la oración.

El segmento complementario en la oración es el rema. Las oraciones, desde el punto de vista de la distribución de la información, se organizan básicamente en dos miembros complementarios: tema y rema. El tema, elegido por el hablante, presenta aquello de que trata la oración y es el punto de partida del mensaje; el rema es lo que se dice acerca del tema. Las siguientes oraciones, que tienen la misma estructura sintáctica e igual esquema tonal (normal), se diferencian en la elección del tema (en cursiva):

i         La lira es la unidad monetaria italiana.

ii        La unidad monetaria italiana es la lira.

iii       El lunes llegó la carta.

iv      La carta llegó el lunes.

El tema y el rema pueden verse también como portadores de información conocida o información nueva, respectivamente. Este enfoque es contextual, ya que la información conocida se obtiene del contexto lingüístico o situacional. Así, i y ii pueden responder, respectivamente, a contextos como: ¿Qué es la lira?  y ¿Cuál es la moneda italiana? En muchos casos el tema coincide con lo conocido y el rema con lo nuevo.»

[Kovacci, Ofelia: El comentario gramatical. Teoría y práctica II. Madrid: Arco Libros, 1992, p. 248-249]