SYSTEM, NORM, REDE

Sistema, Norma, Habla (Uso)

(Recop.) Justo Fernández López

 

Vgl.:

Langue, Parole / Grammatikalisierung [Kritik von Marcial Morera] / Diachronisch / Onomasiologisch vs. semasiologisch / Synchronie, Diachronie: System, Norm / Synchronie vs. Diachronie / Register / Diastratisch / Diatopisch / Diaphasisch / Varietätenraum

 

«System – Norm – Rede (im Sinne Coserius):

 Die zentrale de Saussures Dichotomie langue-parole, wie sie von de Saussure mit verschiedenen gegensätzlichen Begriffspaaren charakterisiert wird, reicht als Beschreibungsmodell nicht für alle sprachlichen Phänomene aus.

Es gibt nicht einfach einerseits überindividuelle, distinktive (= jeweils in Opposition zueinander stehende, bedeutungsunterscheidende) Elemente = langue, andererseits individuelle, nicht distinktive = parole. Ein Beispiel für solche Elemente, die weder einfach der langue noch einfach der parole zugerechnet werden können, bilden die kombinatorischen Varianten: Sie sind – per definitionem – nicht bedeutungsunterscheidend (das teilen sie mit den Elementen der parole), aber dennoch nicht individuell, denn alle Sprecher wählen in einer bestimmten lautlichen Umgebung die gleiche Variante (also sind  kombinatorische Varianten “sozial”, wie die langue).

Coseriu hat daher der de Saussureschen Dichotomie langue – parole eine dritte (Zwischen-) Ebene hinzugefügt: die Norm. Sie umfasst alles, “was in der ... Rede nicht unbedingt funktionell (distinktiv), aber trotzdem traditionell (sozial) fixiert” ist, was “allgemeiner Gebrauch der Sprachgemeinschaft” ist.

“Rede” (= parole)

Norm

System

(= langue)

Zur Norm gehören die kombinatorischen Varianten (in der Phonologie und in der Morphologie), aber auch viele andere sprachliche Erscheinungen.

Um Missverständnisse zu vermeiden, muss betont werden, dass Norm im Sinne Coserius nicht verwechselt werden darf mit Norm im Sinne präskriptiven Sprachnormierens. Die zugehörigen Adjektive machen den Unterschied deutlicher: Coserius Norm umfasst das, was in der betr. Sprachgemeinschaft normal, üblich, statistische Norm ist; die präskriptive Norm dagegen ist normativ

[Pelz, Heidrun (1987):  Linguistik: eine Einführung. Hamburg: Hoffmann und Campe, 1999, S. 81-82]

„Saussure konzipiert eine funktionalistische Sprache als ein synchrones System von Oppositionen: Die „Stelle“ einer Einheit wird durch die Position der sich von ihr abgrenzenden Einheiten gegeben, genau wie in einem Schachspiel. Nun kann nach de Saussure ein solches System auf zwei Ebenen angelegt werden: auf der Ebene der langue und auf der Ebene der parole. Beide Begriffe sind dem langage, dem ‘Sprachvermögen’, unterordnet, nur ist die langue ein virtuelles im gesellschaftlichen Vermögen verankertes System von Oppositionen, das sich vom individuellen, konkreten Sprechakt der parole unterscheidet. Zudem enthalte die langue all das, was wesentlich ist, die parole nur das Akzessorische:

Eugenio Coseriu hat aus dieser Dichotomie eine Trichotomie entwickelt, mit Hilfe derer die Definitionsparameter besser veranschaulicht werden können (0 = ‘Parameter nicht relevant zur Unterscheidung’):

Beispiele:

(1)  wesentlich / akzessorisch: [e]  ~ [e] sind funktional relevant im Frz. und It., also wesentlich für das System; die Aussprache [t] des <t> im Brasilianischen <tio>, [tiu], ist nur akzessorisch, weil sie keine bedeutungsunterscheidende Funktion hat.

(2)  sozial/individuell: Im It. ist die Verbindung ie e te ‘ich und du’ allgemein akzeptiert, d. g. von der Sprachgemeinschaft wird sie als korrekte Verbindung empfunden; dagegen entspricht me e te keinem allgemeinen Konsensus, es stellt eine individuelle, höchstens eine regional begrenzte Realisierung dar.

(3)  virtuell/aktuell: Im Kat. ist die Bildung einiger Derivate aus Verben mittels -ença und -ment vorgesehen: conèixer  > coneixença und coneixement, (re)nàixer > Renaixença und Renaixement; dieses Bildungsverfahren ließe sich „virtuell“ auf alle Verben anwenden, aber in der Tat sind Lücken da, was heißt, die Norm aktualisiere nicht alle erdenklichen Ableitungen, und so ist z. B. ensenyar => ensenyança statt ensenyament (aber sp. enseñanza!) eine vom System her „virtuell ableitbare“ Form, die nur der individuellen (unkorrekten = *) Sprechtätigkeit vorbehalten bleibt, von der Norm jedoch verurteilt wird. Desgleichen im Sp. mit -ción und -miento (System): enajenación / enajenamiento; aniquilación / aniquilamiento (= Norm); aber: *Ésta es la segunda enfrentación (richtig: -miento) de los dos equipos (Rede).

Zusammenfasend:

Das System enthält alles, was funktionell ist; die Norm ist der sich durch allgemeinen, auch traditionellen Konsensus durchgesetzte Usus, der von den starren Oppositionen des Systems absehen kann. Die Rede stellt die Sprachebene dar, wo sich alle Möglichkeiten des Systems, oft Abweichungen von der Norm, herauskristallisieren und individuelle bzw. soziale Präferenzen zum Durchbruch kommen.

BIBL. Eugenio Coseriu: Einführung in die strukturelle Linguistik, Tübingen (Narr), 1969; Idem, Strukturen und Funktionen, Tübingen (Narr), ³1979: 45-60 (System, Norm und Rede).“ 

[Blasco Ferrer, E.: Linguistik für Romanistik. Grundbegriffe im Zusammenhang. Berlin: E. Schmidt, 1996, S. 34-35]

„Mithin könnte unsere Konzeption graphisch so dargestellt werden:

Das äußere Viereck ABCD bezeichnet darin das wirkliche Sprechen (Gespräch), d. h. die konkret in dem Augenblick ihrer Entstehung registrierten Sprechakte.

Das mittlere Viereck abcd stellt die erste Stufe der Abstraktion dar, die Norm (Sprachnorm), die nur das umfasst, was im konkreten Sprechen Wiederholung früherer Vorlagen ist. Damit besteht der Abstrahierungsvorgang beim Wechsel von ABCD zu abcd in der Eliminierung alles dessen, was im Sprechen völlig „unerhört“, individuelle, gelegentliche oder augenblickliche Variante ist, und erhält nur die in den herangezogenen Sprechakten und deren Vorlagen festgestellten gemeinsamen Züge.

Das innere Viereck a’b’c’d’ schließlich stellt die zweite Stufe der Abstraktion bzw. Formalisierung dar, das System (Sprachsystem), das nur solches enthält, was in der Norm unabdingbare Form, funktionelle Opposition ist. Eliminiert wird bei diesem zweiten Schritt zur Abstraktion alles, was in der Norm einfache Gewohnheit, ständige Tradition, zwar in dem Sprechen der jeweiligen Gemeinschaft allgemeines Element, aber ohne funktionellen Wert, d. h. letztlich eine Art „Begleiterscheinung“ ist, die im Sprechen zwar immer auftritt, aber unwesentlich bleibt für die grundlegenden Bedeutungsoppositionen, die dessen Funktionieren als Erkenntnis- und Kommunikationsinstrument gewährleisten. Beim Übergang von der Norm zum System also wird all das eliminiert, was normale „fakultative Variante“ bzw. was „kombinatorische Variante“ ist, und allein erhalten bleibt sämtliches „funktionelle Relevanten“.

Die „Norm“ ist je nach Umfang und Art der betrachteten Gemeinschaft variabel. Wenn man dazu noch die Sprechakte eines Einzigen sich ansieht, dann muss man zwischen dem Sprechen und der sozialen Norm im Schema noch ein Feld einsetzen, das der individuellen Norm entspräche und alles im Sprechen des Einzelnen Wiederholte und Konstante enthielte; wobei dann lediglich das rein Gelegentliche und Augenblickliche, als das selbst für den Einzelnen im Ausdruck absolut Originelle und vollkommen Neue eliminiert bliebe. [...]

Von der Ebene der konkreten Sprechakte her können wir sagen, dass das Sprechen alle diese Eigenschaften enthält, sowie dazu noch das System, weil eben individuelle Norm, soziale Norm und System nur verschiedene Abstraktionsgrade im Sprechen selbst sind; ebenso enthält die individuelle Norm wieder die soziale Norm und das System, und die soziale Norm noch das System.

Vom System her können wir dagegen die beiden Normen und das konkrete sprechen wieder als dessen sukzessive Realisierungsstufen betrachten. Das System selbst stellt sich unter diesem Blickwinkel als eine abstrakte Wesenheit dar, als ein „Netz der Funktionen“, das sich in bestimmten sozialen und mehr oder minder beständigen Mustern realisiert, die dann ein ebenso abstraktes System normaler Realisierungen (die Norm) bilden, welche ihrerseits wieder in individuellen Normen zu Stande kommt, so wie diese dann in der unendlichen Vielfalt und Variation der konkreten Sprechtätigkeit sich verwirklichen. Und da die beiden Begriff soziale Norm und individuelle Norm nicht notwendig aufeinander folgen, dürfen wir auch sagen, dass das System eine Gesamtheit funktioneller Oppositionen ist; die Norm wiederum die „kollektive“ Realisierung des Systems, welche das System selbst und dazu die funktionell „irrelevanten“, jedoch im Sprechen der Gemeinschaft normalen Züge enthält; sowie das Sprechen (oder wenn man so will, die Rede) endlich die individuell-konkrete Verwirklichung der Norm, welche schon die Norm selbst und daneben noch alles am Ausdruck der Einzelsprecher Originale umfasst.“

[Coseriu, E.: Sprachtheorie und allgemeine Sprachwissenschaft. München: W. Fink, 1975,  S. 85-88]

„Wir verfügen so nämlich über vier grundlegende Konzepte:

1. System - 2. Norm - 3. Individualnorm - 4. Konkretes Sprechen.

Den drei Übergängen zwischen den verschiedenen Abstraktionsebenen entsprechen dann weiterhin drei abgeleitete Konzepte:

a. Fakten der Rede; b. Fakten der Individualnorm; c. Fakten der Sozialnorm.

Daraus folgt:

1. Wenn die Opposition zwischen  System und Realisierung vorgenommen wird, dann umfasst die Sprache nur das System, die Rede aber alle übrige Konzepte.

2.  Wenn die Opposition zwischen Konkretem und Abstraktem erstellt wird, so fällt die Rede mit dem Sprechen zusammen, und die Sprache umfasst alle übrigen Grundkonzepte und dabei zwei Abstraktionsebenen (Normen und System), die aber im Sprechen konkret erscheinen.

3.  Wenn die Opposition zwischen Sozialem und Individuellem gesetzt wird, dann umgreift die Sprache das System und die Norm, und die Rede die Individualnorm und das konkrete Sprechen mit den ersten zwei Konzepte.

4.  Wenn die Opposition endlich zwischen Neuigkeit oder Originalität des Ausdrucks und Wiederholung besteht, beinhaltet die Rede allein die Fakten der Rede (1), und die Sprache sämtliche übrigen Konzepte, einschließlich der systematischen und normalen Aspekte des Sprechens.1   

[Coseriu, E.: Sprachtheorie und allgemeine Sprachwissenschaft. München: W. Fink, 1975,  S. 91]

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1       Jegliche Opposition Sprache - Rede, die nicht einem dieser vier Typen zugehört, erschöpft entweder nicht die ganze Wirklichkeit des Phänomens Sprache oder vermengt Unvereinbares oder berücksichtigt endlich auch nicht zum eigentlichen Phänomen Sprache Gehöriges.

“Die Saussuresche Dichotomie (binäre Unterscheidung) zwischen "Sprache" und "Rede" wurde von E. COSERIU (1952) als unzureichend kritisiert. Wenn die Rede, wie de Saussure sagt, konkret und die Sprache abstrakt ist, dann, so Coseriu, fehlt eine Ebene für das, was in einer Sprache üblich, aber nicht unbedingt funktionell ist (z. B. die üblichen Formen des Plurals, etwa span. rey‑es, virtud‑es, nicht *rey‑s, *virtud‑s, obwohl letztere Formen auch der Funktionsmarkierung des Plurals entsprechen würden). Die üblichen Formen des Plurals sind konkret, sind aber doch überindividuell und somit nicht nur Teil eines aktuellen Redeaktes. Coseriu fordert daher eine weitere Aufteilung der “Langue” in “sistema” und “norma” (“System” und “Norm”), wobei auf der Ebene des “Systems” das Funktionelle, d. h. was durch unterschiedliche Zeichen (Ausdruck und Inhalt) unterschieden wird, und auf der Ebene der “Norm” das in einer Sprache Übliche, das historisch zur Norm Gewordene, aber nicht notwendigerweise Funktionelle festgestellt wird.

Der Normbegriff Coserius unterscheidet sich von anderen dadurch, dass hier nicht eine präskriptive Norm des guten Sprachgebrauchs gemeint ist, sondern eine linguistische methodische Untersuchungsebene, auf der alles das, was und wie es üblicherweise gesagt wird, von dem getrennt wird, was aktuell in einem Redeakt gesagt wird, und von dem, was und wie es notwendigerweise gesagt wird (“System”), d. h. was einer unumgänglichen sprachlichen (lautlichen, grammatischen, syntaktischen oder lexikalischen) Unterscheidung (Opposition) entspricht. [...]

Einem System können aber z.B. auch verschiedene regional oder stilistisch unterschiedliche Normen entsprechen. So hat sich in der spanischen Syntax z. B. für die Systemfunktion 'irrealer Bedingungssatz der Gegenwart' die hochsprachliche Konstruktion "si + Konjunktiv Impf. und Konditional im Hauptsatz" (Typ si tuviese dinero, compraría este coche) herausgebildet, während die volkstümliche Sprache die Konstruktion "si + Imperfekt und Imperfekt im Hauptsatz" bevorzugt (Typ si tenía dinero, compraba este coche). Beide Konstruktionen entsprechen derselben Systemfunktion, sind aber stilistisch nicht beliebig gegeneinander austauschbar.

In der Morphologie sind so genante Unregelmäßigkeiten, die einem historischen Zufall oder einem synchron nicht mehr erkennbaren Gesetz entsprungen sind, fast immer Fakten der Norm. [...]

Aus dem bisher Gesagten ergibt sich, dass eine Sprache wie das Spanische nicht ein einziges System darstellt, in dem alles auf alles bezogen ist und die kleinste Veränderung alle Bezüge verändern würde, eine Meinung, die lange Zeit dem französischen Sprachwissenschaftler Antoine Meillet zugeschrieben wurde und die viel Verwirrung gestiftet hat. In Wirklichkeit besteht das Spanische zunächst einmal aus vielen regional (diatopisch), soziokulturell (diastratisch) und stilistisch (diaphasisch) unterschiedlichen Systemen, von denen eines z.B. das der Madrider kleinen Kaufleute in familiärer Unterhaltung sein könnte, ein anderes das der Fischer aus der Gegend von Cádiz in berufsbezogener Diskussion. Jedes so beschriebene Teilsystem, das sich in vielem natürlich mit anderen Teilsystemen überschneidet, setzt sich aus einer Vielzahl von Subsystemen zusammen, z. B. im lautlichen Bereich mindestens aus einem Vokalsystem und einem Konsonantensystem, im grammatischen Bereich z. B. aus einem Tempus- und Modussystem des Verbs, aus einem System der Steigerungsstufen des Adjektivs, aus einem Artikelsystem des Nomens, aus einem System unterschiedlicher Nähegrade des Demonstrativums (este, ese, aquel) usw. Ebenso sind im Wortschatz zahlreiche unterschiedliche Subsysteme von lexikalischen Bedeutungen anzunehmen. Eine Änderung, ein historischer Wandel im Wortschatz wird deshalb nicht zwangsläufig auch eine Änderung in den grammatischen Beziehungen, ein Lautwandel nicht notwendig eine Veränderung der lexikalischen Bedeutungsbeziehungen nach sich ziehen.” 

[Dietrich, H. / Geckeler, H.: Einführung in die spanische Sprachwissenschaft. Berlin: Erich Schmidt, 1990, S. 54-57]

„Alle lexikalischen Einheiten können theoretisch der Paraphrasierung (Ebene  der Rede, der Bezeichnung) grammatischer Funktionen dienen. Der  "systematische" Ausdruck grammatischer Funktionen auf der Ebene der Norm  unterscheidet sich davon durch seine Regelmäßigkeit und die weitgehende  Unabhängigkeit von der jeweiligen Redesituationen. Er gehört einem  geschlossenen Bezugssystem (Paradigma) an.

Synchronisch muss also zwischen lexikalischen Zeichen, die nur auf der Ebene der Rede, also zufällig und unsystematisch instrumentale Verfahren "bezeichnen" können, und lexikalischen Zeichen unterschieden werden, die in  bestimmten syntagmatischen Verbindungen immer grammatische Funktionen  ausdrücken, als instrumentale Bedeutung haben, die aber in allen anderen  Verbindungen gewöhnlich ihre lexikalische Bedeutung besitzen. Die  Unterscheidung geschieht von der Ebene des Systems aus, das die  Möglichkeiten der grammatischen Verfahren bereitstellen, die Art ihrer  sprachlich-materiellen Verwirklichung jedoch offen lässt. Diese gehört zur  Ebene der Norm

Wie E. Coseriu gezeigt hat, kann dasselbe Objekt je nach dem, von welcher  strukturellen Ebene der Sprache aus es betrachtet wird, verschieden  beurteilt werden: einem und demselben System (synchronisch) können  verschiedene Normen entsprechen, und zwar entweder gleichzeitig  (funktionalle Varianten) oder in historischer Folge (Diachronie,  Synchronie), kann es auf der Ebene der Norm als Aufeinanderfolge  verschiedener Realisierungen erscheinen (Diachronie).

Gleiches gilt auch für das Verhältnis von Typus und System. Die höhere  Ebene umfasst jeweils die niedere Ebene, und zwar auch das in ihr nur  unvollständig, partiell oder noch gar nicht Realisierte. [...]

Während sich die Normen wandeln, bleibt das System jedoch dasselbe, da dir  funktionellen Oppositionen dieselben bleiben.

Da das System der Sprache ein System von zu realisierenden Möglichkeiten  ist, schließt es, wie wir bereits gesagt haben, auch das auf der Ebene der  Norm nur partiell oder noch gar nicht Verwirklichte ein. Dies ist bei der  dynamischen Sprachbeschreibung, wie sie E. Coseriu gefordert hat, zu  berücksichtigen.“ 

[Dietrich, Wolf: Der periphrastische Verbalaspekt in der romanischen  Sprachen. Tübingen: Niedermeyer, 1973, S. 58-59]

STRUKTUR DER SPRACHE: SYSTEM, NORM, REDE

Wir haben also, für eine funktionelle Sprache, folgende Schichten der  Struktur:

   System (das Funktionelle)

   Norm (das einfach "Normale", "Gemeinsame")

   Rede (die Realisierung der Sprache im Sprechen)

 

[Coseriu, Eugenio: Das romanische Verbalsystem. Tübingen: G. Narr, 1976, S. 34]

«Die drei ebenen der Sprache: universell, historisch, individuell

Diese Unterscheidung können wir mit einer anderen kombinieren. Die Sprache  ist nämlich eine universelle, allgemein menschliche Tätigkeit, die immer  von einzelnen realisiert wird (sie ist keine chorale oder kollektive Tätigkeit), aber nicht einfach von den einzelnen als solchen, sondern indem sie zu gewissen historischen Gemeinschaft (Sprachgemeinschaft) gehören,  indem sie gewissen sprachlichen Überlieferungen folgen. Wir stellen also bei der Sprache drei Ebenen fest, die normalerweise zusammen vorkommen, die wir aber auch getrennt oder zumindest nacheinander feststellen können! die universelle, die historische und die individuelle.

Wenn wir z.B. im Nebenzimmer jemanden sprechen hören, aber die Sprache, die  er spricht, nicht verstehen und die Person, die spricht, nicht erkennen  können, wenn wir nur sagen können, dass jemand spricht, dass ein Mensch da  ist und dass er seiner Stimme nach z.B. froh oder traurig oder wütend ist,  dann haben wir die universelle Ebene der Sprache allein festgestellt; wenn  wir hinterher das Gesagte z.B. als Deutsch erkennen und verstehen, dann  haben wir auch die historische Ebene festgestellt; wenn wir endlich "das  ist doch Peter!" sagen, haben wir die individuelle Ebene der Sprache  erkannt. 

Das führt uns zum folgenden Schema der Gesamtstruktur der Sprache im  allgemeinen:

 

enérgeia - Tätigkeit

das Sprechen

dýnamis – Potenz

das Sprechenkönnen

érgon – Produkt

das Gesprochene

Universell

das Sprechen

im Allgemeinen

das Sprechenkönnen

im Allgemeinen

das Gesprochene im Allgemeinen

(die Gesamtheit aller „Texte“)

Historisch

die konkrete Sprache

die virtuelle Sprache

(Sprache, die man kann)

(die abstrakte Sprache)

(kommt empirisch nicht vor)

Individuell

die Rede

(frz. discours)

der individuelle Sprachbesitz

der Text

Dieses Schema kann uns viele Fragestellungen erklären, die sonst nicht ganz  deutlich sind und uns die Stellung der verschiedenen Sprachwissenschaften  und ihre Verhältnisse zueinander genauer verstehen lassen. Wenn man z.B.  die Sprache im Allgemeinen als "die Tätigkeit, die Zeichen verwendet (oder  besser, schafft)" definiert, so meint man das Universelle als Tätigkeit,  als wirkliches Sprechen. Wenn man die Sprache im Allgemeinen als "Fähigkeit  zum Sprechen" definiert, so meint man das Universelle als dynamis. Und  wenn L. Wittgenstein die Sprache als "die Gesamtheit aller Sätze"  definiert, so meint er das Universelle als Gesprochenes. Und auf der  historischen Ebene: für die Auffassung der Alten war eine Sprache die  konkrete Erscheinung der Sprache im Sprechen, eine Modalität des Sprechens,  als ein Adverbialbegriff (vgl. latine loqui, attikísein ("attisch  sprechen"), barbarísein  ("barbarisch sprechen") usw.). Für die moderne  geläufige Auffassung ist eine Sprache die virtuelle Sprache: man spricht  Sprachen (also realisiert man sie im Sprechen), man kann Sprachen. Und für  den Sprachwissenschaftler ist gewöhnlich eine Sprache die abstrakte  Sprache, die Sprache, die er selbst vom Sprechen abstrahiert hat.

Die historische Sprache

Eine historische Sprache nennen wir die Sprache als Gefüge von  Sprachtraditionen, als historisch-gewordenes Kulturprodukt. Sie ist kein  homogenes System, das man unmittelbar analysieren kann. Auch im praktischem  Sinn kann man nicht "das Französische im Allgemeinen" lernen, mit allen  möglichen Verschiedenheiten, und man spricht auch nicht "das Französische  im Allgemeinen". Niemand spricht "das Deutsche seit den ältesten Zeiten bis  zur Gegenwart", sondern nur das Deutsche von einer bestimmten Epoche; und  niemand spricht alle deutschen Mundarten zugleich, sondern nur eine gewisse  Mundart. Gerade darum müssen wir in bezug auf die historische Sprache  einige weitere Unterschiede einführen.

Diachronie und Synchronie

Eine Sprache entsteht und entwickelt sich diachronisch, aber sie  funktioniert immer synchronisch. Darum muss man, wenn man das Funktionieren  einer Sprache erklären will, den synchronischen Gesichtspunkt aufnehmen.  [...] In seinem Buch Die Sprachwissenschaft,, Leipzig 21901, S. 8 sagt  Gabelentz, das "die ganze Sprache in jedem Augenblick lebt" und bemerkt  dazu, das bedeute, "dass jede lebende Sprache in jedem Augenblick etwas  Ganzes ist, und dass nur das im Augenblick Lebende in ihr wirkt". "Nicht  Ei, Raupe und Puppe erklären den Flug des Schmetterlings, sondern der  Körper des Schmetterlings selbst ..."

'Wiederholte Rede' und 'Technik des Sprechens'

Die Sprecher lassen in ihrem Sprechen verschiedene Systeme funktionieren  und wiederholen zum Teil Stücke von früheren Reden, ebenso wie man auf  einem Bild eine synchronisch funktionierende Technik finden kann neben  Stücken, die von früheren Bildern nachgeahmt oder einfach reproduziert  sind, oder in einer musikalischen Komposition Stücke, die von anderen  Kompositionen einfach übernommen sind. Daher unterscheiden wir in der  Synchronie zwischen dem Gesprochenen  oder der wiederholten Rede  und der  Technik für weiteres Sprechen (die alles enthält, was zur Bildung neuer  Ausdrücke notwendig ist.).

Wir können in einem heutigen hochdeutschen Text Ausdrücke finden wie: Viel  Feind, viel Ehr. Solche Ausdrücke wiederholt man als schon fixiert; sie  entsprechen nicht den heutigen geläufigen hochdeutschen Regeln zum  Sprechen. So wird im ersten Ausdruck der Teil viel nicht durch zahlreich  oder groß ersetzt (man sagt nicht "Zahlreich Feind, große Ehr" ).

Architektur der Sprache

In der Synchronie finden sich also wiederholte Rede und Sprachtechnik, und  die synchronische Technik enthält verschiedene Systeme, die nicht zugleich,  in demselben Text, funktionieren. In diesem Sinn sagt man, dass eine  historische Sprache, auch synchronisch betrachtet, nicht ein System ist,  sondern ein Diasystem, ein Gefüge von Systemen.  Wir müssen also der Verschiedenheit der Sprachtechnik in der synchronischen  Sprache Rechnung tragen.

Dabei stellen wir drei Arten von Unterschieden fest:

a) im Raum: diatopische Unterschiede 

b) in den sozial-kulturellen Schichten: diastratische Unterschiede 

c) zwischen den Typen der subjektiven Ausdrucksweisen (z.B. zwischen einer familiären und einer gehobenen Ausdrucksweise): diaphasische Unterschiede

Die diatopischen Einheiten nenn man gewöhnlich Dialekte (Mundarten) : ein  Dialekt ist also eine Sprachtechnik, die man diatopisch ein einer  historischen Sprache unterscheidet: eine Sprache innerhalb einer anderen  Sprache, diatopisch abgegrenzt. Für die diastratischen und diaphasischen  Einheiten oder Systeme gibt es keine allgemein üblichen Fachausdrücke; wir  werden sie Sprachstufen  (oder Niveaux ) und Sprachstile nennen. 

Die großen Unterschiede findet man in den europäischen Sprachen vor allem  im diatopischen Sinn, im Raume, und darum spricht man fast ausschließlich  von Dialekte oder Mundarten.

Die diatopischen, diastratischen und diaphasischen Unterschiede treten in  der historischen Sprache miteinander kombiniert auf: für jede Mundart kann  man Sprachstufen und Sprachstile feststellen; für jede Sprachstufe  mundartliche und stilistische Unterschiede, usw. Gerade diese Gestaltung  von Mundarten, Sprachstufen und Sprachstile nenne ich die Architektur einer  historischen Sprache.

Die Grenzen zwischen Mundarten, Sprachstufen und Sprachstilen müssen nicht  unbedingt zusammenfallen.

Normalerweise spricht man von Mundarten nur in bezug auf die unteren Stufen  der Sprache, weil die diatopischen Unterschiede gewöhnlich auf diesen  Stufen besonders bemerkenswert sind. Aber diatopischen Unterschiede und  folglich "Mundarten" gibt es auch auf den höchsten Stufe der Sprache, z.B.  zwischen dem Französischen von Frankreich und dem von Kanada. 

Die funktionelle Sprache

Um eine wirklich einheitliche, homogene Sprachtechnik festzustellen, müssen  wir uns also auf einen einzigen Punkt des Sprachraumes, auf eine einzige  sozial-kulturelle Schicht und auf einen einzigen Stil beschränken. Eine  solche Sprachtechnik ist folglich nicht nur synchronisch, sondern auch  syntopisch, synstratisch und synphasisch (z.B. zu einem bestimmten  Zeitpunkt, eine bestimmte Mundart, auf einer bestimmten Sprachstufe und in  einem bestimmten Stil). Nur eine solche Sprachtechnik kann unmittelbar in  der Rede realisiert werden und nur in bezug auf eine solche Sprachtechnik  ist der Begriff "Sprachsystem" wirklich sinnvoll.  Eine solche  einheitliche, homogene Sprachtechnik nennen wir eine funktionelle Sprache.   Eine funktionelle Sprache ist eine Sprache, die unmittelbar gesprochen, in  der Rede realisiert werden kann; darum bezieht sich die saussure'sche  Unterscheidung zwischen langue und parole gerade auf diese Sprache und  nicht auf die historische Sprache.

System und Norm

In der funktionelle Sprache unterscheiden wir: das System und die Norm. Das  System enthält alles, was objektiv funktionell ist, d.h. alles, was die  sprachlich unentbehrlichen Gegenüberstellung darstellt; die Norm alles, was  objektiv nicht funktionell, aber im Sprechen normal, gemeinsam,  traditionell ist. Das, was in einer Sprache zum System gehört, kann in  einer anderen nur zu der Norm gehören, und umgekehrt. 

Um eine Sprache richtig und völlig zu beschreiben, muss man sowohl ihr  System als auch ihre Norm betrachten. Und so auch in praktischer Hinsicht:  um eine Sprache richtig zu sprechen, muss man sowohl ihr System als auch  ihre Norm beachten. Das gilt für die materielle und für die inhaltliche  Seite der Sprache.  Ein und demselben System können aber mehrere Normen entsprechen. In diesem  Fall gehören sie natürlich zu der Architektur der Sprache.  Das System und die Norm einer funktionellen Sprache stellen ihr Struktur  dar. 

Struktur der Sprache: System, Norm, Rede

Wir haben also, für eine funktionelle Sprache, folgende Schichten der  Struktur:

   System (das Funktionelle)

   Norm (das einfach "Normale", "Gemeinsame")

   Rede (die Realisierung der Sprache im Sprechen)

Sprachtyp

Vom System aus können wir noch höher gehen und zwar in zwei Richtungen.  Entweder betrachten wir nur die abstrakte Form der funktionellen Sprache,  ohne die Substanz ihrer Realisierung in den unteren Schichten, und in  diesem Fall kommen wir zum Schema der funktionellen Sprache, wie in der  sogenannten "Glosematik" von L. Hjelmslev. Oder wir betrachten die  strukturelle Analogie der verschiedenen Gebiete des Sprachsystems, und in  diesem Fall kommen wir zum Sprachtyp. Der Sprachtyp ist also die ideelle  Einheit der strukturellen Verfahren einer Sprache auf den verschiedenen  gebieten ihres Systems, z.B. beim Nomen und beim Verbum, in der Wortbildung  und in der Satzbildung usw. Da jede Sprache als solche eine Technik ist,  stellt der Sprachtyp ihre höchste technische Einheit dar. 

Schematische Darstellung

Wir erhalten also folgenden Aufbau der historischen Sprache:

 

 

 

Historische Sprache

Diachronie

 

 

 

 

 

Synchronie

Wiederholte Rede

 

 

 

 

Technik des Sprechens

diatopische

Unterschiede =

„Architektur“

diastratische

diaphasische

Typ

Funktionelle Sprache =

„Struktur“

System

Norm

Rede

[Coseriu, Eugenio: Das romanische Verbalsystem. Tübingen: G. Narr, 1976, S.  21ff.]

El uso que los hablantes hacen de su lengua corresponde a una manera particular de realizar el sistema, es decir, a una norma determinada. De las distintas normas que conforman una lengua, la de mayor prestigio social es la llamada norma culta o lengua formal porque es la lengua oficial de una comunidad de hablantes: es homogénea, flexible y es la que corresponde también a la vida cultural y pública.

Sistema, norma, habla

Vamos a considerar la relación entre sistema y habla, añadiendo el concepto de norma. Para explicar estos tres términos en relación, en cuyo desarrollo seguimos a E. Coseriu, que ha tratado el tema concienzudamente, partiremos del siguiente gráfico compuesto de tres superficies concéntricas de diferente amplitud:

El círculo más amplio corresponde al habla, que abarca toda la serie de actualizaciones lingüísticas caracterizadas, efectivamente comprobadas, grabadas y captadas en el mismo momento de su realización por el emisor o emisores hablantes. Son hechos de habla, por ejemplo, todas las comunicaciones que hay realicen los 300 millones de hispanohablantes.

El círculo intermedio representa la norma: entiéndase aquí norma lingüística o descriptiva, no equivalente a la norma académica o prescriptiva, aunque esta segunda llega finalmente a coincidir con la primera cuando admite o prescribe, con norma académica, un uso que se ha generalizado y hecho común en norma lingüística entre los hablantes. La norma lingüística supone un primer grado de abstracción ya que su superficie es menos extensa: todo lo que es norma lingüística es habla, pero no todo lo que es habla es norma. La norma lingüística abarca únicamente todo aquello que en el habla es repetición de modelos anteriores; es decir que contiene todas aquellas características comunes, „normales“, tradicionales y constantes en principio. Por ejemplo, si oigo a una persona que dice he comprado una moto, esta su comunicación pertenece al habla, naturalmente, puesto que lo ha dicho; y también pertenece a la norma, pues es la manera usual de decirlo. Pero, si un hablante dice he comprado una amoto, se tratará de un hecho de habla, mas la forma amoto quedará fuera de la norma lingüística ya que no es una realización común o „normal“ lingüísticamente; y quedará también condenada por la norma prescriptiva o académica. Del amplio dominio del habla, que incluye la totalidad de realizaciones, se eliminan, al pasar al campo de la norma, todas las actualizaciones que sean variante puramente personal; se conserva en el dominio normativo aquello común que como tal se comprueba en los actos lingüísticos de la comunidad de hablantes, lo que constituye un modelo repetido.

El círculo menos extenso representa el sistema. Supone un segundo grado de abstracción ya que su superficie es menos amplia que la de la norma. El sistema únicamente incluye las características indispensables, aquello que es funcional, las leyes abstractas que rigen las relaciones de sus unidades y que originan el funcionamiento de ese sistema. Es imposible dar un ejemplo de algo que no esté en el sistema, por absurdo. Y cualquier ejemplo que esté en el sistema estará automáticamente en la norma y, claro está, también en el habla. Está claro que el sistema es menos extenso que la norma lingüística ya que una ley general del sistema se aplicará a muchos casos de norma lingüística; y ésta, a su vez, es menos extensa que el habla puesto que la realización del habla puede ser variada, con la selección de cada hablante en cada caso, según juzgue oportuno, o bien un hablante puede llegar a un uso particular, original y no común lingüísticamente. En este último caso estaría la realización de un niño que dijera cabo por quepo: estaría en el habla como hecho lingüístico concretizado; no estaría en la norma lingüística por no ser realización común, aunque no contradice al sistema cuyas leyes funcionales respeta; y estaría fuera de la norma académica que condena ese uso.

A fin de asimilar convenientemente estos conceptos, pensemos en el ejemplo del juego de ajedrez que da Saussure. Las leyes que rigen el juego pertenecen al sistema; cada jugada corresponde a un hecho actualizado de esas leyes del sistema, en la lengua es el habla. Pero, añadamos al ejemplo de Saussure el concepto de norma: las normas de un campeonato de ajedrez, entre ellas, por ejemplo, cada jugador dispone de diez minutos para mover pieza; si un jugador tarda media hora, pero mueve la pieza según las leyes del juego, ha faltado a la norma pero no ha realizado nada asistemático.

La tarea esencial del lingüista es describir el modo de hablar de la gente y no prescribir cómo debe hablar. En otras palabras, la lingüística es descriptiva pero no prescriptiva.“ 

[Lamiquiz, Vidal: Lengua española. Método y estructuras lingüísticas. Barcelona: Ariel Lingüística, ²1989, p. 37-38]

Lengua y sistema:

La relación de diferencias entre lengua y sistema es otra de las dualidades saussureanas. La noción de sistema es muy antigua pues se remonta por lo menos a la segunda mitad del siglo XVIII, y se tomó del vocabulario de los filósofos y de los matemáticos anteriores. ¿Qué sentido tenía? Sistema era definido así: conjunto de cosas que dependen unas de otras, un todo compuesto de partes ligadas entre sí. En el siglo XIX, el término sistema se convierte en una de las palabras claves de la lingüística, pero su sentido había pasado al de conjunto clasificado.

Al reemplazar Saussure el concepto de sistema lo hace pasar de su valor esencialmente descriptivo a un valor operativo en la teoría del lenguaje. Entiende por sistema el conjunto de relaciones que definen, por oposición, a las unidades lingüísticas en un estado de lengua, considerado sincrónicamente. Tenemos en el Curso: „La lengua es un sistema de signos“; „la lengua es un sistema que no conoce más que su orden propio“. Es decir, la lengua es un conjunto de relaciones que son específicas, particulares, propias.

Su discípulo, A. Meillet, nos dice, en un textoconocidísimo: „chaque langue est un système rigoureusement agencé, où tout se tient“, donde todo está en función del todo y donde cada unidad adquiere su valor por sus relaciones, perfecta y rigurosamente organizadas, con las demás unidades.

Si se añade a este concepto de sistema otro principio, también saussureano, que la lengua es forma y no sustancia, tendremos señalados los dos principios fundamentales de la doctrina que iba a poner en evidencia la estructura de los sistemas lingüísticos.

En tres círculos concéntricos, el círculo más amplio corresponde al habla, el intermedio representa la norma y el menos extenso representa el sistema.“

[Lamiquiz, Vidal: Lengua española. Método y estructuras lingüísticas. Barcelona: Ariel Lingüística, ²1989, p. 34 s.]

«Norma.

1.    Se llama ‘norma’ al conjunto de reglas restrictivas que definen lo que puede ser objeto de elección entre los usos de una lengua, si se ha de ser fiel a cierto criterio estético o sociocultural. Son gramáticas normativas las que, basándose en una autoridad, la Academia de la Lengua), dictan ‘normas’ de lo que es correcto e incorrecto.

2.    Coseriu convierte la dicotomía lengua/habla en sistema, norma y habla. Para Coseriu, la dicotomía de Saussure es muy rígida porque no permite saber cómo se pasa del sistema abstracto a las realizaciones concretas del habla, para lo que introduce un nivel intermedio, llamado ‘norma’, que define como la mediana de las realizaciones aceptadas en una comunidad de habla. Dicho con otras palabras, en el sistema existe la posibilidad de crear muchas formas. Sólo pertenecen a la ‘norma’ de una comunidad las que se hayan realizado en ella o pertenezcan, por tanto, al uso de la misma.»

[Alcaraz Varó, Enrique / Martínez Linares, María Antonia: Diccionario de lingüística moderna. Barcelona: Editorial Ariel, 1997, p. 381]

«Uso:

Se llama ‘uso’ a la utilización del lenguaje en contextos o situaciones concretas. El uso del lenguaje está relacionado con el habla y con la actuación. Por esta razón, este término se emplea en la definición de la pragmática, que es el estudio del lenguaje en uso, o también lenguaje usado. Pero antes ya se había empleado este término en lingüística, por ejemplo, en alguna definición del significado léxico, como la de Wittgenstein. Chomsky (1974) también introduce el término ‘uso’ cuando habla del aspecto creador del ‘uso’ del lenguaje, esto es, “que el ‘uso’ del lenguaje es innovador, en el sentido de que una gran parte de lo que decimos diariamente es completamente nuevo y no es repetición de lo que hayamos oído con anterioridad, está libre del control de estímulos externos, es coherente y apropiado a las situaciones, al tiempo que suscita en el destinatario del mensaje pensamientos relacionados con los del emisor. Cf actuación.»

[Alcaraz Varó, Enrique / Martínez Linares, María Antonia: Diccionario de lingüística moderna. Barcelona: Editorial Ariel, 1997, p. 579-580]

«Sistema y norma:

La norma refleja el equilibrio del sistema en un determinado momento y, cambiando la norma, cambia ese equilibrio, hasta volcarse totalmente de un lado o de otro. [...] En latín clásico era normal la declinación desinencial, pero en muchos casos se empleaban, además, preposiciones que ya de por sí indicaban suficientemente la función: la norma se desplazó cada vez más hacia el empleo de las preposiciones, hasta que el equilibrio del sistema se volcó, quedando de la antigua declinación, en la mayoría de las lenguas romances actuales, apenas la oposición entre singular y plural.»

[Coseriu, Eugenio: Teoría del lenguaje y lingüística general. Madrid: Gredos, 1962, pp. 107-108]

«Norma

Anteriormente hemos descrito dos aspectos del lenguaje: la lengua o código – en el que está prevista la estructura de todos los enunciados posibles – y el habla – o realización concreta de cada enunciado por los hablantes –. Hemos afirmado, asimismo, que cada acto lingüístico, cada hecho de habla, tenía carácter de creación inédita. Así es, pero al mismo tiempo los actos lingüísticos son actos de re-creación; no son invenciones arbitrarias del hablante, reproducen modelos precedentes. EL hablante se sirve, para expresar lo que desea comunicar, que es inédito y único cada vez, de modelos, de estructuras ya existentes en la lengua de su comunidad; es decir: adapta sus necesidades comunicativas a unos modelos precedentes de cómo usar la lengua. Esos modelos son algo así como el “el habla anterior”.

Tales modelos, tales estructuras son, a primera vista, simplemente tradicionales y aceptadas como correctas en la comunidad, y constituyen lo que denominamos norma lingüística, pero, en un plano más profundo, percibimos en ellas una organización esencial que pertenece al sistema.

El sistema en que se halla organizado el código puede considerarse como un conjunto de imposiciones, pues señala caminos abiertos y caminos cerrados, pero también como conjunto de libertades, ya que admite infinitas combinaciones, mientras no se alteren las reglas básicas del código; ello define, en consecuencia, que el sistema tiene carácter consultivo más que imperativo.

Lo realmente impositivo es la norma. La norma limita las posibilidades que ofrece el sistema dentro de un marco de realizaciones lingüísticas tradicionales. La norma es un conjunto de realizaciones obligatorias, de tipo geográfico-lingüístico y sociocultural, que varía según la comunidad de hablantes.

Dentro de un mismo país y dentro de un mismo sistema lingüístico – el de la lengua española, por ejemplo – puede comprobarse que existen varias normas. Por ejemplo, hay un área de Andalucía en que el “seseo” es practicado como norma, mientras que en Cataluña, Valencia, parte de Galicia y del País Vasco, donde también se da, la norma lingüística del castellano lo rechaza como pronunciación incorrecta.

Cada hablante manifiesta unas características individuales al expresarse: edad, educación, nivel económico; pero, a pesar de que esos rasgos son personales e intransferibles, son observables como características comunes a otros hablantes de la misma zona geográfica en donde vive y del grupo socioeconómico al que pertenece.

La forma de habla que justifica la existencia de esas características en los hablantes es la norma.

Habitualmente, entre los hablantes de una comunidad hay una conciencia de lo que es “hablar bien o mal”, de lo que es correcto o incorrecto en la codificación de mensajes. La norma corresponde a un ideal estético o sociocultural que elige, entre los posibles hechos de habla, uno que sirva de modelo sociolingüístico.

Podemos definir la norma como conjunto de reglas lingüísticas que establecen lo que se considera como usos más correctos (o los que tienen más prestigio) en una época determinada. Esos criterios de corrección lingüística vienen dictados en parte por la costumbre y la tradición y, en general, por un sector de la sociedad capaz de imponerlos a la sociedad entera.

Por ejemplo: quepo o cupe constituyen una imposición de la norma en la conjugación el verbo caber, ya que, según el sistema de la lengua, por analogía con los demás verbos de la 2. conjugación, sería lógico formar el presente *cabo y el pretérito indefinido *cabí.

Por otra parte, se denomina Gramática normativa a aquella cuyo objeto es fijar los usos correctos frente a las formas consideradas incorrectas, a aquella que se rige por un modelo ideal e incontaminable.

Dentro de una misma lengua reconoceremos dos criterios de distribución del habla en cuanto a sus características comunes, no propiamente individuales.

1.   Criterio de distribución geográfico-lingüística.

2.   Criterio de distribución sociocultural.

1.  En relación con el lugar de donde procede o donde vive habitualmente un hablante, además de la norma nacional, podemos distinguir en sus hechos de habla rasgos marcados por una norma dialectal o por una norma local. Aunque la manifestación de la norma geográfico-lingüística más evidente es la relativa a la pronunciación (normas fonológicas), también existen una normas morfosintácticas y léxicas.

2.  En relación con el grupo social y cultural al que pertenece un hablante, factor que en parte es independiente de su localización geográfica, podemos distinguir varias normas (lenguaje familiar, lenguaje popular, lenguaje literario, lenguaje culto, lenguaje vulgar, etc.), que marcan diferencias en lo que concierne al vocabulario, pero a menudo también en las estructuras gramaticales y en la pronunciación.

Consideramos el lenguaje verbal desde esta triple clasificación: sistema de la lengua, norma y habla. La norma, aun estando situada en el área del habla, participa del área de la lengua en tanto que conjunto de usos (reglas) sociales en el modo de expresión de una comunidad.

Cotidianamente escuchamos construcciones repetidas hasta la saciedad, frases estereotipadas, banales, escasamente significativas, que funcionan como lugares comunes y, por lo tanto, se van vaciando de valor expresivo. Las llamamos clichés o clisés. Pues bien, no hay que confundirlos con la norma

[Quilis, A. / Esgueva, M. / Gutiérrez, M.-L. / Ruiz-Va, Pilar: Lengua española. Madrid: Centro de Estudios Ramón Areces, 1991, pp. 51-53]

«Tipo, lengua, norma y habla

La distinción entre lengua y habla está bien delimitada en el Curso de F. d. Saussure (1915), concretamente, en el capítulo cuarto. Allí se establece la necesidad de diferenciar entre la lengua como aquel conocimiento gramatical común que comparten los hablantes de determinada comunidad lingüística y la manera en que se manifiesta tal conocimiento en cada hablante particular, que es como ha de concebirse el habla. Está claro que es preciso abstraer de cada habla particular todo aquello que supone la impronta individual y quedarse sólo con aquellas características que comparten todos los hablantes de la misma comunidad y que hacen posible la inteligibilidad de las hablas particulares. De Saussure estableció que el objeto de la lingüística debía ser la lengua y no el habla. Mas recientemente Chomsky hace hincapié en el concepto de hablante-oyente ideal que sería precisamente el hablante que obtenemos al realizar las abstracciones a que estamos haciendo referencia; es un hablante despersonalizado y, por tanto, desprovisto de cualquier peculiaridad o impronta individual. Su conocimiento gramatical será exactamente el que tienen en común todos los hablantes-oyentes de la comunidad lingüística que se estudie en cada caso.

El lingüista E. Coseriu ha completado esta dicotomía con dos términos más: el de norma y el de tipo. La norma se sitúa entre el habla y la lengua (que corresponde a lo que Coseriu denomina sistema). Del conjunto de hablas individuales elegimos todo aquello en que coinciden esas hablas independientemente de si es esencial o no para definir la lengua que se investiga. Por ejemplo, en el caso del español y tomando un ejemplo de Coseriu, es la norma “oyente” y no “oidor” para referirse a aquellos que oyen la radio; pero esto no significa que la palabra “oidor” no se atenga al sistema de la lengua española. Cualquier descripción correcta de la misma debe caracterizar esta palabra como una palabra perfectamente posible cuyo uso se ve restringido por la norma. En el plano de la fonética, es la norma que el fonema /r/ se realice mediante un sonido alveolar y no mediante un sonido velar (como ocurre en francés); pero, dado que la oposición velar/alveolar en este caso no es relevante, nada esencial del sistema fonológico de la lengua española cambiaría si a partir de hoy ese fonema se realizase en su expresión fónica velar. De hecho, cualquier hablante puede hacerlo, aunque tiene el riesgo de que tachen su habla de anormal.

Está claro que una misma lengua puede tener diversas normas (en diversos momentos de tiempo o en diversos ámbitos geográficos): el inglés americano, australiano y británico; el español de América, de Filipinas; el portugués de Portugal y de Brasil ... En general, puede hablarse de cuatro tipos de variedades de la lengua:

Cuatro tipos de variedades de una lengua

a)  Variedades diatópicas. Se denominan comúnmente dialectos. Se trata de aquellas variedades de una lengua que se localizan en diferentes ámbitos geográficos. Por ejemplo, el español de Puerto Rico.

b)  Variedades diastráticas. A veces se denominan jergas o sociolectos y son diversas variedades de una lengua que se localizan en hablas típicas de diferentes ámbitos sociales, dentro de una misma comunidad lingüística. Por ejemplo, el habla de los soldados.

c)  Variedades diafásicas. Se denominan a veces registros y son diversas variedades lingüísticas que se usan en diversas situaciones sociales. Por ejemplo, el habla culta frente a la coloquial.

d)  Variedades individuales. Se denominan a veces idiolectos y son las hablas de individuos determinados con todas sus peculiaridades idiosincrásicas.

Claramente, las variedades diatópicas tienen que ver con diversas normas lingüísticas, y las diastráticas y diafásicas con hablas que se sitúan dentro de una misma norma, las variedades individuales o idiolectos son claramente hablas diversas. De todos modos, las variedades diastráticas ocupan un lugar intermedio entre la norma y las hablas pertenecientes a una norma, ya que determinadas jergas características de determinados colectivos pueden constituir una norma “sui generis”. Sin embargo, las variedades diafásicas no suponen un cambio de norma, sino más bien diversas realizaciones de una misma norma. Es decir, cuando se habla en un registro coloquial no se utiliza una norma esencialmente diferente a la que se usa cuando se habla en un registro formal; las diferencias tendrán que ver con la elección de vocabulario y la simplicidad morfológica y sintáctica.

Por otra parte, el concepto de tipo supone una abstracción que se hace sobre base de la comparación de diferentes sistemas lingüísticos o lenguas. Podemos extraer lo que es común a esos sistemas y definir una entidad teórica que se puede denominar tipo lingüístico. Podemos hablar, por ejemplo, de un tipo lingüístico indoeuropeo, frente a un tipo lingüístico túrcico. La caracterización de ambos tipos puede realizarse mediante una serie de propiedades distintivas de cada uno de los niveles de la lengua. [...]

De un modo análogo a como las lenguas se pueden realizar en diversas normas, un mismo tipo puede realizarse en diferentes lenguas. Por ejemplo, dentro del tipo indoeuropeo existen subtipos como el germánico, el céltico, el románico... y cada subtipo se puede realizar en diferentes sistemas lingüísticos. Por ejemplo, dentro del subtipo románico, tenemos diferentes lenguas tales como el francés, el italiano, el portugués y otras. A su vez, cada uno de éstos conoce diversas normas.

Podemos entonces, a partir de los datos que observamos empíricamente, que son de habla, ir descendiendo por abstracción hasta llegar a la caracterización general del lenguaje humano. Este proceso está simbolizado en el siguiente esquema:

Proceso de abstracción en la investigación lingüística:

a)  Estudio de diversos indiolectos muy similares entre sí. Ejemplo: estudio de las hablas individuales de varios habitantes de Sevilla.

b)  A partir de los rasgos comunes a una serie de idiolectos que comparten muchos rasgos lingüísticos, extraemos el concepto de sociolecto. Un sociolecto caracteriza una serie de idiolectos que se localizan en el mismo lugar y que comparten una serie de características lingüísticas. Ejemplo: establecimiento del sociolecto sevillano, a partir de la observación de los rasgos comunes a los idiolectos sevillanos estudiados.

c)   A partir del estudio de los rasgos comunes a una serie de sociolectos que comparten muchas características significativas, llegamos al concepto de dialecto. El dialecto incluye una serie de sociolectos que se hablan en lugares incluidos en un mismo ámbito geográfico y que comparten una serie de características lingüísticas. Ejemplo: a partir del estudio de los sociolectos de diversas localidades de Andalucía, llegamos a postular un dialecto andaluz.

d)  A partir del estudio de varios dialectos que comparten muchas características, llegamos a establecer una lengua. La lengua incluye, pues, una serie de dialectos que se hablan en diferentes ámbitos geográficos y que tienen muchas características lingüísticas significativas en común. Cada dialecto supone una norma diferente de esa lengua. Una de esas normas se elabora y legisla y entonces es adoptada como “oficial” o “estándar”. Ejemplo: a partir del estudio de los diversos dialectos próximos entre sí lingüísticamente hablando que se hablan en España y en otros países, llegamos al concepto de lengua española.

e)  A partir del estudio de varias lenguas muy próximas entre sí desde el punto de vista lingüístico, llegamos al concepto de subtipo. Un subtipo presenta lo que hay de común entre varias lenguas, normalmente relacionadas genéticamente entre sí. A partir del estudio de varias lenguas próximas a la española tales como el italiano o portugués, llegamos al subtipo romance.

f)    A partir del estudio de varios subtipos que tienen una serie de rasgos comunes entre sí, llegamos al concepto de tipo lingüístico. El tipo incluye lo común a una serie de subtipos muy próximos entre sí. Ejemplo: confrontando el subtipo de lenguas romances con el de lenguas germánicas y eslavas, llegamos al concepto de tipo lingüístico indoeuropeo.

g)   A partir del estudio de varios tipos lingüísticos llegamos al establecimiento de las características comunes, que serán las propiedades generales a todos los tipos y, por ende, a todas las lenguas humanas. Llegamos, pues, a una caracterización universal del lenguaje humano

[Moreno Cabrera, Juan Carlos: Curso universitario de lingüística general. Tomo I: Teoría de la gramática y sintaxis general. Madrid: Síntesis, 1991, pp. 46-48]

«Diasistema

Fue José Pedro Rona, en 1970, quien se planteó el problema de dar a la Sociolingüística un enfoque estructural y coherente. Empezó por delimitar varios conceptos diferentes que están incluidos en el término lengua. Rona distingue tres conceptos diferentes de lengua:

- L1  = lengua, que se opone a habla.

- L2  = lengua, opuesta a los dialectos y variedades regionales.

- L3  = lengua con sus dialectos y variedades opuestas a otras lenguas.

En la L3  es donde se puede estudiar la estratificación interna que posee la de una comunidad lingüística. Por tanto, excluye del estudio sociolingüístico, a L1  y L2.

Rona distingue dos clases de Sociolingüística:

- La estrictamente lingüística, que estudia la estratificación interna de L3.

-La extralingüística, que se enfrenta con las influencias de la sociedad sobre L3 y de los efectos de L3 sobre la sociedad.

Este autor, para el concepto de L3  adopta el término de diasistema que abarcaría tanto los aspectos horizontales y geográficos como los verticales o diastráticos.

Según Rona el diasistema ideal estaría representado por un cubo con tres ejes:

Los tres ejes del cubo reciben los nombres de:

a)     Eje diatópico: representa el estudio de la L3 en el espacio. La disciplina lingüística que se ha ocupado de ello ha sido la Geografía Lingüística, que busca la diversidad de realizaciones según los puntos geográficos para representarlos posteriormente en mapas (Cartografía Lingüística). La Dialectología ha sido principalmente buscadora de diferentes usos lingüísticos en el espacio, en las monografías sobre hablas locales.

b)     Eje diastrático: representa el estudio de la diversidad lingüística según los estratos sociales donde tenga lugar. En este eje importa, sobre todo, comprobar las distintas pronunciaciones y hábitos lingüísticos por estamentos sociales. En los trabajos dialectológicos de la Escuela Española de Lingüística se había tenido en cuenta, antes de aparecer el estudio matemático de estos hechos, la íntima vinculación entre los factores lingüísticos y los factores sociales, en el desarrollo de los cambios lingüísticos.

c)      Eje diacrónico: representa el estudio de los usos lingüísticos en el transcurso del tiempo. Este estudio ha sido practicado en España en la escuela de Menéndez Pidal, en el análisis de la Paleo-geografía Lingüística; en ella se analizan las varias etapas de un cambio en los documentos antiguos, pudiendo observar el desarrollo total de una evolución durante varios siglos.

El análisis de la estratificación interna del diasistema impondría:

a.      Descripción de un conjunto de idiolectos diatrópica, diastrática y diacrónicamente, o sea, un idiolecto de un estrato socio-cultural teniendo en cuenta el espacio y el tiempo.

b.      La comparación de los usos de unos estratos sociales con otros.

c.       El influjo de un estrato sobre otro, observando la interrelación que existe entre el modo de hablar de unas y otras clases sociales.

Eugenio Coseriu, entre el hablar individual y el sistema abstracto de una lengua, introduce el concepto de norma que es variable según los límites y la índole de la comunidad social. El esquema que propone Coseriu para representar estos datos es el que sigue:

Coseriu explica su esquema como sigue:

1.      El cuadro mayor A-B-C-D representa el hablar efectivamente comprobado, es decir, los actos lingüísticos concretamente registrados en el momento de su producción.

2.      El cuadro intermedio a-b-c-d representa el primer grado de abstracción, es decir, la norma, que contiene sólo lo que en el hablar concreto es repetición de modelos anteriores.

3.      El cuadro menos a’-b’-c’-d’ representa el segundo grado de abstracción o formalización, es decir, el sistema, que contiene sólo lo que en la norma es forma indispensable y oposición funcional.

La lengua vulgar española tiene gran difusión y coincide, en muchos rasgos, en las diversas regiones castellanas de España e Hispanoamérica. El castellano vulgar es el fondo común del pueblo rústico, del bajo pueblo ciudadano e, incluso, del habla descuidada de la gente culta en muchas realizaciones fonéticas.

El habla vulgar se caracteriza por rasgos diferenciadores en el léxico: - mercar por comprar, mesmo, nacencia, endenantes -, especialmente en la fonética – áora por ahora, cuerta por corta, paine por peine, rial por real, piazo por pedazo, anque por aunque -, y en algunos usos morfológicos – la reuma, la fantasma, la vinagre

[Pérez Moreta, J. / Viudas Camarasa, A.: Lengua española. Madrid: ed. sm, 1992, pp. 306-308]

«La norma castellana:

Entre la lengua – como sistema – y el habla – como uso individual de aquélla – se interpone la norma.

La norma regula los usos de la lengua y del habla según unos modelos aceptados que contribuyen a fijar tales empleos como correctos, unas veces con menoscabo del sistema y otras del habla.

La norma establece unas fórmulas de utilización a nivel fonético-gráfico, morfosintáctico y léxico-semántico.

Cuando un niño dice yo he escribido, su habla se acomoda al sistema de la lengua española. Si del verbo partir, el participio es partido, del verbo escribir deberías er escribido. Pero la norma se enfrenta al sistema y propone el participio culto de escribir/escrito como correcto, al tiempo que sanciona como incorrecto a escribido.

La norma ha extraído estos preceptos de diversos lugares, pero privando, sobre todo, los modos de uso que han preferido los escritores más destacados de nuestra literatura.

La norma a nivel fonético y gráfico:

Una ley fonética del castellano es reducir a uno (generalmente al segundo) los grupos de consonantes de las palabras latinas:

cl-

 

> ll

nn

> ñ

fl-

mm

> m

pl-

pp

> p

 

Clave > llave, flamma > llama, plorar > llorar, anno > año, cappa > capa.

Siguiendo esta ley, en los siglos XVI y SVII pronunciaban y escribían conceto en lugar de concepto, dino por digno, etc. Pero como estas palabras y otras semejantes eran cultismos de tardía entrada en nuestra lengua, la norma culta restableció esa primera consonante perdida.

La norma a nivel morfosintáctico:

Formas verbales usuales en el Siglo de Oro, como dixon, trujon, trujeron, hizon, etc. han sido reemplazadas por las actuales dijeron, trajeron, hicieron, siguiendo un precepto normativo.

El anteponer el pronombre átono de tercera persona a los de primera y segunda es otro efeto de la norma: se/me frente al incorrecto me/se, te/se.

El uso del artículo delante de los nombres propios, el Pepe, la Pepa, son usos incorrectos según la norma.

Formas de hablas extranjeras son evitadas por la norma: “es por eso que ...” es incorrecto por ser una forma galicista que sustituye al uso castellano “por esto” o “por tanto”.

La norma a nivel léxico semántico:

Además de los cambios semánticos que han sufrido algunas palabras a lo largo del tiempo, el uso especializa a unas y otras en sentidos concretos y diferentes. Así, de dos palabras como coger y tomar que se usan como sinónimos, la norma prefiere que en unos casos se use la primera y en otros la segunda:

Coge ese garrote; uso permitido y correcto.

Pero en coge esa silla y siéntate, prefiere el uso de tomar: toma esa silla y siéntate.

El lenguaje tabú y el eufemista rechaza algunas palabras por irreverentes o desagradables, poniendo en su lugar otras, a veces poco logradas, pero que su nueva función las mantiene en inocencia:

Dar a luz preferido a parir.

Empleada de hogar preferido a criada.

Vida alegre preferido a prostitución.

La lista sería interminable como fácilmente se puede deducir.»

[Pérez Moreta, J. / Viudas Camarasa, A.: Lengua española. Madrid: ed. sm, 1992, p. 347-348]

«Los dos códigos y la gramática:

Se ha dicho, sin duda con razón, que mal se podrá hablar una lengua si no se conoce alguna de sus normas de uso, aunque en realidad esto sólo es verdad en relación con el manejo del “segundo código”: lo que sucede es que, de hecho, nadie conoce el primer código “a secas”, si bien no parece que eso sea imposible, al menos en teoría. En todo caso, una persona que sólo conociera el primer código no sería apta más que para la comunicación pura y parecería una extraña máquina de hacer poemas. Pero, bromas aparte, la diferente naturaleza de uno y otro código no es, como parece insinuar la dicotomía sistema / norma, una diferencia de “grado”, sino una diferencia de “cualidad”. Es ésa la causa de que muchas de las reglas gramaticales aceptadas generalmente no sean, en sentido estricto, verdaderas reglas. Parecería, en efecto, un disparate afirmar, como hacen los que confunden las reglas de un código con las del otro, que el verbo dormir, por ejemplo, posee un argumento de tipo ‘activo-animado’, que rechaza cualquier sujeto que no tenga esos mismos rasgos “selectivos”, por lo que, en consecuencia, una expresión como la de aquella “tarde dormida”, del poema de Antonio Machado, sería agramatical “en esa forma”, de manera que sólo podría entenderse gracias a una “reinterpretación”, en relación con otra construcción “verdaderamente gramatical”, del tipo “mujer dormida”, o algo por el estilo. Inconsecuencias como ésta llenan hoy los manuales y los trabajos lingüísticos, atribuyendo a la gramática, es decir, al sistema, lo que sólo pertenece o es válido en el plano de los usos simbólicos, que son los de la norma, la cual, como hemos visto, es ajena, por su esencia, al plano rigurosamente idiomático. Y no quiero decir, con esto, que la norma no deba interesar al gramático, sino, muy por el contrario, que éste ha de aprender a separar un código del otro, para poder, al fin, explicar los hechos de norma, los símbolos, como interpretaciones concretas de un sistema básico, del que se derivan necesariamente y sin cuyo auxilio no podrían explicarse nunca de manera satisfactoria.

Las inconsecuencias, en este terreno, son incontables. Piénsese, por ejemplo, en las presuntas diferencias “gramaticales” entre reflexivas del tipo “alguien se baña” y “algo se vende”, cuando el supuesto contraste gramatical ‘activo’ / ‘pasivo’ no resulta, en realidad, de la forma ni de la estructura idiomática, sino de una visión convencional de los acontecimientos reales, según se relacionen con seres animados o inanimados. Y no digamos nada de la explicación de una cláusula del tipo “Juan se afeita” como la resolución de “Juan afeita a Juan”, sin percatarse de que estas expresiones no son iguales, porque una construcción reflexiva y otra no reflexiva no pueden serlo de ninguna manera. El daño que se está haciendo, por este camino, a la comprensión correcta de los hechos del lenguaje es inconmensurable.

En efecto: uno de los fallos más llamativos de ciertos planteamientos gramaticales al uso, tanto en el seno del estructuralismo o del funcionalismo, como en el de la lingüística generativa, suele hallarse en la identificación abusiva y, por supuesto, injustificada, de los hechos de sistema y de norma, que no son, como acabo de señalar, dos niveles de la lengua, dos niveles de la gramática, sino dos códigos diferentes que no se condicionan mutuamente ni se corresponden entre sí. Así, por ejemplo, sería incorrecto afirmar que le es objeto indirecto, porque el funcionar como tal (que no es el ser tal) depende de convenciones sociales que pueden alterarse a voluntad: el uso normal de mi tierra es el de objeto indirecto, pero nada me impide decir (y no sólo por una cuestión de hábito, sino también porque me brinda la posibilidad de significar otra cosa diferente) “no se preocupe: le ayudará cuando quiera”, individualizando o destacando así la mención del referente mediante el “alejamiento” que significa le, junto a “no se preocupe: lo ayudaré cuando quiera”, dejándolo en la penumbra de la simple mención. No estamos ante dos “subsistemas” diferentes, pertenecientes a lenguas funcionales, igualmente diferentes, sino ante un sistema único, invariable, que se relaciona con distintos códigos secundarios de interpretación. El aparente caos que parece presentar una lengua en la que ese pronombre puede ser a veces una cosa y a veces, otra, no es más que el resultado de una confusión de nivel de análisis: no es que le sea complemento indirecto en unas normas y complemento directo en otras. De hecho, tal diferencia gramatical o semántica es ajena a la estructura de nuestra lengua y pertenece sólo a convenciones diversas acerca de la manera en que significamos la realidad mediante los complementos pronominales átonos del verbo.

Lo que en realidad sucede en este caso es que, en el sistema de la lengua, no hay complementos directos e indirectos (que no son más que nociones tributarias de la estructura de la lengua latina y, en particular, de los tipos de interpretación gramatical que la tradición ha hecho de ella), sino, en esta ocasión, dos clases de pronombres, lo y le (con sus variantes respectivas), opuestos entre sí, no por una diferencia de caso o algo similar, como suele pensarse, sino por un contraste semántico que pertenece a la naturaleza propia de estas partículas complementarias: mientras que el primero afecta al aspecto interno del significado verbal, el segundo se sale de él, individualizándose. En el sistema, es decir, en la gramática, no hay más que eso: ‘complementación interna’ / ‘complementación externa’. En el uso, por el contrario, todo depende de como se vea “culturalmente” (es decir, de como “se acostumbre” a ver), la relación verbo-complemento, de manera que unos dirán “los prefiere”, aproximadamente como si dijeran “prefiere los amigos”, y otros, “les prefiere”, de una manera semejante – no igual – a lo que significaría con “prefiere a los amigos”, expresiones éstas de significado diferente (1) por tal razón, ya que lo, totalmente integrado en el ámbito semántico del verbo, “sugiere” una segunda complementación (como si se hubiese pensado “prefiere los amigos a los colegas), en tanto que le, que significa la complementación externa e individualizada, señala el término más lejano (2), o, si se prefiere, aleja la intuición del referente. Las diferencias de uso (de norma) nada tienen que ver con la gramática, aunque sólo se podrán explicar desde la gramática, ya que, cualquiera que sea el capricho “sociolingüístico” que prive, los hablantes habrán partido siempre del código básico: no hay, pues, variación en el ámbito de la lengua, sino en las maneras de ser y de sentir de los miembros de una comunidad lingüística dada. Debe, pues, de tenerse en cuenta que si no se parte del sistema, de la gramática en sentido estricto, no se podrá dar jamás una explicación satisfactoria de hechos de esta clase; es decir, una explicación que no confunda nuestros lo y nuestros le con los acusativos y dativos latinos o con los calcos que los representan en nuestros manuales de gramática, bajo nombre diversos y totalmente inútiles, ya que son los nombres de objetos que ni siquiera poseen existencia real.

No debe olvidarse, en fin, que esta doble codificación de la que estamos hablando (3) se corresponde, como he dicho más arriba, con aquella otra diferencia que existe entre las ideas de sistema y norma, que, en realidad, no significan dos niveles distintos de formación de “la misma cosa”, sino dos formalizaciones distintas de dos cosas también distintas. No se trata de dos grados diversos de un mismo proceso de abstracción de los datos concretos de las lenguas, sino, en el caso del sistema, de un complejo semántico no abstracto e independiente de la experiencia directa de las cosas (4), y, en el caso de la norma, de la única codificación abstracta que poseemos de los datos concretos de la experiencia: una codificación realizada mediante los recursos del sistema lingüístico, pero que no se confunde con él. Mientras que la lengua es un objeto concreto, formado sólo por palabras y reglas (5), la norma es un código de símbolos que representan conceptos o abstracciones que el hombre ha fabricado para clasificar, interpretar y dominar el mundo en que vive. Naturalmente, esas abstracciones no representan realidades u objetos “absolutos”, que no son en sí mismos cognoscibles, sino interpretaciones sociales de ellos, naturalmente subjetivas y convencionales.

Notas:

(1) Los sociolingüistas tienen una notable propensión a interpretar hechos de esta clase como casos de “variación”, sin percatarse de que no varía nada en la lengua, en la que le y lo mantienen invariablemente sus significados propios y siempre diferentes. Habría variación si, por ejemplo, le llegara a significar lo mismo que lo, cosa que no sucede ni parece que vaya a suceder jamás. Una cosa es que los hablantes, o determinados hablantes, renuncien, consciente o inconscientemente, a la diferencia y, otra muy distinta, que esa diferencia haya desaparecido, igualándose así los dos pronombres.

(2) Lo y le no se oponen como acusativo / dativo más que, en todo caso, etimológicamente. En español, el contraste se da entre la ‘perspectiva interna’ del primero, que le permite integrarse tanto en el significado de un verbo (“lo ve”), como en el de un elemento nominal (“lo bueno”), y la ‘perspectiva externa’ del segundo, que implica siempre un alejamiento “real” o nocional (así, acaso se diga que, en “le estimo”, le aparece con la “misma función” – aunque, en realidad, se trate tan sólo del “mismo referente” – que el lo de “lo estimo”: lo que importa, sin embargo, es que ambos presentan distinto significado). De ahí que lo se pueda construir como complemento directo (“lo estimo”), con un verbo transitivo; como “predicado nominal”, con un verbo de estado (“lo es”); como complemento indirecto, en usos loístas (“lo dio una zurra”), etc., y siempre sin dejar de ser, como es natural, el mismo signo. La idea de signos diferentes, es decir, de más de un lo o de más de un le, es el resultado de un prejuicio que consiste en confundir la categoría, que es semántica, con sus distintas funciones o distribuciones sintácticas.

(3) Esta “doble codificación” se relaciona con la creencia de que las lenguas son sistemas de abstracción (es decir, de reducción o simplificación de lo real). La concepción más simple y común es la de Saussure, para el que sólo hay un grado de abstracción, la langue, de manera que las lenguas forman sus significados conceptualizando directamente la realidad (“el significado no es una cosa, sino un concepto”). Pero esta concepción tan simple no ha parecido suficiente a la ciencia del lenguaje. Coseriu, siguiendo a Hjelmslev, postula la existencia de dos planos o niveles de abstracción, a partir de los datos “concretos” del hablar: el primer nivel, la norma, lo constituye todo aquello que no es más que realización histórica, repetición de modelos, pero sin valor funcional; el segundo nivel, el sistema va más allá en el proceso de abstracción, deshaciéndose de todo lo que no posea valor funcional: el sistema no incluye más que las oposiciones funcionales de una lengua. Con todo, no parece que pueda hablarse así, sin más  de sistema, norma y habla, como tres grados de la misma cosa, ya que la norma posee una naturaleza distinta de aquella que el sistema, la langue, comparte con el habla, con la parole (langue y parole sí son, evidentemente, las dos caras de una misma moneda). La norma, en cambio, se refiere al conjunto de convenciones sociales que se relacionan con la lengua; es decir, a un código cualitativamente diferente, aunque paralelo.

(4) Las lenguas naturales, no son, a diferencia de los sistemas artificiales de signos, mecanismos abstractos, ni conjuntos formados por unidades igualmente abstractas. Las palabras – o, si se quiere, sus significados – no son abstracciones de las cosas concretas, sino cosas concretas ellas mismas. Recuérdese que el verde y el viento, del “verde viento”, no son ni el color verde ni el movimiento del aire, sino tan sólo dos palabras, es decir, dos significados tan concretos como esas cosas supuestamente representadas por ellos: en esa expresión, como se ha dicho ya, ni viento es el viento, ni verde es el color de las cosas verdes. Si, en fin, los significados fueran abstracciones, el diccionario no plantearía problemas semánticos de ninguna clase, ya que no sería más que un inventario de piezas objetivamente inconfundibles.

(5) Cuando digo que sólo son palabras y reglas, hablo sólo de palabras y de reglas, y no de las palabras y las reglas vistas como el reverso de determinadas clases de cosas o de situaciones.»

[Trujillo, Ramón: Principios de semántica textual. Los fundamentos semánticos del análisis lingüístico. Madrid: Arco Libros 1996, pp. 44-49]

«Sistema, norma y habla

Eugenio Coseriu, tras analizar las diversas interpretaciones de la dicotomía saussureana lengua y habla, llega a la conclusión de que ésta es, por un lado, excesivamente rígida y, por otro, insuficiente para explicar la realidad del lenguaje, por lo que, utilizando términos ya empleados por Saussure y Hjelmslev, propone la tricotomía sistema, norma y habla.

El habla se halla integrada por el conjunto de actos lingüísticos concretamente realizados y registrados en el momento mismo de su producción.

La norma supone un primer grado de abstracción, que contiene sólo lo que en el hablar concreto es repetición de modelos anteriores, por lo que eliminamos de ella lo que en el habla es totalmente inédito, variante individual, ocasional o momentánea, conservando únicamente los aspectos comunes que se comprueban en los actos lingüísticos.

El sistema supone un segundo grado de abstracción, que contiene sólo lo que en la norma es forma indispensable, oposición funcional, por lo que eliminamos de él lo que en la norma es simple costumbre, pero sin valor funcional, conservando únicamente lo que es funcionalmente pertinente.»

[Hernando Cuadrado, Luis Alberto: Introducción a la teoría y estructura del lenguaje. Madrid: Editorial Verbum, 1995, p. 23-24]

«Sistema, norma y habla. Nuevo planteamiento de Coseriu

[Eugenio Coseriu: Teoría del lenguaje y lingüística general. Madrid, 1967, págs. 11-113]

Según Coseriu, en Saussure se encuentra “la intuición de la flexibilidad, de la relativa libertad del sistema” (p. 59). Esta libertad consiste en que el sistema de la lengua presenta dos aspectos distintos: uno estrictamente funcional (podríamos decir también institucional) representado por el código de posibilidades en la organización del mensaje, por las reglas del juego; otro normal que determina la aplicación general del código o de las leyes del juego. De este modo se distingue lo que es normal y lo que es anormal en relación con el sistema. Fuera de esto está además el uso particular que cada individuo hace del sistema y de las reglas de juego.

En todo orden de cosas, viene a decir Coseriu, hay características concretas, variadas y variables; hay características generales, comunes o normales, más o menos constantes; y hay por fin características típicas o exclusivas, que son indispensables y por tanto constantes. Así, por ejemplo, una ley es un principio directivo del comportamiento, y como tal, en sí misma algo abstracto. De tal principio abstracto se derivan, no obstante, unas normas de aplicación concreta a los posible casos particulares. Toda ley exige siempre una explicación, una interpretación. Finalmente se da la aplicación efectiva a cada caso particular.

Todas estas analogías, pero sobre todo la misma investigación del hecho lingüístico, de la fonología y en general de la lingüística estructural, dan pie a Coseriu para establecer los conceptos de sistema, norma y habla como aspectos distintos del lenguaje:

La lengua, en el sentido amplio del término, no sólo es sistema funcional, sino también realización normal (p. 68).

El habla es realización individual (p. 98). [...]

El sistema constituye una entidad abstracta, una red de funciones, que se realiza en formas sociales más o menos constantes; éstas constituyen un sistema de realizaciones normales, también abstracto, que es la norma; ésta, a su vez, se realiza en formas individuales que dan lugar a una infinita variedad de la actividad lingüística concreta, es decir el hablar o habla.

El sistema es, pues el conjunto de oposiciones funcionales; la norma, la realización colectiva del sistema; el hablar o habla, la realización individual concreta de la norma, que contiene la norma misma y además la originalidad expresiva de los individuos hablantes.

El sistema es el conjunto de posibilidades; la norma, el conjunto de realizaciones que pueden dar lugar (y de hecho lo dan) a los tipos del lenguaje familiar, popular, literario, elevado, vulgar, etc. El individuo hablante hace uso libremente de todas estas posibilidades dentro del marco de la norma y el sistema. El sistema es el lugar en que concurren la norma y el hablar concreto. [...]

Pero norma y sistema no son conceptos arbitrarios aplicados al hablar, ni tampoco aspectos del habla, sino formas que se manifiestan en el hablar mismo, en la actividad lingüística del individuo.»

[Collado, Jesús-Antonio: Fundamentos de lingüística general. Madrid: Gredos, 1974, pp. 63-68]

«Uso de la lengua

No parece demasiado claro en A. Bello el término “Uso de la lengua”, ya que si bien, en ocasiones, lo usa en el sentido que se le da actualmente: el que de ella hacen los hablantes nativos de una lengua en un determinado momento, en la mayoría de los casos lo utiliza en el sentido tradicional y recurre a los ejemplos de las grandes autoridades (Cervantes, Calderón...). En este sentido, es representativa la cita de R. J. Cuervo:

“Acaso sería bien que la Academia no decidiese dogmáticamente este punto, y que dejase la resolución, como lo ha hecho en la elección del acusativo “le” o “lo”, al único que tiene la clave para estos misterios del movimiento del lenguaje: el instinto popular o sea el uso” (op. cit.: 486).

Más explícitamente lo dirá posteriormente F. de Saussure (1922: 2) al hablar de la lingüística como una ciencia descriptiva, no prescriptiva; y con mayor precisión aparece en E. Coseriu (1967: 2), para quien la “norma” se basa en lo que “suele ser” (norma, descripción) y no en lo que “debería ser” (sistema). Véase también J. Lyons (1985,7: 42-43).»

[Espinosa, Jacinto: Estructuras sintácticas transitivas e intransitivas en español. Cádiz: Universidad de Cádiz, 1997, p. 33 n. 3]

«Sistema – Norma – Habla

La norma y el sistema corresponden al plano de la técnica virtual de la lengua funcional (la técnica realizada es el habla). El sistema, al contener las oposiciones distintivas, abarca, como técnica virtual abierta, todo aquello que sería posible en una lengua aunque no se encuentre realizado en la norma. Ésta, en cambio, sólo contiene aquello que es realización tradicional efectiva (Coseriu 1986: 316 y ss.).»

[Kaul de Marlangeon, Silvia Beatriz: Los adverbios en –mente del español de hoy y su función semántica de cuantificación. Madrid: Iberoamericana, 2002, p. 87 n. 1]