SYNCHRONIE und DIACHRONIE

Sincronía y diacronía

(Recop.) Justo Fernández López

 

Vgl.:

Diachronisch / Langue, Parole. System, Norm, Rede / Grammatikalisierung [Kritik von Marcial Morera] / Onomasiologisch vs. semasiologisch

 

„Die Grammatikalisierung betrifft das Verhältnis zwischen dem Lexikalischen und dem Grammatischen. Wir verstehen darunter die Tatsache, dass ein sprachliches Zeichen von der Ebene der lexikalischen Einheiten auf die Ebene des Grammatischen übergehen, d. h. instrumental und damit grammatisch distinktiv werden kann. Dadurch wird entweder eine alte Opposition erhalten und nur materiell neu realisiert oder eine neue funktionelle Opposition geschaffen. Diachronisch gesehen bedeutet dies im allgemeinen, dass ein sprachliches Zeichen auf einer früheren Sprachstufe nur lexikalische Bedeutung hatte, während es auf einer späteren historischen Sprachstufe zur normalen Realisierung einer grammatischen Funktion, d. h. instrumentalisiert oder grammatikalisiert wurde, und zwar entweder nur unter bestimmten Bedingungen oder ausschließlich. Synchronisch muss zwischen Zeichen, die nur auf der Ebene der Rede, also zufällig und unsystematisch instrumentale Verfahren „bezeichnen“ können, und lexikalischen Zeichen unterschieden werden, die in bestimmten syntagmatischen Verbindungen immer grammatische Funktionen ausdrücken, also instrumentale Bedeutung haben, die aber in allen anderen Verbindungen gewöhnlich ihre lexikalische Bedeutung besitzen. Die Unterscheidung geschieht von der Ebene des Systems aus, das die Möglichkeiten der grammatischen Verfahren bereitstellt, die Art ihrer sprachlich-materiellen Verwirklichung jedoch offen lässt. Diese gehört zur Ebene der Norm.

Wie E. Coseriu gezeigt hat, kann dasselbe Objekt je nach dem, von welcher strukturellen Ebene der Sprache aus betrachtet wird, verschieden beurteilt werden: einem und demselben System (synchronisch) können verschiedene Normen entsprechen, und zwar entweder gleichzeitig (funktionelle Varianten) oder in historischer Folge (Diachronie, Sprach-’Wandel). Während etwas auf der Ebene des Systems funktioniert (Synchronie), kann es auf der Ebene der Norm als Aufeinanderfolge verschiedener Realisierungen erscheinen (Diachronie). [...] Während sich die Normen wandeln, bleibt das System jedoch dasselbe, da die funktionellen Oppositionen dieselben bleiben.

Da das System der Sprache ein System von zu realisierenden Möglichkeiten ist, schließ es auch das auf der Ebene der Norm nur partiell oder noch gar nicht Verwirklichte ein. Dies ist bei der dynamischen Sprachbeschreibung, wie sie E. Coseriu gefordert hat, zu berücksichtigen. Die partielle Realisierung einer Funktion ist synchronisch vor allem durch ein unvollständiges Paradigma gekennzeichnet.  

[Dietrich, W.: Der periphrastische Verbalaspekt in den romanischen Sprachen. Tübingen: Niemeyer, 1973, S. 57-59]

La lengua como pluralidad de sistemas

«Creo firmemente –señala Fernández Ramírez– que así como en biología existe un principio según el cual la embriogenia reproduce la filogenia, de modo análogo en el orden lingüístico podríamos decir con mucho fundamento que un determinado sistema reproduce o más bien incluye en sí mismo otros sistemas anteriores. Entiendo que todo hablante inserto en un sistema tiene desarrollada, en un grado más o menos perfecto, la conciencia de esta pluralidad y que su capacidad de reflexión sobre los hechos del lenguaje y hasta las mismas limitaciones de esta capacidad son magnitudes que se hallan en función del grado a que alcanza ese conocimiento. Se dirá que una pluralidad de sistemas que coexisten es también un sistema. Pero cabe pensar en un desajuste y hasta en un antagonismo entre ellos o en diferentes planes de validez. Si se quiere todo ello constituye un sistema, pero no un sistema estático, por lo menos, sino un sistema de fuerzas operantes con máxima energía dentro de las conciencias lingüísticas que actúan de la manera más directa en la creación de una norma».”

[Abad, Francisco: Diccionario de lingüística de la escuela española. Madrid: Gredos, 1986, p. 194]

«Sincronía y diacronía

La distinción sincronía/diacronía, entendida tal como lo hacía F. de Saussure (1976: 15), podría concebirse como el estudio del sistema lingüístico en un espacio de tiempo determinado, con lo que surgiría el problema de cómo se delimitaría tal espacio de tiempo. El problema, según pensamos, parece tener su solución en la concepción que sobre el particular propugnaba G. von der Gabelentz –crf. E. Coseriu (1977b)–, para quien dicha dicotomía no es sino “una diferencia de punto de vista, es decir, una distinción metodológica, que se refiere a la lingüística, no a la lengua”, (op. cit.: 232).»

[Espinosa, Jacinto: Estructuras sintácticas transitivas e intransitivas en español. Cádiz: Universidad de Cádiz, 1997, p. 30 n. 8]