SYMBOLUM

Símbolo de la fe

(Recop.) Justo Fernández López

 

Vgl.:

Symbol / Symbol in den kultur- und humanwissenschaften / Symbol in der psychoanalytischen Theorie / Symbolismus / Symbolik – diskursiv und präsentativ / Symbolfeld / Symbolik

 

Symbolum

In der Theologie eine normative Glaubensformel, die von altersher in Liturgie und Glaubensunterweisung als Zeichen der Einweihung in das Heilgeheimnis und des Zusammenhangs der christlichen Lehre verwendet wird. Bereits Cyprianus, 248-258 Bischof von Carthago, hat das Wort symbolon in der Bedeutung als Glaubensbekenntnis gebraucht. Augustinus erklärt in seinem Traktat de fide et symbolo das Symbolum als regula fidei brevis et grandis, brevis numero verborum, grandes pondere sententiarum.

Von besonderer Bedeutung sind hier der katholischen und den Reformationskirchen gemeinsamen drei altkirchlichen Bekenntnisse, die sog. ökumenischen Symbole: Apostalisches Symbolum, Taufbekenntnis der römischen Gemeinde bis in das 3- Jh. zurückreichend; Nicaenokonstantinopolitanisches Symbolum von 325 und 381, Weiterentwicklung des östlichen Taufbekenntnisses; Athanasianisches Symbolum (5.-6. Jh., fälschlich den Athanasius zugeschrieben), Lehrbekenntnis der Dreifaltigkeit und der Zwei-Naturen-Lehre Christi.

Der Sinn mancher Artikel – wie Jungfrauengeburt, Höllenfahrt, Auferstehung – ist «unbeschadet dogmatischer Gültigkeit nur in mühseliger Interpretation in den Horizon heutigen Daseinsverständnisses zu übertragen» (E. Feifel), es sind die Artikel «deren symbolisch-mythologischer Charakter ganz deutlich hervorspringt» (Fr. Heiler). Vielleicht auch deshalb bemüht sich die moderne Theologie seit dem 2. Vatikan. Konzil um «Kurzforlmeln des Glaubens», ohne dass dadurch das klassische Credo ersetzt werden soll.”

[Lurker, Manfred: Wörterbuch der Symbolik. Stuttgart: Kröner,1988, S. 708]