KONJUNKTIV

Subjuntivo

(Recop.) Justo Fernández López

 

Vgl.:

Konjunktiv / Indikativ / Modus / Modalität / Modus und Modalität

 

Sp. subjuntivo  = Dt. Konjunktiv

Modus und Modalität

Der Modus drückt eine grammatikalisierte Modalitätsreferenz aus - ähnlich wie das Tempus eine grammatikalisierte Zeitreferenz. Unter der Modalität eines Sachverhaltes versteht man dessen kommunikative Geltung im Sinne von „Es ist notwendig / möglich / wahrscheinlich / erwünscht / tatsächlich, dass ...“. Die Modalität als semantische Größe wird nicht nur grammatisch wiedergegeben, sondern vor allem lexikalisch, durch Modalpartikel (vielleicht, zweifellos), Modalverben (müssen, sollen), Intonation; häufig kombinieren die Modi mit lexikalischen Modalausdrücken: Quizá venga „Vielleicht kommt er [doch]“

Modusopposition

Der Konjunktiv ist das markierte Glied der Modusopposition, der Indikativ das nichtmarkierte. Der spanische Konjunktivgebrauch wird - teilweise kontrovers - in der grammatischen Literatur mit zwei Kriterien beschrieben, einem syntaktischen und einem semantischen. Syntaktisch gesehen muss der Konjunktiv in bestimmten Formalstrukturen verwendet werden, er dient sozusagen zur automatischen Kennzeichnung syntaktischer Unterordnung und hat keine modale Eigenbedeutung: z. B. ist in Iré de vacaciones cuando llegue el verano „Sobald der Sommer kommt, gehe ich in die Ferien“ der Konjunktiv grammatisch geboten, die Formulierung *Iré de vacaciones cuando llegará el verano ist ungrammatisch. Das syntaktische Kriterium erfasst aber nicht den gesamten Konjunktivgebrauch. Einerseits kommt der Konjunktiv auch im Hauptsatz vor, andererseits besteht in einigen Nebensatzstrukturen eine Modusoption, die Modussetzung ist nicht automatisch, sondern semantisch bedingt. Die semantische Opposition zwischen Indikativ und Konjunktiv wird in der neueren Literatur mit folgenden Begriffspaaren beschrieben:

Man kann die verschiedenen Modusinterpretationen zu folgenden Leitsatz zusammenfassen:

Der Indikativ bezeichnet eine Aussage als ‘gültig’, der Konjunktiv schränkt die Gültigkeit objektiv und/oder subjektiv ein.

Beispiele:

(1)

a.  Llega mañana.   

Er kommt morgen.

 

b.  Tal vez llegue mañana.

Vielleicht kommt er morgen.

(2)

a.  Espero que vendrá.

Ich erwarte, dass er kommt.

 

b.  Espero que venga. 

Ich hoffen, (dass) er kommt.

(3)

a.  No dudo que lo hizo.

Ich bezweifle nicht, dass er es war.

 

b.  Dudo que lo hiciera.           

Ich bezweifle, dass er es war.

(4)

a.  María está enferma.          

Maria ist krank.

 

b.  Es increíble que María esté enferma.

Es ist kaum zu glauben, dass Maria krank ist.

(5)

a.  Ella es su madre.    

Sie ist ihre Mutter.

 

b.  Le habla como si fuera su madre.

Sie spricht zu ihr wir eine Mutter

[als wäre sie ihre M.]

(6)

a.  ¿Puedes hacerlo?

Kannst du es tun? [= Bist du imstande?]

 

b.  ¿Pudieras hacerlo?

Könntest du es tun? [= Bist du willens?]

Kommentar

In (1a) und (2a) gilt das zukünftige Referenzereignis als faktisch vorausgesetzt, in (1b) und (2b) ist es nur möglich. (3a) bejaht eine Tatsache, (3b) bezweifelt sie. In (4) wird zwar die Tatsache ‘Maria ist krank’ jeweils bejaht, sie steht aber in (4b) unter einem subjektiven Vorbehalt - „an und für sich müsste Maria gesund sein“.

(5a) hat die logische Struktur ‘S ist Pr’, (5b) ‘S ist als ob Pr’. Die Frage (6a) zielt auf ein tatsächliches Können, (6b) auf die mögliche Umsetzung dieses Könnens.

Der richtige Gebraucht des spanischen Konjunktiv lässt sich allerdings nicht einfach aus der Grundbedeutung ‘eingeschränkte Gültigkeit’ ableiten. Vielmehr muss die Grundbedeutung semantisch operationalisiert und in einem syntaktischen Rahmen aktualisiert werden - was einen gewissen Regelapparat zur Beschreibung der Einzelfälle notwendig macht.

Die im Deutschen und Spanischen im wesentlichen gleiche Grundbedeutung des Konjunktivs wird in beiden Sprachen teilweise verschieden operationalisiert - der Konjunktiv ist jeweils ein Lernproblem. Im Spanischen gelten z. B. gefühlsbezogene Aussagen grammatisch als ‘eingeschränkt gültig’, im Deutschen nicht: Lamento que estés enfermo „Es tut mir leid, dass du krank bist“. Andererseits ist die indirekte Rede - die im schriftsprachlichen Deutsch zwei Drittel des Konjunktivvorkommens ausmacht - im Spanischen außer in Sonderfällen indikativisch: María sagt, das sei nicht wahr  „Dice María que esto no es verdad“.“

[Berschin, H./Fernández-Sevilla, J./Felixberger, J.: Die spanische Sprache: Verbreitung, Geschichte, Struktur. München: Hueber, 1987, S. 239-241]

„Reichenbach fasst in [47], § 57 neben dem Konjunktiv auch den Indikativ als Ausdruck der Kundgabe, der Einstellung des Sprechers zum Satz auf. Der Indikativ soll eine Behauptung ausdrücken, wo wie der Konjunktiv Verneinung (im Irrealis), Wunsch, Ermahnung oder Enthaltung von Behauptung («Fritz sagte, er sei unschuldig») ausdrückt. Der behauptende Charakter ist aber allen Aussagensätzen gemeinsam, selbst wenn in ihnen kein Indikativ vorkommt. So ist auch der Satz «Wenn er dein Freund wäre, so würde er die helfen» eine Behauptung, die Reichenbach als Nicht-Behauptung charakterisiert. Und umgekehrt tritt der Indikativ auch in Sätzen auf, die keine behauptende Kraft haben, wie z.B. in dem Nebensatz «Hans behauptet, dass er unschuldig ist». Insofern ist die Charakterisierung des Indikativs als Grundform der Aussage wohl adäquater.”

[Kutschera, F. v.: Sprachphilosophie. München: Wilhelm Fink Verlang, ²1975, S. 250 Anm. 32]

„Unter „Stadium“ verstehen wir die Unterscheidung zwischen Abgeschlossenheit und Nicht-Abgeschlossenheit des durch das Verb bezeichneten Vorgangs oder Zustands und zwar zu dem Zeitpunkt, von dem her Vorgang oder Zustand gesehen werden; zur Abgeschlossenheit kommt die Vorstellung fortdauernder Einwirkung hinzu: ha cantado einerseits gegen cantaba andererseits im ‘indicativo’; haya cantado gegen cantara (cantase) im ‘subjuntivo’. Es wird hier also entweder insistiert auf der Abgeschlossenheit (von einem bestimmten Zeitpunkt aus gesehen), oder dieser Gesichtspunkt spielt keine Rolle (No creo que haya venido und No creía que hubiera (hubiese) venido gegen No creía que viniera (viniese); das Plusquamperfekt ist aber hier dem zusammengesetzten Perfekt nicht ganz analog. Wir haben somit ‘subjuntivo’, was „Zeit“ und „Stadium“ angeht, eine zum Indikativ analoge Situation. Dagegen gibt es im ‘subjuntivo’ keine Aspektopposition, da hier ein ‘indefinido’ fehlt. Es ist also zu sagen: die „Tempusform“ des ‘subjuntivo’ ist bedingt entweder durch die des Verbs, von dem er abhängt (Zeitenfolge) oder durch die vorausgesetzte oder nicht vorausgesetzte Abgeschlossenheit des gemeinten Vorgangs:

Papá quiere que escriba la carta.

Papá quería (quiso) que escribiera (escribiese) la carta.

No creo que haya venido.

No creía (oder No creí) que hubiera (hubiese) venido.

Es geht also bei den vier Formengruppen des ‘subjuntivo’ zunächst einmal um die notwendige oder mögliche Setzung des ‘subjuntivo’ überhaupt; welche seiner vier Formengruppen dann erscheint, ist Sache von „Zeit“ und „Stadium“. Ein Beispiel für die - ziemlich fest eingehaltene - Zeitenforme im Spanischen:

Pedro Batista prohibía a sus adeptos que se bautizaran, confesaran o casaran por la Iglesia.

Daneben jedoch - die Einschränkung ist wichtig - haben die beiden Formen des ‘imperfecto’ und des ‘pluscuamperfecto de subjuntivo’ eine Sonderfunktion: Ausdruck der Irrealität erstens als Wunsch, zweitens als Gleichsetzung, drittens als Bedingung. Der „Esbozo“ gibt - sehr nützlich - folgende Korrespondenzen übersichtartig an:

Also weniger Tempora im ‘subjuntivo’, weil dessen Futurformen ungebräuchlich sind und der Unterschied zwischen ‘imperfecto’ und ‘pretérito perfecto simple’ fehlt; auch unterscheiden sich ja die Formen auf -ra und die auf -se so gut wie nicht. Demnach ist die zeitliche Gliederung der Formen des ‘subjuntivo’ evident. [...]

Der ‘subjuntivo’ erscheint vor allem in abhängigen Sätzen. Er kommt aber auch in unabhängigen Sätzen vor, besonders im Präsens ¡Viva el Rey! ¡No corra! ¡Ojalá venga! ¡Que te vaya bien!

In unabhängigen Sätzen hat der ‘subjuntivo’ im wesentlichen zwei Funktionen: Ausdruck von Wunsch und Exhortation. [...]

Ungleich wichtiger als die Unterscheidung zwischen ‘subjuntivo’ im abhängigen und unabhängigen Satz, auf der zumeist insistiert wird, ist die Unterscheidung zwischen dem durch ein anderes in der „Kette“ erscheinendes Element ausgelösten ‘subjuntivo’ und dem, der ohne ein solch auslösendes Element erscheint: ‘subjuntivo’ also mit Auslöser und ohne Auslöser. Denn dies vor allem ist für den ‘subjuntivo’ kennzeichnend: er ist weithin syntagmatisch bedingt, das heißt: er wird ausgelöst oder kann ausgelöst werden durch die Präsenz bestimmter Elemente in der „Kette“. Solche Auslöser sind bestimmte Verben (querer que), bestimmte verbale Ausdrücke (es preciso que), bestimmte Adverbien (acaso), Konjunktionen (aunque) und Interjektionen (¡ojalá!). [...]

Wenn wir von der „syntagmatischen“ Bedingtheit des ‘subjuntivo’ mit Auslöser sprachen, so ist diese natürlich „paradigmatisch“ festgelegt: nach (oder im Verein mit) diesen oder jenen Ausdrücken steht der ‘subjuntivo’. Zuweilen kann man streiten, ob syntagmatische Bedingtheit vorliege oder nicht. [...]

Der ausgelöste ‘subjuntivo’ kann entweder obligatorisch sein oder fakultativ.

Entscheidend ist es bei dieser Sachlage natürlich, die Ausdrücke zusammenzustellen und klassifizierend zu bezeichnen, die den ‘subjuntivo’ - obligatorisch oder fakultativ - auslösen. Um welche Ausdrücke handelt es sich?

1.  Elemente, die Willen oder Wunsch ausdrücken. (Quiero que vengas; Deseo que te vayas).

2.  Elemente, die Unentschiedenheit ausdrücken; Unentschiedenheit, ob etwas sei oder nicht sei.

     (¿Crees que haya venido?).

3.  Elemente, die eine positive oder negative Stellungnahme ausdrücken zu etwas, das ist oder nicht

     ist (Me alegro de que hayas venido).

4.  Elemente, die sich auf die Zukunft beziehen (Cuando venga mi padre ..., Como venga mi padre).

Also:  volitive, dubitative, reaktive und futurische Ausdrücke. Die volitiven, die dubitativem und die reaktiven Ausdrücke sind modal; die futurischen sind es nicht oder nicht eigentlich. Cuando venga mi padre ... ist nicht modal, sondern rein temporal. [...]

Man kann die drei modalen Gruppen von Ausdrücken, die den ‘subjuntivo’ auslösen, wenn wir die futurischen Ausdrücke beiseite lassen, der populärpsychologischen Unterscheidung von Wollen, Denken und Fühlen zuordnen. Doch geht die Zuordnung nicht ganz auf: zunächst können die Elemente der Stellungnahme eine solche der Fühlens oder des Denkens meinen, in anderen Fällen ist die Zuordnung schwierig bis unmöglich; sodann ist ja auch der Wunsch, der zur ersten Gruppe gehört, ohne Zweifel eher ein Gefühl. Wenn also jene Unterscheidung schon herangezogen werden soll, dann eher:

Die Heranziehung jener Unterscheidung ist insofern von Interesse, als sie die Breite und das Spezifische des Subjuntivo-Bereichs zeigt. Es handelt sich hier durchweg um Subjektives, insofern es um etwas geht, das sich in einem Subjekt vollzieht: als Wollen oder Wünschen einer Realität, als Unsicherheit hinsichtlich einer Realität, als Stellungnahme zu einer Realität. Wandruszka spricht, im Blick auf den Konjunktiv (und dem Imperativ) von einem „Modus der psychischen Perspektive“. In der Tat geht es hier um Perspektive. Mit „subjektiv“ oder „psychisch“ ist dabei nicht gemeint, dass der Inhalt rein individuell zu sein braucht, wie man etwa von einem bloß „subjektiven“ Urteil redet: entscheidend ist allein, dass sich ein Subjekt etwas zu eigen macht, dass sich die Einstellung, die auch eine allgemeine, intersubjektive, sein kann, in einem Subjekt vollzieht, was übrigens zum Begriff der Einstellung von vornherein gehört. Es geht also erstens um (subjektive) Einstellung, nicht um bloße Mitteilung, zweitens - genauer - um Einstellung entweder als Wollen/Wünschen, oder als Unsicherheit (Denken), oder als Stellungnahme (Denken, Fühlen).

Zwischen den drei Gruppen von konjunktivauslösenden modalen Ausdrücken gibt es einen wichtigen Unterschied: bei der reaktiven Gruppe geht es, im Unterschied zu den anderen, um eine klar und ganz unzweifelhaft vorliegende Realität:

Ich danke Gott dafür, dass Sie sind wie Sie sind.       

... de que usted sea como es.

Ich freu mich, dass mein Vater sie eingeladen hat.

... la haya invitado.

Dies zeigt, dass es ganz unzutreffend ist, den ‘subjuntivo’ als „Modus der Irrealität“ zu bezeichnen. Streng genommen gilt dies nur für die Gruppe der dubitativen Elemente; auch bei den volitiven geht es ja nicht um „Irrealität“ oder „Realitätsvorbehalt“; bei den reaktiven geht es jedenfalls zumeist, gerade umgekehrt, indem auf sie reagiert wird, um die Hervorhebung und Unterstreichung einer Realität als solcher. [...]

Es ist zu beachten, dass der ausgelöste ‘subjuntivo’ prinzipiell redundant ist: die in ihm gegebene „Information“ ist meist bereits in dem ihn auslösenden Element enthalten. Daher ist es misslich zu sagen, der ‘subjuntivo’ etwa in Quiero que vengas drücke „Willen“ aus: dieser wird ja bereits durch querer unzweideutig ausgedrückt, und der ‘subjuntivo’ ist lediglich ausgelöst durch das vorausgehende querer. Dies gilt nicht für die nicht ausgelöste Fälle der Verwendung der ‘subjuntivo’ wie ¡Dios me perdone!, und darum sind gerade diese Fälle der Verwendung des ‘subjuntivo’, in denen er allein den Unterschied zur entsprechenden indikativischen Formulierung ausdrückt (¡Dios me perdone!“ - Dios me perdona), für die Analyse besonders wichtig.

Nach bestimmten Elementen ist der ‘subjuntivo’ obligatorisch, nach bestimmten anderen bloß fakultativ. Beim fakultativen ‘subjuntivo’ muss unterschieden werden zwischen den Fällen, in denen Indikativ und ‘subjuntivo’ verschiedene Bedeutungen ausdrücken und solchen, bei denen kein wirklich greifbarer Unterschied besteht. Obligatorisch ist der ‘subjuntivo’ nach volitiven Elementen, nach den dubitativen Elementen, nach den reaktiven. Fakultativ steht der Konjunktiv nach esperar que; auch nach aunque.

Der ‘subjuntivo’ kann als zusätzliches Signal, neben que, aunque etc., für die Unterordnung betrachtet werden. Diese im engeren Sinn grammatische Funktion wären dann von den semantisch-syntaktischen Funktion, die der ‘subjuntivo’ haben kann, nämlich eben den modalen (und den temporalen) zu trennen. Dem widerspräche die - im Sp. nicht seltene Verwendung - dieses Modus auch im unabhängigen Satz. Freilich kann auch im Blick auf diese Verwendung von einer Art Unterordnung - einer impliziten - gesprochen werden: hier ist ja ein „illokutives“ Verb des Wünschens oder Wollens, wie etwa desear, querer, semantisch vorausgesetzt. Andererseits bleibt aber doch bestehen, dass im unabhängigen Satz der ‘subjuntivo’ für sich allein etwa Wunsch oder Exhortation ausdrücken kann: erst von ihm her ist ja die Annahme möglich, es sei ein entsprechendes Verb des Wunsches oder der Exhortation präsupponiert. Sodann gibt es den unausgelösten ‘subjuntivo’, wie gesagt, auch im abhängigen Satz. Schließlich gibt es Unterordnung auch - und sogar zumeist - ohne ‘subjuntivo’. Die Kennzeichnung des ‘subjuntivo’ als Modus der Unterordnung führt also nicht weit.

Oft drückt der ‘subjuntivo’, wenn er nach bestimmten Ausdrücken fakultativ steht, rein sachlich, von der „Information“ her gesehen, gegenüber dem Indikativ nichts Verschiedenes aus. Er hat dann nicht selten einen reflektorischen, metasprachlichen, „stilistischen“ Zug und ist dann - sprachlich gesehen - dir korrektere, elegantere Lösung. Wir haben im Sp. einen (vom Sprachbewusstsein ergriffenen) Zusammenhang zwischen Konjunktivverwendung und Sprachniveau.

Üblicherweise werden die Fälle zusammengestellt und „erklärt“, in denen der ‘subjuntivo’ stehen muss oder stehen kann. Natürlich könnte man auch umgekehrt verfahren und die Fälle kennzeichnen, in denen der ‘subjuntivo’ nicht erscheinen kann. In dieser Hinsicht ist festzustellen: der ‘subjuntivo’ erscheint im abhängigen Satz dann nicht, wenn im Vordersatz klar impliziert ist, dass das im abhängigen Satz Mitgeteilte vom Träger der Mitteilung als sicher betrachtet wird (ausdrückliche Übernahme der „kommunikativen Regresspflicht“).“ [Cartagena / Gauger, Bd. 2, S. 488-493]

Schlussbemerkung:

„Der subjuntivo kommt sowohl in der gesprochenen als auch in der geschriebenen Sprache sehr häufig vor 1, und es ist keine Ausnahme, wenn man in ein und demselben Satz verschiedene Formen antrifft, deren Gebrauch unterschiedlich begründet ist.

Wichtig ist die Betrachtungsweise, wie der Sprecher oder Schreiber das Geschehen sieht. Zu Recht merkt C. Hernández an, dass jeder subjuntivo - in selbständigen Sätzen ebenso wie in anhängigen - in Verbindung mit einem subjektiven Motiv des Autors gesehen werden muss. Ob er die Gegebenheit oder Handlung als Gewissheit oder eher als Eventualität oder Ungewißheit betrachtet, kann häufig ein entscheidender Faktor bei der Wahl zwischen indicativo (® Gewißheit) und subjuntivo (® Ungewissheit) sein. Ein wichtiger syntaktischer Hinweis kann diesbezüglich die verneinte oder (in geringerem Maße) fragende Form des Hauptsatzes sein.

Es fällt auf, dass bei einer Reihe von Beispielen der Gebrauch des subjuntivo im Nebensatz mit der Tatsache im Zusammenhang steht, dass die durch das Verb dieses Nebensatzes ausgedrückte Handlung oder Gegebenheit in Bezug auf den Hauptsatz zukünftig, zumindest aber noch nicht vollzogen bzw. eingetreten ist.

Dies ist besonders deutlich in Relativsätzen. Hier entdeckt man eigentlich wieder eine spezifische Variante des Gegensatzpaares Gewissheit ~ Eventualität.

In temporalen Nebensätzen wird die zeitliche Perspektive allerdings manchmal umgekehrt, doch auch hier dominiert (wenigstens in der Perspektive des Sprechers) die „Gewissheit“ im Hauptsatz.“  

[de Bruyne, S. 453-454]

1       Obwohl bestimmte [(einstweilen) etwas übertrieben erscheinende] jüngere Kommentare den Eindruck erwecken, dass (unter dem Einfluss des Englischen?) der Gebrauch des subjuntivo im heutigen Spanisch stark rückläufig sei. In diesem Sinne schreibt der Soziologe A. de Miguel: Se recorta el modo subjuntivo, que apenas puede expresarse en inglés y que va quedando en castellano como una reliquia (La perversión del lenguaje, 193 - „Der subjuntivo, der sich im Englischen kaum wiedergegeben lässt und der im Spanischen allmählich zu einem Relikt wird, wird zurückgedrängt“).

Vergleich des Konjunktivs Dt. - Sp.:

·   Eine Form mit den modalen und temporalen Funktionen des Konditionals des Spanischen gibt es im Deutschen nicht.  Für diese Funktionen steht deutsch:

1. der Konjunktiv:

Er sagte, er komme; Er sagte, er käme (Dijo que vendría);

Wenn es ginge, käme er sofort (Si fuera posible, vendría en seguida);    

2.  der Indikativ: Er sagte, er kommt (Dijo que venía);

3. die Form mit würde:            

Er sagte, er würde kommen (Dijo que iba a venir).

Wenn es ginge, würde er sofort kommen.

4.  Periphrase mit sollen:

Der Minister soll morgen kommen (El ministro llegaría mañana).

Die letztere Funktion des Konditional dient dem Ausdruck der Vermutung, besonders aber der Distanzierung vom Wahrheitsgehalt, die in dem implizierten Hinweis liegt: dies habe ich von anderen, hier referiere ich bloß:

Rumores sin confirmar señalan que tropas gaboness habrían entrado ... en Guinea.

... sollen eingedrungen sein ...

Natürlich ist diese Verwendung - aus sachlichen, nicht primär (wie es jetzt heißt) „textsortenspezifischen“ Gründen - in der Sprache der Zeitungen, der Nachrichten häufig (es ist für eine Zeitung - wegen ihrer presserechtlichen Verantwortung - äußerst wichtig, die Vermutung von der bewiesenen Aussage zu unterscheiden). Süddeutsch findet sich auch die Form mit täte (oder tät, auch - bayrisch - tat), die auch außerhalb des süddeutschen Bereichs durchaus vorkommt und dort als entspannter, gemütlicher empfunden wird als die Form mit würde: Pedro dijo que vendría a las seis - Pedro hat gesagt, er würde, er täte um sechs kommen.  Die Form mit täte entspricht nicht der Norm und wird klar als abweichend empfunden.

·  Im Sp. ist der Konjunktiv materiell klarer markiert als im Dt., wo der Konjunktiv I vielfach mit dem Präsens Indikativ und der Konjunktiv II mit dem Präteritum des Indikativs zusammenfallen.

·  Im Sp. haben wir zwei (semantisch-syntaktisch nahezu gleichwertige) Formen für den Konjunktiv Imperfekt (auf -ra und auf -se), im Dt. nur eine. Die Umschreibung würde + Infinitiv ist die so genannte „Ersatzform“ für den Konjunktiv II (wir sprechen von Konjunktiv III). Die beiden Formen des Sp. sind nahezu austauschbar. Ausnahme: die Form auf -se kommt nur im Nebensatz vor.

·  Im Sp. hat eine der beiden Formen des Konjunktivs Imperfekt (-ra - Form) auch indikativische Funktion und zwar sie steht für pluscuamperfecto de indicativo; dergleichen - also Konjunktivform mit indikativischer Funktion - gibt es im Dt. nicht.

·  Im Sp. gibt es ein Futur des Konjunktivs, im Dt. nicht. Freilich kommt dieses Futur im Sp. nur noch literarisch - und auch hier selten - vor. Außerdem kommt es in überlieferten festen Wendungen oder Sprichwörter vor: Sea lo que fuere; Venga de donde viniere; Andonde fueres, haz lo que vieres. Auch in der Rechtssprache oder der amtlichen Sprache (sp.: el „lenguaje cancilleresco“) El que falsificare ..., El que contraviniere ... Wer fälscht ..., Wer zuwiderhandelt ...

·   Im Sp. steht der Konjunktiv Präsens obligatorisch grammatikalisiert für den verneinten Imperativ; im Dt. nicht.

·   Im Sp. ist der Unterschied zwischen Konjunktiv Präsens und den beiden Formen des Konjunktivs Imperferkt weithin zeitlich; im Dt. in der Unterschied zwischen Konjunktiv I und Konjunktiv II nicht zeitlich.

·   Die drei spezifischen modalen Funktionen des spanischen Konjunktivs Imperfekt - irrealer Wunsch, irreale Gleichsetzung, Realitätsetzung als Bedingung - finden sich auch beim deutschen Konjunktiv II.

·   Kennzeichnend für das Dt. ist die nicht durchgehende, aber weithin gegebene Vertauschbarkeit von Konjunktiv I und II; dergleichen fehlt spanisch.

·   Im Spanischen fehlt eine Form (die die des deutschen Konjunktivs III), die für nahezu alle anderen Konjunktivsetzungen eintreten kann.

·   Im Dt. drückt der Konjunktiv - neben anderen Elementen, nicht obligatorisch und oft redundant - berichtete Rede aus; im Sp. fehlt diese Funktion des subjuntivo [nur bei der Wiedergabe eines Originalsatzes im Imperativ].

·   Im Dt. steht für die Realitätsetzung als Folge einer Bedingung der Konjunktiv II (oder, und sogar privilegiert, der Konjunktiv III); im Sp. steht hier normalerweise der Konditional, aber auch der Konjunktiv Imperfekt (-ra -Form) kann stehen.

·   Kennzeichnend für den sp. Konjunktiv, verglichen mit dem deutschen, ist, dass er (syntagmatisch) ausgelöst wird - entweder obligatorisch oder fakultativ - durch andere Elemente des Satzes. Bei diesen Elementen handelt es sich um volitive, dubitative, reaktive und futurische Ausdrücke.

·   Im Dt. findet sich der Konjunktiv nur selten und mit literarischem „Index“ nach volitiven oder dubitativen Ausdrücken Wir wollen, dass nur noch ein Adel der Verdienstes bestehe, Ich bin nicht sicher, ob dies wirklich so sei. Er findet sich nicht nach reaktiven und futurischen Ausdrücken (*Ich freue mich, dass du kämst oder kommest).

·   Ein rein temporaler Gebrauch (wie beim spanischen subjuntivo nach futurischen Ausdrücken: Cuando salga el tren ...) findet sich beim deutschen Konjunktiv nicht.

·   Der dt. Konjunktiv lässt sich in seinen Verwendungen unter den Begriff der Distanzierung vom Wirklichkeitscharakter mehr oder weniger subsumieren (Schwierigkeit freilich auch hier bei der Exhortation); der spanische subjuntivo jedoch läßt sich keinesfalls - insgesamt - so kennzeichnen. Vor allem der überaus häufige Gebrauch nach reaktiven Ausdrücken (Me alegro de que estés) steht dem im Weg: hier wird ja gerade eine Wirklichkeit als solche unterstrichen.

·   Die Konjunktivverwendung in beiden Sprachen treffen sich, mit gewissen Unterschieden, in folgenden Punkten: Exhortation, irreale Gleichsetzung, Wunsch, Realitätsetzung als Bedingung, Abschwächung.

·   Regionale Unterschiede spielen beim dt. Konjunktiv eine große Rolle; beim sp. subjuntivo sind sie nahezu unerheblich.

·   Der subjuntivo ist im Sp. auch in der gesprochenen Sprache sehr häufig; im Dt. gehört er, vor allem was den Konjunktiv I und den Ausdruck der berichteten Rede angeht, eher zur geschriebenen, zu der um Korrektheit bemühten Sprache. Der subjuntivo ist „volkstümlicher“ als der Konjunktiv. Die Divergenz zwischen dem normativ Gesetzten und dem faktischen Gebrauch ist beim Konjunktiv ungleich höher als beim subjuntivo. Im Dt. ist es Zeichen von „sprachlicher Bildung“, den Konjunktiv angemessen gebrauchen zu können; im Sp. gilt dies für den subjuntivo eigentlich nicht oder jedenfalls sehr viel weniger.“ [Ebd., S. 503-504]

·   Nach Verben, die einen Akt des Willens meinen, muss im Sp. der Konjunktiv stehen; im Dt. nicht: Quiere que escribas la carta  -  Er will, dass du den Brief schreibst; Me dice que esperemos un poco - Er sagt mir, dass wir warten sollen. Also: decir + Konjunktiv impliziert Willen, es ist ein Sagen mit der Absicht, Willen zu vermitteln. Vergleiche: Nos dice que lo hacen. Nos dice que lo hagan  -  Er sagt uns, dass sie es machen. Er sagt uns, dass sie es machen sollen.

·   Nach Verben oder verbalen Ausdrücken, die ein persönliches Urteil oder eine gefühlsmäßige Stellungnahme meinen oder auch nur implizieren, steht im Sp. der Konjunktiv; im Dt. nicht: Es una vergüenza que no hayamos pagado - Es ist eine Schande, dass wir nicht bezahlt haben.

Um Irrealität oder Distanzierung von einer Realität geht es also nicht: hier wird ja gerade ein - negatives oder positives - Urteil gefällt über eine - als solche unterstrichene - Realität. Sentir hat, je nachdem, ob mit Indikativ oder Konjunktiv, zwei verschiedene Bedeutungen: fühlen oder bedauern: Siento que estás enfermo; Siento que estés enfermo.

·   Nach Ausdrücken der Möglichkeit oder der Wahrscheinlichkeit steht spanisch der Konjunktiv; deutsch nicht: Es posible que venga; Era probable que llegásemos con retraso. Spanisch steht bei quizá(s) usw. der Konjunktiv auch im unabhängigen Satz: Quizá(s) no venga hoy a comer a casa, no sé cuándo terminaremos.

·   Im realen Bedingungssatz ist zwischen beiden Sprachen kein Unterschied: Wenn er Zeit hat, geht er spazieren; Wenn er Zeit hatte, ging er spazieren  - Si tiene tiempo va de paseo; Si tenía tiempo iba de paseo. Unterschiede gibt es im Potentialis und im Irrealis; im Dt.: Konjunktiv sowohl im Hauptsatz (Apódosis) als auch im Nebensatz (Prótasis); im Sp.: Konjunktiv nur im Nebensatz, im Hauptsatz steht spanisch eine Form, der condicional, die deutsch so nicht da ist: Wenn er Zeit hätte - es könnte sein, oder (irreal): er ha aber tatsächlich keine - , ginge er spazieren  -  Si tuviera (tuviese) tiempo, iría de paseo. Si hubiera (hubiese) tenido tiempo, habría ido de paseo. Im Irrealis (nicht aber Potentialis) kann sp. der konjunktiv auch im Hauptsatz stehen: Si hubieras (hubieses) llegado a tiempo, te hubiéramos (seltener: hubiésemos) invitado.

·   Nach den (synonymischen) adverbialen Ausdrücken quizá(s), acaso, tal vez kann der Konjunktiv stehen, nach vielleicht oder möglicherweise kann er nicht stehen (es sei denn, wenn er anders motiviert ist: Vielleicht käme er, wenn ...). Der Konjunktiv unterstreicht spanisch in diesen Fällen, was das Adverb bereits ausdrückt: Tal vez viene. Tal vez venga.

·   Nach einem wenn, das sich auf ein Zukünftiges bezieht, steht deutsch der Indikativ; spanisch der Konjunktiv: Cuando salga la luna los verán  -  Wenn der Mond aufgeht, wird man sie sehen. Cuando yo me muera  -  Wenn ich sterbe.  Der Konjunktiv drückt hier also keine Modalität, sondern Zeit aus, er ist temporal und konkurriert insofern mit den (indikativischen) Tempusformen.

·   Nach creer steht der Konjunktiv, wenn dies Verb verneint gebraucht ist; nach glauben steht er, auch in dieser Verwendung, nicht: No creo que venga  -  Ich glaube nicht, dass er kommt. Dies gilt auch für andere Verben des Sagens und Meinens (decir, pensar, afirmar, asegurar, jurar, parecer, imaginar, estar seguro usw.): No te digo que Jaime tenga mucho dinero. No pienso que puedas hacerlo. Nach einigen Verben dieser Art des Deutschen kann auch der Konjunktiv, auch bei negativer Verwendung der Verbs, stehen: wenn sich eine Nähe zur indirekten Rede ergibt (Er versicherte, dass er komme oder käme  oder kommen würde. Es schien mir, dass dies zutreffe  oder zuträfe).

·   Nach esperar kann der Konjunktiv stehen; nach hoffen nicht: Espero que volverán mañana. Espero que vuelvan mañana  -  Ich hoffe, dass sie morgen kommen.

·   Nach ehe, bevor steht der Indikativ, nach antes de que der Konjunktiv: Ich muss alles ordnen, ehe es zu spät ist  -  ... antes de que sea demasiado tarde.

·   Nach nachdem steht der Indikativ, nach después de que der Konjunktiv: Manolo había recibido la noticia minutos después de que la radio la anunciase.

·   Nach sin que und para que muss der Konjunktiv stehen, nach ohne dass und damit kann er stehen: No puede decir nada sin que me interrumpan  -  Ich kann nichts sagen, ohne dass sie mich unterbrechen (unterbrächen); Te escribo para que no te inquiete - Ich schreibe dir, damit du dich nicht beunruhigst (beunruhigen mögest); im Dt. ist der Konjunktiv in dieser Verwendung gewählt bis geziert.

·   Der Imperativ hat im Dt. positiv und negativ gebraucht dieselbe Form; spanisch nicht: Hier tritt beim negativen Imperativ die Form des Konjunktivs ein: Komm! Komm nicht! ¡Ven! ¡No vengas!

·   Der Imperativ der 1. Person Plural wird deutsch mit der lassen-Periphrase ausgedrückt oder mit wollen: Lasst uns gehen! Wollen wir gehen!, auch Wir wollen gehen! oder (konjunktivisch) Gehen wir! Im Sp. steht hier ausschließlich der Konjunktiv: ¡Cantemos!; bei irse: ¡Vámonos!  Materiell ist zu beachten: der Verlust des -s vor nos (¡Sentémonos! ¡Defendámonos!).

·   Die 2. Person Plural des Imperativs ist spanisch materiell schwächer als deutsch: 1. wegen der Nähe (materiell) zum Infinitiv ¡cantad! - cantar; 2. wegen des Verlusts des auslautenden -d vor os: ¡Sentaos! ¡Defendeos! ¡Cubríos! Sie ist daher spanisch selten; meist wird für sie der Infinitiv verwendet. Im Deutschen besteht zwischen der 2. Person Singular und der 2. Person Plural des Imperativs kein unterschied der Frequenz.“

[Cartagena / Gauger: Vergleichende Grammatik Spanisch-Deutsch, Bd. 2, S. 377-380 und 503-504]

„Die sprachlichen Gegebenheiten werden vornehmlich im Lichte der Grundhypothese des Buches diskutiert, gemäß der der romanische Konjunktiv nicht in Sätzen auftritt, die ein Faktum wiedergeben und zugleich als Mitteilungsziel (Rhema) fungieren. Es wird also angenommen, dass der Gebrauch dieses Modus (auch) etwas mit der pragmatisch-kommunikativen Struktur von Äußerungen zu tun hat.“

[O. Gsell / U. Wandruszka: Der romanische Konjunktiv. Romanist. Arbeitshefte. Band 26. Tübingen: Max Niemeyer]

Der Grundwert des spanischen Subjunktivs

«Der Subjunktiv ist eine Präsentationsform von Ereignissen, die Ereignisse unter dem speziellen Aspekt ihres Eintretens (bei Abstraktion vom Eingetretensein) fokussiert (Inzidenzmodus). Die läßt sich gut mit dem formalen Tatbestand vereinbaren, dass der Subjunktiv eine Verbform ist, d.h. eine besondere Form der Bezeichnung eines Ereignisses. Versuche, den Subjunktiv als Ausdruck einer (subjektiven) Haltung zu einem Ereignis zu definieren, erscheinen in dieser Hinsicht fragwürdig, weil eine Verbform eben ein Ereignis bezeichnet und nicht eine Haltung zu diesem. Deshalb kann das Merkmal [subjektive Haltung] allenfalls als Element einer Auslösungshypothese oder als typisches Korrelat des Subjunktivs Bestand haben. In dieser Hinsicht konnte aber nachgewiesen werden, dass die Vorkommen, bei denen der Subjunktiv durch eine Konjunktion ausgelöst wird, das Merkmal [subjektive Haltung] vielfach nicht aufweisen. Bleiben wir also bei dem, was naheliegt: Eine Verboform ist eine Präsentationsform für Ereignisse.

Im Gegensatz zu den Tempora bezieht sich die durch Modi ausgedrückte Präsentation von Ereignissen nicht direkt auf die ontische Kategorie “Zeit”, sondern auf die ontische Kategorie “Wirklichkeit”. Es handelt sich um Präsentationsformen der Wirklichkeit von Ereignissen. Der Mensch ist umgehen von eingetretenen Ereignissen, er lebt aber auch im Bewusstsein, dass ständig neue Ereignisse eintreten (können), und er kann sich sogar nochmals vergegenwärtigen, dass faktisch eingetretene Ereignisse immer nur eine Möglichkeit unter meheren waren. Die Kategorie “Subjunktiv” scheint auf den zweiten Tatbestand abzuheben. Es ist nur natürlich, dass Sprecher, die das (vorgestellte) Eintreten eines Ereignisses thematisieren, eine Haltung zu dieser Eventualität einnehmen. Daher korreliert der Subjunktivgebrauch häufig mit dem Ausdruck einer Haltung zu dem möglichen Eintreten. Offenbar hat diese sachverhaltbedingte Korrelation bei besonders charakteristischen Haltungen wie Angst, Zweifel, Hoffnung usw. zu eine gewissen wechselseitigen Bedingheit geführt, die in einigen Fällen den Charakter einer mechanischen Auslösung oder Auslösungstendenz angenommen hat. Auf die Gesamtheit seines Vorkommens bezogen hat der Subjunktiv dadurch aber nicht seine Funktionalität eingebüßt. Gerade der Subjunktiv nach bestimmten Haltungen verliert seinen optionalen Charakter nie völlig, auch wenn Abweichungen vom Usus den Status mehr oder weniger seltener Ausnahmen haben. Starke Auslösungsstrukturen wie der Gebrauch des Subjunktivs nach Konjunktionen wie para que fokussieren naturgemäß den inzidentiellen Charakter von Ereignissen. Sie korrelieren deshalb mit dem Subjunktiv, weil der Grundwert des Subjunktivs zu ihnen passt. Wenn hier eine Grammatikalisierung des Subjunktivsgebrauchs vorliegt, dann hat sie sich im Rahmen des Grundwerts abgespielt. Hochgradige Grammatikalisierung scheint gerade bei prototypischen Vorkommensmustern des Subjunktivs erfolgt zu sein. Grammatikalisierung ist also kein Argument gegen die Annahme eines Grundwerts, sondern eine sprachgeschichtliche Folge besonders typischer Korrelationen des Grundswerts mit anderen Strukturen.»

[Hummel, Martin: Der Grundwert des spanischen Subjunktivs. Tübingen: Gunter Narr Verlag, 2001, S. 90-91]

Modo

El ‘modo’ es una categoría gramatical que se expresa mediante la flexión verbal y cuyo contenido se ha asociado, generalmente, con la modalidad, con la actitud subjetiva que se adopta ante el contenido proposicional del enunciado. Por tanto, las subdivisiones, tales como indicativo y subjuntivo, que es establecen dentro de la categoría ‘modo’, además de corresponderse con diferentes formas flexivas, se relacionan con valores significativos vinculados a distintas modalidades enunciativas: realidad/irrealidad o aserción/no aserción, pongamos por caso. Por ejemplo, en «Eva ha encontrado una casa muy bonita», o en «Creo que está equivocado», el uso de las formas pertinentes al ‘modo’ indicativo está, ha encontrado implica que el hablante realiza una aserción, más o menos suavizada. Esto es, asume como real, como conforme a la realidad el estado de cosas denotado por la predicación. En cambio, en «Ojalá Eva haya encontrado su casa ideal» o en «Deseo que esté equivocado», el uso del ‘modo subjuntivo’ implica «no aserción» o «irrealidad»; es decir, el proceso o el estado descrito en la oración no se afirma como un estado de cosas conforme a la realidad. Es sólo algo que el hablante desea que ocurra, que tenga lugar.

Aunque, como se ha dicho, los significados asociados a la categoría ‘modo’ se relacionan con la modalidad, no son coincidentes los límites de ambas categorías. La modalidad puede manifestarse a través de medios lingüísticos diversos (orden de palabras, entonación, adverbios), entre ellos el ‘modo’. Pero sólo se incluyen, por lo general, en la categoría ‘modo’ aquellas diferencias de modalidad que se expresan a través de la flexión verbal.”

[Alcaraz Varó, Enrique / Martínez Linares, María Antonia: Diccionario de lingüística moderna. Barcelona: Editorial Ariel, 1997, p. 357]

Subjuntivo

El término alude a uno de los modos diferenciados en el verbo español. Hace referencia, por tanto, a una distinción gramatical relacionada con la modalidad, con la actitud que se manifiesta ante lo enunciado, diferenciada mediante la flexión verbal.

Como sucede con el indicativo, no hay coincidencia qué contenido específico cabe asociar al subjuntivo o sobre si, realmente, puede asignársele un único contenido. Son tres los valores que más comúnmente se le han asociado: subjetividad, irrealidad, no aserción, los tres valores opuestos a los que, asimismo, se han venido asociando al modo indicativo: objetividad, realidad, aserción.

(a)   En los textos en los que se afirma que el subjuntivo es el modo de la subjetividad (cf Hernández Alonso, 1984) suele aducirse, como justificación, que el empleo del subjuntivo implica siempre una posición subjetiva ante lo enunciado. El hablante o el sujeto no presentan  un estado o un proceso de una manera neutra, sino como algo dudoso, deseable, probable. Según esta interpretación, en «Quizás me devuelvan el dinero», «Quiero que vengas conmigo a la fiesta», sería la subjetividad el factor común al empleo del subjuntivo en ambos enunciados, si bien ese valor adopta matices distintos (duda, volición) mediante el adverbio quizás o el verbo volitivo quiero.

(b)  En los textos en los que, por el contrario, se identifica al subjuntivo como el modo de la irrealidad (cf Alarcos, 1994; Pena, 1985) se aduce, por lo general, que en las oraciones con el verbo en subjuntivo, la situación, el proceso al que aluden no se asume como algo conforme a la realidad, bien porque se dude de ello, porque se considere contrario a lo real, o bien porque, aunque se desee que tenga lugar, no se trate de algo efectivamente realizado. En «Le ordenó que saliera inmediatamente de allí», «Ojalá mis hijos acaben pronto la carrera», «Es necesario que les dediques más tiempo a los niños», lo denotado por las oraciones con el verbo en subjuntivo no se presenta como acorde con la realidad, sino simplemente como algo que el sujeto o el hablante quiere que ocurra.

(c)   En otros textos, por último, se sostiene que lo distintivo del subjuntivo es el valor no aserción (cf Bosque, 1990c): la oración con el verbo en subjuntivo no se introduce como la afirmación de un estado de cosas al que haya de atribuirse un valor de verdad, que pueda ser considerado verdadero o falso, ya se porque no se presente como algo real, ya sea porque, aun tratándose de un hecho real, se introduce como presupuesto y no como el objeto específico de una aseveración. En «Estoy harto de que mis cuñados me pidan dinero», «Les ordenó que salieran inmediatamente de allí», el factor común a las oraciones con el verbo en subjuntivo sería, según esta interpretación, que las acciones a las que aluden no constituyen aseveraciones, aunque por razones distintas: en «que salieran inmediatamente de allí» porque el sujeto simplemente desea que otros realicen esa acción, pero aún no es algo realizado; en «que mis cuñados me pidan dinero», porque aunque la acción sí es conforme a la realidad, pues se trata de algo efectivamente ocurrido, forma parte de las presuposiciones y no de lo específicamente afirmado. Se da por supuesto que «mis cuñados me piden dinero»; sólo afirmo que «estoy harto» de ello.

Según habrá podido apreciarse, no aserción e irrealidad no son valores coincidentes. La no aserción puede abarcar el contenido irrealidad, pero no a la inversa. Por consiguiente, parece aplicable a una gama más amplia de enunciados.

En cuanto al primero de los contenidos mencionados, la subjetividad, la objeción que más comúnmente suele plantearse a su utilización como base para explicar el uso del subjuntivo en español es la extrema vaguedad del concepto.”

[Alcaraz Varó, Enrique / Martínez Linares, María Antonia: Diccionario de lingüística moderna. Barcelona: Editorial Ariel, 1997, p. 535-536]

«En torno al concepto de modo:

El caso es que la palabra modo, tomada, como tantos otros términos gramaticales, de la lógica, ofrece una enorme polisemia dentro de la terminología lingüística e, incluso, en la más específicamente verbal. Se habla, en efecto, no sólo de “modo indicativo o subjuntivo”, sino de “modo de acción verbal”, “verbos de modo o modales”, “adverbios o complementos circunstanciales de modo”, “modo de la articulación”, “modo adverbial”, etc. El modo verbal, del que el indicativo y el subjuntivo serían los más típicos y representativos, se ha intentado definir desde diversos criterios, unas veces – las más – de orden semántico, lógico-semántico o pragmático, y otras puramente formales o sintagmáticas, esto es, sin referencia alguna al significado o contenido conceptual y sí, en cambio, al aspecto sintáctico. Surgen así las tres concepciones básicas, mentalistas o pragmáticas las dos primeras, y estrictamente formal la tercera:

a)    como tipo de comunicación establecida entre el hablante y el oyente,

b)    como actitud del hablante frente a la acción o proceso verbal, y, finalmente,

c)     como resultado del régimen ejercido por una palabra expresa o tácita del contexto.

Conviene, sin embargo, señalar que, mientras unos basan la distinción modal en tan sólo uno de estos tres puntos de vista o criterios, otros abogan por la utilización de dos y hasta de los tres juntos.

Modo vs. modalidad:

Con referencia al primer criterio, el modo viene entendiéndose como expresión o marca de modalidad oracional, lo que nos lleva a plantearnos el concepto de ésta, llamada también por algunos el modus, precisamente para distinguirlo del modo como categoría verbal, aun cuando entre ambos exista una indudable relación. Digamos que la modalidad o modus viene a corresponderse con lo que Coseriu llama significado “óntico”, es decir, será aquello por lo que una misma oración puede presentarse como aseverativa o enunciativa, interrogativa o yusiva. Siguiendo a Bally, en toda oración, hay que distinguir el dictum, constituido por la pura proposición o articulación de un sujeto y un predicado, y un modus, por el que una proposición se erige en verdadera unidad oracional; así en

Trabajáis mucho.

¿Trabajáis mucho?

Trabajad mucho

tendríamos idéntico dictum, dotado de lo que Coseriu llama significado “estructural”, pero con diferentes modus, modalidades o significados ónticos. En una terminología más reciente, utilizada por la moderna pragmática, en líneas generales el dictum se identificaría con el contenido locutivo, frente al modus, que vendría dado por los contenidos ilocutivo o enfocado al hablante, y perlocutivo o dirigido al oyente. En sentidos semejantes se habla asimismo de los contenidos frástico, trópico y néustico, respectivamente, o del lógico, expresivo e impresivo, del enunciado.

Estas diferencias modales en la oración se vienen identificando con a su vez las distintas variedades de juicios lógicos, de los que en definitiva las oraciones gramaticales serían expresión. De ahí que la modalidad se establezca con frecuencia en términos de veracidad, necesidad o posibilidad, de objetividad o subjetividad, contradictoriedad, etc., lo cual no deja de ser un error, puesto que, como ha observado el propio Coseriu, el lenguaje no es producto del pensamiento lógico, puesto que es anterior a él y en todo caso actúa como mero instrumento, no como resultado de él. [...]

Modernamente, de acuerdo con los últimos descubrimientos y distinciones en el terreno de la lógica, se habla a veces de tres tipos básicos de modalidad, con su natural correspondencia en el plano lingüístico, a saber: alética, esto es, indicadora de necesidad o contingencia; epistémica, que expresa certidumbre o probabilidad, y deóntica, referente a la obligación o permisión; modalidades que podrían, respectivamnte, ejemplificarse grosso modo con los siguientes contextos:

Juan está en casa.

Creo que Juan está en casa.

Juan debe estar en casa.

Otros lingüistas, en cambio, prefieren ver la modalidad oracional no como reflejo del pensamiento lógico, sino más bien de la intención comunicativa del hablante, cosa que le confiere, por una parte, un carácter eminentemente subjetivo y equivale, por otra, a relacionarla con las diversas funciones del lenguaje. Cuando un individuo habla puede, efectivamente, no sólo pretender transmitir una información, un estado de cosas, sino de alguna manera expresar su actitud frente a lo que dice o, también, influir o tratar de influir en el oyente u oyentes. Surgen así las funciones simbólica o representativa, sintomática o expresiva, y apelativa o activa propuesta por K. Bühler, con las que podrían identificarse, respectivamente, las modalidades aseverativa, exclamativa y volitiva o yusiva; la interrogativa correspondería a la función apelativa y sintomática a a la vez, por cuanto que implica no sólo una respuesta por parte del oyente, sino un desconocimiento por parte del hablante.

Desde nuestro punto de vista, observemos que las distintas modalidades pertenecen al campo de la pragmática, en cuanto que vienen dadas por una serie de relaciones que el hablante establece entre el dictum y lo que lo rodea, a saber: con el propio hablante, con el oyente, con la realidad representada y, finalmente, con el código lingüístico empleado o el discurso a que ese dictum pertenece. [...]

El modo desde el punto de vista de la rección:

Según Andrés Bello, los modos serían las inflexiones de que es objeto un verbo por influjo de alguna palabra, expresa o tácita, del contexto. Dicho de otra manera, las diferencias modales serían producto exclusivo del régimen, punto de vista compartido en la actualidad, dentro del marco de la gramática generativa, entre otros, por M. L. Rivero.

Según el parecer de estos autores, el uso de las formas modales vendría gobernado por la presencia de un verbo regente o principal, expreso o implícito, que, por ejemplo, para el caso del indicativo sería un verbo de lengua del tipo decir, declarar, afirmar o equivalente, y para el subjuntivo otro que significase deseo o duda, como desear o dudar. Así, pues, las oraciones independientes:

Dios nos ayuda

Dios nos ayude

no serían en realidad más que una especie de abreviación de, respectivamente,

Afirmo que Dios nos ayuda

Deseo que Dios nos ayude,

y, por lo tanto, la forma ayuda de indicativo junto a ayude de subjuntivo vendrían exigidas por los verbos “implícitos” o, según la terminología generativista, “abstractos”, afirmar y desear. [...]

La idea de modo como algo sintácticamente regido goza de una amplia tradición dentro de nuestra literatura gramatical, aunque con referencia exclusiva al subjuntivo, así llamado porque a veces se ha concebido como el modo de la subordinación, postura indudablemente superada. Propiamente, no sólo el subjuntivo, sino también el indicativo o cualquier otro modo implicarían una subordinación explícita o implícita a un verbo abstracto, lo que en cierta manera haría del modo una marca de subordinación. La aceptación, sin embargo, de este punto de vista no está exenta de dificultades. [...]

Pensamos que el modo no puede concebirse como resultado de una relación de rección, lo que no obsta para que, en determinadas circunstancias, se pueda hablar de verdaderos casos de régimen modal. [...]

El modo como actitud del hablante:

La concepción del modo como reflejo de la actitud o postura que el hablante adopta ante la acción o proceso indicado por el verbo es sin duda la más extendida y ampliamente aceptada por los gramáticos, aun cuando implique una buena dosis de imprecisión, pues ¿en qué consiste esa actitud o bajo qué aspecto se adopta? También a la actitud o punto de vista del hablante responde otra categoría, el aspecto o modo de la acción, que alude a la forma de llevarse a cabo el proceso a lo largo del tiempo. En el caso del modo el enfoque se referiría según unos al grado de verificación o cumplimiento, y entonces se habla, por ejemplo, de oposiciones modales basadas en los rasgos realidad / irrealidad, mientras que otros prefieren centrarlo en el grado de subjetividad, oponiendo entonces las formas modales del verbo en términos de objetividad / subjetividad, o finalmente, según otros, la visión del hablante se referiría al grado de realización del tiempo verbal, surgiendo así los rasgos actual / inaltual, posible o potencial / imposible, etc. [...]

El modo, en resumidas cuentas, es las tres cosas a la vez: es actitud del hablante, es marca de modalidad y a veces puede venir exigido contextualmente por razones de régimen y de pura congruencia semántica. [...]

Si tratamos de buscar un denominador común a los cambios semánticos que conlleva la alternancia de formas de indicativo y subjuntivo, observamos que, como regla general, el indicativo va asociado a la constatación de un hecho objetivo – o al menos pensado como tal por el hablante -, en tanto que el subjuntivo alude a una acción o proceso cuya existencia resulta más o menos problemática, esto es, que el hablante ve con independencia de que se cumpla o no. Esto no significa que el indicativo y el subjuntivo se opongan bajo los rasgos de realidad / irrealidad, pues estos términos aluden más bien a la existencia efectiva e inexistencia (o mejor, imposibilidad de existencia) de la acción. Para nosotros, en cambio, sería preferible hablar de actualidad para el indicativo, por referirse éste a la realización de la acción – realización que puede ser efectiva o no –, y de virtualidad para el subjuntivo, el cual no indica propiamente la irrealidad (vale decir, inexistencia o imposibilidad) de una acción, sino su virtualidad, esto es, con independencia de su realización posible o imposible; no vano G. Guillaume llamó a este modo “tiempo in fieri”. Podemos decir que el indicativo presupone la afirmación o negación de un hecho, esto es, el hablante se compromete con la verdad de lo que dice, en tanto que el subjuntivo carece de semejante presuposición, el hablante adopta una postura neutra acerca de la verdad de lo dicho; esto es particularmente claro, por ejemplo, en la alternancia

Aunque no sabe nada, aprobará,

Aunque no sepa nada, aprobará,

donde la carencia de conocimientos tan solo se constata en el primer caso.»

[Porto Dapena, José Álvaro: Del indicativo al subjuntivo: valores y usos de los modos del verbo. Madrid: Arco / Libros, 1991, p. 12 ss.]

«La casuística de usos del subjuntivo, por exhaustiva que sea, puede someterse a normas, incluso más fácilmente que otros temas de la gramática española “con major fama”.

Pensamos que el subjuntivo puede tener una caracterización unitaria, un valor general en cuanto modo, si bien en niveles de abstracción incompatibles con toda operatividad práctica. Y desde luego ese valor general no es la “duda”, la “no-realidad”, la “no-efectividad”, la “anticipación”, etc., como a menudo se dice. ¿Es que acaso es posible hallar esos valores en todo subjuntivo que aparece con el hecho de que, las concesivas de presente, lo malo es que y tantas y tantas estructuras?

On pourrait caractériser le subjonctif par la notion de “suspension de l’affirmation’ (...). Le mode s’applique donc parfaitement à des faits réels, mais seulement quand on ne veut pas les affirmer ou quand ce n’est pas nécessaire. (K. Togeby: Mode, aspect et temps en espagnol. Copenhague, 1953, pág. 118)

Exacto: con el subjuntivo el hablante suspende todo compromiso con la verdad de la oración porque no quiere o no es necesario afirmarla, como dice la cita, o porque no está en condiciones de hacerlo, podría añadirse. Creemos que esta es la buena dirección.»

[Borrego, J., Asencio, J., Prieto, E.: El subjuntivo. Valores y usos. Madrid: SGEL, 1985, p. 8]

Indicativo y subjuntivo

Si descartamos la existencia de otras distinciones modales, el paradigma del modo en español se limita entonces a tres series distintas, las que constituyen los modos imperativo, indicativo y subjuntivo.

Ha habido numerosas propuestas para explicar el significado que aporta el subjuntivo frente al indicativo. Según se haya prestado mayor o menor atención a unos u otros entornos en los que cada modo se emplea, el subjuntivo se ha descrito como el modo de la no‑realidad (Alarcos Llorach 1994: 1‑53‑154), de la incertidumbre (Badia Margarit 1953), de la subjetividad (Hernández Alonso 1984: 291‑296), de la futuridad indefinida (Beardsley 1921), de lo prospectivo (Charaudeau 1971), etc., frente al indicativo, modo de la realidad, de la objetividad, de lo seguro o de lo actual.

Creemos que el significado de la oposición ‘indicativo / subjuntivo’ no puede deducirse del examen de un conjunto restringido de construcciones en que aparezca, sino de todos sus empleos. Hay que tomar en consideración que cada entorno en que se presenta un determinado modo verbal puede precisar el significado que aporta dicho modo, tal como sucede con otras categorías gramaticales.

Por ejemplo, alguien podría pensar en algún momento que el morfema de plural que aparece en el sintagma jóvenes en el enunciado Se han casado aquellos dos jóvenes significa «cuantificación en número de dos», dado que esa cuantificación es la que se atribuye precisamente en ese entorno al referente y es la que está expresada redundantemente por el numeral dos. Sin embargo, es obvio que la aparición del morfema del plural en otros contextos distintos en los que es diferente su cardinalidad hace ver que el significado del plural es más general y que sólo en determinados supuestos puede reducirse a ‘dual’, peron o por su función específica, sino como consecuencia precisamente de su empleo en tales entornos.

De la misma manera, el significado transmitido mediante la distinción ‘indicativo / subjuntivo’ es precisado en cada construcción de forma que el subjuntivo para a representar la eventualidad, la irrealidad o simplemente la ausencia de aserción independiente.

Probablemente la explicación más general sobre el valor de la oposición entre indicativo y subjuntivo es la que sostiene que el indicativo se utiliza cuando hay aserción, mientras que el subjuntivo es el modo que se emplea cuando no hay aserción o esta no resulta suficientemente independizada. Por ejemplo, en oraciones subordinadas de predicados creadores de opacidad sobre la verdad del complemento, de predicados volitivos o yusivos (de mandato o prohibición), entre otros, la falta de realidad del complemento conlleva la ausencia de aserción del mismo.

Sin embargo, surgen algunas dudas acerca de si es este el contenido funcional transmitido mediante la distinción que se establece por las formas del indicativo frente a las del subjuntivo, dado que existen algunos empleos del modo subjuntivo, sobre todo en oraciones subordinadas dependientes de predicados realizativos y valorativos, en las que la presencia de este modo no se puede vincular de misma manera con la falta de aserción:

a.

Consiguió que subieran los impuestos indirectos.

b.

Lamento que hayan subido los impuestos indirectos.

En a., los predicados realizativo y valorativo, el segundo en todos los casos, el primero sólo cuando es afirmado, presuponen la verdad de la proposición complemento. No es posible, por tanto, que el subjuntivo indique una modalización que contravenga o disminuya la aseveración de la realidad del acontecimiento.

Sin embargo, con los primeros, con los predicados realizativos, a diferencia de lo que sucede con predicados de comunicación o de percepción sensible, la realidad del complemento no es autónoma, no preexiste a la del predicado superior y no es posible entonces una aserción del complemento independiente de la del verbo realizativo. Por tanto, la realidad del acontecimiento presentado en la oración subordinada no puede ser presentada como independiente de la aseveración del predicado superior.

Y algo similar sucede con los predicados valorativos, la realidad de cuyo complemento, en algunos casos (con indicativo), puede ser presentada como algo independiente de la realización del evento recogido en el verbo superior. Con subjuntivo el acontecimiento se plantea de manera abstracta, no actualizado, en el sentido de que no se propone como resultado de una aserción concreta e independiente, sino vinculado al hecho de la valoración propuesta en la oración superior.1

En estos casos, el subjuntivo probablemente asocia también la ausencia, no exactamente de aserción, sino de aserción concebida independientemente o, lo que es lo mismo, la presentación de la idea verbal no suficientemente actualizada en forma de aserción.2

__________________

1   Es verdad que con estos predicados se impone una determinada organización comunicativa: la información nueva, remática, está incluida en la cláusula subordinante, mientras que la subordinada contiene una información que funciona como tema o soporte de la anterior. Cuando el verbo subordinante incluye una idea que se refiere a emociones o sentimientos del sujeto o constituye una valoración afectiva sobre el complemento, esa valoración o sentimiento se configura como el elemento más destacado de la proposición, mientras que la oración subordinada constituye sólo la información que sirve de soporte para comunicarlos. De la misma manera, un verbo realizativo enfoca como dominante la idea de logro o consecución de un resultado y no el resultado en sí. Se deriva de ello que la proposición subordinada representa en la estructuración informativa del enunciado el tema, mientras que la información nueva o remática es la recogida por el predicado subordinante. Sin embargo, no parece del todo convincente que el subjuntivo se utilice funcionalmente para establecer este tipo de organización comunicativa, pues probablemente en algunas construcciones subordinadas en las que es obligado el indicativo (con verbos de percepción sensible o con verbos de comunicación) también está presente tal organización.

2   Los modos verbales han sido descritos también desde planteamientos pragmáticos. Bustos supone que el juego de los modos indicativo y subjuntivo «es un medio mediante el cual un hablante castellano puede comunicar determinadas creencias suyas a la audiencia». Con el indicativo el hablante muestra que se compromete con respecto a la verdad de la proposición que comunica, mientras que con subjuntivo transmite su falta de compromiso. Novikow (1996) ha pretendido delimitar los campos semántico y pragmático en relación con la alternancia de modos verbales, aunque llega a la conclusión de que en ciertos casos resulta imposible establecer una dicotomía clara entre semántica y pragmática.

[Ridruejo, Emilio: "Modo y modalidad. El modo en las subordinadas sustantivas". En: Bosque, Ignacio / Demonte, Violeta (eds.): Gramática descriptiva de la lengua española. Madrid: Real Academia Española / Espasa Calpe, 1999, § 49.2.2.]

«En cuanto a los valores temporales del subjuntivo, conviene señalar que no se puede hablar adecuadamente de valores estrictamente temporales de sus formas, dado que su valor predominante es modal, no temporal. En un mundo especial en el que la irrealidad, la hipótesis, los deseos, los sentimientos, etc., están ubicados, es complicada una estructuración temporal de las formas verbales. Llamar presente a la forma cante, o pretérito a la forma cantara es poco sólido, pues ambas indican prioridad respecto al momento de hablar en oraciones como

Deseo que vayas a ver a mi madre.

Si tú vinieras a casa, estaría más contento.

La única caracterización temporal del presente y del imperfecto es que se refieren a un momento de posterioridad respecto al punto central y la diferencia entre estas formas es de índole modal:

mayor grado de hipótesis en el imperfecto, además de complejas restricciones de concordancia de tiempos.

Las formas compuestas, haya cantado y hubiera cantado, señalan una anterioridad siempre relativa a otro punto posterior al de referencia.»

[Gutiérrez Araus, María Luz: “El paradigma verbal”. En: Alvar, Manuel (director): Introducción a la Lingüística española. Barcelona: Ariel, 2000, pp. 231-232]