SUBJEKT 

Sujeto

(Recop.) Justo Fernández López

 

Vgl.:

NP-VP-Modell / Dependenz-Modell / Substanz / Satz  / Hierarchiegesetze / Topik vs. Prädikation / Agens / Nominativsprachen

 

„Das Wort Subjekt wurde im 16. Jahrhundert aus dem Lateinischen entlehnt. Das lateinische Verb subicere, aus dessen Partizip Perfekt Passiv (subiectum) der Begriff gebildet wurde, hat die Bedeutung ‘darunterlegen, zugrunde legen’, und das Subjekt wäre somit das, was ‘daruntergelegt’ oder ‘zugrunde gelegt’ ist. Boethius hatte das Wort subiectum bei seiner Aristoteles-Übersetzung verwendet, um das griechische hypokeimenon ins Lateinische zu übertragen. Es handelte sich also ursprünglich um einen Begriff aus der Philosophie, und in dieser Wissenschaft ist er auch von Aristoteles über Descartes und Kant bis hin in die Moderne heimisch geblieben. Was aber bedeutet das, ‘was zugrunde gelegt ist’, oder auch das, ‘von dem etwas ausgesagt wird’, wie eine weitere Definition des Subjektbegriffs lautet, für die Grammatik?

Die grammatische Bezeichnung „Subjekt“ und „Prädikat“ gehen auf die Vorstellung zurück, dass in einem Satz eine logische Beziehung zwischen zwei Ausdrücken geschaffen wird: einem „Gegenstand“ im weitesten Sinne wird eine „Aussage“ zugeordnet. Entsprechend lautet die deutsche Übersetzung der beiden Begriffe aus Satzgegenstand und Satzaussage. Das Subjekt eines Satzes ist also keineswegs mit dem Agens, dem Handelnden, identisch, sondern es bezeichnet denjenigen Satzteil, auf den die im Prädikat gemachte Aussage zutrifft.

In der Konstituentenanalyse (IC-Analyse) oder in der Phrasenstrukturgrammatik bilden Subjekt und Prädikat zwei gleichberechtigte Teile des Satzes (S); sie stehen entsprechend in zwei Klammern: (Subjekt) (Prädikat): (Donald) (schnattert) oder werden als gleichwertige Teile eines Baumgraphen dargestellt:

In der Dependenzgrammatik spiel das Subjekt hingegen eine ganz andere Rolle; bei Tesnière ist es als sog. „1. Aktant“ vom Prädikat abhängig und steht mit den Objekten (2. und 3. Aktant) und Adverbialbestimmungen („Angaben) auf einer Ebene.

In der Transformationsgrammatik und ihren neueren Varianten, der GB, wird das Subjekt (bzw. die Subjekt-NP) als eine der Verbalphrase hierarchisch gleichgestellte syntaktische Größe angesehen:

In der GB bilden Subjekte das sog. „externe Argument“ des Verbs (im Gegensatz zu den Objekten, die seine „interne Argumente“ bilden). Dies bedeutet, dass der Einfluss des Verbs auf sein Subjekt im Vergleich zu dem auf sein Objekt beschränkt ist. Das Verb kann dem Subjekt gegebenenfalls eine semantische Rolle (sog. thematische oder q-Rolle) zuteilen; keine q-Rolle weist das Verb dem Subjekt beispielsweise dann zu, wenn ein Passiv gebildet wird. Das Passiv-Subjekt ist das in die thematische leere Subjektposition bewegte Objekt, das seine θ-Rolle mitnimmt. Da das Subjekt innerhalb der Hierarchie des Satzes über dem Objekt steht, spricht die GB in solchen Fällen von einer „Anhebung“ in die Subjektposition (raising to subject). Das Subjekt wird aber seinerseits von INFL ode I (für Inflection, d. h. Flektion als abstrakte Kategorie) regiert, falls letzteres die Kategorie AGR (für Agreement, d. h. Übereinstimmung in Numerus und Genus) enthält. Durch AGR (also nicht, wie in der Dependenzgrammatik, durch das Verb) wird dem Subjekt auch der Nominativ zugewiesen.

Neben diesem Subjektbegriff taucht in der GB aber auch der Begriff des SUBJEKTs (SUBJECT; stets in Versalien) auf. Es handelt sich dabei um eine abstrakte Größe, die ihrerseits mit AGR (falls vorhanden) identisch ist; liegt kein AGR vor (also etwa bei Infinitiven oder Gerundien), so ist SUBJEKT das semantische Subjekt des Infinitivs in Ich höre Peter kommen (während das SUBJEKT des übergeordneten Satzes AGR ist), und in Peters Kommen überrascht mich ist Peter das SUBJEKT des substantivierten Infinitivs (der dem Gerundium anderer Sprachen entspricht). In diesem Sinne können auch Nomina SUBJEKT haben; beispielsweise wäre Peter das SUBJEKT zu N in Peters Ankunft.

Die grammatische Form des Subjekts

Das grammatische Subjekt eines Satzes steht immer im Nominativ und kann daher mit einer aus wer oder was und dem Prädikat gebildeten Frage erfragt werden. Bei dem Teil des Satzes, der die Antwort auf diese Frage bildet, handelt es sich um das Subjekt, und zwar unabhängig von der Anzahl der beteiligten Wörter oder ihrer Zugehörigkeit zu einer bestimmten Wortkategorie. Subjekte sind zwar häufig Substantive, müssen es aber keineswegs sein; andere Wortarten wie Pronomina, Adjektive, infinite Verbformen, Gruppen verschiedener Wörter oder auch ganze Sätze können diese Funktion ebenso übernehmen.“ [Hentschel / Weydt, S. 315-318]

Doppeltes Subjekt

„Das Subjekt des Satzes: Es hängt ein Pferdehalfter an der Wand, ist sozusagen doppelt vorhanden: bevor das Pferdehalfter selbst genannt wird, wird es durch ein es vertreten. Da dieses es mit dem Subjekt korreliert, wird es das Korrelats-es oder auch einfach nur das Korrelat genannt; in manchen Grammatiken ist auch vom „Platzhalter“ des Subjekts die Rede. Wenn es sich bei dem Subjekt nicht um einen Nebensatz handelt, kann das Korrelat nur am Satzanfang, im Vorfeld, vorkommen:

Es hängt ein Pferdehalfter an der Wand.                            

aber nicht

‘An der Wand hängt es ein Pferdehalfter.

Besonders häufig tritt das Subjekts-Korrelat bei den so genannten absoluten (in der Valenztheorie: einwertigen) Verben auf, d. h. bei solchen Verben, die außer dem Nominativ des Subjekts keine weiteren Kasus bei sich haben. Solche Verben sind z. B. kommen, sein oder herrschen (‘vorhanden sein’):       

Es kamen viele Möpse.

Es waren Hirten auf dem Felde.

Es herrschte ein unbeschreibliches Durcheinander.

Das Korrelat hat in allen diesen Fällen keine semantische Funktion; es dient ausschließlich dazu, eine syntaktische Leerstelle zu besetzen. Der Beispielsatz Es hängt ein Pferdehalfter an der Wand könnte - ohne es - auch lauten:

Ein Pferdehalfter hängt an der Wand.  oder  

An der Wand hängt ein Pferdehalfter.

Zwischen diesen Sätzen besteht offensichtlich kein inhaltlicher, sondern nur ein stilistischer Unterschied: das Korrelat dient hauptsächlich dazu, dem „eigentlichen“ Subjekt des Satzes, das in solchen Fällen stets auch dessen ® Rhema darstellt, zusätzliches Gewicht zu verleihen.

Das Korrelats-es ist syntaktisch sehr wenig in den Satz integriert: die Form des Prädikats (die ® Kongruenz) richtet sich nicht nach dem es, sondern nach dem inhaltlichen Subjekt des Satzes. Steht dieses im Plural, so nimmt auch das Prädikat eine Pluralendung an, wie die Beispiele Es kamen viele Möpse  und  Es waren Hirten auf dem Felde zeigen.“ [Hentschel / Weydt, S. 321-322]

Grammatisches und logisches Subjekt

„Die ursprüngliche Definition des Subjektes lautete, dass es sich dabei um denjenigen Teil des Satzes handelt, über den etwas ausgesagt wird. Dies trifft aber im folgenden Beispiel nicht zu:  Es graut ihm.            Der Nominativ es bildet zwar das grammatische Subjekt des Satzes; aber es ist die im Dativ gebrauchte 3. Person Maskulinum, über die wirklich etwas ausgesagt werden soll. Ein solches „inhaltliches“ Subjekt, das zwar nicht im Nominativ steht, aber den eigentlichen Gegenstand zur Aussage bildet, nennt man logisches Subjekt. Mit dieser Bezeichnung wird ausgedrückt, dass zwar nicht von der Form her, wohl aber von den logischen Beziehungen her ein Subjekt vorliegt. Das grammatische Subjekt spielt demgegenüber eine völlig untergeordnete Rolle und kann sogar weggelassen werden, sobald das logische Subjekt im Vorfeld steht:  Mich friert. Mir ist unheimlich. Dir wird sicher kalt sein. Mir graut vor dir.

Diese sog. „unpersönlichen“ Konstruktionen sind keineswegs auf das Deutsche beschränkt, sondern kommen auch in vielen anderen Sprachen vor.

Es kommt aber auch vor, dass ein Satz ausschließlich ein grammatisches, jedoch kein logisches Subjekt aufweist. Dies ist besonders bei der Beschreibung von Naturphänomenen häufig der Fall: Es regnet in Strömen. Draußen dämmert es schon. Er sei nach Timbuktu ausgewandert, hieß es überall. Das Pronomen es erfüllt in diesen Fällen nur formal die Funktion eines Subjektes; es kann nicht durch ein anderes Wort ersetzt werden (cf. *Das Wetter regnet in Strömen). Da diese Sätze weder ein logisches Subjekt enthalten noch Passiv-Konstruktionen darstellen, kann das es hier nicht weggelassen werden. Im letzten Beispiel (Er sei nach Timbuktu ausgewandert, hieß es überall) stellt der uneingeleitete Nebensatz keinen Subjektsatz, sondern ein Prädikativum dar.

Subjektlose Sätze

Schließlich kommen auch Sätze vor, die weder ein grammatisches noch ein logisches Subjekt enthalten. Es handelt sich dabei in den meisten Fällen um Passivsätze, deren Vorfeld durch ein anderes Satzglied besetzt ist:

Bis in die Morgenstunden wurde diskutiert.

Angesichts der akuten Gefahr musste sofort gehandelt werden.

Weil das Quorum nicht erfüllt war, konnte nicht abgestimmt werden.

In der IC-Analyse hätten solche Sätze beispielsweise die folgende Kommerung:

((Bis) ((in) ((die) (Morgenstunden)))) ((wurde)(diskutiert)).

Bei einer Darstellung solcher Sätze mit den Mitteln der traditionellen Transformationsgrammatik müsste die leere Subjektstelle auf Tilgungen zurückgeführt werden: Dabei müsste man verschiedene Transformationen vornehmen, um zum gewünschten Ergebnis zu kommen. In der GB-Theorie wird hingegen angenommen, dass die im Passivsatz von vorneherein thematisch leere Subjektsposition auch bis zuletzt leer bleibt, da kein Objekt vorhanden ist, das in sie hineinbewegt werden kann.

In einer Dependenzgrammatik schließlich ergäbe sich folgende Struktur:

Es läge somit ein Satz vor, in dem vom Verb nur eine Angabe (d. h. ein Satzglied, das auch bei allen anderen Elementen des Satzes auftreten kann) abhängig ist, aber keinerlei Ergänzung.“ [Hentschel / Weydt, S. 324-327]

Der Terminus Subjekt wird in der traditionellen, aber auch in der Konstituentenstrukturgrammatik sowie in den ersten Versionen der Transformationsgrammatik als Korrelat von ‘Prädikat’ verwendet, wobei beide als die wesentlichen Bestandteile der binomischen Satz- bzw. Propositionalstruktur und die übrigen Satzglieder als verbabhängige Satelliten verstanden werden.1 Die Dependenz-Grammatik privilegiert dagegen das Verb als einzigen Kern der Satzstrukturen, um den sich sämtliche Dependenzen gruppieren. Somit wird die Sonderstellung des Subjekts aufgehoben und dieses mit den anderen vom Verb abhängigen Satelliten gleichgestellt.2 “[Cartagena / Gauger, 1989, Teil 1, S. 430-431]

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1       Die traditionelle Grammatik hat seit eh und je besagte Grundzweiteilung postuliert. [...] Die Konstituentenstrukturgrammatik und die auf Chomskys Standard-Modell basierende Transformationsgrammatik des Deutschen haben den traditionellen Binarismus des Satzstruktur praktisch unverändert übernommen.  [..] Die herkömmliche Unterscheidung zwischen ‘logischen’und ‘grammatischen Subjekt’ wird in der TG neu formuliert als ‘Subjekt in der Tiefenstruktur’ und ‘Subjekt in der Oberflächenstruktur’.

2   Tesnière  1953 und 1959, nach dem das Subjekt nur ein Aktant neben gleichwertigen anderen ist, kann als geistiger Vater der meisten deutschen Abhängigkeitsgrammatiken gelten. [...] In Lager der TG regt sich auch Widerstand gegen die von der Standardtheorie in diesem Bereich übernommen herkömmlichen Begriffe ‘Subjekt’, ‘Prädikat’, Objekt und die dazu gehörigen Phrasenstrukturregeln des Typs S => NP VP sowie gegen die Annahme des Verhältnisses NP VP in der Tiefenstruktur. Allerdings liegt hier lediglich eine externe Koinzidenz der Ergebnisse vor, was die Aufhebung der Sonderstellung des Subjekts anbelangt, denn bei dem, was die generative Grammatiker und Kasus-Grammatiker aus der Linguistik verbannen, handelt es sich eigentlich um die Bedeutung der Oberflächenstrukturen. Nicht nur das traditionelle Subjekt, sondern auch das traditionelle Prädikat finden überhaupt keinen Platz in der Tiefenstruktur.

     Andere Vertreter der Dependenzgrammatik, wie z. B. Helbig/Buscha, behalten den Terminus ‘Subjekt’ trotz Redefinition seiner Abhängigkeitsverhältnisse hinsichtlich des Verbs bei.

Subjekt [lat. subjectum ‘das (dem Prädikat) Unterworfene’.- Auch: Grundgröße, Satzgegenstand].

Zentrale syntaktische Funktion in Nominativsprachen wie dem Dt., die sprachenabhängig morphologisch, positionell und/oder strukturell gekennzeichnet ist. Die bevorzugte morphologische Markierung ist der Nominativ. Positionell zeichnet sich das S. durch seine satzinitiale unmarkierte Stellung aus. Die S.-Konstituente übernimmt insoweit eine prominente Rolle im Satz, als sie an den Regularitäten einer Sprache eher beteiligt ist als eine Objekt-Konstituente (vgl. Hierarchiegesetze). So kongruiert in den meisten Sprachen das Verb nur mit dem Subjekt, das auch das bevorzugte Bezugselement für Pronomina ist. Die spezifische semantische Rolle des S. ist das „Agens“ (‘Verursacher’)  einer Handlung, obwohl besonders in abgeleiteten Diathesen (z. B. Passiv) das S. sehr unterschiedliche Rollen übernehmen kann, vgl. Diese Nachricht wurde bislang von der Regierung zurückgehalten.

Für solche Fälle, in denen formale und inhaltliche Kriterien für S. nicht zusammenfallen, unterscheidet man zwischen dem grammatischen (auch: syntaktischen) Subjekt (diese Nachricht) und dem logischen Subjekt, das auch als zugrunde liegendes Subjekt bezeichnet wird (von der Regierung).

Unter pragmatisch-kommunikativem Aspekt ist das Subjekt meist das Thema (das Bekannte) des Satzes, während das Prädikat das Rhema (das Neue) bezeichnet.“ [Bußmann, H., S. 748-749]

Subjekt und Prädikat in der formalen Logik

Die Buchstaben S und P erklären sich aus der Tradition der Logik, in der ein Unterschied zwischen Subjekt und Prädikat im Sinne der Grammatik gemacht wurde.

Wir unterscheiden Subjekt und Prädikat nicht in diesem Sinne, sondern sprechen einheitlich von einem Prädikator. Denn in dem Satz «Hunde sind Säugetiere» unterscheidet sich «Hund» logische nicht von «Säugetier». In beiden Fällen handelt es sich um «Prädikate» - oder, wie wir in unserer Terminologie ja sagen, Prädikatoren –, die Gegenständen zugeschrieben werden. (Von einem «Subjekt» dürfen wir in unserer Terminologie korrekterweise nur dann sprechen, wenn ein bestimmter Gegenstand x gemeint ist, den wir auch mit einem Eigennamen benennen könnten: In dem Satz «Hasso ist ein Hund» ist «Hasso» in diesem Sinne Subjekt.).”

[Seiffert, H.: Einführung in die Logik. Logische Propädeutik und formale Logik. München: C. H. Beck, 1973, S.208]

“Wie stellt sich nun die traditionelle Lehre vom Satz vom Standpunkt der logischen Grammatik aus dar? Die Syntax der Logiksprache L unterscheidet sich von der traditionellen Syntax dadurch, dass anstelle des traditionellen Satzschemas Subjekt – Prädikat, das durch Ergänzungen erweitert werden kann, als logisches Grundschema die Einsetzung von Argumenten in ein (Prim-) Prädikat tritt. Dieses logische Prädikat ersetzt das traditionelle grammatische Prädikat. Es unterscheidet sich von diesem dadurch, dass es Ausdrücke enthalten kann, die traditionell als Ergänzungen zählen (z.B. Präpositionen, wie in «liegen-zwischen-und»), und dass es auch nicht immer die Konstante enthält, die traditionell als Prädikat zählt. Ferner kann der analysierende Ausdruck eines Satzes auch Konstanten enthalten, die in ihm selbst nicht vorkommen, und diese neuen Konstanten können sogar logisch die Rolle des Prädikats spielen.

Das traditionelle Satzsubjekt ist logisch gesehen meist eines der Argumente des logischen Prädikats, es verliert aber in der logischen Analyse seine ausgezeichnete Rolle gegenüber den anderen Argumenten, wie z.B. den Satzobjekten. Das Satzsubjekt tritt aber auch in manchen Fällen nicht als Argument des Prädikats auf, wie z.B. in den logischen Formen der Sätze «Alle Löwen sind Säugetiere» und «Hans lief schnell».

Satzobjekte fungieren meist als Argumente des logischen Satzprädikats («Eva liebt Kuno»), sie können aber auch Bestandteile des Arguments sein.”

[Kutschera, F. v.: Sprachphilosophie. München: Wilhelm Fink, ²1975, S. 251-252]

Das semantische Subjekt

Die Notwendigkeit, grammatisches und logisches (semantisches) Subjekt strikt zu unterscheiden, ist unter Wissenschaftlern bekannt und akzeptiert. So stellt sich z. B. in dem Satz

(1) Mutter malt Vater.

Die Frage, ob ‚Mutter’ oder ‚Vater’ als logisches bzw. semantisches Subjekt anzusehen ist (die Frage nach dem grammatischen Subjekt ist hier eindeutig geklärt).

Wie ist der Begriff des ‚semantischen Subjektes’ zu verstehen? Jürgen Pafel beschreibt die zwei grundlegenden Momente der semantischen Subjektdefinition wie folgt:

„[...] (i) die ‚Subjekt-Prädikat-Struktur’ ist eine grundlegende Struktur, die den Inhalt eines Satzes ganz wesentlich formt; (ii) die grammatischen Funktionen Subjekt, Prädikat, Objekt, etc. Sind durch ihren spezifischen Beitrag zum den Inhalt eines Satzes definiert. [...]

Unter ‚Subjekt-Prädikat-Struktur’ ist zunächst nichts anderes zu verstehen als die seit dem Sophistes [...] und Peri hermeneias geläufige Auffassung, dass eine einfache Aussage die Verbindung eines Nomens (onoma) und eines Verbums (rhema) ist, durch die einem Gegenstand etwas zu- oder abgesprochen wird, bzw. die Auffassung, dass das Subjekt (hypokeimenon) der Gegenstand ist, dem durch die Aussage etwas zu- oder abgesprochen wird, und das Prädikat (kategorumenon) das ist, was dem Gegenstand zu- oder abgesprochen wird.“

Das semantische Verständnis über das Subjekt hängt eng mit dem syntaktischen Verständnis des Subjektes zusammen. Allgemein kann man das semantische Verhältnis zwischen Subjekt, Prädikat und Objekt durch die Relationen (2) bis (4) beschreiben:

(2) X weist Y eine semantische Rolle zu

(3) X nimmt Y als semantisches Argument

(4) X ist genau dann das logische Subjekt zu Y, wenn X semantisches Argument von Y ist, eine semantische Rolle von Y erhält und Y ein Prädikat ist; X ist genau dann logisches Objekt zu Y, wenn X semantisches Argument von Y ist, eine semantische Rolle von Y erhält und Y eine lexikalische Einheit ist Parallel zu (2) bis (4) definieren sich die grammatischen Relationen zwischen Subjekt, Prädikat und Objekt:

(5) X weist Y eine syntaktische Rolle zu

(6) X nimmt Y als grammatisches Argument

(7) X ist genau dann das grammatisches Subjekt zu Y, wenn X grammatisches Argument von Y ist, eine syntaktische Rolle von Y erhält und Y eine VP ist; X ist genau dann grammatisches Objekt zu

Y, wenn X grammatisches Argument von Y ist, eine syntaktische Rolle von Y erhält und Y eine lexikalische Einheit ist

Logisch-semantische und grammatische Relationen können also absolut parallel aufeinander abgebildet werden. In der Literatur wird diese Abbildung nicht so eineindeutig verstanden wie hier gezeigt. Bei passivischen Konstruktionen entspricht dem allgemeinen Verständnis zufolge das grammatische Subjekt dem logisch-semantischen Objekt eines Satzes; das grammatische Objekt hingegen kann mit dem logisch-semantischen Subjekt gleichgesetzt werden, wie es in (8) (im Vergleich zu (1)) offensichtlich der Fall ist:

(8) Mutter wird von Vater gemalt.

Die Frage, ob passivische Konstruktionen im Gegensatz zu den korrespondierenden aktivischen Konstruktionen tatsächlich das Verhältnis zwischen grammatischen und logisch-semantischen Relationen vertauschen, oder ob auch bei passivischen Konstruktionen grammatische und logisch-semantische Relationen übereinstimmen und dann die logisch-semantischen Relationen doch in jedem Fall durch die grammatischen Relationen abgebildet werden, wird nun beantwortet. Dazu ist es zunächst notwendig, Subjekt und Prädikat auf semantischer Ebene zu definieren.

Subjekt und Prädikat eines Satzes sind über eine sog. Prädikationsbeziehung miteinander verknüpft.

„Es sieht nun so aus, als ob es mehrere Prädikationsbeziehungen gäbe: (eine Handlung) ausführen, (einem Prozess) unterliegen, sich (in einem Zustand) befinden, (eine Eigenschaft) aufweisen. Für

Klassifikationsaussagen kann man hinzufügen: Exemplar (einer Art) sein.“

Diesen speziellen Prädikationsbeziehungen liegt nun eine Meta-Prädikationsbeziehung zugrunde, die auch ‚Relation der Erfüllung’ genannt werden kann. Alle Prädikationsbeziehungen zeichnen sich schließlich dadurch aus, dass ein Gegenstand (Subjekt) in einer Relation (bzw. Prädikatsbeziehung) einen Begriff (Objekt) erfüllt.  Solch eine Prädikationsbeziehung wird dann auch Proposition genannt. Allgemein gilt:

(9) Eine spezifische Proposition besteht aus einem Gegenstand G, einem Begriff B und der Relation der Erfüllung derart, dass G zu B über die Erfüllung in Beziehung gesetzt ist.

bzw. in allgemeiner Form:

(10)    <E,G,B>

Für Satz (1) gilt dann nach (10):

(1’) <E, Mutter, erfüllt die Handlung Vater-malen> ‚Mutter’ ist also eindeutig sowohl grammatisches, als auch logisch-semantisches Subjekt (Gegenstand) des Satzes (1), d.h.  gleichzeitig, dass Relation (4) mit Relation (7) in diesem Satz genau eineindeutig verknüpft ist. Wie kann aber Satz (8), der die passivische Konstruktion zu Satz (1) darstellt, über die Proposition (10) dargestellt werden? Zwei mögliche Lösungen sind dafür vorhanden:

(8’) <E, Mutter, erfüllt den Vorgang von-Vater-gemalt-zu-werden>

(8“) <E, Vater, erfüllt die Handlung Mutter-malen>

Welche dieser auf Satz (8) bezogenen Propositionen entsprechen nun dem Satz genauer? Dazu ist es sinnvoll, wenn die in (8’) und (8“) abgebildeten Propositionen laut Regel (9) zurückübersetzt werden. Dann ergibt sich:

(11)     Mutter wird von Vater gemalt.

(12)    Vater malt Mutter.

Offensichtlich stimmt nur Satz (11) mit dem Ausgangssatz (8) überein.

(12)     besitzt zwar eine zu (11) ähnliche Aussage, aber eine ein(ein)deutige Identität zwischen den beiden Sätzen kann nicht festgestellt werden. Hier wird folgendes deutlich:

(13) Zwei Sätze sind nur dann genau identisch, wenn Ihre Propositionen <E,G1,B1> und <E,G2,B2> ganz genau identisch sind, d.h., wenn G1=G2 und B1=B2.81

Auf logisch-semantischer Ebene unterscheiden sich die Sätze (11) und (12)betrachtet nicht voneinander. Durch die Propositionen wird aber deutlich, dass ein gewaltiger semantischer Unterschied besteht: die Prädikate beider Sätze sind – auch wenn sie auf dem selben semantischen Prädikat basieren – jeweils mit einer anderen Bedeutung belegt. Bei Satz (1) erfüllt G = Mutter B = Vater-malen; bei Satz (8) hingegen erfüllt G = Mutter B = von-Vater-gemalt-werden. Zwischen dem (Aktiv)prädikat ‚malen’ und seinem Partizip Präsens (das durchaus als Passivprädikat beschrieben werden kann) ‚gemalt werden’ besteht also nicht nur ein grammatischer Unterschied (Aktivkonstruktion/Passivkonstruktion), sondern gleichfalls ein logisch-semantischer Unterschied, da die Aktiv- und Passivform des Prädikates jeweils eine andere Bedeutung tragen.

Diese Bedeutungsverschiedenheit der Prädikate hat nun zur Folge, dass die in (2) bis (7) definierten Relationen in beiden Sätzen identisch sind und gleichzeitig jeweils eine eineindeutige Zuordnung der grammatischen und logisch-semantischen Ebene möglich ist. Umschreibt man Satz (1) in einer Prädikat-determinierenden Form als

(14) MALEN (Mutter, Vater)

So kann man dem Satz (8) in paralleler Form gegenüberstellen, wenn man das Prädikat entsprechend mit einem Passiv-Marker versieht:

(15) ^MALEN (Mutter, Vater)

Die angenommene Aussage, dass in Passivsätzen das grammatische Subjekt das logische Objekt und das grammatische Objekt das logische Subjekt –den Gegenstand – beschreibt, muss ergänzt werden. Auch in Passivsätzen ist die logisch-semantische Relation eineindeutig durch die grammatische Relation abgebildet.

Noch deutlicher wird der semantische Unterschied zwischen Aktiv- und Passivprädikaten, wenn reine Subjekt-Prädikat-Sätze (ohne Objekt) untersucht werden:

(16) Mutter will malen.

(16’) <E, Mutter, erfüllt die Bedingung malen-zu-wollen>

(16“) MALEN WOLLEN (Mutter, -)

(17) Mutter will gemalt werden.

(17’) <E, Mutter, erfüllt den Vorgang gemalt-werden-zu-wollen> (17“) ^MALEN WOLLEN (Mutter, -)

Diese Beispielsätze zeigen, dass, entgegen allgemeiner Angaben (s.o.), grammatisches und logisch-semantisches Subjekt sowohl in Aktiv-, als auch in Passivsätzen übereinstimmen.“

[Subjekt.de: http://members.aol.com/jctroester/subjekt/navigation.html]

Wer ist ein Subjekt?

Wird im alltäglichen Sprachgebrauch ein Mensch als Subjekt bezeichnet, so zeugt dies nicht gerade von Hochachtung. Selbst wenn das normalerweise dazugefügte Eigenschaftswort ›verkommen‹ verschluckt wird: es lässt sich nur schwerlich überhören. Geht es im Leben darum, gerade kein Subjekt zu sein, so gilt in der Philosophie das Gegenteil: hier kommt alles darauf an, das Wahre als Subjekt zu fassen. In der Philosophie der Neuzeit ist das Subjekt ein Begriff von höchstem Rang. Dem war allerdings auch nicht immer so. In der scholastischen Philosophie des Mittelalters wurde subjectum ganz gewöhnlich als das Zugrundeliegende, d. h. als objektiv Seiendes, das sich uns gegenwärtig und real darbietet, verstanden; das Objekt war dann ganz konsequent dieses selbe Sein in der Weise der Vorstellung, also im Denken. Mit Beginn der neuzeitlichen Philosophie wird dieses Verhältnis auf den Kopf gestellt: Subjekt ist nicht mehr das dinglich vorhandene substantielle Etwas; es ist im Gegenteil die an ein Ich gebundene geistige Tätigkeit. Das eigentlich Seiende wird von nun an nicht mehr im Sein, sondern im Bewusstsein gesehen. In der Philosophie ist dieser Sprachgebrauch seither verbindlich geblieben.”

[Gekle, Hanna: Wunsch und Wirklichkeit. Bochs Philosophie des Noch-nicht-Bewussten und Freuds Theorie des Unbewussten. Frankfurt a. M.: Suhrkamp, 1986, S. 177]

Sujeto (lat. subiectum, que es la traducción dada por Boecio del gr. hypokeímon, ‘quos praedicati suscipit dictionem’). En la gramática tradicional, el sujeto es la posición sintáctica del actante que realiza la acción expresada por el verbo, al que generalmente le corresponde el caso superficial del nominativo. Si se toma en consideración la estructura semántica o lógica de una frase podemos obtener una noción de sujeto que no coincide con el de esta gramática: en a mí me parece justo yo soy el sujeto lógico de la frase, mientras que gramaticalmente se habla de algo que parece. Si se adopta una estructura con predicados y argumentos, el sujeto no es más que uno de los argumentos y no posee una posición privilegiada respecto a los otros; en yo como fruta se predica la acción del comer referida a mí y restringida a la fruta.“

[Cardona, Giordio Raimondo: Diccionario de lingüística. Barcelona: Ariel, 1991, p. 267]

„El uso del sintagma S es la forma menos marcada y más frecuente para indicar los temas de un texto. La distribución estadística de formas depende por lo tanto de la temática de cada texto.“

[Metzeltin, Michael: Semántica, pragmática y sintaxis del español. Wilhelmsfeld: Egert, 1990, p. 150]

„En distintos estudios lingüísticos, es posible encontrar la distinción entre sujeto lógico, sujeto gramatical y sujeto temático o sicológico. Si aplicamos esta distinción al análisis de, por ejemplo, el niño fue golpeado por un ladrón, podemos establecer las siguientes propuestas: el niño, teniendo en cuenta que es el sintagma nominal que determina la concordancia verbal, sería el sujeto gramatical; un ladrón, por su carácter agentivo, sería el sujeto lógico, y el niño, además de ser sujeto gramatical, sería también el sujeto temático o sicológico, dado que indica el asunto sobre el que versa la comunicación, es la expresión que el hablante utiliza para identificar aquello de lo que está hablando (Sandmann, M.: Subject and Predicate. A Contribution to the Theory of Syntax. Heidelberg: C. Winter Universitätsverlag, ²1972; Lyons, J: Semantics 1, 2. Cambridge: Univ. Press, 1977: 500).

Si aceptamos los tres niveles del análisis lingüístico que Daneš (1966, 1967, 1968) propone, la noción de sujeto gramatical la estudiaremos en el nivel de la estructura gramatical de la oración (sentence); la noción de sujeto lógico, relacionada generalmente con el rasgo semántico [+agentivo], en el nivel de la estructura semántica de la oración y la noción de sujeto temático, en el nivel de la organización temática y contextual del enunciado (utterance).

La noción de sujeto temático, aunque ya contenida en la exposición de la distinción entre sujeto y predicado de la más antigua tradición gramatical de occidente, debe mucho a los lingüistas de la Escuela de Praga (Mathesius 1928, Firbas 1966a, 1966b, Daneš 1967, etc.), quienes utilizan los términos tema y rema con un significado muy próximo al que les damos en este trabajo.1  

[Porroche Ballesteros, Margarita: Aspectos de la atribución en español. (Las construcciones con un atributo adjetivo que se refiere al sujeto). Zaragoza: Libros Pórtico, 1990, p. 144]

«Predicado psicológico o lógico. Así se ha denominado alguna vez a la parte de la frase que va en segundo lugar (sin tener en cuenta que, gramaticalmente, sea o no el predicado), entendiendo que, en la ordenación de los elementos oracionales, los primeros funcionan como sujeto lógico o psicológico de los que siguen. En una frase como se ha ido tu padre, la porción se ha ido es el sujeto psicológico o lógico, frente a tu padre, que es el predicado psicológico o lógico. La distinción entre ambos fue establecida por Henri Weil, que los llamó, respectivamente, notion initiale y bout du discours. La nueva denominación fue adoptada por otros lingüistas como Gabelentz, Mauthner y Schuchardt. Este último escribe: “Das Folgende ist immer Prädikat, das Vorausgehende Subject”.»

[Lázaro Carreter, F.: Diccionario de términos filológicos. Madrid: Gredos, 1967, p. 33o-331]

«Podemos detectar al menos dos sentidos distintos para la noción de sujeto; por un lado, esta se asocia con un determinado valor semántico, una relación con el predicado: es generalmente el agente o causante de la acción expresada por aquél. Nos referimos a este sentido del término como ‘sujeto lógico’. Por otro lado, el término ‘sujeto’ se relaciona con una función gramatical asociada, cuando se expresa mediante un pronombre, a un caso (el nominativo) y expresada formalmente por medio de la concordancia verbal: es el ‘sujeto gramatical’. La primera de estas propiedades implica que el valor semántico del sujeto no depende sólo del verbo, sino del conjunto formado por este y sus complementos, que configuran el sintagma verbal. Así, el sintagma el niño tiene un papel semántico de experimentante en

El niño tiene frío.

y de poseedor en

El niño tiene un tren eléctrico.

debido al tipo de complemento que acompaña al verbo.

Por razones análogas, el sujeto lógico nunca incide en la significación verbal, a diferencia de lo que ocurre con los objetos. En las oraciones anteriores, el proceso o estado expresado por el predicado es el mismo con independencia del sujeto que elijamos. De los ejemplos anteriores se desprende asimismo que no siempre es el de agente o causante el valor semántico atribuido al sujeto: tal valor depende de la significación verbal y de la naturaleza del predicado. Lo que conviene tener presente, en definitiva, es que las de agente, causante, productor, etc., son funciones semánticas, no sintácticas, si bien hay una relación estrecha entre unas y otras.

Según lo dicho, no siempre hay coincidencia entre el argumento del que se predica algo, generalmente con papel semántico de agente/causante, y aquel que determina las relaciones de concordancia. Un caso manifiesto es el que presenta el inglés en oraciones existenciales, donde la concordancia se establece con el elemento posverbal, meintras que el argumento del que se predica es, en realidad, un lugar, que aparece expresado en forma de adverbio locativo (there, “ahí”).»

[Fernández Soriano, O. / Táboas Baylín, S.: “Construcciones impersonales no reflejas”. En: Bosque, Ignacio / Demonte, Violeta (eds.): Gramática descriptiva de la lengua española. Madrid: Real Academia Española / Espasa Calpe. 1999, vol. 2, § 27.1, p. 1727]

«El sujeto - ‘sujeto lógico’ y ‘sujeto gramatical’

Es innegable que la función semántica de ‘agente’ (en construcciones pasivas) suele estar asociada con la función sintáctica de sujeto, pero la generalización inversa (es decir, la relación entre la función sintáctica de sujeto y el papel semántico de agente) no se sostiene: existen sujetos pacientes (La casa fue construida en 1960), destinatarios (María recibió una carta) o experimentantes (Juan teme a los fantasmas). Estos ejemplos nos muestran que no siempre es el agente o causante el valor semántico que se atribuye al sujeto. Tal valor depende de la significación verbal y de la naturaleza del predicado: verbos que no denotan acciones, como tener o saber por ejemplo, no tienen sujetos agentes (en una oración como Juan tiene frío el nombre propio Juan no desempeña la función semántica de agente, sino la de experimentante.

La disociación que existe entre el argumento con papel semántico de agente/causante y aquel que determina las relaciones de concordancia se manifiesta, también, en el comportamiento de una serie de verbos intransitivos del tipo de crecer, engordar, llegar, pasar, avanzar, etc., cuyo único argumento (con el que concuerdan) desempeña la función semántica de tema o paciente. Algo similar ocurre con los verbos que denotan una actividad psicológica, como gustar, apetecer o doler, cuyo sujeto gramatical desempeña la función de experimentante, y no la de agente. Este tipo de disociación es lo que está en la base de la distinción que hacen algunos autores entre ‘sujeto lógico’ y ‘sujeto gramatical’, que es con el que se establece la necesaria relación de concordancia.»

[Eguren, Luis / Fernández Soriano, Olga: La terminología gramatical. Madrid: Gredos, 2006, p. 39-40]

«Oración (S x P) / Frase

El mantenimiento de la relación sujeto-predicado como criterio definitorio de la oración (o de la proposición o de la cláusula, según los autores) es un tributo secular que los gramáticos venimos pagando a la Lógica. Poco a poco la Gramática se ha ido desprendiendo de escorias logicistas, pero en el concepto de oración se han mantenido hasta hoy, de forma subrepticia e inconsciente, algunas características no justificables ni deseables. Podríamos esquematizar este proceso en los siguientes pasos:

1)    En un principio, tanto la oración como el juicio lógico (el lóogos apophantikós aristotélico) se definen de igual forma: como la unión de un nombre y de un verbo. Esta es la concepción que se mantiene en nuestros gramáticos clásicos.

2)    En el Racionalismo, con la subordinación total de la Gramática a la Lógica, la oración pasa a ser concebida como la “expresión de un juicio lógico”. Como en el juicio hay dos elementos necesarios, tales componentes habrán de aparecer necesariamente en la oración: el sujeto y el predicado.

3)    Se elimina la definición logicista de la oración, pero se sigue manteniendo su organización interna en sujeto y predicado, definidos en términos logicistas: “el predicado es lo que se afirma o se niega del sujeto” y viceversa. En algunos casos estas definiciones se han mantenido hasta nuestros días.

4)    Por último, se sustituye la definición logicista de los términos sujeto y predicado por una caracterización formal (concordancia, orden, etc.); pero se sigue manteniendo intocable la composición binaria de la oración (y esto a pesar de que son muchos los gramáticos que tras definir así la oración, reconocen, contradictoriamente, que el elemento nuclear es el verbo).

Existían y existen oraciones que no sólo no llevan sujeto, sino que –y esto es lo más importante– no pueden llevarlo. Para tales casos se crea un conjunto especial de oraciones (las impersonales) que constituyen en sí una contradicción interna con el concepto de oración de que se parte: por un lado, se exige a la oración la presencia de sujeto y de predicado y, por otro, se habla de oraciones que no pueden tener sujeto. Si se concluye que las impersonales son oraciones y que no llevan sujeto, esto implica necesariamente una revisión del concepto mismo de oración. [...]

Existen autores que niegan la existencia de sujeto en los verbos atmosféricos. Si la estructura sujeto-predicado tenía razones logicistas, también desde posiciones logicistas se ha llegado a rechazar la necesidad de que los juicios (y, por consecuencia, también las oraciones) posean obligatoriamente una estructura bimembre. Franz Brentano advirtió la existencia de juicios unimembres, juicios téticos (del tipo: llueve, nieva, etc.) frente a los juicios categóricos (del tipo El niño estudia). Esta teoría ha sido seguida por A. Marty y reivindicada no hace muchos años por Kuroda.

Desde el fenomenologismo, L. P. Piccardo afirmaba también: “Llueve, truena... traducen una apercepción fenomenista, reflejan un hecho puro y simple, sin referencia a un objeto sujeto”. En términos semejantes se ha manifestado C. Hernández: en las “oraciones cuyo verbo, por sí solo, significa un fenómeno meteorológico... el hablante centra toda su atención en el proceso, en el fenómeno –en el predicado verbal– sin preocuparse en absoluto del agente que lo provoque”. [...]

Existen, por último, teorías que se apartan de la concepción binarista de la oración. Se sostiene que hay un elemento nodular: el verbo finito o conjugado. [...] L. Tesnière pensaba que el esfuerzo de mantener en un mismo nivel sujeto y predicado se debía a la secular influencia de la Lógica sobre la Gramática: “En ninguna lengua, ningún hecho propiamente lingüístico invita a oponer el sujeto al predicado”. El sujeto estaría subordinado al verbo como el complemento directo o el complemento indirecto. [...]

La unidad oración, definida como la unión interdependiente de sujeto y de predicado, es innecesaria en la descripción lingüística. ¿Se puede seguir hablando de oraciones? Se puede, siempre y cuando se tenga conciencia de que este término es equivalente o variante contextual de frase verbal. Son una misma cosa y de ambas se pueden decir las mismas cosas.[...]

Esta solución, en la que la categoría oración deja de ser distinta a la de verbo o frase verbal, otorgaría mayor simplicidad al tratamiento de algunos adyacentes del infinitivo y del gerundio. En secuencias

Al salir el sol,

Saliendo el sol,

se dice que el sintagma el sol no puede ser sujeto porque no concuerda con el verbo. Este hecho es fácilmente explicable: no se da concordancia porque hay un hecho formal que lo impide (infinitivo y gerundio son invariables a la marca de número y de persona). [...] Los llamados adyacentes temáticos pueden ser sustituidos por un referente tónico del paradigma de los pronombres sujeto /yo, tú, él-ella-ello, nosotros-as, vosotros-as, ellos-as/. Si esto es así hemos de concluir que lo que realmente pesaba para no considerarlos sujeto era esta argumentación:

a)    El sujeto es uno de los constituyentes esenciales de la oración.

b)    Si decimos que sintagmas como el sol son sujeto, se habría de concluir que la secuencia Al salir el sol es una oración, pues si se da sujeto también existiría predicado.

Desde nuestra perspectiva, hablar de sujeto no implica necesariamente afirmar la existencia de oración, ya que el sujeto es un elemento subordinado al verbo como lo son el implemento, el complemento, etc. Y si el infinitivo y el gerundio pueden llevar implemento, complemento, etc. no vemos obstáculo alguno para que no puedan tener un elemento subordinado llamado sujeto.

En consecuencia, no necesitamos dos designaciones para denotar a una misma relación sintáctica: el adyacente temático no es otra cosa que un sujeto

[Gutiérrez Ordóñez, Salvador: La oración y sus funciones. Madrid: Arco Libros, 1997, p. 56 sigs.]

«Oración y frase

El mantenimiento de la relación sujeto-predicado como criterio definitorio de la oración (o de la proposición o la cláusula, según los autores) es un tributo que los gramáticos han venido pagando a la lógica.

La existencia de las oraciones impersonales pone en entredicho el concepto mismo de oración, en cuanto unión de un sujeto y un predicado. El sujeto, de elemento necesario y situado en el mismo nivel jerárquico que el predicado, pasa a ser una función subordinada al verbo.

La idea de que en la oración ha de haber un elemento nuclear, un verbo conjugado, está presente en la mayor parte de los gramáticos, quienes, de forma contradictoria, lo hacen compatible con la definición de esta unidad como la unión de un sujeto y un predicado.

En este sendito, S. Gili Gaya, por ejemplo, concibe la oración como el conjunto formado por “un verbo personal, con todos los elementos que directa o indirectamente se relacionan con él”, y, de forma más explícita, declara que “en una elocución habrá, por consiguiente, tantas oraciones gramaticales como verbos en forma finita contenga” (14),

L. Tesnière, por su parte, opina que “en ninguna lengua, ningún hecho propiamente lingüístico invita a oponer el sujeto al predicado” (1944: 172). El sujeto estaría subordinado al verbo como el complemento directo y el complemento indirecto. Los argumentos que aporta son éstos:

a)    mientras que el sujeto puede faltar, el predicado es obligatorio;

b)    dentro de la oración, existen otros elementos cuya naturaleza es comparable a la del sujeto (objeto directo y objeto indirecto);

c)     oponer el sujeto al predicado oculta el carácter intercambiable de los actantes, que está en la base del mecanismo que une las construcciones activas y las pasivas;

d)    la posición tradicionalista oscurece la teoría de los actantes y de la valencia de los verbos;

e)    igualmente, oscurece la teoría de la junción y de la traslación, que se presentan claras cuando se considera al verbo como núcleo de la oración (172-174).

Los argumentos del lingüista francés son sólidos, pero sigue hablando de oración por un lado, y de frase, por otro. Sin embargo, como observa S. Gutiérrez Ordóñez, si se define la frase como una secuencia caracterizada por la presencia de un elemento más, opcionalmente, la de sus términos subordinados, no hay diferencia cualitativa que permite seguir oponiendo la frase a la oración. Por ello, este autor, en 1984, reformula el esquema de 1978 de esta manera: enunciado = signo enunciativo + esquema sintagmático: a) monádico: a1) verbal: “El niño estudia”, a2) sustantivo: “Guerra en Nicaragua”, a3) adhetuvi; “¡Estupendo!”, a4) adverbial: “¡Bien!”; b) diádico: “Sin duda que todo es una farsa”.

Con esta solución, según S. Gutiérrez Ordóñez, entre otras cosas: a) se abandona el influjo del logicismo sobre la gramática; b) se explican todos los casos de lo que tradicionalmente se denominaba oración sin incurrir en contradicciones internas, y c) se ofrece una interpretación más sencilla del mecanismo de la transposición (268).»

[Hernando Cuadrado, Luis Alberto: Introducción a la teoría y estructura del lenguaje. Madrid: Editorial Verbum, 1995, p. 69-70]

«Sujeto/tópico

Desde mi punto de vista, el núcleo predicativo instaura siempre una relación de modo de suceder respecto a la realidad extralingüística y, eventualmente (la mayoría de los casos), una relación de determinación respecto a un determinando Ø (sujeto).

Aquí estriba la distinción sujeto/tópico. Este último concepto es esencialmente dinámico y se relaciona con las parejas opositivas +/- singularizado, +/- mentado, +/- conocido por el hablante y, eventualmente, por el oyente; por el contrario, sujeto (determinando Ø) es término de una relación determinativa respecto a otro elemento, el núcleo predicativo, que establece una doble relación: de evento, respecto a la realidad extralingüística y determinadora, respecto al determinando Ø (sujeto). O todavía más claro, una unidad con o sin referencia determinanda adquiere por virtud de la acción de hablar una determinación que la convierte en unidad con o sin referencia que sucede de algún modo (significado categorial del verbo) en la realidad extralingüística. Este modo de ver nuestro vendría además avalado por la epistemología: sólo es concebible lo fenomenológicamente sustantivo. Esto quiere decir que el núcleo predicativo le añade al sujeto una determinación de evento, es decir, que tal unidad simple o compleja sucede de algún modo en el fuera del hablar.

No podemos hablar de una dicotomía lingüística sujeto-predicado, sino todo lo más de una relación entre el llamado sujeto (determinando Ø) y el núcleo predicativo, en el nivel de los enunciados y, consecuentemente, del número finito de los mismos que constituyen los esquemas oracionales, pero que esta relación predicativa es en puridad, es decir, claramente y sin rodeos, una relación entre un determinando y su determinador inmediato

[Báez San José, Valerio: “Una teoría desde el hablar a las lenguas para la comparación lingüística de las unidades significativas”. En: Wotjak, Gerd / Cuartero Oral, Juan (eds.): Entre semántica léxica, teorías del léxico y sintaxis. Frankfurt a. M.: Peter Lang, 2005, 319-320 y Anm. 38]

«Gramática de dependencias

Para L. Tesnière (1959), el nudo central de la frase, el elemento regente, es el verbo, del cual dependen todos los demás. Sintácticamente, el verbo rige a los demás elementos subordinados, sin embargo, semánticamente, son los elementos subordinados (actantes) los que determinan de una u otra forma al verbo.

Los verbos se clasifican, según el número de actantes que rijan, en 1) verbos sin actantes o “avalantes”; 2) verbos de un actante o monovalentes; 3) verbos de dos actantes o transitivos, y 4) verbos de tres actantes o trivalentes. [...]

El establecimiento de la llamada “gramática de dependencias”, postulada en principio por L. Tesnière y que posteriormente aplican R. Hudson (1976) y J. Owens (1981), evita tener que considerar la dicotomía sujeto y predicato como universal lingüístico, desde el momento en que se considera el sujeto como un complemento más del verbo, del cual depende. Con lo cual tienen explicación, pues, las oraciones sin sujeto, avalentes en la terminología de L. Testnière, del tipo llueve, truena. [...]

Habría que cuestionarse, al considerar que todos los actantes determinan al verbo, si el sujeto determina también al verbo o, por el contrario, el tipo de determinación semántica no es a partir del sujeto, es decir, si no es el verbo el que determina al sujeto. En este sentido, creemos que la organización semántica de la oración se estructura a partir de un determinando y un determinador, que constituyen un determinado. De este modo, lo que conocemos como sujeto es un determinando, que necesita ser complementado; si con la determinación del verbo expresamos un enunciado completo, obtenemos un determinado:

Juan (determinando) – corre (determinador) = Juan corre (determinado).»

[Espinosa, Jacinto: Estructuras sintácticas transitivas e intransitivas en español. Cádiz: Universidad de Cádiz, 1997, p. 111 n. 20 y 21]

«Sujeto y predicado

Si el sujeto es “aquello de lo que se predica algo”, entonces, ¿qué es el predicado?, ¿aquello que se predica del sujeto?; ¿no estamos, en este caso, ante un callejón sin salida? En este sentido, véase V. Báez (1984: n. 16):

“... tanto en las lenguas acusativas como ergativas, lo que llamamos sujeto dista mucho de ser algo coherente desde el punto de vista de lingüística general. Autores como R. D. Vn Vallin, Jr. sostienen que el sujeto, mejor llamado pivot sintáctico, viene determinado preferentemente en algunas lenguas por la referencia, por aspectos pragmáticos”.

Más explícitamente es estudiada dicha función sintagmática por V. Báez San José (1987ª), quien ya apuntaba que a lo máximo que se había llegado hasta el momento era a identificar dicha función sintagmática en el discurso, pero a una definición estrictamente lingüística en términos de determinación semántica. En este sentido, es definido el sujeto, dentro del marco de la teoría de los esquemas sintáctico-semánticos, como el determinando cero estático, a quien todos los elementos del esquema oracional, que es independiente del contexto y la situación lingüísticos, determinan directa o indirectamente.»

[Espinosa, Jacinto: Estructuras sintácticas transitivas e intransitivas en español. Cádiz: Universidad de Cádiz, 1997, p. 105 n. 3]

«Realidad y lengua

No podemos confundir la realidad objetiva con el significado lingüístico; por tanto, debemos diferenciar entre realidad y lengua. Cfr. en este sentido, E. Coseriu (1977: 96):

“hay que guardarse de reducir la estructuración lingüística a la estructuración objetiva de lo real, buscando, por ejemplo, en el lenguaje los rasgos y límites propios de los objetos”.

Por otra parte, “inventarse” un sujeto para este tipo de verbos [que expresan fenómenos naturales] no deja de ser un intento de adecuar la lengua no sólo a los hechos de la realidad, sino a los hechos “lógicos”, tal como posteriormente harían los lingüistas de la semántica generativa, ya que no conciben que la lengua pueda expresar fenómenos sin una variable de la que predicar algo (el llamado sujeto). En este sentido, el lingüista debe intentar explicar “cómo hablamos” y no “cómo es la realidad a la que nos referimos al hablar”. ¿No sería más acertado, pues, considerar que existen fenómenos de la naturaleza que se expresan en español mediante núcleos predicativos que no determinan ninguna variable, sino que están determinados en sí mismos y por tanto no tienen “sujeto”?. Cfr. en este sentido V. Báez San José (1982 y 1988).»

[Espinosa, Jacinto: Estructuras sintácticas transitivas e intransitivas en español. Cádiz: Universidad de Cádiz, 1997, p. 48 n. 53]

„Como se ve, con ello Aristóteles ha hecho dar un paso gigantesco a la filosofía. Pero en definitiva lo que ha hecho ha sido concebir de una manera grandiosa los temas que venían rodando por la filosofía desde Anaximandro hasta la Academia platónica. Primero, los sentidos del ser. Segundo, el ser como ousía. ¿Qué se entiende por ousía? Aquí empieza lo específico de Aristóteles. [...] Que la realidad sea ousía, es algo que ya dijo de manera más o menos vaga Platón. Que esa ousía responda a un modo de ser, esto se nos viene diciendo y se viene buscando desde antiguo (pálai). Pero decir que la ousía es subjectum (hypokéimenon), esto es lo específicamente aristotélico.[...] Aristóteles llega a la idea de que la substancia es un sujeto (hypokéimenon) por las dos vías, por la vía del logos y por la vía del movimiento. [...] Ahora bien, Aristóteles identifica sin más las dos vías y este es uno de los problemas más graves.

¿Decir que todo está en movimiento significa que lo que está en movimiento está bajo el movimiento? ¿Significa que este estar debajo es exactamente el debajo que representa el sujeto de una predicación? Esto está muy lejos de ser verdad; sujeto de predicación lo podemos hacer de todos, hasta del propio ser y podemos decir que el ser es esto y lo otro. Pero ser sujeto de predicación no significa que en realidad tenga estructura subjetual y mucho menos aún que esa realidad subjetual sea lo que subyace al movimiento. Una cosa es que el movimiento afecte a la totalidad de la cosa que se mueve, y otra que la cosa que se mueve sea una especie de sujeto sobre el cual va transcurriendo eso que llamamos movimiento. Como quiera que sea, Aristóteles se centra en el sujeto; pero aquí se encuentra otra vez con una grave dificultad: ¿qué es ese sujeto?

Aristóteles, eterno insatisfecho, vuelve a tropezar con todas las dificultades de la filosofía anterior. En primer lugar, sujeto se entiende como la materia de que están hechas las cosas, pues nada aparece de nada. Esa materia, decía Aristóteles, es sub-jectum (hypokéimenon), pero propiametne hablando no es substancia puesto que carece de determinaciones. Es aquí donde reaparece el motivo de Anaximandro. Pero, se dirá, estas determinaciones están impresas en la materia y son las que constituyen la esencia (ousía), como algo kath’autó. Esto es verdad; pero el hombre, cada uno de los mortales nace y muere: ¿es la «forma», es decir, la esencia de cada uno de estos hombres el sujeto, la verdadera sustancia? Tampoco, diría Aristóteles, porque, en efecto, nace y muere cada uno de estos hombres, pero él entiende que nacer y morir significan unir o separar la materia prima de alguna de sus determinaciones esenciales. La línea de la generación es indefinida; de ahí que, si bien es verdad que cada uno de los hombres muere y cada ser viviente muere, sin embargo la materia prima y su determinación esencial – su forma sustancial (morphé), en su terminología – son inmortales. Lo que entendemos por sujeto es la complexión (symploké) de la materia y la forma.

Sin embargo, cabe decir a Aristóteles: ¿no se diluye con esto el concepto de sustancia? Cuando yo hablo de Sócrates, ¿hablo de que Sócrates es hombre o hablo de la humanidad concreta de este Sócrates que tengo delante de mí, que al fin y al cabo es lo que cuenta? Como buen griego, a Aristóteles se le va de las manos este problema si es verdad que la realidad está moviéndose, engendrándose y pereciendo de la forma en que acaba de decir Aristóteles. Él se plantea, entonces, la cuestión de qué es lo que suscita este movimiento.

La materia prima de suyo sería indiferente para tener esta o la otra forma, la pura forma sería el eîdos platónico. ¿Quién es, entonces, el que va a hacer que esas formas estén impresas en la materia? Para esto Aristóteles tiene una solución que podríamos llamar astuta y que consiste en decir que el mundo no ha sido hecho por ningún dios (theós), que Dios no mueve el mundo, pero «suscita» el movimiento del mundo, sin que ese Dios quede afectado por ello en nada. El theós de Aristóteles es la única sustancia, ingenerable e incorruptible, que no tiene por función producir loas demás sustancias del mundo ni tan siquiera ponerlas en movimiento, sino tan sólo suscitar en ellas el movimiento. ¿Cómo lo suscita? Es el ejemplo favorito de Aristóteles: Como el objeto del amor y del deseo mueve sin ser movido. Suscita el deseo, pero a él, al amado, no tiene por qué pasarle nada. Le pasaría si a su vez estuviese enamorado del otro; pero, en sí mismo, mueve sin ser movido. La función del Dios de Aristóteles no es hacer el mundo, ni tan siquiera ponerlo en movimiento, sino suscitar el movimiento interno. Por eso Aristóteles denominaba a ese Dios substancia separada, porque es la única que realiza plenamente la idea de la separación (choristón), de la substancia que se basta a sí misma.”

[Zubiri, Xavier: Los problemas fundamentales de la metafísica occidental. Madrid: Alianza Editorial, 1994, pp. 59-63]

«Sujeto

Sujeto léxico

El sujeto está expresado por las marcas flexivas de la forma verbal. Sin embargo, con frecuencia, el español emplea también un sujeto gramatical explícito o léxico. Este sintagma nominal debe concordar, necesariamente, en número y persona con el verbo de la oración. [...]

Relación sujeto-agente

La función gramatical de sujeto no tiene por qué ser coincidente con la función semántica de actor, ni siquiera en las oraciones de sentido activo:

Juan abre la puerta de su casa con la llave. [Juan = sujeto]

El sujeto Juan es, al mismo tiempo, el agente del proceso.

Esta llave abre todas las puertas. [Esta llave = sujeto]

El sujeto esta llave no es el agente, sino el instrumento, y el sentido de la oración es activo.

En oraciones que expresan procesos de experimentación, el sujeto nunca es agente:

A mí me duelen las muelas. [las muelas = sujeto]

Clases de sujeto

Según la relación que existe entre la función gramatical de sujeto y la función semántica que desempeña, podemos distinguir, entre otros:

1. Sujeto agente. El sujeto es, al mismo tiempo, el agente.

María escribe una novela.

2. Sujeto paciente. El sujeto es el que recibe la acción del verbo:

El ladrón fue detenido por la policía.

3. Sujeto causativo. El sujeto es la causa de que otro agente realice la acción del verbo:

Felipe II construyó El Escorial.

4. Sujeto pseudoagente. En la lengua coloquial suele ser frecuente que el hablante aparezca como agente de una acción que, realmente, realiza otro:

He arreglado el coche y ya funciona bien.

(lo he llevado al taller y me lo han arreglado)

Me he cortado el pelo.

(me lo han cortado)

Rafael está haciendo un chalet en la sierra.

(se lo están haciendo)

5. Sujeto experimentador. El sujeto coincide con la función semántica del experimentador:

El futbolista se lesionó en el entrenamiento.

Jaime murió en el accidente.

6. Sujeto estativo:

Manuel se quedó quieto.

Sujeto psicológico

La lengua latina disponía de un sistema de flexión casual que permitía que los elementos nominales indicaran su función por medio de sus marcas flexivas, por lo que se podía permitir ordenar los constituyentes de la oración de una manera libre. Las lenguas románicas, al perder la flexión de caso, deben recurrir a otros procedimientos para marcar la función sintáctica. Uno de ellos es el orden de las palabras:

El yunque rompe el martillo. [el yunque = sujeto; el martillo = OD]

El martillo rompe el yunque. [el martillo = sujeto; el yunque = OD]

Las funciones sintácticas, en este caso, van ligadas a la posición que ocupan los elementos en la oración; no existe otro índice funcional más que el orden en el que aparecen los constituyentes oracionales. Por eso, el hablante tiende a considerar sujeto el sintagma nominal que precede al verbo, aunque no lo sea desde el punto de vista sintáctico. Se suele llamar sujeto psicológico a aquel sintagma que encabeza la oración y centra la atención del hablante, de tal manera que es considerado como el elemento más importante de ella:

A mí me duelen las muelas. [a mí = sujeto psicológico]

El sujeto sintáctico, sin embargo, es las muelas.

Pronombre personal sujeto

El español, debido a la transparencia de las marcas flexivas, no necesita poner de forma expresa el sujeto pronominal. No es necesario decir yo canto, porque canto indica de manera suficiente la significación personal. De manera que, cuando aparece expreso el pronombre personal sujeto, se debe a motivos especiales, fundamentalmente de índole gramatical o de énfasis.»

[Marcos Marín, Francisco / Satorre Grau, F. Javier / Viejo Sánchez, María Luisa: Gramática española. Madrid: Editorial Síntesis, Letras Universitarias 20, 1998, pp. 324-327]

«Si bien los sujetos gramaticales suelen distinguirse por ciertas características estructurales como la marcación de caso, el orden de aparición en la oración, la concordancia con el verbo y su status especial respecto a las relaciones interoracionales (correferencia, elipsis, etc.), ninguno de estos fenómenos alcanza para realizar una caracterización de esta categoría gramatical. Es por eso que algunos autores que enfocaron el tema desde el punto de vista estructural (por ejemplo Foley & Van Valin 1984) han sostenido que la categoría de sujeto no es universal. Langacker, en cambio, aboga por la universalidad del sujeto, pero considera que la caracterización debe ser en términos cognitivos y no estructurales, más específicamente a través del concepto de saliencia cognitiva. Lo que todos los sujetos tienen en común es que constituyen la figura dentro del perfil oracional. Los conceptos de figura y fondo no fueron acuñados por Langacker sino que proviene de la psicología gestáltica de principios del siglo XX. La distinción de figura y fondo es una de las formas más simples de organización perceptiva.

La organización en figura/fondo es uno de los cuatro factores de topicidad que contribuyen a crear la saliencia cognitiva del sujeto en la teoría de Langacker (pág. 306). Langacker considera que el concepto de topicidad (topicality), término acuñado originalmente por Givón, pertenece al plano semántico y no sólo al pragmático o discursivo como suele sostenerse. Lo que Langacker propone, en realidad, es que los planos semántico, pragmático y discursivo forman un todo inseparable.

Los otros tres factores son el rol (la naturaleza de la participación en el evento), la jerarquía empática (la capacidad de atraer el interés del hablante: hablante > oyente > humano > animal > objeto físico > entidad abstracta) y la definitud (establecimiento de un contacto mental con el participante por parte del hablante y oyente). Si bien estos tres últimos factores contribuyen a identificar al sujeto prototípico, ya que este sería un agente, humano y definido, solamente el concepto de figura es lo suficientemente abarcador como para incluir a todas las instancias de sujeto. La organización en figura y fondo es una capacidad cognitiva básica y por eso Langacker no duda en tomarla como parámetro para la definición de los participantes principales de el oración. De esta manera, el sujeto es la figura primaria de la relación perfilada y el objeto (si lo hay) es la figura secundaria. [...]

Una aclaración importante que me gustaría hacer es acerca de la postura de Langacker con respecto a la relación entre sujeto y tópico. En primer lugar, esta autor condena la vaguedad en la definición del término tópico tal como suele utilizarse en el funcionalismo y, en segundo lugar, propone que sujeto y tópico no son la misma cosa, en contraposición con la postura de algunos funcionalistas, por ejemplo Givón (1976). Para Langacker, el tópico es un fenómeno discursivo, una especie de punto de referencia subjtivo a partir del cual se puede establecer contacto con otras entidades. Una vez establecido, puede permanecer implícito, sin mencionar.

Por su parte, el sujeto es un constructo oracional. Sin embargo, la saliencia cognitiva del sujeto lo convierte en la elección no marcada para funcionar como tópico, aunque aquí probablemente necesitaríamos una distinción entre tópico del discurso y tópico oracional, que Langacker no discute.»

[Fernández, Susana S.: La voz pasiva en español: un análisis discursivo. Frankfurt am Main: Peter Lang, 2007, p. 76-77]

«En una oración compleja, el CD puede ser una oración subordinada sustantiva cuyo núcleo verbal es un verbo en infinitivo.

El médico le mandó a mi cuñada comer solo papillas.

El médico = sujeto; le = CI; mandó = núcleo verbal; a mi cuñada = CI; comer solo papillas = CD (oración subordinada sustantiva en función de CD con un verbo en infinitivo.

En este tipo de oraciones el sujeto semántico implícito del infinitivo suele referirse al sujeto o a uno de los complementos argumentales del verbo nuclear o principal de la oración compleja, lo que dependerá de las características léxicas de dicho verbo; así querer exige que el sujeto implícito de la subordinada con infinitivo tenga como referencia su propio sujeto (coincidencia de sujetos): No quise saber más (‘yo’ es el sujeto de quise y de saber), pues, de no ser así (no coincidencia de sujetos), la oración subordinada en función de CD irá introducida por el transpositor que: NO quise saber más / No quise que mi hermano supiera más. Por esta razón, una oración como *No quise mi hermano saber más, sería agramatical.

Sin embargo, mandar admite que el SN que funciona como CI del mismo sea correferente con el sujeto implícito del infinitivo (mi cuñada es CI de mandó y semánticamente sujeto implícito de comer), de manera que la oración subordinada podrá tener como verbo una forma conjugada o un infinitivo:

El médico le mandó a mi cuñada comer solo papillas.

El médico le mandó a mi cuñada que comiera solo papillas.

La estructura sintáctica general de ambas oraciones complejas es idéntica: el predicado de la oración está constituido por un verbo principal (mandó) con dos complementos argumentales: un CI (le – a mi cuñada) y un CD con estructura oracional (comer solo papillas; que comiera solo papillas). La diferencia entre una y otra oración radica, pues, en la forma que adopta el CD.

También el verbo hacer, que exige en todos los casos la no identidad de sujeto con el verbo subordinado, puede aparecer en construcciones idénticas a la que acabamos de analizar:

Juan le hizo a su mujer vender periódicos,

vender periódicos = predicado (sujeto semántico implícito ‘su mujer’, correferencial); vender = núcleo verbal; periódicos = CD.

El análisis efectuado es válido, porque el CI de hacer, que es el sujeto semántico implícito de vender, va antepuesto a dicho infinitivo; pero observe que, si alteramos el orden de los elementos (Juan le hizo vender periódicos a su mujer), la oración puede presentar ambigüedad, pues, es posible interpretarla como ‘Juan hizo que su mujer vendiera periódicos’ o como ‘Juan hizo que alguien vendiera periódicos a su mujer’, ya que a su mujer podría analizarse como CI de vender, dado que este verbo puede llevar en la oración un CD y un CI.

Nota:

No caiga en el error de confundir este tipo de oraciones con las perífrasis verbales con infinitivo, que funcionan en la oración como una simple forma verbal. En las perífrasis, la forma no personal, en este caso, el infinitivo, nunca realiza ninguna función sintáctica respecto de la forma conjugada o auxiliar, puesto que forma conjugada e infinitivo forman una unidad verbal.» [Gómez Manzano, P. et. a.: Ejercicios de gramática y de expresión. Con nociones teóricas. Madrid, 2006, p. 275-276]

«Concepto de sujeto

El término sujeto designa una función sintáctica y se aplica también —por extensión— al elemento que la desempeña. En efecto, el pronombre yo es el sujeto de estaba en Yo estaba allí, y la ciudad lo es de tiene en La ciudad tiene sus casas y sus calles y sus habitantes. Como noción sintáctica, el sujeto contrasta con otras posibles funciones que pueden incidir sobre el verbo (complemento directo, indirecto, etc.). El término designa también un concepto semántico cuando se opone a predicado: en este sentido, la ciudad es el sujeto del predicado subrayado en La ciudad tiene sus casas y sus calles y sus habitantes. Esta segunda interpretación —a veces llamada sujeto de predicación— es más abarcadora que la primera, ya que no requiere necesariamente la presencia de un verbo, como se ve en las expresiones subrayadas a continuación: ¿Enfadada yo?; Perro ladrador, poco mordedor; Magnífico, el partido de ayer, entre otras similares. Ambas interpretaciones de la noción de sujeto se han usado de forma alternativa en la gramática tradicional y en la moderna.

Interpretaciones de los sujetos no expresos:

En la tradición gramatical hispánica han sido varias las respuestas que se han ofrecido a la pregunta de cuál es el sujeto de las formas verbales subrayadas en textos como el siguiente:

Los ladrones actuaron como si estuvieran en su casa, con una frialdad que aún asombra a los investigadores. Fueron a la cocina, donde se apoderaron de una gran cantidad de fruta que sacaron al jardín para comérsela.

En esta obra se acepta el análisis, hoy mayoritario, según el cual los verbos subrayados en el ejemplo anterior tienen un sujeto tácito (también llamado nulo, vacío, elidido o catalizado en diversos sistemas terminológicos) que, a pesar de carecer de rasgos fonéticos, forma parte de la oración y tiene el mismo referente que los ladrones. Los sujetos tácitos, que pueden representarse convencionalmente mediante el signo Ø, no son pronombres, pero tienen propiedades pronominales que desencadenan la concordancia de número y persona con el verbo, y también la de género y número con los adjetivos y participios que actúan como atributos, como en Ø Estaban cansadas o en En todo caso [Ø] no fue sola: [Ø] fue escoltada por el alcaide y un guardia. Con un verbo pronominal, como arrepentirse en Ø Nunca te arrepentiste, las tres expresiones subrayadas concuerdan en número y persona, al igual que cuando el sujeto nulo es el antecedente del pronombre reflexivo o recíproco, como en Ø No nos soportábamos.

La capacidad de una lengua para admitir sujetos tácitos está estrechamente relacionada con la riqueza morfológica de su flexión verbal. Se ha observado, por otra parte, que las lenguas que admiten sujetos tácitos suelen admitir también sujetos posverbales, como en Llamó María. En el español antillano, en el de otras partes del Caribe, así como en el hablado en las islas Canarias y en el occidente de Andalucía (España), es mayor proporcionalmente la presencia de sujetos expresos en contextos en los que en otras variedades son frecuentes los tácitos: Yo no pude estar allí, yo oí la gritería, pero yo estaba en mi oficina en una reunión y los oí gritando (CREA oral, Puerto Rico).» [RAE: NGLE-Manual, § 33.3.1, 33.3.1a,d,f]