SUBJEKT der AUSSAGE vs. SUBJEKT des AUSSAGEN

Sujeto del enunciado vs. Sujeto de la enunciación

(Recop.) Justo Fernández López

 

Vgl.:

Meinung und Äußerung / Meinen und Sagen / Sprechakttheorie / Illokution bzw. illokutiver Akt

 

Subjekt der Aussage vs. Subjekt des Aussagens

Sujeto del enunciado vs. Sujeto de la enunciación

Aussage und Aussagen

In einem 1957 veröffentlichten Aufsatz “Shifters, verbal categories, and the Russian verb” (Harvard University 1957) unterscheidet Roman Jakobson zwischen einem Prozess des Aussagens und seinem Resultat, der Aussage. Diese Unterscheidung, die Jakobson schon vor ihrer Publikation, bereits im Jahre 1950 (Hinweis in: Samuel M. Weber, Rückkehr zu Freud, Frankfurt a. M. 1978, S. 134, Anm. 10), vorgetragen hatte, machte sich Lacan zu eigen. Sie half ihm entscheidend, seine Überlegungen hinsichtlich des Diskurses des Unbewussten und dessen Subjekt präzise zu formulieren. Fortan trennt Lacan ein Subjekt des Aussagens (sujet de l’énonciation) von einem Subjekt der Aussage (sujet de l’énoncé).

Der Jakobsonsche Begriff des “shifter” zeichnet sich dadurch aus, dass er nicht allein auf die Aussage, sondern auch auf den Prozess des Aussagens hinweist. Ein “shifter” ist ein von Kontext zu Kontext verschiebbares, variables Sprachelement, z.B. ein Personalpronomen. Das Wort “ich” etwa meint von Fall zu Fall eine andere Person. Das “Ich”, über das etwas ausgesagt werden soll, ist somit immer in den Prozess des Aussagens, in die Syntax und die Bewegung des Sprechens einbezogen.

Das “Ich” der Aussage ist also etwas anderes als das “ich” des Aussagens. Lacan zeigt dies an einer so genannten logischen Paradoxie, an der Aussage “ich lüge”. Er meint dazu:

»Es ist vollkommen falsch, auf dieses “ich lüge” zu antworten, dass einer, der sagt: “ich lüge”, die Wahrheit sagt und also nicht lügt, und so fort. Es ist vollkommen klar, dass dem “ich lüge”, ungeachtet seiner Paradoxie, volle Geltung zuzusprechen ist … Von da aus, vom Punkt, wo ich aussage, habe ich durchaus die Möglichkeit, gültig zu formulieren, dass das “ich” – das “ich”, das in diesem Augenblick die Aussage formuliert – zu lügen im Begriffe ist, dass es grad eben gelogen hat, dass es nachher lügt, oder gar, dass es, indem es sagt: “ich lüge”, seine Absicht, zu täuschen, erklärt«. (Lacan, Seminar XI, S. 145)

Dieses “ich lüge” steht dadurch der Täuschung offen, dass der Mensch in der Lage ist, vorzutäuschen, dass er vortäuscht. Diese Befähigung wird in einer kleinen jüdischen Geschichte verdeutlicht,

»in der der eine von zwei Reisegefährten dem anderen erklärt, welchen Zug er nehmen wird. Auf die Auskunft des einen: ‘Ich fahre nach Lemberg’, gibt der andere zur Antwort: ‘Warum sagst du mir, dass du nach Lemberg fährst, wo du wirklich dorthin fährst und mir das sagst, damit ich glaube, du fährst nach Krakau«. (Ebd., S. 145)

(Lacan entnahm diese Geschichte Freuds “Der Witz und seine Beziehung zum Unbewussten”, GW VI, S. 127).

Wie ist dieser Witz zu verstehen?

Der Jude, der “Lemberg” als sein Reiseziel nennt, lügt, indem er die Wahrheit sagt. Er täuscht nur vor, vorzutäuschen. Er nutzt die Möglichkeit, über die potentielle Wirkung seiner Täuschung zu urteilen und auf die antizipierte Reaktion des anderen seinerseits zu reagieren. Der, welcher spricht, ist den Konventionen des Sprechens, die in diesem Fall eine Lüge von ihm erwarten, nicht mehr unterworfen. Er ist ein anderer als der, von dem er spricht: das Subjekt der Aussage ist von dem des Aussagens abgespalten.

Sofern sich das Subjekt durch das Spiel der Signifikanten konstituiert, muss es diesen Weg des “ich” (“je”) als einen “shifter” gehen. Der einzige Bezug dieses “ich” ist die durch ihre metonymische Bewegung ausgezeichnete Kette der Signifikanten selbst.

»Und die differentielle Natur dieser metonymischen Bewegung bringt zweierlei mit sich: erstens muss das Subjekt des Signifikanten immer durch seinen Ort sich bestimmen, sondern der Signifikant seinen Wert erst durch seine Stellung innerhalb der Kette erhält; und zweitens, dieser Ort, sofern auch er differentiell bestimmt wird, muss immer ein anderer Ort sein … Dieser andere Ort als irreduzibles Anderswo, Folge und zugleich Ursache der metonymischen Bewegung der Signifikation, dient dem Subjekt als Alibi (al-ibi) …« (Weber, a.a.O., S. 77)

Somit wird verständlich, wenn Lacan schreibt, »dass, was das Unbewusste uns zu überprüfen aufgibt, das Gesetz ist, demzufolge das Aussagen sich niemals auf die Aussage irgendeines Diskurses reduzieren lässt«. (Lacan, Schriften II, S. 59)

Es gibt also ein “Jenseits” des Ego, wie Lacan sagt, ein Subjekt, das spricht – in unseren Träumen, Witzen, Fehlleistungen, Symptomen etc. –, das uns aber unbekannt ist und in dem sich der große Andere (A) in uns zu Wort meldet, jenes sein an dem “anderen Schauplatz”, von dem Freud spricht (GW II/III, S. 541). Dieser Andere ist jenseits der intersubjektiven Beziehung,

»ein wesentlich Unähnliches, das weder das Supplement noch das Komplement des Ähnlichen ist, das das Bild selbst der Verlagerung, der wesentlichen Zerrissenheit des Subjekts ist. Das Subjekt begibt sich jenseits jenes Spiegels, in dem es immer, verworren, sein eigenes Bild sieht. Das ist das Aufhören jeder Zwischenposition zwischen dem Subjekt und der Welt«. (Seminar XI, S. 237)

Das Subjekt wird zu einem Anderen aber grundlegend dadurch, dass es Teil der sprachlichen Bewegung ist, dass es Signifikant ist, der in die Signifikantenkette integriert und Moment des Kreislaufs der Signifikanten ist, in dem es sich verschiebt. In diesen Kreislauf wird jeder Signifikant durch Substitution und Kombination immer schon zum anderen. So wird auch das Subjekt unaufhaltsam zu einem Anderen (A). (Mit dem großen Anderen (A) bezeichnet Lacan den anderen als Repräsentant der sprachlichen Ordnung, mit dem kleinen anderen (a) den imaginären anderen der Spiegelerfahrung. (vgl. folgende Anmerkung Lacans über Descartes’ Verwendung von Klein- und Großbuchstaben in seiner Algebra: “Die Großbuchstaben, das sind, wenn sie so wollen, jene Buchstaben aus dem hebräischen Alphabet, mit deren Hilfe Gott die Welt erschaffen hat”. (Seminar XI, S. 237)

Diese zirkuläre Beziehung des Subjekts zu sich selbst ist für Lacan das, was Freud mit dem Phänomen des Wiederholungszwanges im Auge hat und was wir bereits als die “Wiederkehr der Zeichen” erwähnt haben. Sie ist das Fundament der symbolischen Ordnung und sie ist es, die das Subjekt sich selbst entfremdet. In ihr findet sich die “Ursache dafür, dass das Subjekt sich immer anderswo realisiert” (Seminar II, S. 267), und dass Lacan von der “Urkluft des Subjekts” sprechen kann. (Diese Spaltung des Subjekts ist symbolisiert als $.)

[Zit. nach Teichmann, Gottfried: Psychoanalyse und Sprache. Von Saussure zu Lacan. Würzburg: Königshausen + Neumann, 1983, S. 113-116]

“In ihrem neuesten Buch, Hass spricht. Zur Politik des Performativen, dekonstruiert Judith Butler Nietzsches Auflösung der fiktiven Einheit von »Handlungssubjekt« und »Täter« und bringt dabei einen erstaunlichen Mechanismus zum Vorschein, den sie als »Ökonomie paranoider Herstellung und Effizienz« bezeichnet:

Für Nietzsche ist das Subjekt nur eine Konsequenz der Forderung nach Verantwortlichkeit; eine Reihe schmerzhafter Wirkungen wird in ein moralisches Bezugssystem einbezogen, das versucht, die »Ursache« dieser Wirkungen in einem einzelnen und intentionalen Handlungssubjekt zu isolieren, ein moralisches Bezugssystem also, das durch eine bestimmte Ökonomie paranoider Herstellung und Effizienz funktioniert. Die Frage, wer für einen bestimmten Schaden verantwortlich ist, geht dem Subjekt voran und initiier es allerorts, und  das Subjekt selbst wird dadurch formiert, dass es dazu ernannt wird, diesen grammatischen und juristischen Platz einzunehmen. (Judith Butler, Hass spricht. Zur Politik des Performativen, übers. von K. Menke und M. Krist, Berlin: Berlin Verlag 1998. S. 70)

In ihrer rigorosen Analyse von Nietzsches Subjektbegriff führt Butler das Adjektiv »paranoid« ein, um damit die Ökonomie eines apriorischen, moralischen Bezugssystems zu beschreiben. Was auf den ersten Blick als metaphorische Verwendung von »paranoid« erscheint, erweist sich als eine dem klinischen Gebrauch vorausgehende, insofern sie den Mechanismus bezeichnet, der ein Subjekt erst ins Leben ruft. Um Butlers Verwendung von »paranoid« zu verstehen, muss ihre Beziehung zur medizinischen geklärt werden:

 (1) Indem Butler »Paranoia« auf einen ökonomischen Mechanismus bezieht, der Subjektpositionen fabriziert, geht Butler zurück hinter das klinisch geprägte Verständnis von »Paranoia« als eine dem Individuum zugeschriebene »Geistesstörung, gekennzeichnet durch Wahnvorstellungen oder Halluzinationen« (Oxford English Dictionary).

 (2) Butler beruft sich auf die Etymologie von Paranoia, die wörtlich »neben [para] dem Geist [noia] bedeutet, und bestimmt so den relativen Ort einer ungenannten Instanz, die grammatisch als ausgespartes Subjekt funktioniert und den »Geist« in die Objektposition verrückt.

Zum einen suggeriert Butler also eine nominierende und anklagende Instanz, die Subjekte in einer moralischen Begrifflichkeit hervorbringt ‑ indem sie das Verfahren dieser Instanz »paranoid« nennt, wendet sie den klinisch geprägten Begriff auf die subjektivierende Instanz an, die der Pathologisierung vorausgeht. Zum anderen weist sie darauf hin, dass Nietzsche eine Instanz oder »Strafinstitution impliziert, die das Subjekt formiert ... eine Figur des Gesetzes, die das Subjekt performativ ins Sein verurteilt« (46), obschon ‑ oder gerade weil ‑ er die Einheit von Subjekt und Agens auflöst. Indem er diese apriorische Strafinstitution impliziert, entwirft er, nämlich gemäß Butler, ein »mächtigeres Subjekt« (46).

Man darf in Butlers »rettender« Kritik Nietzsches die »Figur des Gesetzes«, die Nietzsches Gedankengang gewiss andeutet, nicht mit dem »mächtigen Subjekt« der moralischen Bezugssysteme von Religion, Metaphysik und humanistischem Individualismus gleichsetzen. Denn gemeinsam mit Nietzsche unterstreicht sie, dass auch die Frage, »wer das Subjekt ins Sein ruft«, bloß eine grammatische Erwartung sei, die nach einer Antwort verlangt; eine »sprachliche Gewohnheit«, die uns nötigt, ein Agens bzw. ein Handlungssubjekt zu konstruieren. Sie führt jedoch Nietzsches Kritik insofern weiter, als sie die Notwendigkeit des fiktiven »Subjekt/Agens« zu erklären sucht: sie weist nicht nur auf den »in der Sprache versteinerten Grundirrtum der Vernunft« (Nietzsche 1887, 279) hin sondern auch darauf, wie dieses fiktive Subjekt zum Objekt der Vergeltung eines Rechtssystem erklärt wird.

Butlers Befund, Nietzsches Argumentation läge eine paranoide Ökonomie zugrunde, muss hinzugefügt werden, dass seine Argumentation mit der konstitutiven Schwierigkeit kämpft, in der Sprache aufzeigen zu wollen, wie die Sprache das Subjekt hervorbringt. Diese Aporie führt Nietzsche dahin, die Fiktion des vereinten »Subjekt/Agens« (im Sinne eines Handlungssubjektes) aufzulösen, verpasst dabei aber, die begründende Figur des Gesetzes zu ermitteln ‑ eine Aufgabe, die nun versucht werden soll. Vielleicht kann der Mechanismus dieses flüchtigen moralischen Bezugssystems erfasst werden, indem zunächst auseinander gehalten wird, was als vereint erscheint; nicht getrennt in eine syntaktische und eine semantische Komponente ‑ wie es Nietzsche tut ‑ sondern in eine syntaktische und eine pragmatische. Die moderne Sprachwissenschaft teilt den Begriff des Subjekts auf in ein syntaktisches »Subjekt der Aussage«, das vom Sprachgebrauch unabhängig ist, und in ein pragmatisches »Subjekt des Aussagens«, das einen bestimmten Typus von Sprechakt vollzieht. 14 So klar diese Unterscheidung erscheint, verliert sie sich sowohl in der Ausführung als auch in der konkreten Analyse von Sprechakten, da die Einheit der (eben getrennten) Subjekte in jedem gelungenen Sprechakt als nötig vorausgesetzt ist. So kann in Sprechakten die Unterscheidung zwischen »Subjekt der Aussage« und »Subjekt des Aussagens« immer nur geborgen werden in einem pragmatischen Paradoxon, wie es das Schulbeispiel »Über meine Lippen soll kein Wort kommen« lehrt. Denn ein pragmatisches Paradoxon zeigt nicht nur, dass die »Aussage falsch ist genau dadurch, dass sie gemacht wird«," sondern weist auf die Notwendigkeit hin, die beiden Subjektebenen vereint zu haben, um die kommunikative Funktion des Sprechakts zu sichern. Ich behaupte nun, dass die unbedingte Forderung der Sprechakttheorie nach einem einheitlichen Subjekt, den Zwang reflektiert, den Nietzsche in der Wirkungsweise der moralischen Handlungsinstanz andeutet. Das pragmatische Paradoxon würde es demnach erlauben, die moralische Instanz, die dem Zugriff der Sprechakttheorie entgeht, zu verorten und an Beispielen zu veranschaulichen: Das beliebte Zitat von Groucho Marx, »Ich würde nie einem Verein beitreten, der mich als Mitglied aufnimmt« kann hier angeführt werden. Das Zitat weist auf die »Figur der Subjektivierung« hin, indem es die kategorische Weigerung des Sprechers, Mitglied eines Vereins zu werden, als vergeblichen und unsinnigen Versuch des Subjekts der Äußerung (»Ich würde nie einem Verein beitreten«) darstellt, der Verschmelzung mit dem Subjekt der Aussage (»der mich als Mitglied aufnimmt«) zu entgehen. Ein pathologisierender Diskurs mag eine solche Weigerung durchaus als »paranoide Reaktion« auf einen nicht evidenten Zwang verstehen.

Nach dieser linguistischen Analyse des Subjekts soll die Untersuchung nun auf die verborgene moralische Instanz ausgedehnt werden, die der Struktur der Sprache vorausgeht und zugleich ihr Zentrum begründet. Zuerst soll auf einige Entsprechungen der »moralischen Instanz« im Post‑Strukturalismus hingewiesen werden, die dort, freilich unter anderen Benennungen, an ähnlich zentraler Stelle figurieren. Zu erwähnen seien die Ausführungen von Derrida zum »transzendenten Signifikat«, jene Lacans zum »Herrensignifikanten, der ein Subjekt für alle anderen Signifikanten darstellt«, oder jene von Althusser zur Kategorie des »Absoluten Subjekts«, das freie Individuen als Subjekte unter einer Ideologie anruft." Bevor wir uns einer genauen Untersuchung solcher Entsprechungen zuwenden, soll die Argumentation von Butlers Nietzsche‑Kritik auf den Punkt gebracht werden: Wenn sie bei Nietzsche eine paranoide Ökonomie kritisch nachweist, will sie verhindern, dass durch irgendeinen peinigenden Verfolger oder wohlwollenden Gott »eine Absicht verkörpert wird«, welche die »diskursive transitive Funktion in ihrer Geschichtlichkeit und Gewalttätigkeit« verdeckt. (J. Butler, Hass spricht. Zur Politik des Performativen, Berlin: Berlin Verlag, 1998, S. 72).”

[Ratmoko, David: “Der Entwurf des Subjekts im Diskurs der Verantwortung”, in: RISS, Zeitschrift für Psychoanalyse Freud – Lacan. Basel, 16. Jhg., Heft 50 (2001/I), S. 80-82]

“In der modernen Sprachwissenschaft wird die Gleichsetzung der semantischen Rolle des Agens mit der syntaktischen Funktion des Subjekts immer noch stillschweigend hingenommen. Vgl. Hadumod Bussmann, Lexikon der Sprachwissenschaft, Stuttgart: Kröner 1990.”

[Ratmoko, David: “Der Entwurf des Subjekts im Diskurs der Verantwortung”, in: RISS, Zeitschrift für Psychoanalyse Freud – Lacan. Basel, 16. Jhg., Heft 50 (2001/I), S. 92, Anm. 11]

„Dieser Sachverhalt könnte mit Hilfe der Lacanschen Opposition Subjekt der Aussage/Subjekt der Äußerung erfasst werden: Die gleiche Aussage (Verlangen nach Freiheit und Demokratie usw.) wird von einer vollkommen verschiedenen Position der Äußerung getragen, das heißt, dass sie von einem vollkommen verschiedenen Meinungshorizont aus gesprochen wird – im übrigen Slowenien erscheint diese Spaltung auf exemplarische Weise bezüglich des Wahlspruches der «nationalen Versöhnung», welcher von der Opposition geäußert wird: Der Wunsch, alte traumatische Erfahrungen der nationalen Teilung zu überwinden, welche aus der kommunistischen Herrschaft stammen. Indem die Opposition nun den Sieg davongetragen hat, wird es immer deutlicher, dass dieser Wahlspruch in zwei einander entgegengesetzten Richtungen funktioniert. Beide Seiten stimmen darin überein, dass die einzige Möglichkeit, um den Zirkel der Rache, das wilde Ausagieren alter Hassbeziehungen zu unterbrechen, darin besteht, die traumatische Vergangenheit «durchzuarbeiten»: In hellem Tageslicht sollte man sich den Dämonen der Vergangenheit stellen, lange unterdrückte Erinnerungen sollten ein Teil der Geschichtsschreibung werden ... Die über ein derartiges «Durcharbeiten» zu erreichenden Ziele unterscheiden sich allerdings radikal voneinander. Die einen betrachten «Versöhnung» als ein Mittel, um eine neue nationale Einheit zu erreichen, eine organische Solidarität, die Anerkennung aller Slowenen in einem neuen «Traum» eines gemeinsamen Schicksals: Innerhalb dieser Perspektive fungieren vergangene Opfer der kommunistischen Unterdrückung als eine Art ritueller Tiere, deren Opfer die gegenwärtige Einheit gerantiert – und die, die sich gegen diese Einheit stellen, begehen eo ipso Verrat an ihrem Opfer. Andererseits bedeutet für die anderen «Versöhnung» genau genommen die Versöhnung mit der Tatsache, dass es keine organische Einheit von Slowenen gibt, d.h. Versöhnung mit der Tatsache, dass die Vielheit von > genau genommen die Versöhnung mit der Tatsache, dass es keine organische Einheit von Slowenen gibt, d.h. Versöhnung mit der Tatsache, dass die Vielheit von «Träumen» irreduzibel ist, dass niemand das Recht hat, seinen oder ihren Traum anderen aufzwingen – dass man also die traumatische Tatsache auf sich zu nehmen hat, dass frühere Opfer völlig nutzlos waren, dass in ihnen keine Bedeutung zu finden ist. Unter Bezugnahme auf das von Ernesto Laclau und Chantal Mouffe in ihrer Hegemony und Socialist Strategy (Londo: Verso 1985) geäußerten Konzeption können wir sagen, dass der vielleicht entscheidende Hegemoniekampf im heutigen Slowenien der Kampf für eine nationale Versöhnung ist, der Kampf um die Aneignung «dieses flottierenden Signifikanten».”

[Zizek, Slavoj: “Osteuropäische Gilead-Republiken.” In: texte, 11. Jahrg., Heft 4 / 1991, S. 345-346]

Für Lacan gibt es keine Metasprache

„Die Schwierigkeiten, die immer wieder auftauchen, sind die Schwierigkeiten, das «Objekt» einzukreisen. Die Positions des Subjekts des Aussagens ist immer schon im Sprachobjekt, in der Sprache-als-Objekt eingeschrieben: in der Diskrepanz zwischen dem Signifikanten und dem Signifikat, in dem Balken, der sie trennt. Es gibt keine Metasprache, d.h. es gibt keine Sprache ohne Objekt: dieses Objekt ist die innere Selbstdistanz der Sprache, die den Ort des sprechenden Subjekts des Diskurses ausmacht. (S. Zizek). Dadurch wird die endlose, metonymische Bewegung der Selbstreferenz der natürlichen Sprache vermieden.

Das «Objekt» ist der Referent all dessen, wodurch die Sprache nie direkt das sagt, was das «heißen will», wodurch immer zu viel oder zu wenig gesagt (bzw. getan) wird. Dieses paradoxe Objekt ist das unmögliche Äquivalent des Subjekts. Zwischen dem Objekt und dem Signifikanten gibt es nicht die äußere Distanz wie zwischen den Dingen und den Zeichen (z.B. in der Wissenschaft), sondern sie ist ein innerer Schnitt des Signifikanten bzw. die Spaltung des Subjekts. [...]

Auch für Gadamer existiert keine Metasprache. Aber für ihn bestimmt die historische Substanz von vornherein den möglichen Verstehenshorizont des «rechten» und einer «linken» Variante, je nachdem, ob die «Sprache» oder die «gesellschaftlichen Verhältnisse» als die Dominante angesehen werden, die «rechten» und einer «linken» Variante, die quasi die Substanz der Subjekte ausmacht. Wenn die Sprache als das geschichtliche Absolute, das die Öffnung zur Welt bedeutet, ontologisiert wird, dann wird der Andere zur historischen Substanz. Wenn es die gesellschaftlichen Verhältnisse sind, die eine «Entfremdung» der Subjekte absolut setzen, dann wird ebenfalls der Andere zur Substanz. Entweder der Tod oder die Weltrevolution sind der transzendente Rahmen, der die Endlichkeit der Geschichte setzt.”

[Lipowatz, Thanos: “Das Subjekt des Unbewussten. Reflexionen im Anschluss an Jacques Lacan”. In: Geier, M. / Woetzel, H. (Hrsg.): Das Subjekt des Diskurses. Beiträge zur sprachlichen Bildung von Subjektivität und Intersubjektivität. Berlin: Argument-Verlag, 1983, S. 45-46 und 49 Anm. 36]

Énonciation

La production linguistique peut être considérée: soit comme une suite de phrases, identifiée sans référence à telle apparition particulière de ces phrases (elles peuvent être dites, ou transcrites avec des écritures différentes, ou imprimées, etc.); soit comme un acte au cours duquel ces phrases s’actualisent, assumées par un locuteur particulier, dans des circonstances spatiales et temporelles précises. Telle est l’opposition entre l’énoncé et la situation de discours, parfois appelée énonciation. Cependant, lorsqu’on parle, en linguistique, d’énonciation, on prend ce terme en un sens plus étroit: on ne vise ni le phénomène physique d’émission ou de réception de la parole, qui relève de la psycholinguistique ou d’une de ses subdivisions, ni les modifications apportées au sens global de l’énoncé par la situation, mais les éléments appartenant au code de la langue et dont pourtant le sens dépend de facteurs qui varient d’une énonciation à l’autre; par exemple je, tu, ici, maintenant, etc. Autrement dit, ce que la linguistique retient, c’est l’empreinte du procès d’énonciation dans l’énoncé.

Les aspects linguistiques de l’énonciation n’ont jamais été au centre de l’attention des linguistes; d’où un certain flottement terminologique dans les études qui leur sont consacrées. La catégorie est bien présente dès les grammaires grecques et latines; mais c’est le sémioticien américain Ch. S. Peirce qui en a décrit, le premier, la nature ambiguë: il s’agit à la fois de symboles, c’est‑à‑dire de signes appartenant au code de la langue (je est un mot du lexique français), et d’indices, c’est‑à‑dire de signes contenant un élément de la situation d’énonciation (je désigne celui qui parle en ce moment, en ce lieu).

Les linguistes se sont référés le plus souvent à l’énonciation sous le terme de deixis. Cependant ce mot masque une opposition importante (comme l’avait déjà remarqué K. Bühler): une partie des formes deixiques renvoie à des éléments antérieurs de l’énoncé même (ainsi les pronoms il, elle, le, la, etc.), une autre, aux éléments de l’acte de parole (je, tu, etc.); autrement dit, on confond la deixis anaphorique avec la deixis indicielle. Plus récemment, les travaux de linguistes comme Jespersen, Jakobson, et surtout Benveniste ont permis de commencer l’étude précise et systématique de ces faits.

Les premiers éléments constitutifs d’un procès d’énonciation sont: le locuteur, celui qui énonce; et l’allocutaire, celui à qui est adressé l’énoncé; qui tous deux sont nommés, indifféremment, interlocuteurs. A partir de là, on peut concevoir l’organisation des formes linguistiques indicielles de deux manières, suivant que l’on s’appuie sur des catégories grammaticales ou sémantiques.

Dans le premier cas, on distinguera les «pronoms personnels» de la 1re et 2e personne; les pronoms démonstratifs; les adverbes et les adjectifs que Bally nommait «relatifs» (ici, maintenant, hier, aujourd’hui, etc.); les temps du verbe, organisés toujours autour du «présent», c’est‑à‑dire du temps de l’énonciation. On ajoutera certains verbes pris à la première personne du singulier (je crois que..., je conclus que...), les verbes performatifs, c’est‑à‑dire ceux qui à la première personne du singulier présent effectuent de par eux‑mêmes l’action qu’ils désignent, par exemple je promets..., je jure..., etc.: ce dernier groupe diffère du premier, où la référence du mot variait avec le contexte; reste que tous deux nous donnent des informations sur le procès d’énonciation. Tel est également le cas de certaines couches du lexique, où l’on observe la présence de sèmes évaluatifs ou émotifs (qui impliquent un jugement ou une attitude particulière du sujet de l’énonciation). Les termes modalisants comme peut‑être, certainement, sans doute suspendent l’assertion du sujet énonçant et, par là, se rattachent encore à l’énonciation. Enfin, les fonctions syntaxiques (sujet-prédicat) se rapportent à l’énonciation selon des modalités diverses: tous les éléments qui expriment l’attitude du locuteur envers ce dont il parle sont «accrochés» au prédicat, jamais au sujet. Si des termes évaluatifs sont placés dans le sujet, nous les interprétons comme des citations, comme les noms avancés des expressions correspondantes.

On retrouve les mêmes problèmes en partant des catégories sémantiques, qui sont de quatre espèces: l’identité des interlocuteurs, le temps de énonciation, son lieu et ses modalités (ou la relation entre les interlocuteurs et l’énoncé). Nos pronoms je et tu permettent seulement d’identifier les protagonistes de l’énonciation; mais dans certaines langues de l’Asie orientale, s’y ajoutent des indications sur le statut social de ceux‑ci ou sur leurs relations mutuelles. Les indications de temps et lieu s’organisent toujours à partir de l’énonciation elle‑même, c’est‑à‑dire des adverbes maintenant et ici; mais beaucoup d’autres termes lexicaux s’y réfèrent; ainsi par exemple un verbe comme venir.

Le problème de la référence est étroitement lié à l’énonciation; comme l’avait déjà remarqué Peirce, pour qu’un signe puisse dénoter, il doit passer par l’intermédiaire d’un «indice». La question de la vérité subordonnée à celle de la référence, est également inconcevable en dehors de l’énonciation: en lui‑même, l’énoncé n’est pas vrai ou faux, il le devient uniquement au cours d’une énonciation particulière.

L’étude de l’énonciation a des répercussions dans deux domaines voisins: celui de la sociolinguistique et celui de la stylistique.

En tant qu’action particulière, l’énonciation relève d’une étude totale du comportement dans la société et, plus particulièrement, de l’anthropologie linguistique. Celle‑ci emprunte à l’énonciation plusieurs de ses catégories fondamentales. Ainsi de l’opposition, introduite par Austin, entre forces illocutoire et perlocutoire: c’est opposer la structure interne d’une action aux résultats particuliers qu’elle provoque. La force illocutoire d’une phrase impérative par exemple consiste dans le fait que je donne un ordre à quelqu’un; sa force perlocutoire, dans le fait qu’elle est suivie d’effet. L’anthropologie proprement linguistique retiendra dans son champ d’études que la force illocutoire.

Une autre relation est possible entre le modèle de l’énonciation élaboré à partir d’une analyse linguistique, et la description des actes de parole, sur le plan anthropologique. On citera ici l’analyse linguistique menée par le logicien américain J. R. Searle: «Premièrement, et c’est le plus important, il y a la direction ou l’objectif de l’action (par exemple la différence entre assertion et interrogation); deuxièmement, les positions relatives du locuteur et de l’allocutaire (la différence entre demande et ordre); troisièmement, le degré d’engagement pris (la différence entre la simple expression d’intention et la promesse); quatrièmement, la différence dans le contenu propositionnel (la différence entre prédictions et constats); cinquièmement, la différence dans la manière dont la proposition se relie aux intérêts du locuteur et de l’allocutaire (la différence entre se vanter et se plaindre, entre avertir et prédire); sixièmement les états psychologiques exprimés (la différence entre la promesse, expression d’intention, et l’assertion, expression de conviction); septièmement, les différentes manières selon lesquelles un énoncé se relie au reste de la conversation (la différence entre la simple réponse à la réplique précédente et l’objection à ce qui vient d’être dit).» Les oppositions ainsi dégagées peuvent évidemment permettre la catégorisation de ce qui constitue l’objet de l’anthropologie linguistique.

L’énonciation est toujours présente, d’une manière ou d’une autre, à l’intérieur de l’énoncé; les différentes formes de cette présence, ainsi que les degrés de son intensité, permettent de fonder une typologie des discours. On relèvera ici plusieurs oppositions, établies par diverses analyses stylistiques, et qui se fondent toutes sur des catégories relevant de l’énonciation.

1. On opposera d’abord un discours centré sur le locuteur à un discours qui s’organise autour de l’allocutaire. Le bon sens nous fait distinguer un orateur qui «ignore son public» (ce qui veut dire que l’allocutaire implicite au discours est modelé à l’image du locuteur lui‑même) de celui qui adapte sa parole aux auditeurs présents devant lui (l’allocutaire implicite est ici indépendant du locuteur). Cette intuition de tous les jours peut se laisser expliciter et préciser. Luce Irigaray a proposé une semblable typologie des discours et montré qu’elle coïncide, chez les locuteurs, avec une typologie psychanalytique: obsessionnels et hystériques.

2.        On opposera le discours explicite (ou autonome) au discours implicite, de situation. On rencontre cette distinction dans les Thèses du Cercle linguistique de Prague: «Deux directions de gravitation: l’une, où le langage est «de situation», c’est‑à‑dire compte sur des éléments extra‑linguistiques de complément (langage pratique), l’autre, où le langage vise à constituer un tout aussi fermé que possible, avec tendance à se faire complet ei précis, à user de mots‑termes et de phrases‑jugements (langage théorique ou de formulation). »On peut retenir cette opposition, sans nécessairement identifier les deux tendances avec la conversation et le texte scientifique. Plus récemment, B. Uspenski s’est servi d’une opposition semblable pour établir, lui aussi, une typologie psychologique.

3.        Le discours pauvre en indications sur son énonciation s’oppose à celui qui s’y réfère constamment. Freud distinguait, dans le travail analytique, ces deux types d’énoncés. Benveniste les a étudiés sous les noms respectifs d’histoire et de discours. Cette opposition, comme les précédentes, ne compare pas des qualités pures mais des prédominances quantitatives.

4. V. Volochinov, linguiste et critique littéraire soviétique des années 20, avait montré le fonctionnement d’une autre opposition discursive à l’intérieur de textes littéraires, à propos de la citation, c’est‑à‑dire de l’énoncé à énonciation reproduite. L’énoncé cité et l’énoncé citant peuvent entrer ou non en continuité: la langue du narrateur et celle des personnages sont semblables ou différentes. Dans le premier cas, l’un ou l’autre énoncé peuvent subir des transformations: le discours du narrateur s’assimile, chez Dostoïevski aux paroles des personnages qu’il présente; au contraire, dans le style indirect, on a plutôt tendance à faire ressembler l’énoncé cité à l’énoncé citant. Dans le troisième cas, aucune interpénétration ne se laisse observer entre énoncé citant et énoncé cité.

Toutes ces oppositions auront à être intégrées dans une théorie générale des styles.

Une autre application des catégories de l’énonciation dans l’analyse rhétorique et littéraire touche au problème des visions. Le «narrateur» d’un texte n’est en effet rien d’autre qu’un locuteur imaginaire, reconstitué à partir des éléments verbaux qui s’y réfèrent.“

[Oswald Ducrot / Tzvetan Todorov, Dictionnaire encyclopédique des sciences du langage. Paris: Adition du Seuil 1972, p. 405‑ 410]

Énonciation

Viele deutsch‑ und englischsprachige Autoren (sowie einige Übersetzer aus dem Französischen, etwa der Schriften Roland Barthes') verwenden den französischen Ausdruck énonciation (Aussagevorgang, Äußerung, englisch enunciation, manchmal auch utterance oder statement) sowie die Ableitungen énonciateur (Sender, enunciator) éonciataire (Empfänger enunciatee) und énoncé (Aussage; enunciated oder auch statement) statt der entsprechenden deutschen bzw. englischen Begriffe auf Grund der größeren Prägnanz der französischen Termini. Umberto Eco spricht dagegen – in einem englisch verfassten Aufsatz – von sentence und utterance im Sinne von Aussage / énoncé und Aussagevorgang / Äußerung / énonciation (198 1, 16).

Die französischen Termini unterscheiden zwischen dem einzelnen, zeitgebundenen Akt des Aussagens und dem verbalen Ergebnis dieses Akts, das sich von der für diesen Akt verantwortlichen Person und dem Zeitpunkt frei macht. Der Unterschied zwischen Äußerung und Aussage besteht im wesentlichen darin, dass mit Äußerung eine Beziehung zwischen dem Geäußerten und der Person, von der die Äußerung stammt, hergestellt wird, wohingegen Aussage das Schwergewicht auf die verbale Einheit als solche legt. Die französische énonciation meint in den meisten Fällen das, was utterance bzw. Äußerung implizieren, nämlich den Akt, durch den von einem menschlichen SUBJEKT eine Wortfolge produziert wird. Énoncé zielt dagegen normalerweise darauf ab, eine Wortfolge unabhängig von einem menschlichen Subjekt zu betrachten.

Die französischen Begriffe implizieren darüber hinaus eine menschliche Zielinstanz oder ein menschliches Publikum (während eine Aussage oder eine ÄUßERUNG auch in Abwesenheit eines solchen Publikums gemacht werden können). Einige englischsprachige Autoren übersetzen daher den Begriff énonciateur mit addresser, was unweigerlich auch den addressee mitschwingen lässt – also die Person, an die eine Äußerung gerichtet ist. Im Deutschen entsprechen diesen Begriffen die weniger prägnanten Ausdrücke Sender und Empfänger.

[Hawthorn, Jeremy: Grundbegriffe moderner Literaturtheorie. Tübingen und Basel: Francke, 1994]

“Son muy diversas las definiciones que se han hecho de la enunciación. Para este estudio partimos de la enunciación como el acto de producción de un enunciado, el proceso complejo que lo engendra o, dicho de otra manera, el acto individual de utilización de la lengua, opuesto al enunciado, producto de esta enunciación. Por tanto, en líneas generales, el análisis de la enunciación consistirá en el estudio de las huellas del sujeto enunciador en el enunciado.

Los estudios de la enunciación han sufrido diversos vaivenes, pues si bien se remontan a la antigüedad clásica (Aristóteles, etc.), sin embargo han estado relegados de los estudios lingüísticos durante grandes periodos de tiempo.

Hoy en día se reducen a la llamada lingüística de la enunciación. Para muchos lingüistas contemporáneos es evidente que las cuestiones del sujeto enunciador ya no se pueden mantener fuera del campo de la lingüística, como defendía Saussure. Así pues, presenciamos un nuevo periodo de interés por la enunciación, un “redescubrimiento” del lugar del sujeto en la lingüística. El auge de los estudios de la enunciación, existente en la actualidad, tuvo su inicio hacia finales de los años cincuenta en Francia con los artículos de R. Jakobson y de E. Benveniste.

Debemos tener presente que el término enunciación se ha tomado en distintos sentidos y lo que se entiende por tal es muy variable según las corrientes teóricas.

El concepto de enunciación más generalizado es el que la plantea como el surgimiento del sujeto en el enunciado, como la actitud del sujeto hablante con respecto a su enunciado, como la relación que el locutor mantiene por medio del texto con su interlocutor.

Para este estudio se parte de esta concepción general del enunciado. Concretamente se haba en la definición de E. Benveniste, quien considera que “La enunciación es la puesta en funcionamiento de la lengua por una cto individual de enunciación [...] En tanto realización individual, la enunciación puede definirse, en relación con la lengua, como un proceso de apropiación. El locutor se apropia del aparato formal y enuncia su posición de locutor mediante indicios específicos”. Por tanto, esta corriente intenta identificar y describir las huellas del acto en el producto. Se investigan los procedimientos lingüísticos por los que el locutor imprime su marca en el enunciado, se inscribe en el mensaje (implícita o explícitamente) y se sitúa con relación a él. Se preocupa en particular de los conectores, de las modalidades, del discurso referido, etc.

Estamos ante la enunciación desde el punto de vista de la lengua, pues, al estudiar las huellas que la enunciación deja en el enunciado, se trata de un conjunto de elementos que posee la lengua y que aseguran el paso de la lengua al discurso. Nos referimos, especialmente, a la deíxis y la modalidad. [...]

Tras este somero planteamiento de la diversidad de opiniones respecto a la modalidad, podemos comprobar que ésta remite a realidades lingüísticas muy diferentes: modos gramaticales, tiempos, verbos modales, adverbios modales, tipos de oraciones (afirmación, interrogación, mandato), etc.

Para poner un poco de orden, y siguiendo en el enfoque enunciativo, podemos decir que el conjunto de hecho englobados hasta el presente bajo la denominación de modalidad podemos repartirlo ahora en dos grandes clases con relación al fenómeno de la comunicación.

§    modalidades de la enunciación,

§    modalidades del enunciado.

Para ello nos apoyamos en la diferencia explicada con anterioridad entre enunciación (acto que implica un proceso y dos protagonistas) y enunciado (materia enunciada, el objeto de la enunciación).”

[Otaola Olano, Concepción: “La modalidad (con especial referencia a la lengua española)”. In: Revista de Filología Española, Tomo LXVIII – 1988 –Fascículo 1°.-2°., p. 97-98 y 101]