STILARTEN  

Clases de estilo

(Recop.) Justo Fernández López

 

Vgl.:

Konnotation / Stil / Rhetorik

 

Stilarten, aus der antiken Rhetorik (Theophrast, Cicero, Quintilian) stammendes und in die ältere Literaturkritik und -geschichte übernommenes Einteilungsschema nach dem Gesamtton und Stil e. Rede bzw. e. Dichtung. Man unterscheidet drei S. (genera dicendi):

1.  leichter Stil (genus tenue, subtile oder humile), einfach und schmucklos als Nachahmung der gewöhnlichen Umgangssprache zum Zwecke der bloßen Mitteilung oder Belehrung (docere),

2.  mittlerer Stil (genus medium, mediocre oder floridum) mit reicherer Verwendung der Schmuckmittel (rhetorische Figuren) und dem Ziel e. gefälligen, doch durchsichtigen Ausdrucksweise zum Zwecke angenehmer Unterhaltung über die Mitteilungs- und Belehrungstendenz hinaus (delectare),

3.  erhabener, schwerer Stil (genus sublime oder grandfe), anspruchsvoll und mit allen Mitteln des Redeschmucks versehen zum Zweck der leidenschaftlichen Erregung und Gemütserschütterung (movere), nur bei erhabenen Stoffen gestattet und später oft absichtlich dunkel und in Schwulst (genus tumidum) ausartend.

In den ma. Poetiken werden die drei S. später auf die drei festen Gesellschaftsklassen der Hirten, Bauern und Krieger bezogen – entsprechend den charakteristischen Eigenarten von Virgils Bucolica, Georgica und Aeneis – und die jeweils entsprechenden Namen, Schauplätze, Tiere und Pflanzen, Gerät usw. werden in der ‘rota Vergilii’ (= Rad des Vergil) von Johannes de Gablandia beigeordnet, so dass die Wahl der S. durch die soziale Stufung des Stoffes bestimmt ist. Dagegen wurde häufig Mischung der S. empfohlen. Daraus entwickelt sich später die Lehre vom Ornatus facilis und Ornatus difficilis (= leichter und schwerer Schmuck), die die Dreigliedrigkeit der S. zugunsten e. Zweiteilung aufhebt.“

[Gero von Wilpert: Sachwörterbuch der Literatur. Stuttgart: Körner, 51969, S. 740]

«La teoría de los estilos, elevado, medio, bajo, se remonta a la Edad Media. Las obras de Virgilio le sirven habitualmente de ejemplo, con la Eneida, las Geórgicas y las Bucólicas, respectivamente. Por una parte, se trata de la elección del vocabulario, las construcciones sintácticas, etc.; por la otra, del objeto de la descripción, es decir, del rango social de los personajes representados: guerreros, campesinos, y pastores. Esta distinción es, por lo tanto, literaria (lingüística) y a la vez sociológica; ya no tiene vigencia a partir del romanticismo.»

[Ducrot, Oswald / Todorov, Tzvetan: Diccionario enciclopédico de las ciencias del lenguaje. Buenos Aires: Siglo XXI, 1974, p. 184]