SPRACHE

Lengua / Lenguaje

(Recop.) Justo Fernández López

 

Vgl.:

Lengua - Idioma - Dialecto / Langage: Langue  vs. Parole / Diachronie  vs. Synchronie / Grammatikalisierung / Funktionen der Sprache / Verstand und Vernunft / Sprache und Realität / Sprache und Denken / Sprache und Selbstbewusstsein / Zeichen / Symbol / Semiotik / Sprachtypologie

 

Sprache -  Lenguaje (el) - Lengua (la)

„Die Sprache ist für uns nicht als Einrichtung definiert, die einen bestimmten Zweck erfüllt. Sondern »Sprache« ist für uns ein Sammelname, und ich verstehe darunter die deutsche Sprache, die englische Sprache, usw. und noch verschiedene Zeichensysteme, die mit diesen Sprachen eine größere oder geringere Verwandtschaft haben“.

[Wittgenstein, L.: Zettel 322. Werkausgabe Band 8. Frankfurt/Main: Suhrkamp, 1984, S. 348]

„Vergleiche: Ein Spiel erfinden – eine Sprache erfinden – eine Maschine erfinden.“

[Wittgenstein, L.: Zettel 327. Werkausgabe Band 8. Frankfurt/Main: Suhrkamp, 1984, S. 349]

„Ich mache einen Plan nicht nur, um mich Andern verständlich zu machen, sondern auch, um selbst über die Sache klar zu werden. (D.h. die Sprache ist nicht nur Mittel zur Mitteilung.)“

[Wittgenstein, L.: Zettel 329. Werkausgabe Band 8. Frankfurt/Main: Suhrkamp, 1984, S. 349]

„Der Satz, der Gedanke lebt im System der Sprache. Das heißt aber nicht, dass wir das System erleben, wenn wir den Satz gebrauchen. »Aber das System der Sprache ist nicht von der Kategorie eines Erlebnisses. Das typische Erlebnis beim Gebrauch eines Systems nicht das System.« (Gr 121) Beim Können liegt das Können nicht wie ein System vor uns. Beim Gebrauch des Satzes ist das System der Sprache nicht als solches anwesend. [...] Erst im Nachfragen entdecken wir das System, in dem der Gedanke lebt, und bewegen uns in ihm. Die Sprache ist also weder Vorgang noch Zustand noch Vorhandensein, sie ist eben das System eines institutionalisierten Könnens.

Wie die Sprache institutionalisiertes Können ist, hat der Mensch die Fähigkeit, jeden Sinn auszudrücken, im System, das schon da ist, Neues zu sagen. Dass die Sprache aber nicht als System beim Sprechen anwesend ist, zeigt sich darin, dass wir Sinn ausdrücken können, ohne zu wissen, was die Worte, die wir benutzen, im einzelnen bedeuten, ohne zu wissen, wie wir die einzelnen Laute hervorbringen. »Der Mensch besitzt die Fähigkeit, Sprachen zu bauen, womit sich jeder Sinn ausdrücken lässt, ohne eine Ahnung davon zu haben, wie und was jedes Wort bedeutet. – Wie man auch spricht, ohne zu wissen, wie die einzelnen Laute hervorgebracht werden.« (T 4.002) [...]

Das Können der Sprache ist ein System, auf das alle Glieder der Sprache selbst verweisen.

Eine Sprache ist ein System und ein Satz ist ein Satz einer Sprache. D. h. dass ich die Glieder einer Sprache «Sätze» nenne. Es gibt darum auch keinen allein stehenden Satz. (S. Gr 122, 124) [...]

Sprache ist Sprachhandlung, ist institutionalisiertes Können. In der Sprache verständigen wir uns, motivieren wir uns gegenseitig, handeln wir. Und Handeln allein gibt es nicht, Handeln gibt es nur in der Gemeinsamkeit. D. h.: Sprache ist gemeinsame Lebenspraxis der Menschen. [...]

Der Kern der sprachlichen Mitteilung ist nicht die Übermittlung einer Information, sondern die Verständigung innerhalb gemeinsamen Handelns. (S. PU 363)

Weil die Sprache institutionalisiertes Können ist, weil sie von vornherein das Element der gemeinsamen Lebenspraxis ist, gibt es keine Privatsprache.

Eine Privatsprache setzt die allgemeine und öffentliche Sprache voraus.”

[Brand, Gerd: Die grundlegenden Texte von Ludwig Wittgenstein. Frankfurt a. M.: Suhrkamp, 1975, S. 77-79]

„Der Begriff Sprache erfährt seine Begründung ja nicht in der Rückschau vom Sprechakt her und in dessen „Tiefen“-Formalisierung, sondern in einer „Breiten“-Verallgemeinerung auf der Grundlage einer ganzen Reihe von Sprechakten und der in ihnen feststellbaren gemeinsamen Elemente. Bei der Tiefenanalyse geht es aber nur um das in einem Sprechakt in Bezug auf seine Vorlagen Normale und Funktionelle. Bei der Breitenuntersuchung hingegen wird alles in einer ganzen Reihe von Sprechakten Gemeinsame, alles, was darin Isoglosse ist, festgestellt, ohne den zusätzlichen Blick darauf, ob einige der Sprechakte Vorbild für andere sind. Mit anderen Worten ist der Begriff Sprache nicht analytisch, sondern deskriptiv und synthetisch und kommt als System gemeinsamer Aspekte, als System der Isoglossen, aufgrund des von uns sog. Sprachmaterials (Summe von Sprechakten) zustande. Daher sagten wir auch bereits, dass der Begriff Sprache weniger der Sprachtheorie als der Sprachgeschichte als ihrem Fundament zugehört.“ 

[Coseriu, E.: Sprachtheorie und allgemeine Sprachwissenschaft, München: Fink, 1975, S. 92]

„Der Sprachbesitz fügt sich aus zwei Grundbestandteilen zusammen: Lexikon und Grammatik. Das Lexikon ist ein Arsenal von Wörtern, die als „Niederschriften“ im Bewusstsein der Sprechenden bereitliegen. Dass der Grenzverlauf zwischen Lexikon und Grammatik nicht durchweg klar ist, ist bekannt und soll nicht bestritten werden. Dies trifft zum Beispiel für die – schlecht so genannte – Wortbildung zu. Doch ist dies kein Einwand gegen die Berechtigung der Unterscheidung zwischen Lexikon und Grammatik. Übrigens kommt noch ein dritter Bereich zu Lexikon und Grammatik hinzu: der des Suprasegmentellen, die Intonation. Die Grammatik ist eine komplex organisierte Gesamtheit weithin – keineswegs durchweg – miteinander in Zusammenhang stehender einzelner Elemente. Ein einzelnes Element kann entweder eine materielle Form mit einer oder mehreren inhaltlichen Funktionen sein, oder es kann ein, was man „grammatische Regel“ nennt, also ein grammatischer Sachverhalt, oder besser: die Formulierung eines solchen Sachverhalts nach dem Schema „wenn ..., dann ...“. Vergleicht man die Elemente der Grammatik zweier Sprachen, ergibt sich natürlich, dass sie zum Teil gemeinsam sind und sie sich zum Teil – so oder so – unterscheiden. Der Sachverhalt lässt sich durch das Bild zweier sich überschneidender Kreise veranschaulichen. [...]

Was heißt Gemeinsamkeit im Blick auf die beiden Arten von Elementen der Grammatik? Für die Regeln heißt Gemeinsamkeit, dass sie, in beiden Grammatiken, in analoger Weise zu formulieren sind. Für die materiellen Elemente meint Gemeinsamkeit natürlich nicht deren Identität. Diese schließt die Verschiedenheit der Sprachen ja gerade aus; Sprachverschiedenheit im Inhaltlichen mag hinzukommen. Bei der Gemeinsamkeit von Elementen, die wir im Auge haben, geht vielmehr darum, dass für eine bestimmte inhaltliche Funktion oder für mehrere bestimmte inhaltliche Funktionen in beiden Sprachen besondere materielle Formen vorliegen. [...]

In der folgenden Zusammenstellung suchen wir die vielfach übliche missverständliche metaphorische Verwendung eines Sprachennamens als Subjekt zu vermeiden: Wir sagen also nicht: das Deutsche zieht es vor ..., oder das Spanische vermeidet ... . Sprachen sind keine Subjekte; sie sind „Techniken“ des Sprechens, spezifische Modi menschlichen Sprechens überhaupt, deren sich Subjekte bedienen. Die hypostasierende Verdinglichung der Sprache zum Subjekt, zum intelligenten Subjekt, ist der historischen (junggrammatischen) Sprachbeschreibung ebenso geläufig wie der synchronisch strukturalistischen. Sie ist verhängnisvoll. Es mag übrigens offen bleiben, inwieweit die Subjekte in dem, was sie sprachlich äußern, durch ihre jeweilige Sprache bestimmt sind: eine Sprache ist ja in der Tat nicht bloßes Mittel, um etwas auszudrücken, wenngleich sie dies auch ist. Eine Sprache ist eher ein Medium als ein Mittel.“ 

[Gauger/Cartagena: Vergleichende Grammatik Spanisch-Deutsch. Mannheim u.a.: Duden, Bd. 2, S. 333ff.]

Die Sprache besteht aus drei - eng ineinander greifenden - Grundbestandteilen (sie besteht  aus ihnen und zerfällt nicht in sie ):                

Das Lexikon  oder Arsenal der Wörter.

Die Gesamtheit der Regeln der Grammatik.                 

Die suprasegmentellen (prosodischen) Elemente: die Intonation  im weitesten Sinne.   

„Die Sprache ist eben eine Sammlung sehr verschiedener Werkzeuge. In diesem Werkzeugkasten ist ein Hammer, eine Säge, ein Maßstab, ein Lot, ein Leimtopf und der Leim. Viele der Werkzeuge sind mit einander durch Form und Gebrauch verwandt, man kann die Werkzeuge auch beiläufig in Gruppen nach ihrer Verwandtschaft einteilen aber die Grenzen dieser Gruppen werden oft, mehr oder weniger, willkürlich sein; und es gibt verschiedenerlei Verwandtschaften, die sich durchkreuzen.

Ich sage, die Bedeutung eines Wortes sei dir Rolle, die es im Kalkül der Sprache spiele. (Ich verglich es einem Stein im Schachspiel.)“ [a.a.O., S. 67]

„Unsern Satz, »die Bedeutung sei, was die Erklärung der Bedeutung erklärt«, könnten wir so ausdeuten: Kümmern wir uns nur um das, was die Erklärung der Bedeutung heißt, und um die Bedeutung sonst in keinem Sinne.“

[Wittgenstein, L.: Philosophische Grammatik. Frankfurt a. M.: Suhrkamp, 1973, S. 69]

Sprache als Kalkül

„Denn bedenke, dass wir im allgemeinen die Sprache nicht nach strengen Regeln gebrauchen – man hat sie uns auch nicht nach strengen Regeln gelehrt. Andererseits vergleichen wir in unsern Diskussionen die Sprache beständig mit einem Kalkül, der sich nach exakten Regeln vollzieht.

Dies ist eine sehr einseitige Betrachtungsweise. In der Praxis gebrauchen wir die Sprache sehr selten als einen derartigen Kalkül. Nicht nur, dass wir nicht an Regeln des Gebrauchs – an  Definitionen etc. – denken, wenn wir die Sprache gebrauchen; in den meisten Fällen sind wir nicht einmal fähig, derartige Regeln anzugeben, wenn wir danach gefragt werden. Wir sind unfähig, die Begriffe, die wir gebrauchen, klar zu umschreiben; nicht, weil wir ihre wirkliche Definition nicht wissen, sondern weil sie keine wirkliche »Definition« haben. Die Annahme, dass sie eine solche Definition haben müssen, wäre wie die Annahme, das ballspielende Kinder grundsätzlich nach strengen Regeln spielen.

Was wir im Sinn haben, wenn wir von der Sprache als einem Symbolsystem in einem exakten Kalkül sprechen, können wir in den Naturwissenschaften und in der Mathematik finden. Unser gewöhnlicher Sprachgebrauch entspricht diesem Standard der Exaktheit nur in seltenen Fällen.“

[Kenny, A.: Ludwig Wittgenstein. Ein Reader. Stuttgart: Reclam, 1989, S. 145-146]

„Dafür ist von entscheidender Bedeutung, dass das sein nicht in seinem Sich-Zeigen aufgeht, sondern mit derselben Ursprünglichkeit, in der es sich zeigt, sich auch zurückhält und entzieht. Das ist die eigentliche Einsicht, die zuerst Schelling gegen den logischen Idealismus Hegels geltend gemacht hatte. Heidegger nimmt diese Frage wieder auf, indem er zugleich seine begriffliche Kraft dafür einsetzt, die Schelling gemangelt hatte.

So war ich meinerseits bemüht, die Grenzen nicht zu vergessen, die in aller hermeneutischen Erfahrung von Sinn impliziert ist. Wenn ich den Satz schrieb: «Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache» (“Wahrheit und Methode”, in: Ges. Werke Bd. 1, S. 478), so lag darin, dass das, was ist, nie ganz verstanden werden kann. Es liegt darin, sofern alles, was eine Sprache führt, immer noch über das hinausweist, was zur Aussage gelangt. Es bleibt, als das, was verstanden werden soll, das, was zur Sprache kommt – aber freilich wird es immer als etwas genommen, wahrgenommen. Das ist die hermeneutische Dimension, in der Sein «sich zeigt».”

[Gadamer, Hans-Georg: “Text und Interpretation” (1983). In: Grondin, Jean (Hrg.): Gadamer-Lesebuch. Tübingen: Mohr, 1997, S. 145]

„Text ist mehr als der Titel für das Gegenstandsfeld der Literaturforschung. Interpretation ist mehr als die Technik der wissenschaftlichen Auslegung von Texten. Beide Begriffe haben im 20. Jahrhundert ihren Stellenwert im ganzen unserer Erkenntnis- und Weltgleichung gründlich verändert.

Gewiss hängt diese Verschiebung mit der Rolle zusammen, die das Phänomen der Sprache in unserem Denken inzwischen einnimmt. Aber das ist nur eine tautologische Aussage. Dass die Sprache eine zentrale Stellung im philosophischen Gedanken erworben hat, hängt vielmehr seinerseits mit der Wendung zusammen, die die Philosophie im Laufe der letzten Jahrzehnte genommen hat. Dass das Ideal der wissenschaftlichen Erkenntnis, dem die moderne Wissenschaft folgt, vom Modell des mathematischen Entwurfs der natur ausgegangen war, wie ihn Galilei in seiner Mechanik zuerst entwickelte, bedeutet ja, dass die sprachliche Weltauslegung, d.h. die in der Lebenswelt sprachlich sedimentierte Welterfahrung, nicht länger den Ausgangspunkt der Fragestellung und des Wissenwollens bildete. Jetzt ist es das aus rationalen Gesetzen Erklärbare und Konstruierbare, was das Wesen der Wissenschaft ausmacht. Damit verlor die natürliche Sprache, auch wenn sie ihre eigene Weise, zu sehen und zu reden, festhält, ihren selbstverständlichen Primat. Es war eine konsequente Fortführung der Implikationen dieser modernen mathematischen Naturwissenschaft, dass das Ideale der Sprache in der modernen Logik und Wissenschaftstheorie durch das Ideal der eindeutigen Bezeichnung ersetzt wurde. So gehört es in den Zusammenhang der Grenzerfahrungen, die mir der Universalität der wissenschaftlichen Weltzugangs verbunden sind, wenn sich inzwischen die natürliche Sprache als ein ’Universale’ erneut in das Zentrum der Philosophie verlagert hat.

Freilich bedeutet das nicht eine bloße Rückkehr zu den lebensweltlichen Erfahrung und ihrer sprachlichen Sedimentation,  die wir als den Leitfaden der griechischen Metaphysik kennen und deren logische Analyse zur aristotelischen Logik und zur grammatica speculativa führte. Vielmehr wird jetzt nicht ihre logische Leistung, sondern die Sprache als Sprache und ihre Schematisierung des Weltzugangs als solche bewusst, und damit verschieben sich die ursprünglichen Perspektiven. Innerhalb der deutschen Tradition stellt das eine Wiederaufnahme romantischer Ideen  dar – Schlegels, Humboldts usw. Weder bei den Neukantianern noch bei den Phänomenologen der ersten Stunde war das Problem der Sprache überhaupt beachtet worden. Erst in einer zweiten Generation wurde die Zwischenwelt der Sprache zum Thema, so bei Ernst Cassirer und vollends bei Martin Heidegger, dem vor allem Hans Lipps folgte. Im angelsächsischen Raum zeigte sich ähnliches in der Fortentwicklung, die Wittgenstein von dem Ausgangspunkt bei Russell aus genommen hat. Freilich handelt es sich für uns jetzt nicht so sehr um eine Philosophie der Sprache, die auf dem Boden der vergleichenden Sprachwissenschaften aufbaute, oder um das Ideal einer Konstruktion von Sprache, das sich einer allgemeinen Zeichentheorie einordnet, als um den rätselhaften Zusammenhang zwischen Denken und Sprechen.

So haben wir auf der einen Seite die Zeichentheorie und Linguistik, die zu neuen Erkenntnissen über die Funktionsweise und den Aufbau von sprachlichen Systemen und von Zeichensystemen geführt haben, und auf der anderen Seite die Theorie der Erkenntnis, die realisiert, dass es Sprache ist, was allen Weltzugang überhaupt vermittelt. Beides wirkt dahin zusammen, die Ausgangspunkte einer philosophischen Rechtfertigung des wissenschaftlichen Weltzugangs in einem neuen Lichte zu sehen. Deren Voraussetzung bestand ja darin, dass sich das Subjekt in methodischer Selbstgewissheit mit den Mitteln der rationalen mathematischen Konstruktion der Erfahrungswirklichkeit bemächtigt und ihr in Urteilssätzen Ausdruck gibt. Damit erfüllte es seine eigentliche Erkenntnisaufgabe, und diese Erfüllung gipfelt in der mathematischen Symbolisierung, in der sich die Naturwissenschaft allgemeingültig formuliert. Die Zwischenwelt der Sprache ist der Idee nach ausgeklammert. Sofern sie als solche jetzt bewusst wird, zeigt sie sich als die primäre Vermitteltheit allen Weltzugangs. Damit wird die die Unüberschreitbarkeit des sprachlichen Weltschemas klar. Der Mythos des Selbstbewusstseins, das in seiner apodiktischen Selbstgewissheit zum Ursprung und Rechtfertigungsgrund aller Geltung erhoben worden war, und das Ideal der Letztbegründung überhaupt, um das sich Apriorismus und Empirismus streiten, verliert seine Glaubwürdigkeit angesichts der Priorität und Unhintergehbarkeit des Systems der Sprache, in dem sich alles Bewusstsein und alles Wissen artikuliert. Wir haben durch Nietzsche den Zweifel an der Begründung der Wahrheit in der Selbstgewissheit des Selbstbewusstseins gelernt. Wir haben durch Freud die erstaunlichen wissenschaftlichen Entdeckungen kennen gelernt, die mit diesem Zweifel Ernst machen, und an Heideggers grundsätzlicher Kritik am Begriff des Bewusstseins die begrifflichen Voreingenommenheiten eingesehen, die aus der griechischen Logos-Philosophie stammen und in moderner Wendung den Begriff des Subjektes ins Zentrum rückten. All das verleiht der «Sprachlichkeit» unserer Welterfahrung den Primat. Die Zwischenwelt der Sprache erweist sich gegenüber den Illusionen des Selbstbewußtseins ebenso wie gegenüber der Naivität eines positivistischen Tatsachenbegriffs als die eigentliche Dimension dessen, was gegeben ist.”

[Gadamer, Hans-Georg: “Text und Interpretation” (1983). In: Grondin, Jean (Hrg.): Gadamer-Lesebuch. Tübingen: Mohr, 1997, S. 148-250]

"Dialogischer Rückblick auf das Gesammelte Werk von Hans-Georg Gadamer:

Jean Grondin: In dem dritten Teil von Wahrheit und Methode geht es um die universelle Dimension der Sprachlichkeit, die damit eine ontologische Dimension der Hermeneutik freilegt. Hier scheinen Sein, Verstehen und Sprache ganz ineinander verwoben zu sein, und so haben viele das im Sinne von Panlinguistizismus interpretier. Vor allem die berühmte Formel hat dazu verführt, die das wohl meist zitierte Wort aus Ihrem Werk ist: «Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache». Was meinen Sie mit dieser Formel?

Hans-Georg Gadamer: Vor allem heißt das eine: Sein, das erfahren und verstanden werden kann, bedeutet: Sein spricht. Nur über die Sprache kann Sein verstanden werden. Die zitierte Formulierung hat gewiss etwas Schillerndes, aber das ist eine Eigenschaft spekulativer Aussagen, dass sie von verschiedenen Seiten zum Sprechen kommen. Diese Erfahrung macht man in der Praxis oft, je nachdem, wie einer fragt, was er meint, oder wer er ist, der einen fragt, antwortet man ein wenig anders. Das scheint mir keineswegs der Kritik bedürftig, sondern entspricht genau dem, was in der Rhetorik des Aristoteles enthymema [das Beherzigenswerte] ist. Darin drückt sich eine Zuwendung zum anderen aus, die die wahre Rhetorik auszeichnet. Eine rhetorische Zuwendung ist als solche kein zwingender Schluss, aber sie ist deswegen nicht ohne Sinn und nicht ohne Überzeugungskraft und Wahrheitsanspruch. Alle Rede ist doch so, dass das Gemeinte sich von verschiedenen Seiten zeigt und sich daher auf vielfältige Weise wiedergeben lässt. Das ist der Sinn von Schlüssigkeit, der etwas Überzeugungskräftiges ausdrückt, ohne ein zwingender Beweis zu sein.

Ich gebe ein Beispiel: Heidegger sagt einmal «die Sprache spricht». Ich muss eingestehen, dass ich mich der forcierten Paradoxie dieser Formulierung Heideggers lange Zeit widersetzt habe. Es hat mir nicht so ganz gefallen, und ich habe erlebt, wie treueste Heidegger-Schüler darüber erbost waren, dass Heidegger das gesagt hat. Es sei doch klar, dass es der jeweils sprechende Mensch sei, der spricht. Nun, inzwischen habe ich begriffen, was Heidegger meinte, wenn er sagte, die Sprache spricht. Natürlich ist da einer, der spricht, aber dieser ist nicht, ohne durch Sprache eingeengt zu sein, weil es nicht immer das rechte Wort ist, das einem kommt. Das ist Hermeneutik, zu wissen, wie viel immer Ungesagtes bleibt, wenn man etwas sagt. Nach dieser Richtung geht sehr vieles, was durch den Wissenschaftsbegriff der Neuzeit fast ganz unserer Aufmerksamkeit entgeht. So habe ich es geradezu als das Wesen des hermeneutischen Verhaltens bezeichnet, dass man nie das letzte Wort behalten soll.

JG: Wenn ich recht verstehe, heben Sie damit auf die Grenzen der Sprache ab, während man in Wahrheit und Methode den entgegengesetzten Eindruck bekommt, dass das Universum der Sprache grenzenlos sei.

HGG: Aber nein, das habe ich nie gemeint und auch nicht gesagt, dass alles Sprache ist. Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache. Darin steckt eine Begrenzung. Was also nicht verstanden werden kann, kann eine unendliche Aufgabe sein, das Wort zu finden, das der Sache wenigstens näher kommt. [...] In Wahrheit geht es nämlich nicht um den Turmbau von Bebel, das heißt um die Vielfältigkeit der Sprachen und der Sprachverwirrung, die nach dem Alten Testament dem Turmbau ein Ende machte und die Menschen auf ihr eigenes Schicksal zurückwies. In Wahrheit ist es gar nicht die Vielfältigkeit der Sprache, die für die hermeneutische Aufgabe eine unübersteigbare Barriere darstellen soll. Jede Sprache ist lehrbar. So ist ein jeder zum Überschreiten aller Grenzen immer wieder fähig, wenn er die Verständigung mit anderen sucht. Ja, es liegt in der Grenzerfahrung, die im Wort als solchem liegt, geradezu ein unendliche Aufgabe. [...] Wenn ich eine fremde Sprache höre, die ich nur ganz wenig kenne, dann glaube ich mich sogleich wie unterwegs zu einer Gesprächsbasis. Ich mache jetzt in unserem gegenwärtigen Sprachwirrwar, in dem wir uns befinden, immer wieder die gleiche vielsagende Erfahrung. Sie besteht darin, daß Menschen, die sich in einer fremden Sprache ausdrücken, wenn es auch no so schlecht geht, ein großes Wohlwollen seitens der Einheimischen finden. Es klingt paradox, aber es ist wahr: man verständigt sich im Stottern einer fremden Sprache leichter als in Verständigungsversuchen in einer gemeinsamen Muttersprache.

Ich habe regelmäßig eine Erfahrung gemacht. Da geschieht es oft genug, dass einem der andere anbietet: ach, wir wollen uns doch einfach machen, Sie reden Deutsch, und ich rede mit Ihnen Englisch, Französisch, Spanisch oder was auch immer. Aber das geht nicht. Wenn man miteinander reden will, wird nach einiger Zeit die eine oder die andere Sprache gesprochen. An dieser Erfahrung, die wir alle kennen, kommt in meinen Augen heraus, was für eine konkrete Realität das Gespräch und die Sprachlichkeit darstellt. Das sind nicht nur einfach Abstraktionen des Allgemeinbegriffes für Sprache. Es ist ausgesprochen irreführend, wenn es auch in der antiken Geschichte des Wortes graphein und gramma seine natürliche Wurzel hat: Worte sind nichts Geschriebenes. Worte sind nicht im Gehirn eingegraben. Was dort sozusagen angelegt ist, ist vielmehr die Fähigkeit, neue Kombinationen zu stiften, also Sprechen möglich zu machen. Das ist Sprachlichkeit, und der Ausdruck meint deshalb das «das innere Gespräch», das die Stoa den logos endiathetos genannt hat. Augustin hat es sehr eindrucksvoll entwickelt, dass dieses innere Gespräch ein Geheimnis der christlichen Religion verdeutlichen kann. Ich habe viel von Augustinus Büchern De trinitate gelernt. Diese Bücher enthalten einen wahren Überfluss von Metaphern, die das große Geheimnis der christlichen Glaubenslehre, die Dreieinigkeit verständlich machen sollen. Augustinus orientiert sich an dem Begriff des Logos und des Prozesses in Gott. Er ist da letzten Endes immer neuplatonisch inspiriert und erreicht so die Überwindung der Gnosis. Wenn das so ist, dann ist hier tatsächlich eine Grenze des Erkennens da, und es bedarf des Glaubens. [...]

JG: Es gibt also nichtsprachliches Verstehen?

HGG: Zweifellos gibt es das.

JG: Und das würden Sie trotzdem Sprachlichkeit nennen?

HGG: Aber ja. Die Wortsprache ist doch jeweils nur eine besondere Konkretion von Sprachlichkeit, und das gleiche gilt wiederum genauso etwa für die Gesten. Ein Hund, dem man mit der Hand in die Richtung zeigt, läuft nie dorthin, sondern springt zu der Hand hinauf. Sprache gib es ja auch für Stumme, sogar für Taubstumme. Auch für Wilhelm von Humboldt ist es so, der für mich besonders überzeugend ist, weil sein eigentliches Charisma darin bestand, dass er nicht nur ein großartiger Linguist war. Zugleich nahm er auch immer die Dinge, die in den verschiedenen Sprachen zugänglich wurden, wichtig. Man denke an die Einleitung in die Kawisprache. Das gilt für das ganze Problemgebiet, das den Phaidros so schwierig und mir unvergesslich macht. Da wird gezeigt, wie die philosophische Dialektik im Bund mit der wahren Rhetorik steht. Es gibt da viele Probleme, die sich mir erst langsam stellen. [...]

JG: Die Zentralstellung des Ausdrucks ‘Sprachlichkeit’ klingt aber doch etwas geheimnisvoll, wenn das überhaupt keine konkrete Sprache sein soll. Können Sie das erläutern?

HGG: Wie hatten schon eine Erläuterung, als ich an die Sprache der Gestik erinnerte. Das ist offenbar das Gemeinsame, dass selbst Haustiere, die nicht sprechen können, durch den Menschen kaum etwas gezeigt bekommen können. Warum denn? Was ist da das Allgemeine? Offenbar fehlt die Fähigkeit, Symbolisches zu verstehen, nämlich, dass man an etwas, das man nicht meint, etwas anderes erkennt, das man meint, was auch immer es sei, und das so dazu passt, wie die tessara hospitalis, mit der man sich noch nach Generationen als alter Freund des Hauses ausweist.

JG: Sprachlichkeit wäre also die ganz allgemeine Fähigkeit, mit etwas etwas zu meinen und mitzuteilen?

HGG: Ja, etwas als einen Wink verstehen und nicht, etwa nach diesem ausgestreckten Finger, wie der Hund zu schnappen, um es in Besitz zu nehmen, sondern verstehen, dass das etwas meint."

[Gadamer, Hans-Georg / Grondin, Jean: “Dialogischer Rückblick auf das Gesammelte Werk und dessen Wirkungsgeschichte” (1996). In: Grondin, Jean (Hrg.): Gadamer-Lesebuch. Tübingen: Mohr, 1997, S. 285-291]

La lengua

La lengua es un sistema en el que las palabras tienen una organización interna (morfología), se relacionan con otras unidades (sintaxis), todo ello utilizando unos sonidos determinados (fonética), y con unos significados específicos (semántica). Las posibilidades de realizar combinaciones son prácticamente infinitas.

Tal es el sentido amplio de los estudios gramaticales.

Desde el punto de vista más concreto, la gramática estudia la morfología y la sintaxis; es decir, las formas y las funciones.

Por ello, no pocos gramáticos utilizan el término morfosintaxis (que no ha sido recogido por la Terminología que comentamos).“

[Alonso Marcos, A.: Glosario de la terminología gramatical. Unificada por el Ministerio de Educación y Ciencia. Madrid: Magisterio Español, 1986, p. 46]

«Lenguaje

Lenguaje es la facultad humana que permite al hombre la expresión de sus pensamientos.

No sería, pues, correcto hablar de lenguaje español, lenguaje francés, etc.

La facultad humana de comunicarse es independiente de una lengua u otra.

Lengua

Esa facultad humana de comunicarse, presenta manifestaciones diversas según los distintos grupos humanos que existen. Cada una de las manifestaciones es una lengua.

La lengua es el código que sirve para comunicarse dentro de cada comunidad humana. El código es un conjunto sistematizado de signos y las reglas para su empleo. El código es lo que permite al emisor elaborar un mensaje y al receptor, interpretarlo. No hay comunicación si el receptor no conoce el código que usa el emisor.

En la actualidad hay más de 3.000 lenguas en el mundo. Las lenguas más habladas son el chino, el inglés, el ruso y el español.

En España existen cuatro lenguas: castellano (lengua oficial y nacional), catalán, gallego y vasco

Habla

El habla es la utilización que cada uno de los hablantes hace de su lengua. Se trata, por tanto, de un acto concreto e individual.

Las lenguas, por el contrario (y los dialectos), son fenómenos sociales y generales, colectivos, propios de los grupos que los utilizan.

Cuando hay ciertas características comunes en un lugar concreto (pueblo, valle...), sin llegar a la categoría de dialecto, se las considera hablas locales.

En el habla de cada uno influyen, como es lógico, factores sociales, culturales, geográficos, etc., lo que da lugar a los diversos niveles y registros de hablas.

Ciertos “tonillos” especiales, ciertas muletillas, algunas palabras

Dialecto

Los dialectos son las variantes o modalidades regionales de una lengua. Tales variantes no afectan a la unidad del sistema.

El andaluz o el canario son dialectos del castellano.

El mismo castellano, catalán, francés, italiano, gallego, portugués, etc., son, a su vez, dialectos del latín.

El astur-leonés y el navarro-aragonés son también dialectos del latín, aunque de características especiales.

Podemos, pues, decir, en síntesis, lo siguiente:

§         Lengua: modalidades nacionales

§         Dialecto: modalidades regionales

§         Habla: modalidades individuales

Desde otro punto de vista, lo podemos expresar así:

 

Término

Definición

Extensión

lenguaje

Facultad humana para comunicarse

Todos los hombres

lengua

(dialecto)

Sistema determinado de signos (código)

Comunitaria: nación-pueblo

habla

Empleo concreto de una lengua

Individual

 

[Alonso Marcos, A.: Glosario de la terminología gramatical. Unificada por el Ministerio de Educación y Ciencia. Madrid: Magisterio Español, 1986, p. 26-27]

El lenguaje como actividad y como estructura

Aunque ‘lenguaje’ puede calificarse de varios modos – lenguaje animal, humano, natural, artificial, formalizado, etc. –, nos atendremos al lenguaje humano en tanto que lenguaje «natural». Se excluirán los llamados «lenguajes animales» y no porque se suponga que sólo los hombres son capaces de lenguaje, sino porque el que conocemos como «lenguaje humano» difiere de los lenguajes animales en varios aspectos básicos.

Algunas especies animales, como las abejas, pueden enviar un número infinito de señales, pero todas son variaciones de un mensaje único consistente en indicar la distancia y la dirección de las flores portadoras de néctar. La infinitud del número de señales opera en la continuidad del mensaje único: las flores portadoras de néctar pueden hallarse a una distancia de veinte, veintisiete, treinta, treinta y dos metros, etc.; su dirección puede hallarse más o menos a la derecha o a la izquierda de un determinado plano. Más que de infinitud y continuidad cabría hablar entonces de posibilidades de variación de un solo mensaje, pero como en principio no hay límites en las variaciones de distancia y dirección, pueden considerarse infinitas. Otras especies animales, como los chimpancés, son capaces de enviar más de un mensaje, pero el número de mensajes es muy reducido.

En contraste, el lenguaje humano consiste en un número ilimitado – o, mejor dicho, en la posibilidad de emitir y recibir («comprender») un número ilimitado – de mensajes. Ello resulta tanto más sorprendente cuanto que el número de elementos usados a tal efecto – específicamente, el número de fonemas (o tonemas) – es no sólo finito, más bien relativamente escaso. Pero con este limitado conjunto de elementos se producen numerosas secuencias fónicas – morfemas y palabras –, cada una de las cuales, además, puede enriquecerse de varias maneras: semánticamente, con la polisemia; sintácticamente, por medio de una compleja estructura gramatical de los mensajes.

Tanto los lenguajes animales como las lenguas humanas forman sistemas, pero mientras los primeros son limitados y cerrados, los segundos, son, en principio, ilimitados y abiertos. La ilimitación y apertura en cuestión pueden no ser absolutas, pero aun así cabe distinguir entre los dos citados tipos de lenguaje; basta con que uno exhiba en proporción suficiente una de dichas características – que conjeturamos son «tendencias» –. La tendencia de las lenguas humanas a formar sistemas ilimitados y abiertos no permite concluir que se puede hacer cualquier cosa con una lengua; todo sistema tiene sus restricciones. Pero dada una lengua, o un sistema lingüístico natural humano, se pueden engendrar un número infinito de proferencias y no sólo un número infinito de variaciones del mismo mensaje.

Lo que llamaremos desde ahora «el lenguaje» ha sido objeto de numerosas «definiciones». Muchas de ellas son aceptables, de modo que sería improcedente adoptar sólo una para excluir todas las demás. Cuando se trata de lenguaje, no cabe ninguna estrategia; sólo un número crecido de «tácticas».

Pueden estudiarse los fundamentos biológicos del lenguaje; insistirse sobre las funciones comunciativas o las expresivas; destacar el lenguaje como sistema de señales, y específicamente de elementos informativos básicos, a transmitir y recibir; idendificarlo con un sistema de «pensamientos», aun cuando no se conciban éstos como estando, por así decirlo, antes o fuera del lenguaje, sino como «hechos de lenguaje», etc, etc. El enfoque adoptado depende de los propósitos perseguidos. En unos casos interesan especialmente las dimensiones personales, interpersonales y sociales del lenguaje y, sobre todo, la comunicación; en otros, la ingeniería del lenguaje; en otros, sus estructuras fonológicas o sintácticas o la relación entre la estructura sintáctica y las asociaciones fonológicas y semánticas. Es razonable, pues, remitir a las diversas «tácticas» empleadas por quienes se han ocupado del lenguaje en calidad de biólogos, neurofisiológicos, psicólogos, sociólogos, lingüistas, etc.

Los filósofos tienen también su propia «táctica» – o, dada la multiplicidad de orientaciones filosóficas, «tácticas» –. La táctica filosófica no es necesariamente una gran estrategia capaz de aunar todas las tácticas, pero difiere de las otras en suscitar ciertas cuestiones que suelen ignorarse o darse por resueltas.

Por ejemplo: ¿en qué sentido o medida cabe decir que el lenguaje es un instrumento, o serie de instrumentos? No hay inconveniente en adoptar esta «concepción» siempre que con ello no se crea haberlo dicho todo.”

[Ferrater Mora, José: Indagaciones sobre el lenguaje. Madrid: Alianza Editorial 1970, p. 91-93]

“Chomsky señala que una comprensión adecuada de cómo funciona el lenguaje puede obtenerse sólo ateniéndose a la idea humboldtiana de «hacer uso infinito de medios finitos» (Aspects, pág. 8). Notemos que Ortega y Gasset describió a Wilhelm von Humboldt como «el hombre que acaso ha tenido mayor sensibilidad para la realidad ‘lenguaje’» («Comentario al ‘Banquete’ de Platón», Obras Completas, IX, 756).”

[Ferrater Mora, José: Indagaciones sobre el lenguaje. Madrid: Alianza Editorial 1970, p. 217 n. 30]

"La lengua como pluralidad de sistemas:

Desde Saussure, se viene repitiendo el ejemplo por el que se compara la lengua con el juego de ajedrez (Curso: 158 ss.), donde se dice que el jugador está interesado solamente en lo que el tablero le ofrece. A menudo los ejemplos acaba defendiéndose más encarnizadamente que las teorías, y no vamos a gastar pólvora en las salvas de la discusión en torno a las diferencias entre el juego y la lengua; retomar el símil nos permite, sin embargo, señalar que ni siguiera en el ajedrez el jugador está interesado sólo en el estado actual del tablero, sino que, al contrario, tanto interés como el tablero mismo tiene su bloc de notas, donde ya están preparadas las jugadas proyectadas y donde analiza los movimientos realizados hasta entonces: la sincronía y la diacronía del ajedrez son igualmente importantes para el objetivo final, el jaque mate.

Mas no se trata de contentarse con la historia de una lengua, o de una familia de lenguas, sino de insistir en que en cada corte sincrónico descubrimos no un sistema, sino varios. La solución de una norma, por un lado, y unos elementos marginales, por otro, es un recurso ad hoc que lleva, como la experiencia patentiza, a postular múltiples y variadas normas para la misma lengua. (Esto, como recurso metodológico, es tan aceptable como cualquier convención, como explicación de la realidad, es evidentemente insatisfactorio: multiplicar las clasificaciones no es explicar ni definir la categoría de la que se ocupa el investigador.)

Algunos de estos sistemas coexistentes son admitidos con facilidad: así, al hablar de tres o cuatro sistemas léxicos en el español actual, se piensa en niveles de arcaísmo, lenguaje normalizado o estándar, cultismo, y barbarismo o préstamo, incluso. Sin embargo, el enfoque varía si meditamos en que hablamos de estos niveles como realidades de la lengua, de modo sistemático, estructuralmente coherentes, y no como resultado de la actitud metodológica del investigador.

La lengua es un sistema en el que se encuentran otros sistemas o restos de otros sistemas. La lengua es  un  sistema de  sistemas.  Estos  sistemas  están en  perpetua  evolución y al mismo  tiempo son susceptibles de ser estudiados como productos. El estudio más completo de estos sistemas deberá abarcarlos tanto sincrónica como diacrónicamente, tanto en un momento de la historia de la lengua como a lo largo de esa historia; tendrá que tener en cuenta también su situación en un lugar, en un área, o en varias, o en un estrato de la sociedad constituida por los hablantes y en la conjunción de estos estratos."

[Marcos Marín, F./Satorre Grau, F. J./Viejo Sánchez, Ma L.: Gramática española. Madrid: Síntesis, 1998, p. 24-25]

"Al reducido empleo sustitutivo de las cosas, se opone el omnipresente uso simbólico de las palabras. Recuérdese la diferencia que se ha señalado en su lugar [págs. 44ss] entre el código «primero», o propiamente idiomático y el código «segundo», o simbólico, que abarca las correspondencias convencionales establecidas entre las clases de cosas (los universales) y las palabras. Que el lenguaje no es un conjunto convencional de signos lo demuestra el hecho de que las palabras no funcionan como sustitutos de las cosas más que cuando los que hablan quieren que sea así: se podrá decir que siempre hay una referencia a las cosas, pero, de hecho, las cosas están siempre ausentes y lo que decimos no son las cosas, sino lo que decimos."

[Trujillo, Ramón: Principios de semántica textual. Madrid: Arco, 1996, p. 236, n. 8]

“Del análisis lingüístico desarrollado hasta aquí, podemos extraer, entre otras menos importantes, las siguientes conclusiones más o menos generales:

a) El significado léxico no es una propiedad de un determinado tipo de palabras (de las palabras que tienen capacidad designativa), sino un modo de significar indirecto que encontramos implicado en funciones semánticas diversas, que abarcan desde la expresión de nociones o denotaciones hasta la expresión de distintas relaciones gramaticales, en preposiciones, morfemas derivativos, etc.

b) El significado léxico o descriptivo no tiene absolutamente nada que ver con las referencias y las denotaciones que se expresan con las palabras, sino que se trata de una forrna semántica pura que resulta de la conjunción de distintos trazos geométricos o cuantitativos simples o figuras semánticas.

c) La referencia y la denotación no son efectos del significado léxico (que en sí mismo y por sí mismo carece de capacidad designativa), sino efectos del significado categorial que lo acompaña habitualmente. Por eso cuando se estudian las referencias o el campo de usos de una palabra, no se está estudiando el significado léxico de esa palabra, sino un efecto de la significación categorial que lo acompaña.

d) Por lo general, la significación léxica no puede existir de forma independiente, sino que necesita de un marco gramatical que le sirva de soporte. Por lo tanto, las llamadas palabras léxicas no contienen en realidad solamente información léxica, sino que contienen también información gramatical. Es decir, sensu strictu, no existen palabras 1éxicas puras ‑ si dejamos al margen las interjecciones propias ‑, sino palabras que, entre otros ingredientes semánticos, poseen significación léxica o descriptiva. Por eso, carece de todo fundamento idiomático decir que:

da)            palabras como noche, feliz, ir, etc., son signos léxicos simples, signos léxicos pertenecientes a determinados campos semánticos. Se trata en realidad de palabras complejas que resultan de la conjunción de una determinada intuición semántica descriptiva con una determinada significación categorial.

db) palabras derivadas como relojero, felicidad, sillón, mantequilla, saltear, etc., son signos léxicos simples, signos léxicos pertenecientes a determinados campos semánticos. Se trata en realidad de palabras complejas que resultan de la conjunción de cierta significación léxica con determinación categorial y cierta significación morfológica ulterior.

dc) palabras compuestas como pisapapeles, regresar, contraponer, presentar, bocacalle, etc., son signos léxicos simples, signos léxicos pertenecientes a determinados campos semánticos. Se trata en realidad de palabras complejas que resultan de la conjunción de determinados contenidos léxicos con revestimiento categorial ordenados según ciertos procedimientos sintácticos.

e) En toda palabra con significación léxica, la significación categorial y mostrativa (cuando la hay) es siempre primaria o estructural, en tanto que la significación descriptiva es meramente complementaria de esa información gramatical, al contrario de lo que se suele creer habitualmente. Esto quiere decir que el significado léxico no constituye un plano semántico autónomo, sino un plano semántico subordinado a la significación gramatical. Las lenguas naturales son básicamente gramática.

    El diccionario no constituye el verdadero inventario de los signos léxicos o descriptivos de un idioma. Se trata más exactamente de un repertorio que recoge algunas de las palabras (generalmente, las más comunes) que se han confeccionado con los recursos semántico‑gramaticales y semántico-descriptivos de la lengua de que se trata. Como tales, no solamente recogen significación léxica, sino que recogen también significación gramatical y significación denotativa o cultural, que es enteramente ajena al sistema de la lengua.

g) Los campos léxicos de la semántica estructural absolutamente nada tienen que ver con la verdadera organización léxica o descriptiva de las lenguas naturales. Se trata más bien de agrupaciones de palabras (que entre sus componentes semánticos poseen algún rasgo descriptivo) hechas siguiendo criterios referenciales o denotativos. No son campos lingüísticos, sino campos denotativos o referenciales, como han señalado ya los críticos del método.

h) Las lenguas naturales no son códigos de signos constituidos por una gramática (repertorio de reglas y palabras instrumentales) y un diccionario o lexicón (repertorio de palabras llenas), como se suele decir habitualmente, sino conjuntos de procedimientos formales y semánticos de distintos niveles (significación primaria (mostrativa y descriptiva), significación categorial, significación morfológica, significación sintáctica y significación óntica) que permiten crear un número infinito de palabras, oraciones y textos, que son hechos de parole. Como señala Coseriu, "la descripción de una lengua, si quiere ser verdaderamente adecuada a su objeto, debe presentar la lengua misma como sistema para crear, como sistema de producción, no simplemente como producto" (EI hombre y su lenguaje, Madrid, 1977, p. 23). El diccionario y la gramática normativa no son obras lingüísticas, sino obras culturales.

[Morera, Marcial (Univ. de La Laguna): „La naturaleza del significado léxico“. In: Wotjak, Gerd (coord.): Teoría del campo y semántica léxica / Théorie des champs et sémantique lexicale. Frankfurt am Main: Lang, 1998, p. 154‑156]

La distinción entre competencia y actuación

La distinción entre competencia y actuación, que puede servir de base hoy a la delimitación entre significado y conocimiento general, como antes la de lengua y habla, ha experimentado críticas y alteraciones precisamente en el terreno en el que nació. En 1976, se celebró en el Instituto Técnico de Massachusetts un coloquio sobre enfoques nuevos de modelos del lenguaje realistas (cf. Halle, Bresnan y Miller 1978). El realismo comprendía no sólo el requisito de la "realidad psicológica" de los conceptos lingüísticos, es decir, en términos de Levelt (1974, vol. 3), su capacidad de explicar el comportamiento lingüístico (juicios intuitivos de los hablantes, procesos de comprensión y de retención de oraciones, etc.), sino también el de la realización, como observa Bresnan (1978, p. 3): además de psicológicamente real, la gramática debe poner en relación (como términos de funciones) las diferentes unidades y reglas gramaticales con las diferentes unidades de información y operaciones de procesamiento que actúan en el cerebro humano. Esta línea de análisis ha llevado a definir las gramáticas como teorías de las representaciones mentales del lenguaje; estas gramáticas mantienen la hipótesis de la competencia, permitiendo, según Bresnan y Kaplan (1982, p. xx), la unificación de las investigaciones lingüísticas y psicolingüísticas, de modo que sean la base de un modelo psicolingüístico del procesamiento sintáctico tal que sea posible de ser puesto en práctica computacionalmente (por ejemplo, Wanner y Maratsos 1978).

El lenguaje es, según este punto de vista, un cierto tipo de representación del conocimiento; la distinción entre competencia y actuación se mantiene, pero incluyendo en la competencia concebida como representación mental del lenguaje los procedimientos de elaboración y tratamiento de los conocimientos que anteriormente estaban relegados a la actuación.”

[Garrido Medina, Joaquín: Elementos de análisis lingüístico. Madrid: Fundamentos, 1991, p. 256-257]

“El lenguaje como signo es un puro hablar en sus formas más elevadas, pero radicalmente sigue siendo signo, porque el signo es lo único que hace posible que al hablar se está hablando de cosas; es una manera real y física de referirme a otro y a mí mismo en tanto que otro. Sin esta primaria versión que de una manera física y real pone signitivamente la cosa ante mí, no habría nada de que hablar.

Esto es lo propio del signo: remitir en forma de respuesta físicamente in modo recto mi propia realidad a la realidad física de aquello que se habla. Por eso, el signo no es intencional, es intentivo. El lenguaje, como un sistema de signos, está fundado constitutivamente en la reducción del lenguaje como un sistema expresivo. [...] Expresión y signo es una estructura que emerge radicalmente de las estructuras de la inteligencia sentiente que el hombre posee.”

[Zubiri, Xavier: Sobre el hombre. Madrid: Alianza Editorial, 1986, p. 291]

"Como realidad la esencia no es formalmente el correlato real de una definición, sino el momento físico estructurante de lo real, un momento formalmente individual qua esencia. Por otra parte, la esencia como realidad física es un sistema fundamental de notas, esto es, un modo de unidad que directamente y entre sí poseen las notas de que se halla formada. Siendo así, para aprehender metafísicamente la esencia nos hallamos desposeídos de los dos recursos clásicos: la idea de sustancia y la idea de definición. Por tanto, nos hemos visto obligados a forjar un órganon conceptual adecuado para el caso.

Para lograrlo apelamos, naturalmente, al lenguaje. Y esto no sólo ni tan siquiera principalmente (como hicieron los griegos) porque el lenguaje sea ›significativo‹, phoné semantiké, sino porque significa ›expresando‹. Y entre toda expresión, sea o no lingüística, y la mente misma hay una intrínseca unidad, honda y radical: la forma mentis. Esta unidad, es decir, esta mente así ›conformada‹, es lo que precisa y formalmente llamamos ›mentalidad‹: mentalidad es forma mentis. Por esto es por lo que el decir, el légein, no es sólo un decir ›algo‹, sino que es decirlo de ›alguna manera‹, esto es, con ciertos módulos propios de una determinada mentalidad. Dejemos ahora de lado el carácter social y las modificaciones de toda mentalidad y de lo que en ella se dice; no es nuestro tema. Nos basta con afirmar que la estructura del lenguaje deja traslucir siempre, en algún modo, unas ciertas estructuras conceptuales propias de la mentalidad. Expliquémonos.

Ante todo, el lenguaje deja traslucir ciertas estructuras conceptuales. No se confunda esta afirmación con otras cuatro perfectamente distintas de ella: primera, la afirmación de que la función del lenguaje es primariamente expresar conceptos; segunda, la afirmación de que el lenguaje es aquello donde primo et per se se expresan las estructuras conceptuales; tercera, la afirmación de que la función primaria de la intelección es forjar conceptos de las cosas; cuarta, la afirmación de que todo momento estructural de la intelección tiene su expresión formal en el lenguaje. Por el contrario, me he limitado a afirmar que en toda estructura lingüística transparece en algún modo una estructura conceptual. Las cuatro afirmaciones antes citadas son, en rigor formal, falsas, mientras que lo que hemos afirmado aquí enuncia un hecho innegable y fácilmente constatable. Digamos, sin embargo, que, a pesar de ser falsas, aquellas cuatro afirmaciones denuncian cuatro graves cuestiones, que, junto con lo que hemos afirmado aquí, constituyen cinco aspectos fundamentales que habrían de esclarecerse si se quiere salir a flore en el problema ›logos y realidad‹. No es nuestro tema. Nos limitamos aquí a tomar el lenguaje como meron índice de estructuras conceptuales.

Ahora bien, estas estructuras, decía, son en buena medida propias de una mentalidad determinada. No es que estos conceptos sean ›subjetivos‹, sino que, aun siendo verdaderos y fecundos, lo son siempre de un modo intrínsecamente limitado. Sin despreciarlos ni dejarlos de lado, cabe, pues, integrarlos con otros conceptos oriundos de formas mentales distintas. Y en este sentido, todo logos deja siempre abierto el problema de su adecuación primaria para concebir lo real.

La filosofía clásica se apoyó en un logos perfectamente determinado: el logos predicativo. Sobre él está montada toda la ›lógica‹ como órganon primario par aprehender lo real. El logos predicativo envuelve un sujeto y unas determinaciones predicativas, predicadas de aquél mediante el verbo ser. Aquel sujeto es considerado en primera línea como un sujeto sustancial, y el logos por excelencia es el que expresa su intrínseco modo de ser, la definición. Ahora bien, este rango fundamental de la lógica predicativa tiene, para los efectos de nuestro problema, cuando menos, tres limitaciones: la identificación del logos esencial con la definición, la identificación del logos con el logos predicativo, y la identificación del sujeto del logos con una realidad subjetual. [...]

En conclusión, proposición esencial no es idéntico a definición. El logos esencial no es forzosamente un logos definiente. Haber identificado ambas cosas es la primera limitación del concepto usual de logos esencial.

Pero hay en este concepto una limitación aún más honda: la de considerar que la predicación misma es la primera y primaria función de afirmar lo real qua real, de suerte que los nombres serían tan sólo ›simples aprehensiones‹, esto es, meras designaciones de conceptos, totalmente ajenos a la afirmación. Pero esto es inexacto. La forma primaria de aprehensión afirmativa de lo real es la forma nominal. Y esto no es sólo porque, como veremos más tarde, hay frases nominales, sino también porque el simple nombre desempeña a veces la función de designar afirmativamente la realidad de algo, sin la intervención del verbo ser. Antes de la división del logos en simpre aprehensión y afirmación predicativa hay un logos previo, que es, indiferencialmente, lo que he solido llamar ›aprehensión simple‹, que es, a la vez y simplemente, denominación afirmativa de lo real. Es un logos ante-predicativo, el ›logos nominal‹. Por tanto, no puede identificarse el logos con el logos predicativo.

Ahora bien, este logos nominal puede revestir formas diversas, según sean las formas nominales mismas. La lógica clásica se ha adscrito a una de ellas, a aquella según la cual la realidad está compuesta de simples cosas substantes. Y ésta es la tercera limitación de la lógica clásica: la identificación del correlato real del nombre con cosa substante. Hay un logos nominal de estructura formal distinta.

En efecto, las ›cosas‹ (en sentido más latísimo del vocablo), tomadas por sí mismas, se expresan en todas las lenguas por ›nombres‹. Pero tomadas en sus conexiones mutuas, se expresan nominalmente di distintas maneras. Se expresan, en primer lugar, mediante una ›flexión‹ nominal. Y esta estructura morfológica deja transparecer la conceptuación de un determinadísimo aspecto de la realidad. La flexión, en efecto, afecta intrínsecamente a cada nombre; esto es, en el nombre declinado se expresa la conexión de una cosa con otro no como mera ›conexión‹, sino como ›modificación‹ de realidad absoluta, y, por tanto, se expresa la cosa como una realidad subjetual dotada de intrínsecas modificaciones. Pero se trata siempre y sólo de una cosa y de su nombre, bien que con matiz distinto en cada ›caso‹. Por esto las conexiones, más que conexiones, son modos o estados de ser, justamente πτῶσεις [ptóseis], ›flexiones‹ de la cosa real ›en absoluto‹. De ahí que el nombre declinado pueda ocupar en principio cualquier lugar en la frase, porque lleva en sí la expresión de su propio momento flexivo.

Otras veces se expresan las conexiones mediante ›preposiciones‹ que se añaden al nombre. Esto es, se conceptúan las conexiones no como modificaciones intrínsecas, sino justamente al revés, como tales conexiones de cosas. Las cosas son, por tanto, primariamente, independientes entre sí, y a esa realidad se le añade después una red de ›relaciones‹ más o menos extrínsecas, que las vinculan. Aquí, la conexión es ›relación‹.

Pero hay veces en que el lenguaje expresa las cosas conexas mediante nombre morfológicamente construidos unos sobre otros, de suerte que la conexión se expresa mediante una unidad prosódica, fonética y semántica de dos o varios nombres. Es el ›estado constructo‹. Por eso los nombres en estado constructo ocupan un lugar perfectamente definido en la frase, sin poder separarse del nombre en estado absoluto. En este tercer recurso morfológico transparece conceptuado un nuevo y original aspecto de la realidad. Tanto en la flexión nominal como en el régimen preposicional se carga el acento sobre cada cosa en y por sí misma, o bien modificándola intrínsecamente, o bien relacionándola extrínsecamente. Pues bien: en el estado constructo se conceptúa lo real como un sistema unitario de cosas, las cuales están, por tanto, construidas las unas según las otras, formando un todo entre sí. Aquí lo primario no son las cosas, sino su unidad de sistema. La conexión no es entonces ni flexión ni relación, sino sistema intrínseco.

Son tres conceptuaciones distintas de la realidad, cada una de las cuales responde a distintos aspectos de ella. Por eso no se excluyen mutuamente, sino que las lenguas echan mano de uno u otro recurso en distinta forma y medida. Las lenguas indoeuropeas emplean sólo la flexión nominal y el régimen preposicional. Otras lenguas, por ejemplo, las románicas, emplean tan sólo preposiciones. La lenguas semíticas, unas emplean tanto la flexión como las preposiciones y el estado constructo, mientras que otras han perdido la flexión nominal y emplean sólo los dos últimos recursos. Pero lo que aquí nos importa ahora no es la morfología nominal, sino la conceptuación de la realidad que en ella transparece. El estado constructo, como recurso morfológico oriundo de una mentalidad propia, nos ha descubierto la conceptuación de una estructura de la realidad, según la cual la realidad misma es entonces primo et per se unidad de sistema. Con lo cual la expresión ›estado constructo‹ ya no designa aquí un mero recurso morfológico, sino una estructura real y física. En este sentido real, y sólo en éste, es en el que he empleado y emplearé en lo sucesivo aquella expresión. He aquí, pues, el órganon conceptual adecuado que buscábamos para nuestro problema: el logos nominal constructo. La esencia no puede conceptuarse ni en función de la sustancia o sujeto absoluto, ni en función de la definición, ni en función relacional, sino en función de la ›constructividad‹ intrínseca. La esencia constitutiva, en efecto, es un sistema de notas, y este sistema no es una concatenación aditiva o flexiva de notas, sino que es un sistema de notas intrínsecamente constructo.

Esta constructividad intrínseca de la esencia como sistema se expresa en dos momentos: la esencia tiene unas notas en estado constructo, esto es, como ›notas-de‹, y estas notas tienen una unidad aque es el momento absoluto ›en‹ ellas. El término absoluto de la esencia no es, pues, cada nota según su contenido propio, sino justamente al revés, la unidad misma. Esta unidad es formalmente una unidad coherencial primaria. De suerte que la esencia como realidad en sistema es una realidad intrínsecamente construida según dos momentos: el ›de‹ de las notas y el ›en‹ de la unidad. [...] La esencia en sí mismo no es, pues, ni sustancia ni determinación sustancial. Primero, porque la realidad no es formalmente sustancia, sino sustantividad; y segundo, porque esta sustantividad tiene formalmente carácter de sistema. Su esencia es, pues, un sistema intrínsecamente constructo de notas. Tal es la índole metafísica de la realidad física integral de la esencia constitutiva."

[Zubiri, Xavier: Sobre la esencia. Madrid: Sociedad de Estudios y Publicaciones, 1963, p. 345-356]

“El signo es carácter reducido de una expresión, y la significación es el carácter reducido a puro ser del signo.”

[Zubiri, Xavier: Sobre la esencia. Madrid: Sociedad de Estudios y Publicaciones, 1963, p. 292]

“Por cualquier lado que se tome, el lenguaje no es solamente significación. Como significación está fundado en el signo, y el signo en la expresión, y la expresión es simplemente la puesta en marcha de la alteridad. De ahí que en el lenguaje coexistan consustancialmente, aunque tengan una relativa independencia y aislamiento, esas tres dimensiones que son formalmente distintas.”

[Zubiri, Xavier: Sobre la esencia. Madrid: Sociedad de Estudios y Publicaciones, 1963, p. 295]

“Viendo nuestra seguridad al hablar, nos choca que se hable de imprecisión e inseguridad del lenguaje. Los españoles pensamos, viendo la facilidad con que aprendemos la lengua materna, que no hay que aprenderla; y algún pueblo piensa al contrario, que la disciplina capital de su enseñanza debe ser el propio idioma, y aun piensan que su claridad mental la deben al continuo ejercicio de esta enseñanza, desde los deberes escolares hasta las altas especulaciones lingüísticas. Y este juicio no es infundado, porque el lengueje, al fin, no es más que el pensamiento oral, y el pensamiento no es más que el lenguaje interior. Ni es infundado el esfuerzo de esta disciplina, porque bajo la aparente facilidad del idioma, es la disciplina más oscura y más difícil. Nosotros creemos nuestro idioma tan fácil, que lo damos por sabido, sin quebraderos en su aprendizaje. Y que es difícil y oscuro lo prueba que la historia del lenguaje es una historia de balbuceos y caídas, y que el lenguaje actual nos descubre su inseguridad esencial. [...]

Bally realza que el fin único del lenguaje es entendernos; pero esto no puede tomarse más que como finalidad primaria, porque el fin a que debe aspirarse es a entendernos bien, claramente y bellamente, y esto no se logra sin un duro aprendizaje. [...] Por ser el lenguaje la imprecisión misma y la inestabilidad, todo el interés es poco para mantenerlo unido y perfecto. [...] Con ser tantas las faltas del lenguaje, todavía es consolador cómo no se cometen más en un camino oscuro y resbaladizo, donde la visión es siempre imperfecta y las cosas siempre confundibles. Viendo lo defectuoso de nuestra lengua, es asombroso cómo nos arreglamos con él para el comercio vital, y deberá asombrarnos cómo ingenios humanos con tan deleznables materiales han logrado levantar monumentos de eternidad más perennes que el bronce.

En el lenguaje la conceptuación se hace con datos incompletos, por un rasgo o un parecido, y esto origina en los idiomas su eterna vacilación e imprecisión, y con gran frecuencia su confusión. La imprecisión, la inseguridad y la inquietud son condiciones esenciales del lenguaje; y por estas condiciones sobre nuestra ansia de verdad y nuestras ilusiones de certeza está en todo momento pendiente la espada del error. Tenemos que operar en el lenguaje por parecidos y por aproximación, y el parecido nos lleva fácilmente a la falsedad. Nuestros triunfos en el lenguaje con premios consolatorios de aproximación. El vulgo tiene una fe ciega en la precisión del lenguaje y en la fijación de sus elementos, creyendo que las palabras se han impuesto con exacta propiedad. La masa de hablantes, sin esa fe ciega, descasamos en la idea de que hay una exactitud general en la expresión. Son los técnicos los que nos dicen que la norma general del lenguaje es la imprecisión, y el criterio normal es una amplia tolerancia para tomar por equivalentes los elementos semejantes. En efecto, una buena parte de las lenguas la constituyen elementos sucedáneos, que han suplantado a los legítimos por esa obligada tolerancia del lenguaje, que ha de conformarse con aproximaciones o parecidos. [...]

El lenguaje hecho es el lenguaje cómo y tranquilo que labró el sudor ajeno; el lenguaje haciéndose es el lenguaje difícil que elaboramos entre indecisiones sin cuento. El lenguaje individual es la inseguridad misma, atraído por cosas parecidas. Es la vacilación misma en el uso. Y es el movimiento continuo en su evolución ininterrumpida. Fuera del depósito del prendas hechas, la confección de una frase cualquiera implica una vacilación, y cualquier frase de cultura intelectual y literaria supone una gestación angustiosa, que sólo alivia el gusto de haberla dado a luz. Cuando vamos a hablar, distintos modelos de frases desfilan por nuestra imaginación. A veces nos atrae el modelo más práctico o la frase más feliz. Otras nos seduce su gracia. Y en esta compleja solicitación acertamos o no al combinar en nuestro lenguaje interior la frase definitiva. Tan oscura y peligrosa como la elección de la palabra es la de la frase. Es cierto que hay un repertorio de frases hechas que podemos usar sin discurrir. Algunos lingüistas, en broma y en serio, han ponderado el valor inmenso de tanta fórmula ridícula que nos ahorra el pensar en nuestras cartas y memoriales, y de tantas frases fijas de nuestras conversaciones. Ese bazar de frases hechas de nuestra memoria, pebleyo y antiestético, es, sin embargo, un comodín de nuestra incesante brega lingüística. En una escala lingüística, que no es una escala social, unos hablan sin haber parteado una frase original; pero la mayoría de los hablantes crean, sin darle importancia, o dándosela, modelos suyos de frases.

La lengua toda es una masa movible que los gramáticos quieren fijar en diques separados y que en flujo constante los rebasa y rompe. Los gramáticos no se convencen de que es un principio esencial del lenguaje la representación múltiple de cada forma, que es una ley inevitable de su economía. En simplificaciones falsas nos enseñan un solo valor en cada tiempo, y cada tiempo está en cambio de valores, ya como tiempo, ya como aspecto, ya como modo verbal. Nosotros hacemos un paradigma en nuestras gramáticas de tiempos y modos, pero el verbo está en incesante trasiego y representación múltiple, burlándose de nuestras divisiones. Este empeño gramatical de poner vallas al campo es ineficaz muchas veces; pero gracias a este empeño, en parte antinatural y en parte frustrado, las lenguas mantienen un orden relativo. El hablante de un idioma gramaticalmente cultivado, cmo el español, no sabrá nunca agradecer bastante el servicio que los gramáticos le han prestado fijando la quietud conversacional de la lengua. El idioma es, como hemos dicho, la masa inestable, en fluir continuo, que el usuario captaría mal, en inseguridad constante, si no se le ofreciera este idioma por la autoridad lingüística en una instantánea de quietud y de perfecta distinción. Aun así, los momentos de inseguridad se repiten, porque la lengua, tomada por los gramáticos en una vista de reposo, sigue, como los ríos, bajo la superficie tranquila, por cursos escondidos, que un día pueden llegar a constituir el cauce principal. En toda consideración lingüística ha de partirse de esta idea de inquietud del lenguaje en el tiempo. Enalteciendo esta supuesta quietud del lenguaje, en las obras lingüísticas modernas se ha puesto de moda la distinción entre sincronía y diacronía. Entre los más opuestos juicios sobre esta teoría se han planteado cuestiones anexas tan extrañas como ésta: si es mejor el estudio sincrónico, en quietud, de un idioma que el diacrónico; si es mejor estudiar la gramática de la lengua actual o estudiarla en sus vicisitudes anteriores. Cuestión planteada en términos impropios, porque mejor para un conocimiento somero y práctico es tener una idea clara de la lengua actual que una noción confusa de la evolución anterior; pero nadie duda que lo mejor es saber la lengua actual y los pasos pasados que la han conducido a su actual situación.”

[García de Diego, Vicente: “La imprecisión, sino fatal del lenguaje”. In: Lecciones de lingüística española. Madrid: Gredos, 1966, p. 173-178]

«Lenguaje

1. Capacidad universal innata, específica de la especie humana, que permite a los seres humanos expresar sus pensamientos y comunicarse entre sí por medio de sistemas de signos lingüísticos. (Cf. Lengua.)

2. El término ‘lenguaje’ se aplica también a otros sistemas de comunicación humanos (v.g., ‘el lenguaje no verbal’) y a los sistemas de comunicación animal (v.g., ‘el lenguaje de las abejas’). Esta extensión del término no debe ocultar el hecho de que el lenguaje humano tiene propiedades, como la creatividad o la doble articulación, que lo diferencian claramente de estos otros ‘lenguajes’.

3. Se emplea igualmente este término para referirse a determinados estilos o registros, v.g., ‘el lenguaje oral’, ‘el lenguaje coloquial’, ‘el lenguaje administrativo’, etc.»

[Eguren, Luis / Fernández Soriano, Olga: La terminología gramatical. Madrid: Gredos, 2006, p. 78]

 

 

 

 

 

 

 

 

lengua

acusativa

Sistema de signos orales que utiliza una comunidad para expresarse.

«Debemos entender por lengua el sistema lingüístico organizado en estructura funcional propia y peculiar, sistema que sirve de instrumento de expresión y de comunicación directa entre los individuos de una comunidad lingüística.

Precisando el concepto, conviene observar que puede no darse exacta coincidencia entre comunidad lingüística y comunidad político-social y que el dominio geográfico de una lengua no coincida con la extensión territorial dominada por un poder político o nación. De hecho, esa falta de acomodación es lo más común. Por ello, de las necesidades político-administrativas brota el concepto de idioma o lengua oficial de una nación o país. En España tenemos un idioma, la lengua española, en realidad lengua castellana, que, por razones históricas, políticas y culturales, pasó a ser lengua oficial del país. Pero en Bélgica, por ejemplo, tienen dos: el francés valón y el flamenco; y en Suiza, cuatro: el francés, el alemán, el italiano y el romance o retorromano.» (Lamiquiz,  1975, p. 433-434)

Lengua, según Saussure, es el conjunto de signos a disposición de la colectividad.

La lengua es una estructura o sistema.

El individuo elige en la lengua los medios de expresión que necesita para comunicarse, les confiere naturaleza material, produciéndose así el habla.

ergativa

aglutinante

analítica

coloquial

común

estándar

de partida

fuente

de llegada

flexiva

fonológica

madre / materna

objeto

segunda

viva

muerta

 

 

lenguaje

 

natural

Lenguaje es la facultad que el hombre posee de poder comunicar sus pensamientos.

Cualquier sistema de signos que sirve al hombre para el ejercicio de dicha facultad o para la comunicación en general: el lenguaje de las abejas, el lenguaje corporal, el lenguaje de las flores (ver obra de García Lorca: Doña Rosita la soltera o el lenguaje de las flores). No sería, pues, correcto hablar de lenguaje español, lenguaje francés, etc. La facultad humana de comunicarse es independiente de una lengua u otra.

artificial

figurado

formal

corporal

no verbal

 

metalenguaje

El término metalenguaje sería un lenguaje de servicio, usado para hablar del lenguaje. Si se quiere aplicar la misma distinción que existe entre lenguaje y lengua, se puede diferenciar el metalenguaje de la metalengua, pero, de hecho, los dos términos acaban por ser usados indistintamente.

 

 

 

 idioma

Lenguaje propio de un grupo humano. Suele aplicarse esta denominación a los hablados por una nación, especialmente a los modernos, o al esperanto o cualquier otro pretendido «idioma universal».

El término idioma alterna con el de lengua, referido a las lenguas vivas, es decir, a las lenguas nacionales modernas.

«El término ‘idioma’ equivale a lengua y, en ocasiones, a lenguaje. Se emplea con mayor frecuencia al hablar de las lenguas extranjeras, como en el enunciado “Saber idiomas es muy importante”.» (Alcaraz Varó / Martínez Linares, 1997:293)

Hay que observar que un idioma es siempre una lengua, pero una lengua no siempre es un idioma. Por ejemplo: la lengua latina es una lengua muerta que no se habla por ninguna comunidad nacional, por lo que no es un idioma.

 

 

 

habla

Se opone, según Saussure, a lengua como sistema de signos. El individuo elige en la lengua los medios de expresión que necesita para comunicarse, les confiere naturaleza material, produciéndose así el habla.

El habla es la utilización que cada uno de los hablantes hace de su lengua. Se trata, por tanto, de un acto concreto e individual. Las lenguas, por el contrario (y los dialectos), son fenómenos sociales y generales, colectivos, propios de los grupos que los utilizan.

Cuando hay ciertas características comunes en un lugar concreto (pueblo, valle...), sin llegar a la categoría de dialecto, se las considera hablas locales.

 

dialecto

Los dialectos son las variantes o modalidades regionales de una lengua. Tales variantes no afectan a la unidad del sistema. El andaluz o el canario son dialectos del castellano. El mismo castellano, catalán, francés, italiano, gallego, portugués, etc., son, a su vez, dialectos del latín.

sociolecto

El concepto de dialecto se diferencia del de sociolecto en que el sociolecto es una variante de la lengua hablada por un determinado estrato social. Se distingue del concepto de lengua estándar, jerga y argot. El sociolecto es la lengua empleada entre las personas que comparten una misma profesión, que confiere al hablante el estatus de pertenencia al grupo.

 

jerga / argot

«Conviene entender por “jerga” “cualquier variedad de lengua propia de una profesión, oficio o deporte”. Y debe usarse argot para aquella variedad de lengua cuyos usuarios intentan que los de fuera de su grupo no les entiendan. V. gr.: el lenguaje de germanía o de la droga. El diccionario académico, sin embargo, o hace esta distinción.» (Gómez Torrego, 1995: 109)

 

idiolecto

Conjunto de hábitos lingüísticos de una persona con relación a la lengua estándar, es decir, el habla o forma característica de hablar de un individuo. Entre los rasgos fonológicos destacan los que constituyen la dinámica de la voz.

[Justo Fernández López]