SPALTSATZ

Frase u oración escindida

(Recop.) Justo Fernández López

 

Vgl.:

Oraciones ecuacionales y oraciones ecuativas / Segmentada (frase) / Satzverschränkung  / Topik vs. Prädikation

 

Spaltsatz = Frase segmentada / oración escindida

Spaltsatz = [engl. cleft sentence; fr. phrase clivée]

Spaltsatz [engl. cleft setence. - Auch: Clefting, Cleftsatz, Emphasesatz, Klammersatz].

Syntaktische Konstruktion der Form es mit der Kopula sein + Prädikatsnomen + (aufs Prädikatsnomen bezogener) Relativsatz; der Terminus „Abspaltung“ (engl. clefting) bezieht sich auf den in der generativen Transformationsgrammatik angenommenen Ableitungsprozess, der Spaltsätze aus „Normalsätzen“ ableitet, vgl. Philip fand die Kette; Es war Philip, der die Kette fand.

Die Konstruktion Was Philip fand, (das) war die Kette wird als Sperrsatz (auch: Pseudo-Clefting) bezeichnet. Im Unterschied zum Spaltsatz wird hier die Konstituente nach rechts in einem Kopulasatz als Prädikatsnomen versetzt, im ursprünglichen Satz verbleibt ein Fragewort als pronominale Kopie.

Spaltbildung dient der eindeutigen Markierung der Fokus-Konstituente und wird vor allem zur Kontrastierung verwendet.“

[Bußmann, H.: Lexikon der Sprachwissenschaft. Stuttgart: Kröner, ²1990, S. 693]

Spaltsatz: Satz, in dem ein Element durch Satzspaltung hervorgehoben wird.“ [Engel, U., S. 882]

Satzspaltung und Satzverschränkung

Die Erscheinungen, um die es hier geht, liegen in den folgenden Beispielen vor:

Lesen ist (es), was dir fehlt.

Mit wie viel Geld glaubst du, dass du auskommen wirst?

Der erste Satz enthält eine Satzspaltung, der zweite eine Satzverschränkung. Beide Erscheinungen betreffen in komplexen Sätzen Ergänzungen, Angaben und Attribute. Während die Satzspaltung die „normale“ Satzstruktur nur verändert, wird diese durch die Satzverschränkung zerstört. Beide Erscheinungen sind in vielen anderen Sprachen häufiger als im Deutschen. Sie sind gleichwohl in der deutschen Gegenwartssprache anzutreffen.

In beliebigen satzartigen Konstrukten wie

Du hättest Elisabeth schreiben sollen.

kann ein einzelnes Element herausgenommen und als Subjekt eines Kopulasatzes (mit dem Hauptverb sein) wiedergegeben werden; der Rest des ursprünglichen Satzes erscheint dann als Attributsatz, meist als Relativsatz:

Es ist Elisabeth, der du hättest schreiben sollen.

Der ursprüngliche Satz wird hier sozusagen aufgespaltet in einen Obersatz, der das hervorzuhebende Element in den Mittelpunkt stellt, und einen Untersatz, der die restlichen - in der Regel schon bekannten - Informationen enthält.

Wir können zwei Formen der Satzspaltung:

Es ist Elisabeth, der du hättest schreiben sollen.

Wem du hättest schreiben sollen, (das) ist Elisabeth.

Im ersten Fall sprechen wir von Linksspaltung, im zweiten von Rechtsspaltung. Beiderlei Spaltungen dienen offensichtlich dazu, das abgespaltene Element zu rhematisieren. Es handelt sich wahrscheinlich um die stärkste Art der Rhematisierung, die ohne Zuhilfenahme der Intonation überhaupt möglich ist. Dabei wird der nachgestellte Nebensatz (bei Linksspaltung) durch ein Relativelement oder durch ein w-Element [wer, was, welcher, wo, wie, wann]. Der vorangestellte Nebensatz (bei Rechtsspaltung) ist ein indefiniter Nebensatz und wird somit gewöhnlich durch ein w-Element, ganz selten auch durch ein d-Element [der, die, das] eingeleitet. Bei bestimmten Satzgliederungen geht diesem Einleiteelement eine Präposition voraus.

Rechtsspaltung ist nur möglich, wenn der Obersatz kein Nebensatz ist; unkorrekt wäre daher:

*Wem du hättest schreiben sollen, ob es Elisabeth ist ...

Korrekt wäre dagegen (mit Linksspaltung):

ob es Elisabeth ist, der du hättest schreiben sollen

Die Satzspaltung kann die meisten Satzglieder und Attribute betreffen:

Abgespaltenes Subjekt

Es ist die Zeit, die mir fehlt.

Abgespaltene Akkusativergänzung

Was er sucht, war eine bequemere Lösung.

Abgespaltene Präpositivergänzung

Es war die Ministerin, an der er sich wandte. 

Abgespaltene Situativergänzung

Es ist Tirol, wo sie ihren Urlaub verbringen.

Abgespaltene Situativangabe       

Es war hier, wo sie den Plan ausheckten.

Abgespaltene Kausalangabe

Es ist deswegen, dass ich gestern nicht erschienen bin.

Abgespaltenes Attribut

Es war Hans, deren Geschichte mich reizte.

Rechtsspaltung scheint hier am ehesten bei präpositivem Attribut möglich zu sein:

Auf wen sie eifersüchtig war, ist Klaus.

Abgespaltene infinite Verbform   

Nachdenken ist es, was ihr solltet.

Abspaltung des Partizip II scheint im

allgemeinen zu ungrammatikalischen

Sätzen zu führen

*Eingesperrt ist es, was er wurde.

 

Es gibt für die Satzspaltung noch weitere Restriktionen, die jedoch noch nicht vollständig erforscht sind. Deshalb ist Deutsch lernenden Ausländern anzuraten, Satzspaltungen nur dann zu realisieren, wenn ihre Akzeptabilität in jedem Fall gesichert ist, also namentlich beim Subjekt, bei den Kasusergänzungen und bei der Präpositivergänzungen.“

[Engel, U.: Deutsche Grammatik. Heidelberg, ²1988, S. 298-299]

Escindido:

Enunciado caracterizado por alguna escisión estructural.

Escisión: Construcción enfática formada por un elemento extrapuesto a la oración, llamado a menudo foco, y ligado a ella por medio de ‚ser’ y una forma de relativo; p. ej. Fue esto lo que le molestó; Quien lo sabe bien es el juez, frente a las construcciones no escindidas: Esto le molestó y El juez lo sabe bien, respectivamente.“

[ANAYA, Diccionario de términos filológicos, p. 101]

Oración ecuacional

Se identifica como ‘ecuacional’ cierta clase de oraciones construidas con el verbo copulativo ser. Por ejemplo: «Es en ti en quien confiamos», «Es a Luis al que han elegido», «Pedro es quien lo ha hecho». A semejanza de las oraciones ecuativas, en estas construcciones el verbo ser establece la igualdad entre los dos constituyentes que relaciona. Pero presentan algunas diferencias con respecto a otros tipos de oraciones con verbo copulativo: uno de los constituyentes enlazados es siempre una oración relativa sin antecedente – en quien confiamos, al que han elegido, quien lo ha hecho –; implican un procedimiento de enfatización. En relación con enunciados no enfatizados – Confiamos en ti, Han elegido a Luis, Pedro lo ha hecho – la ‘oración ecuacional’ destaca como FOCO informativo, como información nuevo o contraria a lo esperado, un constituyente: en ti, a Luis, Pedro; cuando el elemento destacado va precedido de preposición, ésta se repite en los dos constituyentes que conforman la ‘oración ecuacional’: en ti, en quien ...; a Luis, al que ...”

[Alcaraz Varó, Enrique / Martínez Linares, María Antonia: Diccionario de lingüística moderna. Barcelona: Editorial Ariel, 1997, p. 403]

Oración ecuativa

Se clasifican como ‘ecuativas’ las oraciones copulativas en las que, mediante el verbo ser – único posible en estas oraciones – o sus equivalentes en otras lenguas, se establece la identidad entre los referentes de dos expresiones nominales. Es, por ejemplo, ‘ecuativa’ la oración «El marido de Lola es ese hombre que nos mira». En ella se afirma que el individuo al que alude el sintagma nominal el marido de Lola es el mismo al que hace referencia el sintagma ese hombre que nos mira. Como clase de oración copulativa, la ecuativa suele oponerse a la adscriptiva o atributiva en sentido estricto.”

[Alcaraz Varó, Enrique / Martínez Linares, María Antonia: Diccionario de lingüística moderna. Barcelona: Editorial Ariel, 1997, p. 403]