SINN und BEDEUTUNG

Sentido y significado

(Recop.) Justo Fernández López

 

Vgl.:

Bedeutung und Sinn / Sinn und Bedeutung bei Frege / Sinn / Referenz / Intensional / Intensionale Logik / Extensional / Semiotisches Dreieck / Zeichen / Symbol /  Grammatikalisierung [Kritik von Morera] / Referenz / Sprache und Realität / Relativitätshypothese / Sinn und Bedeutung bei Gottlob Frege / Sinn und Bedeutung bei Edmund Husserl / Sinn und Bedeutung bei Ludwig Wittgenstein

 

Sinn und Bedeutung - Sentido y significado / referencia

Sinn und Referenz

Referenz betrifft die Beziehung zwischen den sprachlichen Elementen, Wörtern, Sätzen etc., und der außersprachlichen Welt. Sinn bezieht sich auf das komplexe System der Beziehungen, das zwischen den sprachlichen Elementen selbst (meist Wörtern) besteht, d. h. er bezieht sich nur auf innersprachliche Beziehungen.“

[Palmer, Frank: Semantik. Eine Einführung. München: C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, 1977, S. 36]

„Man ist leider versucht zu folgern, dass, wenn die Wissenschaftler sich auf ‚Sinn’ unter Ausschluss von ‚Referenz’ (in ihrem weitesten Sinne) konzentrierten, sie dies taten, weil ‚Sinn’ leicht zu beschreiben ist. Er hat eine Struktur und kann genau und präzise bestimmt werden. Dies erinnert jedoch an den Betrunkenen, der seinen Schlüssel vor der Haustür verloren hatte, aber dabei ertappt wurde, wie er zehn Meter entfernt unter der Straßenlaterne danach suchte, ‚weil es hier heller ist’.

Man kann nicht immer zwischen Sinn und Referenz klar unterscheiden, und zwar aus dem Grund, weil die Kategorien unserer Sprache, zumindest bis zu einem gewissen Grad, realen Unterscheidungen entsprechen. Ob die Sprache die Form der Welt bestimmt oder umgekehrt, ist wahrscheinlich genau so ein Problem wie die Frage, ob das Huhn oder das Ei zuerst da war. [...] Wir müssen uns daran erinnern, dass (1) nicht in allen Sprachen die gleichen Unterscheidungen gemacht werden und (2) die Kategorisierung der realen Welt auf eine bemerkenswert inkonsequente Weise geschieht; wie wir bei unserer Besprechung der Namen sahen, werden manche Dinge (z. B. Säugetiere) in völlig natürliche Klassen eingeteilt, während dies bei anderen Dingen nicht geschieht. Dies ist der Grund, weshalb wir a) zwischen Sinn und Referenz unterscheiden können, jedoch b) zugeben müssen, dass es keine absolute Trennungslinie zwischen ihnen gibt, d. h. zwischen dem, was in der Welt und dem, was in der Sprache existiert.

Einige Wissenschaftler hat die Tatsache irritiert, dass Semantik das gesamte Wissen der Menschheit umfassen müsste, wenn Bedeutung die Realität mit einschließen soll, deshalb haben sie ihre Aufmerksamkeit nur auf den Sinn gerichtet. Dieser Punkt wird detailliert unter 3.1 diskutiert, wo davon ausgegangen wird, dass das Problem des gesamten Wissens der Menschheit ebenso ein Problem für die ‚Sinn’-Forschung ist. Außerdem gibt es Begriffe in der Sprache, die nicht auf andere Begriffe zurückgeführt werden, sondern NUR mithilfe der Ereignisse um uns interpretiert werden können. [...] Eine Theorie der Bedeutung, die nur den Sinn, nur innersprachliche Beziehungen berücksichtigt, kann nicht einmal prinzipiell solche Wörter mit einbeziehen. Nur eine Theorie, die die Beziehungen zwischen Sprache und Welt akzeptiert, kann dies tun. Dazu kommt natürlich, dass solch eine Theorie auch noch andere Arten von Bedeutung einbeziehen kann.“

[Palmer, Frank: Semantik. Eine Einführung. München: C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, 1977, S. 39-40]

„Bei Saussure ist die Dialektik von Differenzialität und Sinnschöpfung noch streng beachtet: da die unartikulierte Schallmasse an sich ebenso bedeutungslos ist wie der präsignifikante Sinn amorph, Bedeutung also erst im Schnittpunkt (Differential) beider – und als Ergebnis einer artikulatorischen Abgrenzung – sich einstellt, kann keines für den Grund des anderen – oder die Differentialität für den anonymen Grund beider – gelten: «C’est la différence que rend significatif et c’est la signification qui crée les différences aussi» (Cahiers F. de Saussure 15 [1967], 76).”

[Frank, Manfred: Die Entropie der Sprache. Überlegungen zur Debatte Searle-Derrida.” In: ders.: Das Sagbare und das Unsagbare. Studien zur neuesten französischen Hermeneutik und Texttheorie. Frankfurt a. M.: Suhrkamp, 1980, S. 208 Anm. 52]

Form, Inhalt, Sinn in der Literaturwissenschaft:

„Welchen Nutzen können semiologische Arbeiten vorweisen, die sich mit den kommunikativen Makrostrukturen befassen, welche ihrerseits die Elemente des Plots ausmachen? Wir wissen sehr gut, dass es eine Methode gibt, narrative Strukturen als neutrale Elemente einer vollkommen formalisierten Kombinatorik anzusehen, der er versagt ist, Rechenschaft über die Gesamtheit von Bedeutungen abzulegen, welche die Geschichte und die Gesellschaft dem Kunstwerk zuschreiben. In diesem Fall bleiben solche zugeschriebenen Signifikate - die pragmatischen Ergebnisse der Kunstwerk-Aussage - immer nur beiläufige Variationen, die das Kunstwerk in seiner strukturalen Gesetzmäßigkeit nicht berühren oder die sich sogar als davon abhängig erweisen (oder genauer gesagt: was sich als determiniert erwiese, wäre die Vergeblichkeit einer sukzessiven Auffüllung von Sinn angesichts der ebenso massiven wie in ihrer Beweglichkeit täuschenden Präsenz der reinen Signifikanten). Doch wir wissen andererseits, dass jede Bemühung, eine signifikante Form zu definieren, ohne sie bereits mit Sinn ausgestattet zu haben, selbst vergeblich und illusorisch ist: denn jeder absolute Formalismus ist nichts anderes als ein maskierter „Inhaltismus“. Formale Strukturen zu isolieren, bedeutet zugleich, ihre Relevanz zu erkennen; relevant aber sind sie nur im Hinblick auf eine umfassende Hypothese, in welcher der Sinn des Kunstwerks bereits antizipiert wird. Es gibt keine Analyse von einander zugehörigen signifikanten Aspekten, die nicht bereits eine Interpretation und somit eine Auffüllung von Sinn beinhaltetet.“

[Eco, U.: Lector in fabula. Die Mitarbeit der Interpretation in erzählenden Texten. München: dtv, 1990, S. 13-14]

Sinn und Bedeutung

Die semiotische Behandlung des Inhalts wird oft kompliziert durch die Verwendung eines über‑simplifizierten Diagramms, welches das Problem in eine ziemliche Sackgasse gebracht hat. Es handelt sich um das bekannte Dreieck, das in seiner verbreitetsten Form von Ogden und Richards (1923) stammt.

Hier muss zunächst völlig klar gemacht werden, dass solche Dreiecke in der Tat nützlich sein können, wenn man eine Theorie der Zeichenerzeugung und insbesondere eine Theorie der >Hinweisakte< (siehe 3.3.) diskutiert, dass sie aber recht hinderlich werden können bei der Behandlung des Problems der Codes. Denn ein Modell der Zeichen-Funktion (so wie etwa Saussures Dichotomie >Signifikant‑Signifikat< oder das in 2.2. beschriebene hjelmslevsche Modell) betrifft nur die linke Seite der Dreiecke (1) und (2); für das ganze Dreieck (3) ist es nur relevant, wenn >Bedeutung< nicht als strikt extensional aufgefasst wird.

Die Semiotik von Saussure und Peirce ist eine Theorie der konven­tionellen (oder jedenfalls strikt semiosischen) Beziehung zwischen Symbol und Referenz (oder Signifikat) und zwischen einem Zeichen und der Reihe seiner Interpretanten (siehe 2.7.). Gegenstände kommen in Saussures Linguistik nicht vor, und sie werden im Rahmen der peirceschen Theorie nur bei der Diskussion besonderer Zeichentypen wie lkonen und Indizes in Betracht gezogen (wegen der Eliminierung des Gegenstandes im Rahmen einer Theorie der Codes selbst bei diesen Fällen siehe 2.6. und 3.5.). Gegenstände kann man im Lichte einer >engen< fregeschen Auffassung nur in Betracht ziehen, wenn man unter >Bedeutung< den real vorhandenen Gegenstand versteht, auf den das Zeichen sich beziehen kann: Versteht man die >Bedeutung< als eine >Klasse< wirklicher und möglicher Gegenstände, nicht als >token< –, sondern als >Typus<‑Gegenstand, so nähert sie sich sehr dem Inhalt in dem Sinne, wie er unter 2.6. beschrieben werden wird. Unter diesem intensionalen Gesichtspunkt wird die >Bedeutung< zum Thema einer Theorie der Interpretanten (siehe 2.7.).

Es muss absolut klar sein, dass das Folgende nichts zu tun hat mit einer Theorie der Wahrheitswerte eines Ausdrucks, das heißt mit einer extensionalen Semantik; in deren Rahmen ist, auch wenn das Signifikat eines Ausdrucks unabhängig ist vom tatsächlichen Vorhandensein der Gegenstände, auf die er sich bezieht, die Verifizierung des tatsächlichen Vorhandenseins dieser Gegenstände notwendig, um den Wahrheitswert dieses Ausdrucks festzustellen und ihn so im Rahmen eines Satz‑Kalküls zu betrachten. Doch vom Standpunkt des Funktionierens eines Codes (oder mehrerer Codes) aus muss der Referent als gefährlicher Eindringling ausgeschlossen werden, der die theoretische Reinheit der Theorie kompromittiert. Darum muss man, auch wenn in den Fällen, wo die Sprache verwendet wird, um auf etwas hinzuweisen, der Referent der vom Ausdruck genannte oder signifizierte Gegenstand sein könnte, dennoch daran festhalten, dass ein Ausdruck grundsätzlich keinen Gegenstand signifiziert, sondern vielmehr stets eine kulturelle Einheit übermittelt. Sagt man, /Walter Scott/ und /der Verfasser von Waverley/ seien zwei Ausdrücke mit derselben >Bedeutung<, aber unterschiedlichem >Sinn<, so betrifft das eine Theorie der Zeichen‑Funktion nur insofern, als (I) >Bedeutung< hier die Definition einer historischen Entität meint, die eine Kultur als eine einzige Person sieht, weshalb diese >Bedeutung< zum denotierten Inhalt wird; (II) der >Sinn< eine besondere Art ist, einen bestimmten Inhalt von anderen kulturellen Konventionen aus zu betrachten, so dass dem ersten denotierten Inhalt andere konnotierte Inhalte hinzugefügt werden.

Nimmt man an, dass die >Bedeutung< ein tatsächlicher Sachverhalt ist, dessen Verifizierung die Gültigkeit des Zeichens bestätigt, so muss man sich fragen, wie dieser Sachverhalt gewöhnlich erfasst oder analysiert wird; wie sich seine Existenz definieren oder aufzeigen lässt, wenn die Zeichen‑Funktion decodiert wird. Man wird rasch erkennen, dass man, um etwas über die >Bedeutung< zu erfahren, sie durch einen anderen Ausdruck bezeichnen muss und so fort; ein Zeichen kann, wie Peirce sagte, nur durch ein anderes Zeichen erklärt werden. So wird die >Bedeutung< durch eine Reihe von >Sinnen< erfasst, und in diesem Zusammenhang ist es sehr unklug anzunehmen, man könne den >Sinn< als zugehörig zur selben >Bedeutung< erkennen, denn es ist die >Bedeutung<, die durch den >Sinn< definiert wird und nicht umgekehrt.

Das zentrale Problem des vorliegenden Kapitels entsteht aus der Tatsache, dass das >Signifikat< tatsächlich eine sehr komplizierte Angelegenheit ist, wenn auch nicht in dem Sinn, wie die obigen Dreiecke das vermuten lassen.

Dieser zweigeteilte Bedeutungsbegriff hat das ganze moderne Denken über Zeichen durchdrungen: als Opposition zwischen denotatum und designatum oder significatum (MORRIS, 1938, 1946) oder zwischen Extension und Intension in der Logik (CARNAP, der auch von nominatum und Sinn spricht) oder als Unterschied zwischen Denotation und Konnotation (Stuart MILL), als denotation und meaning (Russell) usw. Setzen wir für die Zwecke dieser Diskussion: Bedeutung = Intension = Significatum = Sinn = meaning. Die so genannte >Bedeutung< ist dann das Signifikat oder der Inhalt eines Ausdrucks.

Sagt man, ein Signifikant korrespondiere notwendig einem wirklichen Gegenstand, so ist das eine ausgesprochen naive Einstellung, die nicht einmal eine Theorie der Wahrheitswerte besonders gern akzeptieren wird. Der Einwand dagegen ist bekannt: Es gibt Signifikanten, die sich auf nicht‑existente Entitäten wie etwa >Einhorn< oder >Seejungfrau< beziehen. In diesen Fällen zieht die Theorie der Wahrheitswerte es vor, von Ausdrücken mit >Null‑Extension< (Goodman, 1949) oder von >möglichen Welten< (Lewis, 1969) zu sprechen.

Es ist im Rahmen einer Theorie der Codes nicht nötig, auf die Begriffe Extension oder mögliche Welten zurückzugreifen; die Codes setzen, sind sie von einer Gesellschaft akzeptiert, eine >kulturelle< Welt, die ‑ im ontologischen Sinn ‑ weder wirklich noch möglich ist; ihre Existenz hängt an einer kulturellen Ordnung, nämlich der Art, wie eine Gesellschaft denkt, spricht und beim Sprechen die Bedeutung ihres Denkens durch andere Gedanken erläutert. Da Denken und Sprechen die Aktivitäten sind, durch die eine Gesellschaft sich entwickelt, expandiert oder zusammenbricht, muss eine Theorie der Codes, auch wenn sie sich mit >unmöglichen< Welten (wie ästhetischen Texten oder ideologischen Aussagen) befasst, sich unbedingt mit der Beschaffenheit solcher >kultureller< Welten beschäftigen und steht damit vor dem grundsätzlichen Problem, wie mit Inhalten umzugehen sei.

Um die Geschichte der christlichen Theologie zu verstehen, muss man nicht wissen, ob dem Wort /Transsubstantiation/ ein spezifisches faktisches Phänomen entspricht (auch wenn für viele Menschen dieser Glaube von vitaler Bedeutung war). Aber man muss wissen, welche kulturelle Einheit (welche intensional analysierbare Gesamtheit kultureller Merkmale) dem Inhalt dieses Wortes korrespondierte.

Semiotischer Gegenstand einer Semantik ist der Inhalt, nicht der Referent, und der Inhalt muss definiert werden als kulturelle Einheit (bzw. als Bündel oder System zusammenhängender kultureller Einheiten). Die Tatsache, dass /Transsubstantiation/ für viele Menschen einem Ereignis oder Ding entsprach, lässt sich semiotisch dadurch erfassen, dass man sagt, dieses Ereignis oder Ding sei durch kulturelle Einheiten erklärbar gewesen. Sonst hätte es nämlich nie so etwas wie eine theologische Diskussion geben können, und die Gläubigen hätten weiter die Heilige Kommunion empfangen, ohne über die Menschen nachzudenken, die nicht daran glaubten. Vielmehr war es nötig, eine Welt zu konzipieren, die so aufgebaut war, dass eine kulturelle Einheit, die dieser /Transsubstantiation/ korrespondierte, einen Platz in ihr finden, das heißt ein präzise segmentiertes Stück des Inhalts eines bestimmten kulturellen Hintergrunds sein konnte.”

[Eco, Umberto: Semiotik. Ein Entwurf einer Theorie der Zeichen. München: Wilhelm Fink Verlag, 2., korrigierte Ausgabe 1991, S.  89-93]

Sinn / Bedeutung

In der Sinntheorie Freges wird zwischen dem Sinn eines Ausdrucks und seiner Bedeutung, d.h. seiner Referenz, unterschieden. Die Bedeutung des Zeichens ist der bezeichnete Gegenstand, während der Sinn des Zeichens die Art des Gegebenseins betrifft. So haben z.B. Morgenstern und Abendstern dieselbe Bedeutung, nicht aber denselben Sinn. Es ist nicht allein der Sinn bestimmend für einen Satz, sondern auch die Bedeutung, als dessen Wahrheitswert sie gilt.

Bei Husserl werden die Termini Sinn und Bedeutung synonym verwendet; der Gegensatz zu ihnen bildet der Begriff des »Gegenstands«.“

[Hügli, A. / Lübcke, P. (Hg.): Philosophielexikon. Personen und Begriffe der abendländischen Philosophie von der Antike bis zur Gegenwart. Reinbek: Rowohlt, 1991, S. 530]

„[Wir dürfen] den Unterschied zwischen der Bedeutung eines Ausdrucks und seiner Eigenschaft, sich bald auf dieses oder jenes Gegenständliche nennend zu richten (und natürlich auch den Unterschied zwischen Bedeutung und Gegenstand selbst), für gesichert erachten. Im übrigen ist es klar, dass zwischen den beiden an jedem Ausdruck zu unterscheidenden Seiten ein naher Zusammenhang besteht; nämlich dass ein Ausdruck nur dadurch, dass er bedeutet, auf Gegenständliches Beziehung gewinnt, und dass es also mit Recht heißt, der Ausdruck bezeichne (nenne) den Gegenstand mittels seiner Bedeutung, bzw. es sei der Akt des Bedeutens die bestimmte Weise des den jeweiligen Gegenstand Meinens ...“

[Edmund Husserl: Logische Untersuchungen. Niemeyer, Tübingen, 1980, I par. 13, p. 49. (Zwei Bd.e: erstmals 1900f.)]

„Redend vollziehen wir fortlaufend ein inneres, sich mit Worten verschmelzendes, sie gleichsam beseelendes Meinen. Der Erfolg dieser Beseelung ist, dass die Worte und die ganzen Reden in sich eine Meinung gleichsam verleiblichen und verleiblicht in sich als Sinn tragen.“

[Edmund Husserl: Formale und Transzendentale Logik. Niemeyer, Halle(Saale), 1929, S. 20]

Sinn und Bedeutung nach Ludwig Wittgenstein

„Zu verschiedenen Zeiten seines Lebens benutzte Wittgenstein verschiedene Formeln über den Sinn:

§    ein Satz habe Sinn, indem er ein Bild sei;

§    der Sinn eines Satzes sei die Methode seiner Verifikation;

§    der Sinn eines Ausdrucks sei seine Verwendung;

Alle diese Formeln kommen in der Grammatik [Philosophische Grammatik, Frankfurt a. M.: Suhrkamp, 1973] vor und scheinen sich gut miteinander zu vertragen.“

[Kenny, Anthony: Wittgenstein. Frankfurt am Main: Suhrkamp (stw 69), 1974, S. 164f.]

„Man kann sagen: der Sinn des Satzes ist sein Zweck. (Oder von einem Wort: ‚Ist meaning it ist purpose’)“

[Wittgenstein, L.: Philosophische Bemerkungen. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1964, S. 59]

„Welche Rolle der Satz als Kalkül spielt, das ist sein Sinn. Etwas ist ein Satz nur in einer Sprache. Einen Satz verstehen, heißt, eine Sprache verstehen.“ 

[Wittgenstein, L.: Philosophische Grammatik. Frankfurt a. M.: Suhrkamp, 1973, S. 21]

„’Denken’, ’Sprechen’ sind fließende Begriffe. Mit dem Wort »geistiger Vorgang« will man das ‚Erlebnis’ vom ‚psychischen Vorgang’ unterscheiden; oder man redet von ‚unbewussten Gedanken’ – von Vorgängen in einem Seelenmodell; oder man nimmt das Wort »Gedanken« gleichbedeutend mit »Sinn eines Satzes«.“

[Wittgenstein, L.: Philosophische Grammatik. Frankfurt a. M.: Suhrkamp, 1973, S. 17]

„Uns interessieren die psychischen Vorgänge, die einen Satz erfahrungsgemäß begleiten, nicht. Wohl aber das Verstehen, in einer Erklärung des Sinnes niedergelegt.“

[Wittgenstein, L.: Philosophische Grammatik. Frankfurt a. M.: Suhrkamp, 1973, S. 45]

„Der Sinn einer Frage ist die Methode ihrer Beantwortung ... Sage mir, wie du suchst, und ich werde dir sagen, was du suchst“.

[Wittgenstein, L.: Philosophische Bemerkungen. Frankfurt a. M.: Suhrkamp, 1964, S. 66-67]

„Wir sagen: »Gewiss können zwei Sätze aus verschiedenen Sprachen denselben Sinn haben«; und wir argumentieren: »deshalb ist der Sinn nicht dasselbe wir der Satz«, und fragen: »Was ist der Sinn?« Und wir machen aus »ihm« ein Schattenwesen, eines der vielen, die wir erschaffen, wenn wir den Substantiven, denen kein körperlicher Gegenstand entspricht, Bedeutung geben wollen.“

[Kenny, A.: Ludwig Wittgenstein. Ein Reader. Stuttgart: Reclam, 1989, S. 99]

„Die Grammatik untersucht die Beziehungen zwischen der Sprache und der Wirklichkeit. Die Grammatik ist die Gesamtheit der Regeln, die angeben, in welchen Verbindungen Wörter Bedeutung und Sätze Sinn haben.“

[Brand, Gerd: Die grundlegenden Texte von Ludwig Wittgenstein. Frankfurt a. M.: Suhrkamp, 1975, S. 163]

„Die Grundlage der Grammatik ist die Unterscheidung von Sinn und Unsinn. Ich möchte sagen: Ich muss mit der Unterscheidung von Sinn und Unsinn anfangen.“

[Brand, Gerd: Die grundlegenden Texte von Ludwig Wittgenstein. Frankfurt a. M.: Suhrkamp, 1975, S. 170]

„Ich sagte: Wo man nicht suchen kann, da kann man auch nicht fragen, und das heißt: Wo es keine logische Methode des Findens gibt, da kann auch die Frage keinen Sinn haben. [...] Oft zeigt erst die Methode des Beantwortens, wonach man eigentlich gefragt hat. Ja, erst die beantwortete Frage zeigt, was eigentlich die Frage war. Fragen, Suchen und Finden kann man aber in einem System. Es gibt also etwas, was man nicht suchen kann: Das vorgegebene Grund-System. Und das ist die Welt.“

[Brand, Gerd: Die grundlegenden Texte von Ludwig Wittgenstein. Frankfurt a. M.: Suhrkamp, 1975, S. 106-107]

„... Darum sind Sinn und Bedeutung vage Begriffe“.

[Wittgenstein, L.: Zettel. Frankfurt a. M.: Suhrkamp, 1970, Nr. 154]

Aus Wittgensteins Tractatus logico-philosophicus:

3.12

Das Zeichen, durch welches wir den Gedanken ausdrücken, nenne ich das Satzzeichen. Und der Satz ist das Satzzeichen in seiner projektiven Beziehung zur Welt.

3.13

Zum Satz gehört alles, was zur Projektion gehört; aber nicht das Projizierte.

Also die Möglichkeit des Projizierten, aber nicht dieses selbst.

Im Satz ist also sein Sinn noch nicht enthalten, wohl aber die Möglichkeit, ihn auszudrücken.

(»Der Inhalt des Satzes« heißt der Inhalt des sinnvollen Satzes.)

Im Satz ist die Form seines Sinnes enthalten, aber nicht dessen Inhalt.

3.142.1

Nur Tatsachen können einen Sinn ausdrücken, eine Klasse von Namen kann es nicht.

3.3

Nur der Satz hat Sinn; nur im Zusammenhange des Satzes hat ein Name Bedeutung.

3.31 

Jeden Teil des Satzes, der seinen Sinn charakterisiert, nenne ich einen Ausdruck (ein Symbol). (Der Satz selber ist ein Ausdruck.)

Ausdruck ist alles, für den Sinn des Satzes Wesentliche, was Sätze miteinander gemein haben können.

Der Ausdruck kennzeichnet die Form und einen Inhalt.

Das Zeichen ist das sinnliche Wahrnehmbare am Symbol.

4.22

Der Satz zeigt seinen Sinn.

Der Satz Der Satz zeigt, wie es sich verhält, wenn er wahr ist. Und er sagt, dass es sich so verhält.

4.2

 

Der Sinn des Satzes ist seine Übereinstimmung und Nichtübereinstimmung mit den Möglichkeiten des Bestehens und Nichtbestehens der Sachverhalte.

6.41    

 

Der Sinn der Welt muss außerhalb ihrer liegen. In der Welt ist alles, wie es ist, und geschieht alles, wie es geschieht; es gibt in ihr keinen Wert – und wenn es ihn gäbe, so hätte er keinen Wert.

Sinn und Bedeutung

Die Unterscheidung geht auf den Philosophen Gttlob Frege und seinen 1892 in der Zeitschrift für Philosophie und philosophische Kritik veröffentlichten Aufsatz 'Sinn und Bedeutung' zurück. Im Englischen wird das Begriffspaar meist als sense and reference vereinzelt aber auch als meaning and reference wiedergegeben.

Frege beschäftigte sich eingehend mit der Frage, worauf sich denn Sprache bezieht, und stellte in diesem Zusammenhang fest, dass Ausdrücke wie 'der Morgenstern' und 'der Abendstern' zwar dieselbe Bedeutung besitzen (sie bezeichnen bzw. beziehen sich beide auf den Planeten Venus), aber nicht denselben Sinn. Nicht nur, dass sich ein Ausdruck auf den Planeten, wie man ihn am Morgen sieht, bezieht, und der andere darauf, wie man den Planeten am Abend sieht; jeder der beiden Ausdrücke ist mit komplexen Assoziationen KULTURELLER und literarischer Art verbunden. Die Sprache gliedert also nicht nur die Welt in Teile, die man dann benennen kann; sie schließt auch die Beziehung ein, die die Menschen zu dieser Welt haben, sowie kulturelle und menschliche Sinngebungen, die die Sprache zum Teil schafft und zum Teil widerspiegelt. ('Bedeutung' wird hier allgemeinsprachlich und nicht in dem spezifischen Sinn verwendet, in dem E. D. Hirsch das Wort gebraucht, um zwischen Bedeutung und Signifikanz, meaning und significance, zu unterscheiden (siehe dazu den Eintrag BEDEUTUNG UND SIGNIFIKANZ.)

Diese Unterscheidung war von großem Interesse für diejenigen Ästhetiker und Literaturtheoretiker, die bei der Beantwortung der Frage, ob literarische WERKE oder andere Kunstwerke einen Bezug zur realen Welt haben (wie immer man diese definiert), Extrempositionen ablehnten, d.h. die Auffassung, dass

(i) literarische Werke keinen Bezug zur realen Welt haben, sondern ihre eigene Realität schaffen, sowie die Auffassung, dass

(ii) literarische Werke abgesehen von ihrer Bezugnahme auf die reale Welt keinen Sinn besitzen. Statt dessen sind sie davon überzeugt, dass literarische Werke zwar einen Bezug zur realen Welt haben, zugleich aber auch einen über diese Bezugnahme hinausgehenden Sinn. Dieser Punkt ist wichtig, denn wenn man ihrer Argumentation zustimmt, heißt das, dass der Leser oder Kritiker eines literarischen Werkes die außertextliche Welt, auf die das Werk hinweist, einbeziehen und etwas über sie wissen sollte, dass er aber andererseits auch nicht glauben sollte, der künstlerische oder ästhetische Wert des Werkes könne auf diese außertextliche Realität reduziert (und damit erklärt) werden. Es ist daher für den Leser von Huckleberry Finn ratsam, etwas über die Geschichte der schwarzen Bevölkerung in den Vereinigten Staaten zu wissen, doch darf dieses Wissen nicht als Maßstab für den ÄSTHETISCHEN oder künstlerischen Wert des Werkes herangezogen werden.

Wörter, die zwar dasselbe bedeuten, aber nicht denselben Sinn haben, werden auch oft als partielle Synonyme bezeichnet (siehe dazu die Diskussion in Scott 1990, 108‑14).“

[Hawthorn, Jeremy: Grundbegriffe moderner Literaturtheorie. Tübingen und Basel: Francke, 1994]

Sinn und Bedeutung

Eine genaue Unterscheidung des Zeichens, seines S.es und seiner B. war es, die es Gottlob Frege ermöglichte, das Gebiet des Logischen als des Wahren in einer neuen Weise zu behandeln. S. und B. grenzen den objektiven Bereich ab, der dem denkenden Erfassen vorgegeben ist und durch es nicht verändert werden kann. Bewusstseinsmodi wie die Sinneswahrnehmung, die Anschauung, die Vorstellung sind subjektiv und daher unfähig, die Allgemeingültigkeit des S.es und der B. zu erfassen. – Der kritische Ausgangspunkt für eine Analyse von S. und B. waren Analysen auf der Zeichenebene, speziell von Zeichen in mathematischen Funktionen. Exakt gesprochen wird mit einem Zeichen ein S. ausgedrückt und eine B. bezeichnet. Der Einteilung aller Sprachzeichen in Eigennamen (bzw. Kennzeichnungen) und Begriffszeichen (und Beziehungszeichen) entspricht eine ebensolche des S.es und der B. dieser Zeichen, so dass eine eindeutige Zuordnung des Zeichens zu seinem S. und zu seiner B. möglich ist.

Der ausgedrückte S. eines Satzzeichens ist ein Gedanke. Er ist objektiv fassbar, zeitlos und unsichtbar. So drückt der singuläre Satz "Thales fiel in den Brunnen" den abgeschlossenen vollen Gedankeninhalt dieser Tatsache aus, der Eigenname "Thales" einen abgeschlossenen Gedankenteil und fiel in den Brunnen" den unabgeschlossenen, "ungesättigten Gedankenteil" des In‑den-Brunnen‑Fallens, der durch eine Menge verschiedener Gedankenteile verschiedener Eigennamen wieder zu verschiedenen vollständigen Satzgedanken "gesättigt" werden kann. Ist ein Eigenname nicht erdichtet (Odysseus), dann ist die B., die er bezeichnet, ein Gegenstand (der Mensch Thales). Das Begriffswort, wenn es eine B. hat, bezeichnet einen Begriff (in den Brunnen zu fallen). Und der Satz, das zusammengesetzte Satzzeichen, wenn sein S., der Gedanke nicht Dichtung, sondern Inhalt einer Tatsache ist, hat zur B. einen einen Wahrheitswert, nämlich dass es wahr oder falsch ist, dass Thales in den Brunnen fiel. Da ein Wahrheitswert „abgeschlossen“ ist‚ ist er ebenfalls ein Gegenstand und der ihn bezeichnende Satz ein Eigenname. Dasselbe gilt von der B. einer Klassenbezeichnung, der Klas­se der Gegenstände, die unter einen Begriff fallen. Als Verhältnis von S. und B. nimmt Frege an, dass der S. die Art ist, in der die B.  gegeben ist: Die B. von „Abendstern“ und „Morgenstern“ ist dieselbe, als S. jedoch in verschiedener Weise gegeben. 

Frege musste auch die Sätze untersuchen, die keinen Wahr­heitswert haben. Das ist in bestimmten Neben­sätzen der Fall, die nur den Teil eines Gedan­kens ausdrücken, z.B. bei bestimmten Nenn‑, Bei‑ und Adverbsätzen. In Sätzen nach “sagen“, „hören“, „wissen ... .. billigen“, „hoffen“, „verbieten“ usf., die mit „dass“ eingeleitet werden, ist die B. nicht ein Wahrheitswert, sondern der in „ungerader Rede“ ausgedrückte Satzinhalt, ein Gedanke, eine Bitte, die im „gewöhnlichen Falle“ den Satzs. ausmacht. Und ihr S. ist jetzt nur der S. der Worte „der Gedanke, dass. . . „, also abhängig, Teil des ganzen Satzgedankens.

Im Satze „Die Magd sagte, Thales sei in den Brunnen gefallen“ haben die Wörter des Neben­satzes ihre „ungerade B.“, die - im gewöhnlichen Falle ‑ ihr „gewöhnlicher S.“ wäre. Der S. und die B.sebene können sich also verschie­ben. – Es wird angenommen, dass Frege für Begriffswörter den Unterschied von S. und B. nicht gemacht habe, dass der ungesättigte Ge­dankenteil (S.) selber der Begriff sei (Reinhard Grossmann). Dem widersprechen eindeutig Freges Texte, vor allem die „Ausführungen über S. und B.“ aus dem Nachlass. Eine andere verbreitete Ansicht setzt für gewöhnliche Kon­texte Freges Unterscheidung von B. (Nominatum) und S. mit der modernen Unterscheidung von Extension und Intension gleich. „In Über­einstimmung mit Freges Absichten“ (R. Car­nap, A. Church folgend) sei eine Klasse das (gewöhnliche) Nominatum eines Prädikators (vom Grade eins) und eine Eigenschaft sein (gewöhnlicher) S. Freges Grundannahmen sind jedoch dann aufgegeben. Die B. eines Prädikator würde als Klasse zum Gegenstand werden, kann aber für Frege nur der Begriff selbst sein. Außerdem behält Frege den Unterschied von Eigenschaft des Dinges und Merkmal des Begriffs bei. – Wieder andere eliminieren die Ebene des S.es vollständig und beschränken sich auf eine Zuordnung (Semantik) der Zeichenebene (Syntax) zur Sphäre der Objekte, wobei Freges Begriff zur Eigenschaft (property) wird.“

[Braun, E. / Radermacher, H.: Wissenschaftstheoretisches Lexikon. Graz / Wien / Köln: Styria, 1978, S. 532-533]

Frege ist der Überzeugung, es sei in erster Linie der Gedanke, den man wahr oder falsch nennt, während der Satz nur in abgeleitetem Sinn als wahr oder falsch bezeichnet werde; und da nach Frege der Wahrheitswert des Satzes der Bezug – die „Bedeutung“ – des Satzes ist, heißt dies, dass es in erster Linie der Sinn des Satzes ist, der den Bezug hat, während er dem Satz nur in abgeleitetem Sinn zukommt. Die Verallgemeinerung dieses Prinzips im Hinblick auf sämtliche Ausdrücke hat Frege zwar kaum betont, ihre Richtigkeit jedoch hat er tatsächlich anerkannt; demnach ist es z.B. nicht der Eigenname selbst, sondern der Sinn des Eigennamens, der sich primär auf den Gegenstand bezieht.

In der Praxis hält sich Frege allerdings nicht an diese Prioritätenfolge, wenn er die Unterscheidung zwischen „Sinn“ und „Bedeutung“ erläutert. Nie geht er so vor, dass er zunächst den Begriff des Sinns einführt und anschließend den Bezug als ein Merkmal des Sinns erklärt. Zuerst spricht er davon, dass der Ausdruck Bezug hat, und dann macht er entweder geltend, dass der Ausdruck außerdem Sinn hat, oder er führt aus, worin sein Sinn besteht.

Tatsächlich kommt Frege nicht umhin, sich bei seinen Erläuterungen an diese Reihenfolge zu halten, und das liegt an seiner Auffassung, wonach der Sinn eines Ausdrucks eben die Weise ist, in der sein Bezug gegeben ist; denn aus dieser Auffassung folgt, dass sich der Begriff des Sinns nicht anders erklären läßt als durch Berufung auf den Begriff des Bezugs, und daher müssen wir zuerst den Begriff des Bezugs haben. Verfügen wir nun über den Begriff des Bezugs, ehe wir den des Sinns haben, können wir den Bezug nicht als Eigenschaft des Sinns deuten, sondern nur als Eigenschaft des Ausdrucks.“

[Michael Dummett: Ursprünge der analytischen Philosophie. Suhrkamp, Frankfurt/M., 1992. p. 16f. Quelle: http://www.computervisualistik.de/~schirra/Work/Papers/P94/P94-1-e/old-de/de-lit.html#Dummett92]

Semantik - Bedeutungslehre

Die Semantik befasst sich mit dem Inhalt von Zeichen; genauer: mit dem Sinn und der Bedeutung von Zeichen:

Sinn (engl. ’sense’):  Die Aspekte des Inhalts, die sich aus den Relationen der Wörter, Sätze usw. untereinander im System der Sprache ergibt. Für Sinn findet man manchmal den verwandten Begriff Intension (N.B.: hier mit s geschrieben, nicht mit t).

Bedeutung (engl. ’reference’):  Die Aspekte des Inhalts, die sich aus den Relationen zwischen dem Zeichen und der Welt ergeben. Für Bedeutung findet man manchmal den Begriff Extension, Bezeichnetes, Signifikat, Bezug, signifié.

Der Sinn eines Zeichens definiert seine Interpretation in bezug auf Gegenständen, Ereignissen, Sachverhalten, usw. in der Welt.

Diese Unterscheidung geht auf Gottlob Frege zurück.

Frege: Sinn, Bedeutung, Vorstellung

In seinem Aufsatz „Über Sinn und Bedeutung“ (1892) definierte der Sprachphilosoph und Mathematiker Frege folgendermaßen:

Es liegt nun nahe, mit einem Zeichen (Namen, Wortverbindung, Schriftzeichen), außer dem Bezeichneten, was die Bedeutung des Zeichens heißen möge, noch das verbunden zu denken, was ich den Sinn des Zeichens nennen möchte, worin die Art des Gegebenseins enthalten ist. [...] es würde die Bedeutung von „Abendstern“ und „Morgenstern“ dieselbe sein, aber nicht der Sinn.  [...]

Von der Bedeutung und dem Sinne eines Zeichens ist die mit ihm verknüpfte Vorstellung zu unterscheiden. Wenn die Bedeutung eines Zeichens ein sinnlich wahrnehmbarer Gegenstand ist, so ist meine Vorstellung davon ein aus Erinnerungen von Sinneseindrücken, die ich gehabt habe, und von Tätigkeiten, inneren sowohl wie äußeren, die ich ausgeübt habe, entstandenes inneres Bild. Dieses ist oft mit Gefühlen getränkt; die Deutlichkeit seiner einzelnen Teile ist verschieden und schwankend.

Die linguistische Semantik befasst sich primär mit dem Sinn, die Logik auch mit der Bedeutung.

In diesem Kontext werden wir manchmal das Wort `Bedeutung' statt `Sinn' verwenden, da es in der Linguistik wesentlich geläufiger ist. Desgleichen werden wir manchmal aus demselben Grund das Wort `Bezeichnetes' statt des Frege'schen `Bedeutung' verwenden.

Aus heutiger linguistischer Sicht sind noch einige weitere Unterscheidungen über die Frege'schen hinaus nötig; vor allem die Einschränkung des Zeichen-Begriffs auf die Schriftsprache vereinfacht den Zeichenbegriff sehr stark und verkennt sowohl die Wichtigkeit als auch die Komplexität der gesprochenen Sprache.

Die Vielfalt der ’Sinn’-arten

Die verschiedenen Zeichen-Ebenen haben jeweils ihre eigenen Sinn- und Bedeutungsarten:

Wort: Namen beziehen sich auf Objekte; Nomen, Adjektive, Verben beziehen sich auf Eigenschaften, Zustände usw. von Objekten.

„Helmut Kahl“ bezieht sich auf Helmut Kahl.

„Blau“ bezeichnet die Farbe des Himmels an sonnigen Tagen.

Satz: Einfache und komplexe Sätze beziehen sich auf Sachverhalte und haben Wahrheitswerte („Es regnet.“), oder drücken Werturteile (Mir schmeckt's nicht!“) aus, oder vollbringen konventionelle Handlungen („Ich verspreche es Dir...'“)

Behauptung: „Es regnet.“ ist ein Satz, der wahr ist, wenn's regnet.

Wertung: „Mutti Lotti's Nussecken schmecken toll!“ ist jedenfalls meine Meinung.

Handlung: „Ich verspreche Dir das Blaue vom Himmel,“ sagte er, und meinte es anscheinend auch.

Text: Texte setzen reelle oder hypothetische Sachverhalte in Beziehung, z.B. um Schlüsse zu ziehen, Erzählungen zu bilden, Beschreibungen zu verfassen:

„Wenn Du meinst, dass Mutti Lotti's Nussecken toll schmecken, dann hättest Du sie auch mit sichtlichem Vergnügen essen müssen...“

Diskurs: Diskurse setzen Textelemente verschiedener Personen zueinander in Beziehung, z.B. als kooperative oder kontroverse Diskussionen, Unterhaltungen, Argumente, Lehrveranstaltungen, Stammtischrunden.

 „... wieso? Sie hat diesmal Murks gemacht. Muss ja nicht immer klappen.“

[Dafydd Gibbon:

http://coral.lili.uni-bielefeld.de/Classes/Summer98/Grundkurs98/Vorlesung/grundkursvorlesung/node11.html]

Significado y referencia

Carnap propone la división de la semántica en teoría de la extensión y teoría de la intensión. La primera estudiaría la relación de las palabras y frases a las cosas (denotación, extensión); la segunda se ocuparía del significado o sentido de las palabras y de las frases (connotación, comprensión).

La lógica tradicional habla, respectivamente, de extensión (aptitud de un predicado para ser atribuido a los miembros de un grupo de individuos) y de comprensión (conjunto de notas que definen a un predicado). La doctrina de las relaciones entre la extensión y la comprensión se encuentra clásicamente expuesta en la Logique de Port Royal (1662): cuanto mayor es la extensión de un predicado menos es su comprensión y viceversa (p. ej., «animal» es más extenso que «hombre» y a la vez más reducido en comprensión). La pareja de términos de análogo sentido denotación y connotación procede de John Stuart Mill (1806-1873).

La diferencia entre extensión e intensión se aprecia fácilmente analizando el uso de los predicados (nombres comunes). Así por ejemplo, la extensión del predicado «azul» está determinada por la clase de objetos que son azules. Pero también cabe decir que el color azul tiene una serie de características propias, como la de ocupar un determinado lugar en el espectro cromático: tales características constituirían la intensión (significado) del predicado «azul».

Al considerar a los predicados desde el punto de vista «extensional» se dice que aluden, o mejor, que denotan clases o conjuntos. Pero cuando se los contempla desde el ángulo «intensional» se dice que designan propiedades o notas de los objetos. Cuando un predicado es poliádico, la clase o conjunto que denote recibe el nombre más específico de relación.

La mencionada diferencia de punto de vista en lógica repercute en el criterio que se utilice para distinguir unos predicados de otros. Desde el punto de vista extensional, dos predicados son idénticos cuando se atribuyen a una misma clase de individuos. Por ejemplo, los predicados «animal racional» y «bípedo implume» son extensionalmente idénticos, puesto que ambos denotan la misma clase, que es la de los seres humanos. Pero para que dos predicados se consideren idénticos desde el punto de vista intensional se requiere además que contengan las mismas notas. La determinación de criterios de sinonimia (identidad de significado) y de definibilidad por especificación de notas (como cuando se define el agua diciendo que es un compuesto de dos partes de hidrógeno y una de oxígeno) son cuestiones en que interviene la lógica intensional.

En un breve ensayo, hoy famoso, Frege extendió de un modo muy original la mencionada dualidad semántica de intensión y extensión – en terminología de Frege: «sentido» y «referencia» – para el caso de los nombres propios y los enunciados. La necesidad de introducir esta distinción en el uso de los nombres propios quedaría patentizada por enunciados tales como

La estrella de la mañana es la misma que la estrella de la tarde.

Este enunciado sólo puede ser entendido si se acepta que las expresiones «estrella de la mañana» y «estrella de la tarde», que son nombres propios, tienen un sentido distinto, mientras que su referencia es la misma (porque la información empírica enseña que ambas denotan una sola y misma cosa: el planeta Venus). Frege: Über Sinn und Bedeutung (Sobre sentido y referencia), 1892. En cuanto a la traducción de este título conviene advertir que la palabra alemana «Bedeutung» se traduce normalmente por «significado», pero en el contexto de la teoría de Frege hay que traducirla por «referencia» o «denotación». El término «sentido», en cambio, puede ser asimilado aquí a «significado».

La mencionada dualidad semántica de sentido y referencia fue asimismo extrapolada por Frege al caso de los enunciados. En un enunciado cabe distinguir dos tipos de contenido: por una parte el hecho que enuncia y por otra su valor de verdad. Así, por ejemplo, en el enunciado «llueve» una cosa es su alusión a la lluvia y otra el valor de verdad que le corresponda (verdad, si es cierto que llueve, y falsedad si no es cierto que llueve). Ahora bien, para Frege el sentido (significado) del enunciado sería lo que por él se capta aun sin saber si es verdadero o falso; y la referencia (denotación) del mismo sería constituida por su valor de verdad.

De acuerdo con esta teoría se da la circunstancia de que todos los enunciados verdaderos tienen una misma referencia, a saber: la verdad, aunque el sentido de cada uno de ellos sea diverso. Y análogamente sucede con los enunciados falsos, pues por mucho que difiera el sentido de cada uno, su referencia en todo caso es la falsedad.

Sobre la viabilidad de una lógica o de una semántica establecida con criterio intensional difieren las opiniones. Algunos autores, como Carnap defienden esa viabilidad. Otros, como Quine estiman que la lógica intensional y la teoría del significado no llevan a ninguna parte. La opinión general es, en todo caso, que la lógica extensional y la teoría de la referencia constituyen el camino más seguramente practicable de la ciencia lógica. De hecho ha sido también el más practicado.

Las categorías extensionales pertenecen a la semántica entendida como teoría de la referencia.”

[Garrido, Manuel: Lógica simbólica. Madrid: Editorial Tecnos, 21977, pp. 218-229]

“El «nominalismo» es un fenómeno lo suficientemente extendido entre los círculos semánticos contemporáneos como para dar por bueno sin más que el objeto debe quedar incluido en el examen de lo que sea el lenguaje. Todo esto nos compromete en la tarea de intentar superar de alguna manera la crisis de la teoría de la objetividad que ha cundido entre las filosofías de nuestro siglo. [...] Con todo esto estamos entrando en el problema de la referencia objetiva del lenguaje. [...] Evidentemente el estudio de la referencia objetiva por parte de los autores de comienzo del siglo deparó unas dificultades que indujeron a su eliminación. [...] Al mismo tiempo podremos atender a otro de los componentes clásicos del asunto, los contenidos mentales que, bajo el título de «sentido» o «significación», han venido a reemplazar a las ideas o conceptos. Pues la dilucidación de lo que sea el vínculo referencial que une a las palabras con el objeto se ha visto seducida con frecuencia por la hipótesis de que aquéllas son expresivas precisamente por albergar algo que reprodujese mentalmente el objeto referido. Es posible que sólo podamos abordar con éxito el tema de la referencia cuando nos hayamos desembarazado de los enredos que depare la presunta existencia del sentido o de la significación.”

[Montero, Fernando: Objetos y palabras. Valencia: Fernando Torres, 1976, pp. 41-43]

Contenido del texto

¿Puede decirse que el contenido del texto es su significado? ¿O diremos más bien su sentido? El DRAE define sentido equiparándolo, en sus acepciones 8 y 9, a significación o significado: 8. «Significación cabal de una proposición o cláusula». 9. «Significado, o cada una de las distintas acepciones de las palabras». Y en las definiciones de significación y significado leemos: Significación: «sentido de una palabra o frase»; Significado: «significación o sentido de las palabras o frases». De modo que sentido se define como «significación» o «significado», y significación y significado, como «sentido». La definición de significar es algo más explícita; en su 2. acepción: «Ser una palabra o frase expresión o signo de una idea o de un pensamiento, o de una cosa material». Pero tampoco esta definición es totalmente esclarecedora. [...]

Los signos lingüísticos se componen, como es sabido, de significante y significado. El «significante» es el sonido o conjunto de sonidos que, en el lenguaje oral, producen la imagen acústica; es también «significante» la representación gráfica de dichos sonidos. El «significado» es el concepto, la imagen mental evocada por la audición o la lectura del significante. La mayoría de los signos lingüísticos son polisémicos; es decir, tienen en la lengua varios significados. Pero se trata de significados potenciales, que sólo se actualizan en el habla. Normalmente, en el habla, que es como decir en los textos (pues todo acto de habla constituye un texto), sólo se actualiza cada vez uno de los significados que potencialmente tienen los signos lingüísticos.

Los signos lingüísticos de una lengua no suelen coincidir con los de otra en toda la serie de sus significados potenciales. No hay, por ejemplo, ninguna lengua románica ni germánica que pueda abarcar con una sola palabra toda la serie de significados potenciales que tiene la palabra española cabo. [...]

Por estos y otros motivos, es claro que no pueden traducirse los significados de los signos lingüísticos en cuanto tales. Hablando con propiedad, no se traduce de lengua a lengua, sino de «habla» a «habla», es decir, de un texto a otro texto.

En el contenido de un texto hay que distinguir, con Eugenio Coseriu, el significado, la designación y el sentido.

  1. El significado del texto es el contenido lingüístico actualizado en cada caso por el habla.

  2. La designación es la referencia de los significados actualizados en el texto a las realidades extralingüísticas.

  3. El sentido del texto es su contenido conceptual en la medida en que no coincide ni con el significado ni con la designación. Expresado quizá con más exactitud: es lo que el texto quiere decir, aunque esto no coincida con la designación ni con el significado.

Ya hemos visto la diferencia entre los significados potenciales de la lengua y los significados actualizados del texto.

La designación se hace siempre mediante significados actualizados, que pueden, para una misma designación, ser diferentes en las distintas lenguas. Coseriu pone el ejemplo siguiente: «El hecho de que en un río, en un lago o en el mar el agua sea poco profunda, de modo que se pueda estar de pie sin que le cubra a uno la cabeza, se puede designar en español por Aquí se hace pie, en alemán Hier kann man stehen, en italiano por Qui se tocca, es decir, por significados totalmente diferentes». En efecto, los únicos significados equivalentes en las tres lenguas son el del adverbio aquí, hier, qui y el del pronombre indefinido se, man, si. Pero hacer pie, stehen können y toccare son significados totalmente diversos. [...]

El sentido del refrán español Poco a poco hila la vieja el copo no coincide ni con los significados actualizados en el texto ni con la realidad extralingüística designada por ellos. Lo que se quiere expresar no es que «una mujer de edad avanzada está convirtiendo en hilo, sin prisa, una porción de lana», sino la idea general de que, «cuando alguien trabaja con perseverancia en una tarea proporcionada a sus fuerzas, aunque éstas sean pocas, acaba teniendo éxito». Los refranes son como metáforas complejas.

Así, pues, los significados actualizados en un texto se subordinan a la designación, y la designación, al sentido. Ello quiere decir que el traductor debe tradudir ante toto el sentido; en segundo lugar, la designación, y, en último término, si es posible, también los significados.

Hay en francés un refrán que tiene el mismo sentido que el refrán español antes mencionado: Petit à petit l’oiseau fait son nid. Pero ni los significados [«trocito a trocito», «pájaro», «hacer», «nido»] ni la designación [la realidad extralingüística constituida por «un pájaro que aportando sucesivamente trocitos de materia construye su nido»] tienen nada en común con los significados y la designación del refrán español. Sin embargo, ambos refranes se traducen recíprocamente de manera irreprochable, porque el sentido de uno equivale plenamente al sentido del otro.

En el ejemplo de Coseriu, cualquiera de las tres frases traduce adecuadamente a las otras dos, porque todas designan lo mismo y tienen el mismo sentido, aunque sus significados sean diversos.

Pero no siempre basta, para una traducción adecuada, reproducir el sentido y la designación del texto, sin tener en cuenta los significados. Serían traducciones inadecuadas la de La porte est ouverte por «La puerta no está cerrada», o la de Le vaincu de Waterloo por «El vencedor de Jena», aunque ambas conservarían exactamente la misma designación y posiblemente el mismo sentido del original. Como norma puede establecerse que el traductor está obligado a conservar no sólo el sentido de un texto, sino su designación y también sus significados mientras la lengua terminal no le imponga equivalencias que prescindan de los significados y hasta de la designación (nunca puede haber equivalentes que prescindan también del sentido). [...]

El español impone Aquí se hace pie para traducir la expresión alemana Hier kann man stehen, y el refrán Poco a poco hila la vieja el copo para traducir el refrán francés Petit à petit l’oiseau fait son nid. Cuando no hay tales imposiciones de la lengua, el traductor debe buscar, en principio, no sólo la equivalencia del sentido y de la designación, sino también la de los significados.”  

[García Yebra, Valentín: Teoría y práctica de la traducción. Madrid: Gredos, 1984, pp. 34-39]

„Un lexema puede ser ambiguo, esto es, puede tener varios significados distintos. Katz usa el término «sentido» (sense) para referirse a cada uno de tales significados, y el término «significdo» (meaning) lo reserva para el conjunto de esos sentidos (Semantic Theory, p. 36). Esto no es más que una decisión terminológica en favor de la claridad, pero como se aparta decisivamente de lo que es usual en la filosofía contemporánea del lenguaje sólo me atendré a ella mientras está exponiendo la teoría de Katz. A la representación semántica de cualquiera de los sentidos de un lexema se le denomina en esta teoría lectura léxica, y a la de cualquiera de los sentidos de una expresión compleja, sea parte de una oración o una oración compleja, lectura derivada. Las lecturas derivadas, por consiguiente, sean o no finales, eso es, correspondan o no a oraciones complejas, se forman por composición de lecturas léxicas léxicas mediante la aplicación de las oportunas reglas de proyección. Cada uno de los posibles sentidos de un lexema puede a su vez ser dividido en constitutivos conceptuales que reciben el nombre de marcadores, o indicadores, semánticos. Estos pueden ser tanto simples como complejos. En el primer caso constituirán los elementos más simples, o atómicos, en los que puede descomponerse el sentido de un lexema. De aquí que pueda decirse que cualquier lectura, léxica o derivada, no es más que un conjunto de indicadores semánticos. Tales indicadores parecen estar próximos, como se ha subrayado en esta dirección, a lo que tradicionalmente se ha llamado conceptos, así como la lectura derivada para una oración puede asemejarse a lo que los filósofos han denominado proposición. La condición ontológica de los indicadores semánticos es, sin embargo, cuestión en la que Katz, obrando aquí como buen científico, prefiere no entrar.”

[Hierro S. Pescador, José: Principios de Filosofía del Lenguaje. 1. Teoría de los Signos, Teoría de la Gramática, Epistemología del lenguaje. Madrid: Alianza Editorial, Alianza Universidad, Textos, 1980, p. 101]

 

«Sentido

Los términos ‘sentido’ y ‘significado’ son utilizados como sinónimos por algunos lingüistas. Sin embargo, se pueden encontrar matizaciones.

(1) Véase Triángulo Básico [ver aquí Semiotisches Dreieck - Triángulo semántico o semiótico]

(2) De acuerdo con Lyons (1990: 132 y sgs.) se llama ‘sentido’ a la relación que un lexema mantiene con otros lexemas; por ejemplo, vaca, animal, toro, ternera, etc., son conjuntos de lexemas con diversos tipos de relación de ‘sentido’, también llamadas relaciones léxico-semánticas (sinonimia, antonimia, hiponimia, etc.).  En cambio, la denotación es la relación que un lexema mantiene con entidades, propiedades, situaciones, etc., del mundo extralingüístico, por ejemplo, el lexema o la palabra vaca se relaciona con cierta clase de animales (mundo extralingüístico). Coseriu (1968: 3-16) al ‘sentido’ lo llama significación, y a la denotación, designación. Por tanto, para él habrá relaciones de significación y relaciones de designación. Cf. actualización, cambio léxico-semántico.

(3) Otra distinción entre significado y sentido es la introducida por Prieto. El significado estaría en la langue, en el sistema, mientras que el ‘sentido’ estaría en el habla, en la elocución, en el enunciado, en el que habría que tener en cuenta el contexto. En este caso, ‘sentido’ estaría relacionado con lo que se llama significado discursivo. Wittgenstein (1953: 34) defiende también esta última posición: el ‘sentido’ de una unidad lingüística está en su uso.»

[Alcaraz Varó, Enrique / Martínez Linares, María Antonia: Diccionario de lingüística moderna. Barcelona: Editorial Ariel, 1997, p. 515-516]

«Habría que distinguir entre significado y sentido (cfr. E. Conseriu 1976 y 1980). El significado, independiente del nivel de que se trate, se corresponde con una serie de marcas opositivas que las unidades de una lengua mantienen entre sí. El sentido, es la acumulación de marcas que una unidad recibe en el texto. De ahí que no estemos de acuerdo con estos autores al amalgamar en un mismo nivel las funciones sintácticas y semánticas (estáticas) y las pragmáticas (textuales). Por otra parte, tampoco se delimita el contenido opositivo de estas funciones semánticas, que más bien se corresponde con lo que E. Coseriu denomina relaciones de designación: “Semantic roles are tus an aspect of the relation between sentences and the situation they refer to (A. Andrews 1985: 62).»

[Espinosa, Jacinto: Estructuras sintácticas transitivas e intransitivas en español. Cádiz: Universidad de Cádiz, 1997, p. 384 n. 43]