SINN und BEDEUGUNG bei Ludwig Wittgenstein

(Recop.) Justo Fernández López

 

Vgl.:

Bedeutung und Sinn / Sinn vs. Bedeutung / Sinn und Bedeutung bei Gottlob Frege / Sinn und Bedeutung bei Edmund Husserl / Referenz / Bedeutung / Begriff / Idee / Mathematik / Logik / Frege / Logizismus / Semantik

 

Sinn und Bedeutung nach Ludwig Wittgenstein

„Zu verschiedenen Zeiten seines Lebens benutzte Wittgenstein verschiedene Formeln über den Sinn:

§ ein Satz habe Sinn, indem er ein Bild sei;

§ der Sinn eines Satzes sei die Methode seiner Verifikation;

§ der Sinn eines Ausdrucks sei seine Verwendung;

Alle diese Formeln kommen in der Grammatik [Philosophische Grammatik, Frankfurt a. M.: Suhrkamp, 1973] vor und scheinen sich gut miteinander zu vertragen.“

[Kenny, Anthony: Wittgenstein. Frankfurt am Main: Suhrkamp (stw 69), 1974, S. 164f.]

„Man kann sagen: der Sinn des Satzes ist sein Zweck. (Oder von einem Wort: ‚Ist meaning it ist purpose’)“

[Wittgenstein, L.: Philosophische Bemerkungen. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1964, S. 59]

„Welche Rolle der Satz als Kalkül spielt, das ist sein Sinn. Etwas ist ein Satz nur in einer Sprache. Einen Satz verstehen, heißt, eine Sprache verstehen.“ 

[Wittgenstein, L.: Philosophische Grammatik. Frankfurt a. M.: Suhrkamp, 1973, S. 21]

„’Denken’, ’Sprechen’ sind fließende Begriffe.

Mit dem Wort »geistiger Vorgang« will man das ‚Erlebnis’ vom ‚psychischen Vorgang’ unterscheiden; oder man redet von ‚unbewussten Gedanken’ – von Vorgängen in einem Seelenmodell; oder man nimmt das Wort »Gedanken« gleichbedeutend mit »Sinn eines Satzes«.“

[Wittgenstein, L.: Philosophische Grammatik. Frankfurt a. M.: Suhrkamp, 1973, S. 17]

„Uns interessieren die psychischen Vorgänge, die einen Satz erfahrungsgemäß begleiten, nicht. Wohl aber das Verstehen, in einer Erklärung des Sinnes niedergelegt.“

[Wittgenstein, L.: Philosophische Grammatik. Frankfurt a. M.: Suhrkamp, 1973, S. 245]

„Der Sinn einer Frage ist die Methode ihrer Beantwortung ... Sage mir, wie du suchst, und ich werde dir sagen, was du suchst“.

[Wittgenstein, L.: Philosophische Bemerkungen. Frankfurt a. M.: Suhrkamp, 1964, S. 66-67]

„Wir sagen: »Gewiss können zwei Sätze aus verschiedenen Sprachen denselben Sinn haben«; und wir argumentieren: »deshalb ist der Sinn nicht dasselbe wir der Satz«, und fragen: »Was ist der Sinn?« Und wir machen aus »ihm« ein Schattenwesen, eines der vielen, die wir erschaffen, wenn wir den Substantiven, denen kein körperlicher Gegenstand entspricht, Bedeutung geben wollen.“

[Kenny, A.: Ludwig Wittgenstein. Ein Reader. Stuttgart: Reclam, 1989, S. 99]

„Die Grammatik untersucht die Beziehungen zwischen der Sprache und der Wirklichkeit. Die Grammatik ist die Gesamtheit der Regeln, die angeben, in welchen Verbindungen Wörter Bedeutung und Sätze Sinn haben.“

[Brand, Gerd: Die grundlegenden Texte von Ludwig Wittgenstein. Frankfurt a. M.: Suhrkamp, 1975, S. 163]

„Die Grundlage der Grammatik ist die Unterscheidung von Sinn und Unsinn. Ich möchte sagen: Ich muss mit der Unterscheidung von Sinn und Unsinn anfangen.“

[Brand, Gerd: Die grundlegenden Texte von Ludwig Wittgenstein. Frankfurt a. M.: Suhrkamp, 1975, S. 170]

„Ich sagte: Wo man nicht suchen kann, da kann man auch nicht fragen, und das heißt: Wo es keine logische Methode des Findens gibt, da kann auch die Frage keinen Sinn haben. [...] Oft zeigt erst die Methode des Beantwortens, wonach man eigentlich gefragt hat. Ja, erst die beantwortete Frage zeigt, was eigentlich die Frage war. Fragen, Suchen und Finden kann man aber in einem System. Es gibt also etwas, was man nicht suchen kann: Das vorgegebene Grund-System. Und das ist die Welt.“

[Brand, Gerd: Die grundlegenden Texte von Ludwig Wittgenstein. Frankfurt a. M.: Suhrkamp, 1975, S. 106-107]

„... Darum sind Sinn und Bedeutung vage Begriffe“. 

[Wittgenstein, L.: Zettel. Frankfurt a. M.: Suhrkamp, 1970, Nr. 154]

Aus Wittgensteins Tractatus logico-philosophicus

 

Das Zeichen, durch welches wir den Gedanken ausdrücken, nenne ich das Satzzeichen. Und der Satz ist das Satzzeichen in seiner projektiven Beziehung zur Welt.

 

3.12         Zum Satz gehört alles, was zur Projektion gehört; aber nicht das Projizierte.

Also die Möglichkeit des Projizierten, aber nicht dieses selbst.

Im Satz ist also sein Sinn noch nicht enthalten, wohl aber die Möglichkeit, ihn auszudrücken.

(»Der Inhalt des Satzes« heißt der Inhalt des sinnvollen Satzes.)

Im Satz ist die Form seines Sinnes enthalten, aber nicht dessen Inhalt. ´

3.13          

3.14         Nur Tatsachen können einen Sinn ausdrücken, eine Klasse von Namen kann es nicht.

3.15         3.3

3.16         Nur der Satz hat Sinn; nur im Zusammenhange des Satzes hat ein Name Bedeutung.

3.17           

3.18         Jeden Teil des Satzes, der seinen Sinn charakterisiert, nenne ich einen Ausdruck (ein Symbol). (Der Satz selber ist ein Ausdruck.)

3.19         Ausdruck ist alles, für den Sinn des Satzes Wesentliche, was Sätze miteinander gemein haben können.

3.20        Der Ausdruck kennzeichnet die Form und einen Inhalt.

3.21         Das Zeichen ist das sinnliche Wahrnehmbare am Symbol.

 

3.22         Der Satz zeigt seinen Sinn.

3.23         Der Satz Der Satz zeigt, wie es sich verhält, wenn er wahr ist. Und er sagt, dass es sich so verhält.

3.24         4.2

3.25          

3.26         Der Sinn des Satzes ist seine Übereinstimmung und Nichtübereinstimmung mit den Möglichkeiten des Bestehens und Nichtbestehens der Sachverhalte.

3.27         6.41    

3.28          

3.29         Der Sinn der Welt muss außerhalb ihrer liegen. In der Welt ist alles, wie es ist, und geschieht alles, wie es geschieht; es gibt in ihr keinen Wert – und wenn es ihn gäbe, so hätte er keinen Wert.

„Mit der Frage nach dem Sinn des Sprechens ist der andere, sowohl Früh- wie Spätphilosophie Wittgensteins durchziehende Themenschwerpunkt eng verwandt, nämlich das Problem des in der Sprache Darstellbaren und Dargestellten. Bereits in der Logisch-Philosophischen Abhandlung (LPA) hat Wittgenstein die Bedingungen der Möglichkeit zu beschreiben versucht, «ein Bild der Welt (wahr oder falsch) zu entwerfen» (T 2.0212); in der zwischen 1932 y 1933 entstandenen Philosophischen Grammatik heißt es: «’Das soll er sein’ (dieses Bild stellt ihn vor), darin liegt das ganze Problem der Darstellung». [...]

Wird das Problem des Sinnhaften/Unsinnigen in die Abbildungsbeziehung des Sprechens und Denkens eingebettet, so stellen sich über die weiter oben skizzierten Fragen hinaus zwei weitere, die das Problem des Sinnes weiter differenzieren: (1) Welchen Sinn hat die Bildproduktion als konstitutives Element des menschlichen Denkens und Sprechens? Gibt es eine Isomorphie zwischen der ‘Welt’ und dem ‘Bilder der Welt’? (2) Lässt sich angesichts der Unterschiedlichkeit der bestehenden Abbildungen ein Gesamtzusammenhang auffinden, in dem nicht nur diese Unterschiedlichkeiten plausibel werden, sondern auch die Konkurrenz zwischen differenten Bildersystemen, die sich gegenseitig ausschließen? [...]

Im Tractatus logico-philosophicus unternimmt Wittgenstein den Versuch, die Bedingungen für die Möglichkeit sinnvollen Sprechens zu umreißen. Ihm geht es dabei weniger um die positive Darstellung einer in sich geschlossenen Philosophie, als darum, durch den Aufweis der Grenzen des Sagbaren den Sinn des Gesagten hervortreten bzw. sich zeigen zu lassen. [...] Wittgenstein geht dabei von einem Abbildungsmodell aus, demzufolge sich Gedanken bzw. Sätze durch ihre logische Form auf die Tatsachen der Welt beziehen. Der Satz ist dann ein angemessenes Bild der Tatsache in der Welt, wenn seine Bestandteile Bestandteilen der Welt entsprechen. Er ist ein ‘logisches Bild’ der Tatsache, die er abbildet. Daraus ergibt sich allerdings das Problem, auf welche Weise die Logik diese Abbildungsbeziehung zwischen Sätzen und Welt herbeizuführen bzw. zu garantieren vermag. In der traditionellen Logik bis hin zum Logischen Atomismus Russells war zumindest eine dritte Größe eingeführt worden, um zwischen Gedanken/Sprache und Welt zu ‘vermitteln’, allerdings um den Preis metaphysischer Verstrickungen. Wittgenstein versucht nun, die Schwierigkeiten metaphysischer Konstruktionen dadurch zu vermeiden, dass er die Möglichkeit der Abbildungsbeziehung an das Bestehen und Funktionieren der Logik als der sich im Satz zeigenden Form interpretiert. Die Form der Abbildung, die der Satz vornimmt, wird zu dem «Maßstab», der dem Satz (als logischem Bild) und dem zu messenden Gegenstand gemeinsam ist. Der Sinn des Satzes und die Tatsache seiner Logizität können ineinsgesetzt werden: »Jeder Satz muss schon einen Sinn haben; die Bejahung kann ihn ihm nicht geben, denn sie bejaht ja gerade den Sinn. Und dasselbe gilt von der Verneinung, etc.« (T 4.064)

Die sich in der Sprache zeigende Isomorphie-Beziehung zwischen Welt und Sprache wird auf diese Weise endogen mit der Sinnfrage verknüpft. [...] Angesichts der logischen Notwendigkeit, von dem Bestehen der Logik als Form der Abbildung auszugehen, erledigen sich die berühmten Konstitutionsfragen (‘Wie ist Erkenntnis/Wissenschaft/Metaphysik etc. möglich?’). [...]

Damit hat sich die philosophische Fragestellung nach dem Sinn bereits entscheidend verschoben: Sie ist von der Konstitutionsfrage in die Frage nach den Grenzen des (logischen) Sinns übergegangen, die aufgrund des internen Zusammenhangs zwischen Logik und Welt zugleich die Grenzen der Welt markieren: »Die Logik erfüllt die die Welt [...] Wir können also in der Logik nicht sagen: Das und das gibt es in der Welt, jenes nicht. Das würde nämlich scheinbar voraussetzen, dass wir gewisse Möglichkeiten ausschließen und dies kann nicht der Fall sein, da sonst die Logik über die Grenzen der Welt hinaus müsste« (T 5.61) Jenseits des Sinns der Logik beginnt der Unsinn. [...] Sätze der Religion sind weder falsch noch wahr – sie sind unsinnig. Es bleibt nur das factum brutum übrig, dass die Welt ist – ein Faktum freilich, das nach der Logik der LPA ineffabile ist. [...]

»Die Umgangssprache ist ein Teil des menschlichen Organismus und nicht weniger kompliziert als dieser. Es ist menschenunmöglich, die Sprachlogik aus ihr zu entnehmen. Die Sprache verkleidet den Gedanken. Und zwar so, dass man nach der äußeren Form des Kleides, nicht auf die Form des bekleideten Gedankens schließen kann.« (T 4.002) [...]

In seiner Selbstkritik am Tractatus Ende der zwanziger Jahre hebt Wittgenstein den «Dogmatismus» hervor, der darin besteht, das Kriterium sinnvoller Sprache mittels der Reinigung der gewöhnlichen Sprache entdecken zu wollen. Das Paradox eines solchen Versuchs führt in einen unendlichen Begründungsregress von Sinn, da jede Angabe einer Sinngrenze nach der Begründung ihres Sinnkriteriums befragt werden kann. Als einzig angemessener Ausweg aus diesem ursprungslogischen Dilemma bleibt, so Wittgenstein, nur die Kritik an der Auffassung, »dass wir auf etwas kommen könnten, was wir heute noch nicht sehen, dass wir etwas ganz neues finden können. Das ist ein Irrtum. In Wahrheit haben wir schon alles, und zwar gegenwärtig, wir brauchen auf nichts zu warten« (Wittgenstein und der Wiener Kreis. Schriften 3. Frankfurt a. M., 1967, S. 193)

Im Gegensatz zu der Grundvoraussetzung des Tractatus, derzufolge der sinnvolle Gebrauch von Sprache allererst durch eine eindeutige Grenzziehung von Sinnvollem und Unsinn zu gewinnen ist, kann der Philosoph nun darauf vertrauen, dass die Sprache in der Form, in der sie vorliegt, bereits als ganze sinnvoll ist. [...] In der Spätphilosophie steht für Wittgenstein daher nicht mehr die Frage im Vordergrund, wie sich sinnvolles Sprechen mithilfe universell gültiger Aussagen über den Zusammenhang von Denken, Sprechen und Welt letztbegründen lässt. Er ersetzt dieses als vergeblich erkannte Begründungsspiel durch die programmatische Forderung nach reiner Deskription des Sprachgebrauchs in Sprachspielen. [...] Namentlich ist zu kritisieren, dass erst eine Theorie über ‘Sinn’ die Explikation von ‘Sinn’ sinnvoll erscheinen lassen soll. [...] Die Probleme werden gelöst, nicht durch Beibringen neuer Erfahrung, sondern durch Zusammenstellung des längst Bekannten. [...]

Gegenüber der LPA ergibt sich damit ein neuer Begründungszusammenhang für sinnvolles Sprechen. Nicht länger sind als Grundlage für Geltungsansprüche logischer und sprachlicher Systeme die Berührungspunkte zwischen Logik und Gegenstand, die Isomorphie von Sprache und Welt anzusetzen – als einzige Voraussetzung  bleibt nur noch die im Lebensvollzug sich konstituierende, selbst aber nicht mehr begründend- oder ableitbare Gewissheit bzw. ein Bündel von Gewissheiten übrig. Wittgenstein gebraucht für dieses Phänomen zuweilen den Ausdruck ‘Weltbild’. Jene indubitablen Gewissheiten, auf die sich Aussagensysteme stützten, bilden den «überkommenen Hintergrund» (“Über Gewissheit”. In: Werkausgabe Bd. 8. Frankfurt a. M., 1984, S. 94), gegen den sich Kriterien für die Geltung von Sinnsystemen erst abheben. [...]

Aus dieser Überlegung ergibt sich eine implizite Kritik an dem wissenschaftlichen Methodenuniversalismus. Solche Systeme fußen auf nicht mehr als einem Vertrauen in Überzeugungen. [...] Wenn demgegenüber die Wissenschaften auf die Evidenz bzw. Unausweichlichkeit oder gar Naturgegebenheit eines axiomatischen Ursprungs ihrer Diskursivität beharren, so ist ihnen entgegenzuhalten, dass das vermeintlich Zwingende ihrer Argumentation lediglich Zwang ist. Denn im Durchgang durch die Kette der Begründungen wird sich stets eine unbegründbare Ursprungstatsache finden, deren Ursprungsqualität nur innerhalb des bereits bestehenden Systems evident erscheint. Die Reflexion auf die Geltung eines Systems als Betrachtung seines Ursprungs gibt niemals den eigentlichen Ursprung, sondern lediglich das, was innerhalb des bereits bestehenden Systems als Ursprung definiert worden ist. Jedes Sprechen über Ursprung liefert nur den invertierten Ursprung, eine Grundlage, die durch das über sie errichtete Gedankensystem gestützt wird. Am ‘Anfang’ der gedanklichen Erfassung von ‘Welt’ steht nicht die Begegnung mit ‘Welt’, nicht die Verknüpfung von Zeichen und Bezeichneten, sondern eine Reihe von Verknüpfungen, die weder zu falsifizieren noch zu negieren sind. Es geht nicht um ‘Richtig’ oder ‘Falsch’ – es geht um die Konstituierung eines Weltbildes, eines »Mythos« (Über Gewissheit, S. 95), der in der Praxis, im Lebensvollzug gebildet wird.”

[Kroß, Mathias: “Ein Bild der Welt entwerfen. Wittgensteins Therapie des Ursprungsdenkens”. In: Weiland, René / Pircher, Wolfgang (Hg.): Mythen der Rationalität. Denken mit Klaus Heinrich. Wien – Berlin: Turia & Kant, 1990, S. 168ff.]

“La doctrina de la significación esbozada en el Tractatus logico-philosophicus muestra interesantes concomitancias con las teorías de Frege y Husserl. Repárese que en la tesis 3.203 establece una conexión entre significación y objeto que recuerda lo que hemos consignado en Husserl: «El hombre significa el objeto. El objeto es su significación». Se trata de una significación que sólo opera dentro de proposiciones (Sätze) constituyendo su sentido (Sinn): «(3.3) Sólo la proposición tiene sentido; sólo en el contexto de la proposición tiene el nombre significación». Correlativamente, los objetos se dan combinados formando «hechos atómicos» (Sachverhalte) (2.01), cuya existencia constituye los «hechos» (Tatsache) que acaeciendo integran el «mundo»: «(1) El mundo es todo lo que acaece.» Por consiguiente, las proposiciones cuyo sentido está integrado por las significaciones de los nombres que las forman son «figuras» (Bilder) de los hechos: «(2.1) Nosotros nos hacemos figuras de los hechos». Pues «la proposición es una figura de la realidad» (4.01). O «la descripción de un hecho atómico» (4.023c). ¿Por qué no concluir de todo ello que, lo mismo que los objetos son la significación de los nombres, los hechos atómicos o los hechos que acaecen son el sentido de las proposiciones que «muestran» (zeigen) o «exhiben» (aufweisen) así la forma lógica de la realidad? (4.121).”

[Montero, Fernando: Objetos y palabras. Valencia: Fernando Torres, 1976, p. 55-56]

«Sentido

Los términos ‘sentido’ y ‘significado’ son utilizados como sinónimos por algunos lingüistas. Sin embargo, se pueden encontrar matizaciones.

(1) Véase Triángulo Básico [ver aquí Semiotisches Dreieck - Triángulo semántico o semiótico]

(2) De acuerdo con Lyons (1990: 132 y sgs.) se llama ‘sentido’ a la relación que un lexema mantiene con otros lexemas; por ejemplo, vaca, animal, toro, ternera, etc., son conjuntos de lexemas con diversos tipos de relación de ‘sentido’, también llamadas relaciones léxico-semánticas (sinonimia, antonimia, hiponimia, etc.).  En cambio, la denotación es la relación que un lexema mantiene con entidades, propiedades, situaciones, etc., del mundo extralingüístico, por ejemplo, el lexema o la palabra vaca se relaciona con cierta clase de animales (mundo extralingüístico). Coseriu (1968: 3-16) al ‘sentido’ lo llama significación, y a la denotación, designación. Por tanto, para él habrá relaciones de significación y relaciones de designación. Cf. actualización, cambio léxico-semántico.

(3) Otra distinción entre significado y sentido es la introducida por Prieto. El significado estaría en la langue, en el sistema, mientras que el ‘sentido’ estaría en el habla, en la elocución, en el enunciado, en el que habría que tener en cuenta el contexto. En este caso, ‘sentido’ estaría relacionado con lo que se llama significado discursivo. Wittgenstein (1953: 34) defiende también esta última posición: el ‘sentido’ de una unidad lingüística está en su uso.»

[Alcaraz Varó, Enrique / Martínez Linares, María Antonia: Diccionario de lingüística moderna. Barcelona: Editorial Ariel, 1997, p. 515]