SINN

Sentido

(Recop.) Justo Fernández López

 

Vgl.:

Bedeutung / Bedeutung und Sinn / Sinn vs. Bedeutung / Semantik / Zeichen / Symbol / Semantik / Referenz / Sinn und Bedeutung bei Gottlob Frege / Sinn und Bedeutung bei Edmund Husserl / Sinn  und Bedeutung bei Ludwig Wittgenstein 

 

«Hörer und nicht Sprecher bestimmen den Sinn des Satzes.» [Heinz von Foerster]

Sinn (lat. sensus)

1.     die in der psycho-physischen Verfasstheit eines Tieres und insb. des Menschen beruhende Sinnlichkeit als Vermögen, Reize zu empfinden (äußerer Sinn: Gesichts-, Gehör-Sinn usw.) bzw. die eigenen seelischen Vorgänge selbst wahrzunehmen (innerer Sinn); Wahrnehmung;

2.     die alles Denken, Wollen und Tun bestimmende geistige Mitte (Sinnesart, Gemütsart) des Menschen (vgl.: «etwas im S. haben»);

3.     die im Verstehen eröffnete geistige Bedeutung von etwas im Hinblick auf einen größeren Zusammenhang, in den es sich einfügt und damit «Sinn hat»;

4.     die Bedeutung dieses größeren Ganzen selbst für das in dem Ganzen in besonderer Weise Stehende (z. B. der Geschichte, der Kultur, des Lebens für den Menschen).”

[Müller, Max / Halder, Alois: Kleines Philosophisches Wörterbuch. Freiburg, Basel, Wien: Herder, 1988, S. 281]

Sinn (engl. sense)

Frege spricht davon, dass „die regelmäßige Verknüpfung zwischen dem Zeichen, dessen Sinn und dessen Bedeutung“ derart sei, „dass dem Zeichen ein bestimmter Sinn und diesem wieder eine bestimmte Bedeutung entspricht, während zu einer Bedeutung (einem Gegenstande) nicht nur ein Zeichen gehört. Derselbe Sinn hat in verschiedenen Sprachen, ja auch in derselben verschiedene Ausdrücke.“

Sinn : Bedeutung (nach Frege) = Bedeutung : Bezeichnung (nach heutiger Terminologie). In der Saussureschen Tradition der Semiotik wird der Objektaspekt deshalb vernachlässigt, weil sie das Funktionieren von Zeichen zum Gegenstand hat. Für diese Tradition ist also die Unterscheidung Freges gegenstandslos. Für die Peircesche Tradition der Semiotik taucht der Objektaspekt hauptsächlich in der Unterscheidung Ikon, Index und Symbol auf. Jedoch ist die Peircesche Bedeutung eher eine Frage der Semiose, d.h. der Interpretation eines Zeichens durch ein anderes Zeichen.“ [Abraham, Bd. 2, S. 765]

Sinn. Vielfältig und unterschiedlich gebrauchter Begriff, z. B.

-   Signifikat / Bezeichnetes,

-   Bedeutung oder Inhalt (auch eines umfangreicheren Textes, einer Geschichte),

-   Bedeutung eines Wortes/Lexems in einem speziellen Kontext, in einer konkreten Redesituation,

-   der Platz eines Wortes „in einem System von Beziehungen, die das Wort mit anderen Wörtern des Vokabulars eingeht“ (Lyons),

-   Der Sinn einer Äußerung im Gegensatz zu Bedeutung eines Wortes (Ammer),

-   die Bedeutung eines Satzes (Satzbedeutung),

-   die Inhaltsebene des Textes (Coseriu),

-   das Ziel eines Sprechaktes (Prieto).

-   die Bedeutung eines Textes, der mehr ist als ein Haufen von Bedeutungen. „Er gibt zur Summe der Bedeutungen die Determination hinzu, oder genauer gesagt: Er nimmt von der Summe der Bedeutungen einiges - das meiste - weg und setzt damit einen S i n n. Der Sinn ist das Resultat aus dem Plus der Bedeutungen und dem Minus der Determination“ (Weinrich 1966, S. 24).

Nach Habermas hängt der wirkliche Sinn eines Textes

eben nicht von dem Okkasionellen ab, das der Verfasser und sein ursprüngliches Publikum darstellen. Er geht zum mindesten nicht darin auf. Denn er ist immer auch durch die geschichtliche Situation des Interpreten mitbestimmt und damit durch das Ganze des objektiven Geschichtsganges.

Der Sinn eines Textes übertrifft seinen Autor. Verstehen ist nicht nur reproduktiv, sondern stets auch produktiv. Der Sinn

ist ein Aggregat von abgelagerten Bedeutungen, die sich fortwährend aus neuen Retrospektiven ergeben. Deshalb ist ein tradierter Sinn im Prinzip unvollständig, nämlich offen für Sedimente aus zukünftigen Retrospektiven (Unabschließbarkeit des Sinnhorizonts).

Luhmann versteht unter Sinn „eine bestimmte Strategie selektiven Verhaltens unter Bedingung hoher Komplexität“ (Theorie der Gesellschaft oder Sozialtechnologie - Was leistet die Systemforschung? 1971, S. 12). G. Klaus unterscheidet zwischen eidetischem Sinn (die Bedeutung eines Zeichens in einem System) und operativem Sinn (d. i., wenn wir das Denotat nicht kennen, z. B. in physikalischen Theorien mit Suchbegriffen).- Der Sinn eines Gegenstandes wird auch als seine Teleologie aufgefasst.“ [Lewandowski, Th., S. 603-604]

Sinn

Terminus nach G. Frege [1892] zur Bezeichnung der „Art des Gegebenseins“ des von sprachlichen Ausdrücken Bezeichneten. Freges Unterscheidung von S. vs. Bedeutung entspricht dem Gegensatzpaar von Bedeutung vs. Bezeichnetem bzw. von Intension vs. Extension.“ [Bußmann, S. 686]

„Der Sinn der Kette, der sich an einem Punkt dieser Kette einstellen mag, wird immer wieder aufgeschoben, verschoben auf den nächsten Signifikanten. Deshalb spricht Lacan vom ständigen Gleiten des Signifkats unter dem Signifikant.

Das aber heißt weiter: Alle Aussagen, die den Sinn der Geschichte auf dies oder das abschließende Resultat-/Signifikat festlegen, erfassen immer nur ein vorübergehendes Signifikat an einer bestimmten Stelle der Signifikanten-Kette (ohne diese Einschränkung ist allerdings überhaupt kein Signifikat zu benennen.“

[Gallas, Helga: Das Textbegehren des »Michael Kohlhaas«. Die Sprache des Unbewussten und der Sinn der Literatur. Reinbek, 1981.  S. 87]

Sinn (engl. meaning; franz. sens, signification)

Sinn (auch »Bedeutung«) ist ein Grundbegriff der Semantik und nimmt als solcher einen zentralen Stellenwert in der Klärung des Verhältnisses v on Sprache, Wirklichkeit und Bewusstsein ein. Die relevanten philosophischen Sinntheorien untersuchen das Verhältnis des Sinn-Begriffs zu anderen semantischen Begriffen – Wahrheit, Referenz, (sprachliches) Verstehen, Kommunikation, Sprachregel u. a. – sowie das Verhältnis des Sinn-Begriffs zu relevanten Begriffen der Bewusstseinstheorien – Intentionalität, Verstehen, Gedanke, Ansicht, Handlung und Verhalten u. a. Dabei wird der allgemeine Sinnbegriff oft durch spezifische Begriffe bzw. Bedeutungen ersetzt wie etwa durch den des S. bei Frege, durch Konnotation (Mill), Intension (u. a. Carnap), le signifié (Saussure), während der Sinnbegriff etwa bei Quine ganz verabschiedet wird als philos. und wissenschaftlich irrelevant. Zu Sinntheorien in Phänomenologie und Hermeneutik s. Verstehen.

In der analytischen Philosophie wird der Begriff Sinn oft im Zusammenhang mit der Frage erörtert wie eine vollständige Sinntheorie für eine natürliche Sprache aussehen kann. Der Leitgedanke dabei ist, dass eine solche Sinntheorie eine Theorie des Verstehens sprachlicher Ausdrücke durch den Sprachbenutzer sein muss. Im allgemeinen geht man von der Behauptung Freges aus, dass der Sinn eines Satzes durch seine Wahrheitsbedingungen festgelegt ist, so dass eine Person den Sinn eines Satzes versteht, wenn sie die Bedingungen kennt, unter denen der Satz wahr ist. Der Hauptstreit in den 1060er und 70er Jahren betraf die Frage, wie die Ausdrücke »kennen« und »wahr« in diesem Zusammenhang zu verstehen sind.

D. Davidson und seine Anhänger (vor allem J. McDowell) stellen folgendes Programm für eine vollständige Sinntheorie natürlicher Sprachen auf:

1.   Die Aufgabe der Sinntheorie ist gelöst, wenn eine Theorie formuliert ist, die für jeden Satz »p« in einer natürlichen Sprache einen Satz der Form »p« ist wahr dann und nur dann, wenn »q« (wobei »q« die Wahrheitsbedingungen für »p« angibt)- Eine solche Theorie hat nach Davidson die Eigenschaft, dass eine Person, wenn sie diese Theorie kennen würde, imstande wäre, die betreffende natürliche Sprache zu sprechen (Hinlänglichkeitsthese).

2.   Es besteht in sinntheoretischem Zusammenhang kein Bedürfnis, den Begriff Wahrheit näher zu erläutern. Er wird durch die Wahrheitsdefinition Tarskis (die sog. Äquivalenzthese) als hinreichend beschrieben angesehen, nach der von jedem Satz, »p« gilt: »Der Satz <p> ist wahr dann und nur dann, wenn p«.

3.   Es ist davon auszugehen, dass das Bivalenzprinzip für alle Sätze gültig ist, d. h. dass jeder Satz entweder wahr oder falsch ist (die Voraussetzung für jeden sog. sinntheoretischen Realismus).

M. Dummett hat Davidson Hinlänglichkeitsthese mit der Begründung angegriffen, dass eine Sinntheorie nicht nur formulieren soll, was ein Benutzer der Sprache weiß, wenn er die Sprache benutzt. Die Sinntheorie muss auch erklären, was es heißt, ein solches Wissen zu besitzen, d.h. worin das Sprachverständnis besteht. So muss die Sinntheorie imstande sein darzulegen, welche praktischen Sprachfertigkeiten eine Person besitzt, von der gesagt werden kann, die Wahrheitsbedingungen eines Satzes wie »Kiel ist eine Hafenstadt« seien ihr bekannt. Dann aber wäre der Wahrheitsbegriff durch die Äquivalenzthese nicht erschöpfend beschrieben. Es ist zwar richtig, dass der Satz »Kiel ist eine Hafenstadt« wahr ist, wenn Kiel eine solche ist; aber es bleibt noch immer die Aufgabe für den Sinntheoretiker darzulegen, unter welchen Bedingungen der Sprecher wissen kann, dass Kiel tatsächlich eine Hafenstadt ist.

Nach Dummett muss die Äquivalenzthese mit einer Theorie der Wahrheit als Behauptbarkeit verbunden werden. Ein Benutzer der Sprache kann nur sinnvoll behaupten, dass Kiel eine Hafenstadt ist, weil er einmal die dt. Sprache gelernt hat und zum anderen Kriterien besitzt, mit Hilfe derer er entscheiden kann, ob die Behauptung wahr oder falsch ist. Aber wenn Wahrheit in dieser Weise als Behauptbarkeit verstanden wird, ist es nicht mehr selbstverständlich, dass jeder Satz entweder wahr oder falsch ist, wie dies das Bivalenzprinzip und der sinntheoretische Realist behaupten. Die antirealistische Herausforderung der Sinntheorie zielt denn auch darauf ab, die allgemeine Gültigkeit des Bivalenzprinzips in Frage zu stellen, da es in Bezug auf unentscheidbare Sätze nur schwer aufrechtzuerhalten ist – z.B. bei Sätzen wie »Alle Raben sind schwarz«, »Wenn der Student G. Princip nicht den österreichischen Erzherzog ermordet hätte, hätte es 1914 keinen Krieg gegeben« oder »Es gibt unendlich viele Primzahlen«.“

[Hügli, A. / Lübcke, P. (Hg.): Philosophielexikon. Personen und Begriffe der abendländischen Philosophie von der Antike bis zur Gegenwart. Reinbek: Rowohlt, 1991, S. 529-530]

Die Bedeutung von Sinn

Auch hier ist die Frage nach dem Sinn die Prüfung einer Funktionstüchtigkeit. Aber hier handelt es sich nicht um die Funktionstüchtigkeit eines »Bedeutungsträgers«, Auslegung zu veranlassen und zu steuern. »Sinn« hat, was »etwas bedeutet«. Sinnlos ist im Gegensatz dazu ein Phänomen, das keine Auslegung gestattet /z.B. eine Abfolge von Lauten, aus denen kein Aufschluss über irgend etwas zu gewinnen ist); sinnwidrig ist ein Zeichen, das notwendig, oder mit Wahrscheinlichkeit Fehldeutungen erzeugt. Weil aber einzelne Zeichen häufig nur in dem Maße deutbar (eine Deutung hervorrufend) und eindeutig (die Unterscheidung richtiger und falscher Deutungen regelnd) sind, in welchem sie in einem Kontext stehen, darum heißt »sinnvoll« auch diejenige Struktur eines Gefüges von Erscheinungen, die den einzelnen Gliedern erst ihren Sinn (ihre eindeutige Deutbarkeit) verleiht. So spricht man von »sinnvollen Sätzen« im Gegensatz zu »sinnlosen Silben«, aber auch von einer »sinnvollen Experimentanordnung« im Gegensatz zum »sinnlosen Herumprobieren«.

Die Frage nach dem Sinn lässt sich in diesen Fällen nicht in die Formel fassen: »Was soll das (bewirken)?«, sondern »Was bedeutet das (gibt es zu erkennen)?« Der Grad von Sinn, Sinnlosigkeit oder Sinnwidrigkeit entspricht also einerseits der Deutlichkeit (Deutbarkeit und Eindeutigkeit) des Zeichens, andererseits dem »Bedeutungsgewicht« des Bezeichneten, d. h. seiner Fähigkeit, seinerseits auch andere wahrgenommene Erscheinungen deutbar und eindeutig zu machen.

Die wichtigsten Anwendungsfälle für die so verstandene Frage nach Sinn sind die Sprache (langage), die Rede (parole) und deren Hinterlegung in Zeugnissen der Schrift.

a)   Die Sprache stellt ein Gefüge von Elementen und Strukturen zur Verfügung, das zwar historisch variabel ist, aber jedem konkreten »Gebrauch« in der Rede ermöglichend vorausliegt. Dabei entscheiden die Strukturen (die »Grammatik«), welche Elemente als Träger möglicher Bedeutung fungieren können. (Die Struktur einer arithmetischen Gleichung gestattet keine »Termini«, die etwas anderes bedeuten als Größen, keine »Copula«, die etwas anderes bedeutet als ein Größenverhältnis.) Eine Sprache ist »sinnvoll gebaut« je nach dem Maße und je na der Weise, wie ihr »Sprachbau« (ihre Zuordnung von Elementen und Strukturen) dem, was in dieser Sprache gesprochen wird (der Rede), Bedeutung gestattet. Unter anderen Bedeutung ermöglichenden Funktionen des Sprachbaus hat diejenige besondere Beachtung gefunden, durch welche die Sprache (durch Angebot oppositioneller Möglichkeiten) den Sprechenden zu einer Entscheidung nötigt, so dass die Bedeutung des Gesprochenen daran ablesbar wird, dass der Sprecher »so und nicht anders« gesprochen hat (z.B. einen Indikativ wählte, während die Sprache ihm auch einen Potentialis angeboten hätte). Weil es der Sprachbau ist, der die Bedeutungsmöglichkeiten der Rede vorzeichnet, darum ist die »Verschiedenheit des menschlichen Sprachbaues«, auf die Wilhelm von Humboldt nachdrücklich hingewiesen hat, zugleich die Verschiedenheit der Bedeutungsmöglichkeiten dessen, was in den verschiedenen Sprachen gesagt werden kann. Aus diesem Grund ist es nicht möglich, den Sinn des Gesprochenen bei Übersetzung in eine Sprache deutlich abweichenden Baues unangetastet zu bewahren. Dabei handelt es sich nicht nur um ein Mehr noch Weniger an möglichem Sinn des Gesprochenen, sondern um eine Differenz der Bedeutungsart (die internationale Sprache der Mathematik hat weder mehr noch weniger Sinn als die nationalen Sprachen, sondern eine andere Sinnqualität; ähnliches gilt auch für das Verhältnis der nationalen Sprachen untereinander).

b)   Die Rede macht von den Sinnmöglichkeiten der Sprache in je einer Sprachsituation Gebrauch. Zur Sprachsituation gehören (mindestens) der Sprecher, die besprochene Sache, der Adressat der Rede und ihr Hörer (wobei die beiden Letzteren zusammenfallen können, aber nicht zusammenfallen müssen); vgl. die Sprachsituation der Rede durch Boten, der Rede vor Zeugen, der balauschten Rede). Dabei wird der Sinn des Gesprochenen nicht nur durch die von der Sprache bereitgestellten Bedeutungsmöglichkeiten bestimmt, sondern ebenso sehr durch die Sprachsituation, weil die Deutung des Gesprochenen von dieser gesteuert wird. Ein in verschiedenen Situationen wortgleich wiederholte Satz kann seinen Sinn (seine Bedeutung) ändern, ganz verlieren (bedeutungslos werden) oder sinnwidrig werden (Missdeutungen veranlassen). Darum ist eine Rede nur in dem Maße sinnvoll (funktionsfähig zur Übermittlung von Bedeutung), in welchem sie die Bedeutungsmöglichkeiten der Sprache und die Deutungsimpulse der Sprachsituation aufeinander bezieht. Aus dieser Zuordnung entstehen bestimmte Formen der Rede, die ihren Sinn (ihre Funktion als Bedeutungsvermittler) nur an je einem bestimmten »Sitz im Leben« behalten.

c)   Die Schrift ist in Zeugnissen hinterlegte Rede. Sie hat deshalb Sinn (Funktionstüchtigkeit zur Übermittlung von Bedeutung) primär bei solchen Arten der Rede, die inhaltlich zur Hinterlegung bestimmt sind und formal solche Sprachsituationen voraussetzen, bei denen Hörer und Adressat des Gesprochenen nicht zusammenfallen, z.B. die Rede vor Zeugen (hinterlegt als geschriebener Vertrag), die Rede durch Boten (hinterlegt als Brief), die Rede an unbestimmte abwesende Adressaten (hinterlegt als öffentliche Inschrift oder Flugschrift). Wo die Rede durch schriftliche Hinterlegung aus ihrer ursprünglichen Sprachsituation gelöst wird (z.B. beim Gesprächsprotokoll, bei der Nachschrift einer situationsbezogenen Rede, bei der Weitergabe von Briefen an Dritte), ist Sinnwandel zu vermuten, Sinnverlust zu befürchten. Auf der Befürchtung von entstellter Sinnveränderung oder von Sinnverlust durch den Übergang zur Schriftform beruht das Verbot der Niederschrift, das in manchen Kulturen oder Gruppen für bestimmte Redeformen gilt (z.B. für Ritualtexte in Mysterienreligionen, aber auch für philosophische Lehrvorträge in der platonischen Akademie).“

[Krings, H. / Baumgartner, H. M. / Wild, Ch. (Hrsg.): Handbuch philosophischer Grundbegriffe. München: Kösel-Verlag, 1973, Bd. 5, S. 1330-1332]

„Auf den ersten Blick scheint der Begriff Intertextualität sich ganz auf dem Feld der Literaturwissenschaft als akademischer Einzeldisziplin zu bewegen. Bei näherem Hinsehen erweist sich allerdings, dass er gerade daraufhin angelegt ist, traditionelle literaturwissenschaftliche Konzeptionen zu sprengen. Nehmen wir z. B. die Vorstellung, einem Text wohne ein Sinn inne, den es freizulegen oder zu rekonstruieren gelte, ein Sinn, der zwar möglicherweise niemals wirklich exakt beschrieben werden, aber doch zumindest annähernd eingegrenzt werden könnte. Für Kristeva ist Sinn nichts bereits Gegebenes, nichts, was schon feststünde, sondern etwas Flüchtiges, das sich immer erst herstellt – als Effekt einer Beziehung zwischen Text und Leser. Deshalb muss notwendigerweise nicht nur die spezifische Beschaffenheit des Textes, sondern auch die des lesenden Subjekts untersucht werden. Bei der Untersuchung von Texten stellt sich also letztendlich die Frage, was denn Lesen überhaupt sie. Nimmt man an diesem Punkt überdies die der Psychoanalyse zu verdankende Einsicht in die äußerst prekäre Natur des Subjekts hinzu, so wird deutlich, dass herkömmliche literaturwissenschaftliche Auffassungen von Sinn und Interpretation auf Treibsand gründen.“

[Pagel, Gerda: Lacan zur Einführung. Hamburg: Ed. SOAK im Junius Verl., 1989, S. 80]

Sinn und Bedeutung

Die Unterscheidung geht auf den Philosophen Gottlob Frege und seinen 1892 in der Zeitschrift für Philosophie und philosophische Kritik veröffentlichten Aufsatz 'Sinn und Bedeutung' zurück. Im Englischen wird das Begriffspaar meist als sense and reference vereinzelt aber auch als meaning and reference wiedergegeben.

Frege beschäftigte sich eingehend mit der Frage, worauf sich denn Sprache bezieht, und stellte in diesem Zusammenhang fest, dass Ausdrücke wie 'der Morgenstern' und 'der Abendstern' zwar dieselbe Bedeutung besitzen (sie bezeichnen bzw. beziehen sich beide auf den Planeten Venus), aber nicht denselben Sinn. Nicht nur, dass sich ein Ausdruck auf den Planeten, wie man ihn am Morgen sieht, bezieht, und der andere darauf, wie man den Planeten am Abend sieht; jeder der beiden Ausdrücke ist mit komplexen Assoziationen KULTURELLER und literarischer Art verbunden. Die Sprache gliedert also nicht nur die Welt in Teile, die man dann benennen kann; sie schließt auch die Beziehung ein, die die Menschen zu dieser Welt haben, sowie kulturelle und menschliche Sinngebungen, die die Sprache zum Teil schafft und zum Teil widerspiegelt. ('Bedeutung' wird hier allgemeinsprachlich und nicht in dem spezifischen Sinn verwendet, in dem E. D. Hirsch das Wort gebraucht, um zwischen Bedeutung und Signifikanz, meaning und significance, zu unterscheiden (siehe dazu den Eintrag BEDEUTUNG UND SIGNIFIKANZ.)

Diese Unterscheidung war von großem Interesse für diejenigen Ästhetiker und Literaturtheoretiker, die bei der Beantwortung der Frage, ob literarische WERKE oder andere Kunstwerke einen Bezug zur realen Welt haben (wie immer man diese definiert), Extrempositionen ablehnten, d.h. die Auffassung, dass

(i) literarische Werke keinen Bezug zur realen Welt haben, sondern ihre eigene Realität schaffen, sowie die Auffassung, dass

(ii) literarische Werke abgesehen von ihrer Bezugnahme auf die reale Welt keinen Sinn besitzen. Statt dessen sind sie davon überzeugt, dass literarische Werke zwar einen Bezug zur realen Welt haben, zugleich aber auch einen über diese Bezugnahme hinausgehenden Sinn. Dieser Punkt ist wichtig, denn wenn man ihrer Argumentation zustimmt, heißt das, dass der Leser oder Kritiker eines literarischen Werkes die außertextliche Welt, auf die das Werk hinweist, einbeziehen und etwas über sie wissen sollte, dass er aber andererseits auch nicht glauben sollte, der künstlerische oder ästhetische Wert des Werkes könne auf diese außertextliche Realität reduziert (und damit erklärt) werden. Es ist daher für den Leser von Huckleberry Finn ratsam, etwas über die Geschichte der schwarzen Bevölkerung in den Vereinigten Staaten zu wissen, doch darf dieses Wissen nicht als Maßstab für den ÄSTHETISCHEN oder künstlerischen Wert des Werkes herangezogen werden.

Wörter, die zwar dasselbe bedeuten, aber nicht denselben Sinn haben, werden auch oft als partielle Synonyme bezeichnet (siehe dazu die Diskussion in Scott 1990, 108‑14).“

[Hawthorn, Jeremy: Grundbegriffe moderner Literaturtheorie. Tübingen und Basel: Francke, 1994]

SINN (HERMENEUTISCH)

Im hermeneutischen Verständnis ist S. nicht gleichzusetzen mit empirischem S. dergestalt, dass der S. eines (Krypto‑)Satzes die Methode seiner Verifikation ist (Schlick).

Hermeneutisch hat jede sprachliche Äußerung einen S., sofern sie verständlich, d.h. in einen Kontext einzugliedern ist. Hinreichende Bedingung für den S. ist, dass eine sprachliche Äußerung nicht tautologisch ist. Der Mitteilungswert einer Äußerung bestimmt ihren S. Jedoch liegt die S.bestimmtheit jenseits des Wahrheitswertes der sprachlichen Äußerung. Auch solche Äußerungen haben S., die prinzipiell keinen Wahrheitsanspruch stellen (2, 18). Ist die Tautologie in Bezug auf den Mitteilungswert die unterste S.grenze einer sprachlichen Äußerung, so ist hinsichtlich ihrer Struktur die syntaxgemäße Verknüpfung von Subjekt und Prädikat die notwendige Bedingung ihres S.es. Die bloße Anhäufung von Subjekten oder Prädikaten ergibt keinen S.

Nach Husserls phänomenologischer Analyse des Bewusstseins lässt sich in allen Äußerungen, durch die das Bewusstsein seine Gedanken ausdrückt, ein dreifacher S. unterscheiden: 1. der intendierende S. (Leerintention), der den Horizont der Verstehbarkeit entwirft; 2. der erfüllende S., der die durch Horizontimplikation vorhandenen möglichen Bedeutungen durch Spezifikation evolviert und der Leerintention ihren Inhalt verleiht; 3. der intentionale S., der unter den zusammengehörenden Bedeutungen überhaupt sich im Hinblick auf die tatsächlichen Umstände einer Äußerung als bestimmte Bedeutung konstituiert (7, 49ff).

Nach Heideggers existenzialer Hermeneutik ist S. ein Existenzial des sich im Verstehen entwerfenden Daseins und nicht eine Eigenschaft, die am Seienden haftet. S. ist dem Verstehen zugehörig als dasjenige, worin etwas verstanden wird. Insofern kennzeichnet Heidegger S. als den "Entwurfsbereich, worin sich die Verständlichkeit von etwas hält. Was im verstehenden Erschließen artikulierbar ist, nennen wir S., . . . S. ist das Woraufhin des Entwurfs, aus dem her etwas als etwas verständlich wird" (6, 151). Das, was in den Horizont der Verständlichkeit, d.h. in die Welt, eingetreten ist, hat S. "Wenn innerweltliches Seiendes mit dem Sein des Daseins entdeckt, das heißt zum Verständnis gekommen ist, sagen wir, es hat S." (6, 151).

Nach Gadamers wirkungsgeschichtlicher Hermeneutik hängt der S. aller Äußerungen "nicht von dem Okkasionellen ab, das der Verfasser und sein ursprüngliches Publikum darstellen. Er geht zum mindesten nicht darin auf. Denn er ist immer auch durch die geschichtliche Situation des Interpreten mitbestimmt und damit durch das Ganze des objektiven Geschichtsganges" (Wirkungsgeschichte) (3, 280). Der S. einer Aussage übertrifft immer seinen Autor. Daher ist Verstehen von S. kein nur reproduktives, sondern ein produktives Verhalten. Gadamer weist in diesem Zusammenhang auf J. M. Chladenius (Einleitung zur richtigen Auslegung vernünftiger Reden und Schriften, 1742, § 695) hin, der lehrte, dass der Autor den wahren S. seines Textes nicht selber zu erkennen brauche und dass der Interpret den Autor besser verstehen könne und müsse, als er sich selbst verstand. Gadamer kommentiert dazu: "dass das nachkommende Verstehen der ursprünglichen Produktion gegenüber eine prinzipielle Überlegenheit besitzt und deshalb als ein Besser‑Verstehen formuliert werden kann, beruht nicht so sehr auf der nachkommenden Bewusstmachung, die zur Gleichstellung mit dem Urheber führt (wie Schleiermacher meinte), sondern beschreibt im Gegenteil eine unaufhebbare Differenz zwischen dem Interpreten und dem Urheber, die durch den geschichtlichen Ablauf gegeben ist" (3, 280). Im Gegensatz zu Schleiermachers und Diltheys Identifizierung von geistigen Vorgängen mit dem S. beschreibt Gadamer ihn als von dem Akt des Autors wie von dem des Interpreten unterschieden. Im Unterschied zu Husserl, für den allein der Autor für den S. bestimmend ist, liegt für Gadamer der S. einer Aussage in dem Sachverhalt, an dem Autor und Interpret, obwohl er von beiden nicht bestimmt ist, gemeinsam partizipieren. Der S. einer tradierten Aussage oder eines historischen Ereignisses konstituiert sich in Abhängigkeit von Ereignissen und Interpretationen, die ihm folgen, und ist solchermaßen unabschließbar.

Nach Habermas' ideologiekritischem Konzept ist der S.begriff im Rahmen seiner fundamentalen Unterscheidung zwischen Arbeit und Interaktion das grundlegende Unterscheidungskriterium von symbolisch vermittelter Interaktion gegenüber der nach technischen Regeln geleiteten Arbeit (4, 6 1). S. ist nicht der subjektiv gemeinte und objektiv verstehbare, sondern der soziale S., der sich erst in der zwischenmenschlichen Interaktion als kommunikativem Handeln (Kommunikation) herstellt (1, 51). S.verstehen richtet sich demzufolge nicht nur auf semantische Gehalte einer Rede oder einer schriftlichen Äußerung, sondern auch auf die in nichtsprachlichen Symbolsystemen enthaltenen Bedeutungen, soweit sie prinzipiell in Rede ,eingeholt' werden können" (5,120). Luhmann kennzeichnet gemäß seinem systemtheoretischen Ansatz in Anlehnung an Husserls Phänomenologie S. als "eine bestimmte Strategie des selektiven Verhaltens unter der Bedingung hoher Komplexität". Der S. als Selektion aus einem Horizont von Möglichkeiten schafft eine Einheit in der Fülle des Möglichen, die es gestattet, sich "von da aus dann selektiv an einzelnen Aspekten des Verweisungszusammenhangs zu orientieren" (8, 12). 

Literatur: (1) R. Bubner, Handlung, Sprache und Vernunft, Frankfurt 1976; (2) J. Derbolav, Gi‑undlagen der Wissenschaftslogik in: Pädagogische Rundschau 1975; (3) H.‑G. Gadamer, Wahrheit und Methode, Tübingen 1972'; (4) J. Habermas, Technik und Wissenschaft als Ideologie, Frankfurt 1968; (5) ders., Der Universalitätsanspruch der Hermeneutik, in: Hermeneutik und Ideologiekritik, Frankfurt 197 1; (6) M. Heidegger, Sein und Zeit, 19609; (7) E. Husserl, Logische Untersuchungen II, Tübingen 19685; (8) N. Luhmann, Moderne Systemtheorie als Form gesamtgesellschaftlicher Analyse, in: J. Habermas/N. Luhmann, Theorie der Gesellschaft oder Sozialtechnologie, Frankfurt 1975; (9) ders., Sinn als Grundbegriff der Soziologie, in (8).“

[Braun, E. / Radermacher, H.: Wissenschaftstheoretisches Lexikon. Graz / Wien / Köln: Styria, 1978, S. 529-531]

Werte kann man nicht lehren, sondern nur vorleben.

Sinn kann man nicht geben, er muss gefunden werden.

Die Welt ist nicht heil, aber sie ist heilbar.“ [Viktor E. Frankl]

Sens

Ce que signifie un élément. Sens et signification sont tantôt utilisés comme des termes synonymes, tantôt distingués par les linguistes et les sémioticiens sans que cette distinction se fasse toujours de la même façon. Il convient donc d'être alerté sur ces difficultés de délimitation et surtout de connaître les différentes façons dont le sens se construit. En premier lieu, on peut distinguer la valeur d'un terme, pour reprendre un terme saussurien, qu'il prend par rapport aux autres termes de l'ensemble auquel il appartient. On peut considérer que le signifié du terme comprend la valeur, purement relationnelle, et un certain nombre de traits abstraits des objets du monde. On peut également parler, comme les psychologues, de représentation sémantique, laquelle diffère toujours si peu que ce soit d'individu à individu, en fonction des vécus et des expériences de chacun. Le signifié est ainsi une matrice virtuelle de traits disponibles qui peut évoluer dans le temps. L'actualisation, l'enrichissement de ces traits par le contexte constituent le sens. Ainsi, dans une phrase, chaque signe prend‑il un sens particulier, cependant que le sens général de la phrase n'est pas la somme des sens des différents signes, mais une construction synthétique où la syntaxe joue elle aussi un rôle. La signification, elle, peut être considérée comme un processus: un énoncé signifie pour quelqu'un. Elle est donc beaucoup plus large que le sens linguistique, et suppose la mise en relation du texte ou du discours avec des éléments qui lui sont extérieurs. Comme le dit Nattiez : «il y a signification quand un objet est mis en relation avec un horizon.»

La signification suppose donc des considérations pragmatiques et débouche sur l'interprétation.

Dans l'interprétation classique des Écritures, on distingue quatre sens: le sens littéral, qui est le sens fondamental, le sens moral (on tire une leçon du texte), le sens allégorique, et le sens anagogique, qui élève l'âme vers la contemplation des vérités divines: «Si les explications des passages de l'Ancien Testament regardent l'Écriture et les mystères de notre Religion par analogie ou ressemblance, c'est le sens allégorique; ainsi, le sacrifice de l'agneau pascal, le serpent d'airain é1evé dans le désert, étaient autant de figures du sacrifice de la croix [...]. Lorsque ces explications regardent l'Église triomphante et la vie des bienheureux dans le Ciel, c'est le sens anagogique; c'est ainsi que le sabbat des Juifs est regardé comme l'image du repos éternel des bienheureux» (Dumarsais).

[Gardes‑Tamine, J. / Hubert, M‑C.: Dictionnaire de critique littéraire. Paris: Armand Colon, 1993, p. 187-188]

Sentido (lat. sentio, experimentar)

En oposición a la denotación, relación semántica que entabla un lexema con otros de su misma lengua. Generalmente, la oposición de sentido se establece dentro de un determinado campo semántico, esto es cuando hay una base grande de comparación, midiendo la oposición de las respectivas estructuras sémicas; p. ej., a grandes rasgos, el lexema {GRANDE}, que se compone de [ESPACIO] + [MUCHO], se distingue de {PEQUEÑO}, que se compone de [ESPACIO] + [POCO] y de {VIEJO} porque se compone de [TIEMPO] + [MUCHO]. (ver: connotación, referencia.“ [Dicc. de Ling. ANAYA, p. 265-266]

„Si concebimos la Semántica como ciencia del significado observaremos de inmediato que nuestra disciplina domina extensos territorios de la Semiótica (teoría de los signos), de la Semiología (teoría de la comunicación) y de la Lingüística. Nuestros mensajes son bloques informativos generalmente complejos en que conviven aspectos codificados con datos puramente indiciales, intencionales o contextuales. La Semántica lingüística se preocupa de explicar el contenido sistemático. El estudio de las informaciones no codificadas (sentido) corresponden a la Pragmática.

Se clasifican los signos lingüísticos en dos grandes grupos: signos léxicos y signos gramaticales. Estos últimos han sido preocupación constante y secular de la Gramática, que pretendía ofrecer explicación cabal no sólo de su forma externa, sino también de su significado (género, número, persona, tiempo, voz, derivativos, etc.).“ 

[Gutiérrez Ordóñez, Salvador: Introducción a la semántica funcional. Madrid: Síntesis, 1989, p. 11-12]

Sentido

La distinción de Saussure entre lengua y habla o, lo que es lo mismo, entre potencialidades previstas pero sólo virtuales y realización real del hecho de lengua, puede, de cualquier modo, trasladarse al plano de las relaciones semánticas instauradas entre un signo y todos los demás signos de la lengua. Un signo tiene un significado (o, eventualmente, más de un significado) en la lengua; un modelo rudimentario de los significados de la lengua es el que da un diccionario. Pero en la comunicación el hablante elige los signos de los que luego se sirve en modo de poder transmitir sólo ciertos específicos significados y no otros, y orientará todos sus comportamientos hacia este fin; es oportuno reservar para este significado contextual un término diferente, s., según una distinción ya corriente entre los lógicos (Sinn y Bedeutung por Frege); Prieto, en cambio, entiendo por s. „la relación social que se establece como finalidad de un acto de palabra, o, en general, de un acto sémico ... Por ejemplo, en el acto de palabra en que E pronuncia la fonía <‘devuélvemelo>, la relación social ‘orden de E a R de devolverle su abrecartas’ constituye el s. de este acto y de la señal usada en él“ (Prieto 1964: 24). Se llama igualmente s. a „cada relación social en el momento en que sea susceptible de constituir el sentido de un acto sémico“. Lo que se consigue puede ser llamado efecto de s. (en Guillaume, effet de sens).“ [Cardona, G. R., p. 254].

„En esta línea diremos que un semantema ofrece a nivel de lengua uno o varios significados en potencia: basta abrir el diccionario de nuestra lengua española para comprobarlo de manera patente. Ahora bien, a nivel de discurso un semantema ofrece un único significado de efecto, que nosotros denominaremos sentido. En esquema:

lo cual equivale a señalar que un lexema, por razones de economía lingüística ya que es preciso memorizarlo, generalmente puede emplearse para varios sememas. La concretización de cuál  de ellos es pertinente se realizará a nivel de discurso, donde tenemos el semantema, con un único semema unido al lexema, rodeado de la interlocución de un hablante y un oyente, expresado en una situación dada e inmerso en una construcción discursiva sintagmáticamente relacionada, es decir:

Por tanto, el significado que la lengua ofrece funcionará en oposición paradigmática y, con la ayuda de la situación, un contexto y una interlocución, quedará traducida en un sentido a nivel de discurso.“ 

[Lamiquiz, Vidal: Lengua española. Método y estructuras lingüísticas. Barcelona: Ariel, ²1989, p. 204]

Sentido

1.   Acepción [A. Sinn, Bedeutung; I. Sense, Meaning; F. Sens, Acception], significado que una palabra recibe en el habla.

2.   Sentido recto [F. Sens propre]. Significado literal de una palabra (un enjambre de abejas). Se opone a sentido figurado o traslaticio, en el que la significación es metafórica (un enjambre de pretendientes).

3.   Sentido fundamental o usual [A. Grundbedeutung]. Significado habitual de una palabra. Se opone a sentido ocasional [A. Nebenbedeutung], frecuente en la jerga (4a acepción). Por ejemplo, carabela, cuyo sentido usual es ‚embarcación’, tuvo hacia 1925 el sentido ocasional de ‚cupriníquel de 25 céntimos’, por haberse acuñado en aquella época monedas de tal valor con una carabela en el anverso.

4.   Sentido concreto (una regla de madera) frente a sentido abstracto (una regla matemática).

5.   Sentido primitivo. significado antiguo, que, por evolución semántica, ha dado lugar a uno o varios sentidos derivados. El sentido primitivo de orden es ‚fila de cosas’, el cual da origen a multitud de sentidos derivados: ‚fila de personas’, ‚formación militar’, ‚colocación adecuada’, etc.“

    [Lázaro Carreter, Diccionario de términos filológicos..., p. 364]

Sentido

1.   Se prescindirá en este caso, por ser ajena a la lingüística, de la acepción de la palabra sentido en cuanto relación entre un objeto y una palabra. Para F. de Saussure, el sentido de un signo lingüístico está constituido por la representación sugerida por este signo al enunciarse. Sin embargo, al no definir el lingüista ginebrino el término sentido, hay que tener en cuenta que en su obra las aproximaciones al problema del sentido son múltiples: en efecto, el sentido aparece como resultado de un acto de segmentación, como un valor que emana de un sistema y como un fenómeno asociativo.

     La imagen de la lengua como una hoja de papel, que tiene como recto el pensamiento y como verso el sonido, no está exenta de problemas; al presentar este ejemplo, se defina la lengua como intermediario entre el pensamiento y el sonido. Aunque el pensamiento haya sido definido como »caótico por su naturaleza«, no puede evitarse sospechar que, en esta imagen, el sentido se interpreta como preexistente. En el pensamiento de F. de Saussure, sin embargo, el sentido consiste en la concomitancia de las segmentaciones de la masa amorfa del pensamiento y de la masa amorfa de los sonidos. Por otra parte, el valor de un término no es más que un elemento de su significación: la significación del inglés sheep y del español carnero es idéntica, pero su valor es diferente, ya que el primero tiene junto a él un segundo término mutton, mientras que el término español es único.

     Las diferentes metáforas que F. de Saussure aplica a la explicación del sentido permiten el planteamiento siguiente : el sentido proviene de una articulación del pensamiento y de la materia fónica dentro de un sistema lingüístico que determina negativamente las unidades.

2.   El conductismo americano rechaza esta concepción. Para L. Bloomfield el sentido de una unidad es la suma de las situaciones en las que aparece como estímulo y de los comportamientos-respuesta que este estímulo suscita por parte del interlocutor. Dada la imposibilidad de hacer esta suma, se niega la posibilidad de plantear el problema del sentido. Se remite el estudio del sentido a una psicología del comportamiento (estudio de las conductas estímulo-reacción) y a las ciencias particulares: el botánico y no el lingüista podrá definir la manzana como »una fruta que …, etc.«. En vez de ser un punto de partida del estudio lingüístico, el sentido se deja de lado, considerando que su estudio es ajeno al objeto de la lingüística o bien pensando que su estudio deberá ser abordado al término, cada vez más lejano, del análisis formal. Z. S. Harris plantea, sin embargo, la posibilidad, para el estudio distribucional, de llegar a ciertas conclusiones referentes al sentido de las unidades o de las construcciones; todo morfema que difiere de otro en su distribución debe también diferir de él en su valor semántico. J. Apresjan, trabajando sobre este postulado distribucionalista, llega a interesantes conclusiones sobre la significación sintáctica de las unidades léxicas.

3.   Para A. Martinet, el sentido es la relación que se establece entre el concepto y la unidad de primera articulación (monema). Mientras que la glosemática postula una organización del sentido análoga a la de la forma fónica, A. Martinet precisa el carácter sucesivo de las dos articulaciones; primero en monemas y después en fonemas (es evidente que considerándolo desde un punto de vista no genético). Puesto que el sentido sólo aparece a nivel de la primera articulación, los fonemas son la »garantía de la arbitrariedad del signo«.

4.   La cuestión del sentido, esencial en la gramática descriptiva, cualquiera que sean las actitudes de los lingüistas, pierde mucha de su importancia en la gramática generativa: se transfiere la dificultad a la teoría semántica, en la que la distinción entre sentido, significación, valor, etc., pierde su interés. La teoría lingüística debe permitir llegar a la interpretación semántica de todo enunciado gramatical generado de forma regular; en vez de preguntarse »¿cuál es el sentido de esta unidad, de esta construcción?«, la gramática generativa debe producir enunciados semánticamente correctos, es decir permitir dar cuenta de la interpretación semántica de todo enunciado que pertenece a la lengua considerada. Las consecuencias de esta actitud son:

1)  que el sentido de dos oraciones difiere a consecuencia de la diferencia entre sus indicadores sintagmáticos:

2)  que la gramática generativa distingue oraciones gramaticales y oraciones que tienen sentido.

La conocida frase: Incoloras ideas verdes duermen furiosamente es gramatical y asemántica, mientas que Yo querer comer es agramatical y semántica.” 

[Dubois, J. et alii: Diccionario de lingüística. Madrid: Alianza, 41994, p. 554-555]

Sentido

En su acepción más técnica es un concepto de la semántica; en el significado de un término o una oración hay que distinguir, según Frege, la referencia (o denotación) y el sentido (o connotación). De esta forma se puede explicar el hecho de que una expresión (»el galopar del corazón«) pueda tener un significado, aunque no tenga referencia, en función de su sentido; o el hecho de que el significado de dos expresiones con la misma referencia (»estrella de la mañana« y »estrella de la tarde«) tengan diferente significado. La referencia – podemos decir – es una relación de una expresión a un objeto o conjunto de objetos; el sentido es una relación de una expresión a otras expresiones (el contexto, etc.).

En una acepción más amplia, »sentido« significa el objeto de la comprensión hermenéutica. En la tradición de Dilthey y en la hermenéutica actual el objetivo de las ciencias del espíritu sería la comprensión del sentido de la realidad, a diferencia de las ciencias de la naturaleza, cuyo objetivo sería la explicación causal de los fenómenos.“ 

[Quintanilla, Miguel A. (dir.): Diccionario de filosofía contemporánea. Salamanca: Ediciones Sígueme, 1976, p. 452]

„El sentido agota toda su consistencia en su ser entendido, hace consistir la realidad en inteligibilidad pura.“

[Ortega y Gasset, J.: Obra completas. Madrid: Rev. de Occidente, 1962, vol. VIII, p. 48]

„Vida individual, lo inmediato, la circunstancia, son diversos nombres para una misma cosa: aquellas porciones de la vida de que no se ha extraído todavía el espíritu que encierra, su logos. Y como espíritu, logos no son más que un «sentido», conexión, unidad, todo lo individual, inmediato y circunstante, parece casual y falto de significación.

Debiéramos considerar que así la vida social como las demás formas de cultura, se nos dan bajo la especie de vida individual, de lo inmediato. Lo que hoy recibimos ya ornado con sublimes aureolas, tuvo a su tiempo que estrecharse y encogerse para pasar por el corazón de un hombre. Cuanto es hoy reconocido como verdad, como belleza ejemplar, como altamente valioso, nació un día en la entraña espiritual de un individuo, confundido con sus caprichos y humores.

El acto específicamente cultural es el creador, aquel en que extraemos el logos de algo que todavía era insignificante (i-lógico). La cultura adquirida sólo tiene valor como instrumento y arma de nuevas conquistas. Por esto, en comparación con lo inmediato, con nuestra vida espontánea, todo lo que hemos aprendido parece abstracto, genérico, esquemático. No sólo lo parece: lo es. El martillo es la abstracción de cada uno de sus martillazos.

Todo lo general, todo lo aprendido, todo lo logrado en la cultura es sólo la vuelta táctica que hemos de tomar para convertirnos a lo inmediato. Los que viven junto a una catarata no perciben su estruendo; es necesario que pongamos una distancia entre lo que nos rodea inmediatamente y nosotros, para que a nuestros ojos adquiera sentido. [...]

No existen más que partes en realidad; el todo es la abstracción de las partes y necesita de ellas. [...]

¿Cuándo nos abriremos a la convicción de que el ser definitivo del mundo no es materia ni es alma, no es cosa alguna determinada, sino una perspectiva? Dios es la perspectiva y la jerarquía: el pecado de Satán fue un error de perspectiva.”

[Ortega y Gasset, J.: Obra completas. Madrid: Rev. de Occidente, 1961, vol. I, p. 320-321]

“El «nominalismo» es un fenómeno lo suficientemente extendido entre los círculos semánticos contemporáneos como para dar por bueno sin más que el objeto debe quedar incluido en el examen de lo que sea el lenguaje. Todo esto nos compromete en la tarea de intentar superar de alguna manera la crisis de la teoría de la objetividad que ha cundido entre las filosofías de nuestro siglo. [...] Con todo esto estamos entrando en el problema de la referencia objetiva del lenguaje. [...] Evidentemente el estudio de la referencia objetiva por parte de los autores de comienzo del siglo deparó unas dificultades que indujeron a su eliminación. [...] Al mismo tiempo podremos atender a otro de los componentes clásicos del asunto, los contenidos mentales que, bajo el título de «sentido» o «significación», han venido a reemplazar a las ideas o conceptos. Pues la dilucidación de lo que sea el vínculo referencial que une a las palabras con el objeto se ha visto seducida con frecuencia por la hipótesis de que aquéllas son expresivas precisamente por albergar algo que reprodujese mentalmente el objeto referido. Es posible que sólo podamos abordar con éxito el tema de la referencia cuando nos hayamos desembarazado de los enredos que depare la presunta existencia del sentido o de la significación.”

[Montero, Fernando: Objetos y palabras. Valencia: Fernando Torres, 1976, pp. 41-43]

Sentido, denotación y connotación

Por de pronto, vamos a reservar el término «sentido» para aludir a la eficacia del lenguaje en la medida en que es comunicativo de los objetos y expresivo de la conducta humana. Dado que los autores que hasta ahora nos han servido de mentores, Frege y Husserl, coinciden en utilizar el término «sentido» (Sinn) para designar el uso de las palabras en tanto que contribuyen a la presencia de los objetos y, según el segundo, delatan una «cualidad» (o una «fuerza ilocucionaria», según Austin) del que habla, lo reservaremos para aludir a esa doble eficacia de las palabras. Ahora bien, en ningún momento daremos a entender que ese sentido pueda constituir un contenido mental o conceptual, por medio del cual las palabras pudieran realizar su función denotativa de los objetos. [...] A la espera de mayores precisiones evitaremos el uso del término «significación». [...]

Si alguien nos dice que come algo delicioso, admitiremos que su afirmación tiene sentido si de alguna manera confirmamos o admitimos que hay algo que está ingeriendo. Comenzará a perder sentido si observamos que no hay nada que haya podido llevar a la boca. Podremos decir que su frase carece de sentido porque no denota algo que sea propiamente lo que comunica. Y también pensaremos que carece de sentido si no expresa adecuadamente la actitud del que habla: por ejemplo, si la emisión de esa frase, que revela una satisfacción por la índole deliciosa del manjar, va acompañada de gestos de asco. Es decir, podemos decir que el sentido corresponde al uso correcto de una locución, tanto porque consigue denotar algo objetivo (o, dicho más exactamente, porque es un modo de darse de un objeto) por porque manifiesta una forma de conducta, una iniciativa del que habla (en ocasiones compartida por el auditorio). Se podría llamar a esta doble faceta del sentido la denominativa y la ilocucionaria (aprovechando el término acuñado por Austin).

Ahora bien, antes de pasar adelante conviene precisar también en qué medida el sentido es una propiedad que poseen las palabras aisladas o requiere su funcionamiento dentro de frases en las que, por lo menos, figure junto con otra. Ciertamente, el sentido parece enriquecerse cuando una palabra opera dentro de una frase. Es obvio que su función denotativa e ilocucionaria se hace más precisa cuando otras palabras la acompañan, cooperando con ella a determinar la presencia del objeto denotado o al matizar la manifestación de su incitación ilocucionaria. Aprovechando la tradición medieval, remozada por C. I. Lewis (“The modes of meaning”, en Philosophy and Phenomenological Research, 1944), podríamos llamar connotación a esta nueva faceta del sentido. Y, puesto que consiste en el orden conjuntado de las palabras, la llamaremos connotación sintáctica. [...] Por tanto, si lo que cuenta para la connotación de una palabra es principalmente lo que integra la frase en que se encuentra, no hay en rigor una frontera que delimite el alcance de la connotación y es admisible que pueda extenderse tanto como el discurso en el que aquella palabra esté inserta. [...] Estamos dispuestos a admitir que normalmente toda palabra funciona arropada por otras que connotan con ella, es decir, que precisan y enriquecen su denotación y su eficacia ilocucionaria. Entonces es lícito decir que el sentido de cada una de las palabras que integran una frase o un discurso ha quedado integrado en el sentido total de esa frase o discurso. Y con ello coincidimos con los autores que han adjudicado el sentido a las frases, a las oraciones o a las formas complejas de lenguaje que constituyen distintos tipos de discurso. Pero con la advertencia de que, si esto es lo que acaece normal y frecuentemente, no excluxe que excepcionalmente una palabra aislada pueda tener sentido.

La existencia de la connotación sintáctica decide la vigencia de lo que Husserl denominó leyes vitando contrasentido y vitando sinsentido. Es decir, la constitución de las frases o del discurso está sujeta a una regularidad que hace posible que la connotación de cada uno de sus elementos funcione con eficacia, denotando una determinada situación objetiva o manifestando una fuerza ilocucionaria. Pero puede ocurrir que un conjunto de palabras se organicen de modo tal que denoten algo que sea en sí contradictorio o incoherente, o que manifiesten un valor ilocucionario que adolezca también de una específica incoherencia. Por ejemplo, si se dice que «el número 4 está triste», hay una falla en la denotación (cuyo origen proviene de una connotación defectuosa, la que asocia números con sentimientos); o si se entremezclan palabras laudatorias con insultos, la incoherencia concierne al sentido ilocucionario. En ambos casos, no obstante, subsiste un simulacro de denotación objetiva o de actitud ilocucionaria. Si se decide llamar contrasentido a esta infracción, hay que distinguirla del caso extremado del sinsentido, que acaece cuando las palabras se amontonan de modo tal que frustran totalmente todo intento de denotación o de ilocución. Por ejemplo, cuando se dice «rey aldaba pero sin». Por tanto, las leyes que evitan el sinsentido son las reglas gramaticales que disponen la ordenación de las palabras de un modo convencional de acuerdo con sus respectivas funciones. La vigencia de esas reglas hace posible que se hable de algo o que la expresión posea un valor ilocucionario. Ahora bien, la plena eficacia de esa denotación objetiva o de su función ilocucionaria supone el cumplimiento de las leyes que evitan el contrasentido o la incoherencia objetiva. Se trata de unas leyes que fijan las estructuras de la objetividad y de la conducta en general y que, por tanto, condicionan el desarrollo de un discurso racional o de una manifestación ilocucionaria consecuente. Corresponden a lo que desde Kant, Frege y Husserl ha venido llamándose «leyes analíticas» o a lo que Pascal denominó «une logique due coeur», según caigan del lado, respectivamente, de la denotación objetiva o de la función ilocucionaria. [...]

La exploración del lenguaje en los laboratorios filológicos ha puesto de manifiesto aspectos que pasan desapercibidos en su uso normal y que lo condicionan. Se trata de una nueva forma de connotación que concierne a lo que Katz ha denominado «competencia lingüística» y que se constituye en forma de definiciones del léxico recogidas en diccionarios o en lo que el propio Katz llamó «marcadores semánticos». Es decir, si buscamos en un diccionario el sentido de la palabra «papel», hallaremos algo así como «hoja delgada hecha con paste de trapos molidos, blanqueados y desleídos en agua ...». O sea que el uso de la palabra «papel» supone que se sepa que es una «hoja delgada, etcétera». Lo cual, en definitiva, significa que (haciendo caso omiso de la teoría conceptualista admitida por Katz) el que usa la palabra «papel» sabe con más o menos claridad que equivale a las palabras «hoja delgada, etc.» recogidas en el diccionario o, ampliando el círculo de las palabras que le son afines, «objeto físico», «inanimado», «artificial», «útil para escribir», «lámina tersa», «compuesto de celulosa», etc. Estas palabras constituyen criterios que pueden permitir el uso correcto de la palabra «papel», es decir, denotan caracteres objetivos que justifiquen su uso. O bien, pueden permitir que cierta persona que ignore ese uso pueda aprenderlo o delimitarlo. Ahora bien, todo esto no supone que cada vez que alguien usa la palabra «papel» han de aparecer de alguna forma en su mente (de un modo tácito, por supuesto) estas connotaciones de competencia. Si así fuese el hablar sería un trabajo extenuante. La única connotación que funciona de hecho es la que vincula una palabra con las otras que la acompañan en una frase o un discurso. La connotación de competencia es un supuesto que queda silenciado y que sólo se hace expreso cuando se quiere explicar el sentido de una palabra exponiendo las que le son afines y marcan los criterios de su uso.

Con todo esto se ha querido sugerir simplemente que el sentido de una palabra o el sentido compuesto de una frase pueden ser explicados sin necesidad de apelan a aquellos «contenidos ideales» que, como se consideró páginas antes, en rigor impedirían que hablásemos de objetos. Tanto en su faceta denotativa como en la connotativa, el sentido consiste en la presencia dinámica de las palabras que transita a la presencia de los objetos denotados y a la de las palabras connotadas. Pues su uso significa que las palabras son significativas cuando están animadas por el movimiento que atraviesa el cuerpo que las emite o que las recorre al leerlas. [...] El sentido de la palabra radica en esa comunicación que recorre la presencia de hombres y cosas, que transita a lo largo de las frases o del discurso.”

[Montero, Fernando: Objetos y palabras. Valencia: Fernando Torres, 1976, pp. 99-106]

«Referencia

De hecho, la mayor parte de los lógicos y semánticos entienden por ‘referencia’ la relación que existe entre una expresión y el objeto – en amplio sentido – extralingüístico al que desea aludir el hablante en una situación y en un contexto determinado – Lyons 1968, 1977; Bach 1987; Brown y Yale 1993 –. Esta relación ha sido considerada bajo diversas denominaciones, además de ‘referencia’; por ejemplo: ‘referencia pragmática’ (Kripke 1977); ‘referencia actual’ (en el estructuralismo europeo); ‘significado del hablante’ (Grice 1975); ‘designación’ (Coseriu 1977); ‘denotación’ (Gutiérrez Ordóñez 1992)... La ‘referencia’ se distingue de la ‘significación’, relación cuyo término se denomina comúnmente ‘significado’ (Coseriu 1977): contenido de un signo que viene determinado por el sistema de relaciones con los demás signos de la lengua, independientemente del contexto y de la situación; el significatum, que es un objeto mental, de naturaleza conceptual, ha recibido también distintas denominaciones: ‘sentido’ (Lyons); ‘referencia semántica’ (Kripke); ‘referencia virtual’ (en el estructuralismo europeo); ‘significado de las palabras’ (Grice); ‘intensión’ (Carnap 1966)... (Por otra parte, ‘referencia’ y ‘significación’ se han diferenciado de ‘denotación’ (Lyons 1977); relación entre los lexemas y las entidades exteriores al sistema lingüístico (‘designación de lengua’, para Coseriu 1977; ‘designación’, para Gutiérrez Ordóñez 1992; ‘extensión’, para otros autores...). En general, seguimos la terminología y concepción de Lyons en lo que respecta a la ‘referencia’ y ‘denotación’, pero empleamos ‘significado’ con la interpretación común equivalente a ‘intensión’, y, ocasionalmente, ‘referencia semántica’. [...]

Habría que considerar, en lo que respecta a las expresiones ‘débilmente’ referenciales de las oraciones identificativas, que no son propiamente referenciales; contienen ‘significado’, no ‘referente’; ahora bien, el sintagma nominal el director de la empresa no es un tipo ‘abstracto’ de expresión, con un significado léxico coponencial, sino una clase de expresión descriptiva cuyo valor significativo se delimita contextualmente en una situación específica. Por la presencia obligatoria del determinante en tales sintagmas descriptivos, puede decirse que son expresiones ‘débilmente’ referenciales.»

[Fernández Leborans, María Jesús: “La predicación: Las oraciones copulativas”. En: Bosque, Ignacio / Demonte, Violeta (eds.): Gramática descriptiva de la lengua española. Madrid: Real Academia Española / Espasa Calpe. 1999, vol. 2, § 37.3.1, n. 25 y 27]

«Se dice que una expresión es referencial o, de modo más preciso, se usa referencialmente, cuando se refiere a un ente o entidad con implicación existencial, esto es, cuya existencia en el universo de discurso supone y es independiente del valor de verdad del predicado oracional (Guéron 1984: 153). Ocasionalmente, el sujeto de una oración copulativa de caracterización puede ser no referencial, sino atributivo – en términos de Donnellan 1966 –, es decir, empleado intensionalmente; así, una oración como la siguiente: El autor de tales declaraciones es un insensato es ambigua en lo que respecta a la interpretación del sintagma nominal precopular (descártese aquí la lectura especificativa, plenamente referencial, que podría ser asignada al sintagma nominal poscopular, y piénsese sólo en su interpretación como atributo valorativo o estimativo): puede ser interpretado referencialmente, si alude a un individuo determinado, o atributivamente, cuando importa por su intensión (“alguien, cualquiera que sea, en cuanto autor de tales declaraciones”). Ahora bien, sería más adecuado considerar que, aun en este último caso, el sintagma nominal precopular es, de algún modo, referencial débilmente o virtualmente, si se quiere; el uso propiamente intensional es claro, por ejemplo, en oraciones copulativas especificativas, como El autor de tales declaraciones es Juan, donde el sintagma nominal en cuestión sólo puede interpretarse como expresión descriptiva – sintagma nominal de propiedad – (“la persona que tiene la propiedad de ser el autor de tales declaraciones es Juan”. Cf. #”alguien, cualquiera que sea, en cuanto autor ... es Juan”).»

[Fernández Leborans, María Jesús: “La predicación: Las oraciones copulativas”. En: Bosque, Ignacio / Demonte, Violeta (eds.): Gramática descriptiva de la lengua española. Madrid: Real Academia Española / Espasa Calpe. 1999, vol. 2, § 27.2.3, p. 2378]

«Sentido

Los términos ‘sentido’ y ‘significado’ son utilizados como sinónimos por algunos lingüistas. Sin embargo, se pueden encontrar matizaciones.

(1) Véase Triángulo Básico [ver aquí Semiotisches Dreieck - Triángulo semántico o semiótico]

(2) De acuerdo con Lyons (1990: 132 y sgs.) se llama ‘sentido’ a la relación que un lexema mantiene con otros lexemas; por ejemplo, vaca, animal, toro, ternera, etc., son conjuntos de lexemas con diversos tipos de relación de ‘sentido’, también llamadas relaciones léxico-semánticas (sinonimia, antonimia, hiponimia, etc.).  En cambio, la denotación es la relación que un lexema mantiene con entidades, propiedades, situaciones, etc., del mundo extralingüístico, por ejemplo, el lexema o la palabra vaca se relaciona con cierta clase de animales (mundo extralingüístico). Coseriu (1968: 3-16) al ‘sentido’ lo llama significación, y a la denotación, designación. Por tanto, para él habrá relaciones de significación y relaciones de designación. Cf. actualización, cambio léxico-semántico.

(3) Otra distinción entre significado y sentido es la introducida por Prieto. El significado estaría en la langue, en el sistema, mientras que el ‘sentido’ estaría en el habla, en la elocución, en el enunciado, en el que habría que tener en cuenta el contexto. En este caso, ‘sentido’ estaría relacionado con lo que se llama significado discursivo. Wittgenstein (1953: 34) defiende también esta última posición: el ‘sentido’ de una unidad lingüística está en su uso.»

[Alcaraz Varó, Enrique / Martínez Linares, María Antonia: Diccionario de lingüística moderna. Barcelona: Editorial Ariel, 1997, p. 515]

«Sentido

Es también en el hablar, y sobre todo en lo que hemos denominado intervenciones, donde se produce el sentido. La creación del sentido, desde nuestro punto de vista, no puede ser concebida sino como la acumulación, por parte del hablante, de marcas semánticas no referenciales y no contradictorias como determinadoras de una o varias variables en un proceso libre y voluntario. Llamamos sentido, pues, en contrate frontal con lo que parece afirmar Coseriu, al producto de la actividad del hablante mediante la cual éste puede unir mentalmente unidades con significados lingüísticos no incompatibles –y, por tanto, sabe de antemano si la unión es posible–, unidades que el hablante tiene almacenadas en su diccionario interiorizado, mientras por referencia se entiende el producto de la actividad del mismo mediante la cual éste relaciona una unidad de su diccionario, que ya tiene un significado, o una cadena de elementos que ya tiene un sentido con algo exterior al acto de hablar, es decir, con lo dicho ya, y, por dicho, ya conocido por él y su interlocutor, o con lo que, sin haberse mentado previamente, es conocido por ambos, ya sea porque el hablante se refiera a una clase entera de objetos, ya sea porque el conjunto de los elementos es conocido por ambos o previamente –de forma real– o por deixis. Una unidad lingüística como tal –unidad fuera de toco contexto y situación– no tiene ni puede tener referencia ni tampoco la puede tener una cadena posible de unidades léxicas que tenga sólo sentido. Donde se da la referencia propiamente es en el acto de hablar. Por otra parte, si sentido es acumulación de marcas semánticas de dos o más unidades, de aquí se infiere que una unidad lingüística no puede ni siquiera tener sentido potencial, ya que el sentido no es sino resultado de una acumulación no contradictoria de marcas semánticas no referenciales por parte del hablante en el acto de hablar.»

[Báez San José, Valerio: “Una teoría desde el hablar a las lenguas para la comparación lingüística de las unidades significativas”. En: Wotjak, Gerd / Cuartero Oral, Juan (eds.): Entre semántica léxica, teorías del léxico y sintaxis. Frankfurt a. M.: Peter Lang, 2005, 308 Anm. 21]