SATZMUSTER

(Recop.) Justo Fernández López

 

Vgl.:

Valenz / Verb / Dependenzgrammatik  / Aktant / Diathese und Valenz / Satzglieder

 

Grundlegende Satzmuster des Deutschen

Boris

ist

ein toller Typ

 

(kopulatives Muster)

S

V

Erg.

 

Boris

grinste

 

 

(intransitives Muster)

S

V

 

 

Boris

lud

uns alle

ein

(transitives Muster)

S

V

O

V-Part

Wir

schenkten

Boris

ein Ticket

(ditransitives Muster)

S

V

IO

O

Boris

gehört

zu einem Verein

 

(Ergänzungsmuster)

S

V

Erg.

 

Boris

nahm

das Flugzeug

nach Paris

(transitives Ergänzungsmuster)

S

V

O

Erg.

(S = Subjekt, V = Verbo, V-kop = kopulatives Verb,

O = direktes Objekt, IO = indirektes Objekt, Erg. = Ergänzung)

«Die lineare Abfolge im einfachen Satz: Satzmuster:

Unter Satzmustern versteht man die strukturellen Rahmen, die für die Grundtypen von Sätzen in einer Sprache existieren. Sie beschreiben die grammatische Struktur einfacher Sätze, die lediglich aus den obligatorischen Satzelementen bestehen. Im deutschen gibt es sechs Haupttypen von Satzmustern, die in Übersicht 5 aufgeführt sind.

Diese Satzmustertypen zeichnen sich durch unterschiedlichen Kombinationen der fünf grundlegenden funktionalen Konstituenten aus, nämlich Subjekt, Verb, direktes Objekt, indirektes Objekt und Ergänzung. Alle Satzmuster haben ein Subjekt und ein Verb. [...] Ergänzungen sind neben Subjekt sowie direktem und indirektem Objekt notwendige Konstituenten und umfassen auch verbalartige Strukturen, die nach dem Verb stehen, wie zu- und dass-Ergänzungen (Der alte Mann versucht, über die Straße zu gehen; Er sieht, dass er jetzt nicht über die Straße gehen kann).»

[Pöhrings, R. / Schmitz, U.: (Hrsg.): Sprache und Sprachwissenschaft. Eine kognitiv orientierte Einführung. Tübingen: G. Narr, 1999. S. 93-94]