SATZADVERBIAL

(Recop.) Justo Fernández López

 

Vgl.:

Satzadverb / Adyacentes oracionales / Adverb

 

Satzadverbial (auch: adsentential)

Durch Satzadverbien (hoffentlich, vielleicht) oder präpositionale Fügungen (ohne Zweifel) ausgedrückte subjektive Stellungnahmen des Sprechers zum Sachverhalt: Vermutlich wird sie dies Buch schon kennen. Satzadverbiale modifizieren (im Unterschied zu Modaladverbien) den Gesamtsatz (Skopus), sie sind satzwertig (1), d.h. sie sind (im logischen Sinn) Sätze über Sätze. So wird in der Äußerung Vermutlich ist er schon lange krank  die Aussage Er ist schon lange krank eingeschränkt durch die subjektive Stellungnahme des Sprechers zu diesem Sachverhalt: ich vermute, dass er ... Die Funktion von S. können Adjektive erfüllen (sicher, wahrhaftig, selbstverständlich), Adverbien (vielleicht, kaum) oder präpositionale Fügungen (mit großer Wahrscheinlichkeit).“   

[Bußmann, Hadumod: Lexikon der Sprachwissenschaft. 2. völlig neu bearbeitete Auflage, Stuttgart: Kröner, ²1990, S. 660]

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(1)

Vgl. Dt.-Sp.:

Klar hat er es gemacht.                            

Natürlich wurde ich verständigt.

Leider hat er mich nicht verständigt.

Hoffentlich kommt er allein.

Claro que lo ha hecho.

Naturalmente que me avisaron.

Siento que no me haya avisado.

Espero que venga solo.