ROMANISCH  

Románico

(Recop.) Justo Fernández López

 

Vgl.:

Romania

 

Romanisch -  Románico / romance

Romanisch

Sprachzweig des Indo-Europäischen, der sich aus dem Italischen, speziell dem Lateinischen und dessen verschiedenen regionalen Ausprägungen in den von Rom eroberten Gebieten entwickelt hat (Vulgärlatein). Die Unterscheidung zwischen ostr. (Rumänisch, Italienisch) und westr. Sprachen (Gallor., Iberor. und Rätor.) beruht auf lautlichen und morphologischen Kriterien (v. a. Sonorisierung bzw. Tilgung intervok. Verschlußlaute im Westr. und Verstummen des auslautenden [s] im Ostr.: span. sabéis vs. ital. sapete ‘ihr wisst’, span. las casas vs. ital. le case ‘die Häuser’.

Zum Gallor. zählt das Französische, das Okzitanische (zu dem das Provenzalische gehört) und das Franko-Provenzal., zum Iberor. das Spanische, Protugiesische/Galizische und Katalanische.

Die für die Ausgliederung der romanischen Sprachräume wesentlichen Faktoren sind die unterschiedlichen Substrat- und Superstrat-Einflüsse, der Zeitpunkt der Romanisierung und das Ausmaß der Verbindung mit Rom. Von der lat. Basis am weitesten entfernt hat sich das Französische, das einen tief greifenden typologischen Wandel erfahren hat (starker Verfall der Flexionsmorphologie durch Verstummen der Auslautsilben und Ersatz durch prädeterminierende Funktionselemente wie Personalpron., Artikel, Präposition, Hilfsverben), während südr. Sprachen wie das Span. und das Ital. sowie das Rumän. dem lat. Typus teilweise noch näher stehen. Einen besonders archaischen Lautstand weist das Sardische auf.“ [Bußmann, H., S. 652]

Románico

Rasgo común a las lenguas y dialectos históricamente derivados del latín, entre los cuales destacan el gallego, el portugués, el español, el catalán, el occitano, el francés, el francoprovenzal, el sardo, el italiano, el retorrománico y el rumano, junto con algunos otros ya extinguidos, como el mozárabe o el dálmata.“ [Dicc. de ling., ANAYA, p. 256]