RATIONALISMUS

Racionalismo

(Recop.) Justo Fernández López

 

Vgl.:

Cartesianische Linguistik / Grammatik von Port Royal

 

Rationalismus [lat. ratio ‘Vernunft’]

Auf R. Descartes, W. G. Leibniz u. a. fußende philosophische Richtung des 17. Jh., die als einzige Quelle menschlicher Erkenntnis die Vernunft zulässt. Anknüpfend an einzelne Grundprinzipien rationalistischer Denkauffassung sieht N. Chomsky den Ansatz seiner sogen. Cartesianischen Linguistik in der Tradition der R. Das gilt besonders für die Vorstellung von »angeborenen Ideen«, für die Auffassung von Sprache als spezifisch menschlicher Tätigkeit, für die Betonung des kreativen Aspekts der Sprachverwendung sowie für die Unterscheidung von äußerer und innerer Form von Sprache (d.h. von Oberflächen- und Tiefenstruktur). Unter Bezug auf den R. und scharfer Polemik gegen die empirisch-behavioristische, nur an beobachtbaren Oberflächenphänomenen orientierten Sprachauffassung entwickelt Chomsky seine Theorie der generativen Transformationsgrammatik.“ [Bußmann, H., S. 627]