PRÄDIKABILIEN

Predicables

(Recop.) Justo Fernández López

 

Vgl.:

Prädikat

 

Prädikabilien (von lat. praedicare, aussagen, erklären; das lat. Wort praedicabilia entspricht dem griech. kategoroumena).

Die grundlegenden Arten von Prädikaten, die von einem Subjekt in einer Aussage ausgesagt werden können.

§                                 Bei Aristoteles wird zwischen fünf allgemeinen Arten von Prädikaten unterschieden: horos (lat. definitio, Definition des Wesens), in der das Prädikat (definiens) dasjenige vom Sunjekt (definiendum) aussagt, was ihm wesentlich zukommt, so dass das Prädikat mit dem Subjekt äquivalent ist, z.B.: »Der Mensch ist ein vernünftiges Tier«; idion (lat. proprium, das Besondere, das Charakteristische), Prädikate, die dem Subjekt nicht wesentlich sind, die faktisch aber stets von dem betreffenden Subjekt ausgesagt werden können, z.B. »Der Mensch ist imstande zu lachen«; genos (lat. genus, Geschlecht), ein wesentliches Prädikat, das dem Subjekt zukommt, weil dieses einem bestimmten Geschlecht angehört, z.B. »Der Mensch ist ein Tier«; diaphora (lat. differentia, Unterschied), ein wesentliches Prädikat, das dem Subjekt zukommt, da das Subjekt sich kraft dieses Prädikats von anderen Arten seiner Gattung unterscheidet, z.B. »Der Mensch ist vernünftig«; symbebekos (lat. accidens, das Kontingente, Unwesentliche), die Prädikate, die nichts Wesentliches vom Subjekt aussagen und mit diesem nicht ausgetauscht werden können, z.B. »Der Mensch ist weiß«.

§                                 Bei Porphyrius und späteren Logikern wird zwischen species (Art), proprium, genus, differentia (Eigenschaft, kraft derer das Subjekt von anderen Individuen derselben art unterschieden ist) und accidens unterschieden.

§                                 Bei Kant bezeichnet der Ausdruck Prädikabilien die reinen Verstandesbegriffe, die aus den Kategorien abgeleitet werden können, u.a. Kraft, Handlung, Leiden, Entstehen, Verschwinden, Veränderung usw.“

[Hügli, A. / Lübcke, P. (Hg.): Philosophielexikon. Personen und Begriffe der abendländischen Philosophie von der Antike bis zur Gegenwart. Reinbek: Rowohlt, 1991, S. 469-470]

Prädikabilien (lat.)

Aussageweisen, die allgemeinsten Arten, in denen Begriffe von ihren Gegenständen ausgesagt werden können. Seit Aristoteles unterscheidet man 5 P.: Gattung, Art, spezif. Unterschied, notwendige und zufällige Eigenschaft. Bei Kant sind P. die aus seinen Kategorien abgeleiteten Verstandesbegriffe (die Kategorien selbst nennt er auch Prädikamente).“

[Müller, M. / Halder, A.: Philosophisches Wörterbuch. Freiburg i. B.: Herder, 1988, S. 247]

Predicables
Lógica: Cada una de las clases a las que se reducen todas las cosas que se pueden decir o predicar del sujeto. Divídense en cinco, que son: especie, diferencia, individuo y propio.” [DRAE]