PLEREM  

Plerema

(Recop.) Justo Fernández López

 

Vgl.:

Monem

 

Plerem, das (gr. pleroma = Füllung; Sättigung):

1.  Bei Heringer (nach Hjelmslev) kleinstes sprachliches Zeichen (sonst Morphem oder Monem genannt), das aus Monem (Lautkörper, Ausdruck) und Semem (Inhalt) besteht; freies, selbständiges Plerem (mit offener paradigmatischer Liste) heißt Lexem, gebundenes, nur mit anderen Pleremen vorkommendes (mit geschlossener paradigmatischer Liste; auch offene Klasse) heißt Morphem.

2.  Bei Hjelmslev Einheit (volle Einheit) auf der Ebene der Form des Inhalts, ohne Ausdruck; auch Kenem, Glossematik.“

    [Ulrich, W.: Linguistische Grundbegriffe, S. 89]