PHILOLOGIE  

Filología

(Recop.) Justo Fernández López

 

Musik und Sprache

Philologie ist Liebe zum Wort und zu dem geistig Gestalteten, das sich im Wort manifestiert. Nach August Boeckhs paradox klingender Formulierung ist Philologie die Erkenntnis dessen, was erkannt worden ist. Mit dem Erkannten meint Boeckh alle Arten von objektivierten geistigen und künstlerischen Hervorbringungen, vornehmlich die Sprache selbst, dann die Sprachwerke der Dichter und Denker, Redner und Geschichtsschreiber. Demzufolge befassen sich Philologen mit der Grammatik und dem Lexikon der Sprache, mit der Erklärung und Kritik der einzelnen sprachlichen Werke, mit dem Schaffen der Autoren und mit der Literaturgeschichte im ganzen, als Paläographen auch mit der Entzifferung der Schrift.“

[Feder, Georg: Musikphilologie: eine Einführung in die musikalische Textkritik, Hermeneutik und Editionstechnik. Darmstadt: Wiss. Buchges., 1987, S. 1]

Philologie [aus gr. philos = Freund, logos = Wort, Rede, Buch], Wissenschaft, die sich um das Verständnis und die Vermittlung liter., bes. dichter. Werke und deren geist., kulturelle und soziale Zusammenhänge bemüht. [...] Aus den ersten Entdeckungen der eingensprachl. Vergangenheit im Humanismus entwickelten sich im 18. Jh. nationalsprachl. Philologien, die wiederum mit der Aufdeckung verschütteter Traditionen einsetzten und seit J. G. Herder und der Romantik mit der Betonung auch histor. Aspekte ausgebaut wurden. K. Lachmann übertrug die textkrit. Prinzipien der klass. Ph. auf mhd. Werke und begründete durch seine bis heute gült. Editionen die dt. Ph. Neben der dt. die  engl., romn., slaw. Ph. (auch als Germanistik, Anglistik, Romanistik, Slawistik bezeichnet), von denen sich gegen Ende des 19 Jh.s die moderne Literaturwissenschaft und Sprachwissenschaft (Linguistik) abhoben. Der Arbeitsbereich der Ph. war in den verschiedenen Epochen ihrer Geschichte unterschiedl. umfassend, wie auch die Bedeutungsentwicklung des Wortes  >Ph.< ausweist:

Bei Platon meinte >Ph.< allgem. wissenschftl. Arbeiten, im Hellenismus dann einerseits das Streben nach gelehrter Bildung, andererseits aber auch nur Glossierungstätigkeit im Ggs. zur bedeutsameren Tätigkeit des Kritikos, des Interpreten. Im 16 Jh., in dem das Wort zuerst auch in dt. Sprache auftaucht, wird darunter vornehml. eine streng auf den literar. Text bezogene Tätigkeit verstanden. Im 19 Jh. weitete sich der Begriff wieder aus: Ph. umfasste die Untersuchung von Sprache, Dichtung, Kunst, Recht, Religion, Mythologie, d.h. Ph. war eine alle Gebiete des geist. Lebens eines Kulturvolkes umfassende Wissenschaft, vgl. auch die Bezeichnung >Klass<, und >German. Altertumskunde<, >German. Ph.<, Deutschkunde. Erst nach der Abspaltung der Literatur- und Sprachwissenschaft, Ende des 19 Jh.s, engt sich die Bedeutung ein auf das heut. Wortverständnis.“

[Metzler-Literatur-Lexikon: Begriffe und Definitionen, hrsg. von G. u. I. Schweikle. Stuttgart, ²1990, S. 348-349]

Filología

Antiguamente se designó así la ciencia que se ocupaba de fijar, restaurar y comentar los textos literarios, tratando de extraer de ellos las reglas de uso lingüístico. Modernamente, amplió su campo, convirtiéndose además en la ciencia que estudia el lenguaje, la literatura y todos los fenómenos de cultura de un pueblo o de un grupo de pueblos por medio de textos escritos. En este sentido se habla de Filología clásica, que se ocupa de la Antigüedad greco-latina; de Filología románica, que cumple sus fines en el dominio de las lenguas neolatinas, etc. La preocupación por la lengua hablada, de un lado, y de otro, el comparatismo, que opera muchas veces sin poderse apoyen en textos escritos, dieron origen a una nueva ciencia, la Lingüística, con la que, de hecho, frecuentemente, se confunde la Filología. Ambas ciencias estudian el lengua, pero de distinto modo. La Filología lo estudia con vistas a mejor comprensión o fijación de un texto; la Lingüística, en cambio, centra exclusivamente su interés en la lengua, hablada o escrita, utilizando los textos, cuando existen y los precisa, sólo como modelo para conocerla mejor. La edición y estudio del Cantar del Mio Cid, realizados por Menéndez Pidal, son una buena muestra de trabajo filológico; los Orígenes del español, del mismo autor, o las modernas investigaciones dialectales, deben ser clasificadas como trabajos lingüísticos.“

[Lázaro Carreter, F.: Diccionario de términos filológicos. Madrid: Gredos, 1981, p. 187]