ORGANON-MODELL

von Karl Bühler

(Recop.) Justo Fernández López

 

Vgl.:

Funktionen der Sprache / Semiotische Strukturmodelle / Funktionale Grammatik / Deixis / Anaphora / Kataphora/ Symbolfeld

 

Organon-Modell von Karl Bühler  (Sprachtheorie, 1934)

Funktionen der Sprache

Karl Bühler hat in der Sprachtheorie die am häufigsten erwähnte Einteilung der Funktionen der Sprache vorgenommen. Diese Einteilung wurde von F. Kains in Psychologie der Sprache weiter expliziert:

1.   Die sprachlichen Zeichen sind Symbole, sobald sie der Darstellung (Bühler) dienen oder, anders gesagt, einen informierenden Bericht (Kainz) übermitteln.

2.   Die sprachlichen Zeichen sind Signale, sobald sie als Auslösung oder Appell (Bühler) dienen, d.h. sobald sie den Hörer beeinflussen, bei ihm eine Wirkung (die eine Handlung sein kann) auslösen.

3.  Die sprachlichen Zeichen sind Symptome, sobald sie als Kundgabe oder Ausdruck (Bühler) der Gefühle, der inneren Erlebnisse des Sprechers dienen.“ [Abraham, W., S. 221]

„Fast alle bisher vorgelegten Ansätze zur Unterscheidung von Textfunktionen  knüpfen in irgendeiner Form an das Organon-Modell von K. Bühler (1934, S.  288 ff.) an. Bühler betrachtet die Sprache als "Werkzeug", mittels dessen  der Emittent mit dem Rezipienten über Dinge in der Welt kommuniziert.  Sprachliche Zeichen fungieren damit gleichzeitig als "Symbol" für  Gegenstände und Sachverhalte der Wirklichkeit (= Darstellungsfunktion), als  "Symbol" der Innerlichkeit des Emittenten (= Ausdrucksfunktion) und als  "Signal", indem sie an den Rezipienten appellieren (= Appellfunktion).“

[Brinker, Klaus: Linguistische Textanalyse. Berlin, 1992, S. 99]

Organonmodell der Sprache [griech. órganon ‘Werkzeug’. - Auch: Dreifundamentenschema, Funktionsschema]. Von K. Bühler (1934) im Rahmen seiner Sprachtheorie entworfenes allgemeines Sprach- bzw. Zeichenmodell, das sich auf Platons Metapher der Sprache als Organon, d. h. als ‘Werkzeug’, stützt, mittels dessen „einer - dem andern - über die Dinge“ etwas mitteilt. Entsprechend diesen drei Funktionen des sprachlichen Zeichens unterscheidet Bühler drei zeichenkonstituierende Faktoren:

(a)  Das sprachliche Zeichen ist „Symptom“, insofern es die „Innerlichkeit des Senders ausdrückt“ (= Ausdrucksfunktion der Sprache

(b)  es ist „Signal“, insofern es an den Empfänger appelliert (Appellfunktion der Sprache),

(c)  es ist „Symbol“, insofern es sich auf Gegenstände und Sachverhalte der Wirklichkeit bezieht  (=Darstellungsfunktion der Sprache).“ 

[Bußmann, S. 549].

„Bühler spricht von den folgenden drei »semantischen Funktionen des (komplexen) Sprachzeichens. Es ist Symbol kraft seiner Zuordnung zu Gegenständen und Sachverhalten, Symptom (Anzeichen, Indicium) kraft seiner Abhängigkeit vom Sender, dessen Innerlichkeit es ausdrückt, und Signal kraft seines Appells an den Hörer, dessen äußeres oder inneres Verhalten es steuert wie andere Verkehrszeichen.« (Bühler 1934/1978, 28) Bühler fügt unter Bezugnahme auf eine seiner früheren Arbeiten hinzu: »Dreifach ist die Leistung der menschlichen Sprache, Kundgabe, Auslösung und Darstellung. Heute bevorzuge ich die Termini: Ausdruck, Appell und Darstellung« (ebd.).“

[Rolf, Eckard (Hg.): Illokutionäre Kräfte. Grundbegriffe der Illokutionslogik. Opladen: Westdeutscher Verlag, 1997, S. 124 Anm. 12] 

„In seiner Sprachtheorie (1934) behandelt der Psychologie Bühler Sprache als ein Werkzeug (organon), das der Kommunikation von Personen über Sachen dient. Diesen instrumentellen Charakter des Sprachzeichens expliziert er in einer Trias von Zeichenfunktionen, die er Ausdruck (Symptom), Appell (Signal und Darstellung (Symbol) nennt. Alle drei semiotischen Aspekte stellt er systematisch in einem Liniendriagramm dar und gibt dazu erläuternd folgende Beschreibung:

Der Kreis in der Mitte symbolisiert das konkrete Schallphänomen. Drei variable Momente an ihm sind berufen, es dreimal verschieden zum Rang eines Zeichens zu erheben. Die Seiten des eingezeichneten Dreiecks symbolisieren diese drei Momente. Das Dreieck umschließt in einer Hinsicht weniger als der Kreis (Prinzip der abstraktiven Relevanz). In anderer Richtung wieder greift es über den Kreis hinaus, um anzudeuten, dass das sinnlich Gegebene stets eine apperzeptive Ergänzung erfährt. Die Linienscharen symbolisieren die semantischen Funktionen des (komplexen) Sprachzeichens. Es ist Symbol kraft seiner Zuordnung zu Gegenständen und Sachverhalten, Symptom (Anzeichen, Indicium) kraft seiner Abhängigkeit vom Sender, dessen Innerlichkeit es ausdrückt, und Signal kraft seines Appells an den Hörer, dessen äußeres oder inneres Verhalten es steuert wie andere Verkehrszeichen.

Wir haben es also mit einem Relationsmodell (Bühler) zu tun, das eine dreifache Leistung der Sprache abbildet. Das Sprachzeichen, repräsentiert durch das „mediale Produkt des Lautes“ (bzw. Schriftzeichens), bleibt folglich nicht mit sich selbst identisch, sondern wandelt sich unter dem je gewählten Aspekt der „abstraktiven Relevanz“. Z ist daher keine strukturelle Idee im Sinne der langue, sonder existiert nur in Gestalt performativer Repräsentationen Z1 Z2  Z3, wobei Z1 = Ausdrucks-(Symptom-) Zeichen, Z2 = Appell-(Signal-)Zeichen, Z3 = Darstellungs-(Symbol)-) Zeichen bedeutet.

Das Bühlersche Organonmodell, das sich übrigens in Bruno Snells (1952) Dreiheit von Wirkungs-, Ausdrucks-, Darstellungsfunktion der Sprache wieder findet, ist für jede Text-Semiotik deshalb von Interesse, weil sein funktionales Zeichenverständnis jeder einsinnigen Texterklärung entgegenwirkt. Demzufolge existiert Text als Ausdruck, Appel oder Darstellung, je nachdem, welche Funktionsperspektive dominant wird: die des Senders, die des Empfängers oder die der Gegenstände und Sachverhalte. Blicken wir zurück auf die in 1. eruierten Literaturbegriff, so zeigen sich deutlich Parallelen: Mimesis = Darstellung, Expressivität = Ausdruck, Rezeption = Appell. Bezeichnenderweise bleibt die Parellele zum rhetorischen Literaturbegriff aus. Das nimmt nicht wunder; denn das skizzierte Bühler-Modell verzichtet auf den semiotischen Aspekt der Zeichenkombinatorik. Eine zeichenimmanente Strukturierung, wie sie der von uns postulierte rhetorische Literaturbegriff vorsieht, tritt im Organon-Denken nicht auf. Ihm gelingt es folglich nicht, das Ganze der traditionellen Literaturbegriffe zu systematisieren. Die gleiche Feststellung gilt analog für die Ganzheit der textuellen Möglichkeiten.“

[Plett, Heinrich F.: Textwissenschaft und Textanalyse. Heidelberg: UTB 328, 1975, S. 46-48]

Organonmodell  K. Bühlers ist abgeleitet von der aristotelischen Werkzeug-Funktion der Sprache (Organon). Die Sprache ist nach H. Hörmann das Werkzeug, das im Spannungsfeld zwischen Ich + Umwelt zur Bewältigung des Lebens eingesetzt wird. Eine knappe Interpretation des Modells:

Oder: Das Zeichen ist Symptom kraft seiner Abhängigkeit vom Sender und hat Ausdrucksfunktion; es ist Symbol kraft seiner Beziehung zur Umwelt und hat Darstellungsfunktion; es ist Signal kraft seiner Beziehung zum Empfänger und hat Appellfunktion.

Organon-Modell Karl BÜHLERs:

Modell der Sprache als eines Organons (Werkzeug, Instrument)zur Mitteilung einer Nachricht über etwas durch einen Sender an einen Empfänger, mit Ausdrucks-, Appell- und Darstellungsfunktion.

Das Organon-Modell von Karl Bühler stützt sich auf den von Platon im Kratylos  vorgeführten Gedanken von Sprache als einem Werkzeug.      

Das Zeichen ist Symptom  kraft seiner Abhängigkeit vom Sender  und hat Ausdrucksfunktion; es ist Symbol  kraft seiner Beziehung zur Umwelt  und hat Darstellungsfunktion; es ist Signal  kraft seiner  Beziehung zum Empfänger und hat Appelfunktion:

Sätze der Darstellung können in Sätze des Ausdrucks und diese wiederum in Sätze des Appells übersetzt  werden:

Die Welt ist voll Trottel (Darstellung)

> Ich fühle mich überlegen (Ausdruck)

> Denke nicht, ich sei ein Trottel  (Appell)

Den drei Sprachfunktionen von K. BÜHLER hat Karl POPPER eine vierte Funktion hinzugefügt:               

Die argumentative Funktion: (Und) ich kann es wie folgt beweisen ...

Für Karl BÜHLER ist der Sprechakt für den Sprecher ein Symptom, ein Ausdruck seines Denkens; für den Hörer  Signal , das ihn zu einer Handlung bewegt; für die Kommunikation an sich ist das Zeichen ein Symbol,  ein Zeichen, das das repräsentiert, was der Sprecher auszudrücken intendiert.

Alle Sprachfunktionen  sind auf eine einzige zurückführbar: auf die pragmatische Funktion, denn  die Sprache intendiert immer etwas, um etwas zu erreichen  (Erkenntnis und Interesse).

Kritik:

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Das Modell ist zu statisch

 

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Es fehlt die Botschaft

 

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Darstellung ist schon ein Gedanke

 

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Jakobson hat das Modell erweitert: Botschaft, Code, poetische Funktion

„Bühler spricht von den folgenden drei »semantischen Funktionen des (komplexen) Sprachzeichens. Es ist Symbol kraft seiner Zuordnung zu Gegenständen und Sachverhalten, Symptom (Anzeichen, Indicium) kraft seiner Abhängigkeit vom Sender, dessen Innerlichkeit es ausdrückt, und Signal kraft seines Appels an den Hörer, dessen äußeres oder inneres Verhalten es steuert wie andere Verkehrszeichen.« (Bühler 1934/1978, 28) Bühler fügt unter Bezugnahme auf eine seiner früheren Arbeiten hinzu: »Dreifach ist die Leistung der menschlichen Sprache, ‚Kundgabe, Auslösung und Darstellung’. Heute bevorzuge ich die Termini: Ausdruck, Appell und Darstellung« (ebd.).

Da Ballmer mit der Möglichkeit liebäugelt, die fünf von Searle ins Spiel gebrachten Sprechaktklassen (in irgendeiner Form von Gewaltakt, ohne den es nicht gehen würde) auf die drei Funktionen, dir Bühler in seinem Organon-Modell der Sprache unterschieden hat, zurückzuführen, sei hier auf einen Umstand aufmerksam gemacht, der (ursprünglich) von Kainz bemerkt und (später) von Coseriu wieder aufgegriffen worden ist. Zum einen ist festzustellen, »dass es sich bei Bühlers Funktionen nicht einfach um Funktionen des sprachlichen Zeichens handelt, sondern um Funktionen des Zeichens in seiner Verwendung, um Funktionen von Redeakten, nicht von Zeichen.« (Coseriu 1980, 65) Zum anderen aber sind nicht alle der drei bei Bühler unterschiedenen Funktionen »Funktionen des Zeichens in seiner Verwendung, Funktionen von Redeakten« (ebd., 67). Letzteres gilt nur für »’Kundgabe’ (Ausdruck) und ’Auslösung’ (Appell)« (ebd.), nicht für die ’Darstellung’. »Es besteht somit ein Niveauunterschied zwischen Symptom und Signalen einerseits und Symbolen andererseits: Erstere funktionieren nur im Redeakt, letztere gehen dem Redeakt idealiter voraus. Die Darstellung ist eine Funktion des v i r t u e l l e n Zeichens; auch ein nur gedachtes Wort hat Bedeutung und somit ’Darstellung’ – vor und unabhängig von seinem eventuellen Gebrauch in einer Äußerung.« (Ebd.)

Ein vergleichbarer Niveauunterschied zwischen den unterschiedenen Größen ist bei Searle nicht zu beobachten. Die fünf Sprechaktkategorien Searles beziehen sich allesamt, wenn man so will, auf Funktionen sprachlicher Zeichen in der Verwendung, auf Funktionen von Redeakten. Searles Klassifikation ist mithin auch durch die Abwesenheit von Mängeln ausgezeichnet, die andere Klassifikationsvorschläge erkennen lassen.“

[Rolf, Eckard (Hg.): Illokutionäre Kräfte. Grundbegriffe der Illokutionslogik. Opladen: Westdeutscher Verlag, 1997, S. 124-125]

·

„Ein weiterer für die Geschichte der Semiotik wichtiger Vorläufer des informationstheoretischen Kommunikationsmodells ist Karl Bühlers „Organonmodell der Sprache“, trägt sowohl dem Aspekt des Miteinander-Kommunizierens als auch dem des Über-die-Dinde-Kommunizieren Rechnung.

Der gestrichelte Kreis um das Dreieck stellt „das konkrete Schallphänomen“ dar, das materielle „Signal“ oder Signifikantenexemplar. Die drei Seiten des Dreiecks sollen die Tatsache symbolisieren, dass das „Signal“ in dreifacher Hinsicht „Zeichen“ ist, etwas „bedeutet“: Das „konkrete Schallphänomen“ sagt etwas über den Sender (Ausdrucksfunktion), über den Empfänger (Appellfunktion) und –vor allem– über die Gegenstände und Sachverhalte (Darstellungsfunktion). Allerdings ist bei Bühler die semantische Dimension (Darstellungsfunktion) nur als referenzsemantische dargestellt (Signifikanten stehen für Referenten), die Beziehung der Signifikanten zu den Referenten ist nicht über Signifikate vermittelt.“

[Trabant, Jürgen: Elemente der Semiotik. München. C. H. Beck’sche V, 1976, S. 53f]

(Organon-Modell der Sprache von Karl Bühler, 1934, S. 28)

Organum kommt aus dem Griechischen und bedeutet "Hilfsmittel"; dieser Begriff wurde bereits von Platon eingeführt und dient der Umschreibung für Sprache. Das von Karl Bühler entwickelte Modell zeigt Sprache als komplexes Phänomen auf und versucht, die Vermittlerfunktion, die Sprache innehat, darzustellen.

Laut Bühler hat Sprache dreifache Funktion: Ausdruck, Appell und Darstellung. Hierbei ist Darstellung die Repräsentation eines Gegenstands oder Sachverhalts mittels eines Zeichens oder einer Zeichenkette. Ausdruck bezeichnet die Beziehung zwischen Sender und dem Zeichen. Appell zuletzt beschreibt die Beziehung und auch die Wirkung, die das Zeichen auf den Empfänger ausübt. Das Gesamtkonstrukt ist die Kommunikation zwischen zwei Personen mittels Sprache. Genauso gut kann dieses Modell aber auch auf non-verbale Kommunikation angewandt werden.

Legende zum Modell:

·     Kreis um Zeichendreieck: konkretes Schallphänomen (Sinneseindrücke)

·     Dreieck: sprachliches Zeichen (das tatsächlich Gesprochene)

·     Überschneidungen von Kreis und Dreieck: "Prinzip der abstraktiven Relevanz" > Sinneseindrücke werden jeweils individuell modifiziert:

a.   Dreieck innerhalb des Kreises: das subjektiv Wichtige wird herausgefiltert und weitergegeben; andere Eindrücke werden vernachlässigt

b.   Dreieck außerhalb des Kreises: dem Sinnesreiz werden subjektive Eindrücke hinzugefügt und weitergegeben; oftmals ist auch eine Wertung inbegriffen

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass der Sender zugleich Empfänger ist: denn er bekommt einen Sinnesreiz von außen. Diesen setzt er, zusammen mit subjektiven Eindrücken, nach dem Prinzip der abstrakten Relevanz in Sprache um und gibt das Konstrukt an den Empfänger weiter. Wenn dieser dann wieder diesen Eindruck subjektiv verarbeitet und weitergibt, entsteht Kommunikation.

„Karl Bühler (Teoría del lenguaje, págs. 94 y ss.) reconoce tres funciones del lenguaje, que corresponden a diferentes clases de información semántica contenida en los enunciados. Una función, en la que el signo actúa como un símbolo de los objetos y estados de cosas, es la representativa; otra, en la que el signo es síntoma de subjetividad, ya que se vincula con el emisor: hablante/escritor, es la función expresiva; y la tercera, en la que el signo opera como una señal al receptor: oyente/lector, es la función apelativa.

Se configuran así dos campos: el simbólico (de la representación conceptual) y el mostrativo, indicativo o señalativo - ámbito del hablante y el oyente („situación“ para E. Coseriu) -, que abarca las otras dos funciones.

En el campo mostrativo opera la deixis, la forma de señalamiento o mostración que típicamente pueden realizar los pronombres.

Bühler distinguió tres tipos de deixis: demostratio ad oculos, anáfora y deixis de la fantasía  (Deixis am Phantasma).

La demostratio ad oculos  es la deixis efectuada en el campo mostrativo en la situación del enunciado, como un tipo de referencia exofórica. Con los pronombres personales se señalan el emisor: la primera persona y el receptor: la segunda persona. Con otros pronombres se efectúan diversos señalamientos al contexto espacio-temporal creado por el acto de hablar y la participación de su emisor (acá / allá, este, acá, ahora, mío / tuyo, etc.).

La deixis de la fantasía es el señalamiento a objetos no presentes en la situación de discurso. Se realiza en el plano de la memoria, o la imaginación.

La anáfora es la dexis sintáctica, es decir, el señalamiento a un segmento del texto, del cual el pronombre es correferente (tiene el mismo referente que aquél); la referencia es endofórica. La anáfora puede ser anticipatoria o prospectiva, llamada también catáfora.“

[Kovacci, Ofelia: El comentario gramatical. Teoría y práctica II. Madrid: Arco / Libros, 1992, p. 173-174]

1. La función referencial, también llamada denotativa y cognitiva es la más importante de toda la comnicación, define las relaciones entre el mensaje y el objeto al que se refiere.

2. La función expresiva o emotiva define las relaciones entre el lenguaje y el emisor. Tiende a dar la impresión de una cierta emoción.

Denotación y connotación. Estas funciones nos obligan a abrir un paréntesis para establecer la distinción entre denotación y connotación. La denotación está constituida por el significado concebido objetivamente y como tal, mientras que la connotación expresa valores subjetivos, añadidos al signo. La denotación es propia de un código científico; la connotación de los códigos estéticos. Un uniforme, por ejemplo, denota un grado o función; y connota el prestigio y la autoridad que le son inherentes.

3. La función conativa  o injuntiva: define las relaciones entre el mensaje y el receptor, considerando a éste como fin del mensaje. Esta función puede ser cognitiva o subjetiva si se diriga al aspecto afectivo del receptor. La expresión más pura de esta función se encuentra en el vocativo y en el imperativo, que desde el punto de vista sintáctico, morfológico, e incluso fonológico se separan de las otras categorías verbales.

Estas tres funciones constituyen el modelo tradicional del lenguaje y son las que consideró Karl Bühler. Según él, para el que habla, el acto de habla es un síntoma, una expresión de lo que piensa; para el que oye es una señal que lo mueve a hacer algo; para la comunicación en sí misma es un símbolo, un signo que representa lo que intenta expresar el que habla.

Estos tres elementos corresponden a la primera persona (el emisor), a la segunda (el receptor) y a la „tercera persona“ (a alguien o a algo sobre lo que se habla).

«Signo según Karl Bühler

Karl Bühler resume en las siguientes ideas la noción de signo: “Siempre que tiene lugar una sustitución hay, como en toda relación, dos fundamentos, uno algo y otro algo que la consideración tiene que distinguir. Sin un concreto funciona hic et nunc como representante, siempre puede plantearse la cuestión de en virtud de qué propiedades recibió la representación, la asumió y la realiza. Por tanto, siempre tiene que ser posible una determinación doble de ese concreto, una de las cuales prescinde de la función de representación que tiene el que representa, para definirlo como lo que es o sería por sí mismo. La segunda interpretación, en cambio, busca y encuentra en él aquellas propiedades a las que está ligada la representación. En el caso del ser signo nunca son más que momentos abstractos, en virtud de los cuales y con los cuales el concreto actúa “como” signo. He denominado este hecho fundamental de la teoría del lengua el principio de la relevancia abstractiva.”

Bühler recuerda cómo los escolásticos definieron el signo con aquella célebre fórmula aliquid stat pro aliquo, y continúa: “El stare pro pertenece, en todos los ejemplos de la vida conocidos, a las relaciones no mutuas. El legado es un representante de su Estado, pero no al revés. Esto es válido también para los signos, y se puede decir que el sustituto (id quod stat pro aliquo) pertenece siempre a la esfera de lo perceptible“ (Sprachtheorie, Stuttgart, 1965, págs. 40-41).

Uno de los esquemas tal vez más logrados para ilustrar la función del signo lingüístico en el complejo de relaciones psicológicas en que se sitúa, es sin duda el Organon-Modell de Bühler. Claro que Bühler coloca el signo lingüístico en el sonido concreto o físico. El mismo Bühler da la razón de esta preferencia:

“El hablar llamado “interior”, imperceptible externamente, no quebranta la regla; pues también aquí se dan intuitivamente –por tanto de modo perceptible para el solitario para quien ese hablar existe– sonidos o un sustitutivo de sonidos en alguna forma (acústica, motriz, óptica); si no, no se da un auténtico fenómeno verbal” (Sprachtheorie, Stuttgart, 1965, pág. 41 n.).

Nosotros, siguiendo a Saussure, hemos situado el signo lingüístico en la zona interior o psíquica en que se instalan las imágenes verbales; pero esto no cambia el modo de la relación del signo. El esquema de Bühler supone los procesos mentales que determinan el cuadro de relaciones externas aquí expresadas:

 

 Según Bühler, todo mensaje o signo lingüístico implica una triple relación:

a)    con las cosas o fenómenos que son objeto del mensaje;

b)    con el sujeto receptor del mensaje.

Al hablar siempre ocurre que alguien comunica algo a alguien. El mensaje es, por tanto:

a)    representación de aquello de que se habla;

b)    expresión del sujeto hablante;

c)     apelación a la persona del receptor.

“El círculo del centro simboliza el fenómeno acústico concreto. Tras aspectos variables en él están llamados a elevarlo por tres veces distintas a la categoría de signo. Los lados del triángulo inserto simbolizan esos tres aspectos. Por una parte, el triángulo comprende menos que el círculo (principio de la relevancia abstractiva); por otra parte, sobresale el círculo para indicar que el dato sensible siempre experimenta un complemento aperceptivo. Los grupos de líneas simbolizan las funciones semánticas del complejo signo lingüístico. Este es símbolo en virtud de su ordenación a objetos y estados de cosas; síntoma (indicio), en virtud de su dependencia del emisor, cuya interioridad expresa; y señal, en virtud de su apelación al oyente, cuya conducta externa o interna dirige como otras señales de comunicación” (Sprachtheorie, Stuttgart, 1965, pág. 28).

Como es natural, la importancia relativa de estas tres funciones puede variar según la naturaleza y finalidad del mensaje.

Con esto queda claro que signo lingüístico y concepto son dos cosas objetivamente distintas, y que no es necesario, desde el punto de vista lingüístico, partir del concepto para explicar por él el sentido de las palabras.»

[Collado, Jesús-Antonio: Fundamentos de lingüística general. Madrid: Gredos, 1974, pp. 85-88]