OPPOSITION  

Oposición

(Recop.) Justo Fernández López

 

Vgl.:

Jakobson / Binarismus / Prager Schule / Neutralisation / Merkmalhaft / Paradigma

 

Opposition [lat. opposition ‘Gegenüberstellung’].

Zentraler Grundbegriff der Prager Schule zunächst speziell für die Phonologie: Zwei Laute stehen in der Relation einer phonologischen Opposition zueinander, wenn sie allein dazu dienen, zwei im übrigen phonologisch gleich Wörter mit ihrer unterschiedlichen Bedeutung zu differenzieren, z.B. /t/ und /d/ in Tier : dir, Tank : Dank (Minimalpaar). Sie sind nicht notwendig als die kleinsten bedeutungsdifferenzierenden Einheiten zu betrachten, denn sie können als Bündel Distinktiver Merkmale analysiert werden. Auf der Basis distinktiver Merkmale wird seit Trubetzkoy zwischen folgenden Oppositionen unterschieden: Je nach der Beziehung der O. zum phonologischen Gesamtsystem ergeben sich

(a)  Mehrdimensionale O.: Die beiden Elementen gemeinsamen Merkmale treten auch bei anderen Phonemen auf;

(b)  Eindimensionale (auch: Bilaterale) O.: Die beiden Elemente treten bei keinen anderen Phonem der Sprache auf;

(c)  Isolierte O.: Die für zwei Elemente geltende O. tritt nicht noch einmal innerhalb desselben Systems auf;

(d)  Proportionale O.: Die für zwei Elemente geltende O. wiederholt sich bei anderen Phonempaaren der Sprache.

  Je nach der Beziehung zwischen den einzelnen O.-gliedern ergeben sich

(e)  Privative Opposition, deren Glieder sich nur durch ein Merkmal unterscheiden;

(f)   Graduelle Opposition, die Elemente mit verschiedenen Graden, eines Merkmals unterscheiden, wie z.B. die Beschreibung der Vokale nach unterschiedlichen Öffnungsgraden;

(g)  Äquipollente O., deren Glieder sich durch mehrere verschiedene Merkmale unterscheiden, d.h. die weder privativ noch graduell, sondern logisch gleichberechtigt sind.

Hinsichtlich des Gültigkeitsbereiches der O. unterscheidet man zwischen

(h)  Konstanten, d.h. uneingeschränkt wirksamen O., und

(i)   Neutralisierte O., die in bestimmten Positionen aufgehoben sein können.

Zu parallelen, auf der gleichen O. beruhenden Phonemketten vgl. Korrelation.

Das Prinzip der distinktiven O. wird auch bei morphologischen und semantischen Analysen (Komponentenanalyse) angewendet.“ [Bußmann, S. 548-549]

Opposition ¹ Kontrast

Opposition ist ein Terminus, der für die paradigmatische Ebene gilt, während man für die syntagmatische Ebene den Terminus Kontrast benützt.“ [Heupel, C., S. 161]

„Die funktionellen Einheiten existieren, weil sie "oppositiv" sind: sie sind  durch gewisse Merkmale gekennzeichnet, die nicht fehlen können und die sie  von jeder anderen Einheit in derselben Sprache trennen.

Ein Opposition schließt ein, dass die betreffenden Einheiten etwas  Gemeinsames und etwas Verschiedenes haben, dass sie eine weitere  Bedeutungszone untereinander aufteilen. Nehmen wir ein einfaches Beispiel:  die Bedeutungszone "eine an einer Universität studierende Person". Diese Bedeutungszone können wir in zwei Bedeutungszonen teilen: durch die  Opposition Maskulinum/Femininum, d.h. durch die inhaltlichen Merkmale  "männlich" : "weiblich". Das Gemeinsame ist hier gerade der Inhalt "an der  Universität studierende Person"; das Verschiedene, das, was die Opposition  entstehen lässt, ist der Geschlechtsunterschied.  Als Korollar des Prinzips der Opposition ergibt sich daher, dass eine  Einheit analysierbar ist. Es stellt eine der wichtigsten Errungenschaften  der funktionellen Linguistik dar, sprachliche Einheiten in kleinere  Einheiten zu zerlegen, die zwar getrennt nicht vorkommen, aber dennoch  Einheiten sind. Den minimalen Unterschied zwischen Einheiten nennt man  einen "unterscheidenden Zug". Oder anders gesagt: das Sprachsystem besteht  aus unterscheidenden Zügen, die Einheiten bilden.“  

[Coseriu, Eugenio: Das romanische Verbalsystem. Tübingen: G. Narr, 1976, S.  50-52]

Das Prinzip der Neutralisation

„Die Oppositionen funktionieren nicht immer: in gewissen Umgebungen können  sie aufgehoben ("neutralisiert") werden. Auf dem Gebiet der Phonologie hat  man "Neutralisationen" in gewissen Lautumgebungen; d.h. die  Neutralisationen werden durch den Lautkontext bestimmt. Im Deutschen  existiert eine Neutralisation der Opposition zwischen stimmhaft  und  stimmlos im Auslaut (eine Opposition wie d / t  funktioniert im Auslaut  nicht: Rad und Rat haben genau dieselbe Aussprache [rat]. In den  Neutralisationsstellungen können die neutralisierten Oppositionen keinen  Bedeutungsunterschied mit sich bringen, weil sie da einfach nicht  funktionieren. Die Lage auf dem inhaltlichen Gebiet ist etwas anders. Auf  dem materiellen Gebiet der Sprache werden gewisse Oppositionen in gewissen  Lautumgebungen neutralisiert: in solchen Umgebungen können sie einfach  nicht funktionieren. Auf dem inhaltlichen Gebiet der Sprache können gewisse  Oppositionen in gewissen Umgebungen neutralisiert werden: sie können also  eventuell nicht funktionieren. Und das geschieht entweder, wenn die genaue  Bedeutung aus dem Kontext oder aus der Situation des Sprechens ganz klar  hervorgeht, oder wenn der Unterschied uns nicht interessiert und wir vom  Gesamtgebiet einer Opposition sprechen wollen. Wenn wir einen Satz wie:  "alle Studenten müssen die Referate abgeben" sagen, gebrauchen wir den  allgemeinen Ausdruck Studenten, der auch Studenten und Studentinnen   bedeuten kann, weil der Geschlechtsunterschied nicht betrachten wollen.  Wenn uns der Unterschied aber interessiert, wenn wir ihn unterstreichen  wollen, dann können wir Studenten und Studentinnen sagen. In diesem Fall  bekommt das Glied Studenten seine eigene oppositionelle Bedeutung: es  bedeutet nicht mehr "Studenten und Studentinnen", sondern ausschließlich "Studenten männlichen Geschlechts".

Inklusive Opposition

In diesem Sinn gerade sagt Hjelmslev mit Recht, dass die sprachlichen  Oppositionen nicht exklusiv, wie die logischen, sondern inklusiv sind: ein  Glied einer Opposition kann auch das andere (bzw. die anderen)  einschließen. Oder, metaphorisch gesagt, ist das "Nicht-schwarze" in der  Logik immer nicht-schwarz, es ist das Gegenteil des Schwarzen; in der  Sprache dagegen kann das "Nicht-schwarze" auch schwarz sein, kann also das  Schwarze einschließen, wenn der Unterschied nicht nötig ist oder wenn wir  ihn nicht unterstreichen wollen. So ist das Maskulinum an sich "nicht- weiblich", aber es kann, wie in unseren Beispielen, auch das Weibliche,  also das Femininum, einschließen.

Wir haben bisher von den sprachlichen Oppositionen gesprochen, als ob jedes  Glied einer Opposition für eine einzige und bestimmte Funktion  gekennzeichnet wäre, z.B.: Singular/Plural, Maskulinum/Femininum. Wir haben  dabei vorausgesetzt, dass die Glieder jeder Opposition etwas Gemeinsames  und etwas Verschiedenes haben und dass das Verschiedene gerade das Merkmal  jedes Gliedes ist. Aber es ist nicht unbedingt so, oder besser,  normalerweise ist es nicht so. Das Prinzip der Neutralisation führt uns in  der Tat zu einer anderen und genaueren Auffassung der sprachlichen  Oppositionen. In einer zweigliedrigen Opposition finden wir nämlich ein  Glied auf eine Zone der Opposition konzentriert, deren Grenze es nicht  überschreiten kann: es ist positiv für eine bestimmte Funktion  gekennzeichnet. So z.B. das Glied Studentin in der Opposition  Student/Studentin und die Glieder filia, dea in den Oppositionen  filius/filia, deus/dea, die für die Funktion "Femininum" positiv  gekennzeichnet sind und folglich konstant Feminina sind und die Grenzen des  Femininums nicht überschreiten können.  Das andere Glied aber ist gegenüber  dem ersten nur negativ gekennzeichnet, als das mögliche Gegenteil davon,  als nicht positiv bestimmt für dieselbe Funktion. Es kann u.U. wirklich das  Gegenteil bedeuten, kann aber auch auf das ganze Gebiet der Opposition  ausgedehnt werden, mit Aufhebung oder Neutralisation der Opposition selbst.  In den schon erwähnten Oppositionen sind die Glieder Student, filius, deus  inhaltlich keine richtigen und positiv gekennzeichneten "Maskulina", sondern  nur "Nicht-feminina", oder besser, sie sind nicht als Feminina  gekennzeichnet, können aber, u.U. auch das Femininum, umfassen.   In diesem Sinn ist die Opposition in unseren Beispielen "inklusiv": das  Nicht-femininum umfasst das Femininum. Wenn auch das positiv  gekennzeichnete Glied da ist, bedeutet das negativ gekennzeichnete das  Gegenteil davon, hat also oppositionelle Bedeutung, bedeutet "Maskulinum",  sonst ist es gleichgültig gegenüber der Opposition und die Opposition  selbst wird aufgehoben: die genaue Bedeutung des negativ gekennzeichneten  Gliedes geht aus dem Kontext und aus der Situation hervor und kann auch  neutral sein. In diesem Sinn nehmen manche Autoren für die negativ  gekennzeichneten Glieder zwei Grundbedeutungen an: die oppositionelle, die  wirklich negative (also das Gegenteil der positiv gekennzeichneten Glieder)  und die nicht-oppositionelle, die der Opposition gegenüber gleichgültige  Bedeutung. So z.B. hätte das Glied Student in unserem Beispiel zwei  Grundbedeutungen:

1. "Student-Maskulinum" und

2. "Student-ohne Geschlechtsunterschied".

Wir ziehen es jedoch vor, für die negativ gekennzeichneten Glieder nur die  nicht-oppositionelle Bedeutung als wesentlich zu betrachten, da die  oppositionelle Bedeutung immer durch den Kontext oder durch die Situation  bestimmt wird (auch in Zusammenhang wir Studenten und Studentinnen ist  natürlich ein Kontext): ohne Kontext oder Situation kann man nicht wissen,  ob die als "die Studenten" bezeichneten Personen alle männlich sind oder  manche männlich und manche weiblich. Man muss außerdem dazu sagen, dass  das nur dann geschieht, wenn wir eine Opposition zwischen "Nicht-femininum"  und "Femininum" haben: wie wir noch sehen werden, kann das Maskulinum als  solches auch positives Merkmal sein.  Auf dieselbe Weise kann man eine Opposition wie "vollendet"/"unvollendet"  interpretieren: "vollendet" ist ein positives Merkmal und das entsprechende  Glied bedeutet ausdrücklich eine vollendete, abgeschlossene Handlung;  "unvollendet" ist ein negatives Merkmal, nur in Bezug auf das Vollendete  bestimmt: es ist vielmehr "nicht-vollendet", oder noch besser "nicht  ausdrücklich als vollendet gekennzeichnet", aber unter Umständen kann es  auch "vollendet" sein. Das "Unvollendete" also umfasst das "Vollendete",  schließt es ein.  Dasselbe gilt für eine zweigliedrige Opposition wie Singular/Plural im  Deutschen und in vielen anderen Sprachen. Der Plural ist ein positives  Glied, ausdrücklich als Mehrzahl gekennzeichnet; der Singular dagegen ist  ein negatives Glied: "Nicht-plural" oder "nicht als Mehrzahl  gekennzeichnet", kann aber auch die Mehrzahl bedeuten; z.B. der Portugiese  ist im allgemeinen sehr höflich  (d.h. die Portugiesen sind höflich ). Der  Singular schließt den Plural ein, kann also auch für den Plural stehen,  aber nicht umgekehrt. 

Extensive - intensive Glieder

Durch diese Beispiele kann man auch die Namen besser verstehen, die man den  Gliedern der sprachlichen Oppositionen gegeben hat. In der Terminologie der  Prager Schule heißen sie "merkmallos" (oder "neutral") und "merkmalhaft".  Damit will man betonen, dass ein Glied nicht ausdrücklich für eine  bestimmte Funktion gekennzeichnet ist, dass es auch eine "neutrale", d.h.  eine gegenüber der betreffenden Opposition gleichgültige Bedeutung haben  kann, während das andere (oder die anderen) für bestimmte Funktionen  ausdrücklich gekennzeichnet sind. In der Terminologie von Louis Hjelmslev,  die wir in diesem Fall für besser halten, heißen die Glieder der  Opposition extensiv und intensiv. Damit will man betonen, dass ein Glied  auf das ganze Gebiet der betreffenden Opposition ausdehnbar ist, während  das andere oder die anderen auf bestimmte Zonen dieses selben Gebietes  konzentriert sind. Wenn eine Neutralisation, eine Aufhebung einer  Opposition eintritt, ersetzt das merkmallose, neutrale oder extensive Glied  das merkmalhafte oder intensive (bzw. die merkmalhaften oder intensiven)  oder kann auch für die merkmalhaften oder intensiven stehen; nicht  umgekehrt. In unseren Beispielen waren das Maskulinum, das Unvollendete,  der Singular merkmallos oder extensiv; das Femininum, das Vollendete und  der Plural dagegen merkmalhaft oder intensiv.

Mehrgliedrige Oppositionen

Wir haben bisher nur zweigliedrige Oppositionen untersucht. Es scheint  aber, dass es auch mehrgliedrige Oppositionen gibt, d.h. dass gewisse  Bedeutungsgebiete unter mehr als zwei Gliedern aufgeteilt werden. So kann  man gewisse Fälle als dreigliedrige Oppositionen interpretieren, wie z.B.  die Opposition Mensch/Mann/Frau im Deutschen. In solchen Fällen ist ein  Glied merkmallos oder extensiv, während die beiden anderen merkmalhaft oder  intensiv sind.

Neutralisation und 'Metapher'

Eine kurze Anmerkung zur Neutralisation ist noch nötig. Wir haben gesagt,  dass man die merkmalhaften oder intensiven Glieder einer Opposition für das  merkmallose oder extensive Glied nicht gebrauchen kann und dass auch die  intensiven Glieder sich untereinander weder ersetzen noch vertreten können.  Das gilt aber nur in einem gewissen Sinn. In Wirklichkeit gibt es durchaus  derartige Erscheinungen: man kann merkmalhafte für merkmallose Glieder  gebrauchen und merkmalhafte statt anderer auch merkmalhafter, nämlich mit  stilistischen Absichten, in so genanten "übertragenen Sinn". Dann aber gibt  es keine Neutralisation: die merkmalhaften Glieder bewahren ihre  sprachliche Bedeutung. Für den sog. übertragenen Sinn ist gerade das  charakteristisch, dass die beiden Bedeutungen, die sprachliche und die in  der Rede gemeinte, zusammen und zugleich getrennt anwesend und erkennbar  sind. Wenn wir wie im Titel eines berühmten Filmes Es geschah morgen sagen,  bewahrt die Form geschah ihre Bedeutung als Vergangenheit und gleichzeitig  ist es offensichtlich, dass sie auf die Zukunft angewandt ist: die  Opposition zwischen Vergangenheit und Futurum wird folglich hier nicht  neutralisiert, nicht ein eine neutrale Bedeutung zusammengeschmolzen, und  gerade darum hat der Satz eine gewisse stilistische Wirkung: man versteht,  dass es sich um etwas Verwunderliches, Übernatürliches handelt. So auch,  wenn ich, mit mir selbst sprechen, du bist böse sage: du bewahrt hier seine  Bedeutung als zweite Person und ich spreche mit mir selbst, als ob ich  wirklich mit einer anderen Person spräche. In beiden Beispielen liegt daher  keine Neutralisation vor, sondern eine Metapher. Es ist freilich ohne  weiteres zu erkennen, dass die Existenz der Neutralisation u.U. eine große  Schwierigkeit für die Sprachanalyse darstellt, da eine Neutralisation  leicht mit einer stilistischen Ersetzung verwechselt werden kann; dennoch  bleibt sie eine Grundlage der Analyse.

Binarismus

Ein Sonderproblem ist der so genannte "Binarismus" gegenüber dem so genannten  "Pluralismus" in Bezug auf die Struktur der sprachlichen Oppositionen. Eine  Richtung des Strukturalismus, deren Hauptvertreter R. Jakobson ist,  behauptet, dass die sprachlichen Oppositionen immer binär, also immer  zweigliedrig sind. Die Oppositionen, die auf den ersten Blick mehr als zwei  Glieder enthalten, wären nichts anderes als Kombinationen von mehreren  zweigliedrigen Oppositionen und sie könnten in diese untergeordneten  Oppositionen aufgeteilt werden; oder anderes gesagt: mehrgliedrig  erscheinende Oppositionen wären nur Untergruppierungen einer binären  Opposition.  Der "Pluralismus" dagegen, zu dem fast alle anderen strukturalistischen  Forscher gehören, befürwortet die Existenz von mehrgliedrigen Oppositionen.  Die dänische Schule kennt schon seit V. Brødal die Existenz von  Oppositionen bis zu sechs Gliedern.  In manchen Fällen scheint der Binarismus mit der Wirklichkeit der Sprache  auch in formeller Hinsicht übereinzustimmen. Wir werden dieses Problem  ungelöst lassen.“ 

[Coseriu, Eugenio: Das romanische Verbalsystem. Tübingen: G. Narr, 1976, S.  54-64]

«Oposición [A. Gegensatz]

1.    Relación en que se encuentran todos los elementos homogéneos de un sistema lingüístico (fonemas, formas, funciones, significados, etc.) para constituir un equilibrio, y, por tanto, para poder ser diferenciados. Así, el fonema p se opone al fonema b, y ambos al fonema m, para constituir el sistema de consonantes bilabiales y para conseguir sus diferentes peculiaridades. La palabra calor se opone a la palabra frío para formar un sistema significativo (con tibio, templado, helado, etc.) y obtener su propia significación. La entonación interrogativa se opone a la enunciativa para que ambas puedan dar la clase de una significación (Lluege hoy - ¿Llueve hoy?). Sobre esta noción reposan la Fonología y el Estructuralismo contemporáneos. Las oposiciones mejor estudiadas son las oposiciones fonológicas [A. Phonologischer Gegensatz]. Son aquellas que en una lengua dada pueden diferenciar significaciones intelectuales. Reciben también, por ello, el nombre de oposiciones fonológicas distintivas u oposiciones distintivas. Las oposiciones que no poseen esa aptitud son no distintivas. Constan de dos fonemas. Las oposiciones distintivas se clasifican: A) Por sus relaciones con todo el sistema de oposiciones, en bilaterales, multilaterales, proporcionales y aisladas; B) Por la relación que existe entre los los términos de la oposición, en privativas, graduales y equipolentes; C) Por la extensión de su poder distintivo, en constantes y neutralizables.

2.    Oposición significativa es la formada por dos signos de la lengua cuyos significados son diferentes. Así, lat. equus / equis, dominus / equus. Al tratarse de dos signos, va implícito en la definición que los significantes han de ser también diferentes. Pero exigir en la definición que los significantes sean diferentes es insuficiente, ya que una diferencia de significantes puede no corresponder a una diferencia de significados. Así, la noción de plural en la misma en equi que en principes, a pesar de que los morfemas que la expresan son diferentes. Unas oposiciones significativas son, simplemente, oposiciones de vocabulario, mientras que otras son oposiciones gramaticales. Las primeras son aisladas (tipo hombre / mujer), mientras que las segundas son proporcionales (tipo niño / niña = oso / osa = perro / perra). La unidad que es término de una oposición significativa de vocabulario se denomina semantema. La que es término de una oposición significativa gramatical es una categoría gramatical. Y en el sentido de una palabra, morfema es el significante de una categoría gramatical. El morfema está, pues, dotado también de un significado. Así, en latín, lego / legis, uoluo / uoluis, -o es un morfema, -is es otro morfema. Una oposición gramatical que, en el plano del significante, se establece por medio de morfemas es una oposición morfológica.“ (Martín S. Ruipérez).»

[Lázaro Carreter, Fernando: Diccionario de términos filológicos. Madrid: Gredos, 1967]

«Oposición:

Para proceder a la identificación de los fonemas de una lengua es necesario emplear el procedimiento de la conmutación sucesiva, es decir, sustituir cada uno de los fonemas de una palabra por otros con el fin de encontrar diferencias en su significado.

La relación que existe entre dos fonemas conmutables recibe el nombre de oposición. Teóricamente sería necesario conmutar todos los fonemas de una lengua para realizar su inventario fonológico, pero en la práctica es suficiente con conmutar los fonemas que ofrecen características similares.

Por ejemplo:

/p/ es oclusiva (cierre completo de los órganos articulatorios), bilabial (los dos labios forman el cierre), sorda (las cuerdas vocales no vibran),

y

/b/ es oclusiva (como la anterior), bilabial (como la anterior), sonora (las cuerdas vocales vibran: diferente de la anterior).

Es decir, estos dos fonemas presentan dos rasgos iguales (el de oclusión y el de bilabialidad), diferenciándose sólo por el rasgo de sonoridad (/p/ sorda, /b/ sonora), que es el que crea la oposición.

En inglés, /sip/ sip, se opone a /zip/ zip, porque la primera, /s/, es sorda, y la segunda /z/, sonora; luego /s/ y /z/ forman en inglés una oposición.»

[Quilis, Antonio / Fernández, Joseph. A.: Curso de fonética y fonología españolas. Madrid: C.S.I.C., 141992, p. 12]

«Oposición

Relación existente entre una unidad lingüística (fonema, morfema, palabra, etc.) que aparece en un contexto determinado en la cadena hablada y las demás unidades del mismo nivel que pueden ocupar esa misma posición. (Cf. Paradigma.)»

[Eguren, Luis / Fernández Soriano, Olga: La terminología gramatical. Madrid: Gredos, 2006, p. 84]

«Oposición

Dos fonemas se oponen cuando, al reemplazar uno de ellos por el otro, en un par mínimo, se obtienen dos significantes distintos que tienen distintos significados. En este sentido, por ejemplo, decimos que /p/ y /b/ se encuentran en oposición porque su conmutación produce pala y bala

[Hernando Cuadrado, Luis Alberto: Introducción a la teoría y estructura del lenguaje. Madrid: Editorial Verbum, 1995, p. 46]

«Oposición

Tal como acepta el estructuralismo europeo que parte de F. de Saussure y llega hasta E. Coseriu, una oposición lingüística es el contraste que se da entre dos unidades que posee uno o varios rasgos comunes (base de comparación) y uno o más rasgos diferenciadores o distintivos que permiten a cada unidad desempeñar una función diferente. Pero para llegar a este concepto de oposición debemos distinguir, en principio, tres conceptos que son fundamentales en todo estudio que se considere estructuralista: identificación, clasificación y definición de las unidades. [...]

Si aceptamos el concepto de oposición lingüística, no nos queda más remedio que aceptar dos conceptos estrechamente relacionados con él y que a lo largo de la historia del estructuralismo no sólo han tenido una gran aplicación a los estudios lingüísticos, sino que además han sido objeto de amplias disquisiciones teóricas. Nos referimos en este caso a los conceptos de neutralización y sincretismo. El término neutralización ya había sido postulado y aplicado por N. S. Trubetzkoy (1973) a la fonología para caracterizar la suspensión de una oposición fonológica en determinados contextos. Frente a él, y como fenómeno lingüístico diferente, nos encontramos con lo que en lingüística se ha denominado sincretismo. Mientras el primer concepto –cfr. E. Coseriu (1981: 245-246)– es la suspensión de una oposición funcional que se verifica en uno de los dos planos de la lengua (expresión o contenido), el segundo es la no manifestación material, en una sección de un paradigma o en un paradigma, de una distinción de contenido que se manifiesta en otros paradigmas análogos o en otras secciones de dicho paradigma. Por ello, pues, la diferencia de contenido no se pierde, no hay “suspensión de la oposición, ni un valor neutro que represente a los términos de ésta”.

No obstante, a lo largo de la historia de la lingüística se ha verificado una confusión entre los dos términos, confusión que incide también en la obra de E. Alarcos Llorach (1957) al postular que se da neutralización de dos unidades de contenido cuando sus significantes son idénticos, o en R. Senabre (1971: 181-183), que afirma que el sincretismo se produce cuando dos unidades que se oponen en la lengua “neutralizan su oposición en un contexto dado”. Por otra parte, B. Rodríguez Díez (1989), al analizar esta confusión terminológica reserva el nombre de “neutralización sintagmática” para el primer concepto, mientras acepta “neutralización paradigmática” para el segundo, lo cual, según nuestra opinión, no sólo no resuelve el conflicto terminológico, sino que lo aumenta.

La confusión, sin embargo, no sólo afecta a estos dos conceptos, sino que además se ha creado otra neutralización y designación. En este sentido, algunos autores –cfr. Rodríguez Adrados (1967)– admiten que en algunos casos de neutralización el término marcado de la oposición puede aparecer por el no marcado, o incluso –cfr. I. Muñoz Valle (1975)–, al aceptar el término de neutralización como idéntico a “uso neutro” de dos términos se acepta “sinonimia perfecta” en el nivel del habla desde el momento en que se desechan las diferencias nocionales expresivas entre los términos opuestos. E. Coseriu (1981: 234), por el contrario, afirma que en las oposiciones privativas uno de los rasgos distintivos puede ser “cero”, con lo que lo característico de la unidad que posee dicho rasgo (no marcada) coincide plenamente con los rasgos comunes o base de comparación, por lo que dicha unidad es denominada “término neutro” y, en consecuencia, la neutralización sería el empleo del término neutro para el valor neutro.

Habría que distinguir también, siguiendo al lingüista rumano, entre neutralización como hecho de habla y neutralizabilidad como posibilidad de la lengua que se lleva a cabo en el hablar. Del mismo modo, se afirma incluso que el hecho de que un objeto sea nombrado por signos de clases diferentes (designación múltiple) no debe confundirse tampoco con la neutralización de los significados, que es un hecho de significación.

En definitiva, y totalmente de acuerdo con E. Coseriu, habría que concluir que el sincretismo concierno a la relación entre el contenido y expresión, o lo que es lo mismo, a la relación material del contenido a través de la expresión, mientras que en la neutralización no existe ningún tipo de interferencias entre los dos planos, ya que ésta concierne a la suspensión de oposiciones, las cuales se dan en un único plano o nivel lingüístico (bien en el contenido, bien en la expresión).»

[Espinosa, Jacinto: Estructuras sintácticas transitivas e intransitivas en español. Cádiz: Universidad de Cádiz, 1997, p. 24 n. 9]