MONISMUS

Monismo

(Recop.) Justo Fernández López

 

Vgl.:

Dualismus / Holismus

 

Monismus (von griech. mónos = allein)

Einheitslehre, von Christian Wolff eingeführter Begriff. Während der extreme Dualismus und der Pluralismus die verschiedenen Bereiche des Seienden auf mehrere gleich ursprüngl. Prinzipien zurückführen, leugnet der Monismus in seiner strengen Form die Verschiedenheit der Seinsbereiche und leitet alles Seiende aus einem Prinzip her. Ein gemäßigter Monismus dagegen anerkennt die Unaufhebbarkeit der Differenzen der Seinsbereiche und wahrt so die Analogizität des Seins, bezieht sie aber doch auf eine letzte grundhafte Identität zurück und behält so die der Analogizität zugrunde liegende Einheit des Seins im Blick. Arten des eigentlichen, strengen Monismus sind der Pantheismus, insofern er Gott und Welt in eins setzt, der Spiritualismus, insofern er alles unmittelbar und allein aus dem einen reinen Geist, der Materialismus, insofern er alles aus der Materie erklären sucht.“

[Müller, Max / Halder, Alois: Philosophisches Wörterbuch. Freiburg / Basel / Wien: Herder, 1988, S. 198]