MODALITÄTS-PRO-FORM

(Recop.) Justo Fernández López

 

Modalitäts-Pro-Form

Bei manchen Derivationen gehen die Suffixe der Oberfläche auf Modalitäts-Pro-Formen zurück; z.B. bei Verfolgung. Diese Pro-Form ist Konstituente einer NO des Matrixsatzes, die später durch das Suffix –ung ersetzt wird.

Man nimmt an, dass es in der Grammatik zwei Lexika gibt. Das erste ist das Grundlexikon, das alle Stammorpheme verzeichnet. Dieses Lexikon liefert die Einträge der Tiefenstruktur. Im zweiten Lexikon sind Morpheme enthalten, die in der Tiefenstruktur lediglich durch Pro-Formen repräsentiert werden. Hierher gehören Pronomina, Wortbildungsmorpheme, Kasus-, Tempusmorpheme usw. Diese Morpheme werden also während des transformationellen Ableitungsganges für Pro-Formen eingesetzt. (Funkkolleg 6, 1971: 95, 103)“ [Abraham, W., S. 489]