METASPRACHE  

Metalenguaje

(Recop.) Justo Fernández López

 

Vgl.:

Objektsprache vs. Metasprache / Ostensive Definition / Kommunikation / Wahrheit / Gebrauch und Erwähnung bzw. Anführung

 

Eine Metasprache  ist eine Sprache, in der man über eine andere Sprache (Objektsprache) Aussagen macht.  Spreche ich im Dt. über das Sp., so ist Dt. die Metasprache der Objektsprache Sp.

Eine Metasprache ist demgemäß eine Sprache, in der über die sprachlichen Ausdrücke einer Objektsprache, die in diesem Fall die zu untersuchende Objekt darstellt, geredet wird.

Oft gibt es zwischen Metasprache und Objektsprache keinen Unterschied, wenn man z.B. über das Deutsche mit der deutschen Sprache gesprochen wird.

Metasprache. Sprache zweiter Stufe (auch: Beschreibungssprache), mittels der die natürliche Sprache (auch: Objektsprache) beschrieben wird. Zur Unterscheidung vgl. Objektsprache vs. Metasprache.“ [Bußmann, S. 486]

„Es ist jedoch möglich, als Parameter nicht an eine dritte Sprache zu denken, sondern an ein Vergleichsinstrument, das an sich keine Sprache ist und das sich (wenn auch nur approximativ) in jeder beliebigen Sprache ausdrücken lässt, aber gleichwohl erlaubt, zwei sprachliche Strukturen zu vergleichen, die für sich genommen inkommensurabel erscheinen. Dies Instrument würde aus demselben Grund funktionieren, aus dem jede Sprache sich in ihren eigenen Begriffen mittels eines Prinzips der Interpretanz erklärt: Jede natürliche Sprache dient permanent als Metasprache ihrer selbst durch jenen Prozess, den Peirce die unbegrenzte Semiose genannt hat.“

[Eco, Umberto: Die Suche nach der vollkommenen Sprache. München: C. H. Beck, 1995, S. 352]

„Die Sprache ist die einzige Sprache. Die Sprache, in der ich über die Sprache rede, ist die Sprache selbst.

»Ich habe früher geglaubt, das es die Umgangssprache gibt, in der wir alle für gewöhnlich sprechen und eine primäre Sprache, die das ausdrückt, was wir wirklich wissen, also die Phänomene. Ich habe auch von einem ersten System und einen zweiten System gesprochen. (...) Ich glaube, dass wir im Wesen nur eine Sprache haben und das ist die gewöhnliche Sprache.« (W 45)

Wir können aber in der alltäglichen Sprache Teilsysteme der alltäglichen Sprache ausbauen. So. z.B. wenn wir die Sprache des Gesichtsraums und die Sprache der euklidischen Raumes unterscheiden. Der Gesichtsraum hat nämlich eine nicht-euklidische Struktur. Aus der Verwechslung von solchen Sprachen, wie z.B. dieser beiden, entstehen große Verwirrungen. (W 59).“

[Brand, Gerd: Die grundlegenden Texte von Ludwig Wittgenstein. Frankfurt/Main: Suhrkamp, 1975, S. 85-86] 

„Bei Saussure ist das Unterscheidende zwischen zwei Zeichen, das die Grenze erzeugt: jedes Element ist die Grenze und das In-der-Schwebe-halten des anderen. Der Dualismus zwischen Wort und Ding ist eine andere Form derselben Grenze. Das Ding wird vermittels der Operationen der Universums- und der Ausnahmebildung negiert, und dadurch konstituiert sich die Sprache. Heute setzen die Linguisten eine reine Grenze, die das Extralinguistische darstellt, ohne darüber etwas weiteres auszusagen. Die singulären Elemente (Personalpronomina, Shifter, usw.) sind dabei diejenigen Elemente, die gleichzeitig die Niveauschichtung, die Teilung und den Dualismus des Sprachsystems in Frage stellen.

Bei den Logikern stellt sich die Frage anders als bei den Linguisten, denn sie verfügen nicht über ein empirisch vorgegebenes Universum. Die Grenze kommt hier durch die Struktur selbst, durch die Bildung von Metasprachen, bzw. «logischen», künstlichen Sprachen zustande. Es gibt dabei immer mindestens ein Element, das sich einer logischen Sprache entzieht und das ist die logische Sprache selbst. (Vgl. K. Gödel: “Über formal unentscheidbare Sätze der Principia Mathematica und verwandter Systeme I”, in: Monatsheft für Mathematik und Physik Bd. 38 (1931), Heft 1. Für Lacan ist der Satz «Es gibt keine Metasprache» äquivalent mit: «Es gibt Lalangue»).

Das wird verschieden aufgefasst. Der Versuch der zunehmenden Formalisierung von logischen Sprachen zwingt diese dazu, vor der natürlichen Sprache die Flucht zu ergreifen, was sich in der endlosen, hierarchischen Folge von Metasprachen äußert. Dieser Versuch hat aber auch immer eine kritische Intention, die bei aller Kritik am Formalismus nicht vergessen werden darf. Denn er destruiert nicht nur die Zweideutigkeit der natürlichen Sprache, sondern auch die imaginären Projektionen und Abschließungen, die diese ebenfalls enthalten, so dass eine logisch konstruierte Sprache ihre Legitimation immer in der Destruktion von Ideologie finden kann.

Die Linguisten befinden sich in einer anderen Situation: sie können immer innerhalb des Universums der Alltagssprache eine interne Grenze in der Unterscheidung korrekt-nicht korrekt finden. D. h. die Sprache, die als Universum eingeschrieben wird, verdinglicht sich zu einem Netz von Pflichten und Verboten (Untersagungen). Diese Verdinglichung ist in einem gewissen Maß unumgänglich, sollte nicht jeder Sinn «zerfließen». Die untersagte Redewendung ist eine paradoxe Formation, denn sie ist und ist nicht in der Sprache – sie wird untersagt, nur indem sie «möglich» ist, aber gleichzeitig soll sie das Unmögliche «repräsentieren». Das Paradoxon liegt darin, dass das, was unmöglich ist, überdies noch verboten wird. [...]

Das Indiz, dass in der Sprache etwas Reales existiert und dass sie nicht bloße Konvention ist, liegt in der Untersagung. Lacan formuliert das so: Alles kann nicht gesagt werden. Das Verbot, worin sich Sprache und Lalangue treffen, äußert sich im Moment des Aussagens.”

[Lipowatz, Thanos: Die Verleugnung des Politischen. Die Ethik des Symbolischen bei Jacques Lacan. Weinheim und Berlin: Quadriga Verlag, 1986, S. 41-43 ]

Für Lacan gibt es keine Metasprache

„Die Schwierigkeiten, die immer wieder auftauchen, sind die Schwierigkeiten, das «Objekt» einzukreisen. Die Position des Subjekts des Aussagens ist immer schon im Sprachobjekt, in der Sprache-als-Objekt eingeschrieben: in der Diskrepanz zwischen dem Signifikanten und dem Signifikat, in dem Balken, der sie trennt. Es gibt keine Metasprache, d.h. es gibt keine Sprache ohne Objekt: dieses Objekt ist die innere Selbstdistanz der Sprache, die den Ort des sprechenden Subjekts des Diskurses ausmacht. (S. Zizek). Dadurch wird die endlose, metonymische Bewegung der Selbstreferenz der natürlichen Sprache vermieden.

Das «Objekt» ist der Referent all dessen, wodurch die Sprache nie direkt das sagt, was das «heißen will», wodurch immer zu viel oder zu wenig gesagt (bzw. getan) wird. Dieses paradoxe Objekt ist das unmögliche Äquivalent des Subjekts. Zwischen dem Objekt und dem Signifikanten gibt es nicht die äußere Distanz wie zwischen den Dingen und den Zeichen (z.B. in der Wissenschaft), sondern sie ist ein innerer Schnitt des Signifikanten bzw. die Spaltung des Subjekts. [...]

Auch für Gadamer existiert keine Metasprache. Aber für ihn bestimmt die historische Substanz von vornherein den möglichen Verstehenshorizont des «rechten» und einer «linken» Variante, je nachdem, ob die «Sprache» oder die «gesellschaftlichen Verhältnisse» als die Dominante angesehen werden, die «rechten» und einer «linken» Variante, die quasi die Substanz der Subjekte ausmacht. Wenn die Sprache als das geschichtliche Absolute, das die Öffnung zur Welt bedeutet, ontologisiert wird, dann wird der Andere zur historischen Substanz. Wenn es die gesellschaftlichen Verhältnisse sind, die eine «Entfremdung» der Subjekte absolut setzen, dann wird ebenfalls der Andere zur Substanz. Entweder der Tod oder die Weltrevolution sind der transzendente Rahmen, der die Endlichkeit der Geschichte setzt.”

[Lipowatz, Thanos: “Das Subjekt des Unbewussten. Reflexionen im Anschluss an Jacques Lacan”. In: Geier, M. / Woetzel, H. (Hrsg.): Das Subjekt des Diskurses. Beiträge zur sprachlichen Bildung von Subjektivität und Intersubjektivität. Berlin: Argument-Verlag, 1983, S. 45-46 und 49 Anm. 36]

Metalenguaje: El término y la noción referidos a lo que sería un lenguaje de servicio, usado para hablar del lenguaje, aparecen en G. Frege y R. Carnap; pero es A. Tarski (1931) quien usa sistemáticamente la noción de metalenguaje. Si se quiere aplicar la misma distinción que existe entre lenguaje y lengua, se puede diferenciar el metalenguaje de la metalengua, pero, de hecho, los dos términos acaban por ser usados indistintamente.“ [Cardona, G. R.; p. 182]

«Como es de sobra conocido el término metalenguaje procede de la Lógica (R. Carnap) y fue adoptado y generalizado en los estudios lingüísticos por R. Jakobson con la adaptación que efectuó de la teoría general de las funciones del lenguaje de K. Bühler. En el uso del instrumental metalingüístico hay que tener en cuenta los diferentes niveles o grados de abstracción que implica su uso (incluso en el saber lingüístico ingenuo de los hablantes). Conviene tener en cuenta la escala básica: meta-metalenguaje/ metalenguaje/lenguaje objeto, nivelación necesaria para ser conscientes de que en numerosas ocasiones algunos de los problemas que nos ocupan son de naturaleza meta-metalingüística, evitando de esa forma convertirnos en esquizofrénicos en la reflexión teórica.»

[Jiménez Cano, José María: “Las unidades lingüísticas: ¿una cuestión cerrada?”, en: Revista electrónica de estudios filológicos, Número 2, noviembre 2001]

“Entiende Hjelmslev por metalenguaje o metalengua aquella lengua descriptiva que permite la descripción de una lengua a través de un método adecuado; es decir, una lengua cuyo plano de contenido es ya una lengua. Más quizás convenga distinguir, de manera general, entre metalenguaje como lengua artificial capaz de describir otro lenguaje; y el metalenguaje dentro de la Lingüística, que es el que nos interesa aquí.

En principio, pues, es un lenguaje que se utiliza para analizar y describir una lengua natural, que llamamos lenguaje-objeto. En estos momentos nosotros estamos aplicando esa operación, por ejemplo. Incluso existe la posibilidad de un metalenguaje, que sería una especie del lenguaje que describe el metalenguaje.

Pero lo primero que salta a la vista es el fenómeno conocido como „circularidad“ en metalingüística; que consiste en que nos vemos obligados a describir el lenguaje con elementos propios de la lengua-objeto; es decir, que analizamos el metalenguaje con el material del lenguaje, de la lengua natural en que nos estamos comunicando. Esta antinomia sólo se resuelve distinguiendo, según dijimos, varios planos: el de la lengua-objeto, el del metalenguaje, y aun el del meta-metalenguaje; si bien en el segundo y tercer planos sólo hay aportación terminológica específica al acervo común de la lengua objeto, adecuada a la descripción que nos interesa. Esta es una de las muchas antinomias semánticas de la lengua, que puede resolverse distinguiendo esos planos. Así, si yo digo Todos los españoles somos falsos, implica que yo estoy diciendo falsedad y ... que lo que digo también es falso. Pero si aplicamos la distinción de plano metalingüístico y plano de la lengua, las cosas se nos aclaran.

La existencia de un metalenguaje preciso, con descripción de elementos, unidades, relaciones y funciones, es indispensable para establecer un método adecuado de estudio del lenguaje y de la lengua.

Por Metalingüística entendemos la ciencia que se ocupa de los metalenguajes que estudian las lenguas naturales, las lenguas-objeto.

Toda definición o descripción de un signo que encontramos en un diccionario es metalingüística, como los son las descripciones de cualquier elemento de una lengua. [...] En consecuencia, toda terminología gramatical o lingüística es un metalenguaje. [...] Otra forma de manifestarse la función metalingüística la tenemos en la utilización de la lengua materna en la explicación de otro lengua no propia.

Hay una importante variante de la función metalingüística, que es la llamada „metacomunicación“, que es una enunciación de lo que se enuncia: Ejs.: Lo que te digo es que esa actitud no es la correcta; Les diré que a partir de hoy cambiaremos de tema.

En la lengua natural una serie de palabras son propiamente metalingüísticas; tales como decir, hablar, palabra, oración, pronunciar, español, francés, catalán, latín ... En general, toda palabra puede recibir una definición real y una nominal. Estas segundas pertenecen al metalenguaje, generalmente.

Asimismo hay sintagmas metalingüísticos, que se refieren a una parte del enunciado. Ejs.: lo dicho, por lo dicho, cuanto hemos dicho hasta aquí, los argumentos que propondremos a continuación, etc.“ 

[Hernández Alonso, César: Nueva sintaxis de la lengua española. Salamanca, 1995, pp. 62-64]

Metalenguaje: Para describir, clasificar e interpretar su objeto toda ciencia precisa de un lenguaje objetivante o desambiguante, cuyos significantes tengan un significado y un uso unívocamente definidos, de manera que los científicos del ramo puedan controlar las descripciones, clasificaciones e interpretaciones propuestas. La lingüística tiene como objeto las lenguas en general o determinadas lenguas en particular. Para describir, clasificar e interpretar una lengua los lingüistas utilizan varios tipos de gramática. Una gramática consta de conceptos definitorios y clasificatorios (por ejemplo: substantivo, sujeto, tema, etc.), de categorías (por ejemplo: los substantivos, los sufijos, los monemas, etc.) y de reglas y constituye un todo que debería evidenciar cómo se enlazan los elementos de una lengua para expresar los pensamientos y formar un discurso seguido. Un lenguaje objetivamente, una gramática (o un arte, como se decía angituamente) puede llamarse metalenguaje en el sentido de que trata de cominar y controlar el lenguaje cotidiano.“ 

[Metzeltin, M.: Semántica, pragmática y sintaxis del español. Wilhelmsfeld: Egert, 1990, p. 8]