MEINEN und SAGEN  

Decir y querer decir

(Recop.) Justo Fernández López

 

Vgl.:

Sprechakte / Modalität / Satzmodi / Bedeutung / Sinn / Intentionalität / Sprache und Denken / Meinung und Äußerung / Subjekt der Aussage vs Subjekt des Aussagens 

 

„Mit seiner Theorie der Intentionalität, zumindest mit bestimmten Aspekten derselbe, scheint Searle in der Tat hinter bestimmte, im Rahmen seiner Sprechakttheorie gewonnene Einsichten zurückzufallen – so dass es notwendig wird, an letztere zu erinnern, wie es auch Leilich tut, der sagt: «Bezüglich der Bedeutung qua illokutionärer Rolle kann man [...] nicht sagen, dass man zwischen Repräsentation und Kommunikation im Sinne Searles unterscheiden muss, da die illokutionäre Rolle die kommunikative Beziehung konstituiert.» (Leilich 1993, 53).”

[Eckard, Rolf: Sagen und Meinen. Paul Grices Theorie der Konversations-Implikaturen. Opladen: Westdeutscher Verlag, 1994; S. 80 Anm. 53]

„Nunmehr, 1983, heißt es bei Searle, könne man zu der vermeintlichen Unabhängigkeit der Repräsentationsabsicht von der Kommunikationsabsicht auch dadurch kommen, daß man sich die Frage stellt: «Was ist der Unterschied zwischen Etwas-Sagen-und-es-Meinen und Etwas-Sagen-ohne-es-zu-Meinen? Wittgenstein stellt und häufig solche eine Frage, um uns daran zu erinnern, dass ‘meinen’ keine Bezeichnung für einen introspektiven Vorgang ist; dennoch ist es nicht dasselbe, ob man etwas sagt und es meint oder ob man es sagt, ohne es zu meinen.» (Searle 1983/1987, 214).

Daß es nicht dasselbe ist, wenn man etwas sagt und es meint oder wenn man es sagt, ohne es zu meinen, ist natürlich richtig. In Bezug auf das Etwas-Sagen-ohne-es-zu-Meinen lassen sich aber zumindest zwei Fälle unterscheiden:

a)   S sagt etwas, merkt dann aber entweder selbst (oder wird von H darauf hingewiesen), dass er das, was er gesagt hat, (wahrscheinlich) gar nicht meint, (wahrscheinlich) gar nicht sagen wollte. (S kann von H natürlich auch gefragt werden, ob er wirklich meine oder gemeint habe, was er gesagt habe.)

b)  S sagt absichtlich etwas, ohne es zu meinen – S macht z. B. eine ironische Bemerkung.

Was hier besonders wichtig ist: in beiden Fällen meint der Sprecher S etwas, in beiden Fällen will er etwas Bestimmtes zu verstehen geben. Im Falle (b), im Falle einer ironischen Bemerkung z.B., ist das ganz klar, und im Fall (a) bringt S, sich selbst korrigierend, sozusagen im zweiten Anlauf, zum Ausdruck, was er eigentlich zu verstehen geben will bzw. was er hat zu verstehen geben wollen.

Wenn es sich wirklich so verhält, wenn S in beiden Fällen, sowohl in (a) als auch in (b), etwas meint, dann ist in Abrede gestellt, was Searle unter Berufung auf die Unterscheidung Wittgensteins untermauern will: dass es möglich ist, einfach etwas zu sagen, also einfach eine Repräsentationsabsicht zu verwirklichen, ohne (zugleich auch) eine Kommunikationsabsicht zu realisieren. Zumindest unter kommunikativen Normalbedingungen, d.h. – unter andern – in Anwesenheit eines Adressaten, ist letzteres nicht möglich. Unter solchen Bedingungen gilt: Man kann nichts sagen, ohne etwas zu meinen. Wer etwas sagt, von dem wird angenommen, dass er auch etwas zu verstehen geben, dass er etwas zu kommunizieren versucht. Unter Bedingungen der Kommunikation ist es, wie Watzlawick/Beavin/Jackson (1974, 50f.) herausgestellt haben, nicht möglich, nicht zu kommunizieren: unter solchen Bedingungen kann man nicht nicht kommunizieren. Dass letzteres doch möglich sei, genau das aber scheint Searle bei seiner Unterscheidung der Repräsentationsabsicht von der Kommunikationsabsicht, insbesondere aber bei der Behauptung, die erstere sei von der letzteren unabhängig, gerade vorauszusetzen. [...]

Wenn eine – wohlgemerkt: unter Kommunikationsbedingungen stattfindende – Repräsentation ohne Kommunikation nicht gibt, wachsen die Aussichten derjenigen (Spekulanten), die die (vielleicht wirklicher eher silberne) Kommunikation für das Herzstück des Meines halten. Und so sollte es doch eigentlich auch sein.“

[Eckard, Rolf: Sagen und Meinen. Paul Grices Theorie der Konversations-Implikaturen. Opladen: Westdeutscher Verlag, 1994; S. 82-83]

„Wenn ein Diplomat »ja« sat, meine er »vielleicht«; wenn er »vielleicht« sagt, meint er »nein«; und wenn er »nein« sagt, ist er kein Diplomat.

Wenn eine Dame »nein« sagt, meint sie »vielleicht«; wenn sie »vielleicht« sagt, meint sie »ja«; und wenn sie »ja« sagt, ist sie keine Dame.“ (Voltaire)

[zit.: Posner, Roland: „Bedeutung und Gebrauch der Satzverknüpfer in den natürlichen Sprachen“. In: G. Grewendorf (Hrsg.), Sprechakttheorie und Semantik. Frankfurt, 1979, S. 345]

„Wer eine notwendige Wahrheit ausspricht – wer etwa hinsichtlich eines sich verspätenden Gastes, sagt: Entweder er kommt, oder er kommt nicht –, ist nicht sonderlich informativ; das Gesagte drückt dennoch eine (vielleicht sogar hilfreiche) Stellungnahme aus. Ähnlich verhält es sich, wenn ein Gesprächsteilnehmer in einer auffälligen Weise das Thema wechselt: was er sagt, mag auf den ersten Blick als irrelevant erscheinen, nichtsdestotrotz wird dem Gesagten ein wichtiger Hinweis zu entnehmen sein. In Situationen wie diesen werden bestimmte Gesprächsregeln verletzt. Andersartigen Erwartungen entgegen, ist letzteres recht verbreitet. Es scheint jedenfalls auch für die Äußerungen des ‚Hörers’ H in den folgenden drei Fällen gelten: (i) S: Spielen Sie Schach? H: Ich spiele Skat. (ii) S: Möchtest du noch mit nach oben kommen? H: Ich muss morgen ganz früh raus. (iii) S. Dürfte ich mal das Fenster öffnen?  H: Der Zug hält in zwei Minuten. Hs Antworten legen nahe, dass er die von S (in (i) und (ii)) jeweils gestellte Frage verneinen bzw. dass er ihm die (in (iii)) geäußerte Bitte abschlagen muss. Äußerungssequenzen der erwähnten Art zeigen, dass gekehrte gilt jedoch auch: H könnte aus die in (i) gestellte Frage antworten: Nicht gut; er hätte dann einen Negationsausdruck verwendet – aber dennoch einen positiven Bescheid erteilt.) Man kann also dadurch, dass man das-und-das sagt, Inhalten zum Ausdruck bringen, die in dem Gesagten, dem Diktum (soweit dieses wortwörtlich verstanden wird), gar nicht enthalten sind.“

[Rolf, Eckard: Sagen und Meinen. Paul Grices Theorie der Konversations-Implikaturen. Opladen: Westdeutscher Verlag, 1994, S. 7]

„Unter Bezugnahme auf den oben erwähnten Umstand, dass auch das, was gesagt wird, mit Hilfe des Konzepts der nicht-natürlichen Bedeutung expliziert werden soll, lässt sich die bei Grice zu beobachtende Kontinuität der Themenbehandlung auch so darstellen, dass offenbar wird, dass das, was gesagt wird (what ist said), und das, was impliziert wird (what is implicated), als zwei Aspekte dessen aufzufassen sind, was zu verstehen gegeben wird (what is meantNN) (vgl. Levinson 1983, 131):

 

meantNN

 

 

 

 

 

 

 

 

said

 

implicated

 

 

Zumindest in diesem Sinn scheint also zu gelten, dass das, was Grice in Gestalt seiner Implikaturtheorie thematisiert, mit dem zusammenhängt, womit er sich in Gestalt seiner Theorie der nicht-natürlichen Bedeutung beschäftigt. Levinson zufolge wird diese Verbindung zwischen den einzelnen Theorien zwar nicht immer gesehen, es ist jedoch so, dass

„Tatsächlich ein wichtiger Zusammenhang besteht. Versteht sich Grices Theorie der Bedeutungen, wie wir meinten, als Kommunikationstheorie, folgt daraus interessanterweise, dass sie eine Erklärung dafür liefert, wie die Kommunikation beim Fehlen jeglicher konventioneller Bedeutungen zum Ausdruck der intendierten Botschaft dennoch gelingen könnte. Als Begleiterscheinung gibt sie eine Erklärung dafür, wie man mehr kommunizieren oder, in Grices eher engem Sinn, nicht-natürlich meinen kann, als man effektiv sagt. Offensichtlich können wir aus einer gegebenen Äußerung oft eine Reihe von Inferenzen ziehen; allerdings wären vielleicht nicht alle diese Inferenzen im Griceschen Sinne kommunikativ, d.h. so intendiert, dass sie als intendiert erkennbar wären. Die als Implikaturen bezeichnenten Inferenzen sind immer in diesem Sinne intendiert, und die Implikaturtheorie skizziert eine Möglichkeit, wie solch nicht-konventionelle Inferenzen übermittelt werden können und dabei das in Grices Theorie der Bedeutungen skizzierte Kriterium kommunizierter Botschaften erfüllen.“ (Levinson 1990, 103f.)

In ähnlicher Weise äußert sich Kemmerling, der sagt:

„Die Gesamtheit, was ein Sprecher mit einer sprachlichen Äußerung meint, zerfällt nach Grice in das, was mit ihr gesagt wird, und das, was mit ihr implikiert wird. Was mit ihr gesagt wird, ergibt sich aus der wörtlichen [...] Bedeutung des geäußerten Satzes [...] Alles, was über das Gesagte hinaus mit der Äußerung gemeint wird, ist das Implikat der Äußerung.“ (Kemmerling 1991b, 323)

Ob sämtliche Implikaturen, wie Levinson sagt, intendiert sein müssen, ob es lediglich lizensierte oder autorisierte Implikaturen gibt, wird zu diskutieren sein. Dass aber einer Befassung mit der Griceschen Implikaturtheorie eine Beschäftigung mit seinem Konzept der nicht-natürlichen Bedeutung voranzustellen ist, scheint schon deshalb nahe zu liegen, weil das letztere Spuren der späteren Theorie enthält.“

[Rolf, Eckard: Sagen und Meinen. Paul Grices Theorie der Konversations-Implikaturen. Opladen: Westdeutscher Verlag, 1994, S. 20-21]

Kriterien für natürliche und nicht-natürliche Bedeutung:

Grice unterscheidet zwei Arten von Bedeutung, die natürliche und die nicht-natürliche. Natürliche Bedeutung ist z. B. dann anvisiert, wenn gesagt wird: Der Rauch dort drüben bedeutet Feuer; ein Beispiel für nicht-natürliche Bedeutung liegt vor, wenn jemand sagt: Das Winken des Schimmers bedeutet, dass er Hilfe benötigt. [...]

Zum Zwecke der Unterscheidung der nicht-natürlichen Bedeutung von der natürlichen schlägt Grice fünf Kriterien vor. Diese Kriterien könnten folgendermaßen bezeichnet werden: das erste als das Kriterium der Annullierbarkeit, das zweite als das Kriterium des Kommunikationsinhalts, das dritte das Kriterium des Kommunikationsvollzugs, das vierte als das Kriterium der Inhaltsangabe oder der Zitation, das fünfte schließlich als das Kriterium der Faktizität. Was diese Kriterien besagen, lässt sich am besten durch die Angabe ihrer Erfüllungsbedingungen darlegen.

(1)  Das Annullierbarkeitskriterium ist erfüllt, wenn aus dem Umstand, dass x das-und-das bedeutet(e), aus das Vorliegen des Sachverhalts p geschlossen werden kann – so dass p nicht in Abrede gestellt werden kann, wenn gesagt wird, x bedeutet(e) das-und-das.

(2)  Das Kommunikationskriterium ist erfüllt, wenn aus dem Umstand, dass x das-und-das bedeutet(e), aus das geschlossen werden kann, was mit x gemeint (gewesen) ist.

(3)  Das Kommunikationsvollzugskriterium ist erfüllt, wenn aus dem Umstand, dass x das-und-das bedeutet(e), geschlossen werden kann, dass irgend jemand mit x das-und-das gemeint hat.

(4)  Das Zitationskriterium ist erfüllt, wenn sich, für den Fall, dass x das-und-das bedeutet(e), als ein bestimmter Inhalt angeben oder formulieren läßt, was x bedeutet(e).

(5)  Das Faktizitätskriterium schließlich ist erfüllt, wenn sich, für den Fall, dass x das-und-das bedeutet(e), nicht nur von diesem x, con dem durch x bezeichneten Sachverhalt oder von dem durch x bezeichneten Ereignis, sagen lässt, er bzw. es bedeutet(e) das-und-das, sondern wenn sich auch von der Tatsache, dass x vorliegt (vorgelegen hat), sagen lässt, das sie das-und-das bedeutet(e).

Der folgenden Tabelle ist zu entnehmen,  welche Relevanz diese Kriterien für die von Grice getroffene Unterscheidung der natürlichen von der nicht-natürlichen Bedeutung haben:

 

Erfüllte Kriterien

Nicht erfüllte Kriterien

 Natürliche Bedeutung

(1), (5)

(2) bis (4)

 Nicht-natürliche Bedeutung

(2) bis (4)

(1), (5)

Es lässt sich mithin folgendes feststellen: Das Vorliegen natürlicher Bedeutung kann man daran erkennen, dass das Annulierbarkeits- und das Faktizitätskriterium erfüllt sind, während die drei anderen Kriterien, das de Kommunikationsinhalts, das des Kommunikationsvollzugs und das der Zitation, nicht erfüllt sind. Das Vorliegen nicht-natürlicher Bedeutung hingegen kann man daran erkennen, dass es sich mit der Erfüllung der Kriterien gerade umgekehrt verhält: In solchen Fällen sind das Kommunikationsinhalts-, das Kommunikationsvollzugs- und das Zitationskriterium erfüllt, die beiden anderen Kriterien jedoch, das Kriterium der Annullierbarkeit und das der Faktizität, sind nicht erfüllt. Da die Kriterien 2 bis 4, wie ein Teil ihrer Bezeichnungen bereits andeutet, Kommunikationskriterien sind, kann man sagen, dass nicht-natürliche Bedeutung gegeben ist, wenn die Kommunikationskriterien erfüllt sind. Sind letztere nicht erfüllt, liegt kein Fall von nicht-natürlicher Bedeutung vor. In einem solchen Fall könnte natürliche Bedeutung gegeben sein.“

[Rolf, Eckard: Sagen und Meinen. Paul Grices Theorie der Konversations-Implikaturen. Opladen: Westdeutscher Verlag, 1994, S. 23-24]

Meinung und Äußerung

Das Prinzip der Ausdrückbarkeit besagt, der jeweilig Sprechende könne das, was immer er meine, sagen. Es besagt damit jedoch nicht nur, dass der Sprechende einen Ausdruck dessen, was er sagen will, zur Verfügung hat bzw. sich beschaffen kann, es fordert vielmehr, dass er das, was er meine, einem anderen sagen könne. Ob er dies wirklich zustande brachte oder nicht, wird nicht dadurch entschieden, dass er vermeinte, einen genauen oder treffenden Ausdruck gebraucht zu haben. Ob der, and en er seine Rede gerichtet hatte, ihn so verstanden hat, wie er verstanden sein wollte, ist durch den korrekten Gebrauch der in einer Sprache gebräuchlichen Ausdrücke nicht garantiert. Das Prinzip der Ausdrückbarkeit lässt, versteht man es im Sinn des genauen, vollständigen Ausdrucks, keinen Rückschluss von Geäußertem auf Gemeintes zu, denn damit dieser möglich wäre, müsste das auf einen anderen bezogene Äußern des Gemeinten auf die korrekte Wahl genauer, gebräuchlicher Ausdrücke einer Sprache beschränkt sein. [...]

Damit das Postulat der Ausdrückbarkeit seinen Zweck erfüllen kann, ist es auf solche Situationen zu beschränken, in denen Absichten, ihre Ausführung und deren Anerkennung in hinreichendem Masse selbstverständlich sind. Es wäre zu eng gefasst, wollte man es lediglich als Prinzip der Benennbarkeit oder der Äußerbarkeit verstehen. Meinungen, die anderen im Rahmen geteilter Erwartungen und Voraussetzungen plausibel sind, werden richtig verstanden. Die Sprechakttheorie ist infolgedessen auf die soeben gekennzeichneten, besonderen Situationen beschränkt. Sie ist Theorie eines beschränkten Gebrauchs der Sprache.

Die bereits mehrfach diskutierte Problematik des Postulats der Ausdrückbarkeit kann noch unter einem anderen Gesichtspunkt dargestellt werden. Genauso wenig wie man von vorneherein und in allen Fällen bereit ist, alles zu sagen, was man denkt, wird man auch bereit sein, alles zu äußern, was man mit der Äußerung beabsichtigt. So muss, folgt man dem Konstrukt eines der Äußerung vorgegebenen Gemeinten, bzw. einer vorausgehenden Handlungsintention, zu diesem bereits Gegebenen noch etwas hinzutreten, nämlich der Wille oder Wunsch, es auch zu äußern. Diese Intention, die ‘hinter’ der Äußerung steht, wird in ihr nicht ausgedrückt; würde sie selbst zum Ausdruck gebracht, so stünde hinter ihrer Explizierung wieder der – nicht ausgedrückte – Wunsch, auch dies, dass man den Wunsch hatte, das Gemeinte zu äußern, zum Ausdruck zu bringen. Die Vorstellung, dass alles, was intendiert sei, auch ausdrückbar sei, ist problematisch, da die Intention alles auszudrücken (alles zu sagen), was man meint, im vollständigen Ausdruck des Gemeinten nicht ausgedrückt wird.”

[Nowak, Reinhard: Grenzen der Sprachanalyse. Tübingen: Gunter Narr, 1981, S. 70-72]

„Hay dos opiniones contrapuestas sobre el problema «decir algo y querer decir otra cosa». Según una, si un sujeto, S, profiere una oración, ‘x’, el significado de ‘x’ es intemporal, de modo que si profiere ‘x’ no puede a la vez «significar» o decir otra cosa que la que ‘x’ significa. Según otra, el significado de ‘x’ es lo que S quiere decir al proferis ‘x’, de modo que si su intención es decir y, el significado de ‘x’ es lo que quiere decir ‘y’.

Cabe hilar argumentos muy convincentes en favor de cada una de las dos opiniones, y a la vez ejemplos que no condicen con ellos. En ciertos casos es difícil pensar que ‘x’ significa otra cosa que lo que significa. Si S dice ‘La raíz cuadrada de 16 es 4’ puede querer decir con ello ‘El campo está verde hoy’, pero es difícil ligar el significado de la primera oración con el de la segunda. Por otro lado, si S dice ‘Parece que va a llover’ cuado quiere decir ‘Es hora de terminar esta reunión’, los dos significados son más «ligables».

H. P. Grice ha distinguido entre varias formas de especificación de significado: especificación de un significado intemporal de un tipo de proferencia completa o incompleta (que puede ser lingüística o no), especificación de un significado aplicado intemporal de un tipo de proferencia completa o incompleta (asimismo lingüística o no), especificación de un tipo de proferencia con significado ocasional, y especificación del significado ocasional de una proferencia por quien la profiere. Estas distinciones permiten admitir que en ciertos casos en que S profiere ‘x’ queriendo decir otra cosa, esta otra cosa es la que ‘x’ quiere decir.

De este modo parecen poder deshacerse los argumentos de que ‘x’ pueda significar otra cosa que ‘x’, pero sólo porque se especifican tan detalladamente las condiciones que rigen en el caso de que ‘S haya querido decir, al decir «x», que ...’ Estas condiciones incluyen el que no se trate del significado de un tipo de proferencia (incluyendo un tipo de proferencia con significado ocasional), sino únicamente del significado ‘x’ cuando S quiere decir, al proferir ‘x’ que ... Pero entonces el resultado es obvio: si S quiere decir, al proferir ‘x’, que ..., lo que sigue a ‘que ...’ es lo que S significa o quiere decir, con lo cual no se adelanta gran cosa; en rigor, sólo se dice que cuando ‘x’ quiere decir lo que S significa al decir ‘x’, ‘x’ significa lo que S quiere decir.”

[Ferrater Mora, José: Indagaciones sobre el lenguaje. Madrid: Alianza Editorial 1970, p. 206-207]

Significar y querer decir

«En “es bueno que has venido” no nos hallamos ante un ejemplo de “indicativo por subjuntivo”, como le gustaría afirmar a más de un sociolingüista, sino ante un indicativo que significa una opción semántica diferente de la del subjuntivo hayas venido. Sólo la ceguera de los que confunden interpretación semántica con significado puede llevar a semejante confusión. Una cosa es que alguien “entienda” lo mismo, o que “quiera decir” lo mismo, con “es bueno que has venido” y con “es bueno que hayas venido”, y, otra, que ambas signifiquen lo mismo. “Querer decir” o “entender” son conceptos que se refieren a la performance, es decir, a las cosas o a las situaciones que son objeto de la comunicación lingüística; “significar”, por el contrario, sólo tiene que ver con las formas idiomáticas en que consiste esa comunicación. El hecho de que, a efectos prácticos, pueda “dar lo mismo” has venido que hayas venido no significa que estas formas sean sinónimas, sino que el hablante renuncia a hacer uso de las diferencias. Tropezamos una vez más con la cuestión de los sinónimos, que son infinitos cuando la referencia son las cosas significadas, y que parecen dejar de existir cuando la referencia son las unidades lingüísticas sensu stricto. Por eso, debe distinguirse cuidadosamente entre la sinonimia lingüística, o identidad de significados, que probablemente no existe, y la sinonimia “contextual” o identidad de referentes, que se corresponde siempre con lo que los hablantes “quieren decir” (no con lo que dicen), y que, por tanto, es infinita. EN el contraste “es bueno que has / hayas venido” no existe, ni puede existir, sinonimia lingüística, pero sí es naturalmente posible la sinonimia contextual. Y no existiría sinonimia lingüística, ni, por tanto, variación, mientras que has venido siga significando, como significa, algo diferente de hayas venido. La variación, que sin duda es un fenómeno lingüístico común, implica la igualación funcional de los términos en cuestión, como sucede, por ejemplo, con las diversas realizaciones de la vocal /e/ en español.»

[Trujillo, Ramón: “Sobre el uso metafórico de los modos en español”. En: Wotjak (ed.): El verbo español. Aspectos morfosintácticos, sociolingüísticos y lexicogenéticos. Frankfurt am Main: Vervuert, 1996, p. 14-15]