LOGISCHE FORM

Forma lógica

(Recop.) Justo Fernández López

 

Vgl.:

Generative Semantik / Logik und Sprache / Wahrheitstafeln / Semantik in der Logik

 

Logische Form [Abk.: LF].

In der GB-Theorie Ebene der syntaktischen Repräsentation, die zwischen der Oberflächenstruktur und der semantischen Interpretation vermittelt. Auf der Ebene der LF werden insbesondere die Skopusverhältnisse zwischen Operatoren syntaktisch als Beziehungen des C-Kommandos repräsentiert: Ein Operator (z.B. ein Quantor oder ein Fragepronomen) hat genau dann Skopus über eine Konstituente X, wenn der Operator die Konstituente X in LF c-kommandiert. Eine Reihe von Regeln vermittelt zwischen der Oberflächenstruktur und der LF: So kann der Satz jeder1 liebt jemand2 durch Quantoren-Anhebung in die LF jemand2  [jeder1 liebt-2] transformiert werden, die von den Regeln der Semantik gedeutet wird als „es gibt ein x, so daß für jedes y gilt: y liebt x“, m.a.W.: Der Quantor jemand hat weiten Skopus bzgl. des Quantors jeder. Ebenso kann die doppelte direkte Frage wer weiß, wer was gekauft hat die LF haben „Für welches x und für welches y gilt: x weiß, für welches z gilt, dass z y gekauft hat“. Die gleichlautende doppelte indirekte Frage dagegen hat die LF „Für welches x gilt: X weiß, für welches z und für welches y gilt, dass z y gekauft hat“. Die LF dient somit auch zur semantischen Disambiguierung von Oberflächenstrukturen.

Für Regeln der Derivation der LF aus der Oberflächenstruktur gelten syntaktische Beschränkungen, daher wird die LF ebenso wie die Tiefen- und Oberflächenstruktur zu den syntaktischen Repräsentationsebenen gezählt.“ [Bußmann, S. 461-462]

Logische Form

Wir betrachten einige Beispiele für Schlüsse, wobei jeder Satz einen Schluss ausmacht.

(1)  Alle Menschen sind sterblich, also sind einige Menschen sterblich.

(2)  Alle Schwäne sind weiß, also sind einige Schwäne weiß.

(3)  Alle Menschen sind nicht weise, also sind einige Menschen nicht weise.

(4)  Alle Schwäne sind nicht weiß, also sind einige Schwäne nicht weiß.

Wir sehen, dass es die logische Form der Sätze, nicht das, wovon sie handeln, ist, was die Gültigkeit der Schlüsse ausmacht. Auch beruht die Gültigkeit der Schlüsse nicht auf der Wahrheit der Sätze, von denen ausgegangen wird. (2) ist z.B. gültig, obwohl in der Realität nicht alle Schwäne weiß sind. (Bekanntlich gibt es schwarze Schwäne.)

Die logische Gültigkeit der obigen Beispiele hängt auch von gewissen formalen Relationen zwischen Prämisse und Konklusion ab, die durch bestimmte logische Wörter oder Partikel ausgedrückt werden. In unseren vier Beispielen sind es die Partikel alle, einige und nicht. [...]

Ein wichtiges Prinzip der Logik, das wir nun formulieren können ist:

Wenn ein Schluss oder ein Satz einer bestimmten logischen Form logisch gültig bzw. wahr ist, dann sind alle Schlüsse bzw. Sätze der gleichen logischen Form gültig bzw. wahr.

Noch ein Hinweis: Die logische Form ist nicht in jedem Fall gleich der „Oberflächenstruktur“ der generativen Grammatik, sondern entspricht eher deren „Tiefenstruktur“ oder „semantischen Repräsentation“. Es ist leicht einsehbar, dass es unzureichend ist, nur die „Oberflächenstruktur“ eines Satzes zu beachten. Aus dem Satz Björn ist ein einarmiger Mörder können wir schließen Björn ist einarmig. Aber wir können nicht auf ähnliche Weise schließen: Björn ist ein angeblicher Mörder. Also ist Björn angeblich.“

[Allwood, J. / Andersson, L-G / Dahl, Ö: Logik für Linguisten. Tübingen: Niemeyer (= Romanistische Arbeitshefte), 1973, S. 16-17]

„Die logische Form eines Satzes, die also in der Aussagenlogik auf den wahrheitsfunktionalen Eigenschaften der verwendeten Verknüpfungen aufgebaut ist, kann man mit einer Maschine vergleichen, in die man die Wahrheitswerte der verwendeten atomaren Ausdrücke eingibt, und die einen Wahrheitswert für den ganzen Satz liefert. Erhält man w, egal welche Wahrheitswerte man eingegeben hat, ist der Satz eine Tautologie.

Dass die logische Form diese maschinenähnliche Eigenschaft hat, hängt also damit zusammen, dass jede aussagenlogische Verknüpfung auf eine spezifische Weise die Wahrheitswerte der einfachen Sätze zum Wahrheitswert des ganzen Satzes in Beziehung bringt. Die in der Aussagenlogik untersuchten strukturellen Relationen zwischen Sätzen sind also solche Relationen, die zwischen Sätzen im Hinblick auf deren Wahrheitswerte bestehen. Was jede Satzverknüpfung eigentlich tut, ist, dass sie für jede Kombination von Wahrheitswerten bestimmt, was der Wahrheitswert des komplexen Ausdrucks ist, der durch die Kombination geschaffen wird. Die Wahrheitswerte, die der komplexe Satz annehmen kann, sind durch die endlich vielen Wahrheitswertkombinationen für die atomaren Sätze eindeutig bestimmt.

In der Terminologie, die wir in dem Kapitel über Mengenlehre eingeführt haben, können wir deswegen sagen, dass die Verknüpfungen Funktionen bezeichnen, die einen oder mehrere Wahrheitswerte auf genau einen Wahrheitswert abbilden. Wir verstehen nun, warum sie als «Wahrheitsfunktionen» bezeichnet werden.”

[Allwood, J. / Andersson, L-G / Dahl, Ö: Logik für Linguisten. Tübingen: Niemeyer (= Romanistische Arbeitshefte), 1973, S. 49-50]

„El problema de la interacción entre gramática y significado es un tema al que la gramática generativa ha dedicado ya muchos años de investigación. En un modelo como el de Chomsky, caracterizado por la existencia de diversos sistemas cognitivos autónomos cuya interacción subyace a todos los fenómenos lingüísticos, es necesario distinguir aquellos aspectos del significado que están enteramente determinados por la gramática, de aquellos otros que resultan de la intervención de conocimientos extralingüísticos.

A partir de Chomsky (1976), los primeros se representan en el llamado nivel de Forma Lógica (FL). El uso de este término no es original en Chomsky, y se remonta a los ensayos de filosofía del lenguaje de Russel y Wittgenstein; de hecho, la cuestión de la relación entre la forma sintáctica de una oración y su forma lógica está ya en la base de la teoría de las descripciones de Russel, quien sostenía que la estructura gramatical escondía u oscurecía la verdadera estructura lógica de las oraciones. En todo caso, gran parte de la tradición filosófica contemporánea da por supuesto que la gramática de una lengua natural permite relacionar estructura sintácticas con representaciones lógicas que puede ser objeto de un análisis formal.

La introducción del nivel FL en gramática generativa es uno de los cambios más significativos implicados por la adopción de modelos como la Teoría Estándar Ampliada y Revisada o la Teoría de la Rección y el Ligamiento, es decir, modelos que corresponden „grosso modo“ a un estructura ramificada:

Las propiedades definitorias de dicho nivel han ido apareciendo poco a poco y en trabajos de diversos autores: de las conjeturas iniciales de Chomsky (1976) se ha pasado a la definición precisa de May (1984: 98) 1:

Desde este punto de vista, la forma lógica representa todas las propiedades de la forma sintáctica que son pertinentes para la interpretación semántica, es decir, los aspectos de la estructura semántica que se manifiestan en la sintaxis, o, en pocas palabras, la contribución de la gramática al sentido.

Los argumentos aducidos a favor de la FL se suelen basar en casos en los que para la interpretación completa de una oración no es suficiente la información proporcionada por la estructura S (es decir, la estructura superficial enriquecida con huellas y elementos fonéticamente nulos). Ello obliga a postular la intervención de una serie de operaciones „invisibles“. Los fenómenos que se ha  presentado como justificación de la existencia de la FL son, entre otros, los de las expresiones interrogativas „in situ“, las relaciones anafóricas, y el alcance de los SSNN cuantificados.“

 

[Leonetti Jungl, Manuel: El artículo y la referencia. Madrid: Taurus Universitaria, 1990, pp. 37-39]

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1       May, R.: „La forme logique en linguistique“, en Communications, 40, 1984, 97-133.

      ders.: Logical Form. Its Structure and Derivation. Cambridge, Mass., MIT Press, 1985.