LOGIK und LINGUISTIK

Lógica y lingüística

(Recop.) Justo Fernández López

 

Vgl.:

Sinn vs. Bedeutung / Extension / Intension / Montague-Grammtik / Bedeutung vs. Bezeichnung / Negation / Generative Semantik / Logik / Intensionale Logik / Modallogik / Deontische Logik / Mehrwertige Logik

 

„Zunächst einmal sehen es die meisten Logiker nicht als Hauptaufgabe der Logik an, die Struktur von natürlichen Sprachen zu beschreiben. Die Struktur umgangssprachlicher Ausdrücke ist für den Logiker nicht in dem Maße interessant, wie sie ihm Regeln dafür liefern kann, wie man richtige Schlüsse zieht. Aber da in der Praxis fast alle Aspekte der semantischen Struktur von Sätzen eine Rolle in irgendeiner Form von Schlüssen spielen kann, ist fast alles in der Semantik natürlicher Sprachen von potentiellem Interesse für den Logiker. Im Prinzip dürfte es also keine so große Rolle spielen, ja, tatsächlich nicht einmal eine wirkliche Alternative sein, ob man sich mehr für Schlüsse als für sprachliche Ausdrücke interessiert. Es gibt jedoch bestimmte verkomplizierende Faktoren. Als man anfing, Logik zu studieren, ging man von Sätzen der natürlichen Sprache aus. Bald jedoch entdeckte man, dass diese Sätze unangenehme Eigenschaften wie Vagheit, Vieldeutigkeit, strukturelle Unklarheit und Abhängigkeit der Bedeutung von Sprechsituation aufwiesen. Dieses führte allmählich dazu, dass man eine Art und Weise, Bedeutungen zu symbolisieren, zu finden versuchte, die diese bedauerlichen Mängel nicht aufwies. Die formalisierte Logiksprache ist z. T. in dieser Absicht konstruiert worden. [...]

Wenn man ausdrücke der Umgangssprache entdeckte, die vom logischen Standpunkt aus problematisch erschienen, hat man sich oft so verhalten, dass man sie ganz einfach syntaktisch nicht zuließ. Für einen Linguisten sieht das natürlich wie eine Vogel-Strauß-Haltung aus, aber dem Logiker [...] erscheint es vollkommen angemessen, den Wildwuchs der Umgangssprache herauszuschneiden. [...] Wir werden uns nun den Gründen dafür zuwenden, dass die Logik - zumindest bei ihrer Einschränkung auf den Prädikatenkalkül erster Stufe - kein für die Inhaltsseite der Sprache adäquates Modell ist.

Auf mehrfache Weise lässt sich sagen, dass die Interpretation eines Satzes von Situationen oder Kontexten abhängig ist. Ein Fall ist der Gebrauch dessen, was Logiker meistens „egozentrische“ und Linguisten eher d e i k t i s c h e Ausdrücke, deren Bedeutung von der Sprechsituation abhängen. Das Pronomen ich usw. Andere Beispiele sind Adverbien wie jetzt und hier und Demonstrativpronomina wie dieser. Solche Ausdrücke fehlen in der Sprache der Logik vollkommen. [...] In den letzten Jahren haben eine Reihe von Logikern versucht, logische Systeme zu konstruieren, die mit solchen Problemen fertig werden. Ein möglicher Weg ist, den Begriff Referenzpunkt einzuführen und zu sagen, dass ein Satz einen Wahrheitswert nur in Bezug auf einen Referenzpunkt hat. Diese Überlegungen hängen mit der Konstruktion einer Zeitlogik zusammen, d. h. einer Logik, die Konstanten und Interpretationen für das hat, was dem Tempus natürlicher Sprachen entspricht. Das hat auch zur Folge, daß der Propositionsbegriff problematisch wird. Offenbar kann ein Satz verschiedene Dinge über die Welt aussagen, selbst wenn er grammatisch eindeutig aussieht. Wenn wir also „Proposition“ so definieren als „das, was der Satz über die Welt aussagt“, haben wir nicht länger eine ein-eindeutige Relation zwischen logischen Formen und Propositionen.“

[Allwood, J. / Andersson, L-G / Dahl, Ö: Logik für Linguisten. Tübingen: 1973,  S. 98-102]

Ein anderes Problem ist die Tatsache, dass man ein Prädikat extensional oder intensional interpretieren kann.

(Vergleiche die Lösungsversuche der Intensionalen Logik der Generativen Semantik und der Montague-Grammatik. Vgl.: intensional / extensional).

Allwood, Andersson und Dahl (ebd. S 101-104) zählen folgende Punkte auf, in denen die Sprache der Logik sich von natürlichen Sprachen unterscheidet:

·       Die Aussagelogik beschäftigt sich vor allem mit den logischen Eigenschaften der Satzverknüpfungen, welchen in der Umgangssprache am ehesten die Wortklasse der Konjunktionen entspricht. Die Verknüpfungen der Aussagelogik sind wahrheitsfunktional. In vielen Fällen ist es jedoch zweifelhaft, ob die entsprechenden Konjunktionen diese Eigenschaft haben. Eine große Anzahl der Konjunktionen ähneln keiner der logischen Verknüpfungen.

·       Die meisten der quantifizierten Ausdrücke der Umgangssprache haben keine logischen Entsprechungen in der Prädikatenlogik.

·       Es gibt in der Prädikatenlogik nichts, was der traditionellen Einteilung in Wortklassen entspricht: wenn man Sätze in die Prädikatenlogik übersetzt, werden sowohl Substantive wie Adjektive und Verben durch „Prädikate“ ersetzt. In der Generativen Semantik pflegt man zu behaupten, dass in der Tiefenstruktur von Sätzen diese Wortarten sich nicht unterscheiden. Es muss jedoch bezweifelt werden, dass dies eine adäquate Beschreibung ist, und die Frage ist, ob es nicht außer den grammatischen Unterschieden auch logische Unterschiede zwischen diesen Wortarten gibt.

·       Was den Artikel des Substantivs betrifft, hat man einen speziellen Operator, den  Jota-Operator, eingeführt, der dem bestimmten Artikel entsprechen soll. Er unterscheidet sich jedoch von dem normalen bestimmten Artikel.

·       Ein anderes sprachliches Phänomen, das die normale Prädikatenlogik nicht wiedergeben kann, ist die Einteilung des Satzes in  t o p i c (das, wovon der Satz handelt) und comment (das, was ausgesagt wird über das, wovon der Satz handelt).  [Vgl. Thema-Rhema]

·       Eine andere Begrenzung der traditionellen Logik ist, dass sie keine Frage- und Befehlssätze enthält. Das heißt nicht, dass man keine logische Analyse solcher Sätze durchführen kann.

„Viele Logiker (und Linguisten) sind gegenwärtig damit beschäftigt, die traditionelle Logik so zu erweitern, dass sie diese Probleme lösen kann. Schon die Einführung der Modallogik kann als Schritt in diese Richtung gesehen werden. Um diese Unternehmungen zu verstehen, sind jedoch Kenntnisse der klassischen Logik unabdingbar. Ein anderes wichtiges Faktum ist, dass die traditionelle Logik, obgleich sie kein adäquates Modell für die Sprache ist, den großen Vorteil hat, explizit zu sein. Die Entwicklung der generativen Grammatik hat gezeigt, dass ein explizites Modell - auch ein falsches - dazu dienen kann, die Probleme in den Griff zu bekommen, indem es klarmacht, was man weiß und was nicht. Indem wir das prädikatenlogische Modell für die Sprache prüfen, erhalten wir u. a. dadurch Einsicht in die Struktur der Sprache, dass wir die Unzulänglichkeiten des Modells erkennen.“

[Allwood, J. / Andersson, L-G / Dahl, Ö: Logik für Linguisten. Tübingen: 1973,  S. 103-104]

 

Näheres:

Allwood, J. / Andersson, L-G / Dahl, Ö: Logik für Linguisten. Tübingen: Niemeyer, 1973.

Lutzeier, Peter: Modelltheorie für Linguisten. Tübingen: Niemeyer, 1973. Besonders Kap. 6: 

- Sprachen im Rahmen der Prädikatenlogik

- Sprachen im Rahmen der Modallogik

- Sprachen im Rahmen der Zeitlogik

- Sprachen im Rahmen der Modallogik und Zeitlogik

Garrido Medina, Joaquín: Lógica y Lingüística. Madrid: Síntesis, 1988.

„Aus allen diesen Gründen sind die aktuellen Versuche, Redeakte vom logischen Standpunkt aus zu analysieren, und damit allein schon - wie man hofft - zur Identifizierung und Beschreibung der sprachlichen Funktionen zu gelangen, unangebrachte und nutzlose Übungen, wenn man nur begreift, dass die Sprachen Bedeutungssysteme und keine Bezeichnungssysteme sind; und es sind sinnlose und verfehlte Übungen, wenn man das nicht versteht, wenn man die historischen Sprachen wie reine Bezeichnungscodes behandelt und die Ebene der Sprache mit der der Rede, den sprachlichen mit dem logischen Inhalt verwechselt.“

[Coseriu, E.: „Logik der Sprache und Logik der Grammatik“. In: ders.: Formen und Funktionen. Studien zur Grammatik. Tübingen: Niemeyer, 1987, S. 21]

„Die logische Strukturen der Sätze, von denen in einer heutzutage sehr modischen Form der grammatischen Analyse die Rede ist, sind dennoch nicht die sprachlichen Strukturen auf einem „tieferen“ Niveau, sondern einfach Strukturen, mit denen man die wirklich sprachlichen Strukturen vergleichen kann. Die sprachliche Tiefenstruktur aber ist die sprachliche funktionelle Struktur.

Gewiss könnte man auch eine „formale Logik der Bedeutung“ bzw. der „sprachlichen Bedeutung“ begründen. Diese Logik wäre in einem Sinn für jede Sprache verschieden; und die Bedingungen ihrer Strukturierung würden einer im Prinzip für jede mögliche „natürliche“ Sprache gültigen Metalogik zugehören. Jedoch fragt man sich, ob diese vielfache Logik - mit der entsprechenden logischen Typologie - und jene Metalogik für jede Logik der Bedeutungen hinreichend gerechtfertigt werden könnte.

In Wirklichkeit aber wäre eine Logik der Einzelbedeutungen in ihrer Substanz nur die funktionelle Semantik jeder einzelnen Sprache, die besagte „Typologie“ fiele mit der Sprachtypologie im Bereich der Semantik zusammen, und die Metalogik der Bedeutungslogiken wäre lediglich die Theorie (Epistemologie) der funktionellen semantischen Beschreibungen. Jedenfalls aber werden die Linguisten, wenn sie sich zu einer kohärenten und wohlbegründeten Entwicklung dieses Disziplinen entschließen, wiederum die Logik und die Mitwirkung der Logiker benötigen. Die Logiker aber müssten ihrerseits zu verstehen versuchen, worum es in der Linguistik geht, und sich angewöhnen, sprachliche Funktionen und logische Inhalte zu unterscheiden sowie die historischen Sprachen - als Bedeutungssysteme - nicht so zu betrachten, als wären sie bloße Systeme der Bezeichnung.“

[Coseriu, E.: „Logik der Sprache und Logik der Grammatik“. In: ders.: Formen und Funktionen. Studien zur Grammatik. Tübingen: Niemeyer, 1987, S. 22-23]

„Auf engste Beziehungen zwischen linguistischem Strukturalismus und formaler Logik wies L. Hjelmslev nicht ohne die Bemerkung hin, dass dies nicht vielen Linguisten bewusst geworden sei. Leider habe sich die formale Logik bei Whitehead, Russell und Carnap zu ihrem beklagenswerten Schaden ohne den notwendigen Kontakt mit der Linguistik entwickelt. U. a. sei der formallogische Begriff des sprachlichen Zeichens unzulänglich, das auf seiner Ausdrucksseite und auf seiner Inhaltsseite formal zu untersuchen sei. Dazu müsse die Kommutation als grundlegende sprachliche Relation gesehen und die Sprachwissenschaft im größeren Zusammenhang einer Zeichentheorie oder Semiotik (Semiologie) begriffen werden. Es lässt sich sagen, dass die formale Logik die Verhaftung der Aristotelischen Logik an die Struktur der Sprache überwunden und neue Möglichkeiten der Sprachkritik eröffnet. Die Relativierung des herkömmlichen Subjekt-Prädikat-Schemas durch die Entdeckung des Relationsurteils (G. Frege) und damit der Wertigkeit des Prädikats/Funktors bestärke die vom finiten Verb ausgehende Analyse des Satzes (vgl. Valenz). Die formallogische Differenzierung der Kopula zeigten neue Aspekte sprachlicher Struktur.

Die formale Logik scheint für den Aufbau widerspruchsfreier Grammatiken unumgänglich. Missverständnisse bei der Frage „Sprache und Logik“ treten auf, wenn versucht wird, Sprache als durchgehend formale Struktur zu behandeln, die formal-exakt beschrieben werden könne.“

[Lewandowski, Th.: Linguistisches Wörterbuch. Heidelberg, 1973, Bd. I, S. 199-200]

Einige Bemerkungen zum Verhältnis von Logik und Grammatik:

Was die Logik betrifft, so beschäftigt sich diese ausschließlich mit formalen Kunstsprachen. Dies gilt keineswegs erst für die moderne Logik, sondern ausnahmslos für alle Logiksysteme von Aristoteles bis zur Gegenwart. Der Unterschied zwischen der traditionellen und der symbolischen Logik besteht in dieser Hinsicht nur in folgendem: Die traditionallen Logiker waren sich meist nicht der Tatsache bewusst, dass sie sich allein mit Kunstsprachen beschäftigten (und zwar mit solchen Kunstsprachen, die nur einen winzigen Teil aus der Gesamtheit der logischen Relationen zu behandeln gestatten). Mit den natürlichen Sprachen haben sich hingegen die Grammatiker befasst. Die Rhetorik hätte die Aufgabe gehabt, die Kluft zwischen diesen beiden Gebieten zu überbrücken. Sie hätte vor allem zu zeigen gehabt, nach welchen Regeln natürliche Sätze so in normierte Sätze umgeformt werden können, dass diese normierten Sätze sich in einer formalen Sprache nachzeichnen und einer präzisen logischen Analyse unterwerfen lassen. Diese Aufgabe hat die Rhetorik niemals auch nur andeutungsweise bewältigt. Sie brillierte vielmehr durch Untätigkeit bzw. dadurch, dass sich ihre Vertreter ganz anderen Dingen zuwendeten. Dies hat auf das Verhältnis der beiden Disziplinen Logik und Grammatik einen verheerenden Effekt gehabt: Diese beiden Gebiete haben sich in ihrer mehr als 2000jährigen Geschichte völlig auseinander entwickelt und gegenseitig entfremdet. Die Tatsache, dass einerseits die moderne Generative Grammatik mit Kalkülen operiert und andererseits die Logiker einige linguistische Resultate, mehr oder weniger oberflächlich, rezipiert haben, darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Kluft zwischen den beiden Gebieten nach wie vor besteht, auch wenn sie in diesen modernen Gewändern auftreten. Jedenfalls bestand sie, bevor Montague mit seinem Konzept einer Allgemeinen Grammatik auftrat.“  

[Stegmüller, Wolfgang: Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie. Stuttgart: Alfred Kröner, 1975, S. 37-38]

Tendencias actuales

Una crítica frecuente a los teóricos del lenguaje es que a menudo parecen ocuparse sólo de problemas que en última instancia sólo sirven para dar lugar a complejos aparatos formales, en lugar de tratar los problemas que parecen centrales en la lingüística actual. Un enfoque que se salva de esta crítica es la semántica de situaciones de Barwise y Perry (1983). La idea básica de dicha teoría es que el significado de las oraciones declarativas es una relación entre enunciados (enunciaciones) y situaciones descritas. El significado es una relación entre situaciones. Las situaciones son los elementos primitivos; la realidad está constituida por situaciones, es decir, por individuos con propiedades y relaciones y en diversas localizaciones espaciotemporales. En este enfoque, dos oraciones lógicamente equivalentes pueden tener el distinto tema, es decir, referirse a situaciones distintas: por ello, no les parece aceptable que la referencia de una oración sea su valor de verdad. Una propiedad interesante de esta teoría es que se trata de una semántica realista.

Otros enfoques: La teoría formal del significado; la teoría de representación del discurso de Kamp; la semántica de datos o de la información parcial de F. Veltman; la semántica booleana de Keenan y Faltz; la teoría de los juegos semánticos (Hintikka), aplicada al español por Acero (1987); la lingüística de procesos o dinámica

(Ballmer y Wildgen, 1987). Por todo ello, se puede ser optimista en cuanto a los resultados de emplear instrumentos formales de la lógica a los análisis del lenguaje, a pesar de las continuas llamadas de atención sobre el peligro de suponer en el lenguaje la existencia de propiedades que sólo se dan en los lenguajes formales de la lógica.

El lenguaje, efectivamente, no es un objeto lógico. El principal uso del lenguaje no consiste sólo en hacer declaraciones acerca de la realidad, sino sobre todo en ser parte de procesos de interacción en contexto. Por ello el empleo del concepto de valor veritativo [Wahrheitswert], y de la lógica construida sobre este concepto, se puede entender como introducción de la medida en el estudio del lenguaje. La unidad de medida no existe en el objeto medido.

La teoría lingüística, con el apoyo de cierto instrumental lógico, es capaz de hacer predicciones acerca de las lenguas. El fenómeno a predecir no es si algo se dice o no (gramaticalidad), sino cómo tiene lugar lo que se dice. No es necesario conferir realidad psicológica a los resultados del análisis mediante instrumentos lógicos, pero sí se debe intentar, mediante dichos análisis, explicar propiedades del lenguaje que sí son de naturaleza psicológica (y social). Se amplía continuamente el objeto de estudio incluyendo fenómenos situados antes fuera del objeto del análisis formal e incluso del objeto del análisis lingüístico. Este objeto se amplía así desde la oración al léxico (por abajo) y al texto (por arriba), y en esta empresa de la lingüística ha tenido y seguirá teniendo un papel central el análisis lógico.“ 

[Garrido Medina: Lógica y lingüística, p. 199-200]

Lógica, lingüística y psicología

En esa primera revolución, que, a través de autores como Boole o Frege, izó la lógica hasta convertirla en ciencia estricta, tuvo mucho que ver la matemática: en Boole, como ejemplo; en Frege, como problema.

Quizá la lingüística y la psicología estén, hoy, cumpliendo con respecto a la lógica el papel que la matemática tuvo un día. [...] Aplicando la lógica, la lingüística y la psicología están procediendo a poner lúcidamente de relieve las presentes insuficiencias de esa ciencia que utilizan como instrumento: y así, resulta que – para referirnos ahora a la lingüística – el análisis de las posibilidades de uso argumentativo del lenguaje natural revela que el hablante reconoce como modos válidos de razonar muchos esquemas de inferencia de los que la lógica no es, por el momento, capaz de dar cuenta; y es el caso que – aludiendo ahora a la psicología del razonamiento – los resultados de ciertos experimentos psicológicos parecen abonar la creencia de que para dar cuenta cabal, en términos de modelos lógicos, del razonamiento natural, se precisa una lógica que, por ejemplo, no sea sólo bivalente, que no excluya el factor tiempo, que no prescinda de las modalidades, e incluso – inquietante sospecha – que no haga abstracción de todo contenido.

Aplicando la lógica formal se adquiere la conciencia de su actual insuficiencia práctica, de su presente incompletud de hecho. Pero esa consciencia sólo se adquiere así: poniendo a prueba la lógica formal tras haberla recorrido, y no pretendiendo haber pasado sobre ella sin haber pasado antes a su través. [...]

Y ya que tantas veces nos hemos repetido a lo largo de esta obra, nos repetiremos un vez más. Volveremos a decir aquí lo que en otro lugar dijimos: Violar la lógica es poseerla.“

[Deaño, Alfredo: Introducción a la lógica formal. 2. Lógica de predicados. Madrid: Alianza Edit., 1975, pp. 216-218]