KONVENTIONELLE IMPLIKATUR

Implicatura convencional

(Recop.) Justo Fernández López

 

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IMPLIKATUR

IMPLIKATION

PRÄSUPPOSITION

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KONVERSATIONELLE IMPLIKATUREN

INFERENZ

RELEVANZ

Implikatur [engl. to implicate ‘zur Folge haben’]

Terminus von H. P. Grice [1968]: Ein Sprecher impliziert (im Sinne einer Implikatur) mit der Äußerung eines Satzes S, dass p der Fall ist, wenn seine Äußerung den Schluss auf p erlaubt, ohne dass er mit S wörtlich gesagt hätte, dass p. Beruht der Schluss ausschließlich auf der konventionellen Bedeutung der Wörter und grammatischen Konstruktionen, die in S vorkommen, so heißt der Schluss eine »konventionelle Implikatur«.

Beruht eine Implikatur außer auf der konventionellen Bedeutung des geäußerten Ausdrucks auch auf der Annahme, dass der Sprecher gewisse Konversationsmaximen befolgt oder absichtlich verletzt, so heißt sie »konversationelle Implikatur«, und zwar »generelle konversationelle Implikatur«, wenn sie in allen Normalkontexten erscheint, und »spezielle konversationelle Implikatur«, wenn sie nur in bestimmten Äußerungskontexten auftaucht. Im Unterschied zu konventionellen Implikaturen sind konversationelle Implikatur »löschbar«, aber nicht »ablösbar«.“ [Bußmann, H., S. 328-329]