KONSTITUENTENGRAMMATIK

Gramática de constituyentes

(Recop.) Justo Fernández López

 

Konstituentengrammatik beruht auf der binären Teilung des Satzes in unmittelbare Konstituenten. Durch die strukturalen Testmethoden (Substitution, Permutation, Deletion, Adjuktion) wird der Satzrahmen ermittelt. Die Analyse wird bis zu den kleinsten Bedeutungseinheiten (Morphemen) getrieben. Die Grenze dieser Methode ist ihre Unfähigkeit, Zweideutigkeiten darzustellen.“ [Heupel, C., S. 125]

Konstituentenanalyse [engl. immediate constituent analysis.- Auch: IC-Analyse].

Vom Amerikanischen Strukturalismus entwickeltes Verfahren der Satzanalyse. Ziel und Ergebnis der K. ist die Zerlegung eines sprachlichen Ausdrucks in eine hierarchisch definierte Abfolge von Konstituenten. Diese Zerlegung (= Segmentierung) wird durch verschiedene syntaktische Tests, vor allem durch die Verschiebe- und Ersatzprobe gestützt (Operationale Verfahren). Ist der zu analysierende komplexe Ausdruck im Satz frei verschiebbar und durch einen einfacheren Ausdruck gleicher gramm. Kategorie zu ersetzen, gilt er als Konstituente. So wird der Satz Der Professor hält einen Vortrag in zwei Konstituenten zerlegt, denn der Professor ist ersetzbar durch er (= Nominalphrase, NP) und hält einen Vortrag durch doziert (= Verbalphrase, VP). Als Strukturbaum der abgeschlossene K. ergibt sich:

 

 

Die durch den jeweils ersten Zerlegungsschritt gewonnenen Elemente heißen »unmittelbare Konstituenten« (engl. immediate constituents, daher die Abkürzung »IC-Analyse«. Die Verzweigungsknoten heißen »Konstitute«, die Relation, die zwischen jedem Verzweigungsknoten und seinen Konstituenten besteht, heißt Konstituenz. Das Ergebnis einer K. lässt sich auf vielfache (äquivalente) Weise darstellen, nämlich als Strukturbaum, Phrasenstrukturregeln, Kastendiagramm.

K. ist das grundlegende syntaktische Organisationsprinzip der generativen Transformationsgrammatik, allerdings sind die Tests zur Rechtfertigung von Konstituenten nur notwendig, nicht aber hinreichend, denn zur Rechtfertigung von Konstituentenstrukturen muss nachgewiesen werden, dass sie zur Formulierung von syntaktischen Prozessen notwendig sind. So gibt es z.B. – entgegen der Tradition der Transformationsgrammatik – im Dt. kaum eine Rechtfertigung für den VP-Knoten, vgl. hierzu Subjekt-Prädikat-Beziehung.“ [Bußmann, H., S. 413-414]