KOMMUNIKATION

Comunicación

(Recop.) Justo Fernández López

 

Vgl.:

Information / Kode / Kodierung / Kode-Theorie / Erfahrungshorizont / Kontext / Diskurs / System / Sprechakte / Repräsentation / Kollusion / Double-Bind / Argumentationstheorie / Rhetorik

 

Siehe besonders / Ver:

Kommunikationsmodell

Kollusion

Double-Bind

„Schon vor 70 Jahren verwies Bertrand Russell darauf, dass Aussagen über die Dinge und Aussagen über Beziehungen streng zu trennen sind. «Dieser Apfel ist rot», ist eine Aussage über eine Eigenschaft dieses Apfels. «Dieser Apfel ist größer als jener» ist eine Aussage, die sich auf die Beziehung zwischen den beiden Äpfeln bezieht und die daher nichts mit dem einen oder dem anderen Apfel allein zu tun hat. Die Eigenschaft des Größerseins ist keine Eigenschaft eines der beiden Äpfel, und es wäre glatter Unsinn, sie einem der beiden zuschreiben zu wollen.

Diese wichtige Unterscheidung wurde später vom Anthropologen und Kommunikationsforscher Gregory Bateson aufgegriffen und weiterentwickelt. Er stellte fest, dass in jeder Mitteilung immer beide Aussagen enthalten sind; oder in anderen Worten, dass jede Kommunikation eine Objekt- und eine Beziehungsebene hat. Damit hat er uns geholfen, besser zu verstehen, wie man mit einem Partner – irgendeinem Partner, aber je näher desto besser – rasch in Schwierigkeiten kommen kann. Nehmen wir an, eine Frau fragt ihren Mann: «Diese Suppe ist nach einem ganz neuen Rezept – schmeckt sie dir?» Wenn sie ihm schmeckt, kann er ohne weiteres «ja» sagen, und sie wird sich freuen. Schmeckt sie ihm aber nicht, und es ist ihm außerdem gleichgültig, sie zu enttäuschen, kann er ohne weiteres verneinen. Problematisch ist aber die (statistisch viel häufigere) Situation, dass er die Suppe scheußlich findet, seine Frau aber nicht kränken will. Auf der so genannten Objektebene (also was den Gegenstand Suppe betrifft) müsste seine Antwort «nein» lauten. Auf der Beziehungsebene müsste er «ja» sagen, denn er will sie ja nicht verletzen. Was sagt er also? Seine Antwort kann nicht «ja» und «nein» sein, denn das Wort «jain» gibt es in der deutschen Sprache nur als Witz. Er wird also versuchen, sich irgendwie aus der Zwickmühle zu winden, indem er zum Beispiel sagt: «Schmeckt interessant», in der Hoffnung, dass seine Frau ihn richtig versteht. Die Chancen sind minimal. Die Puristen unter den «Kommunikationstrainern», die treuherzig annehmen, es gebe so etwas wie «richtige» Kommunikation, deren Grammatik man erlernen kann wie die einer Fremdsprache, haben dazu allerdings eine Antwort; etwa «Die Suppe schmeckt mir nicht, aber ich bin die herzlich dankbar für die Mühe, die du dir damit gemacht hast». Nur in den Büchern dieser Fachleute fällt ihm die Frau dann gerührt um den Hals.”

[Watzlawick, Paul: Anleitung zum Unglücklichsein. München / Zürich: R. Piper, 1983, S. 72-73]

„El hablante al transmitir un mensaje en unas hormas lingüísticas selecciona en su mente los elementos de contenido que desea comunicar, los codifica, los cifra en unos moldes y estructuras lingüísticas - que ordenan el pensamiento - y los traslada hacia un o unos receptores, que decodifican parcialmente el mensaje y que le añaden otras ideas y conceptos propios para configurar el mensaje recibido, que no coincide exactamente con el emitido. Lo cierto es que el proceso comunicativo, en su realización, va del contenido a la expresión; mientras que en la fase receptiva hay, sí, una decodificación junto a una recodificación de mensaje.“  

[Hernández Alonso, César: Nueva sintaxis de la lengua española. Salamanca: Colegio de España, 1995, p. 7]