KOHÄRENZ

Coherencia

(Recop.) Justo Fernández López

 

Vgl.:

Kohäsion

 

Zusammenhalt / Zusammenhang

Kohärenz  =  Idee (Sinn)

Kohäsion =  Satz <> Satz

Kohärenz

Darunter wird verschiedenes verstanden: Oft meint man damit die Kon- oder Dissoziation im Wortschatz einer Sprache. Zuweilen wird der Terminus auch im Sinne des syntaktischen Zusammenhalts der Einzelteile des Satzes verstanden. So haben die zahlreichen Endungen der synthetischen Sprachen (Lat., Griech., Russ., Deutsch) eine Bezugsfunktion: Die Adjektive richten sich nach dem Substantiv; Substantive und Verben haben einander zugeordnete Endungen usw.“ [Heupel, Carl, S. 115]

Kohärenz (Kohäsion)

Syntaktischer, semantischer oder pragmatischer Zusammenhang eines Textes. So sind etwa die beiden Sätze ‘Paul kaufte sich ein Eis; danach ist ihm schlecht geworden’ durch das Adverb ‘danach’ und das anaphorische Pronomen ‘ihm’ eng miteinander verbunden (kohärierend).“

[Verzeichnis der grammatikalischen Fachbegriffe. Ein Glossar zu Grammatik, Stilistik und Linguistik. In:

http://www.menge.net/glossar.html#alphe]

Kohärenz [lat. cohaerere ‘zusammenhängen’]

Terminus der Textlinguistik.

1.                  Allgemein: textbildender Zusammenhang von Sätzen, der alle Arten satzübergreifender grammatischer (Textgrammatik) und semantischer Beziehungen umfasst. Neben den formalen Mitteln der Syntax und Morphologie (vgl. im einzelnen Kohäsion) sind vor allem semantische Strukturen kohärenzbildend, z.B. kausale oder temporale Konnexion, Isotopie im Wortschatz oder Formen der Thematischen Progression.

2.                  Im engeren Sinne wird Kohärenz von der grammatischen Textverknüpfung (= Kohäsion) abgegrenzt und bezeichnet speziell den semantischen, der Kohäsion zugrunde liegenden Sinnzusammenhang eines Textes, seine inhaltlich-semantische bzw. kognitive Strukturiertheit. Semantische Kohärenz ist darstellbar als Folge von Propositionen (Thematische Entfaltung, Makrostruktur) bzw. (in einem kognitiven Modell Semantischer Netze) als Konstellation aus begrifflichen Konzepten und verbindenden Relationen. Bei wenig kohärenten Satzfolgen kann der Hörer durch sinnvolle Inferenz bei der Textverarbeitung Kohärenz und damit einen «Text» herstellen.” [Bußmann, H., S. 389]

Kohärenztheorie

Der Kohärenzbegriff spielt in der Philosophie eine zentrale Rolle, wobei der Begriff allerdings häufig sehr vage benutzt wird.  Kohärenz ist eine Form des Zusammenhanges. In erster Näherung kann man Kohärenz als eine Eigenschaft einer Menge von Elementen (z. B. Propositionen, Begriffe, Theorien, Normen) verstehen, die gut zusammenhalten.  In der Philosophie sind u. a. Kohärenztheorien der Wahrheit, der Rechtfertigung und der Ethik diskutiert worden.  Williams hat die systematische Kohärenz von der relationalen Kohärenz unterschieden. Bartelborth hat der systematische Kohärenz die (systematische) Inkohärenz gegenübergestellt. 

Konkurrenztheorien zur erkenntnistheoretischen Kohärenztheorie sind der erkenntnistheoretische Fundamentalismus, der Erkenntnisskeptizismus und der erkenntnistheoretische Kontextualismus.

Eine Position, die kohärentistische und fundamentalistische Positionen vereint wird als Foundherentismus bezeichnet.

Paul Thagard hat konnexktionistische Modelle entwickelt, um Kohärenzüberlegungen zu modellieren.

Andere Computermodelle stammen von Daniel Schoch und Uwe Wiedemann.“

[http://www.phillex.de/kohaer.htm]

Systematische Kohärenz

Bartelborth hat bei der Analyse der Kohärenz die systematische Kohärenz von der relationalen Kohärenz unterschieden. Dem Begriff der systematischen Kohärenz stellt er den Begriff der Inkohärenz gegenüber.

Systematische Kohäerenz ist dabei die Kohärenz eines Überzeugungssystems.

Ein Überzeugungssystem ist nach Bartelborth um so kohärenter,

1.                 je mehr inferentielle Beziehungen (logische und Erklärungsbeziehungen) die Propositionen in X vernetzen (Vernetzungsgrad),

2.                je besser die Erklärungen sind, die X vernetzen (Erklärungsstärke),

3.                je weniger Inkohärenzen in X vorliegen (Inkohärenzgrad)

4.                je bewährter x ist (Stabilitätsbedingung)

Bartelborth stellt dem Begriff der systematischen Kohärenz den Begriff der Inkohärenz gegenüber und benutzt wie die Bedingungen zeigen die Inkohärenz zur Bestimmung der systematischen Kohärenz.“

[http://www.phillex.de/s-kohaer.htm]

Relationale Kohärenz

Bartelborth hat bei der Analyse der Kohärenz die relationale Kohärenz von der systematischen Kohärenz unterschieden.

Die relationale Kohärenz gibt dabei an, wie gut eine Aussage oder Meinung p in ein Überzeugungssystem X passt.

Nach Bartelborth passt eine Aussage p um so kohärenter in das

Überzeugungssystem X,

1.         (Abduktionsbedingung)

1.    je mehr Propositionen aus X p erklärt oder abzuleiten gestattet und

2.    um so besser es sie erklärt,

2.         (Einbettungsbedingung)

1.    je öfter p aus X abzuleiten ist und

2.    je öfter und besser p von den Propositionen aus X erklärt wird.

Es ist möglich aus dem Begriff der relationalen Kohärenz den Begriff des epistemisch Besseren abzuleiten.“

[http://www.phillex.de/r-kohaer.htm]

„In einigen textlinguistischen Arbeiten wird zwischen Kohäsion und Kohärenz  unterschieden. „Kohäsion“ meint dann die Verknüpfung der  Oberflächenelemente des Textes durch bestimmte grammatische Mittel, während  „Kohärenz“ den konzeptionellen Zusammenhang des Textes, d.h. die zugrunde liegende Konstellation von Begriffen und Relationen, bezeichnet.

Diese Unterscheidung ist unnötig; sie kann sogar irreführend sein, wenn sie  dazu verwendet wird, die ältere Textlinguistik als reine  „Kohäsionslinguistik“ abzustempeln. Der enge Zusammenhang zwischen  expliziten (morphologisch-syntaktischen) und impliziten (semantisch-kognitiven) Formen textueller Kohärenz ist von Anfang an gesehen worden.“

[Brinker, Klaus: Linguistische Textanalyse. Berlin: E. Schmidt, 1992, Anm.  18, S. 18]

Kohärenz und Konsistenz in deduktiven Systemen.

Diskussion des Verhältnisse von Kohärenz und Konsistenz in der Literatur.

In der Bestimmung der Kohärenz bzw. Inkohärenz spielt der Begriff Inkonsistenz eine große Rolle.  Häufig wird in Kohärenztheorien Konsistenz als Voraussetzung von Kohärenz betrachtet oder gar wie beispielsweise bei Otto Neurath und Bon Jour Kohärenz und Konsistenz gleichgesetzt. Es ist heute klar, dass Kohärenz und Konsistenz verschiedenerlei Dinge sind, das zeigt nicht zuletzt das Beispiel vom Superempiristen.

Es gibt aber auch eigentlich inkonsistente Theorien, denen wir ein gewisses Maß an Kohärenz zuschreiben, man denke an die klassische Mengenlehre. Das Verhältnis von Kohärenz und Konsistenz ist ein zentrales Problem der Kohärenztheorie und daher genauer zu untersuchen.

Kohärenz und Konsistenz parakonsistenter Systeme:

Der Konsistenz-Begriff ist bisher in den parakonsistenten Logiken am tiefsten untersucht worden. Es scheint mir daher sinnvoll damit zu beginnen die Begriffe Konsistenz und Kohärenz zunächst anhand parakonsistenter Logiken zu bestimmen.

Obwohl parakonsistente Logiken gewöhnlich Deduktionen und keinesfalls induktive Schlüsse untersuchen (es gibt allerdings auch nicht-monotone parakonsistente Logiken, z. B. dynamische Logiken), lassen sich hier bereits Konsistenz und Kohärenz unterscheiden.

Nehmen wir an wir unterscheiden Konsistenzgrade von 0 bis 1 und Kohärenzgrade von 0 bis 1. Dann werden wir der Menge aller Aussagen sicherlich sowohl der Kohärenzgrad als auch den Konsistenzgrad 0 zuordnen. Eine maximal konsistente Menge hat sicher den Konsistenzgrad 1 und den Kohärenzgrad 1. Aber bei allen nicht maximalen konsistenten Mengen fällt bereits Kohärenzgrad und Konsistenzgrad auseinander. Solche Mengen haben gewiss den Konsistenzgrad 1, aber sicherlich einen Kohärenzgrad der kleiner ist als der Kohärenzgrad einer maximal kohärenten Menge, also kleiner als 1.  Komplizierte und zu studieren ist die Bestimmung der Kohärenzgrade und Konsistenzgrade bei parakonsistenten Mengen.

Insbesondere bin ich gespannt wie sich der Begriff des Vernetzungsgrades - das ist der Grad in dem die Aussagen eines Aussagensystems durch Erklärungen, Analogien, Ableitung usw. miteinander verbunden sind - mit unseren Überlegungen verknüpfen läßt.  Die Bestimmung des Verhältnisses von Konsistenz und Kohärenz anhand von deduktiven Systemen scheint mir ein sinnvoller Einstieg in die Klärung des Verhältnisses von Konsistenz und Kohärenz für eine Theorie der Erklärungskohärenz und damit ein Einstieg in zentrale Grundbegriffe der Bestimmung der systematischen Kohärenz zu sein.

Kohärenz und Konsistenz in nicht-deduktiven Systemen. Nicht-deduktive Schlüsse:

Harman hat zu zeigen versucht, dass Forderungen an die logische Konsistenz unseres Meinungssystems nicht als unbedingte Forderungen für unser Meinungssystem betrachtet werden sollten.  Deduktionen sind ideale Wahrheitsindikatoren: wenn unsere Prämissen wahr sind, garantieren sie die Wahrheit der Konklusionen.

Verallgemeinerung der Ergebnisse für parakonsistente Systeme Eine Erweiterung der Ergebnisse auch auf nicht-monotone Systeme ist natürlich der nächste Schritt. Wie der aussehen kann, ist von den Ergebnissen des ersten Schrittes abhängig.  Ob ich dann zu mehrwertigen Logiken oder beispielsweise zu dynamischen Logiken übergehen kann, wie sich die Theorien der Erklärung in das Konzept einbauen lassen usw. wird sich zeigen. Ich werde die Ergebnisse mit den Erkenntnissen über Induktion und Abduktion verknüpfen.  Ein Übergang zu mehrwertigen Logiken scheint mir im Moment der hypothetisch wahrscheinlichste. Dafür sprechen die Möglichkeit induktive Schlüsse mit der Theorie unscharfer Folgerungsbeziehungen zu rekonstruieren, wobei der Begriff der Erklärungsstärke, ein zentraler Begriff der Kohärenztheorie, zu rekonstruieren ist.  In der Kohärenztheorie der Rechtfertigung treten Worte wie „in dem Maße“, „je mehr“, „je besser“, „je weniger“, „je bewährter“, „je öfter“ auf, die graduelle Abstufungen beschreiben.  Möchte man diese Bestimmungen in einem Kalkül rekonstruieren, wird man nicht umhin kommen, mit einer mehrwertigen Logik, einer konnektionistischen Logik oder einer Wahrscheinlichkeitslogik zu arbeiten. Den zweiten Weg ist Thagard mit seinem Programm ECHO, den letzten Weg ist Pearl gegangen.  Thagard hat ein Programm PECHO entwickelt, um sich zu diesem Ansatz ins Verhältnis zu setzen. Einen dritten Weg, die Verknüpfung von konnektionistischem und mehrwertigen Ansatz, geht hier in Leipzig zur Zeit Daniel Schoch im Rahmen des DFG-Projektes zu „Kommunikativem Verstehen“. Angesichts der Probleme der Ansätze von Thagard und Pearl scheint mit der Ansatz über die mehrwertige Logik erfolgversprechender.

Spannend ist für mich u. a. die Frage wie sich die Überlegungen der Relevanzlogik mit einem Konzept von Erklärungsstärke verknüpfen lassen.

Anzahlbegriffe:

In der Kohärenztheorie der Rechtfertigung von Bartelborth werden wie auch in anderen Kohärenztheorien (u. a. bei Thagard) Anzahlbegriffe benutzt, um die systematische Kohärenz zu bestimmen.

Es läßt sich zu einem System meist ein größeres System finden, dass eine Inkohärenz mehr enthält, aber logisch gleichwertig ist.

Beispiel: Nehmen wir ein System, das aus den Regeln der Konjunktion und aus den Aussagen p und q bestehe. p und q seien konsistent, aber nicht kohärent.  Dann gibt es eine Inkohärenz. Erweitern wir das System um die p Ù q bekommen wir ein logisch gleichwertiges System. Das System enthält, bei unterstellter Beseitigungsregel der Konjunktion, bereits drei unverträgliche Aussagenpaare. Der Inkohärenzgrad ist damit größer. Solche Anzahlbegriffe sind paradox und daher genauer zu untersuchen.

Der Weg nur atomare Aussagen auf ihre Verträglichkeit zu prüfen, scheint mir sehr verdächtig, da eine Theorie zwar von solchen atomaren Aussagen sehr stark abhängt, aber eben auch von den Regeln, ob deduktiver oder induktiver Art, mit denen sich neue Aussagen produzieren lassen. Wir kommen über eine Diskussion der verwendeten Anzahlbegriffe hoffentlich zu einem klareren Verständnis des Begriffes Kohärenzgrad und damit zu einer Klärung dessen was systematische Kohärenz ist.  Ähnliche Überlegungen sind zum Vernetzungsgrad (der Begriff beruht auf der Anzahl der inferentiellen Beziehungen), zur Inkonsistenzbedingung für die Inkohärenz (der Begriff beruht auf der Anzahl der Inkonsistenzen eines Systems X) und zur Anomalienbedingung der Inkohärenz (Anzahl der Erklärungsanomalien) notwendig. Die Präzisierung des Begriffes Vernetzungsgrad ist wiederum erforderlich, um die Subsystembedingung der Inkohärenz zu präzisieren, dabei versteht man in der Kohärenztheorie unter Subsystembedingung die Bedingung, dass ein System desto kohärenter ist, desto weniger Subsysteme, die mit den Restsystem kaum verknüpft sind, sich finden lassen.

In Zusammenhang mit der kalkülmäßige Erfassung der systematischen Kohärenz und der (systematischen) Inkohärenz sind die erwähnten Anzahlprobleme zu lösen.

Relationale Kohärenz und Rechtfertigung

Danach soll die relationale Kohärenz und die Rechtfertigung in den Kalkül einbezogen werden. Dies dürfte in relativ natürlicher Weise möglich sein und ermöglicht anzugeben, welche von zwei oder mehr konkurrierenden Aussagen besser in ein Meinungssystem X eingebettet werden kann und damit durch X besser begründet ist.  Die Analyse der Rechtfertigung führt uns zu einer Vertiefung eines Grundbegriffes in Stelzners epistemischer Logik und in den Logiken, die ich in meiner Magisterarbeit entwickelt habe.

Programmtechnische Realisierung des Kalküls:

Bereits in den letzten Jahren habe ich mich für die Verbindung von Philosophie/Logik zur Programmierung interessiert. Es entstanden neben einem größerem anderen Programmierprojekt auch ein paar kleinere Programme in diesem Bereich. Die Implementierung eines Kohärenzkalküls wäre eine schöne Fortführung dieser Arbeit. Sollte ich den Schwerpunkt über drei Jahre bearbeiten können, folgt anschließend die Implementierung des Kalküls.  Im Zusammenhang mit der Implementierung sind folgende Probleme zu lösen: das Optimierungsproblem für die Zuordnung von Wahrheitswerten zu Aussagen geht, dass von einer exponentiellen Anzahl möglicher Zuordnungen auf eine gute Näherung der Ermittlung der bestmöglichen zu reduzieren ist es an einer Anzahl von Wissensbasen zu zeigen gilt, dass unsere Erwartungen, wann eine Theorie kohärent ist, von zu entwickelnden Programm besser erfüllt wird als von den bisherigen, insbesondere als dem von Thagard und dem bis dahin sicherlich vorliegenden Programm von Daniel Schoch.“

[http://www.pyrrhon.de/cohere/wege.htm]

Gegen die formale Syntax der Generativen Grammatik geht die Funktionale Grammatik davon aus, dass die Struktur von Sätzen nur unter Einbeziehung der kognitiven und kommunikativen Dimension der Sprache adäquat beschrieben werden kann. Zentral ist für die RG daher die Annahme verschiedener, im geäußerten Satz (Text) miteinander verschmolzener Strukturebenen, die etwa folgendermaßen skizziert werden könnten:

 

Kohäsion

Deixis, Anaphora, Kataphora, Konnektoren, Subordination, Diskursmarker, suprasegmentale Elemente (elementos supraoracinales) [Intonation]

Kohärenz

Kognitive bzw. begriffliche Konsistenz: Örtliche/Zeitliche/Logische Ordnung

Intertextualität

für literarische Werke sehr wichtig

 

[Erstellt: Justo Fernández]

Ejemplo de lo que es coherencia y cohesión en un texto – Un pasaje del Quijote:

„Viendo, pues Sancho la última resolución de su amo y cuán poco valían con él sus lágrimas, consejos y ruegos, determinó de aprovecharse de su industria y hacerle esperar hasta el día, si pudiese; y así, cuando apretaba las cinchas al caballo, bonitamente y sin ser sentido, ató con el cabestro de su asno ambos pies a Rocinante, de manera que cuando don Quijote se quiso partir, no pudo, porque el caballo no se podía mover sino a saltos. Viendo Sancho Panza el buen resultado de su embuste, dijo:

–Ea, señor, que el cielo, conmovido por mis lágrimas y plegarias, ha ordenado que no se pueda mover Rocinante; y si vos queréis porfiar, y espolear, y darle, será enojar a la fortuna y dar coces, como dicen, contra el aguijón.

Desesperábase con esto don Quijote, y, por más que ponía las piernas al caballo, menos le podía mover;  y, sin caer en la cuenta de la ligadura, tuvo por bien de sosegarse y esperar, o a que amaneciese, o a que Rocinante se menease, creyendo, sin duda, que aquello venía de otra parte que de la industria de Sancho; y así, le dijo:

–Pues así es, Sancho, que Rocinante no puede moverse, yo soy contento de esperar a que ría el alba, aunque yo llore lo que ella tardare en venir.

–No hay que llorar –respondió Sancho–, que yo entretendré a vuestra merced contando cuentos desde aquí al día, si ya no es que se quiere apear y echarse a dormir un poco sobre la verde hierba, a uso de caballeros andantes, para hallarse más descansado cuando llegue el día y punto de cometer esta tan incomparable aventura que le espera.

–¿A qué llamas apear o a qué dormir? –dijo don Quijote–. ¿Soy yo, por ventura, de aquellos caballeros que toman reposo en los peligros? Duerme tú, que naciste para dormir, o haz lo que quisieres, que yo haré lo que viere que más viene con mi pretensión.

No se enoje vuestra merced, señor mío –respondió Sancho–, que no lo dije por tanto.

Y, llegándose a él, puso la una mano en el arzón delantero y la otra en el otro, de modo que quedó abrazado con el muslo izquierdo de su amo, sin osarse apartar de él un dedo: tal era el miedo que tenía a los golpes, que todavía alternativamente sonaban. Dijo don Quijote que contase algún cuento para entretenerle, como se lo había prometido, a lo que Sancho dijo que sí hiciera si le dejara el temor de lo que oía.

–Pero, con todo esto, yo me esforzaré a decir una historia que, si la acierto a contar y no me interrumpen, es la mejor de las historias y esteme vuestra merced atento, que ya comienzo. «Érase que se era, el bien que viniere para todos sea, y el mal, para quien lo fuere a buscar ...» Y advierta vuestra merced, señor mío, que el principio que los antiguos dieron a sus consejas no fue así comoquiera, que fue una sentencia de Catón Zonzorino, romano, que dice: „Y el mal, para quien le fuere a buscar“, que viene aquí como anillo al dedo, para que vuestra merced se esté quedo y no vaya a buscar el mal a ninguna parte, sino que nos volvamos por otro camino, pues nadie nos fuerza a que sigamos éste, donde tantos miedos nos sobresaltan.

–Sigue tu cuento, Sancho –dijo don Quijote–, y del camino que hemos de seguir déjame a mí el cuidado.

–«Digo, pues –prosiguió Sancho–, que en un lugar de Extremadura había un pastor cabrerizo (quiero decir que guardaba cabras), el cual pastor o cabrerizo, como digo, de mi cuento, se llamaba Lope Ruiz; y este Lope Ruiz andaba enamorado de una pastora que se llamaba Torralba, la cual pastora llamada Torralba era hija de un ganadero rico, y este ganadero rico ...»

–Si desa manera cuentas tu cuento, Sancho –dijo don Quijote–, repitiendo dos veces lo que vas diciendo, no acabarás en dos días; dilo seguidamente y cuéntalo como hombre de entendimiento, y si no, no digas nada.

–De la misma manera que yo lo cuento –respondió Sancho– se cuentan en mi tierra todas las consejas, y yo no sé contarlo de otra, ni es bien que vuestra merced me pida que haga usos nuevos.

–Di como quisieres –respondió don Quijote–; que, pues la suerte quiere que no pueda dejar de escucharte, prosigue:

–«Así que, señor mío de mi ánima –prosiguió Sancho–, que, como ya tengo dicho, este pastor andaba enamorado de Torralba, la pastora, que era una moza rolliza, zahareña y tiraba algo a hombruna, porque tenía unos pocos de bigotes, que parece que ahora la veo.»

–Luego ¿conocístela tú? –dijo don Quijote.

–No la conocí yo –respondió Sancho–, pero quien me contó este cuento me dijo que era tan cierto y verdadero que podía bien, cuando lo contase a otro, afirmar y jurar que lo había visto todo. «Así que, yendo días y viniendo días, el diablo, que no duerme y que todo lo añasca [enreda / embrolla], hizo de manera que el amor que el pastor tenía a la pastora se volviese omecillo [rencor / odio] y mala voluntad; y la causa fue, según malas lenguas, una cierta cantidad de celillos que ella le dio, tales que pasaban de la raya y llegaban a lo vedado; y fue tanto lo que el pastor la aborreció de allí en adelante que, por no verla, se quiso ausentar de aquella tierra e irse donde sus ojos no la viesen jamás. La Torralba, que se vio desdeñada del Lope, luego le quiso bien, mas que [aunque] nunca le había querido.»

–Ésa es natural condición de mujeres –dijo don Quijote–: desdeñar a quien las quiere y amar a quien las aborrece. Pasa adelante, Sancho.

–«Sucedió –dijo Sancho– que el pastor puso por obra su determinación, y, llevando por delante recogidas sus cabras, se encaminó por los campos de Extremadura, para pasarse a los reinos de Portugal. La Torralba, que lo supo, se fue tras él, y seguíale a pie y descalza desde lejos, con un bastón en la mano y con unas alforjas al cuello, donde llevaba, según la fama, un pedazo de espejo y otro de un peine, y no sé qué botecillo de maquillajes para la cara; mas, llevase lo que llevase, que yo no me quiero meter ahora en averiguarlo, sólo diré que dicen que el pastor llegó con su ganado a pasar el río Guadiana, y en aquella sazón iba crecido y casi fuera de madre, y por la parte que llegó no había barca ni barco, ni quien lo pasase a él ni a su ganado de la otra parte, de lo que se congojó mucho, porque veía que la Torralba venía ya muy cerca y le había de dar mucha pesadumbre con sus ruegos y lágrimas; mas, tanto anduvo mirando, que vio un pescador que tenía junto a sí un barco, tan pequeño que solamente podían caber en él una persona y una cabra; y, con todo esto, le habló y concertó con él que le pasase a él y a trescientas cabras que llevaban. Entró el pescador en el barco, y pasó una cabra; volvió, y pasó otra; tornó a volver, y tornó a pasar otra.» Tenga vuestra merced cuenta en las cabras que el pescador va pasando, porque si se pierde una de la memoria, se acabará el cuento y no será posible contar más palabra de él. «Sigo, pues, y digo que el desembarcadero de la otra parte estaba lleno de cieno y resbaloso, y tardaba el pescador mucho tiempo en ir y volver. Con todo esto, volvió por otra cabra, y otra, y otra ...»

–Haz cuenta que las pasó todas –dijo don Quijote–; no andes yendo y viniendo desta manera, que no acabarás de pasarlas en un año.

–¿Cuántas han pasado hasta agora? –dijo Sancho.

–¡Yo qué diablos sé! –respondió don Quijote–.

–He ahí lo que yo dije: que tuviese buena cuenta. Pues, por Dios, que se ha acabado el cuento, que no hay pasar adelante.

–¿Cómo puede ser eso? –respondió don Quijote–. ¿Tan de esencia de la historia es saber las cabras que han pasado, por extenso, que si se yerra una del número no puedes seguir adelante con la historia?

–No señor, en ninguna manera –respondió Sancho–; porque, así como yo pregunté a vuestra merced que me dijese cuántas cabras habían pasado y me respondió que no sabía, en aquel mismo instante se me fue a mí de la memoria cuanto me quedaba por decir, y a fe que era de mucha virtud y contento.

–¿De modo –dijo don Quijote– que ya la historia es acabada?

–Tan acabada es como mi madre –dijo Sancho.

–Dígote de verdad –respondió don Quijote– que tú has contado una de las más nuevas consejas, cuento o historia, que nadie pudo pensar en el mundo; y que tal modo de contarla ni dejarla, jamás se podrá ver ni habrá visto en toda la vida, aunque no esperaba yo otra cosa de tu buen discurso; mas no me maravillo, pues quizá estos golpes, que no cesan, te deben de tener turbado el entendimiento.

–Todo puede ser –respondió Sancho–, mas yo sé que en lo de mi cuento no hay más que decir; que allí se acaba do comienza el yerro de la cuenta del pasaje de las cabras.

–Acabe norabuena donde quisiere –dijo don Quijote–, y veamos si se puede mover Rocinante.

Tornole a poner las piernas, y él tornó a dar saltos y a estarse quedo: tanto estaba bien atado.“

[Cervantes, Miguel de: El Ingenioso Hidalgo Don Quijote de la Mancha. Ed. revisada y ampliada de Florencio Sevilla Arroyo y Antonio Rey Hazas, Alcalá de Henares: Ediciones del Centro de Estudios Cervantinos, 1994, pág. 185-189]

„Una de las propiedades esenciales de todo texto es la coherencia. Por coherencia se entiende la conexión de las partes en un todo. Esta propiedad implica, pues, la unidad. Para algunos autores, como Coseriu, la coherencia representa una caso particular de lo que denomina la congruencia o conformidad de la actividad lingüística con las normas universales del hablar. Estas normas universales del hablar constituyen del denominado saber elocucional, integrado por el conocimiento del mundo y de las cosas, los principio generales del pensar humano, la exigencia de claridad y de no repetición, el no decir lo obvio, lo imposible o lo extravagante, etc. Y, entre estos principio se encuentra la coherencia.“ 

[Casado Velarde, Manuel: Introducción a la gramática del texto español. Madrid: Arco/Libros, 1993, p. 17]

Coherencia (lat. cohaereo, estar adherido)

En lingüística del texto, dícese de la cohesión interna que guarda una agrupación dada de frases en virtud de las relaciones sintácticas, semánticas y pragmáticas que mantienen entre sí.”

[Diccionario de Lingüística. Anaya, p. 51]

Coherencia y cohesión

«El problema de los límites entre la oración y el discurso no se ha planteado en la gramática hasta muy recientemente. Las obras clásicas daban por supuesto que la frontera superior de la gramática era la oración y que el discurso respondía a pautas organizativas diferentes, de índole semántica o retórica, pero tan apenas sintáctica. Esta tardanza en acometer la naturaleza gramatical de ciertos hechos discursivos obedece a que la coherencia discursiva parece ligada a la lengua escrita, pues muchos idiomas, que sólo tienen un uso oral, carecen en apariencia de procedimientos gramaticales específicos para construir textos más extensos que la oración.

La idea de que el discurso también está estructurado sintácticamente había ido apareciendo de forma reiterad en diversos autores y escuelas, hasta el punto de que Givón (1979) pudo completar un volumen colectivo con esta orientación, en el que interesan sobre todo los trabajos de Longacre, Hinds y Chafe. Hoy en día la coherencia se considera como una propiedad global de los sistema cognitivos (Rickheit y Stohner 1992) y su análisis atiende a aspectos tectónicos (de estructura interna), dinámicos (de grado de estabilidad) y genéticos (de constitución).

En la tradición española se suele diferenciar entre cohesión y coherencia: la primera denominación se aplica al aspecto formal del vínculo que ata las distintas unidades de un texto, la segunda, a su aspecto semántico. [...]

Nada tiene de sorprendente que algunos estudios publicados en el último cuarto de siglo [XX] hayan puesto de manifiesto que la articulación del discurso se sirve también de procedimientos sintácticos operativos en el nivel gramatical. En particular, hoy se piensa que los recursos de que se vale la lengua escrita para marcar la cohesión de un texto son el resultado de la gramaticalización de procedimientos de organización retórica del discurso presentes en la lengua hablada o en etapas anteriores del idioma.

Entre los hechos sintácticos de filiación simultáneamente oracional y discursiva se suelen destacar: la progresión temática marcada, entre otros factores, por los deícticos y los pronombres; la temporalidad; el realce parentético; el discurso directo en su relación con el indirecto y las relaciones entre parataxis e hipotaxis.

Dominique Maingueneau (Eléments de linguistique por le texte littéraire, Paris: Dunod, 1993) se ocupa precisamente de estos temas en algunos capítulos de su libro.»

[López García, Ángel: “Relaciones paratácticas e hipotácticas”, en: Bosque, Ignacio / Demonte, Violeta (eds.): Gramática descriptiva de la lengua española. Madrid: Real Academia Española / Espasa Calpe. 1999, vol. 3, § 54.1]