KOGNITIVE LINGUISTIK

Lingüística cognitiva

(Recop.) Justo Fernández López

 

Vgl.:

Kognitive Semantik / Funktionalistische Sprachwissenschaft / Kognitive Grammatik / Metapher / Metonymie / Denotation / Repräsentation / Denotative Bedeutung / Funktionale Grammatik / Behaviorismus / Funktionalismus / Chomsky / Kognition / Konnektionismus / Digital vs. Analog / Piaget, Jean / Begriff / Idee / Eidetisch / Bild / Gehirn und Computer  / Gehirn und Sprache

 

«Kognitive Linguistik. Ende der fünfziger Jahre in den USA entstandene interdisziplinäre Forschungsrichtung , die sich mit der Untersuchung mentaler Prozesse bei Erwerb und Verwendung von Wissen und Sprache beschäftigt. Im Unterschied zum Behaviorismus, der sich auf  beobachtbares Verhalten und Stimulus-Response-Prozesse konzentriert, spielt Verhalten in der K. P. nur eine vermittelnde Rolle, insofern es Einsichten in kognitive Prozesse stürzt.

Untersuchungsziel ist die Erforschung der kognitiven/mentalen Struktur und Organisation durch Analyse der kognitiven Strategien, die Menschen beim Denken, Speichern von Information, Verstehen und Produzieren von Sprache verfolgen.» [Bußmann, H., S. 388]

«Die Kognitive Linguistik arbeitet mit einem erweiterten Kompetenzbegriff: Die Sprachfähigkeit des Menschen wird sowohl strukturell (als mentales Kenntnissystem) als auch prozedural (als Verarbeitungssystem) definiert. Die Kognitive Linguistik arbeitet zudem mit einer erweiterten Methodik: Externe Daten werden zum Prüfstein für die neuropsychologische Realität linguistischer Modelle und Theorien. Die Arbeitsweise dieses jungen Forschungsansatzes ist damit eng an die Untersuchungen und Ergebnisse der allgemeinen Kognitionsforschung geknüpft.

Es ist offensichtlich, dass viele der von der Kognitiven Linguistik bearbeiteten Probleme noch nicht oder erst ansatzweise gelöst sind. Alle Fragen, die das Verhältnis zwischen der Repräsentation und der Verarbeitung von Sprache betreffen, bedürfen noch eingehender Forschungsarbeit. Explikationsbedürftig ist auch der Zusammenhang zwischen neuronaler und mentaler Ebene. Zu klären bleibt weiterhin, auf welche Weise das sprachliche Kenntnissystem mit anderen Kognitionssystemen interagiert.»

[Schwarz, Monika: Einführung in die Kognitive Linguistik. Tübingen und Basel: A. Francke Verlag, 21996, S. 199]

«Postulate der Kognitiven Linguistik:

§         Die sprachlichen Fähigkeiten werden von allgemeinen kognitiven und neuronalen Prinzipien determiniert.

§         Die Sprache ist als Subsystem der Kognition ein mentales Kenntnissystem mit eigenen Gesetzmäßigkeiten.

§         Es gibt derzeit keine Theorie, die auch nur ansatzweise alle relevanten Aspekte menschlichen Wissens und seiner Verwendung erklären kann.

§         Die Untersuchung und Beschreibung der kognitiven Fähigkeiten des Menschen kann auf zwei verschiedenen Ebenen erfolgen: auf der mentalen oder der neuronalen Untersuchungsebene.

§         Der mentalistische Ansatz erstellt Modelle, die Struktur- und Prozessaspekte mentaler Phänomene auf einer abstrakten und von der materiellen Grundlage losgelösten Ebene beschreiben.

§         In der neurobiologischer Forschung steht dagegen die physische Basis der Kognition im Vordergrund, die mittels neurobiologischer Explikationen beschrieben wird.

Jeder Versuch einer angemessenen Integration stößt unweigerlich auf das Problem einer Korrelationsmöglichkeit beider Ebenen und damit auf das alte Geist/Körper-Problem. In welcher Relation stehen materielle Grundlage und geistige Tätigkeit? Gibt es gemeinsame Gesetze, unter die neuronale und mentale Zustände und Ereignisse fallen?»

[Vgl.:Schwarz, Monika: Einführung in die Kognitive Linguistik. Tübingen/Basel: Francke Verlag, 21996, S. 58-59]

«Die Kognitive Wende

In der behavioristischen Psychologie beschäftigte man sich nicht mit der Funktionsweise des menschlichen Geistes; nur das beobachtbare, mit naturwissenschaftlichen Methoden messbare Verhalten des Menschen wurde analysiert.

Anfang der 60er Jahre vollzog sich in der Psychologie die Ablösung vom behavioristischen Forschungsansatz, der mentale Zustände und Vorgänge aufgrund seines rigiden positivistischen Postulats der Beobachtbarkeit als Blach-box-Phänomene (die sich dem wissenschaftlichen Zugang entziehen) aus dem Forschungsprozess ausgeschlossen hatte. Die Einbeziehung mentaler Entitäten erfolgte in einem sich über Jahre erstreckenden Paradigmawechsel, der heute als die »Kognitive Wende« bezeichnet wird. In der Psychologie gab Neisser (1967) dem neuen Forschungsparadigma seinen Namen: Kognitive Psychologie. Die Kognitive Psychologie beschäftigt sich mit allen Prozessen der Aufnahme, Speicherung und Anwendung von Informationen. Kognition wird als die menge aller Strukturen und Prozesse menschlichen Wissens definiert. [...]

Kognitive Einheiten und Prozesse sind als Teile komplexer Zusammenhänge aufzufassen und lassen sich nicht auf isolierte, unstrukturierte Komponenten reduzieren. Dem Menschen stehen gewisse kognitive Dispositionen von Geburt an zur Verfügung. Mit diesen Annahmen wendet sich der kognitivistische Ansatz gegen die Auffassung des Behaviorismus, dass der Mensch als Tabula rasa auf die Welt kommt und sein Wissen aufgrund assoziativer Lernsequenzen erwirbt. Eine wirkungsvolle Kritik am behavioristischen Erklärungsansatz kam dabei mit Chomskys Skinner-Rezension auch aus der Linguistik. Chomsky (1959) wies nach, dass sich die sprachlichen Fähigkeiten des Menschen nicht durch simple Reiz-Reaktion-Kontingenzen erklären lassen, sondern nur durch die Annahme eines komplexen Regelsystems, das als internalisiertes Kenntnissystem aufzufassen ist. Die Linguistik vor Chomsky war weitgehend eine beschreibende Wissenschaft, die sich mit der Klassifizierung eines Korpus sprachlicher Daten beschäftigte, ohne diese Daten in Beziehung zum menschlichen Geist zu setzen. Seit Chomsky (1965) ist nicht mehr das konkrete Verhalten (in Chomskys Terminologie: die Performanz) im Mittelpunkt sprachwissenschaftlicher Untersuchungen, sondern das diesem Verhalten zugrunde liegende Kenntnissystem (die Kompetenz). Chomsky hat die Wende in der Linguistik rückblickend folgendermaßen beschrieben:

«... the shift was from behavior or products of behavior to states ot the mind/brain that enter into behavior.» (Chomsky 1986:1)

Damit wird die Linguistik zu einer erklärende Wissenschaft, welche die im menschlichen Geist verankerte Repräsentationen als Konstituenten der Sprachfähigkeit des Menschen analysiert und beschreibt. Chomsky (1975, 1988) hat deshalb die von ihm definierte generative Linguistik wissenschaftstheoretisch stets als ein Teilgebiet der kognitiven Psychologie aufgefasst. Die mentalistische Sprachtheorie, die mit Chomskys generativer Grammatik in den Vordergrund sprachwissenschaftlicher Arbeiten rückte, ist damit von ihrer Konzeption her ein Vorläufer der kognitivistischer Ansätze in der Linguistik.»

[Schwarz, Monika: Einführung in die Kognitive Linguistik. Tübingen und Basel: A. Francke Verlag, 21996, S. 13-15]

«In behavioristischen Sprachtheorien – als deren Hauptvertreter Skinner angesehen wird – ging man davon aus, dass das Kind als eine tabula rasa auf die Welt kommt, also über keinerlei Prädispositionen verfügt und mit der Aneignung sprachlicher und allgemein-kognitiver Fähigkeiten bei Null anfangen muss. Nach Skinner (1957) lässt sich der Spracherwerbsprozess als eine Abfolge von assoziativen Lernsequenzen charakterisieren. Sprachliche Strukturen werden als Wortketten beschrieben, die sich auf Stimulus-Response-Kontingenzen zurückführen lassen. Das Erlernen der Sprache wird im Paradigma der klassischen und der instrumentalen Konditionierung erklärt. [...] Für das Lernen permanenter assoziativer Sequenzen sind bestimmte Verhaltensmuster relevant: Imitation und Verstehen auf Seiten des Kindes und Reaktionen der Eltern oder Bezugspersonen, die das Kind durch Lob bzw. Tadel selektiv verstärken und Fördern. [...]

Chomsky hat bereits 1959 in seiner Skinner-Rezension einen solchen Ansatz als inadäquat zurückgewiesen, da er weder die strukturellen Gesetzmäßigkeiten von Sprache noch die Kreativität, die unsere Sprachfähigkeit auszeichnet, erklären kann. [...]

Empirische Untersuchungen haben gezeigt, dass sich Kinder kaum durch das Verhalten der Eltern in ihrer sprachlichen Entwicklung beeinflussen lassen. Wörter und Strukturen, die in der Erwachsenensprache besonders oft vorkommen, müssten zudem nach der behavioristischen Lerntheorie am frühesten gelernt werden. Dies ist aber nicht der Fall. Kinder werden in den ersten Jahren fast gar nicht korrigiert, wenn sie ungrammatische Formen äußern, da die Eltern eher auf den Inhalt und die Intention der Äußerungen achten.

Der Spracherwerb verläuft trotz unterschiedlicher Sozialisationsbedingungen und individueller Variationen relativ einheitlich. [...]

Diese Überlegungen deuten darauf hin, dass das Kind mit Prädispositionen für die Sprach(erwerbs)fähigkeit ausgestattet ist. [...]

Empirische und nativistische Ansätzen stehen sich heute nicht mehr krass gegenüber wie noch in den 50er und 60er Jahren. Keine ernstzunehmende Theorie vertritt heute noch die These, dass das Kind als tabula rasa auf die Welt kommt und sich seine kognitiven und sprachlichen Fähigkeiten allein aufgrund assoziativer Lernmechanismus aneignet. Selbst Vertreter des Neo-Behaviorismus – der seit der Kognitiven Wende keinen nennenswerten Einfluss mehr auf die Forschungsdiskussion hat – sprechen dem Kind angeborene Prädispositionen für den Erwerb mentaler Fähigkeiten zu.»

[Schwarz, Monika: Einführung in die Kognitive Linguistik. Tübingen und Basel: A. Francke Verlag, 21996, S. 107-109]

«In den letzten Jahren sind als Alternative zu den symbolischen Ansätzen innerhalb der Kognitionswissenschaft Modelle entwickelt worden, die unter den Begriff des Konnektionismus fallen. Diese konnektionistischen (oder auch subsymbolischen) Modelle postulieren statt strukturierter Einheiten und strukturabhängiger, serieller Prozesse vernetzte Elemente und parallel ablaufende Informationsverarbeitungsvorgänge. Die Modellierung kognitiver Prozesse ist die generelle Zielsetzung des Konnektionismus, dessen Grundideen durch Forschungsergebnisse der Neurophysiologie des menschlichen Gehirns initiiert wurden.

Konnektionistische Modelle inkorporieren eine große Anzahl einfacher Einheiten oder Knoten, die miteinander vernetzt sind. Die Verbindung zwischen den einzelnen Einheiten sind wie bei den Neuronen im Gehirn gewichtig, d.h. sie weisen bestimmte Werte für ihre Aktivierbarkeit auf. Die einzelnen Knoten sind durch erregenden (exzitatorische) oder hemmende (inhibitorische) Relationen miteinander verknüpft. Damit sind die Zusammenhänge von verschiedenen Zuständen in den Netzwerken assoziativer Natur. Wissen ist in solchen Modellen in den Verbindungen zwischen den Einheiten der Netzwerke enthalten. Lernen beruht hier auf einer Modifizierung der Gewichtung der Verbindungen. Diese Annahme entspricht der in der Neurophysiologie vertretenen Position, dass Lernvorgänge im Gehirn durch eine Veränderung der Synapsenverbindungen zwischen Nervenzellen entstehen. Explizite Repräsentationsannahmen werden im Konnektionismus nicht vorgebracht. Die Repräsentationen sind distribuiert und nicht strukturiert. Jeder Knoten befindet sich in einem bestimmten Aktivitätszustand. Der Output einer Einheit im Netzwerk wird durch eine Schwellenfunktion determiniert. [...] Die Verarbeitungsprinzipien der konnektionistischen Modelle decken sich zwar nicht mit denen neurophysiologischer Modelle, weisen aber zum Teil große Ähnlichkeiten zu den neuronalen Vorgängen im Gehirn auf. [...]

Eine strikte Trennung von mentaler und neuronaler Ebene (bzw. von Hardware und Software), wie sie in den Computationsmodellen vorzufinden ist, ist nicht mehr gegeben, da das Programm in den physikalischen Mustern verankert ist. Sicherlich liegt ein großer Teil der Attraktivität konnektionistischer Modelle in der neuronal inspirierten Modellbindung, doch scheint es beim derzeitigen Forschungsstand verfrüht, symbolisch-funktionalistische Kognitionsmodelle aufzugeben. Es bleibt anhand empirisch-experimenteller Befunde zu konkretisieren, inwiefern konnektionistische Modelle die Repräsentations- und Prozesseigenschaften unserer Kognition adäquater darstellen können als symbolische Modelle.»

[Schwarz, Monika: Einführung in die Kognitive Linguistik. Tübingen und Basel: A. Francke Verlag, 21996, S. 22-23]

«Immer schon befassten sich Wissenschaftler unterschiedlichster Herkunft mit der menschlichen Sprache und dem menschlichen Geist, doch erst seitdem wir erklärende Theorien über die universelle Struktur menschlicher Sprachen haben, können Linguisten begründete Vermutungen über neuronale Repräsentationen und Berechnungen aufstellen.

Repräsentationen und Berechnungen sind das Herzstück der Kognitiven Linguistik. Interdisziplinarität und naturwissenschaftliches Vorgehen bieten sich nicht nur an, sondern kennzeichnen das Paradigma.

Die wichtigsten Zusammenhänge sind im Schaubild aufgeführt:

Mit den Organisationsprinzipien des menschlichen Gehirns, einem zentralen stand der Kognitiven Linguistik, befassen sich neben den Neurowissenschaften auch die Neurobiologie. Diese empirischen und theoretischen Erkenntnisse macht sich die Klinische Linguistik zunutze.

In Modellen der Sprachsimulation und der Neuronalen Netze werden sprachliche Wissensrepräsentationen und Berechnungen computerunterstützt rekonstruiert.

Die Regeln zum Aufbau und zur Interpretation von natürlichsprachlichen Diskursen werden von der Pragmatik und der Philosophie, der Mutter aller Wissenschaften erforscht. Die Methoden der Kognitiven Linguistik orientieren sich an den strengen Normen, wie sie die Psychologie für empirische Testverfahren entwickelt hat.

Diese vielfältigen interdisziplinären Bezüge kennzeichnen die Kognitive Linguistik und machen sie zu einer dynamischen Wissenschaft.»

[Keller, Jörg / Leuninger, Helen: Grammatische Strukturen – Kognitive Prozesse. Ein Arbeitsbuch. Tübingen: Gunther Narr Verlag, 1993, S. 279-280]

«Auch das abstrakt denkende Ich ist ein körperliches: Die sinnlich-körperlichen Bausteine der Mathematik. „Das Ich ist vor allem ein körperliches", schreibt Freud in „Das Ich und das Es", „es ist nicht nur ein Oberflächenwesen, sondern selbst Projektion einer Oberfläche" (Freud 1923, 253). Er meint damit die Oberfläche unseres Körpers, von der zugleich äußere und innere Wahrnehmungen ausgehen.

Wie ist das aber zu verstehen, wenn das Ich mit sehr abstrakten Leistungen beschäftigt ist, zum Beispiel mit mathematischem Denken, quasi dem Inbegriff von Körperferne. Oder anders gefragt: Ein Subjekt, das gerade komplexe mathematische Probleme löst, hat zwar einen Körper; aber ist es bei diesem Vorgang auch körperlich? Bilden auch für das mathematisch denkende Ich die Projektion sensomotorischer Erfahrungen die Grundlage? Und wie soll man das untersuchen und entscheiden, wie nachweisen?

George Lakoff und Rafael Núñez (2000) widmen diesen Fragen ein spannendes Buch mit dem Titel: „Where Mathematics Comes From". Und sie kommen darin zu einer eindeutigen Antwort: auch mathematisches Denken ist „verkörpert". Das Wort „verkörpert" ist die etwas holprig klingende Übersetzung von „embodied", einem Begriff, nach dem sich bereits ein ganzer Wissenszweig nennt: „embodied science".

Bei den Autoren handelt es sich nicht um Psychoanalytiker. George Lakoff, ein Schüler von Noam Chomsky, lehrt in Berkeley kognitive Linguistik und setzt sich seit vielen Jahren intensiv mit der Rolle von Metaphern in unserer alltäglichen Sprache auseinander. Andere Werke von ihm sind „Metaphors We Live By" (1980), das es unter dem Titel „Leben in Metaphern" auch in deutscher Übersetzung gibt, und „Philosophy in the Flesh" (1999), beide mit dem Philosophen Mark Johnson als Co-Autor. Rafael Núñez ist Psychologe und Mathematiker. In Deutschland beschäftigt sich Michael B. Buchholz (1999) seit mehr als 10 Jahren damit, den metapherntheoretischen Ansatz von Lakoff für Psychotherapie und Psychoanalyse anzuwenden. Bei ihm habe ich auch den Hinweis auf das Buch über Mathematik gefunden (Buchholz 2002). [...]

Lakoff und Núñez folgend könnte man antworten: Mathematik ist nicht so unabhängig von unserer Erfahrung, wie es erscheint. Mathematisches Denken ist in unserer Wahrnehmung äußerer Objekte und unseres eigenen Körpers verankert und bringt so die Logik der äußeren Realität mit sich. Wovon gehen Lakoff und Núñez in ihrer Untersuchung der psychischen Grundlagen der Mathematik aus? Das Buch „Philosophy In The Flesh" beginnt mit drei Sätzen: „The mind is inherently embodied. Thought is mostly unconscious. Abstract concepts are largely metaphorical."

Die grundlegenden Aussagen sind also folgende:

Denken ist verkörpert. Die Natur unserer Körper, unser Gehirn und unser alltägliches Funktionieren in der Welt strukturieren unsere Begriffe und unser Denken. Dies gilt genauso für mathematische Begriffe und mathematisches Denken.

Denken ist großteils unbewusst. Nicht verdrängt unbewusst im freudschen Sinn, wie sie betonen, sondern einfach für direkte Introspektion unzugänglich. Wir können unsere Auffassungssysteme und unsere Denkprozesse, einschließlich des größten Anteils am mathematischen Denken, nicht direkt betrachten.

Denken ist großteils metaphorisch. Auch abstrakte Konzepte sind großteils mit Hilfe konkreter Begriffe konzipiert, indem sie Ideen und Denk­weisen verwenden, die sich auf unser sensomotorisches System stützen. Den Mechanismus, mit dem Abstraktes in Begriffen des Konkreten verstanden wird, nennt Lakoff konzeptuelle Metapher. Auch mathematisches Denken verwendet konzeptuelle Metaphern, z. B. wenn wir Zahlen als Punkte auf einer Linie denken. [...]

Mit welchen unbewussten konzeptuellen Mechanismen ist Mathematik, die über diese angeborenen Fähigkeiten hinausgeht, in unserem Körper verankert? Die Autoren diskutieren die aus ihrer Sicht wichtigsten vier (Lakoff, Johnson 1999a, 30): Vorstellungsschemata, Schemata der Bewegungskontrolle, konzeptuelle Metaphern und konzeptuelle Verschmelzungen (conceptual blends).

Die Metapher hat keinen guten Ruf im abendländischen Denken – und hier soll sie die Grundlage für die exakteste aller Wissenschaften liefern. Seit Aristoteles gilt sie als Element der Rhetorik, das der Demagogie, der Verführung der Massen dient. Sie gilt als nicht wahrheitsfähig und für die Wissenschaft nicht brauchbar. Auch die Zweifel an der Wissenschaftlichkeit der Psychoanalyse wurden mitunter damit begründet, dass ihre Theorie eine Ansammlung von Metaphern und insofern nicht exakt sei. Aber die Beiträge häufen sich, die zeigen, dass auch die harten, die „exakten" Wissenschaften keineswegs frei von Metaphern sind, und zwar in ihren Grundsätzen; dass die Wissenschaftler sich in ihrer alltäglichen Kommunikation, z. B. in ihren Gesprächen in einem Labor für Teilchenphysik, sehr metaphorisch ausdrücken, wurde auch schon untersucht und lässt sich offenbar leicht nachweisen (siehe Buchholz, von Kleist 1997, 51): Da „antworten" Computer, „verarbeiten" Dinge, oder „spinnen" mitunter und „verweigern die Antwort".

Im Einleitungsabsatz des Buches „Leben in Metaphern" heißt es:

Die Metapher ist für die meisten Menschen ein Mittel der poetischen Imagination und der rhetorischen Geste — also dem Bereich der außergewöhnlichen und nicht der gewöhnlichen Sprache zuzuordnen. Überdies ist es typisch, dass die Metapher für ein rein sprachliches Phänomen gehalten wird — also eine Frage der Worte und nicht des Denkens oder Handelns ist. Aus diesem Grunde glauben die meisten Menschen, sehr gut ohne Metapher auskommen zu können. Wir haben dagegen festgestellt, dass die Metapher unser Alltagsleben durchdringt, und zwar nicht nur unsere Sprache, sondern auch unser Denken und Handeln. Unser alltägliches Konzeptsystem, nach dem wir sowohl denken als auch handeln, ist im Kern und grundsätzlich metaphorisch (Lakoff, Johnson 1999a).

Das Kernstück der von Lakoff führend vertretenen kognitiven Linguistik besteht also in der Auffassung, dass Metaphern ihrem Wesen nach konzeptuell, d. h. zentraler Bestandteil menschlichen Verstehens und Denkens, sind. Deshalb sprechen die Autoren von konzeptueller Metapher. Buchholz unterscheidet zum besseren Verständnis manifeste und konzeptuelle Metaphern. Eine manifeste Metapher wäre z. B. die Aussage „Der Mensch ist ein Wolf'.

Um konzeptuelle Metaphern handelt es sich, wenn wir Sätze sprechen wie: „Du bist so kalt zu mir", „Das Eis zwischen ihnen ist gebrochen", „Ich kann mich nicht für ihn erwärmen" usw. Die Wörter mögen verschieden sein: kalt, Eis, warm; die konzeptionelle Beziehung bleibt die gleiche: Wir verstehen Zuneigung in Begriffen physikalischer Wärme, Abneigung als physikalische Kälte.

Oder wir hören in den Nachrichten: Der Dollar steigt. Würden wir den Satz wörtlich-begrifflich nehmen, wäre das Gemeinte nicht zu verstehen. Das Verständnis basiert auf der in jedem von uns vorhandenen Imagination: Oben ist mehr. Auch das ist eine konzeptuelle Metapher: Oben ist Mehr. Sie basiert auf frühen sinnlich-anschaulichen Erfahrungen, die wir alle als Kinder machen. Beispiele: füllt man Wasser in ein Glas, steigt der Wasserspiegel nach oben; Kinder werden älter und dabei größer, richten sich vom Krabbeln zum aufrechten Gang auf (vgl. Buchholz, von Kleist 1997, 57).

Weitere Beispiele für konzeptuelle Metaphern: Schwierigkeiten werden als Last begriffen: die Verantwortung kann erdrücken, jemand ist überlastet etc.

Organisatorische Strukturen werden als physikalische Strukturen konzeptualisiert: Wir sprechen z. B. von einem lückenlosen Plan, in dem alles gut zusammenpasst, von Löchern in einer Theorie, vom Aufbau einer Gesellschaft, die es zu entwirren gilt.

Bei der Verwendung solcher konzeptueller Metaphern wird jeweils die Logik eines Ursprungsbereiches auf den Zielbereich übertragen. Betrachten wir noch die in der westlichen Welt sehr gebräuchliche Metapher Liebe ist Partnerschaft: Der Ursprungsbereich ist „Geschäftsleben", der Zielbereich „Liebe". Die Liebenden sind Partner, die Liebesbeziehung eine Partnerschaft. Aus der ökonomischen Partnerschaft kann Reichtum erwachsen, aus der Liebespartnerschaft Wohlfühlen, wie von einem Geschäft kann man von der Liebe profitieren, aber wie in ein Geschäft muss man auch in die Liebe Arbeit investieren. Arbeit und Profit aus der Partnerschaft können dann in der Liebe genau wie in einer geschäftlichen Partnerschaft geteilt werden.

Wie schauen nun die konzeptuellen Metaphern aus, die wir verwenden, um über die primitiven angeborenen mathematischen Operationen hinaus zu kommen? Als Beispiele möchte ich die vier grundlegenden Metaphern vorstellen, die die Autoren beschreiben; vier grundlegende Metaphern, die aus unterschiedlichen Herkunftsbereichen alltäglicher sensomotorischer Erfahrung auf die Arithmetik übertragen werden.

Die grundlegendste, uns am simpelsten und selbstverständlichsten vorkommende lautet: Arithmetik ist das Sammeln von Objekten.

Jeder Mathematikunterricht setzt diese unbewusste Metapher voraus, die wir sehr früh lernen: Eine Ansammlung von Objekten ergibt eine Zahl. Die Größe der Ansammlung entspricht der Größe der Zahl. Eine umfangreichere Ansammlung ergibt eine größere Zahl, eine kleinere eine geringere Zahl. Die kleinste Ansammlung entspricht der Einheit in der Arithmetik, der Zahl 1. Geben wir Ansammlungen zusammen, so addieren wir, nehmen wir eine kleinere Ansammlung von einer größeren weg, so subtrahieren wir.

Die körperliche Wahrheit, die wir im Gruppieren von Objekten erfahren, wird so eine mathematische Wahrheit über Zahlen. Grundlegende Eigenschaften mathematischer Operationen wie z. B. Assoziativgesetz (a + b = b + a) und Kommunitativgesetz [a + (b + c) (a + b) + c] ergeben sich direkt daraus.

Die zweite dieser vier grundlegenden Metaphern lautet: Arithmetik ist die Konstruktion von Objekten. Betrachten wir mathematische Gemeinplätze wie: „Wenn man 2 und 2 zusammen gibt, bekommt man 4"; „5 besteht aus 3 plus 2"; „man kann 28 in 7 mal 4 zerlegen". Wenn wir so etwas sagen, denken wir Zahlen als Ganze, die aus Teilen bestehen. Die Teile sind andere Zahlen. [...]

Diese Metapher bringt eine wichtige Wahrheit über Objekte in die Mathematik mit: Wenn man ein Einheitsobjekt in n Teile teilt und diese n Teile wieder zusammensetzt, bekommt man wieder das Einheitsobjekt. Wenn man 1 durch n dividiert und dann mit n multipliziert, so ist das Resultat wieder 1. Also: 1/n . n = 1, anders ausgedrückt: 1/n ist die inverse Zahl für n in der Multiplikation.

Die dritte grundlegende Metapher ist die Maßstab-Metapher. Die älteste Methode, ein Gebäude zu planen, besteht darin, einen Maßstab oder ein Maßband anzulegen, mit dem Stab oder dem Band als Einheit. Eine Distanz kann gemessen werden, indem man den Stab oder das Band mit Einheitslänge, also ein physikalisches Segment (z. B. Fuß oder Elle), Ende an Ende auflegt und zählt, wie oft man dies gemacht hat. Physikalische Segmente von beliebiger endlicher Länge entsprechen dann einer Zahl. Das grundlegende physikalische Segment entspricht der Eins, die Länge des beliebigen Segments der Größe einer Zahl, einer rationalen Zahl wohlgemerkt. Addieren bedeutet in dieser Metapher, physikalische Segmente Ende an Ende zusammenzulegen, um längere Segmente zu formen. Kürzere Segmente von längeren wegnehmen bedeutet Subtraktion usw. [...]

Die vierte grundlegende Metapher: Arithmetik als Bewegung entlang eines Pfades.

Wenn wir uns auf einer geraden Linie von einem Ort zum anderen bewegen, formt der Pfad unserer Bewegung ein physikalisches Segment – eine vorgestellte Linie, die die Bewegungsbahn nachzeichnet. Der Beginn der Bewegung korrespondiert mit dem einen Ende des physikalischen Segmentes, der Endpunkt der Bewegung mit dem anderen Ende. Der Pfad der Bewegung korrespondiert mit dem Rest des physikalischen Segmentes.

In der Metapher „Arithmetik ist Bewegung auf einem Pfad" entsprechen die Bewegungen den mathematischen Operationen. Der Ursprung, der Beginn der Bewegung, entspricht der Null, Punkte auf dem Pfad sind Zahlen, Eins entspricht einer Einheits-Punkt-Verortung verschieden von Null usw.

In vielem entspricht diese Metapher der Maßstab-Metapher – mit einem großen Unterschied: In allen anderen Metaphern muss man weitere metaphorische Kreationen erstellen, um die Null zu bekommen. Hier ist Null der Ursprung, also eine Punktlokation wie die anderen Zahlen auch. Das ermöglicht eine natürliche Ausdehnung zu negativen Zahlen. Man lässt den Ursprung irgendwo auf dem Pfad sein; bewegt man sich auf die andere Seite von Null, so hat man spiegelbildlich zu den positiven Zahlen die negativen. Diese Erweiterung wurde erst in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts gemacht, mit der hier beschriebenen Metapher, dass alle Zahlen, positive, negative und die Null, Punkte auf einer Linie sind.

Heute ist uns die Sprache der Bewegung im Zusammenhang mit Zahlen so selbstverständlich, dass wir uns kaum vorstellen können, dass sie einmal nicht existierte oder akzeptiert wurde: Zähle bis 100, beginne bei 20, zähle zurück, Zahlen sind einander nahe oder weit entfernt.

Die vier Grundmetaphern beinhalten verschiedene metaphorische Charakterisierungen und damit auch unterschiedliche symbolische Bedeutungen von Null und Eins. In der Alltagssprache kann Null die Leere, bzw. das Nichts (leere Ansammlung), das Fehlen bzw. Nicht-Vorhandensein, die Zerstörung (Konstruktions-Metapher), äußerste Kleinheit (Maßstab-Metapher) und Ursprung (Bewegungsmetapher) bedeuten. Die Eins kann Individualität und Getrenntheit, Ganzheit, Einheit und Vollständigkeit, die Norm bzw. den Standard (am Maßstab) und den Beginn (der erste Schritt) symbolisieren.

Aber wie bereits erwähnt ist die Mathematik nicht nur über die unbewussten konzeptuellen Mechanismen der Metapher und der Verschmelzung in unseren Körpern verankert. Noch unmittelbarer ist die Verbindung zum Körper in Schemata der Vorstellung und der Bewegungskontrolle.

Unter Vorstellungsschemata (engl.: „image schemas") verstehen die Autoren primitive Konzepte räumlicher Beziehungen. Ein Vorstellungsschema mit großer Bedeutung für die Mathematik ist z. B. das Gefäß-Schema, englisch „container schema". Es ist durch drei Elemente charakterisiert: einem Innen, eine Grenze und einem Außen. Die Erfahrungen, auf denen es beruht, werden in „Leben in Metaphern" so beschrieben:

Wir sind Wesen mit einer Physis, wir haben äußere Begrenzungen und sind durch die Hautoberfläche von der übrigen Welt getrennt; wir erfahren die übrige Welt als etwas, das uns äußerlich ist. Jeder Mensch ist ein Gefäß mit einer begrenzenden Oberfläche und einer Innen-Außen-Orientierung. Wir projizieren unsere eigene Innen-Außen-Orientierung auf andere physische Objekte, die durch Oberflächen begrenzt sind. Folglich betrachten wir diese Objekte auch als Gefäße mit einer Innenseite und einer Außenseite. Zimmer und Häuser sind eindeutig Gefäße. Von einem Zimmer ins andere gehen heißt von einem Gefäß ins andere gehen, d. h. aus einem Zimmer herausgehen und in ein anderes Zimmer hineingehen. (Lakoff, Johnson 1999a, 39) [...]

Schemata der Bewegungskontrolle (engl.: „aspectual schemas"):

Die Struktur, denen Bewegungsabläufe gehorchen, ist sehr einheitlich: Bevor man mit einer körperlichen Aktion beginnt, braucht es bestimmte Bedingungen von Bereitschaft bzw. Eingangsbedingungen, z. B. eine Pause, Aufhören mit etwas anderem, wissen, wo und in welcher Körperhaltung wir uns befinden. Dann beginnen wir uns zu bewegen, setzen also einen Anfang. Ist der Hauptteil der Handlung in Gang, kann es zu Unterbrechungen und Wiederaufnahmen kommen. Wenn der Hauptteil der Aktion durchgeführt ist, kann man sie wiederholen bzw. den Prozess fortsetzen. Schließlich folgt, was zu tun ist, um den Ablauf zu beenden. Danach befindet sich die Aktion in einem Endzustand mit Resultaten und Konsequenzen.

Diese Struktur der Steuerung und Kontrolle von Bewegungsabläufen findet sich laut Lakoff auch weltweit in der Grammatik von Sprachen. Alles, was wir als Handlung oder Ereignis wahrnehmen oder denken, hat diese Struktur: Eingangsbedingungen – Anfang – Hauptteil – mögliche Unterbrechungen und Wiederholungen – Abschluss – Endzustand.

In der Linguistik wird diese Struktur englisch „aspect schema" genannt. Ich habe keine treffende Übersetzung von „aspect" gefunden, am ehesten noch „Gestalt", also Gestalt einer Handlung oder eines Ereignisses.

Von der Logik, die diesem Ablaufschema körperlicher Aktionen inhärent ist, sind für die weitere Argumentation die Punkte des Abschließens und des Endzustandes wichtig.

Zwei Schlussfolgerungen ergeben sich aus diesen Punkten:

- die Stufe des Abschlusses erfolgt später als irgendeine andere Stufe im Ablauf des Prozesses.

- Es gibt keinen Punkt im Ablauf über den Abschluss des Prozesses hinaus.

Diese zwei Schlussfolgerungen aus dem Ablauf körperlicher Aktionen verwenden die Autoren für die aus meiner Sicht gewagteste Hypothese des Buches, ihr Husarenstück sozusagen: Das Schema der Bewegungskontrolle habe für die Art, wie Mathematik Unendlichkeit konzipiert, entscheidende Bedeutung.»

[Oberlehner, Franz: “Auch das abstrakt denkende Ich ist ein körperliches: Die sinnlich-körperlichen Bausteine der Mathematik”. In: Texte. Psychoanalyse, Ästhetik, Kulturkritik, Heft 4 / 2004, 24. Jahrgang, S. 41-60]

«Lingüística cognitiva

La ‘lingüística cognitiva’es la rama de la lingüística que, tras la vigencia del mentalismo chomskiano y ante la creciente importancia del contexto en el estudio pragmático del lenguaje, orienta su investigación hacia el funcionamiento de los mecanismos cognitivos de representación y almacenamiento de la información y su posible influencia tanto en la comunicación oral o escrita, como en la propia gramática de la lengua. En esta lingüística, el lenguaje es una parte más de toda la organización cognitiva del ser humano, aunque su papel es central en la interacción del ser humano con su entorno (Cifuentes, 1994: 21) y el interés de la psicología cognitiva por el lenguaje se orienta sobre todo hacia la naturaleza del conocimiento del lenguaje que posee el ser humano, y cómo se pone en práctica dicho conocimiento, teniendo muy en cuenta la importante mediación de la información ya atesorada en la mente del individuo (en forma de guiones, esquemas, marcos, escenas, dominios, etc. – según los distintos términos propuestos –) sobre el significado que adquieren finalmente los enunciados y sobre la creación de nueva información. Dicha información ya no se refiere a creencias verdaderas e irrefutables, sino a expectativas más o menos certeras de cómo está estructurado el mundo y de la veracidad (cf semántica veritativa) respecto a las hipótesis interpretativas (Carston, 1988).

La interpretación de la información ya atesorada (enciclopedia) en la interpretación (cf interpretación textual) y gestación de nueva información conlleva una serie de afirmaciones (Cifuentes, 1994: 27):

(1)  la nueva información se añade a las estructuras ya existentes;

(2)  la información existente se erige en modelo para la interpretación de la nueva información;

(3)  los esquemas en cierto modo anticipan las características de la nueva información que accede al sistema mental de procesamiento;

(4)  los esquemas mentales poseen una gran flexibilidad para incorporar nueva información; y

(5)  el desarrollo cognitivo del ser humano parece ser el resultado de la combinación entre la información conseguida a través de estímulos experienciales, y las estructuras mentales dadas de antemano en el ser humano.

Por otra parte, desde mediados de los años ochenta se ha ido afianzando en los estudios del funcionamiento de la mente la concepción de una estructura mental modular, según la propuesta de Fodor (1983), articulada en ocho presupuestos (Kasher, 1984: 542):

(1)  La mente genera y manipula símbolos;

(2)  estos símbolos poseen ciertas propiedades formales;

(3)  los procesos de la mente toman la forma de operaciones computacionales;

(4)  la mente incluye varias capacidades, y éstas pueden mostrar varios grados de independencia entre sí;

(5)  la mente posee partes que son mecanismos mentales, a pesar de no ser capacidades;

(6)  algunas capacidades de la mente son ‘módulos cognitivos’, esto es, libres de otros mecanismos más elementales, y autónomos en sus operaciones computacionales;

(7)  los sistemas de entrada de información a la mente [input systems] son modelos cognitivos encapsulados según su cualidad informativa; y

(8)  la mente posee sistemas cognitivos ‘centrales’ que están destinados a desarrollar habilidades mentales generales como la elaboración de creencias y la resolución de problemas.

Esta visión modular de la mente la aleja de modelos ‘descodificadores’ anteriores, según los cuales la mente simplemente procesa el mensaje que accede a ella a través de los mecanismos humanos de captación de información. Por supuesto, no han faltado detractores de esta visión modular, con críticas centradas sobre todo en la falta de información sobre la naturaleza exacta del procesador central, o si los módulos son, en sí mismos, modulares; o acerca de la interconexión entre los módulos, o si el hecho de que el lenguaje es bidireccional (la información accede a la mente y a la vez parte de ésta) puede ser estudiado desde una perspectiva modular.

En general, el giro de la lingüística hacia la importancia de la cognición ha traído consigo una visión más contextualizada y pragmática de la comunicación. Nuyts (1987: 727-728) apunta la necesidad del estudio de la cognición cuando señala que «la preocupación por la función comunicativa de la conducta lingüística de los individuos en situaciones sociales no se opone en absoluto a la preocupación por el aspecto mental (cognitivo, psicológico) de estos individuos; al contrario, cualquier afirmación respecto a la función comunicativa y el papel social del lenguaje implica afirmar la naturaleza de los sistemas mentales del lenguaje».

Sin embargo, esta apertura lingüística hacia la contextualización cognitiva ha introducido en la comunicación un elemento de incertidumbre en cuanto a la interpretación óptima del mensaje ya no está garantizada (de ahí la pertinencia de los estudios actuales en el marco teórico de la pragmática). La optimización de la comprensión depende ahora de la eficacia de la cognición humana y su capacidad para extraer una nueva información relevante a partir de la información ya almacenada en la mente del individuo (Sperber y Wilson, 1986). Esta idea conlleva además la separación definitiva entre la forma lógica de un enunciado (descontextualizada) y el sentido que dicho enunciado adquiere en sucesivas frases contextualizadoras. Incluso cuando el hablante desea comunicar el sentido más literal de las palabras que pronuncia es necesaria una contextualización mínima (respecto al sentido de los deícticos, por ejemplo), de tal forma que se puede afirmar que todo enunciado es, de una forma u otra, indirecto respecto al significado neutro de las palabras que lo forman (Cifuentes, J. L.: Gramática cognitiva. Fundamentos críticos. Madrid: Eudema, 1994, p. 22).»

[Alcaraz Varó, Enrique / Martínez Linares, María Antonia: Diccionario de lingüística moderna. Barcelona: Editorial Ariel, 1997, p. 335-336]

«Según las ideas cognitivistas, el lenguaje es comunicación y no puede estudiarse aisladamente de otras capacidades cognitivas del ser humano. La lingüística cognitiva defiende la idea de que la gramática es icónica, es decir significativa, y de que significado equivale a conceptualización (construcción de la realidad a partir de la experiencia corpórea del hablante).»

[Fernández, Susana S.: La voz pasiva en español: un análisis discursivo. Frankfurt am Main: Peter Lang, 2007, p. 98]

«Chomsky considera que el objeto de estudio de la lingüística es la forma lingüística pura, sin consideraciones subjetivas y reducida a reglas de tipo matemático. Propone la supremacía y la autonomía de la sintaxis, que en su visión carece de significado. Mi propia postura –que es la postura funcional y cognitiva– constituye la visión opuesta, es decir, que el lenguaje no puede estudiarse aisladamente de otros fenómenos mentales; que no existe en el lenguaje la forma sin contenido y que el lenguaje es uso y por tanto el objeto de estudio es el lenguaje en uso y no la lengua idealizada de un hablante idealizado. El término “significado” es equivalente a “conceptualización” y las distintas formas lingüísticas son simbólicas de distintas conceptualizaciones, pero no tiene cabida en esta visión la idea de transformación (ni de dos estructuras, una profunda y una superficial).»

[Fernández, Susana S.: La voz pasiva en español: un análisis discursivo. Frankfurt a. M.: Peter Lang, 2007, p. 18 n. 12]

«La lingüística cognitiva es, en última instancia, una teoría funcional del lenguaje. Uno de sus postulados básicos es que no es posible estudiar el lenguaje dejando de lado su función cognitiva y comunicativa, de modo que el punto de partida es el lenguaje en uso (Cuenca & Hilferty 1999). Se distingue así de la lingüística generativa, cuya meta es una descripción del lenguaje como una serie de reglas lógicas y abstractas.

Para el lingüista cognitivo, el lenguaje es simbólico y, por tanto, su función principal es significar. Por eso, no cabe separar los componentes gramatical y semántico como proponía la gramática generativa, al menos en sus etapas iniciales. La gramática no es autónoma sino simbólica y significativa: una forma fonológica simboliza el contenido semántico. A su vez, el contenido semántico está supeditado a nuestras capacidades de cognición (para Fauconnier 1999, el lenguaje es “una ventana a la mente”) y a las limitaciones que impone nuestra naturaleza corpórea, por ejemplo nuestra capacidad de percepción. El cuerpo humano es el foco central de la experiencia y es el filtro a través del cual procesamos la realidad, lo cual se manifiesta en el lenguaje. Es lo que los cognitivistas han denominado corporeización del lenguaje (embodiment), en contraposición con la independencia del lenguaje defendida por los generativistas.

La relación entre forma y sentido es icónica, en tanto que concebimos una semejanza entre las formas del lenguaje y lo que representan, que va más allá de las onomatopeyas de Saussure y se extiende también a la sintaxis. Tanto el concepto de signo como el concepto de motivación de Saussure se llevan en la lingüística cognitiva hasta sus últimas consecuencias, ya que no se limitan al léxico sino que se extienden a la sintaxis. Sin embargo, no se postula la motivación total: hay en la lengua un cierto grado de arbitrariedad que impide las predicciones absolutas. (Langacker 1993).

Hay tres principios de iconicidad que contribuyen a la eficacia de una expresión (una experiencia expresada es más fácil de guardar en la memoria si su expresión lingüística es isomórfica con la experiencia misma): el de cantidad, distancia y orden secuencial.

El principio de cantidad asocia complejidad formal con complejidad conceptual.

El principio de distancia predice que la proximidad conceptual se corresponde con la proximidad lingüística (por ejemplo, los morfemas verbales cuyo sentido es más central al desarrollo de la acción se ubican más cerca de la raíz verbal).

El principio de orden secuencial refleja la tendencia a que el orden sintáctico refleje el orden cronológico de los eventos (por ejemplo, en la coordinación y en la subordinación).

Si bien hasta aquí puede decirse que funcionalistas y cognitivistas coinciden en su visión general del lenguaje, hay ciertas diferencias de enfoque del trabajo de unos y otros. Langacker (1999) sostiene que los funcionalistas se muestran en ocasiones dubitativos a la hora de tomar en serio el asunto de la cognición, pero a la vez considera que el estudio de la cognición humana debe ser el punto de partida para el análisis de los fenómenos que más interesan a los funcionalistas. Langacker enumera las tres facetas fundamentales de una teoría lingüística completa:

Facets of a comprehensive linguistic theory:

a.     A body of constructs, descriptive notions, and so forth, adequate for the explicit characterization of any element or construction that might be encountered in natural language (being quite general, this would not in itself be strongly predictive).

b.     An enumeration of structures that appear to be prototypical (unmarked, natural, universal, etc.) in language, including their degree of prototypicality (likelihood of instantiation).

c.      A functional explanation of the findings at levels a and b. (Langacker 1999:22)

Según Langacker, la lingüística cognitiva se ha encargado fundamentalmente de la faceta a.; los estudios sobre tipología y universales lingüísticos se centran en el punto b., y la investigación funcionalista tiene como meta c. Sin embargo, este autor considera que los tres niveles son “complementary, simultaneous, interdependent and mutually informative” (Langacker 1999:22). […]

Considero que, si bien no hay grandes diferencias de fondo en la concepción del lenguaje que sostienen el funcionalismo y el cognitivismo, sí existe una diferencia de metodología o de foco de interés. Creo que, en líneas muy generales, puede decirse que el funcionalismo se interesa por lo que sucede en los textos, por cómo las categorías o construcciones gramaticales desempeñan ciertas funciones comunicativas, mientras que el cognitivismo se centra en la mente del hablante y en cómo las categorías o construcciones gramaticales reflejan su interpretación (construal) y conceptualización de la realidad. A pesar de que la lingüística cognitiva se autodefine como una teoría de uso, no es general entre sus exponentes el manejo de datos textuales, lo cual caracteriza a los estudios funcionales y tipológicos, aunque Langacker no duda en dar la bienvenida a trabajos más recientes que combinan el enfoque cognitivo con el análisis textual (Langacker 1999:23).»

[Fernández, Susana S.: La voz pasiva en español: un análisis discursivo. Frankfurt a. M.: Peter Lang, 2007, pp. 71-73]

«La metáfora

Ideas básicas que sustentan la teoría de la metáfora dentro de la semántica cognitiva en la línea defendida fundamentalmente por Lakoff y Jonson (1980), Lakoff y Turner (1989) y Lakoff (1993):

1)    La metáfora no es una figura retórica ni se reduce al campo de la literatura, sino esencialmente un fenómeno de naturaleza conceptual o cognitiva, expresado por medios lingüísticos. Por lo tanto, puede haber, como normalmente sucede, un buen número de expresiones lingüísticas que reproduzcan una misma metáfora conceptual.

2)    Las expresiones metafóricas son omnipresentes en el lenguaje considerado cotidiano. Estas metáforas “ordinarias” revelan concepciones cognitivas y culturales del mundo.

3)    La metáfora es el principal mecanismo mediante el cual comprendemos conceptos abstractos. La función primaria de la metáfora es proporcionar comprensión, ya que permite captar y estructurar un concepto abstracto en términos de otro más concreto (aunque no necesariamente), entendiendo por concreto aquello que está basado en nuestra experiencia en el espacio y el movimiento, en la percepción y en la mentalidad que proporciona el vivir en una determinada cultura y sociedad.

4)    Un buen número de conceptos, desde los más triviales y cotidianos hasta los más abstrusos, sólo pueden ser comprendidos mediante la metáfora.

5)    La metáfora es, fundamentalmente, un fenómeno de tipo conceptual, no lingüístico. Lo que llamamos lenguaje metafórico es la manifestación externa de una metáfora conceptual. No cabe, pues, hablar, en sentido estricto, de significado metafórico, como ha apuntado, entre otros, Trujillo (1988: 72).

6)    Se dice que una metáfora es convencional en la medida en que sea automática, inconsciente, no requiera esfuerzo y está arraigada como modo de pensar entre los miembros de una comunidad lingüística. Por ejemplo, como señalan Lakoff y Turner (1989: 55), la metáfora MORIR ES PARTIR está profundamente arraigada en nuestro sistema conceptual (se ha ido, se ha marchado, nos ha dejado, ya no está con nosotros); en cambio, otras, como LA VIDA ES UNA OBRA DE TEATRO, no lo son tanto (recuérdese el gran teatro del mundo).

7)    La vitalidad de una metáfora se mide por el número de expresiones lingüísticas en las que se manifiesta. De este modo, puede suceder que, cuando hablamos de metáforas “fosilizadas” o metáforas “muertas”, lo que ocurre en realidad es que lo fosilizado sea una determinada expresión lingüística, no la metáfora conceptual. Por ejemplo, sufrir una enfermedad no es sentida hoy por los hablantes como una metáfora o, en el mejor de los casos, se entendería como una metáfora fosilizada, pero lo fosilizado es la expresión, ya que la metáfora en la que se basa es, en sentido amplio, LAS DIFICULTADES O MOLESTIAS SON CARGAS, como puede comprobarse en su aplicación a otros ámbitos que se conciben de tal manera (sería el caso de sufrir el peso de la justicia).

8)    La metáfora se basa sobre todo en correspondencias de nuestra experiencia y no en la semejanza.

Desde el punto de vista de la estructura de la metáfora, tendríamos las siguientes características:

1)    Las metáforas son proyecciones entre dominios conceptuales.

2)    Estas proyecciones son asimétricas y parciales.

3)    Cada proyección es un conjunto fijo de correspondencias ontológicas entre entidades de un dominio-origen y entidades de un dominio-meta.

4)    Cuando proyectamos un esquema de imagen de dominio-origen sobre el dominio-meta debe respetarse la estructura inherente del dominio-meta. Es lo que se conoce como el principio de invariancia.

5)    Las proyecciones no son arbitrarias, sino que están basadas en nuestras experiencias corporales y cotidianas.

La concepción de la metáfora que acabamos de ver no deja de ser controvertida. El lector interesado puede acudir para profundizar en este aspecto, entre otras, a la obra de Indurkhya, Bipin (1992): Metaphor and Cognition, Dordrecht, Kluwer Academic Press.»

[Santos Domínguez, Luis Antonio y Espinosa Elorza, Rosa María: Manual de semántica histórica. Madrid: Síntesis, 1996, pp. 44-46]

«La metonimia

La metonimia tiene en común con la metáfora el hecho de ser ambos fenómenos de naturaleza conceptual y consistir en proyecciones. Asimismo, ambas pueden hacerse convencionales en el sentido de que pasan a formar parte de nuestro sistema conceptual cotidiano y son, por tanto, automáticas, no requieren esfuerzo y se utilizan sin ser conscientes de ello. Si embargo, la metonimia se diferencia de la metáfora en algunos aspectos:

1)    La metonimia supone un único dominio conceptual. Una proyección metonímica se produce dentro de un mismo dominio, no entre dos, como en el caso de la metáfora.

2)    La función primaria de la metonimia sería la referencial. Por medio de la metonimia podemos referirnos a una entidad en un esquema a través de otra entidad de ese mismo esquema. Para Langacker (1995: 28), en cambio, la metonimia permite la reconciliación de dos factores en conflicto: la necesidad de ser preciso (es decir, de que la atención del oyente se dirija al mensaje) y, por otro lado, nuestra tendencia a hacer explícitas aquellas entidades que tienen para nosotros una mayor importancia cognitiva. Por medio de la metonimia podemos mencionar una entidad que sea prominente y fácilmente codificada para evocar otra entidad que es de menor interés o más difícil de designar.

3)    Por último, en la metonimia, como se desprende de lo anterior, una entidad de un esquema está por otra entidad del mismo esquema o bien por el esquema en su conjunto.

Entre las metonimias más frecuentes, y sin ánimo de ser exhaustivos, tenemos (Lakoff y Jonson 1980: 76-77):

1)    LUGAR FÍSICO POR INSTITUCIÓN SITUADA EN ESE LUGAR: La Zarzuela no se ha pronunciado al respecto, Wall Street ya no es lo que era.

2)    EL LUGAR POR EL PRODUCTO: He comprado un rioja.

3)    EL LUGAR POR EL ACONTECIMIENTO: Yugoeslavia puede ser otro Vietnam.

4)    LA INSTITUCIÓN POR LAS PERSONAS RESPONSABLES: el ejército no es partidario del servicio voluntario, la Iglesia/Universidad ha manifestado su repulsa.

5)    EL PRODUCTOR POR EL PRODUCTO (que englobaría la conocida relación del autor por sus obras): un picasso, he leído a Cela. Quizá no esté de más señalar que, para que esta asociación sea posible, debe formar parte previamente de la conciencia social. No podemos decir, aunque resultaría perfectamente posible, un arguiñano para referirnos a un plato cocinado por una determinada persona. Entrarían también en este apartado expresiones del tipo compró un mercedes, tiene un toshiba.

6)    EL CONTROLADOR POR LO CONTROLADO: Bush bombardeó Irak, Felipe II construyó el Escorial.

7)    EL OBJETO USADO POR EL USUARIO: el tercer violín toca muy bien.

8)    LA PARTE POR EL TODO o EL TODO POR LA PARTE, la tradicional sinécdoque: necesitamos caras nuevas, en este Departamento hay buenos cerebros.

Al igual que en caso de la metáfora, la metonimia no solamente estructura nuestro lenguaje, sino también nuestro pensamiento, actitudes y acciones. Sería muy indicativo de ciertas actitudes el que un director de un programa de televisión dijera necesitamos traseros nuevos por aquí

[Santos Domínguez, Luis Antonio y Espinosa Elorza, Rosa María: Manual de semántica histórica. Madrid: Síntesis, 1996, pp. 46-48]

«Nuestro conocimiento de las cosas determina nuestra comprensión de fenómenos más abstractos y su expresión lingüística, siendo esa conexión –en buena parte– de naturaleza metafórica o metonímica, entendiendo la metáfora y la metonimia en el sentido que dan a estos términos Lakoff y Jonson (1980): compren lo abstracto en términos de lo concreto.

La importancia de la metáfora y la metonimia en la semántica en general y en el cambio semántico en particular es un hecho que no ha pasado desapercibido a los investigadores, aunque quizás no se haya aprovechado al máximo su potencial explicativo. Por no remontarnos demasiado en el tiempo, podemos citar el parecer de Ullmann (1960: 240): “la metáfora están tan estrechamente entretejida con la textura misma del habla humana que ya hemos encontrado bajo varios aspectos: como un factor capital de la motivación, como un artificio expresivo, como una fuente de sinonimia y de polisemia, como un escape para las emociones intensas, como un medio para llenar lagunas en el vocabulario, y en otros diversos cometidos”. Recordemos, asimismo, que es un problema planteado en las lenguas más diversas, con importantes repercusiones para la traducción, como indicaba en 1535, Juan de Valdés:

Porque, siendo assí que la mayor parte de la gracia y gentileza de la lengua castellana consiste en hablar por metáforas, atándose el que traduze, tiene grandísima dificultad en dar al castellano la gracia y lustre que, scriviendo de su cabeça, le daría. (DL, 167)

Puede resultar más controvertido que buena parte de nuestro sistema conceptual –y, por tanto, del lenguaje que lo expresa– es de naturaleza metafórica y que conceptos semánticos tan básicos como el de acción son de esta naturaleza.»

[Santos Domínguez, Luis Antonio y Espinosa Elorza, Rosa María: Manual de semántica histórica. Madrid: Síntesis, 1996, pp. 14-15]

«Es posible abordar el estudio del significado en general y de su evolución histórica en particular partiendo de una concepción distinta del significado que no hace tanto hincapié en un sistema lingüístico que, en la práctica, tiende a hacer desaparecer el papel que desempeña el ser humano en la concepción de ese significado. Como recuerdan Lakoff (1987) y Jonson (1967), no hay que perder de vista el hecho de que nuestra mente está encarnada en un cuerpo, es decir incorporada en su sentido etimológico. Jonson (1987) señala que el cuerpo ha sido ignorado porque se considera que el pensamiento es de naturaleza abstracta y transcendente y no está atado en modo alguno a los aspectos corporales de la comprensión humana. Es el hecho de que a través de nuestro cuerpo podamos relacionarnos con nuestro entorno gracias a la manipulación de objetos, a nuestra percepción visual y a la percepción del espacio y del movimiento, lo que permite que algo sea significativo para el ser humano y, por tanto, también el significado lingüístico. De esta manera, podemos abordar el estudio del significado desde unos presupuestos que podemos resumir en los siguientes puntos:

1)     El lenguaje es parte integral de la cognición general humana y utiliza mecanismos cognitivos generales. Si queremos explicar las estructuras lingüísticas debemos ponerlas en relación con lo que sabemos de la cognición humana.

2)     La función primaria del lenguaje –si es que hay alguna función primaria– es la de significar. Por lo tanto, debe intentar mostrarse del modo más directo posible cómo se unen forma y significado.

3)     No tiene sentido la distinción entre semántica y pragmática, o entre significado estrictamente lingüístico y lo que quiere significar el hablante atendiendo a sus intenciones comunicativas, creencias, contextos, etc.

4)     El significado de una entidad lingüística se hace equivalente a conceptualización en sentido amplio. Los significados pueden caracterizarse en relación a estructuras de conocimiento de tipo “enciclopédico” (modelos cognitivos idealizados).

5)     Los significados de una construcción gramatical no son computables ni predecibles mediante reglas generales a partir del significado de las partes, sino que están motivados por el significado de éstas.»

[Santos Domínguez, Luis Antonio y Espinosa Elorza, Rosa María: Manual de semántica histórica. Madrid: Síntesis, 1996, pp. 20]

«Nivel conceptual y nivel léxico

Un planteamiento como éste supone la necesidad de reconocer un nivel metateórico fundamental, el nivel conceptual, en el que es posible representar conceptos léxicos independientes de su incardinación en signos lingüísticos, o conceptos funcionales, independientes en este caso de la dimensión sintáctico-oracional de una lengua natural. Junto a ese nivel conceptual deberemos establecer un nivel lingüístico, determinado por la gramática de una lengua concreta, que es plasmación del anterior, y en el que pueden venir dados independientemente los distintos elementos aislados conceptualmente, o pueden venir condensados en una sola forma. Este planteamiento podría basarse en la dualidad estructuralista sustancia del contenido y forma del contenido, pero teniendo claro que una neta separación, en el nivel objetual lingüístico, no está justificada. Forma y sustancia son términos relativos, no absolutos (Hjelmslev, 1972: 63), la sustancia debe considerarse formalizada y la forma debe tener atributos sustanciales: la sustancia lingüística es forma semiótica.

Según Helmslev (1974: 73-108), es equívoca la consideración saussureana de la sustancia independiente de la forma, ya que la sustancia sólo puede aparecer como consecuencia de una forma previa. En Saussure, esa sustancia amorfa en la que las lenguas practican cortes arbitrarios es también la sustancia mediante la cual se manifiestan las formas lingüísticas, tanto de la expresión como del contenido. Según esto, la sustancia es a la vez independiente de la forma y previa a ella, por un lado, y consecuencia de la forma y, por tanto, posterior ella, por otro. Es independiente y anterior al presentarla como masa amorfa segmentable de modo arbitrario por las lenguas; es dependiente y posterior en tanto que realización de las formas lingüísticas. Para deshacer esa duplicidad, Hjelmslev introduce el “sentido”, que es el equivalente de la sustancia saussureana entendida como masa amorfa previa a la segmentación que en ella realizan las lenguas; es, pues, indiferente a la conformación semiótica. La sustancia de Hjelmslev será la manifestación de una forma, la proyección de la forma sobre la materia. Así pues, la sustancia está semióticamente conformada y depende de la forma de que es proyección. Sustancia quiere decir sustancia semiótica, es una sustancia semióticamente formada (Hjelmslev, 1972: 65).

En esta perspectiva, según Rojo (1983: 87 y ss.), las funciones semánticas pertenecen a la forma del significado siempre que lo que encontremos en el significante nos autorice a ello. Los elementos que hay en la sustancia del significado son del mismo tipo; la diferencia radica en que en la sustancia del contenido tendrán que estar todas las funciones semánticas, mientras que en la forma del contenido podremos considerar únicamente a aquellas que tengan un correlato en plano significante.

Por tanto, y siguiendo el parecer de Ramón Trives (1979: 73-75), la realidad nos viene dada por medio de unas determinadas formas que filtran la sustancia extraconceptual según los intereses y posibilidades de la colectividad, convirtiéndose así en contenido de comunicación. Es por ello que Trives afirme tajantemente que la “semántica lingüística” debe estudiar la sustancia del contenido lingüístico o la sustancia lingüística de contenido, no la lingüisticidad de ese contenido, que sería el estudio de la forma pura, como las sintaxis ultraformalizadas. De esta manera, el significado es concebido como sustancia sensitivo-conceptual formalizada, en el sentido de que toda su sustancia conceptual, o parte de la misma, es apoyada por la expresión, realizándose una segunda selección formal de la sustancia, esta vez, ya no aformalizada, debido a la canalización comunicativo-lingüística de la colectividad. Esta definición de la significación es equiparable a la propuesta por la Gramática Cognitiva.

Así pues, la conceptualización filtra la realidad objetiva, y la verbalización selecciona la realidad conceptualizada de acuerdo con los distintos grados epistemológicos, en consonancia con las propuestas de Matoré de que la palabra socializa y racionaliza el concepto, permitiéndole sobrepasar el estudio individual y afectivo, al igual que clasifica, posibilita distinciones, generaliza o abstracciones (Ramón TRives, 1990: 1192-1193).

Por tanto, lo conceptual es algo central, siendo imprescindible saber qué otros son omitidos, cuáles aparecen condicionados por la dinámica paradigmática léxico-gramémica y qué otros son ofrecidos por los esquemas de distribución léxico-gramémica; pero no todo lo cognoscible es filtrado por la lengua, a menudo ésta queda abierta a lo imprevisible de la situación (Ramón Trives, 1979: 86-88).»

[Cifuentes Honrubia, José Luis: Sintaxis y semántica del movimiento. Aspectos de Gramática Cognitiva. Alicante: Instituto de Cultura “Juan Gil-Albert”, 1999, p. 123 sigs.]

«Destaca, fundamentalmente, la noción de construcción como uno de los aportes más importantes de la lingüística cognitiva, ya que, si bien los tipólogos reconocen y proclaman el carácter simbólico de las unidades gramaticales, no han sostenido explícitamente la noción de construcción ni han abogado por una gramática de construcciones (Croft 1999:66). Las construcciones pueden definirse como el emparejamiento de forma y significado, como unidades simbólicas que existen en varios grados de esquematicidad, en un continuo entre frases idiomáticas completamente fijas hasta expresiones altamente esquemáticas como [sujeto + predicado]. Una gramática “radical” de construcciones, como la que propone Croft, sostiene que el conocimiento gramatical del hablante se limita al conocimiento de las construcciones, los elementos léxicos y la proyección (mapping) múltiple entre los elementos léxicos y las construcciones en que estos pueden funcionar. De esta manera, se hace redundante considerar las categorías gramaticales como primitivas.»

[Fernández, Susana S.: La voz pasiva en español: un análisis discursivo. Frankfurt am Main: Peter Lang, 2007, p. 72-73]

«Tanto el concepto de signo como el concepto de motivación de Saussure se llevan en la lingüística cognitiva hasta sus últimas consecuencias, ya que no se limitan al léxico sino que se extienden a la sintaxis. Sin embargo, no se postula la motivación total: hay en la lengua un cierto grado de arbitrariedad que impide las predicciones absolutas. (Langacker 1993).»

[Fernández, Susana S.: La voz pasiva en español: un análisis discursivo. Frankfurt am Main: Peter Lang, 2007, p. 71 n. 55]

Con la semántica cognitiva se asocian nombres como

George Lakoff, Ronald Langacker, Mark Jonson, Leonard Talmy, Charles Filmore y, en parte, Ray Jackendoff.