KODIERUNG und DEKODIERUNG

Codificación y descoficación o decodificación

(Recop.) Justo Fernández López

 

Vgl.:

Kode / Übercodierung / Untercodierung / Extra-Codierung / Abduktion

 

Kodierung Dekodierung:

Nach O. Werner vollzieht sich die sprachliche Kodierung in 3 Phasen:

(1)  Semantische Kodierung: bedeutet aus dem konventionell verabredeten Zeichenvorrat (Kode) diejenigen auszuwählen (Selektion), die wahrscheinlich beim Empfänger eine analoge Vorstellung hervorrufen. Diese 1. Kodierungsphase besteht darin, dass die individuelle Vorstellung des Hörers in einen durch Konvention festgelegten Inhalt umgesetzt werden muss. Ohne diese Umsetzung einer individuellen in eine konventionelle Einheit ist keine Kommunikation möglich.

(2)  Nach der semantischen Kodierung muss der Sender die semantischen Inhalte zueinander in Beziehung setzen. Dies geschieht nach festgelegten Kombinationsregeln, nach denen sich Sender wie Empfänger richten müssen.

(3)  Phonologische Kodierung: Mit der semantischen + syntaktischen Kodierung wurden Inhalt und Ausdruck miteinander zu Zeichen verbunden. Diese Inhalts-Ausdruckskomplexe müssen nun über einen Kanal übertragen werden, d.g. sie müssen in Laute/Buchstaben überführt werden. Aus ökonomischen Gründen wird dazu eine begrenzte Zahl von Einheiten (30-40 Phonemen) verwendet, deren Kombinationsmöglichkeiten theoretisch die Bildung von Millionen von Wörtern zulassen. Aus der untersten Schicht der bedeutungsunterscheidenden Phoneme wird die zweite Schicht der bedeutungstragende Morpheme (durch Phonemkombination) aufgebaut. Der Sender muss entsprechend den Regeln des Kodes die Lautkette, die für jedes Zeichen im Kode vorgesehen ist, je nach Kontext in eine reale Lautkette umsetzen. In dieser Phonologischen Kodierungsphase produziert der Sender endgültig die Einheiten der Ausdrucksebene.“ [Heupel, C., 114]

Kodierung [engl. encoding].

(1)  In der Informationstheorie Vorgang und Ergebnis der Zuordnung von Zeicheninventaren mit spezieller Information zu anderen Zeicheninventaren, durch die die gleiche Information dargestellt werden kann (vgl. den Vorgang des Morsens).

(2)  In der Sprachwissenschaft (auch: Enkodierung): Umsetzung von Gedanken bzw. Intentionen in das sprachliche Zeichensystem des Sprechers, dem der Hörer beim komplementären Vorgang der Dekodierung konventionalisierte Bedeutungen zuordnet. Der K.prozess läuft simultan auf lexikalischer, syntaktisch-morphologischer und phonologischer Ebene ab und wird zugleich durch pragmatische (situationsspezifische) Aspekte gesteuert. Zu psycholinguistischen Erklärungsmodellen der K. vgl. Sprachproduktion.“ [Bußmann, H., S. 388]

Kodieren (engl. to code = chiffrieren) [auch: enkodieren]: Verschlüsseln (Gw. entschlüsseln = dekodieren) als Tätigkeit des Sprechers (bzw. Hörers) beim Sprechvorgang: aus dem Inventar konventioneller sprachl. Zeichen wählt er diejenigen, welche seinen mitzuteilenden Vorstellungen entsprechen, von denen er annimmt, dass sie beim Hörer (Gesprächspartner) die gleichen Vorstellungen wecken. Tatsächlich sind Kodes zweier Sprecher einer Sprache immer nur partiell deckungsgleich, so dass den Zeichen und Zeichenkombinationen unterschiedliche Bedeutungen und Nebenbedeutungen zugeordnet werden können. Dadurch kann Dekodierung zu anderen Vorstellungen beim Hörer führen, als der Sprecher es bei der Kodierung beabsichtigt hat, die Kommunikation also gestört sein.“ [Ulrich, W., S. 56]

Codificación (cfr. ingl. coding, encoding, fr. codage).

Operación con la que se establece la correspondencia entre los elementos de un mensaje y la señales de un determinado código: la operación inversa (la determinación de un mensaje a partir de una señal) se llama descodificación.“ [Cardona, G. R., p. 49]

«Descodificación / Decodificación

Proceso de interpretación de un mensaje que consiste en utilizar un código para convertir una serie de señales verbales en representaciones mentales. En este proceso, como ocurre en la codificación, también pueden distinguirse dos fases: una fase fisiológica (auditiva o visual) de percepción y una fase psicológica de comprensión de lo que se ha querido transmitir.»

[Eguren, Luis / Fernández Soriano, Olga: La terminología gramatical. Madrid: Gredos, 2006, p. 66]