KODE-THEORIE

Teoría de los códigos

(Recop.) Justo Fernández López

 

Vgl.:

Kontext / Kommunikation / Kode-Theorie / Compiler

 

Kode-Theorie.

Von B. Bernstein entwickelte sprachsoziologische Theorie, die davon ausgeht, dass in verschiedenen sozialen Schichten innerhalb einer Gesellschaft unterschiedliche Formen sozialer Beziehungen realisiert werden, die unterschiedliche Sprechweisen (engl. codes) bewirken, die ihrerseits wiederum vermittels sprachlicher Sozialisationsprozesse auf die Sozialstruktur zurückwirken und diese stabilisieren. Dabei entspricht der sozialen Unterteilung der Gesellschaft in sprachlicher Hinsicht eine Dichotomie von »elaboriertem« (Mittelschicht-)Kode und »restringiertem« (Unterschicht-) Kode; die Elaboriertheit vs. Restringiertheit bemisst sich dabei am Grad der Satzkomplexität und am Ausmaß grammatischer und lexikalischer Alternativen; der restringierte Kode ist aufgrund seines geringeren Variantenreichtums leichter vorhersagbar, redundanter, weniger komplex und – gemessen an den normsetzenden Bewertungsmaßstäben der Mittelschicht – »defizitär«.

Die Rezeption von Bernsteins K. hat bes. in den 60er Jahren maßgeblich die Entwicklung der deutschen Soziolinguistik und Sozialdialektologie mitbestimmt, wobei häufig der Dialekt als restringierter Kode interpretiert wurde. Die bildungspolitische Brisanz dieser Theorie war ausschlaggebend für eine Reihe empirischer Untersuchungen und der verstärkten Forderungen nach »kompensatorischer Spracherziehung«, um das sprachliche Defizit und die damit verbundene soziale Chancenungleichheit der Unterschichtkinder (bzw. der Dialektsprecher) zu beheben.

Kritik an diesen Thesen kam vor allem von Seiten der Variationslinguistik im Sinne Labovs, der in seinen Untersuchungen des Black English vor allem Eigenart und Eigenwert dieser Sprachform herausstellte – diese sei nicht als eine defizitäre, sondern lediglich als eine vom Standard-Englisch differente Varietät mit eigenen Gesetzmäßigkeiten und Ausdrucksmöglichkeiten anzusehen (»Differenzhypothese«).“ [Bußmann, H., S. 387]

Código elaborado / código restringido (ingl. elaborated / restricted code).

En la formulación de B. Bernstein los hablantes de una misma comunidad tienen a su disposición, según la extracción social, educación y socialización, dos variedades distintas de la misma lengua: un código elaborado, más creativo y adecuado a las diversas situaciones, que permite las verbalizaciones más ricas, con la utilización de nexos causales y una amplia gama de posibilidades expresivas, y un código restringido, que, por el contrario, posee un léxico más pobre y menos diferenciado, con pocas posibilidades de elección. El poseer sólo el código restringido constituye una barrera lingüística al avance social.“ [Cardona, G. R., p. 50]