INVERSION

Inversión

(Recop.) Justo Fernández López

 

Vgl.:

Hyperbaton / Enallage / Hypallage / Anastrophe / Anadiplosis

 

Inversion (die) [lat. inversio = Umkehrung, auch Reversio, gr. Anastrophé]

Rhetorische Figur: von der übl. Wortfolge abweichende Umstellung von Wörtern; kann ohne Ausdruckswert sein, z.B. bei Nachstellung von Präpositionen (meinetwegen, mecum [lat. = mit mir], aber auch bestimmte Wirkungen erzielen, z.B. archaisierende (»Röslein rot«) oder emphatische (»mit meines Zornes Riesenarm«, Schiller).- Das Gegenteil dieser Hervorhebung bezweckt die sog. Kaufmanns-Inversion zur Vermeidung des »ich« am Satzanfang, bes. nach »und«: » ... und habe ich mich bemüht ...«. Vgl. auch Hperbaton, Tmesis; als Sinnfigur entspricht der Inversion das Hysteron proteron.“

[Metzler-Literatur-Lexikon: Begriffe und Definitionen, hrsg. von Günther und Irmgard Schweikle. Stuttgart: J. B. Metzlersche Verlagsbuchhandlung, ²1990, S. 224]