INTENTIONAL und INTENTIONALITÄT

Intencional e Intencionalidad

(Recop.) Justo Fernández López

 

Vgl.:

Intentio und Intention / Referenz

 

Nicht zu verwechseln ist INTENTION bzw. INTENTIONALITÄT mit INTENSION (siehe oben)

Intention, Intentional

Der Begriff der Intention bezeichnet eine willensmäßige und bewusste Handlung. Er wird oft herangezogen, um den Akt der Kommunikation von der Signifikation zu unterscheiden. Nach Rulon S. Wells werden Intendieren und Wollen beide in der Normalsprache durch «bedeuten» ausgedrückt: «Während der sprachlichen Kommunikation ‘will’ der Sprecher etwas äußern, das vom Hörer als Zeichen akzeptiert wird [...] der Sprecher ‘bedeutet’ (dem Hörer) etwas, das von dem Hörer als bedeutungsvoll angenommen wird. Nach dem scholastischen Sprachgebrauch, der von Brentano wieder in die moderne Philosophie eingeführt wurde, gilt: Wenn der Hörer etwas, x, als Zeichen von etwas, y, annimmt, intendiert er y, und y wird als das intentionale Objekt von x bezeichnet. Diese technische Bedeutung von ‘intendieren’ läßt sich leicht von der familiären Bedeutung unterscheiden, nach der z.B. jemand ‘intendiert’ (vorhat), ein Versprechen zu halten, und nach der ‘Intention’ dasselbe bedeutet wie ‘Absicht’ und ‘intentional’ dasselbe bedeutet wie ‘bewusst’, mit Absicht. Die familiäre und die technisch-philosophische Bedeutung des Verbes ‘intendieren’ und seiner Ableitungen lassen sich leicht unterscheiden, aber gerade in der Semiose besteht eine gewisse notwendige Verbindung zwischen ihnen: Der Sprecher ‘intendiert’ im familiären Sinn, und der Hörer ‘intendiert’ im philosophischen Sinn; der Sprecher intendiert, dass der Hörer dies oder jenes intendieren soll. Wenn die Kommunikation nichtlinguistisch ist, gibt es Analoge zu Sprecher und Hörer: IN der bildenden Kunst Künstler und Zuschauer (Betrachter, Ästhet); in der Musik Musiker (unterteilt in Komponist und Ausführenden) und die Zuhörer.» (Well 1977: 12).” [Abraham, W., S. 311-312]

Intentionalität (von lat. intendere, sich wenden gegen, zielen; vgl. auch das lat. intentio, Spannung, Absicht, Aufmerksamkeit).

Intentionalität wird besonders in Verbindung mit Bewusstsein oder Bewusstseinszuständen verwendet und bezeichnet ein Strukturmerkmal des Psychischen schlechthin. Intentionalität meint

(1)  die Gerichtetheit des Bewusstseins auf einen Sachverhalt,

(2)  das Überschreiten (Transzendieren, vgl. immanent/transzendent) des Bewusstseins auf ein außerhalb seiner selbst Liegendes hin und

(3)  die Beziehung, die zwischen dem gerichteten Bewusstsein und seinem Objekt besteht.

Schon bei Aristoteles und in der scholastischen Philosophie finden sich Theorien über Intentionalität. Aber im Gegensatz zu modernen Theorien unterscheidet man nicht scharf zwischen Intentionalität als erkenntnistheoretischem Begriff eines Bewusstseins, das auf etwas anderes gerichtet ist, und Intentionalität als psychologisch-physiologischem Begriff von kausalen Beziehungen, die zwischen dem Objekt des Bewusstseins und dem Bewusstsein selbst bestehen.

Die neuzeitliche Diskussion um die Intentionalität setzt mit Brentano ein. Der Ausdruck Intentionalität dient ihm zur Unterscheidung zwischen dem Psychischen und dem Physischen. Das Psychische (Mentale) ist durch sein «Verhältnis zu einem Inhalt» charakterisiert, es ist «auf ein Objekt gerichtet». Ob dieses Objekt existiert, ist nicht entscheidend. Wichtig ist, dass das Bewusstsein, im Gegensatz zum bloß Physischen, auf ein Anderes verweist.

Unter Berufung auf Brentano hat Husserl den Intentionalitäts-Begriff in seiner Phänomenologie aufgenommen und weiterentwickelt. Intentionalität hat bei Husserl folgende Merkmale:

(1)                        Das Gerichtetsein auf ein Ding, einen Sachverhalt, einen Zweck, eine mathematische Entität, eine Idee usw.

(2)                       Die Intentionalität kann aufgeteilt werden in das, worauf sich das Bewusstsein richtet (intentum, noema oder cogitatum genannt), und das intendierende Bewusstsein selbst (intentio, noesis, cogitatio).

(3)                       Auf der intentio-Seite kann wiederum zwischen Erlebnisarten unterschieden werden: die eigentlich intentionalen Bewusstseinszustände (die Akte) und die bloßen Empfindungsdaten, die nicht selbst intentional sind, sondern als «Träger» der Bewusstseinszustände fungieren.

(4)                       Diese Akte finden wir im Bewusstseinsstrom, der

(5)                       auf ein Ich, als dem Indentitätspol des Bewusstseins, verweist.

(6)                       Auf der intentum-Seite gibt es einen Gegenstand, z.B. ein Ding, einen Sachverhalt oder eine Idee, wobei dieser Gegenstand

(7)                        durch einen Sinn und eine Bedeutung intendiert wird.

(8)                       Der Gegenstand kann mehr oder weniger gegeben sein. Der direktesten Gegebenheit entspricht auf der intentio-Seite die sog. Anschauung der «Sache selbst» oder des Phänomens.

(9)                       Jedes intentum wird vor dem Hintergrund einer Reihe nicht thematisiert, möglicher intenta gegeben, die den Horizont des thematisierten intentums ausmachen. Die Synthese sämtlicher möglicher intenta ist die Welt, wenn man mit dem Wort ‘Welt’ nicht eher die Idee einer Synthese aller möglichen Horizonte bezeichnen will.

Die späteren Phänomenologen haben den Husserlschen Intentionalitäts-Begriff übernommen, aber auf verschiedene Weise modifiziert. So haben die meisten (darunter auch der ältere Husserl) die Lehre der Sinnes- oder Empfindungsdaten wieder aufgegeben. Heidegger und Sartre haben die Lehre vom Ich als Identitätspol des Bewusstseinsstroms verlassen und die Existenzweisen eines intentional Seienden untersucht. Merleau-Ponty kritisiert den gängigen phänomenologischen Intentionalitäts-Begriff, wo dieser als eine bewusste Gerichtetheit auf einen Gegenstand begriffen wird. Den bewussten Denkakten geht eine ursprüngliche Intentionalität voraus, die in einem (impliziten) körperlichen Sichverhalten zu den Phänomenen besteht.”

[Hügli, Anton/Lübcke, Poul (Hg.): Philosophielexikon. Personen und Begriffe der abendländischen Philosophie von der Antike bis zur Gegenwart. Reinbek: Rowohlt, 1991, S. 293-294]

Intencionalidad

Fue Franz Brentano quien recuperó para la filosofía de nuestro siglo la noción escolástica medieval de intención e intencionalidad, a la que considera como característica diferencial de los actos psíquicos. Dicho brevemente, intencionalidad es lo mismo que referencia a un objeto (representado, juzgado, amado u odiado) y lo típico de los actos psíquicos es que apuntan necesariamente a un objeto bajo alguna de las modalidades señaladas. Aunque Brentano rechazó la idea de que existieran «objetos intencionales» con una objetividad propia, independiente de su realidad material, a partir de su doctrina de la intencionalidad se desarrolló, por una parte, la teoría objetivista de Meinong, por otra la fenomenología en la que la intencionalidad juega un papel importante como nota constitutiva del «fenómeno». En la misma línea habría que colocar también a la teoría de los valores de Scheler.

Desde una perspectiva actual puede decirse que gran parte de los problemas a los que responde la doctrina de la intencionalidad no son propiamente problemas de psicología (como entendía Brentano), sino de análisis lógico o semiótico. En este sentido «objeto intencional» podría traducirse por «referencia», y el problema de la intencionalidad de los actos psíquicos podría reducirse al del significado de los términos y enunciados del lenguaje. Conviene tener esto en cuenta para enjuiciar el uso que Husserl hace del concepto de intencionalidad (de origen psicologista a pesar de las «intenciones» del propio Husserl al construir la fenomenología).”

[M. Cruz Hernández: „Intencionalidad“. In: Quintanilla, Miguel A. (Hg.): Diccionario de filosofía contemporánea. Salamanca: Ediciones Sígueme, 1976, p. 227]

Intención, intencional, intencionalidad. «Intención» se ha entendido en filosofía como la acción de tender hacia algo –o de atender a algo–. Es un concepto muy usado en la filosofía escolástica ya desde la Edad Media. Franz Brentano (1838-1917) dio nuevo vigor al concepto de intencionalidad al considerar que designa el carácter propio de los actos psíquicos. Es esencial a éstos tener referencia a un término objetivo, a algo a lo que apuntan intrínsecamente. Husserl recogió y desarrolló ese concepto. Es el autor que Zubiri tiene presente al usar este concepto.“

[Ferraz Fayos, Antonio: Zubiri: El realismo radical. Madrid: Cincel, 1987, p. 238]

„Si el hombre no fuese más que pura inteligencia, no dejaría de estar atenido a la realidad. Pero el hombre es inteligencia sentiente y por ello el decurso sentiente de las cosas le lanza del atenimiento a la realidad hacia algo que no es realidad física. Está atenido a la realidad, porque tiene que moverse también en el ámbito de lo irreal. El animal no humano no se mueve entre realidades, pero tampoco entre irrealidades; se mueve entre estímulos a-reales. El hombre es el animal que no sólo puede sino que inexorablemente ha de moverse en el ámbito de lo irreal. La irrealidad le es necesaria al hombre para poder vivir en realidad.

Pero, ¿en qué consiste esta irrealidad? Lo irreal no puede calificarse como lo que no-es, porque no es lo mismo ser y realidad (el no aceptar esta diferencia es lo que constituye la paradoja de Parménides de Platón: que hay algo que no es); y porque cuando me ocupo con lo irreal me ocupo con algo que no es ya, pero que está puesto realmente ante mí, frente a mí. Es lo que significa la palabra ob-iectum. El ser realidad objetual es aquello en que consiste formalmente el ser positivo de la idea. Realidad objetual es la realidad como objeto.

Precisamente es la medida en que la idea implica esa versión constitutiva a un tipo de realidad, la idea y su referencia al objeto tienen un carácter de intencionalidad representativa, porque me refiero en intención – la realidad a que me refiero ya no está presente – a algo. Con lo cual esa realidad referida merece llamarse intencional. Esa intencionalidad puede tomarse como algo primario, pero esto no es así; la intencionalidad de una idea es siempre una referencia a la realidad en virtud de la realidad física que está ante mí; la realidad objetual, como tal realidad objetual, es el reducto, el término de una reducción de la realidad física. La intencionalidad de una idea es como la prolongación del atenimiento primario a la realidad física, que queda en suspenso pero no cae en el vacío. El carácter intencional del objeto no procede de que sea término de un acto, de idea, sino de que antes de ser intencional es realidad objetual, y porque está objetualmente ante mí, mi idea es intención objetiva de ella.

En manos de la fenomenología, la intencionalidad cobró un carácter distinto. Pensaba Husserl con razón que la intencionalidad es un acto irreductible; consiste en animar de intención objetiva a lo que no sería sino un contenido de materiales hiléticos de mi propia conciencia psicofísica. Pero es estructuralmente falso que la intención sea primariamente animación de materiales hiléticos. La intención es una reducción. No es ningún azar que para obtener una descripción de la pura intencionalidad tenga que empezar Husserl por «reducir»; no es cuestión de método, es cuestión de estructura. La intencionalidad tiene una versión a la realidad, es un modo de atenimiento a la realidad, de manera que lo que hay de referencia a la realidad objetual no le viene a la intencionalidad de sí misma, sino que le viene de la realidad física de donde emergió. La intencionalidad tiene dos dimensiones: una referencia intencional, y un atenimiento a la realidad, por el cual «intenta» retener la realidad. La intención como acto se funda en el intento como estructura física; la intencionalidad se funda en la retención y no al revés. Y la prueba está en que, aun cuando no esté ante la realidad mismo, no por eso está meramente ante los conceptos con que ha definido el objeto o ante la imagen que reproduce la situación. La idea, por muy irreal que sea, necesita realizar las propiedades definidas de una manera objetual.”

[Zubiri, X.: Sobre el hombre. Madrid: Alianza Editorial, 1986, pp. 647-649]