ILLOKUTIONSSEMANTIK

Semántica ilocutiva

(Recop.) Justo Fernández López

 

Vgl.:

Illokution / Semantik / Phrastic, Tropic, Neustic / Sprechakte / Sprechaktheorie / Perlokution

 

Illokutionssemantik

von Zaefferer (1983) entwickelter Ansatz zur Darstellung der Bedeutungsaspekte natürlich sprachlicher Sätze, die ihr illokutives Aktpotential (= die Menge der mit ihrer Äußerung in bestimmten Situationen vollziehbaren illokutiven Handlungen vgl. Alston 1964) ausmachen und die vom Satzmodus, von Modalpartikeln u.a. abhängen. Nach diesem Ansatz von Zaefferer wird Sätzen auf einer bestimmten Ebene der semantischen Repräsentation, nämlich der Ebene der illokutiver Bedeutung, eine logisprachliche Beschreibung des Typs von illokutiven Akten, die man mit ihrer Äußerung in einer ihrer Lesarten normalerweise vollzieht, zugeordnet. Dieser Typ von illokutiven Akten wird durch ein abstraktes Prädikat repräsentiert, dessen Interpretation durch entsprechende Bedeutungspostulate eingeschränkt und damit stabilisiert wird. So wird z.B. die illokutive Bedeutung des Satzes Peter besucht Gerdas Schwester mittels der Formel ASS (sp, ad, besucht (Peter, Gerdas Schwester) dargestellt (ASS = Konstante, der durch Bedeutungspostulate Zuge einer Beschreibung des Illokutionstyps «Assertion» verliehen werden; sp, ad = Variable zur Bezeichnung von «Sprecher» und «Adressat». Die lokutive Bedeutung (propositionaler Satzgehalt der über Wahrheitsbedingungen fassbar wird) ist durch den assertierten Sachverhalt in dieser Formel oben repräsentiert: besucht (Peter, Gerdas Schwester). nach Jacobs 1984: 25 (mit Anwendung auf Funktionale Satzperspektive).” [Abraham, W., S. 287]