IDIOLEKT

Idiolecto

(Recop.) Justo Fernández López

 

Vgl.:

Soziolekt / Dialekt / Technolekt

 

Idiolekt

Die Gesamtheit der Spracheigentümlichkeiten der Einzelperson, einschließlich aller individueller Nuancen.“ [Abraham, W., S. 284]

Idiolekte

Texte ohne ofensichtliche Isotopie, die aber eine verschlüsselte Isotopie besitzen, deren sozialer Träger aus einem oder wenigen Individuen besteht, sollen Idiolekte (griech. = Einzellesarten) heißen. Manche Texte der so genannten esoterischen Poesie gehören zu den Idiolekten. Vgl. dazu ein Beispiel des späten Hölderlin:

 

Nah ist,

Und schwer zu fassen der Gott.

Wo aber Gefahr ist, wächst

Das Rettende auch.

Im Finstern wohnen

Die Adler, und furchtlos gehen

Die Söhne der Alpen über den Abgrund weg

Auf leichtgebauten Brücken.

Drum, da gehäuft rings

Die Gipfel der Zeit, und die Liebsten

Nah wohnen, ermattend auf

Getrenntesten Bergen,

So gib unschuldig Wasser,

O Fittiche gib uns, treuesten Sinns

Hinüberzugehen und wiederzukehren.

 

Hier sind zwar einzelne Nuklearseme und Nuklearsem-Komplexe deutlich erkennbar, überzeugende Klassen-Hierarchien wollen sich aber nicht bilden. Dennoch kann man davon ausgehen, dass Hölderlin keinen Text ohne Isotopie nach Art eines Experiment-Literaten des 20. Jahrhunderts schreiben wollte, dass der Text vielmehr für ihn eine strenge Isotopie besessen haben muss.“

[Link, Jürgen: Literaturwissenschaftliche Grundbegriffe. Eine programmierte Einführung auf strukturalistischer Basis. München: Wilhelm Fink Verlag, 1974, S. 135]

Idiolekt

Ein Terminus aus der Sprachwissenschaft zur Bezeichnung der Merkmale der Sprache eines bestimmten Menschen, durch die er sich persönlich von anderen Menschen unterscheidet. Der Idiolekt ist daher vom Dialekt zu unterscheiden, der die Sprachmerkmale beschreibt, die eine Gemeinschaft (sei es geographisch, sozial oder bildungsmäßig) gegenüber anderen Gemeinschaften auszeichnen. Normalerweise werden beide Termini in erster Linie in Bezug auf die gesprochene Sprache verwendet, vereinzelt aber auch auf die geschriebene Sprache ausgedehnt.

Wenn ein Autor eine literarische Figur in seinem Werk einen deutlich erkennbaren Idiolekt sprechen lässt, kann das die Charakterschilderung wesentlich unterstützen. Sprachanalysen der Romane Jane Austens haben bestätigt, dass Austens literarische Figuren auch deshalb in den Augen der Leser ein so überzeugendes unabhängiges Leben besitzen, weil es Austen gelang, ihnen geschickt verschiedene Idiolekte in den Mund zu legen.

Ein Autor muss natürlich sowohl den Dialekt als auch den Idiolekt schriftlich umsetzen, was in einiger Hinsicht, z.B. bei Wortschatz oder Syntax, nicht immer ganz leicht ist und oft auch die Verwendung besonderer Notierungstechniken (für die Aussprache etwa) verlangt. Ein anderes Problem liegt darin, dass Leser Abweichungen von den Konventionen der jeweiligen Hochsprache symbolisches Gewicht beimessen: Wie Leech und Short feststellen, 'impliziert die Verwendung einer anderen als der Hochsprache eine Entfernung von der Sprache des Autors selbst und damit von den zentralen Beurteilungsnormen in einem Roman' (1981, 170).

Roland Barthes hält, wie vor ihm Jakobson, den Begriff des Idiolekts für problematisch, da es, in Jakobsons Worten, 'im Bereich der Sprache kein Privateigentum gibt'. Trotzdem erscheint der Begriff Barthes zur Bezeichnung folgender Realitäten nützlich: (i) für die Sprache des Aphasikers, (ii) für den Stil eines Schriftstellers, und (iii) für die Sprache einer Sprachgemeinschaft (Barthes 1987, 19).“

[Hawthorn, Jeremy: Grundbegriffe moderner Literaturtheorie. Tübingen und Basel: Francke, 1994]

Idiolecto: Habla característica de una persona determinada.

Idiolecto: El modo característico de hablar de una sola persona, una especie de lenguaje personal. Para Jakobson, sin embargo, „la propiedad privada no existe en el lenguaje; todo es social“. Para Jakobson se pueden designar como idiolectos solamente ciertos casos particulares, como el lenguaje afásico, el estilo de un escritor, o, en un sentido más amplio, el lenguaje de una comunidad lingüística.“

[Cardona, G. R.: Diccionario de lingüística, p. 144]

Idiolecto (gr. idios, particular + léktos, dicción)

Modo característico de hablar de una sola persona que refleja una determinada norma individual en oposición a la norma social o colectiva propia de la comunidad. Dícese también del conjunto de enunciados que un informante emite en un momento determinado y sobre el que trabaja el dialectólogo para allegar los datos característicos del habla respectiva.“

[Diccionario de lingüística, Anaya, p. 151]

«Idiolecto

Se define el ‘idiolecto’ como el conjunto de hábitos lingüísticos (fonológicos, léxicos, sintácticos, estilísticos) de una persona con relación a la lengua estándar, es decir, el habla o forma característica de hablar de un individuo. Entre los rasgos fonológicos destacan los que constituyen la dinámica de la voz. Asimismo, todos tenemos tendencia a usar unas construcciones sintácticas con mayor o menor insistencia o a emplear unidades léxicas características. Por ejemplo, a veces hemos dicho “Esa frase es propia de mi padre”, esto es, pertenece a su ‘idiolecto’. Los sonidos que son identificables en el habla de una determinada persona se llaman idiófonos.

El término ‘idiolecto’ procede de los neogramáticos, pero fue retomado por el estructuralismo y por la sociolingüística. Esta palabra, junto con dialecto y lengua, forma una trilogía muy útil para diferenciar el sistema general, el habla de un grupo y la de un individuo en el análisis lingüístico. Los índices idiosincráticos ayudan en la identificación de los idiolectos. Cf sociolecto, estilo, actuación, lecto.»

[Alcaraz Varó, Enrique / Martínez Linares, María Antonia: Diccionario de lingüística moderna. Barcelona: Editorial Ariel, 1997, p. 293]