HOCH UND UMGANGSSPRACHEN  

Lengua culta y lengua coloquial

(Recop.) Justo Fernández López

 

Vgl.:

Dialekt / Jargon / Jerga / Coloquial (Español) 

 

Hoch- und Umgangssprachen  · Lengua culta y lengua coloquial / usual

Hoch- und Umgangssprachen sowie Dialekte, Argot und Jargon

Die geschriebene Form einer Sprache entspricht in der Regel der Hoch- oder Standardsprache. Sie genießt in der Regel höheres Ansehen als die gesprochene Form und weist meist eine komplexere grammatische Struktur und einen spezifischen Wortschatz auf. Der Gebrauch von Hoch- oder Umgangssprache hängt von der jeweiligen Sprechsituation ab. Als überregionale Verkehrssprache wird bei offiziellen Anlässen oder formellen Sprechsituationen die Hochsprache benutzt. In informellen Sprechsituationen überwiegt der Gebrauch der Umgangssprache. Oftmals ist der Gebrauch von Hoch- bzw. Umgangssprache abhängig vom Bildungsniveau. In den arabischen Ländern verwenden die gebildeten Schichten das klassische Arabisch sowohl bei Unterhaltungen als auch beim Schreiben, während Personen mit niedrigem Bildungsstand das umgangssprachliche Arabisch benutzen.

Verwendet ein Sprecher zwei Varietäten einer Sprache in unterschiedlichen Situationen, nennt man dieses Phänomen Diglossie. Personen, die die gesprochene Form der Hochsprache in der Öffentlichkeit und den erlernten regionalen Dialekt im Gespräch mit Freunden verwenden, nennt man diglossisch (charakteristisches Beispiel: das Schwyzerdütsch der deutschsprachigen Schweiz). Die Standardsprache entwickelt sich in den meisten Sprachen aus dem Dialekt, der sich gegenüber den anderen durchsetzen konnte und schließlich als allgemein verbindlich angesehen wird. Als genormte Ausformung eines Dialekts ist die Standard- oder Hochsprache die Schriftsprache einer Sprachgemeinschaft und besitzt ein System von orthographischen Regeln und einen Bestand an geschriebenen Texten. Nur wenige Menschen sprechen tatsächlich eine ausgeprägte Hochsprache.

Vielmehr nähern sie ihre eigene regionale Sprachvarietät der Hochsprache an. Mit der Standardsprache steht den Sprechern regionaler Dialekte auch eine gemeinsame Basis der Kommunikation zur Verfügung.

Dialekt, Argot und Jargon

Ein Dialekt ist eine regionale Varietät einer Sprache, die sich deutlich von anderen Varietäten der gleichen Sprache unterscheidet, die in anderen geographischen Gebieten verwendet werden. Innerhalb einer Gruppe von Menschen, die die gleiche Sprache sprechen, gibt es andere, von spezifischen Situationen oder sozialen Gruppen abhängige Sprachvarietäten. Menschen aus dem gleichen Umfeld oder mit dem gleichen Beruf können eine gemeinsame Sondersprache benutzen, die sie von anderen Menschen außerhalb ihrer Gruppe unterscheidet. Zu diesen Varianten der Umgangssprache gehören Argot, Jargon und Slang. Argot ist zum einen die Bezeichnung für die saloppe französische Umgangssprache, wird aber auch als Begriff für eine Sonder- oder Geheimsprache benutzt, die von sozialen Randgruppen verwendet wird, um sich von Außenstehenden abzugrenzen. Eine ebenso informelle, saloppe Variante der Umgangssprache ist der Slang. Er zeichnet sich besonders durch neuartige Verwendung des vorhandenen Vokabulars sowie durch Wortneuschöpfungen aus und wird ebenfalls von sozialen Gruppen verwendet. Slang wird oft mit Argot gleichgesetzt. Eine weitere Variante der Umgangssprache ist der Jargon, eine Sprachform, die sich von der Standardsprache durch einen Gruppen- oder fachspezifischen Wortschatz unterscheidet. Argot, Jargon und Slang sind schwer voneinander abzugrenzen - häufig werden die Begriffe gleichbedeutend verwendet.“

[Sascha Michalzik, André Deichsel, Christian Janßen: „Spracherwerb und seine Erklärungsansätze“.

In: http://www.blumenthal.uni-bremen.de/gymnasium/psychologie/masse.htm]

Lengua de cultura. Lengua culta [A. Kultursprache, Hochsprache, Schriftsprache]

Lengua que ha servido o sirve de medio expresivo a una literatura y a una civilización importantes. Está caracterizada, en general, por el desarrollo de su léxico y por una organización compleja y estable de sus sistemas fonológico, morfológico y sintáctico.”

[Lázaro Carreter, F., Dicc. d. t. filol., p. 125]