HIRNHEMISPHÄREN

Hemisferios cerebrales

(Recop.) Justo Fernández López

 

Die Hälften des Gehirn

Die meisten Menschen nutzen die beiden Hälften ihres Gehirns zu unterschiedlichen Typen geistiger Aktivität: Während die linke Seite eher für die „männlichen“ oder „akademischen“ Tätigkeiten eingesetzt wird, setzen wir die rechte Hälfte eher für die „weiblichen“ oder „gefühlsbetonten“ Vorgänge des Erfassens und Erfahrens ein.

Es zeigt sich aber, dass, wenn beide Bereiche des Gehirns gezielt trainiert werden, sich Lernstoff umso stärker einprägt, da er nun sowohl vom Verstand als auch vom Gefühl her verankert ist.

 

 

[„Informationsverarbeitung im  menschlichen Gehirn“,  zusammengefasst von Gertrud Maier und Herbert Kerschbaumsteiner.

In: http://www.pae.asn-graz.ac.at/linux2/tutor-bu/hege.htm]

Vergleich: Linke und rechte Hemisphäre eine Gegenüberstellung

linke Hemisphäre

 

rechte Hemisphäre

 

 

Ich bewusst- logisch

unbewusst, ursprungsbewussthellwach, Tagtrance 

der Wissenschafter

der Weise

digital

analog

sprechen und schreiben

klangliches Musikempfinden

analytisch

holistisch

analysiert

spekuliert

mathematisch

symbolisch

zeitlich orientiert

räumlich orientiert

die Zeit

der Raum

Bewusstes Ich

Unbewusstes Es

Objektebene

Metaebene

ist realistisch

ist neugierig

stellt Regeln auf

bricht Regeln

kontrolliert

spielt

vermeidet Fehler

mag das Neue

artikuliert

ist sprunghaft

dominiert

phantasiert

ist Objekt

ist Subjekt

logisch

figurativ

merkt sich Namen

merkt sich Gesichter

linear, detailliert

intuitiv, kreativ

kontrolliert

emotional

analytisch

träumerisch

spricht das Wort

sieht das Bild

Argument

Erfahrung

beobachten

fühlen

bewusstes Verarbeiten

unbewusstes Verarbeiten

Zeit, Historie

Ewigkeit, Zeitlosigkeit

konsequent

inkonsequent

verständig

fühlend

vernünftig

genießerisch

rational

räumlich

nüchtern

charismatisch

wissen

glauben

trocken

witzig

verwaltet das aktive Wissen

verwaltet die Körperenergien

[Quelle: © IPN / G.H.Eggetsberger 2000 by CABAN Sebastian. In: http://www.ipn.at/ipn.asp?BJT]

Das Gedächtnis als Grundlage des Lernens

Um den Rahmen dieser Arbeit nicht zu sprengen, soll hier nur kurz auf die körperlichen Seiten des Lernens eingegangen werden. Das wichtigste zu erwähnende Instrument ist das menschliche Gedächtnis.  In den meisten Gedächtnismodellen werden zwei Teile angenommen, in einigen wird ein dritter Teil hinzugefügt, den auch ich mit aufnehmen möchte. Es handelt sich um das sensorische Register, das Kurzzeit- und das Langzeitgedächtnis.

Das sensorische Gedächtnis „ist ein Begriff für die Beobachtung, dass die Wirkungen eines Reizes für kurze Zeit nach der Reizdarbietung zur Verarbeitung zur Verfügung stehen.“ Das bedeutet, dass das sensorische Gedächtnis nur eine begrenzte Anzahl Informationen aufnehmen kann und diese auch nur für eine begrenzte Zeitspanne speichern kann. Danach gehen sie verloren oder sind in eine andere Gedächtnisform überführt.

Das Kurzzeitgedächtnis speichert Informationen durch Wiederholung. Es kann nur eine kleine Zahl von Informationseinheiten speichern (sieben plus/minus zwei), wobei das Vergessen nach ca. 20 Sekunden beginnt und nur durch Wiederholung gestoppt werden kann. Das Kurzzeitgedächtnis wird als der aktive Teil (im Gegensatz zum Langzeitgedächtnis) bezeichnet, in dem alles, was momentan und bewusst gedacht wird, worauf wir also unsere Aufmerksamkeit richten, versammelt ist. Das bedeutet, dass dieser Teil des Gedächtnisses sehr leicht durch interne und externe Ereignisse beeinflusst werden kann.

Im Langzeitgedächtnis werden Informationen gespeichert, die eine hohe Verarbeitungstiefe erfahren haben, d.h. die codiert das Kurzzeitgedächtnis verlassen um im Langzeitgedächtnis dauerhaft zu bleiben. Informationen codieren bedeutet aber auch, sie mit dem bisherigen Wissen zu vernetzen und es neu zu strukturieren, was in den meisten Fällen zu einer Veränderung der ursprünglichen Information führt. Das Langzeitgedächtnis wird meist mit dem unbewussten und passiven Teil des Gedächtnisses gleichgesetzt.

Ein weiterer, für das Lernen wichtiger Punkt, ist die Spaltung des Gedächtnisses in eine rechte und linke Gehirnhälfte. Da dies bisher nur experimentell nachgewiesen wurde, soll dieser Abschnitt so kurz wie nötig gehalten werden.

In beiden Gehirnhemisphären werden Informationen unterschiedlich verarbeitet: im linken Teil werden sie (in Worten) gedacht, gesprochen, berechnet. Dieser Teil funktioniert digital, d.h. dass Details wahrgenommen und linear, logisch analysiert werden. Der rechte Teil verschafft Überblick, erkennt Formen und Strukturen, vergleicht, arbeitet non-verbal, also visuell. Die Detailinformationen der linken Hälfte werden zur Synthese gebracht, das Denken ist non-linear, ganzheitlich und kreativ.

Beide Teile müssen beim Lernen gefordert und genutzt werden, um effektives Lernen zu erzielen.“

[Lernstrategien und Prüfungsvorbereitung von StudentInnen - Theoretisch und Praktisch. Seminar: Prävention von Lernschwierigkeiten. Dozentin: Dipl.-Psych. Katja Huth. In:

http://rcswww.urz.tu-dresden.de/~ms622738/uni/lernstra.htm]