HILFSVERB

Verbo auxiliar

(Recop.) Justo Fernández López

 

Vgl.:

Kopula / Modalverben / Grammatikalisierung [Kritik von Morera].

 

Ggs.: Vollverb [verbo pleno]

 

„Als Hilfsverben bezeichnet man diejenige Verben, die zur Bildung von analytischen Verbformen [umschriebene Formen] benutzt werden. Im Deutschen gibt es drei Hilfsverben: sein, haben und werden. Die Hilfsverben sind auch miteinander kombinierbar (Bis dahin wird der Schmutz beseitigt worden sein). Auch bei der Frage, welche Verben als Hilfsverben zu betrachten sind, ist die Terminologie in den Grammatiken nicht einheitlich. Helbig/Buscha (1984) definieren als Hilfsverben diejenigen Verben, die „gewöhnlich nicht selbstständig, sondern mit anderen - im Infinitiv oder Partizip angeschlossen - Verb vorkommen“ (125) und rechnen deshalb auch die Modalverben zu dieser Gruppe. Engel (1988) fasst unter die Hilfsverben (bei ihm „Auxiliarverben“ genannt) außer den drei hier angeführten auch die zur Passivperiphrase verwendbaren Verben bekommen, erhalten, kriegen, gehören.

Neben ihrem Gebrauch als Hilfsverben können sein, haben und werden auch als Vollverben verwendet werden: Ich denke, also bin ich. Er hat schlechte Laune. Die Lage wird immer schwieriger.

Sein hat darüber hinaus die Funktion, als sog. Kopula (von lat. copulare ‘verbinden’) zwei Elemente zu verknüpfen. Ob diese Funktion als die eines Hilfsverbs angesehen werden soll oder aber getrennt davon zu behandeln ist, wird in den verschiedenen Grammatiken nicht einheitlich behandelt. Sprachen, die keine Kopula benutzen [Russisch], scheinen allerdings zugleich auch keine Hilfsverben zu verwenden.“  

[Hentschel, E. und Weydt, H.: Handbuch der deutschen Grammatik, S. 65-66]

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„Gewöhnlich betrachtet man als verbos auxiliares solche Verben, die ihre Bedeutung in einem bestimmten Kontext größtenteils oder vollständig verlieren (siehe dazu: Esbozo, 444-445). Kritik an dieser Betrachtungsweise und eine andersartige Darstellung des Problems findet sich jedoch bei M. Launay, Acerca de los auxiliares y frases verbales (in Lingüística española actual, II/1-1980, 39‑79).“ [de Bruyne, S. 501, n. 108]

«Verbo auxiliar [alemán: Hilfsverb; inglés: Auxiliary]

Verbo que sirve para formar los tiempos compuestos en la conjugación activa y pasiva, y las perífrasis verbales. Carece de significación y desempeña sólo la función de morfema. Hay verbos empleados únicamente como auxiliares (haber, ser y, muchas veces, estar, en castellano) y otros que pierden su sentido ordinario, en un proceso más o menos avanzado de gramaticalización, para desempeñar una función auxiliar. Se produce frecuentemente este fenómeno entre los verbos de movimiento: ir, venir, andar, etc., en frases como el negocio va tirando, lo vengo diciendo, anda enamorado, etc.»

[Lázaro Carreter, F.: Diccionario de térm. filológ., p. 68]