GENERALIZED PHRASE-STRUCTURE-GRAMMAR

(Recop.) Justo Fernández López 

 

Vgl.:

Head-Driven Phrase Strukture Grammar [HPSG] / ID/LP-Format

 

Generalized Phrase Structure Grammar  = GPSG

Die Generalized Phrase Structure Grammar, ist eine erweiterte und stark veränderte Version der Konstituentenstruktur-Grammatik, die von Gerald Gazdar et a. (1985) entwickelt wurde. Im Unterschied zur Government-Binding-Theorie (GB) verzichtet sie auf Tiefenstrukturen und Transformationen und legt statt dessen ein stark formalisiertes Modell zur Beschreibung der Oberflächenphänomene vor, das sich stellenweise deutlich an Montague anlehnt.“ [Hentschel / Weydt, S. 397]

Generalisierte Phrasenstrukturgrammatik:

Generative Grammatiktheorie aus der Familie der Unifikationsgrammatiken, deren gegenwärtig meist diskutierte Version in Gazdar u. a. vorliegt. Die GPSG ging aus Arbeiten von Gazdar [1981] und [1982] hervor, in denen dieser versuchte, der erzeugungsmächtigen „Revidierten Erweiterten Standardtheorie“ (REST) der Transformationsgrammatik ein formal eingeschränkteres Grammatikmodell entgegenzusetzen, das ohne Transformationen und mit einer einzigen Repräsentationsebene auskommt. Die syntaktische Repräsentation ist ein Phrasenstrukturbaum, dessen nichtterminale Knoten syntaktische Kategorien in der Form partiell spezifizierter Merkmalstrukturen sind. Die Phrasenstrukturregel der GPSG entsprechen einer Version der X-Bar-Theorie. Viele der syntaktischen Gesetzmäßigkeiten, die in Transformationsgrammatiken durch Transformationen beschrieben sind, werden in der GPSG durch Metaregeln repräsentiert, die aus Phrasenstrukturregeln andere Phrasenstrukturregeln erzeugen. [...] Die GPSG wurde für zahlreiche einzelsprachliche Beschreibungen verwendet. Sie bildet auch die Grundlage für mehrere experimentelle Computer-Implementierungen natürlichsprachlicher Systeme.“ [Bußmann, H., S. 267-269]