GENITIVUS

Genitivo

(Recop.) Justo Fernández López

 

Genitivisches Attribut des Nomens (Nomenergänzung)

Genitivus subjectivus entspricht dem Subjekt in einem zugrunde liegenden Satz, wird voran- oder nachgestellt [im Sp. nachgestellt].

Genitivus objectivus entspricht dem „Objekt“ (Akkusativergänzung) in einem zugrunde liegenden Satz, wird voran- oder nachgestellt [im Sp. nachgestellt].

Genitivus explicativus erklärt das Nomen näher, in der Regel nachgestellt [im Sp. nachgestellt].

Genitivus possesivus drückt ein Zugehörigkeitsverhältnis aus, wird voran- oder nachgestellt [im Sp. nachgestellt].

Genitiv, der (lat. genitivum = angeboren) [auch: Wesfall]

Kasus des substant. Attributs und des G.-Objekts (z.B. Der Frack des Kellners hängt im Schrank.– Es bedarf der Ermunterung.);

(a)  G. possessivus (Zugehörigkeit, Besitz), z.B.: das Buch des Freundes:

(b)  G subiectivus (bei verbalsubst. Bezugswort Subj. des verbalen Geschehens), z.B. die Heimkehr der Kriegsgefangenen < die Kriegsgefangenen kehren heim>;

(c)  G. obiectivus (bei verbalsubst. Bezugswort Obj. des verbalen Geschehens), z.B. der Abbruch des Hauses <die Arbeiter brechen das Haus ab>;

(d)  G. partitivus (umfassenderes Ganzes oder seine Art, von dem das Bezugswort eine Teilmenge bezeichnet), z.B.: die Hälfte der Zeit, eine Gruppe (fröhlicher) Studenten;

(e)  G. qualitatis (Eigenschaft oder Beschaffenheit), z.B.: ein Mann mittlerer Größe;

(f)   G. definitivus / explicativus [auch: G. der Identität] (Eingrenzung, nähere Angabe), z.B. die Kunst des Schreibens <das Schreiben ist eine Kunst>, das Glück der Zufriedenheit <die Zufriedenheit ist ein Glück>.“ [Ulrich, W., S. 41]

Genetivus pertinentiae zuweilen als Oberbegriff für Genetivus qualitatis, Genetivus pretii, Genetivus possessivus verwendete Bezeichnung.

Genetivus separativus. Im Lateinischen nur noch in Abhängigkeit von einigen Adjektiven vorkommender Genetiv zur Bezeichnung der Trennung oder Teilung, der dieselbe Funktion hat wie der Ablativus separativus. Der Genetivus separativus begegnet häufig im Griechischen.“

[http://www.menge.net/glossar.html#alphg]